Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 200 (5.11.1931)
- Date
- 1931-11-05
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite S DIE STIMME Nr. 200 — 5. November 1931 Zlonlstisdies Lehen In Wien Verlautbarung des Zionist!* * sehen Landeskomitees I. Die Eröffnungssitzung des ordentlichen Delegiertentages findet am Samstag, den 7. d. M., präzise 8 Uhr abends im Saale des Handefsmuseums, IX., Berggasse 16, statt. Tagesordnung: 1. Eröffnung durch den Präsidenten des Landeskomitees. 2. Wahl des Präsidiums und des Bureaus. 3. Referat Adolf Böhm: Der Stand unserer Palästina-Arbeit 4. Referat Prof. Dr, Viktor Kellner: Das Schicksal des jüdischen Geistes. II. Sonntag, den 8. d. M., halb 10 Uhr vormittags, Saal der Zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt, II., Praterstraße 13 (Lloydhof): 5. Wahl der Kommissionen. 6. Referat Dr. DavidRothblum: Die Weltunion der Hebräer. 7. Tätigkeitsbericht des Zionistischen Landeskomitees und Referat über Schaffung des Territorial verbandes. Referent: Dr. Os fear Grünbaum. 8. Debatte. 9. Neuwahlen. Gastkarten für die Eröffnungssitzung und den Delegiertentag sind im Zionistischen Landeskomitee, Wien, 1., Kärntnerstraße 28, Telephon R 27-4-86 erhältlich. Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich Dir. Epstein m. p. Dr. Grünbaum m. p. Die Arbeit des Keren Kaje* meth Freireise nach Erez Israel. Selbstkontingen Her, die bis Pessach 5692 zumindest S 25.— (Iricht durch Büchsen) aufbringen, beteiligen sich an der Verlosung einer t£rez-Israel-Reise, Personen, die ein Vielfaches von S 25.— aufbringen, beteiligen sich mit einem vielfachen Anteil an dieser Reise. Chajes-Wald. Bisher sind für diesen 1 0.0 0 0 Bäume umfassenden Wald auf den Namen des verewigten Führers der heutigen Judenheit 7217 Bäume gestiftet worden. D i e Judenheit Oesterreichs wird ersucht, die Zeit bis zur Wiederkehr des Todestages zur Kom p I e11 i erung des Waldes zu benützen. Einige Gg. haben sich spontan für diese Aktion zur Verfügung gestellt. Versicherung zugunsten des Keren Kajemeth. Bisher haben 80 Personen Versicherungen auf insgesamt S 110.000.— abgeschlossen. Goldbuch Franz Obersohn. Auf die Eintragung dieses verewigten Mitgliedes des früheren Blau- Weiß-Jugendbundes sind weitere S 140.— eingegangen. (Insgesamt bisher S 472.50). Goldbucheintragung Eisik Torczyner. Freunde und Verehrer des nun 70 Jahre gewordenen Gg. Eisik Torczyner, haben eine Aktion zur Eintragung desselben ins Goldene Buch des Keren Kajemeth eingeleitet. Bisher gingen ein: Dr. J. H. Körner S 40.—, Dr. Alexander Kristianpoller S 10.—. Silbernes Buch des Keren Kajemeth. Frau R eg i n e Glaser (Nr. 43). Schaje Horowitz und Eduard Steinbre-cher beide durch die Zion.-Sektion II.. (Nr. 44 und Nr. 45). Verrechnung der Leerung. Die Vereinigung d. zi off. de mo kr. Jugend hat, nachdem sie die ursprünglich übernommenen Sprengel rechtzeitig verrechnet und abgeführt hat, weitere Sprengel übernommen und nun auch diese vollständig abgerechnet. Herr Siegmund Wechsberg, der langjährige Vizepräsident des Keren Kajemeth, wurde dieser Tage 80 Jahre alt. Trotz seines Alters dient Herr Wechsberg dem Keren Kajemeth auch weiter als Sammler und als Revisor der Kassa und der Bücher des Keren Kajemeth. Das Präsidium des Keren Kajemeth drückt ihm hiemit öffentlich seinen Dank für die mustergültige Arbeit aus und wünscht ihm noch viele Jahre in Kraft und Rüstigkeit. _ Das zionistische l andeskom'tee gratuliert Herrn Eisik Torczyner herzlichst zu seinem 70. Geburtstag Die Landeskonferenz des Keren Kajemeth Am Mittwoch, den 28. Oktober 1931, (48 Uhr abends, wurde im Heim der «Mirjann die diesjährige Landeskonferenz des Keren Kajemeth eröffnet. Dr. T a r t a k o w e r begrüßte die Lrschienenen und hielt dem verstorbenen Mitglied des Präsidiums, dem Führer des «Brith Trumpeldor» Aron Sternberg, der in der Blüte seines Schaffens durch ein tragisches Geschick dem Leben entrissen wurde, einen Nachruf. Sodann verlas er den Aufruf, welchen die noch lebenden «B i 1 ti i m» anläßlich des in diesem j a h r e s t a 11 f i n d e n d e n 50jährigen Jubiläums der Chibbath-Zion- Bewegung und des 3 0jährigen Jubiläums des Keren Kajemeth an die jüdische Oeffentlichkeit gerichtet haben, . welcher die historischen Verdienste des Keren kajemeth unterstreicht und die Judenheit auffordert, alle Anstrengungen zu machen, um dem Keren Kajemeth sein Ziel erreichen zu helfen. Es übernimmt hierauf den Vorsitz Dr. Leo Goldhammer, Mitglied des Präsidiums des Keren Kajemeth, und erteilt Herrn Dr. Tartakower das Wort zu seinem Bericht über die Tätigkeit des Keren Kajemeth im Jahre 5691. An der Hand des den Konferenzteilnehmern übergebenen vervielfältigten Berichtes weist der Referent darauf hin, daß die Eingänge im vergangenen Jahre rund S 114.000.— ausmachten gegen S 137.000.— im vergangenen Jahre und ca. S 113.000.— im Jahre 5689. Der Rückgang der Eingänge Wollen Sie zu Reichtum gelangen? Dies können Sie nttr durch ein Klassenlos der Glücksstelle Emma Deutsch Wien, I., Köllnerhofg. 6 Es kostet: Vs S 6.—, % S 12.—, % S 24.—, Vi s 48.—. Ziehung schon am 17. und 19. November. Eilen Sie, da nur mehr wenige Lose vorhanden. betrug somit gegenüber dem Vorjahr 17 Prozent, während gegenüber dem Jahre 5689 eine unwesentliche Erhöhung zu verzeichnen ist. An der Aufbringung der Eingänge des Keren Kajemeth haben sich beteiligt: Die zionistischen Jugendgruppen mit S 25.000.—, die Provinzgruppen mit S 11.000.—, die Bezirkssektionen mit S 7500.—, die Föderationen und Sonderverbände mit S 8000.—, die Mittelschulverbindungen und Vereine mit S 3100.— und die akademischen Verbindungen und Vereine mit S 900.—. Der Rückgang der Einnahmen sei auch bei den einzelnen Gruppen im Vergleich zum Vorjahr festzustellen. Die zionistische Aktivität der einzelnen Gruppen offenbare sich auch in den Leistungen für den Keren Kajemeth. Einen neuen Zweig der Eingänge stelle das Silberne Buch dar, dessen geistiger Autor Herr Dr. Siegfried Plaschkes sei. Bisher haben 40 Eintragungen stattgefunden. Die Ausgaben seien von rund S 31.000.— im Vorjahr auf S 24.000.— im gegenwärtigen Jahre zurückgegangen. Der Spesensatz betrug 21 Prozent gegenüber 22 Prozent im Vorjahr. Bei dem Rückgang der Spesen haben sich bereits die Kremenezky-Aktion: Aufbringung von Spezialbeiträgen zur Deckung der Spesen, ausgewirkt. Seiner Tradition gemäß sei der Keren Kajemeth auch heuer bemüht gewesen, die Personal- und Sachauslagen mit Erfolg zu verringern. - -:;v ' *v.. fit'.' . ■ -Sodann ging der Referent^'ur/Beßprechi^'der 'Leistühgen der einzelnen zionistischen Gruppen’• über. \ Was die Zionistischen Bezirkssektionen anbelangt, hob er die Leistungen der S ek t i ö n e n HI., IV./V. und VIIL/IX. hervor. Von diesen drei Sektionen sei es nur der Sektion IV./V. (Nationalfondskommissärin Frau Stella Hoch- *timm) gelungen, das Kontingent der Gruppe um 25 Prozent zu überschreiten. Von den Föderationen und Sondervereinigungen sei organisierte K. K. L.-Arbeit durch die «Wizo» und den Verband der demokratischen Zionisten geleistet worden. Aus den Mittelschulverbindungen rage lediglich der Verband zionistischer Mittelschüler hervor. Zu der treuesten Schar der Mitarbeiter gehören die Jugendbünde und -vereine. Hervorgehoben zu werden verdienen nach der Intensität ihrer Leistungen: «Zirenu», «Histadruth Gordonla», «Gdud Zirim», «Brith Misch mar Hao wdim», «Erez Israel», «Mirjam», «Brith Hanoar Hamisrachi», «Brith Herzl». Schließlich wurden die Leistungen der Provinz-K. K. L.- Kommissionen besprochen, wobei folgende Orte herausgestrichen werden konnten: Innsbruck, Salzburg, Klagenfurt, Leoben, Krems, Ma11ersburg und Mistelbach. An diesen Bericht knüpfte sich eine Debatte, an der sich beteffigten: Herr Kerzner, Herr Weinreb, Herr Doktor Finkeistein, Frau Dr. Pia Klein, Herr FischI. Nach Schluß der Debatte referierte Herr Dr. Tartakower über das Arbeitsprogramm des neuen Jahres. Das neue Jahr sei ein Jubiläumsjahr, weswegen Anstrengungen aller Zionisten sich werden vervielfachen müssen. In erster Linie werden jung und alt als Selbstkontingentler zur Mitarbeit herangezogen werden. Diese Mitarbeiter werden sich an einer Palästina- Reise-Konkurrenz beteiligen. Voraussetzung hiefür sei eine Aufbringung von mindestens S 25.—, resp. eines Vielfachen davon bis Pessach des nächsten Jahres. Bei beinahe gleichen Eingängen in den verschiedenen Spendenzweigen solle durch Aktivierung aller ernsten Zionisten der Betrag von S 120.000.— aufgebracht werden. Auf dieses Referat folgte eine weitere Aussprache, an der sich die Gg. Gottesmann, Chometh, Tischler und Deutsch beteiligten. Zum Schluß verlas der Referent die Namen der Gruppen und Einzelpersonen, die wegen ihrer Leistungen für den Keren Kajemeth im verflossenen Jahre in das Chronik-Buch des Keren Kajemeth (Pinkas des Keren Kajemeth) eingetragen wurden. Die Namen dieser Gruppen und Einzelpersonen werden in der nächsten Nummer bekanntgegeben werden. Nachstehende Gesinnungsgenossen wurden einstimmig in die Landeskommission gewählt: Adolf Böhm, Präsident, Leo Chometh, Dr. Hermann Ebner, Hofrat Dr. Siegfried Fuchs, Simon G a s p a r d, Dr. Leo G o 1 d h a m m e r, Zwi Kaoner, Frau Rosalie Leser, Dr. Mair Pais, Doktor Siegfried Plaschkes, Dr. David R o t h b 1 u m, Dr. M. T, Schnierer, Dora Sch warz, Dr. Chaim Tartakower und Saul Weinreb. Siegmund Wechsberg - 80 Jahre Vor kurzem beging unser Gesinnungsgenosse Herr Siegmund Wechsberg in voller geistiger und körperlicher Frische das Fest seines 80. Geburtstages. Es liegt nicht in Siegmund Wechsbergs Art, sich feiern zu lassen, und so ging die Feier dieses seines Jubiläums in aller Stille vor sich. Uns jedoch sei es gestattet, den Jubilar mit aller Herzlichkeit zu beglückwünschen. Siegmund Wechsberg ist das Vorbild eines Zionisten an Gesinnungstreue und Pflichtbewußtsein. Die Lauterkeit seines Charakters, die Liebenswürdigkeit seines Wesens, seine schlichte Biederkeit haben ihm die Verehrung all der Vielen erworben, welche ihn kennen und schätzen. Mit mustergültiger und beispielgebender Pünktlichkeit kommt er auch heute den Ehrenpflichten nach, die er auf sich genomen hat. Wir und mit uns gewiß der große Kreis seiner Freunde und Verehrer wünschen Siegmund Wechsberg noch viele Jahre unerschütterter Gesundheit und zionistischer Wirksamkeit zum Besten der Sache, welche ihm so sehr am Herzen liegt. Der zionistische Territorialverband und seine Aufgaben Die von den verschiedenen Zionistenkongressen gefaßten Beschlüsse zwecks Errichtung der Territorial verbände sollen also nun endlich, zumindest was Oesterreich betrifft, in Angriff genommen werden. Die furchtbare Situation in wirtschaftlicher und politischer Beziehung, die gerade jetzt der Zionismus durchmacht, erfordert mit kategorischer Notwendigkeit die Vereinheitlichung aller Kräfte, die im Zionismus die Renaissance des jüdischen Volkes sehen, ohne Unterschied der Partei- und Gruppenrichtung. Es ist daher vollkommen die Ansicht zu unterschreiben, daß «die Integrierung der Bewegung nur möglich i$t,wenn sie sich auf Angelegenheiten , beschränkt, die allen gemeinsam ist». . v ... ‘; Der TerritorialyerbaniJ. hat sich "auf folgende, w i r kl ich allen• ’üemeinsanie';.Aufgaben;• zu beschränken;1 sie allerdings mit aller Gründlichkeit organisatorisch und technisch vorzubereiten, daß deren. Erfolg außer Zweifel stehen soll. Gemeinsam sind allen ernsten zionistischen Gruppen 1. der Schekel, 2. Fondsarbeit, 3. die Organisation der Chaluziuth. Würden wir aber darüber hinaus auch die Sorge um die Jugenderziehung und die «Vergeistigung der Bewegung» in die Aufgaben des Territorialverbandes hineinbeziehen, Aufgaben, die von jeder zionistischen Gruppe, je nach Weltanschauung, anders verstanden und geleistet sehen will, so würden wir mit dem Territorialverband keinen Schritt weiterkommen. Lieber Beschränkung der Aufgaben des Territorialverbandes im vorhinein auf die wirklich allen gemeinsamen Aufgaben, als zu weitgesteckte Ziele. Samu Haipem. -- Jhrem Heben Sb De. Samuel Reich gratuliert heesHohrt anläßlich «einer Promotion nn Doktor dor gesamten Heilkunde Die Gete- und HedchaUe ßdüahee Hachcchülee in Wien