Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 196 (8.10.1931)
- Date
- 1931-10-08
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nt. 196 — 8. Oktober 1931 DIE STIMME Sette 11 Ankündigungen und Jttitteiiun^en Verband der Allgemeinen Zionisten. Am Dienstag, den 13. Oktober, findet im Saale der Zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt, Wien, II., Praterstraße 13 (Lloydhof), eine Vollversammlung statt. Tagesordnung: 1. Genehmigung des Programms; 2. Wahl der Verbandsfunktionäre; 3. Vorbesprechung zum Delegiertentag. Das Pnlästinamt Wien teilt mit: Dienstag, den 13. Oktober 1931, reisen etwa 120 Personen aus Polen, hauptsächlich von Verwandten Angeforderte, durch Wien nach Erez Israel. Ankunft in Wien-Ostbahnhof 6 Uhr 40 Minuten früh, Welterfahrt nach Triest vom Ostbahnhof (Abfahrtseite) um 7 Uhr 40 Minuten früh. Verband radikaler Zionisten. Mittwoch, den 14. Oktober halb 9 Uhr, Cafd Produktenbörse, II., Taborstraße 10: Referat des Herrn Karl Hirsch über* Zionistische Weltorganisation — Revisionistische Weltunion. Jüdischer Angestelltenverband „Emunah“. Samstag, den 10. d. M., findet im Mirjamheim, I., Jordangasse 7, ein Vortrag des Kollegen Grünhut statt. Thema: „Gibt es eine jüdische Weltfinanz?“ Beginn präzise halb 9 Uhr abends. Gäste willkommen. Unterrieht8kurse. Wir eröffneten anfangs Oktober Kurse für Englisch und Französisch (Anfänger und Vorgeschrittene) sowie für Hebräisch und Italienisch (Anfänger), ferner rhythmische Gymnastik und Tanz. Anmeldungen werden nur nöch Montag und Dienstag zwischen 8 und 9 Uhr abends Im Verbandsheim, I., Jordangasse 7, entgegengenommen. Die Kurse stehen unter Leitung bewährter Lehrkräfte und wird außer dem Mltgliedsbeltrag von S 0.B0 monatlich nur ein kleiner Regieboitrag eingehoben. Generalversammlung der Organisation zionistischer Frauen Oesterreichs. Die Generalversammlung findet im Heim der Z. M. V. „Miryam", I., Jordangasse 7, am 13. Oktober 1981 um halb 8 Uhr abends statt. Tagesordnung: I. Eröffnung; 2. Berichte; 3. Neuwahlen; 4. Eventuelles; 5. Phönix. Die Gesellschaft für Geschichte und Kultur des Juden« tums ln Wien, sucht überall Interessenten, Vertrauensmänner und Mitarbeiter. Gef. Anmeldungen an den Proponenten Isidor Hei’risch ln Wien, III., Dietrichgasse 34, II/3. Die Leitung der JUdisohen Volksbibliothek „Zion", Wien, II. , Kleine Mohrengasse 3, hat in letzter Zeit mehrfache Neuerscheinungen der deutschen und hebräischen Literatur erworben. Die Monatsgebühr beträgt gegenwärtig 80 Groschen, für Jugendliche 4 0 Groschen. Bibliotheksstunden täglich von halb 7 bis halb 9 Uhr abends, Sonntag von halb 11 bis halb 1 Uhr. Brith Hanoar Hamisraohi, Wien, II., Praterstraße 11. Am Mozeh Schabbath Bereschith, 10, Oktober 1. J., um halb 8 Uhr abends findet in unserem Heim eine Melawa Malka statt, zu der wir alle Ch. ersuchen, zu erscheinen. Sonntag, den 11. Oktober, präzise halb 7 Uhr abends findet in unserem Heim eine Sichah-Klallith unseres Bundes statt. Es ist Pflicht aller Chawerim, an dieser Sichah-Klallith ' bestimmt teilzunehmen. . Haschomer Hadati, Wien, II., Praterstraße 11. Sonntag, den 11. Oktober, um 3 Uhr nachmittags, findet unser 0. Jom Brith statt. Zionistische Jugendgemeinschaft „Brith Herzl“, Wien, XX., Jägerstraße 30. (Zion. Bezirkssektion XX.) Alle Zusammenkünfte, Sichoth und Veranstaltungen werden nunmehr wieder in unserem ständigen Heim, Wien, XX., Jägerstraße Nr. 30, abgehaiten, wohin auch Zuschriften zu richten sind. Telephonische Auskünfte böi Tuchmann, Telephon Nr. A 47-9-65 oder R 23-8-98. Wochenprogramm: Samstag, 10 Oktober, halb S Uhr nachmittags: Mädchenslchah; 7 Uhr abends: Plenarversammlung mit anschließendem Referat. Sonntag, 8 Uhr früh: Wanderung, Treffpunkt Schwedenplatz; halb 8 Uhr abends freie Zusammenkunft, im Heim,. Montag, halb 8 Uhr abends: Sichah der Kwuzah Beth (N. T.). Dienstag, 7 Uhr abends: Sichoth. Mittwoch, halb 8 Uhr abends: Sichah der Kwuzah Alef (Achwah). Donnerstag, 8 Uhr abends: Diskussion. Gäste herzlich willkommen! Hebräischkurse: In der nächsten Zeit beginnen unsere Hebräischkurse für Anfänger und Vorgeschrittene. Teilnahme für Mitglieder frei. Anmeldungen täglich von 8 bis 10 Uhr abends im Heime. Generalversammlung: Die konstituierende Generalversammlung findet am 18. Oktober um 3 Uhr nachmittags Im großen Saal der Zionistischen Bezirkssektion, XX., Jägerstraße 80, statt. Anträge sind acht Tage vor der Generalversammlung schriftlich einzubringen. Näheres wird noch bekanntgegeben werden. - Talrhud-Thora-Vereln für den 4. und 5. Bezirk, Wiedner Hauptstraße 83.. Jüdische Eltern! Schicket eure Kinder in unsere Sprach- und Bibelschule. Diese Schule ist ein Schutzwall gegen die fortschreitende Entjudung. Eure Kinder lernen hier die JUdisohen Kulturschätze kennen und lieben 1 Der Unterricht wird nach der Methode Iwrith biwrlth an Buben und Mädohen im schulpflichtigen Alter kostenlos erteilt In diesem Schuljahre werden auoh Kurse in Lithurgie geführt. Neueinsohreibungen nimmt der Lehrer unserer Schule täglloh zwischen 8 und 4 Uhr nachmittags in unserem Schullokal, Wiedner Hauptstraße 130 (Eingang Ramperstorffergasse) entgegen. Hiatadruth Iwrith, II., Kl. Mohrengasse 3. Samstag, 10. d„ 8 Uhr abends, Vortrag und Besprechung wegen der erwarteten Ankunft der Dichterin Elischewa. Wie uns tnltgeteilt wird, kommt dieser Tage die bekannte hebräische Dichterin in Erez Israel, Elischewa, nach Wien. Verband zionietisoher Mittelsohüler. Die Generalversammlung der Sektion II. findet Samstag, den 10. Oktober um halb 8 Uhr abends im Heime, Wien, II., Krummbaumgasse 8, statt. Die Samstagzusammenkunft beginnt wegen der Generalversammlung der Sektion II. an diesem Samstag erst um halb 9 Uhr. Unser Gesinnungsgenosse Prof H. G. Gardner, ein geborener Engländer, erklärt sich bereit, Kurse für unsere Gesinnungsgenosse» gegen ganz mäßiges Honorar zu veranstalten. Wir verweisen diesbezüglich auf die ln unserer heutigen Nummer erschienene Annonce, Prof. Julius Wolfsohn ist zurückgekehrt und hat seine Lehrtätigkeit wieder aufgenommen. Ein Stipendium für einige Klavierstudierende, das er von einem Gönner aus Südamerika im Vorjahr erhalten hat, .wurde auoh für dieses Jahr gewährt, so daß or in der Lage ist, drei bis vier Halbfreiplätze an begabte S.liülc oler Schülerinnen zu vergnen» Näheres bei Prof. J. Wolfsohn, UI., Pfarrhofgasse 16, Tel. U 16-1-32. Zion. Sektion VIII—-IX. Am 80. September fand die Generalversammlung statt, bei der als Obmann Herr Apotheker I. Groß, als Vizevorsitzende Herr Dr. Grosnef und Frau Rat Weiner wiedergewählt wurden. Vorher referierte de Präsident des Landeskomitees Dr. Oskar Grünbaum über den letzten Kongreß und die gegenwärtige Lage im Zionismus. Jakob März gestorben Freitag Hoschana Raba verschied, G7jährig, der Präsident des ostjüdischen Vereines in Wien «Machsike Hadat» Jakob März und wurde am selben Tage bei massenhafter Beteiligung zu Grabe getragen! wo infolge des Feiertags, mit Ausnahme des Hesped von Rabbiner Mayersohn, keine Ansprachen gehalten wurden. Mit dem Verstorbenen verschwindet aus dem Wiener Judentum eine sehr prominente Figur, die eine Generation lang die schönste Verkörperung hier angesiedelten Ostjudentums darstellte. Die Persönlichkeit März’, des Schöpfers und Präsidenten des großen und segensreich wirkenden großen Vereines, ragte weit über das einst großösterreichiscne und später Wiener Tätigkeitsgebiet hinaus, da März, um die bedeutenden Mitteln des Machsike Hadat zu scharren, auch in weiten Lädnern für die Sache Interesse zu wecken wußte. Daß unzählige Tausende seit Jahr und Tag im Machsike Hadat, letzthin im eigenen Hause, unentgeltlich zu essen bekommen, ist allbekannt. Aber nicht nur Machsike Hadat, sondern auch der Bethausverein «Liviath Chen», der Hilfsverein «Osten» und zahlreiche andere Institutionen gehörten zu den Gründungen Jakob März, denen er Vorstand. Schier unübersichtlich war die Aktivität dieses bei Groß und Klein höchst populären Mannes. Was dessen Charakter aber kennzeichnete, war sein merkwürdiges Eintreten und aktives Arbeiten für den Zionismus seit dessen Entstehung. Namentlich in Wiener orthodoxen Kreisen ^war es vor dem Kriege nicht wenig verwunderlich, daß März, ein Talmid Chacham und Führer der Orthodoxie, mitten im zionistischen Lager zu finden war. Er wohnte auch dem ersten Kongreß als Gast bei. Später schloß er sich dem Misrachi an. Während einer Periode wär er auch als selbständiger Kandidat in den Vorstand der Jüalscnen Gemeinde in Wien gewählt worden, wo er selbstverständlich mit den Zionisten durch dick und dünn ging. Mit dem Verschiedenen beklagen wir u. a. einen Mann, der dem Zionismus und dem nationalen Judentum, dem wahren Judentum :n Wien den Weg bereitete. März hinterließ keine Kinder, sondern eine Frau, die an jüdischen humanitären Institutionen stets aufopferungsvoll mitwirkte. S. P. Kultusrat Gustav Moritz ge* storben ,^ Mit {jijstav ,M o £i,t z , ist . ein ...aufrechtet, und wärmfüHienäerJ “Jude ' ''dahmgegarigen.J Seit " seiner ersten Jugend kämpfte er für die Armen und betätigte sich in den Reihen der Sozialdemokratie. Nichtsdestoweniger drängte ihn sein jüdisches Bewußtsein stets zu seinen eigenen Brüdern, für die er sich förmlich aufopferte. Dieser jüdische Stolz zeigte sich auch in seiner siebenjährigen Wirksamkeit im Wiener Kultusvorstande, wo er sich trotz der politischen Gegensätze wegen seiner Hilfsbereitschaft und Aufrichtigkeit der allgemeinen Wertschätzung erfreute. Sein Leichenbegängnis am 25. September zeigte die ungemein große Popularität dieses aus ganz kleinen Verhältnissen emporgewachsenen Führers. Man bemerkte beim Leichenbegängnis außer dem Vizebürgermeister Emmerling und einigen Gemeinderäten beinahe sämtliche Kultusvorsteher unter Führung des gesamten Präsidiums, den Amtsdirektor Regierungsrat F u c h s g e 1 d, die Amtsleiter E. E ngel, W. Freistadt und A. Meißner, eine überaus starke Abordnung der Betriebsgruppe der Angestellten der Kultusgemeinde mit Amtsleiter W. Förster sowie mehrere Rabbiner und K a ntoren. Eine erschütternde Trauerrede hielt Rabbiner Dr. I. Tagliqht, worauf Präsident Prof. Dr. Alois Pick namens der Kultusgemeinde die Verdunstetes Verstorbenen um das Wohl der Wiener Juden Hervorhob. Es sprachen noch Dr. J. Löwy im Namen der vom Verstorbenen geschaffenen Partei der «Werktätigen Juden», Herr Rath namens des jüdisch-sozialistischen Arbeiterbundes und schließlich Vizebürgermeister Emmerling namens der sozialdemokratischen Partei. Oberkantor G. Margulies unter Assistenz des ersten Kantors Funke und eines großen Chores versah in gewohnter Meisterschaft die kantoralen Funktionen. * Der Klub der Zionistischen Mandatare richtete nachstehendes Kondolenzschreiben anläßlich des Tode^ des Kulturrates Moriz an die Exekutive der Vereinigung werktätiger Juden in Wien, zu Händen des Herrn Kultusvorstehers Oberinspektor Wilhelm Hirschfeld: «Im Namen und im Auftrag des Klubs der zionistischen Mandatare der israelitischen Kultusgemeinde in Wien entbiete ich Ihnen aus Anlaß des Hinscheidens Ihres Obmannes, Herrn Kultusvorsteher Gustav Moriz, den Ausdruck unser« innigsten Anteilnahme. Wir haben während der mehr als siebenjährigen Zusammenarbeit mit dem Verblichenen dessen ausgezeichnete persönlichen Eigenschaften, seine vorbildliche Prinzipientreue und seinen Arbeitseifer kennen und schätzen gelernt, ln ihm haben sich die Treue zur jüdischen Gemeinschaft, starkes soziales Empfinden, Energie in der Erfüllung der Pflicht, die Güte des Herzens und durchdringendes Verständnis für die jüdischen und sozialen Probleme in seltener Harmonie vereinigt. Wir zionistischen Kultusvorstelier verlieren ln Gustav Moriz nicht nur einen treuen Weggenossen, sondern auch einen guten Freund, dem wir alle mit ganzem Herzen ergeben waren. Wir fühlen mit Ihnen die Schwere des Verlustes, den Sie durch den unerwarteten Tod dieses ausgezeichneten Mannes erlitten haben und teilen mit Ihnen wehmutsvoll die Trauer um den Dahingeschiedenen, dem wir ein bleibendes, ehrendes Gedenken bewahren werden. Für den Klub zionistischer Kultusvorsteher der israelitischen Kultusgemeinde: Der Obmann: Dr. Friedmann m. p.» Sprechsaal der Stimme Sehr geehrte Redaktion! Ich bitte Sie um Veröffentlichung des nachfolgenden Briefes im „Sprechsaal“, der wohl für viele jüdische Radiohörer von Interesse ist: Sehr geehrter Herr Geiger! Ich glaube im Namen vieler Hunderter Ihnen danken zu können für das uns durch da« Radio vermittelte Potpourri „Alles aus dem Osten“. Als ich heute mittags zufällig das Radio einstellte und die uns allen so vertraute Musik hörte, hatte ich spontan das Bedürfnis, Urnen herzlichst dafür zu danken. Ich möchte Sie daher bitten ich glaube ebenfalls im Namen von vielen Tausenden sprechen zu können —, bringen Sie so oft als möglich Aehnliches ln dieser Art, auch mpderne palästinensische Musik, und Sie werden als Gegenleistung das schöne Bewußtsein ernten, viele Menschen damit beglückt zu haben. Hochachtungsvoll Stella Hochstim. Vom Jüdischen Hochschulausschuß erhalten wir nachstehende Zuschrift: Wir erlauben uns, an Sie die höfliche Bitte zu richten, den nachfolgenden Aufruf in Ihrem geschätzten Blatte veröffentlichen zu wollen. Mit Rüoksicht auf unsere schwere materielle Lage bitten wir Sie, die Einschaltung gef. unentgeltlich vorzunehmen. Hofmeister, Hauslehrer für Nachhilfeunterricht in allen Mittelschultypen, mit Kenntnissen fremder Sprachen, vermittelt prompt und unentgeltlich der Jüdische Hochschulausschuß, Wien, IX., Zimmermannsplatz 8, Tel. A 25-2-28. Telephonischer Anruf oder Postkarte genügt. Der alte jüdische Geist Gerät man bei einem Besuch von Eisenstadt unversehens in das bloß aus zwei kleinen, jedoch ungemein charakteristischen Gäßchen bestehende, in seiner ganzen Ursprünglichkeit erhalten gebliebene Ghetto, so ist man überrascht, dortselbst einen im Verhältnis so imposant großen Tempel vorzufinden. Neugierig entschließe ich mich, eine der tägllohen Abendandachten zu besuchen, die, wie ich sofort bemerke, natürlich ihren ständigen Kreis von Gläubigen haben, den gewiß niemals ein Fremder stört. Während des Gottesdienstes trete ich leise in die Bankreihen; da umringen mich auch schon, erst scheu und verwundert betrachtend •—..gewlssefpiäßeti als Eindringling in die nur ihnen vorbehaltenen' heiligen Räume —, eine Anzahl echt jüdischer Gassenjungen, die sich, frei raltbetend,, im Tempel befanden. Gleich darauf aber begrüßen, sie mich mit einer herzerfreuend einnehmenden Resolutheit und schon bringen mir beflissen mehrere zugleich ein Gebetbuch, während einer der kleinen Knirpse mit einem „Scholem Alejchem“ mir herzhaft die Hand zum Willkommgruß als Glaubensgenosse hinstreckt. Dabei bleiben sie weiter um mich gelagert, voll Staunen und teilnehmender Freude über den Gast, gleichsam mit den Augen fragen 1, ob ich mich wgM heimisch fühle. Eine Geste, die miou blind gefangennahm und außerordentlich tiefen Eindruck bei mir hervorrief! Bier offenbarte sich jener alte jüdische Geist, welcher noch ln der Erziehung die traditionelle, viel.» Generationen liefe brüderliche Gastfreundschaft des Judentums ahnen ließ. Walter Steinmann. Herr Rabbiner Maiersohn ersucht uns um'die Feststellung, daß die von der Lemberger Zeitung „Chwila“ gebrachte Mitteilung, daß er sich um die freiwerdende Stelle eines Rabbiners in Lemberg bewerbe, unrichtig ist, da er der ganzen Angelegenheit fernsteht. Personelles Verlobung Unsere bewährte Gesinnungsgenossin Fräulein Anda Unger hat sich mit Herrn Dr. Wilhelm Lauterbach, dem Sohne des bekannten jüdischen Gelehrten Universitätsprofessor Lauterbach aus Cincinati verlobt. Todesfälle Bewährte Gesinnungsgenossen sind in der letzten Zeit durch Todesfälle in ihrer Familie in tiefste Trauer versetzt worden. Es sind dies Herr Dr. Israel und Frau Cylla Waldmann, deren Schwiegermutter, bezw. Mutter Frau Oczeret gestorben ist, ferner Frau Salomea Rottenberg, die den Verlust ihrer Mutter zu beklagen hat und Herr Dr. David Kreppei, dessen einzige Tochter im zarten Kindesalter durch den Tod entrissen wurde. Der Zionistische Landesverband für Oesterreich drückt allen diesen Gesinnungsgenossen sein tiefstes Beileid aus. Jüdisdket Malender Oktober 1931 Mri—IMstta U 9 Freitag 28# Tlschri 10 Samstag AQ Sabbat ««♦ V. d. N. M. 11 Sonntag 30a r, Ohod. 12 Montag 4 M*M|iaaoHwtn *♦ R. Ohod 13 Dienetag n 2. 14 Mittwoch 3a 15 Donnerstag 4a