Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 200 (5.11.1931)
- Date
- 1931-11-05
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nf. 200 — 5. November 1931 Sette * Anbündiäun$en und Mitteitunden Zionistische Frauengruppe VI/VIL Am 19. Oktober fand bei der Präsidentin der Zion. Frauengruppe VI/VIl Frau Rosl Keha eine Sitzung statt, bei der unter den Anwesenden auch die Präsidentin der Wizo, Frau Sophie t/öwenhor*, begrüßt wurde. Nach elnom Appell an die Versammelten. den zionistischen Frauenkader der Bezirke Mariahilf und Neubau zu stärken und die Arbeit für Palästina zu intensivieren, erklärten sich elnigo Barnen, die als Oäete erschienen waren, bereit, als neue werbende Mitglieder der Sektion beizutreten. Fs wurde ein engeres Komitee gewählt, und zwar die Frauen; Kohn, Lampl, Br. Oldgau, Steinharter und Löry, welches sich zur Aufgabe stellt« durch Abhaltung von größeren Festen, Bridge- und Rummyabenden usw., die Eintreibung von Geldern für palästinensische Zwecke als auch zur Unterstützung von hiesigen verarmten jüdischen Familien zu bewerkstelligen. Dieses Komitee hatte bereits am 29. Oktober 1981 seine erste Sitzung und wird zwecks Fortsetzung derselben Mittwoch, den 4. November, 8 Uhr abends, neuerlich eine Besprechung dieser Aktion lm Klublokal, Cafö Mariahllf, VI., Marlahilferstraße 89 a, abhalten, wozu arbeitswillige Gesinnungsgenossinnen höfl. eingeladen werden. Zionistische Bszirksssktion V11 l/lX. Bas neue Arbeits- Jahr wurde mit einem Vortrag des Herrn Prof. Dr. Wilhelm Stein mit dem Thema „Was sollen di*e Juden vom Zionismus wissen?” eröffnot Es wurde diesmal eine neue Form gewählt; zunächst stellte Herr Blf. Epstein, dann u. a. die Herren Apotheker Groß, Paß weg und Kraus Fragen an den Referenten, die das Wesen des Zionismus, seine Leistungen, die Situation ln der hiesigen Organisation usw. betrafen, die vom Vortragenden aufschlußreich beantwortet wurden. In seinem Resümee betonte er die Notwendigkeit der Deutung der heutigen Situation, um so in den nichtzionistischen Reihen Fuß zu fassen, und die Wichtigkeit der finanziellen Sicherung des Landeskomitees. Bekanntlich hat gerade unsere Sektion seit einiger Zeit eine besondere Aktivität zur finanziellen Sanierung des Landeskomitees entwickelt und hoffentlich wird das von uns gesteckte Ziel erreicht werden. Es wäre nur zu wünschen, daß die künftigen Veranstaltungen unserer Sektion auch im lange vernachlässigten 9. Bezirk, dem unsere Arbeit besonders gelten soll, regen Besuch und gesteigertes Interesse finden werden. Zionistische Bszirksssktion X. Donnerstag, den 5. November, 8 Uhr abends, im jüdischen Heim, X., Humboldtgasse 25, Vortrag des Horm Prof. Artur Freud über „Gegenwartsprobleme im Zionismus“.... Verband zion. Mittelschüler. Die Schlußsitzung des 9. Delegiertentages dos Verbandes findet Donnerstag, den 5. d. M., 7 Ubr abends, im Chajes-Saale des JUd. Verbandshelmes, II., Untere Augartenstraße 88, statt. Klub jüdischer Frauen. Mittwoch, 11. November, Ca££ Kolonnaden, I., Rathausplatz 4, halb 5 Uhr, Vortrag Frau Helene Br Inga „Die Frau als Staatsbürgerin“. Gäste willkommen! Zionistische Jugendgomeinsohaft „Brith Herzl“, Wien, XX., Jägerstraße 80. Balfour-Feier. Am Sonntag, den 1. November, fand anläßlich des 14. Jahrestages der Erlassung der Balfour-Deklaration iii urisdro'm Helm eine Balfour- Gedenkfeier statt Anschließend daran wurde ein ausgezeichnet gelungener Heimabend abgehalten. —- Wochenprogramm: Samstag, 7. d. M.: halb 5 Uhr nachmittags, Mädchenslchah; halb 6 Uhr, Sichah der Kwuzah Achwah; halb 8 Uhr, Plenarversammlung mit anschließendem Referat. — Sonntag, 8 Uhr früh, Wanderung, Treffpunkt am Schwedenplatz; 8 Uhr nachmittags, Heimarbeit; 5 Uhr, Chorproben; halb 8 Uhr abends, freie Zusammenkunft — Montag, halb 8 Uhr, obligater Hebräischkura für Anfänger und Vorgeschrittene. — Dienstag, 8 Uhr, Sichah Klalith. •— Mittwoch, halb 8 Uhr, Sichah der Kwuzah Hatchijah. —- Donnerstag, ab 7 Uhr Heimarbeit — Chanukkahfeier; Am Samstag, den 5. Dezember, veranstaltet unsere Gemeinschaft eine große Chanukkahfeier. Näheres wird noch bekanntgegeben werden. Erlagsoheine erbetenI Das Sekretariat der Agudas Jisroel richtet an die breite Oeffentlichkeit das Ersuchen, unverwendete Erlagscheine jeder Art an die Sekretariatsadresse, Wien, II., Leopoldsgasse 16, einsenden zu wollen. „Ketuwim“ zu haben: I., Zeitungskiosk Salztorbrücke: 1., Zeitungskiosk Schottenring, 38er Wagensnhlelfe; II., Zeitungskiosk Taborstraße bei Cafö National. — „Mosnayim*4 zu haben: L, Zeitungskiosk Schottenring beim Wiener Bankverein; II., Zeitungskiosk Taborstraße beim CafC National; 11., Tabaktrafik Praterstraße 11. — „Dudaim“, Buch von Steinmann, bereits erschienen. Große Chanulikah'Feiep der MisraohiJugend. Dienstag, "8. Dezember 1. J. (Feiertag), halb 8 Uhr abends, im Festsaal "des Hotels „Bayrischer Hof", U, Taborstraße 30, große Cbanükkah-Feler der Mlsrachljugend Wiens. Mitwirkung erstklassiger Kunstkräfte, u. a. Soli, Chor, Orchester, Rezitationen, Theateraufführungen usw. Ermäßigte Vorverkauf skarten täglich abends im Heim« II-, Praterstraße 11. Mieraohijügendzentrale, Wien, IL, Praterstraße 11 (Kulturreferat). Wochenprogramm: Sonntag. 6 Ubr nachmittags, Talmudschlur. Leiter: Herr Gustav Austerlitz. — Montag, halb 9 Uhr abends, Hebräischkurs. Leiter; Lehrer , Rutzky. — Dienstag. 8 Uhr.abends, Talmudkura Leiter: Herr Gustav Austerlitz. — Mittwoch, halb 9 Uhr abends, Hebräischkurs. Leiter: Lehrer Rutzky. — Donnerstag, S Uhr abends, Talmudschlur. Leiter: Herr Gustav Austerlitz. — Schabbath, 4 Uhr nachmittags, Oneg Schabbath und Schalosch Seudoth. Weitere Kurse in Vorbereitung! Anmeldungen täglich im Helm. Jüdisches Schallplattenkonzert, Samstag, 14. November, halb 8 Uhr abends, findet im großen Saale der Misrachijugendzentrale, II., Praterstraße 11 (Mezzanin), ein Schallplattenkonzert statt. Vorführung neuester jüdischer Schallplatten. Künstlerische Vortragseinlagen. Kleiner Regiebeltrag. Der Reinertrag fließt der Bibliothek der Misrachijugend zu. Verband radikaler Zionisten. Mittwoch, 11. November, halb 9 Uhr, im Cafö Produktenbörse, II., Taborstraße 10, Vortrag von Dr, Alfred Löwy: „Jüdische Krankheiten“. Zion, Sektion Zwieehenbrüokon, HobrXisohe Sprach- und Bibelschule, NX., Leystraße 81. Der Unterrioht findet an den Tagen Dienstag, Donnerstag und Samstag von 5 bis 8 Uhr abends statt. Einschreibungen werden noch vom Lehrer vor dem Unterricht entgegengenommen. Talmud-Thors*Verein für den 4. und 6. Bezirk, Wiedener Hauptstraße 88. In unserer Sprach- und Bibelschule haben neue Kurse für Knaben und Mädchen begonnen. Der Unterricht wird nach der Methode Iwrith b* Iwrith u n e n tgeltlioh erteilt. Neueinschreibungen nimmt der Lehrer unserer Schule Arie Fränkel lm Scbuliok&i, Wiodner ^Hauptstraße 180 (Eingang Ramperstorffergssse) täglich zwischen 8 und $ Uhr nachmittags entgegen. In diesem Schuljahre werden auch Kurse In Liturgie gehalten. Humanitärer Verein „Horedenks" in Wien. Der Verein veranstaltet am Samstag, den 8. Dezember l$8i, im Featsaale des Hotel „Sächsischer Hof“, Wien, II., Taborstraße Nr. 46 a, eine große Chanukkah-Feier mit anschließendem Tana Das genaue Programm der Akademie wird noch bekanntgegeben. Karten k 8 2.-— bei den Vorstandsmitgliedern erhältlich. Oie Zionistisch« Bszirksssktion Lsopoldstadt, II., Praterstraße 13, hat ihre Tätigkeit bereits wieder aufgenommen und für die nächste Zelt ein großzügiges Arbeitsprogramm besohlessen. Mit der Geschäftsführung wurde bis zur Generalversammlung Herr W1111 i n betraut. — Freitag, 6. November, Chumeschvortrag, Sch. Horowlts. — Mittwoch, 11. d. M., Pflichtabend. Vortrag und Treffpunkt aller zionistischen Mandatare. — Donnerstag, 12. d. M., geselliges Beisammensein. — Sonntag, 15. d. M., Werbeversammlung. Redner: Dr. Friedmann, Dr. Grünbaum, Dr. Löwenherz. —- Donnerstag, 19. d. M., Jüdische Separatvorutellung „Der ewige Narr". — Jeden Mittwoch von 7 bla 8 Uhr abends unentgeltliche Rechtshilfe für Mitglieder. Lese- und Redehalle Jüdischer HeehsehUler In Wien, IX., Türkenstraße 9. Samstag, den 7. d. M., findet der erste Konvent des laufenden 75. Semesters statt. Beginn 3.15 Uhr. Erscheinen aller in Wien anwesenden Bb. Bb. Pflicht! Von der zionistischen Ortsgruppe Graz Die ieUten Veranstaltungen der Ortsgruppe Graz waren in jeder Beziehung gediegen. Der erste Vortrag in diesem Herbst war der des Gg. Ignaz Wei6, der über das Thema: «Däs jüdische Element in der arabischen Kultur» sprach. Ein anderes sehr aktuelles und brennendes Problem behandelte Herr Dr. Ludwig B e r g e r in seinem Vortrag «Das russische Judentum und der Zionismus». Am 17. Oktober erstattete der Präsident des zionistischen Landeskomitees Herr Dr. Oskar Urünbaum vor den Grazer Schekelzahlern seinen Bericht über den 17. Zionistenkongreß. Er kam dann, mit Rücksicht auf den bevorstehenden Delegiertentag, auf die Verhältnisse im österreichischen Zionismus zu sprechen und berichtete über die beabsichtigte Spaltung des Territorial verbände a. In der überaus lebhaften Debatte sprachen die Herren Freudmann, Schwarz, Dr. Berger, Herrmann und Weiß, so daß der Vorsitzende die Versammlung erst nach Mitternacht schließen konnte.. Als nächste Veranstaltungen der Ortsgruppe sind vorgesehen; Dienstag, 10. November, Vortrag Dr. Leifheim, Leiter der Berufsberatungsstelle, «Soziologie der Juden», weiters Samstag, den 14. November, Generalversammlung, Samstag, den 5. Dezember, Makkabäer-Feier Im Hotel Leeb, für die als Redner Herr Prof. Dr. Kellner, Direktor des Chajes-Realgymnasiums in Wien, in Aussicht genommen ist. Jüdisdket Spott Futtball Hakoah sohlägt Slovan 1:0 (1:0) Exzesse der Slovan-Spieler. Tschechisches Herz-Platz. 4000 Zuschauer. Schiedsrichter Mies. Hakoah konnte dieses ungemein wichtige Spiel knapp, aber verdient für sich entscheiden. Bei Beurteilung der gebotenen Leistungen muß man die ganz unmöglichen Platzverhältnisse und die unerhört rohe Spiel weise der Unterlegenen, die erst reiohlich spät den Schiedsrichter zum Einschreiten veranlaßte, berücksichtigen. Der Erfolg war in erster Linie das Werk der diesmal ganz hervorragenden Verteidigung. L ö w y zeigte prächtige Paraden, hatte aber auch in einigen Situationen jenes bißchen Glück, ohne das auch der beste Goalmann nicht reüssieren kann. A m s t e r arbeitete gut und stilvoll. Ein Speziallob gebührt dem braven Feldmann, der vorletzt antrat und dennoch der beste Mann im Felde war. Seine Opferwültgkelt war echter, alter Hakoah-Kampfgeist. Niobt ganz so gut wie die Verteidigung, aber dennoch zufriedenstellend, arbeitete die Halvesreihe. Plaozek war unermüdlich hinter dem Ball her und wenn auch das Zuspiel nicht immer gelang, muß seine Leistung dennoch als erstklassig bezeichnet werden. Heß und F r e 1 f e 1 d waren guter Durchschnitt. Der Angriff hätte diesmal einen Bombensieg erreichen können, ließ aber die besten Skoremög- Uohkelten aus. Lediglich Eisenhofer und Fischer boten vollwertige Leistungen. Meusner hatte einen schwarzen Tag und such Ehrlich spielte ganz jämmerlich. Dabet hatte gerade er die besten Ghancen. Donnenfeld, der zum erstenmal seit seiner Verletzung wieder antrat, war ebenfalls sehr schwach. Das Spiel stand auf sehr tiefem Niveau, verlief aber sehr aufregend. Schiedsrichter Mies war ln der ersten Halbzeit gegen die Roheiten der Slovan-Spieler sehr nachsichtig und fällte auch zahlreiche Fehlentscheidungen. Als die Unterlegenen Ihre Derbheiten ln der zweiten Hälfte noch verschärften und der Reihe nach Fischer, Löwy und Placzek kampfunfähig machten, riß endlich auch dem Schiedsrichter die Geduld und er schloß, reichlich spät, den Zenterhalf Flala, der dem gestürzten Placzek einen Fußtritt ins Gesicht versetzte, aus. Das Spiel beginnt mit Angriffen Slovans. Die Hakoah - ner können sich auf dem ungewohnten Platze nicht zurechtfinden und die Verteidigung, allen voran Feldmann, hat schwere Arbeit zu verrichten. Eisenhofer macht sich einigemal angenehm bemerkbar, hat aber an seinen Nebenleuten kein Verständnis. In der 16. Minute fällt die Entscheidung. Fischer überspielt einige Gegner und paßt von der Kornerlinie vorbildlich zum freistehenden Elsenhofer, der aus kurzer Distanz sicher einschießt Hakoah Ist Jetzt ln Schwung. Ein Prachtschuß Donnenfelds aus großer Entfernung wird abgewehrt ebenso einige Kernbälle Eisenhofers. Die Slovan-Leute beginnen mit Derbheiten und von nun an wird das Spiel der Hakoahner wieder ganz planlos. Die glänzende Hintermannschaft, einschließlich Placzek, bereinigt aber alle kritischen Situationen. Naoh der Pause hot Ehrlich eine große Chance, verliert aber den Ball. Ein KopfbaJl Eisenbofers nach einer Flanke Fischers streift die Stange. Fischer wird niedergetreten, kann aber bald wieder weltersplelen. Es kommen sohwere Minuten für die Hakoahner, Löwy verfehlt einen scharfen Schuld J« Tute Blankes Stadt CiUpnt Verbringt tnser Oebling frohe Stunden bei Spiel nnd BescbSfttgnng Tante Blanka, if., Prater« straße 48, II, Stiege, I. Stoct/Tm 19. Tel. R-44-8-61. Inhaberin und Leiterin: Blanka Königsher, ataati geprüfte Kindergartenpädagogin. Auf Wunsch werden die Kindet abgeholt u. nach Hause begleitet Samstag geschlossen, Sonntag offen. der aber zum Glück an die Stange geht. Löwy wirft sich auf den abspringenden Ball uöd bleibt regungslos liegen, da einige Slovan-Spieler ihn durCh gemeine Fußtritte kampfunfähig gemacht haben. Langsam erholt er sich und kann welterspielen. In der 30. Minute erfolgt der eingangs erwähnte Ausschluß. Hakoah hält mit allen Kräften das Resultat. Hakoah: Löwy; Feldmann, Amster; Heß, Placzek, Frelfeld; Ehrlich, Donnenfeld, Eisenhofer, Mausner, Fischer. H. Sp. Schwimmen Der Konflikt lm Schwimmverband wurde auf persönliche Intervention des Hauptverband «Präsidenten Doktor Schmidt beigelegt und das internationale Hakoah-Meetlng für die öffentliche Durchführung freigegeben. Das Dlanabad war an beiden Tagen ausverkauft und unter den Ehrengästen sah man den Kuttuspräsldenten Prof. Pick, Dr. Schmidt und noch viele andere Persönlichkeiten. Das Meeting brachte an beiden Tagen schöne Kämpfe. Besonders hervorzuheben Ist ein neuer tschechoslowakischer Rekord Steiners vom Preßburger Bar Kochba und dlo guten Leistungen des Hakoah-Nachwuchses. Aufgefallen sind auoh Schausprünge der Hakoah- Jüngsten (4 und 6 Jahre) vom 5- und 7-Meter-Turm. Den Ordnerdienst versah ln mustergültiger Welse die Ringsektion der Hakoah und das Meeting verlief ln völliger Ruhe. Der Ewask blieb dem Meeting fern und Herr Eywo, einer der Haupthetzer im Schwimmverband, zog es vor, als Stimmen gegen' ihn laut wurden, däs Dlänabad zu verlassen, trotzdem die Veranstalter die Haftung für seine persönliche Sicherheit Übernahmen. Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Kultus* Wien Predigten in den iaraelitieohen Gemeinde* und Eetirke- , Synagogen Freitag, den 0. November 1981, werden bei dem um 4.30 Uhr beginnenden Abendgottesdienst tu nachbonannten Gemeinde und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: 1., Seitenstettengasse 4 (Rabbiner Dr. L Taglicht);; 11., Pazmanitengosse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes); 111., Untere Viaduktgasse 18 (Prof. Dr. K. Kupfer); V. , Siebenbrunnengasse la (Rabb. Dr. M. G. Mehrer);; VI. , Schmalzhofgasse 3 (Rabbiner Dr. J. Droblnsky);; VIII, , Neudeggergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Bauer); IX, Müllnergusse 21 (Rabbiner Dr. A. Z, Schwarz) j, X, Humboldtgasse 27 (Rabbiner Dr. A. Weiner): XIII., Eitelberggasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin); XVI., Hubergasse 8 (Rabbiner Dr. J. M. Bach). Bibelverträge. XX., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein), beim Vormittagsgottesdienst. Samstag, den 7. November 1981, 4 Uhr naoh« mittags: XIII., Eitelberggasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin): XIX., Dolünergasse 3 (Prediger Dr. A. Frankfurter). Midrseehvortreg, 11., Pazmanttengasse 6 (Rabbiner Dr. 25. Taubee), halb i Uhr nachmittags. * Israelitischer Jugendgotteedlenet. Am Samstag, den 7. November d. J., findet um 8 Uhr nachmittags der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen statt. Heitere Ecke Der österreichische Ministerpräsident Graf Baden!, der ein galizischer Großgrundbesitzer wer, bildete sich nicht wenig auf seine Kenntnisse im Jüdischen ein. Als er noeh Finanzprokurator Lembergs war, machte er einmal eine Badekur in Karlsbad und liebte es, mit seinen jüdischen Freunden aus Galizien im «mame loschen» zu konversieren. Auf einem Spaziergang mit einem seiner Gutspächter, den ef im Bade traf, kam ihnen ein schöner russischer Windhund entgegen, der Badenis Aufmerksamkeit erregte. «Schauen Sie nur da — den schönen Kelew.» «Das ist nischt kein Kelew», erwiderte der Begleiteft So? Was ist es denn?» fragte Badeni erstaunt. «Das ist a Hund.» «Das ist doch dasselbe.» «Nein, Herr Graf — ’s ist a Unterschied.» «Kelew heißt doch Hund. Ihr könnt Ja nicht einmal jüdisch.» «Nun, ich kann schon jüdisch. Aber es lat doch $ Unterschied.» & «Welcher denn? Da bin ich doch neugierig.» «Also, was da lauft auf vier Füß, nennen wir e Hund» Aber e Kelew . . .* Er stockte. Badeni ward ungeduldig. «Nun heraus mit der Sprache. Was nennt Ihr einen Kelew?» «Kelew — der Herr Graf wird gnädigst entschuldigen — Kelew nennen wir den Finanzprokuratur yoi L.mb.r**v