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Die Stimme · 1931-09-10 · Heft 192 (10.9.1931) · page 6

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Journal
Die Stimme
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 192 (10.9.1931)
Date
1931-09-10
Page
– (sequence 6)
Language
German
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1)»E SliM.tr. Nr. 192 — 10. September 193!- Der Schofar Seine Funktion und Bedeutung Von Josua Horowitz. Die .Musik hat zu allen Zeiten in der Kulturgeschichte der Menschheit eine bedeutende Rolle gespielt. Sie hat ihre Anfänge in dem natürlichen Stimmungsnusdruck des Menschen, sie ist aber auch die ständige ßegleiterin des religiösen Kultes. Erst in einem langsamen und steten Prozeß entwickelte sich der andere Zweig — wenn man so sagen darf — der «weltliche Teil», der Musik. Auch bei den Juden hatte sich die Musik in ihren beiden Zweigen geäußert. Der ausgebiidetc Kult des Tempels zu Jerusalem erforderte immer eine ganze Reihe von Musikanten, die den Gang der Zeremonien begleiteten. Aber auch im öffentlichen Leben, z. B. bei Kriegszügen, bei Versammlungen, waren einfache musikalische Töne zu vernehmen F.s ist für die Bedeutung der Musik bezeichnend, daß schon in den ältesten Zeiten (Genesis 4. 22) die Erfindung des Zither- und Flötenspiels ausdrücklich vermerkt ist. Die Musik hatte ihren Höhepunkt und vielseitigste Entwicklung in den Zeiten des Tempels erreicht; wir hören z. B. an einer Stelle von 40(X) Sängern. In der Blütezeit unter David und Salomon waren es wahrscheinlich auch schon Streichinstrumente, die verwendet wurden, ln früheren Zeiten hören wir fast ausschließlich nur von Blasinstrumenten, unter denen die «Chazozra» und der «S c h o t a besonders hervorragen. Der Schofar, das Horn eines Widders, wurde in den ersten Zeiten hauptsärhl:ch fxi Kriegszügen in Verwendung gebracht und erst in einer späteren Periode seiner Entwicklung wurde er auch zu kultischen Zeremonien herangezogen. Auffallend ist, daß gerade das Horn verwendet und daß dann dieses Instrument zu einem der wichtigsten und notwendigsten gezählt wurde. Man muß aber "bedenken, daß das Horn eines Tieres in der religiösen Symbolik und in der muthischen VorsteÜungskuns: der Antike eine große Rolle spielte Iirr Talmud findet man im Namen R. Abahus diesbezüglich folgende Erklärung: «Warum blast man mit dem Schofar eines Widders? Gott sprach: Blaset mit dem Schofar des Widders, damit ich mich dadurch an die Opferung Isaks erinnere und es euch anrechne, als hättet ihr euch selbst freiwillig geopfert.» (Rosch haschana 16a.) Der Schofar wird in der Thora zum ersten Male bei der Offenbarung am Berge Sinai erwähnt. Am Jobeijahre, am 50. Jahte nach der Zählung der 7 Jahressabbate (= 49 Jahre) heißt es 3. B M. 25, 9; «Und laß Posaunenschall ergehen am zehnten des siebenten Monates, am Versöhnungstage solltet ihr Posaunenschall ergehen lassen durch euer ganzes Land.» Der Jom-Kippur hatte in diesem bedeutsamen Jahre eine zweifache Bedeutung: er war der Tag der sittlichen und ein Tag der sozialen Wiedergeburt der Nation; Freiheit wurde ausgerufen, jeder kehrte zu seinem Besitz zurück und auch den Sklaven wurde die ersehnte Freiheitsstunde zuteil, wie Talmud Rosch haschana 8 b erzählt. Dort heißt es ausdrücklich, daß das Gericht mit Schofar blasen ließ, um mit seinen Tönen dem Lande die Zeit der Freiheit zu verkünden. Obwohl in der Thora das Blasen mit dem Schofar am Neujahr nicht ausdrücklich erwähnt wird, so lehrt doch die talmudische Tradition, daß die «teruah», analog dem Blasen am Jobeljahr, auf Schofar zurückzuführen ist. Die heutige Kompliziertheit des Schofarblasens erklärt sich aus dem Zweifel und Unsicherheit der talmudischen Weisen betreffs des Wortes «teruah». Eine andere wichtige Funktion spielte der Schofar beim Verkünden des Neumondes. Numeri 10, 10 heißt es: «Auch an euerem Freudentage und an eueren Festen und an euren Neumonden stoßet in die Trompeten ...» An dieser Stelle treffen wir zwar die Chazozroth (Posaunen). Wir finden aber babli Niddah 38 a, daß am Neumonde der Schofar geblasen wurde. Dieser Widerspruch kann nur durch die Talmudstelle Rosch haschana 26b und 27a beseitigt werden, wo gelehrt wird, daß im Tempel Schofar und Chazozroth immer verbunden waren. Auch am Neujahre und den Fasttagen ertönten gleichzeitig Scholar und Chazozroth. Aber es kann auch angenommen werden, daß in talmudischen Zeiten der Schofar die Chazozra verdrängte und ihre Funktionen übernahm. Wir finden in der Tat im Talmud wenige Stellen, die die Verwendung der Chazozra dartun sollten. Ueberhaupt konnte man diese beiden Instrumente nicht streng auseinanderhalten. Auch in den prophetischen Büchern begegnen wir der ausgedehnten Verwendung und wichtigen Bedeutung des Schofar. Bei Kriegszügen diente er, beim kämpfenden Volke Mut und Begeisterung zu erregen, andererseits aber auch den Feind zu schrecken und in die Flucht zu schlagen. So wurde die auf wunderbare Art vor sich gehende Eroberung der Stadt Jericho von starken Schofartönen begleitet. Gideon und seine Genossen gebrauchten Schofars bei ihrem Ueberfall auf das Lager der Midjaniten. Aus der Stelle Arnos 3, 6: «Wird in die Posaune gestoßen in der Stadt, und das Volk sollte nicht erschrecken?» kann man ersehen, welch eine ungeheure Wirkung der Schofar ausübte und wie die Menschen beim Hören der furchtbaren Töne von Schrecken und Panik ergriffen wurden. Der Schofar rief das Volk zum Kampfe auf, er zeigte aber auch an, wann man von der Schlacht Abstand nehmen und wann die Verfolgung des Feindes unterbleiben sollte. Mittels Schofar wurden auch wichtige Nachrichten, die das ganze Land betrafen, weitergegeben. Der Transport der heiligen Lade ging unter Trompetenklängen vor sich. In talmudischen Zeiten beherrschte der Schofar in mannigfacher Beziehung das öffentliche Leben. Die Zeremonie des Bannspruches wurde unter Trompetenklängen vollzogen. So berichtet Ulah (Moed Katao 16a), daß Barak die angebliche Stadt Meros mit 400 Schofar gebannt haben soll. R. Huna ließ ins Gericht u. a. auch den Schofar mitnehmen, um ihn eben bei einem eventuellen Bannspruch zu benützen. Wenn man eine Sache verbieten oder andererseits erlauben wollte, so wurde die jeweilige Bestimmung durch den Schofar veröffentlicht. Bei einem Todesfall forderte der Schofar die Stadtbevölkerung auf, dem Verstorbenen das letzte Geleite zu geben. Wir hören (Kethubot |7a). daß nach der Ansicht eines Weisen, den Leichenzug 6000 Posaunenbläser begleiten sollten. Außer dem Blasen am Rosch haschana ist auf unsere Zeit auch noch der Brauch erhalten geblieben, den ganzen Monat Elul den Schofar ertönen zu lassen, um das Volk zur Reue und teschubah zu veranlassen. Ganz eigenartig ist die Wirkung, die der Schofar auf uns ausübt. Es liegt etwas Erhabenes und mit der Ootfhe’t Verbindendes in seinen Tönen. Bcsl SdlUh'Dorn bind die Preise für leine Sebabe so niedrig, daß sieb jeder fragen muß, wie so gute Qualitäten und schöne Modelle für so wenig Geld geboten werden können Sdiuh-Dorn II., TabonlraMC 9 «■ Dr. Karl Rosenfeld Rosch Haschanah Traurig flackern Lichter an den Bethausbänken, Matt und totenblaß, gehüllt in Kittel, Talles, Trägt ein Greis die Thora. Fragend beugt sich alles: Wird uns Gott ein neues, neues fahr jetzt schenken? Bußgebete... Schluchzen... Heiße Tränen rollen... Adonai! Vergib uns, laß uns frei von Sünden! Was wird Schofarblasen heuer uns verkünden? Wann ergreifen wir auch Pflug auf Heimatschollen? Wenn auch Tränen rauschen an den Klage-Steinen Und in Safed, Hebron, wo sich Gräber heben Kadisch-Kinder bitter nach den Toten weinen... Erez blüht! und Schomrim singen Freiheitslieder! jede Seele atmet neues, frohes Leben! Zions Morgenröte strahlt beglückend wieder! Unsere Aufgaben Grundsätzliches zur Wizokonferenz Von Gisela Blauer. In vielfacher Hinsicht wurden die Ergebnisse der VI. in Basel stattgefundenen Wizokonferenz in der zionistischen Presse bereits erörtert. Die Tatsache, daß in Anknüpfung an die bloße Berichterstattung über den Verlauf dieser Tagung und die auf derselben behandelten Grundprobleme ziemlich weitgehende Pressepolemiken entstehen konnten, beweist, daß auf manchem- Gebiete Resolutionen gefaßt wurden, die kaum als Willensausdruck der gesamten Wizoorganisation betrachtet werden können. Aus dem mannigfachen Material, welches die letzte Wizokonferenz zu behandeln hatte, greife ich eine zentrale Frage heraus, die meines Erachtens wegen ihres programmatischen Charakters von besonderer Bedeutung ist und auch nicht zuletzt deswegen, weil diese es war, die schließlich zu manchen Unstimmigkeiten und iti deren Folge zur Demission einzelner verdienstvoller Mitglieder der Wizoexekutive geführt hat. Es stand nämlich im Mittelpunkt der Beratungen die Frage, ob die Wizo als urrrfassende zionistische Frauenorganisation sich darauf beschränken soll, die landwirtschaftliche Fachausbildung von Mädchen und Frauen zu fördern, oder aber darüber hinaus auch Gebiete städtischer Erziehtings- und Ausbildungsarbeit in ihren Wirkungsbereich einbezielien soll. Wegen budgetärer Unmöglichkeiten wurde die vorläufige Erweiterung des Tätigkeitsgebietes der Wizo für undurchführbar erklärt. Die große Wirtschaftskrise, die in fast allen Ländern herrscht und jede großzügige, mit neuen Kosten verbundene Arbeit lähmt, brachte es mit sich, daß von vornherein keine mit neuen Geldausgaben verbundene Erweiterung des Tätigkeitsgebietes der Wizo in Betracht gezogen werden konnte. Aus dieser Stimmung heraus und somit bloß wegen rein finanzieller Erwägungen haben mehrere Delegationen auf der Wizokonferenz schon ^vorher ihr Verhalten in dem Sinne festgelegt, daß gegen jede'Erhöhung der Ausgaben Stellung zu nehmen sei. Auch unsere österreichische Delegation war zufolge früher gefaßten Beschlusses ohne Rücksicht auf die in einzelnen und besonders prinzipiellen Fragen bestehenden Meinungsverschiedenheiten in bezug auf das Budget zu der erwähnten Haltung veranlaßt. Lediglich aus dem Grunde somit, weil zu befürchten war, daß mit erhöhten Einnahmen nicht gerechnet werden kann, wurde die Anregung, eine Reihe von Kindergärten in Tel-Aviv, deren Schließung infolge der finanziellen Notlage droht, durch die Wizo zu subventionieren, abgelehnt. Es wird nun von mancher Seite versucht, die auf der Wizokonferenz diesbezüglich gefaßten Beschlüsse so -darzustellen, als ob die Wizo prinzipiell jede Förderung der städtischen Erziehungs- und Ausbildungsarbeit aus ihrem Arbeitsprogramm ausgeschaltet hätte. Nichts ist verfehlter, als diesem Gedankengange zu folgen und nichts ist gefährlicher, als eine solche Auffassung in den Reihen der zionistischen Frauen einreißen zu lassen. Es bedarf keiner längeren Beweisführung, daß die Wizo als umfassende zionistische Frauenbewegung, und diese Tendenz besteht meines Erachtens unzweifelhaft, abgesehen von der Galutharbeit in bezug auf Palästina, sich Aufgaben setzen muß, die darüber hinausgehen, nur die landwirtschaftliche Fachausbildung einiger weniger Mädchengruppen zu fördern. Ist doch die Wizo nicht etwa mit einem Verein zur Erhaltung der Mädchenschule in Nahalal und noch einiger weniger Einrichtungen in Palästina gleichzustellen. Zumindest muß das Bestreben in der Richtung gehen, immer neue Zweige sozialer Frauenarbeit in den Wirkungsbereich der Wizo einzubeziehen, wenn diese als Organisation weiterer Kreise zionistischer Frauen gelten will, und tatsächlich auch die zionistische Frauenbewegung repräsentieren soll. Wenn das eine oder das andere vorläufig nicht möglich ist, so ist es eine bedauerliche Tatsache, die unter dem Zwange der gegebenen Verhältnisse entstehen mußte. Daraus darf aber keineswegs der Schluß abgeleitet werden, daß die Konferenz auch diesmal programmatisch sich auf die bis jetzt in Palästina geleistete Tätigkeit beschränkt wissen wollte. Eine andere Frage ist, ob nicht selbst unter den schwierigen finanziellen Bedingungen der Beschluß auf Erweiterung des Wizobudgets hätte gefaßt werden können. Es wird allgemein zugegeben, daß die Wizo in vielen Ländern noch große Entwicklungsmöglichkeiten hat. Gelänge es, neue M:tglieder zu werben, dann würde damit auch der finanzielle Stand gehoben werden. Anderseits ist diese Werbetätigkeit sicherlich dann bedeutend erleichtert, wenn darauf hingewiesen werden kann, welche weitgesteckten Ziele die zionistische Frauenorganisation hat. Soll die Wizo Frauen aller parteipolitischen Richtungen umfassen, so muß sie begreiflicherweise auch den Bestrebungen und Wünschen aller Gruppen im besten Sinne nachkornmen. Ganz unzulässig ist es, eine durch nichts gerechtfertigte einseitige Haltung einzunehmen und dadurch die Ansicht aufkommen zu lassen, daß Hir städtische Erzi'himgs- und Ausbildungsarbeit kein Platz vorhanden sei Auch wenn die Budgetdecke zu schmal ist. so’lte eigent'ich die städtische Arbeit nicht ganz unberücksichtigt bleiben. Wenn aber schon einmal unter dem Drucke der Ereignisse beschlossen wurde, zunächst keine neuen Verpflichtungen für die städtische Arbeit zu übernehmen, dann sollte richtigerweise dieser Beschluß nicht a's Sieg derjenigen Richtung ausgeschrien werden, die aus parteioo'itischen Gründen nur eine Förderung ihrer landwirtschaftüchen Positionen anstrebt. Es ist ungemein bedauerlich, daß aus den eben erwähnten Gründen sehr vercl enstvolle Frauen sich veranlaßt gesehen haben, aus der Leitung auszuscheiden, und zwar gerade diejenigen, die der Wizo die Schwungkraft einer großzügigen jüdischen Frauenbewegung verleihen wollten Daß auch die bereits seit längerer Zeit in Aussicht genommene Affinierung der größten allgemeinen Frauenorganisation in Palästina («His'adruth Naschim») mit der Wizo nicht endgültig bei dieser Konferenz zustande gekommen ist. war leider die Folge der Taktik, die erst jetzt ihre wahren Absichten manifestiert. Wenn;wir, was unser eigentliches Ziel ist, immer mehr uns erweitern wollen, neue Kreise jüdischer Frauen für unsere Ideale interessieren sollen, dann wird dies nur dann möglich sein, wenn wir selbst uns große Ziele setzen und uns nicht auf Teilgebiete beschränken. Eine Weltorganisation 'Zionistischer Frauen muß allen Strömungen Rechnung tragen. . Nur so werden wir uns dem Ideale, eine mächtige jüdische Frauenbewegung zu schaffen, nähern und neuen Elan tind neue Spannkraft in unsere Organisation tragen. Chancellor hat Palästina verlassen Jerusalem, 2. September. (J. T. A.) Der bisherige Hjgh Commissioner, Sir John Chancellor, hat sich heute im Sonderzug nach Haifa begeben, von wo er sich am Abend nach England eingeschifft hat. Anglo-Mosletnstische Demonsti ation am (aiitestag det Bairour-Jekiaration London. (J. T. A.) Die London National League veranstaltet am 2. November, dem Jahrestag der Verkündigung der Balfour-Dcklaration, in der Albert Hall zu London eine «Anglo Moslem Demonstration». Den Vorsitz wird ider ein-' stige Innenminister Lord Brentford führen, Hauptredner wird der Führer der indischen Moslems Schaukat Ali sein. Der Jerusalemer Mufti hat an die London National League aus Anlaß der Kundgebung ein Schreiben gerichtet, in welchem es heißt: Heute, da die wahre Bedeutung des Zionismus allen klar geworden ist, hoffen wir, daß der Tag der Erinnerung an die Ba'four-Deklaration ein Tag der Befreiung von der Deklaration sein wird. Lord Cecil geht nach Genf Wie offiziell mitgeteilt wird, wird Lord Cecil of-Chelwood die Führung der britischen Delegation, die zu den Tagungen des Völkerbundrates und der Völkcrbundsversammlung nach Genf entsandt wird, Übernehmen. Außenminister Lord Rcading ist, wie bereits gemeldet, zu seinem lebhaften Bedauern nicht in der Lage, nach Genf zu reisen, da er gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Kabinetts mit der Vorbereitung von Vorschlägen der Regierung . zur Lösung dringender finanzieller Fragen beschäftigt ist. Harry Viteles tritt nicht in die Exekutive der Jewish Agency ein Jerusalem. (J. T. A.) Das auf der letzten Tagung des £duu'ci& dbr jewish ’Ägtmdy heiigewählte Mifglied der Exekutive der Jewish Agency, Harry Viteles, ist nicht in der Lage, das ihm vom Council übertragene Amt anzütreten, da die englischen und amerikanischen wirtschaftlichen Körperschaften, die er in Palästina repräsentiert, seinem Eintritt’ In die Exekutive nicht zustimmen können. Chancellor kündigt einen Legislative Council an Der jetzt aus seinem Amte scheidende High Commissioner für Palästina, Sir John Chancellor, hat — wie verlautet — im Verlauf eines ihm vom Magistrat der Stadt Jaffa gegebenen Abschiedsempfanges dem arabischen Rechtsanwalt Soliman Abu Gazala mitgeteilt, daß in Kürze ein Legislative Council (Gesetzgebender Rat) in Palästina geschaffen werden wird. Sir John Chancellor riet den Arabern, sich an dem Legislative Council zu beteiligen, wodurch ihre Position verbessert werden wird. Die österreichische Tabakregie auf der . Wiener Herbstmesse Die österreichische Tabakregie wird während der XXI. Wiener internationalen Messe . (Herbstmesse: 6.—13. September 1931) im Fabrikationsraume ihres Rotundenpavillons die Erzeugung der Britanica mit Phönixapparaten und die Verpackung dieser Zigarre vorführen. Diese Zigarren werden mit einem Ring ausgestattet sein, der das Bildnis Mozarts trägt. Im Ausstellungsräume werden einzelne Fabrikatensorten in neuester Verpackung und verbesserter Qualität gezeigt werden. Wie alljährlich, gelangen im Verkaufsräume des Pavillons sowie im Haupthofe des Messepalastes (2 Verkaufswagen) sämtliche Fabrikatensorten — die gangbarsten auch entnikotinisiert durch die Entnikotinisierungsanstalt August Falk — ferner Aegyptische III. Sorte und Memphis in Kappenschachteln ä 25 Stück (Messepackung) und die «Mozart-Britanica» zur Schaustellung und zum Verkaufe. Die Coronas- und Graciosas-Zigarren gelangen j auf dieser Messe zum erstenmal in einer besonderen Ausstattung zum Verschleiße. Diese Kistchen werden nicht mehr mit den üblichen Staubblättern aus Papier, sondern mit künstlerisch bestickten Seidendeckchen, hergestellt von der Vorarlberger Stickereiindustrie, versehen sein. $

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