Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 205 (10.12.1931)
- Date
- 1931-12-10
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 205 — 10. Dezember 1931 DIE STIMME Seite 9 Ankündigungen und Mitteilungen Die Makkabäerfeier der Zion. Bezirkssektion VIII/IX findet Samstag, den 12. Dezember, im Vereinsheim, VlII., Bennopaltz 1 a, um 8 Uhr abends statt. Mitwirkende: Oberkantor Margolies, Direktor Dr. Ke'.lner, Prof. Stutschewsky und Hilda Dulitzkaja. Regiebeitrag. Gäste willkommen. Zionistische Bezirkssektion VIII/IX. Die Mitglieder werden ersucht, zu der Dienstag, den 15. Dezember, im Vereinsheim, VIII., Bennoplatz 1 a, stattfindenden Vollversammlung zwecks Wahl der Delegierten zunr Parteirat zuversichtlich und pünktlich zu erscheinen. Beginn y29 Uhr abends. Organisation Zionistischer Frauen Oesterreichs (Wlzo). Dienstag, den 15. d. M., 5 Uhr nachmittags, findet im Klubheitn. der Z. M. V. Miryam, I., Jordangasse 7, Mezzanin, ein Vortrag des Herrn Direktors Dr. Viktor Kellner über «Wege zum Judentum» statt. Zionistische Sektion Marlahilf-Neubau. Donnerstag, den 10. Dezember, um 8 Uhr abends, Cafe Palace, VI., Mariahilferstraße 99, Vortrag mit Lichtbildern des Herrn Max Birnstein (Direktor des landesgerichtlichen Gefangenenhauses Wien I.). Thema: «Die kriminelle Frau.» Gäste willkommen. Eintritt frei. Humanitärer Verein der in Wien wohnenden Lemberger. Samstag, den 12. Dezember, 8 Uhr abends, im Saale des Hotel Barschak, II., Große Schiffgasse 3, Vortrag des Herrn Dr. Josef Löwenherz, Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde, über «Die jetzige Wirtschaftslage und die Wiener jüdische Gemeinde». Zionistische Bezirkssektion XII./XIV./XV. Sitz: Herklotzgasse 21. Montag, den 14. Dezember, 8 Uhr abends, Vorwag Bruno Rabinowits über «Reise durch das jüdische Palästinas Gäste willkommen. Zionistische Sektion Landstraße. Dienstag, den 15. d. M., %9 Uhr abends, im Cafe Lovrana, III., Löwengasse 36. Vortrag des Kultusrates H. Mendel Singer über «Leistungen und Bedeutung der Arbeiterschaft im Zionismus». Gäste willkommen. Die Zionistische Frauengruppe XX. veranstaltet Sonntag, den 13. d. M., um 8 Uhr abends im Heim, XX., Jägerstraße Nr. 30, eine Makkabäerfeier. Mitwirkende: Frau Hitae Dulitzkaja, Oberkantor Länderer, am Klavier Ernst Glaser. Rezitation: Samuel Schwager. Verband radikaler Zionisten. Mittwoch, den 16. Dezember, V29 Uhr. abends, Vortrag des Herrn Isaak Margosches (Tel-Aviv): Die Flucht der Fünfhundert aus Sibirien nacn Palästina. Zionistische Sektion Prater, II., Jungstraße 8. Dienstag, den 15. Dezember, 8 Uhr abends, Vortrag Dr. Oskar Grünbaum, Präsident des Zionistischen Landeskomitees, über «Die jetzige Lage im Zionismus». Gäste willkommen. Kein Regiebeitrag. Jüdischer Pfadfinderbund Oesterreichs. Samstag, den 12. Dezember, 17 Uhr, feierliche Eröffnung des neuen Heims, 11., Obere Donaustraße 45 a. Bundesführer Franz Auffärber, 1., Sterngasse 3. Jüd.-Akad. Phllosophenvereln, Wien, IX., Zimmermannplatz 8. Unsere ordentliche Generalversammlung für das Wintersemester 1931/32 findet am 12. Dezember um 17 Uhr im Lokal der Mensa acad. jud., IX., Zimmermannplatz 8, mit der ' statutengemäß festgesetzten Tagesordnung statt. Erscheinet :‘dcr Mitglieder ist Pflicht. -Die Frauengruppe der zion. Sektion VI/VII veranstaltet am 12. Dezember 1931, präzise y29 Uhr abends, in den Sälen des «Münchnerhof», VI., Mariahilferstraße 81, die diesjährige Gcroße Makkabäerfeier mit Akademie und Tanz. Der Jüdische Wohltatlgkeltsvereln «Brüderlichkeit» veranstaltet eine Chanukkah- und Kinderbekleidungsfeier am Sonntag, den 13. Dezember, nachmittags 4 Uhr, im Souterrain des Caf6 Rembrandt. Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Wien. 11., Ferdiinandstraße 23/8. Montag, den 14. Dezember 1931, findet im Klubsaale der «Hakoah», I., Wiesingerstraße 11 (Caf6 Atlashof, eigener Eingang, Souterrain) ein Vortrag der Frau Esther Mieses: «Die moderne Bibelforschung und — Exegese» statt. Beginn /28 Uhr abends. Eintritt frei. Gäste willkommen. Zionistische Jugendgemeinschaft «Brith Herzl», Wien, XX., Jägerstraße 30. Wochenprogramm: Samstag, den 12. Dezember: 4 Uhr: Sichoth der Kwuzoth Achwah, Hatchijah und Mädchenkwuzah. Zusammenkunft der Kindergruppe. 6 Uhr: Chorgesang. y28 Uhr: Vortrag des. Herrn Prof. Dr. Menczer über «Der Einfluß des Zionismus auf die Entwicklung des Judentums». Sonntag früh: Wanderung. Abends Zusammenkunft im Heim. Montag, y28 Uhr: Obligater Hebräischkurs. Dienstag und Mittwoch ab 7 Uhr Sichoth.. Donnerstag, 8 Uhr: Sichah klalith. Samstag, den 19. Dezember, Vortrag des Herrn Dr. Oskar Grünbaum. Den’.Mitgliedern und Gästen wird bekanntgegeben, daß in unserem Heinr ein reichhaltiges Büfett eingerichtet wurde. ' Die zion. Bezirkssektion Leopoldstadt, II., Praterstr. 13, gibt folgendes Wochenprogramm bekannt: Samstag, den 12. d. M., 4 Uhr nachm.: Chumesch-Vortrag. Sonntag, den 13. d. M., 7 Uhr abends: Gesellige Zusammenkunft; 8 Uhr abends: Schallplattenkonzert. Dienstag, 15. d.: Jugendzusammenkunft. Mittwoch, den 16. d. M., 8 Uhr abends: Mitgliederversammlung (Parteiratswahl). Donnerstag, den 17. d. M., 7 Uhr abends: Präsidialsitzung; 8 Uhr abends: Vortrag des Verbandes Allgemeiner Zionisten; 9 Uhr abends: Ausschußsitzung der Zion Bezirkssektion Leopoldstadt. Hebräische Kurse für Kinder jeden Montag und Mittwoch um 3 Uhr nachm., für Erwachsene jeden Mittwoch. 8 Uhir abends. Frauengruppe der Zion. Bezirkssektion Margareten. Die für Sonntag, den 13. Dezember, y2\\ Uhr vorm., im Wiedner Tortkino angesagte Kinderfilmvorfühnung muß aus technischen Gründen unterbleiben. Bezirkssektion Innere Stadt. Donnerstag, den 17. Dezembery29 Uhr abends, Vortrag des Herrn Prim. Dr. Sanel B tre.r : «Zur Patho’ogie der Juden». Car6 Exzelsior, L, Rotenturmstraße (E;ngang durch das Hotel Exzelsior, I., Adlerg.). Vortragszyklus der Organisation zionistischer Frauen Oesterreichs (Wizo). Dienstag, den 15. Dezember 1931, 5 Uhr nachmittags, Saal der «Mirjam», I., Jordangasse 7, spricht Direktor Dr. Viktor Kellner über «Wege zum Judentum». Mitglieder und Gäste willkommen 1 * Al|e Gruppen der Z. M. V. «Mirjam» sowie die «Mir- Jam-Wizo-Gruppe» veranstalten Donnerstag, den 10. d. M., um 8 Uhr abends im Mirjamheim eine Makkabäerfeier, in deren Mittelpunkt ein Vortrag Prof. Dr. Viktor Kellners über das Thema «Idee und Wirklichkeit» steht. Verein der Buczaczer In Wien. Samstag, den 12. Dezember 1931, um, 8 Uhr abends, im Verbandsheim, II., Untere Augartenstraße 38, Makkabäer-Feier unter Mitwirkung erstklassiger Kräfte. Mitglieder werden höfl. eingeladen. Gäste herzh willkommen. Karten bei den Ausschußmitgliedern erhältlich. Organisation Hechaluz, Wien, XX., Kluckygasse 7. Jamstag, den 19. Dezember, findet um >/28 Uhr abends die Einweihung des neuen Heimes statt. Die Eröffnung wird in der Form eines Chanukka-Neschef stattfinden, an dem alle dem Hechaluz angeschlossenen Jugendbünde teilnehmen werden. Zu der Eröffnungsneschef sind die Vertreter der zionistischen und uns nahestehenden jüdischen Institutionen eingcladen. Chanukkahfeier der zionistischen Sektion Leopoldstadt Am Sonntag, den 6. Dezember 1931, fand im Heime der zionistischen Bezirkssektion Wien, II., Praterstraße 13, eine intime Chanukkahfeier mit sehr interessantem Programm statt. Vizeobmann Wittlin begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste, worauf Herr Oberkantor Balaban die Chanukkahlichter anzündete. Nach einer überaus geistreichen Festrede des Herrn Kultusrates Dr. Klaber deklamierte die kleine Henny Rokeach mit sehr vielem Verständnis und überaus wirkungsvoll einige Chanukkahgedichte, die reichen Beifall fanden. Das sehr interessante Programm fand eine weitere Bereicherung durch die Vorlesungen des Herrn Redakteurs Sigmund Haber und Markus Gelband sowie durch die schönen Gesangsvorträge des jungen Palästinensers Urnstein, dessen stimmliche Mittel und Können ihm eine große Zukunft Voraussagen sowie des populären Konzertsängers Segai-Rosenbach, der, wie gewöhnlich, viel Stimmung machte. Die Sänger wurden von den Damen Frl. Ochshorn und Griffel am Flügel begleitet. Hernach fand man sich bei zwangsloser gemütlicher Unterhaltung zusammen, die bis nach Mitternacht andauerte. Das Arrangement dieses überaus gelungenen Abends läßt erwarten, daß Heimabende ähnlicher Art in der Sektion Leopoldstadt noch weiter folgen werden Verband der Allgemeinen Zionisten und Bezirkssektion Leopoldstadt, II., Praterstraße 13. Der für Donnerstag, den 10. ds., 8 Uhr abends, angekündigte Vortrag entfällt. Jüdischer Turnverein Makkabi, Bratislava. Am 2. ds. sprach im Rahmen der Kultursektion Dr. Siegfried Schmitz, Wien, über «Jiddische Literatur». Dr. Schmitz gab einen historischen Abriß der verschiedenen Umgangssprachen, ausgehend vom Aramäischen, der sich die Juden im Laufe der Jahrhunderte bedienten und kam dann auf das «jiddischtasen» zu sprechen, um schließlich auf das Jiddische überzugehen. Nachdem er die bedeutensten Autoren analysierte, gab er eine Probe über jiddische Literatur und las das Kapitel «In der Mausefalle» aus Schalom Asch’s Trilogie «Die Sintflut». Der nächste Vortrag findet am 16. ds. statt. Sprechen wird Herr Dr. Leo Goldhammer aus Wien über «Wohin steuert das Judentum». Haschomer Hadatl. Wochenprogramm. Sabbath: 3 Uhr Sichoth, nachher jüdische Gedichte; Sonntag: Heimnachmittag, 5 Uhr Hebräisch für Mädchen; Dienstag: „Der tote Mensch“ in den Jüdischen Künstlerspielen Gastspiel: Gisa Heiden, Saiamon Prisament. Das neueste Bühnenwerk von Schalom Asch, «Der 10te Mensch», 5 Bilder und ein Prolog, musikalische Illustration und Regie S. Prisament, wird Freitag, den 11. d. M. uraufgeführt. Mitwirkend: M. Zelniker, Lea Weintraub-Graf, Herr und Frau Lehrer, Frau Klara Meiseis, M. Bernstein, Herr und Frau Sigal, Herr Weißnrann und das sonstige Ensemble. — Mit dieser Legende will Schalom Asch uns vor Augen führen, daß der Krieg nicht nur in der Front den Tod verursacht, sondern daß der Krieg sich auch durch den Tod bei den Hinterbliebenen auswirken kann. Aus dem Inhalte: Die Braut verliert durch den Krieg ihren Bräutigam, glaubt nicht an dessen Tod, immer an ihn denkend, ruft ihn aus dem Grabe hervor und dieser erscheint als Toter unter den Lebenden, fordert Rache für das nicht erlebte Leben, nimmt alle mit sich in den Tod und als er seine eigene Braut mit sich nehmen will, in diesem* Fall siegt das Leben. Besonders hervorzuheben die jüdische Musik «nigunim», jüdische Tänze und volkstümliche jüdische Lieder. Mally Picon am Concordia-Abend. Montag abends fand im Großen Konzerthaussaale ein heiterer Geselischaftsabend der «Concordia» statt, bei dem auch die jetzt im Bürgertheater gastierende jüdisch-amerikanische Künstlerin Mally Picon auftrat. Sie brachte zwei englische Songs und dann einige jiddische Lieder, die vom Publikum mit riesengroßer Begeisterung empfangen worden sind. Der stürmische Applaus zwang die Künstlerin zu vielen Draufgaben. Mally Picons Auftreten bildete deij, Clou des auch ansonsten gelungenen Concordia-Abends. Das Publikum raste und der Beifall schien kein Ende nehmen zu wollen. Am besten gefielen das «Rosinke»-Lied und Picons berühmte Chaplin-Kopie. Klavierabend Shula Doniach-Dagobert Buchholz Samstag, den 12. Dezember, 8 Uhr abends, gibt das junge, ausgezeichnete Pianistenpaar Shula Doniach —Dagobert Buchholz im Festsaal, der Schwarzwaldschule, Wien, I., Regierungsgassei, ihren ersten Wiener Klavierabend. Die jungen, begabten Künstler werden Werke von Vivaldi, Brahms, Debussy undMozart- Busoni bringen. Karten an der Abendkassa.!füüdkewsdkau Der Keren Kajemeth Leisracl von Adolf Böhm. Adolf Böhm, der Mann, der, seitdem er sich der zionistischen Bewegung angeschlossen hat — und das ist schon lange her — unverdrossen die heilige — heilig, weil er dem Zionismus sein Bestes uneigennützig, ohne Aufhören und durch nichts erschüttert — Arbeit an unserer Sache leistet, hat sein klassisch gewordenes Buch über den KK. (4. Auflage) herausgegeben. Der große Kenner unserer Bewegung, unseres Aufbau« Sichoth: Hebräisch für Knaben: Mittwoch: Sichoth: Hebräisch für Mädchen, Mischnajotn für Knaben; Donnerstag: Hebräisch für Knaben; Freitag: Chumisch für Knaben. — 8. Jom-Brith. Sonntag, den 13. d. M., um 5 Uhr nachmittags, findet unser 8. Jom-Brith statt. Alle Chawerim und Chaweroth erscheinen in Tracht. Verein zionistischer Hochschüler «Z. P. Chajes». Der nächste Abend der hebräischen Arbeitsgemeinschaft unter Leitung von Herrn Prof. Kästenbaum und Schlomoh Auerbach findet am Freitag, den 11. Dezember 1931, im Heime, 1., Jordangasse 7, statt. Beginn präzise 8 Uhr. Die zionistische Ortsgruppe Ktagenfurt gratuliert ihren Mitgliedern Herrn und Frau Josef Müller, Likörfabrikant in Klagenfurt, zur Bar-Mizwah ihres Sohnes Franz und dankt auch gleichzeitig für den aus diesen Anlaß für Zwecke des Keren Kajemeth gespendeten Betrag. Der Gesamtverbünd jüdischer Hochschüler Oesterreichs «Judäa» veranstaltete am 5. Dezember in den Räumen der Mensa academica judaica, Wien, IX., Zimmermannplatz 8, eine Chanukkahfeier, welche von zahlreichen Kollegen besucht war. Nachdem Präses Dezsö Weisz den Chanukkah- Abend mit einleitenden Worten eröffnet hatte, zündete Oberkantor Margulies die Chanukkahlichter an und Hofrat Prof. Dr. Frankfurter hielt eine eindrucksvolle Festrede. Zum Gelingen des Abends trugen in freundlicher Weise Frl. Kreitler, Frl. Haar, die Herren Rosenbach, Niemand, Krybus, Mühistock und Moser bei. Jüdischer Verein «Nord-Ost». Am Samstag, den 12. Dezember, um 8 Uhr abends, wird im Vereinslokale, II., Taborstraße 21 a, Redakteur Sigmund Haber über «Jüdischen Humor» vortragen. Anschließend: Vorlesung. An allen Sonntagen ab 3 Uhr im Vereinslokale gemütliche Zusammenkunft. Histadruth Iwrith. Samstag, den 5. ds., veranstaltete die Histadruth iwrith anläßlich der Wiederkehr des zehnten Todestages von M. J. Berditschewski eine Gedenkfeier. Nach einer Würdigung des großen Denkers und Dichters produzierten sich in hervorragender Weise zwei junge palästinensische Künstler, die begabte Pianistin aus Tel-Aviv Frl. Ziona Ochshorn und der sehr talentierte Opernsänger aus Jerusalem H. S. Urnstein. — Samstag, den 12. ds., pünktlich 8 Uhr abends, findet im Festsaale der Stanislauer, II., Praterstraße 11, 1. Stock, eine Chanukkahfeier unter Mitwirkung hervorragender künstlerischer Kräfte statt. Festredner: Dr. Ch. Tartakower. Opemsängerin Grete Rosenfeld: Hebräische Lieder; Pianistin FrL Zijona Ochshom aus Tel-Aviv: Jüdische Kompositionen; Opernsänger H. S. Urnstein-Milson aus Jerusalem: Hebräische Lieder; Oberkantor D. Reznik aus Tel-Aviv: Liturgische Gesänge. Werkes in Erez Iraesl, und der Wirtschaft der anderen Völker und grundehrliche Mensch und Zionist offenbaren sich auch in diesem neuen Buche. Es gibt, glaube ich, nur noch einen Menschen in unserer Bewegung, der als Denker und Schriftsteller in die Kategorie Böhm gehört, und zwar Ruppin. Freilich ist es ja auch der Gegenstand des Buches, der all die herrlichen Eigenschaften Böhms zur Geltung kommen läßt: der KK. Wer ahnen will, was dieser Fonds für die "Seele unseres Volkes bedeutet, der soll das Verhältnis der ernsten zionistischen Jugend zu ihm beobachten: der Dienst am KK. ist ihr nicht ein Geldsammeldienst, sondern ein wahrhaft heiliger. Wer dieses Buch Böhms studiert, wird von der Größe der Sache gepackt. Er findet im Buch alles, was sich über KK. sagen läßt und es gibt viel zu sagen. Das Buch enthält 4 Teile. Der erste behandelt die Prinzipien des KK. «Hier setzt sich der Autor» in einem eigenen Kapitel auch mit den Angriffen Simpsons auseinander. Der zweite Teil bespricht «Tatsachen der palästinensischen Wirklichkeit», die verfügbaren Bodenflächen und die sozialen Besitzverhältnisse. Auch hier setzt sich der Autor mit Simpson auseinander: Während er im ersten Teil die theoretischen Einwendungen bekämpft, rückt er im zweiten Teil den praktischen Konsequenzen Simpsons an den Leib, speziell der Frage, ob genügend Boden für die jüdische Einwanderung vorhanden ist. Der dritte Teil befaßt sich mit der Tätigkeit des KK. in Palästina. Dieser Teil enthält eine wahre Geschichte der Tätigkeit des KK. Der vierte Teil hat die Organisation, Propaganda, die Sammeltätigkeit und die Finanzen des KK. zum Gegenstand. Jeder Zionist, für den unsere Bewegung eine blutig ernste ist, und nicht bloß ein Feld, auf welchem man sich vereinsmeierisch ausleben kann, wird dieses Buch nicht nur lesen, sondern zum eisernen Bestände seiner jüdischen Bibliothek machen müssen. Dem Verfasser jedoch, für den die zionistische Arbeit so selbstverständlich ist, wie Atem, und der jeder Ehrung aus dem Wege geht, soll der Dank für dieses neue Geschenk in der Weise bewiesen werden, daß man es liest und —- für den Keren Kajemeth arbeitet. Hoffentlich kommt auch eine Zeit, in der der österreichische Zionismus seinen Lamed — Wawnik Böhm auch offenbart, was er für ihn an Liebe und Achtung besitzt. Nicht im Interesse Böhms, sondern der Bewegung. Jlotizen Konzert J. Segai-Rosenbach. Am 20. ds. wird Konzertsänger J. Segai-Rosenbach (Tenor) im Rahmen eines Wohftätigkeitskonzertes im Konzertsaal «Post», L, Fleischmarkt Nr. 24, hebräisch-jiddische Lieder und Volkslieder, wie auch italienisch-neapolitanische Kanzonen und Romanzen singen. Mitwirkend: Prof. Josef Zimbler, Violine; auf dem Programme stehen ernste und heitere Gesänge, jüdische Volks« melodien, jüdische Hochzeitstänze für Violine. Populäre Eintrittspreise. Beginn 8 Uhr abends. Kartenverkauf: Bücherstube Ra<h, II., Taborstraße 20 a. In der Jüdischen Bühne, II., Praterstraße 60, gelang* Freitag, den II. Dezember, die Komödie «Natascha» mit der jüdisch-amerikanischen Künstlerin Rosenteid in der Titelrolle zum 50. Male zur Aufführung. Nach lapger Pause wird Samstag wieder einmal ein historisches Stück gespielt, und zwar «S u 1 a m i s». Sonntag, den 13. d., »/24 Uhr, Nachmittagsvorstellung zu ermäßigten Preisen. Zur Aufführung gelangt «Der Babes Jerische». Abends: «S c h a b e s K 0 i d e s c li», spanisches Lebensbild in vier Akten. Dienstag, den 15. Dezember, «Maschka», und Mittwoch, den 16. Dezember, «Natascha»». Täglich Beginn y29 Uhr, Vorstellungen werden an Vereine zu günstigen Bedingungen abgegeben. Anfragen sind an Herrn Braclawski, Caf| Astor, II., Praterstraße 60. zu richten. Literatur/ Kunst / Theater