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Die Stimme · 1931-08-15 · Heft 197 (15.8.1931) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 197 (15.8.1931)
Date
1931-08-15
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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Nr, IST — 15. Oktober 1931 DIE STIMME Seit« 9 Zionistisches Leben ln Wien Verlautbarung des Zionist!- sehen Landeskomif ees I. Die Eröffnungssitzung des ordentlichen Delegiertentages findet am Samstag, den 24. d. M., präzise 8 Uhr abends im Saale des Handelsmuseums, IX., Berggasse 16, statt. Tagesordnung: 1. Eröffnung durch den Präsidenten des Landeskomitees. 2. Wahl des Präsidiums und des Bureaus. 3. Referat Adolf Böhm: Der Stand unserer Palästina-Arbeit 4. Referat Prof. Dr. V1 k t o r Kellner: Das Schicksal des jüdischen Geistes. II. Sonntag, den 25. d. M., halb 10 Uhr vormittags, Saat der Zionistischen Bezltikssektlon Leopoldstadt, n., Praterstraße 13 (Lloydhof): 5. Wahl der Kommissionen. 6. Referat Dr. D a v 1 d R o t h b 1 u m: Die Weltunion der Hebräer. 7. Tätigkeitsbericht des Zionistischen Landeskomitees und Referat über Schaffung des Territorialverbandes. Referent: Dr. 0 s)< ar Grün bäum. 8. Debatte. 9. Neuwahlen. Gastkarten für die Eröffnungssitzung und den Delegiertentag sind im Zionistischen Landeskomitee, Wien, L, Kärntnerstraße 28, Telephon R 27-4-86 erhältlich. Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich Dir. Epstein m. p. Dr. Grünbaum m. p. Generalversammlung der zionistischen Bezirkssektion Landstraße Die zionistische Bezirkssektion Landstraße hielt am 6. Oktober d. J. ihre ordentliche Generalversammlung ab. Der Obmann, H. Bruno Rabinowltz, erstattete den Tätigkeitsbericht über das abgelaufene Jahr: Die Sektion hat eine Reihe von interessanten und zum Teil sehr gut besuchten Vorträgen abgehalten. Es Ist Ihr gelungen, die Anzahl Ihrer Mitglieder zu vergrößern und trotz der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse ihre Verpflichtungen gegenüber den Fonds der Organisation zum größten Teil zu erfüllen. Es wurde einhellig beschlossen, Herrn Dr. Oskar Grünbaum, dem Präsidenten des österr. Landeskomitee, für seine aufopfernde Tätigkeit im Interesse unserer zionistischen Sache den herzlichsten Dank der Sektion auszusprechen, weiters das langjährige Ausschußmitglied, Herrn Prof. Dr. Josef Silbiger, für seine verdienstvollen Leistungen für die Sektion ins Silberne Buch des Keren Kajemeth einzutragen, Die Wahlen in den neuen Ausschuß hatten folgendes Ergebnis: Obmann: Bruno Rabinowltz, Qbm.- Stellv.: Simon Qaspard, Schriftführer: Dr. A. Batscha, Nat.-Fonds-Kommlssär: Benno Deutsch, Mitglieder: Dr; Emil Schmitz, Dr. Simon Händler. Eisig Torczyner 70 Jahre alt Einer, der aktivsten Pioniere unserer Bewegung, Eisig Torczyner, feiert demnächst seinen 70, Geburtstag. Wir freuen uns, in ihm den Mann beglückwünschen zu können, dessen Wirksamkeit nicht nur aus der Vor- Herzl-Zelt stammt, sondern der auch im Wechsel der Zelten bis heute nicht erlahmte. Unter den Zionisten Wiens vor dem Kriege war Torczyner einer der jüdisch Gebildetsten. Schon als Jüngling in Galizien war er ein eifriger Verfechter der neuhebräischen Literatur. Er führte stets eine strenggläubige Lebensweise und betätigte sich auch schriftstellerisch während all dieser Jahre im Sinne der jüdischen Renaissance. Lesern der alten hebräischen Zeitschriften «Haiwri», «Hamagid», der älteren sowie der jüngsten «Hazefira», ist der Name Torczyner wohlbekannt; auch ln Jahrgängen der «Welt», «Jüdische Zeitung» und ln jüngster Zelt auch ln anderen jüdischen Blättern sind seine Beiträge erschienen. Torczyners Tätigkeit im Wiener Zionismus ist bis in eine zweite Generation herüber sichtbar geblieben. Unter der Orthodoxie, namentlich in der hiesigen polnischen Synagoge, war er stets beispielgebend für das öffentliche Bekenntnis zum Zionismus. Freilich kann heute der Vorstand einer Synagoge sich ganz zionistisch gebärden. Einst war ein Torczyner in einem solchen Gremium allein und mußte zunächst ostentativ wirken. Erwähnt sei noch, daß zwei Söhne des Jubilars, Prof. Harry Torczyner, und der Führer der belgischen Zionisten, sich eines bedeutenden Rufes erfreuen. Ein Komitee trat zusammen, um dem Jubilar eine Eintragung ins Goldene Buch des Jüdischen Nationalfonds zu präsentieren. Viele Zionisten werden sich gerne dieser Ehrung anschließen. S. P. Die Arbeit des Keren Kajemeth Die ordentliche Landeskonferenz des Keren Ka- Jemeth findet am Mittwoch, den 28. Oktober, um 7 Uhr abends statt. Gruppen, die mindestens 10 Pfund aufgebracht haben, entsenden einen Delegierten, solche, die mindestens 50 Pfund abgeführt haben, zwei Delegierte. Die Tagesordnung und der Ort werden nächstens bekanntgegeben werden. Freifahrten nach Erez Israel. Alle Selbstkontingentler, die bis Pessach 5692 zumindest S 25.— (nicht durch Büchsenleerung) aufbringen, beteiligen sich an der Auslosung für Palästinareisen zur Makkabiah. Selbstkontingentler, die ein Vielfaches von S 25.— aufbringen, erhalten ein Vielfaches dieser Palästinareise — Goralo'th. Zur Verlosung gelangen fünf Reisen. Die Reise wird die Fahrtspesen hin und retour und außerdem einen Zuschuß für den Aufenthalt im Lande selbst umfassen. Selbstkontingentierung in den Jugendbünden. In einer Reihe von Jugendbünden wird heuer die in Zita Schij Dr. Mair Pais Win». VIIL. Win». II.. Verlobte Oktober J93I Oesterreich erstmalig erfundene und eingeführte Methode der Selbstkontingentierung durchgeführt werden. Neuorganteierung der KKL-Arbeit im Bund «Zirenu» und «Haschomer Hazair-Blau-Weiß». Der Bund «Zirenu» hat für die KKL-Arbeit eine besondere Kommission unter der Leitung des Kommissärs eingesetzt, die folgende Referenten umfaßt: Büchse, Imitasche, Materialien, Sammlungen bei Veranstaltungen. Durch diese Arbeitsteilung wird die KKL- Arbeit sehr intensiviert werden können. Der «Haschomer Hazair-Blau-Weiß» hat ebenfalls eine Spezialkommission für die KKL-Arbeit eingesetzt unter Mitwirkung eines leitenden Chawers aus Palästina. Verrechnung der Septemberleerung. Die Septemberleerung hat weiters die Z. M. V. Tiberia verrechnet. Selbstkontingentler. Der Gg. Dr. S. P. hat sein Selbstkontingent für das Jahr 5692 im Betrage von S 500,— bereits abgeführt. Verlobung Dr. Mair Pate mit Fräulein Zita Schij. Bei der am Sonntag, den 11. Oktober, staftgefundenen Verlobung des Mitgliedes des Präsidiums des Keren Kajemeth, Dr. Mair Pais, mit Fräulein Zita Schij wurde für die Eintragung der Verlobten ins Goldene Buch des Keren Kajemeth ein Betrag von rund S 400.— gesammelt. (Zur Ergänzung fehlen noch zirka S 300.—.) Legat des Gg. Samuel Leib Schor. Als Anzahlung auf dieses Legat ging beim Keren Kajemeth der Betrag von S 160.— em, Abraham-Schwadron-Garten. Auf den zu Ehren des verewigten Abraham Schwadron gestifteten Garten hat die Histadruth Gordonia einen wetteren Betrag von S 143.— abgeführt. (Bisher insgesamt S 710.26.) Silbernes Buch des Keren Kajemeth. Die «Wizo» hat anläßlich der diesjährigen Generalversammlung ihre Führerin und Präsidentin, Frau Dr. Sofie Löwenherz, in« Silberne Buch des Keren Kajemeth eingetragen. In dieses Buch wurden weiters Herr Josef Platschek und Frau Nelly Scherzer durch die Zionistische Beamtenschaft anläßlich ihres zehnjährigen Dienstjubiläums eingetragen. Zehnjähriges Beamtenjubiläum der Gg. Jose! Platschek und Nelly Scherzer. In den letzten Tagen ■samManaanDBaaHMaaMiaaMMi Von der (Redaktion 3mt dei vorigen stummer der /Siivnme4 ii&ernafkm neuevftcft die reda&tionetfe Seitund unseres (Bfattes das Jttit&fied des XianisviscAen Sandes Komitees jDr. X• Siin&elstein. Unser ffiedaMiansmitdfied jDf. Sem Wo ff trat einen f&nderen Hrfautk an. wurden es zehn Jahre, seitdem Herr Josef Platschek in die Dienste des Keren Kajemeth trat. Wiewohl er, bereits über 70 Jahre zählt, versieht er seinen Dienst mit einer Ruhe und Hingabe, die bewunderungswürdig sind. Er erfreut sich der Beliebtheit aller, d|e ihn kennen. Frau Nelly Scherzer ist ununterbrochen seit zehn Jahren im Keren Kajeemth tätig. Sie offenbarte durch die lange Dienstzeit einen Eifer und eine Sachlichkeit, die von allen Gesinnungsgenossen uneingeschränkt anerkannt wird. Im Verkehr mit den Gesinnungsgenossen zeichnet sie sich durch ein wunderbar taktvolles Benehmen aus. Beide Jubilare machen dem Namen des zionistischen Beamten nur Ehre. Anläßlich einer internen Feier wurden die beiden durch Eintragung ins Silberne Buch des Keren Kajemeth geehrt. Bei Unwohlsein ist das natürliche «Franz-Josef»- Bitterwasser ein angenehm wirkendes Hausmittel, die Beschwerden erheblich zu verringern, zumal oft schon kleine Mengen sicher nützen. In Apotheken erhältlich. Rabbiner Dr. Max Grunwald — ein Sechziger Der in Wien seit 1903 bis vor kurzem tätig gewesene Rabbiner Dr. Max Grunwald feiert dieser Tage seinen 60. Geburtstag. Der Jubilar genießt nicht nur als hervorragender Kanzelredner einen bedeutenden Ruf, sondern vor allem als Wissenschaftler, der auf dem Gebiete der jüdischen Volkskunde Bleibendes geschaffen hat. Er bearbeitete in einer ganzen Reihe von Publikationen die Geschichte der Wiener Judenheit und gibt seit Jahren ein Jahrbuch zur Erforschung und Popularisierung der jüdischen Volkskunde heraus, welches eine Fundquelle für bis nun unerforschte Gebiete des jüdischen Lebens ist. Diese Leistungen wurden auch durch die ehrenvolle Berufung als Leiter der jüdischen Abteilung der Internationalen Hygleneausstellung gewürdigt. Di.e Wissenschaft betreibt jedoch Dr. Grunwald in engem Zusammenhang mit dem jüdischen Leben, in dem er helfend und beratend seit Jahr und Tag in vorderster Reihe steht. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang das Hilfswerk für die Judenheit Palästinas, welches Dr. Grunwald während de« Krieges organisiert hat. Der Jubilar ist der Schwiegersohn Dr. Josef Blochs, der zu den mutigsten Bekämpfern des «wissenschaftlichen» Antisemitismus gehörte und Vater des Dr. Kurt Grunwald, der zu den Führern der Blau-Welß-Jugendbewegung in Oesterreich zählte und gegenwärtig in Palästina lebt und wirkt. Dr. Max Grunwald hat sich seit einiger Zelt von seiner rabbinischen Tätigkeit zurückgezogen, um ganz seiner geliebten jüdischen Wissenschaft zu leben. Mögen ihm noch viele Jahre fruchtbarer Arbeit für unser Volk und dessen Geistesleben beschieden sein! Dr. r. Personelles Verlobung Dr. Mair Pais Unser verdienstvoller Gesinnungsgenosse, Dr. Mair Pais, Mitglied des Zion, landoskomitees, feierte vor einigen Tagen seine Verlobung mit Fräulein Zita Schij, einer Nichte des bekannten Großkaufmannes und Philantropen Juliu« Krupnik. Bei der Verlobungsfeier wurde ein namhafter Betrag zur Eintragung des Dr. Pais in das Goldene Buch des Nationalfonds gesammelt. Zur Feier fanden sich leitende Funktionäre unserer Organisation ein. Das Zion. Landeskomitee gratuliert herzlichstl Frau Dr. Leo Reich, die Witwe nach dem unvergeßlichen Zionistenführer, weilte auf der Durchreise nach Palästina in Wien. Sie wird dem letzten Wunsche des Verstorbenen gemäß mit ihren zwei Kindern nunmehr ständig in Palästina wohnen. Tretet dem Verband der Allgemeinen Zionisten bei! Anmeldungen: Verband der Allgemeinen Zionisten, per Zionistische BezIrksseKtlon Leopoldstadt, 2. Bezirk, Praterstraße Nr. 13 I

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