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Die Stimme · 1931-08-20 · Heft 189 (20.8.1931) · page 6

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Journal
Die Stimme
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 189 (20.8.1931)
Date
1931-08-20
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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1>Is: Nr. 189 - - 20. August 1931 Camera obscuwa Anläßlich eines Besuches des polnischen Arbeitsministers Hubicki in dem vor kurzem im Kurort Iwanitsch (Polen) errichteten Invalidenheim «Excelsior» kam es tu •inem peinlichen antisemitischen Zwischenfall. Die Insassen des Heims, 80 Invaliden, darunter 20 Juden, sollten gemein* sam mit dem Minister und der Anstaltsleitung photographiert werden. Die christlichen Invaliden weigerten sich jedoch, sich gemeinsam mit den jüdischen Patienten photographieren zu lassen und versuchten, diese mit Gewalt beiseite 2u schieben. Minister Hubicki ließ sich schließlicn mit den jüdischen Invaliden nochmals besonders aufnehmen. Die jüdischen Insassen des Heims haben im Hinblick darauf, daß die Anstaltsleitung sich bei dem peinlichen Vorfall nicht ins Mittel gelegt hat, beschlossen, das Heim zu; verlassen. Der Nationalheld Adolf Hitler soll, verbürgten Nachrichten zufolge, einmal erklärt haben, er bade nicht in einem See oder sonst einem offenen Wasser, weil er nicht wissen könne, ob dieses Wasser nicht gleichzeitig von Juden benutzt werde; man könnte doch sicher sein, daß von dem Judendreck auch dem arischen Körper etwas anhaften bleibe. — So ähnlich dürften auch die arischen Invaliden in Iwanitsch empfunden haben, als sie sich mit ihren jüdischen Leidensgenossen nicht auf einer Platte aufnehmen lassen wollten. Wenn man aber nicht einmal mehr bei Kranken und Leidenden Duldsamkeit findet, bei denen man sie doch am ehesten erwarten müßte — wo dann? * Die Angehörigen der verstorbenen antisemitischen russischen Schriftstellerin Krenschanowskaja-Ratschester haben in Riga einen Roman aus dem Nachlaß der Schriftstellerin veröffentlicht, der den Titel «Miortwja Petlja» trägt. Der Roman stellt eine gehässige Kampfschrift gegen das Judentum und die jüdische Religion dar. Das schönste Wort aus der christlichen Glaubenslehre lautet: «Liebe deine Feinde!» Hier heißt es: «Hasse sie bis über den Tod hinaus!» * In Berlin wurde eine «Großdeutsche Gemeinde und Nationale Verlagsgesellschaft m. b. H.» gegründet. Punkt 1 ihres Programmes lautet: «Bewußter Angriff auf die übrigen samt und sonders verjudeten Buchgemeinden, um deren Einfluß zu schwächen und darüber hinaus zu brechen.» Es wäre interessant, einmal statistisch nachzuweisen, aus welch unverhältnismäßig hohem Prozentsatz von Juden sich der Leserkreis wissenschaftlicher, kultureller und sonstiger ernst zu nehmender Werke zusammensetzt. — Wenn nun die Großdeutsche Verlagsgesellschaft unter «total verjudeten Buchgemeinden» solche versteht, die von ihrem jüdischen Leserkreis erhalten werden, dann wird ihr die Kulturwelt für den «bewußten Angriff» wenig Dank wissen . . . * r‘ Am Tage nach dem Volksentscheid hielt der nationalsozialistische Redakteur Dr. von Leers in Berlin eine Rede, in der er von «sittlich verkommenen Judenschweinen» und «unverschämtem Judenpack» sprach und u. a. erklärte: «Unsere Aufgabe ist es, unerbittlichen Haß zu predigen. Wir haben uns zu einem fanatischen Antisemitismus zu bekennen, bis. die Judenfrage restlos gelöst ist.» Kommentar überflüssig. * Vor kurzem zog eine nationalsozialistische S. A.-Ab* teilung durch Derendingen (Württemberg), wobei aas Lied «Wenn’s Judenblut vom Messer spritzt, dann geht’s nochmal so gut» gesungen wurde. Das Schöffengericht, vor dem Sich einige Mitglieder dieser S. A.-Abteilung, gegen die Strafantrag gestellt worden war, zu verantworten hatten, verurteilte einige Angeklagte wegen groben Unfugs zu Geldstrafen in Höhe von 15 Mark. Wenn man die Aufreizung zu Mord und zu Schandtaten «nd das Absingen solcher Lieder als «groben Unfug» bezeichnet und mit der geradezu lächerlichen Geldstrafe von 15 Mark «ahndet» — warum sollten sich die Nationalsozialisten dann in ihrem Vergnügen stören lassen? Es kostet ja so wenigl * Unbekannte Täter haben eines Nachts alle Fensterscheiben der aschkenasischen Synagoge in Sofia eingeschlagen. Dieser Angriff erfolgte einen Tag, nachdem an den Eingängen der Hauptsynagoge, an zwei anderen Synagogen, an der jüdischen Schule und am zionistischen Volkshaus antisemitische Hetzplakate angeschlagen und an die Wände mit Teer Kreuze und Hakenkreuze gezeichnet worden waren. Man glaubt, daß es sich um einen organisierten Vorstoß seitens der antisemitischen Heimwehrorganisation «Rodna Saschtita» handelt, die in letzter Zeit eine besonders intensive judenfeindliche Propaganda entfaltet und erst vor kurzem in ihrem Organ öffentlich zur «Nachahmung des Beispiels von Saloniki» aufgefordert hat. Die Griechen veranstalten einen Pogrom, weil die Juden «bulgarenfreundlich» sind. Die Bulgaren möchten auch einen Pogrom machen, wahrscheinlich deshalb, weil ihre Juden griechenfreundlich sind. Unlogisch? Der Antisemitismus braucht keine Logik. Was er braucht, ist grenzenlose Dummheit und weitgehende Expansion. Das erste findet er immer vor, aber auch das zweite gelingt ihm. So hat er sich letztens sogar am Balkan eingenistet. Das Moskauer Zentralkomitee des Bundes der Gottlosen hat folgende «Zehn Gebote» zur Bekämpfung der Jüdischen Feiertage verkündigt: 1. In allen Fabriken, kooperativen Artels, Koliektivfarmen, Schulen und Klubs sind Vorträge über die Themen: «Fünfjahresplan und Religion», «Antilimitismus und Religion», «Kollektivierung und Religion», , «Der Klassencharakter der jüdischen religiösen Feiertage» t und «Modernes Judentum und nationaler Haß» zu halten. } 2. Zu Rausch Haschanah und Jom Kippur sind Exkursionen zu veranstalten, antireligiöse Filme zu zeigen und Theaterstücke religiösen Inhalts zur Aufführung zu bringen. 3. An Stelle der hohen Feiertage sind «nationale Arbeitstage» zu proklamieren, an denen jedermann zur Arbeit im Dienste des Landes aufgefordert werden soll. 4. Es sind insbesondere antireligiöse Ausstellungen zu veranstalten. 5. Das Radio soll in den Dienst der antireligiösen Propaganda gestellt werden. 6. Anläßlich der jüdischen Feiertage sind besondere Versammlungen der Jugend und der Frauen einzuberufen. 7. Eine großzügige Werbung von Mitgliedern für den Bund der Gottlosen ist durchzuführen. 8. Es ist eine Geldsammlung für den Bau eines Kriegsschiffes, das den Namen «Militanter Apikoires» tragen soll, einzuleiten. 9. Die jiddischen Publikationen antireligiösen Inhalts sind zu vermehren und in Kolonien und Fabriken zu verbreiten. 10. Jedes in einer Stadt ansässige jüdische Mitglied des Bundes der Gottlosen hat sich an den jüdischen Feiertagen in die Dörfer zu begeben, um die Bauern zur Ablieferung der Ernte an die Regierung atuueifern. So werden die zehn Gebote vom Berge Sinai von aen» Dekalog des roten Kreml abgelöst. Anstatt «Du sollst nicht töten!» — «militanter Apikoires». Es wäre ein herrlicher Witz, wenn es nicht so traurig wäre . . . * Das Bezirksgericht Mährisch-Ostrau verurteilte einen Kaufmann, der eine ihm vorgelegte, seiner Meinung nach unkorrekte Rechnung mit dem Vermerk: «Gehen Sie mit mir nicht so jüdisch um», zurücksandte, unbedingt zu einer Geldstrafe und im Nichteinbringungsfall zu 48 Stunden Arrest. Der Angeklagte erklärte, daß der Ausdruck «jüdisches Vorgehen» nicht als Beleidigung aufgefaßt werden könne, denn das Vorgehen der Firma sei jüdisch, da der Inhaber Jude sei. Det Deutsche handle deutsch, der Tscheche tschechisch, der Jude jüdisch, ln der Begründung des Urteils heißt es, daß der Angeklagte mit dem inkriminierten Ausdruck kein Rassenmerkmai meinen konnte, sondern eine unehrenhafte Handlung bezeichnen wollte. Das Urteil der ersten Instanz wurde auch vom Berufungssenat bestätigt. Dem Mährisch-Ostrauer Bezirksgericht und dem Berufungssenat gebührt ein «Bravo!». * ln Budapest hatte sich vor dem TÖreky-Senat ein ungarischer Publizist Ladislaus Levatovics wegen Aufreizung gegen eine Konfession zu verantworten. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen Levatovics Anklage wegen dieses Delikts erhoben, da Levatovics in der Dezembernummer der Zeitschrift «A Cel» einen Aufsatz unter dem Titel «Die Zukunft der Juden» veröffentlicht hatte, worin er behauptete, daß die Juden, obwohl sie bloß sechs Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen, 50 bis 60 Prozent des Nationalvermögens in den Händen haben. Das Elend sei lediglich der Tätigkeit der Juden zuzuschreiben. Der Gerichtshof sprach den Angeklagten mit der Motivierung frei, daß der Artikel in einer Zeitschrift erschienen sei, die sich in objektiver Weise mit den Fragen der ungarischen Rasse beschäftige. Der Artikel könne als objektiv und wissenschaftlich angesehen werden. So, jetzt wissen wir ganz genau, was wissenschaftlich und objektiv ist. Nämlich in Ungarn. Die Selbstmordepidemie unter den Juden in Polen Folgen der Wirtschaftsnot. Wir haben in unserer letzten Nummer auf die erschütternde Statistik des Dr. Leo Goldhammer über die Selbstmorde bei den Juden hingewiesen. Hierzu als Illustration eine Meldung der J. T. A. aus Warschau: Die Verzweiflung unter den jüdischen Massen infolge der sich von Tag zu Tag verschärfenden wirtschaftlichen Notlage hat zu einer erschreckenden Häutung von Selbstmorden und Selbstmordversuchen geführt. Am 13. August allein sind abermals drei neue Fälle von Selbstmord, respektive versuchtem Selbstmord von Juden in Polen wegen wirtschaftlicher Not zu verzeichnen. Besonders tragisch ist der Selbstmordversuch der 20jährigen abgebauten jüdischen Staatsbeamte Felicia Balaban. Sie war eine der wenigen jüdischen Beamtinnen, die in einem polnischen Staatsbetrieb beschäftigt wurden. Am 1. August erhielt sie von der Leitung der Stanislawer Abteilung der Spiritusmonopolverwaltung, bei der sie beschäftigt war, die Verständigung, daß sie auf die Abbauliste gesetzt worden sei. Nach vergeblichen Versuchen, einen neuen Erwerb zu erlangen, hat die Beamtin, die aucn für den Unterhalt ihrer greisen Eltern zu sorgen hatte, einen Selbstmordversuch durch Austrinken einer Flasche Brennspiritus begangen. Sie wurde in hoffnungslosem Zustand ins Hospital eingeliefert. tcKM’s Fatnilien-ptnsioti ItltaunliOl, KlttMtlll täglich 5-Uhr-Tee SENNERING TELEPHON II Hochstraße 43 neben Hotel Panhans Mäßige Preise, vorzügliche Küche, Zimmer m. Pension S 12.— aufwärts. Zentralheizung, fließendes Warm und Kaltwasser in jedem Zimmer. Auskunft unter Telephon U'27-6-24 Der Bund der „Ersten“ W.r erim. on folgenden Anirtif: An die zionistischen Veteranen in Palästina und in der Diaspora Seit 50 Jahren, seit den Anfängen der Chibat Ziofl-Bewegung trägt der tätige Zionist die volle Bürde der harten zionistischen Arbeit, ohne anderen Lohn für seine Mühe zu erwarten als das Bewußtsein, der jüdischen Sache treu gedient zu haben; er ist es auch, der sich in seiner Heimat als erster in den Dienst der jüdischen Allgemeinheit stellte. Nach Jahrzehnten unermüdlicher Arbeit, wenn es ihm gelingt, nach Palästina zu kommen, um den Rest seiner Jahre dort zu verleben, geschieht es aber oft, daß er enttäuscht wird; es überkommt ihn das Gefühl der Einsamkeit; er ist allein, verlassen, ohne Anschluß an Gesinnungsfreunde. Der zionistische Veteran geht nach Erez Israel in der freudigen Hoffnung, auch dort seine zionistische Tätigkeit nach Kräften fortzusetzen. Wie peinlich aber empfindet er es dann, wenn niemand daran denkt, ihn zu irgendwelcher Betätigung aufzufordern! Man verzeiht ihm sozusagen sein Alter nicht und erinnert sich kaum seiner früheren Leistungen. Gewiß ist das auflebende Palästina eine durchaus neue Schöpfung und stellt als solche ihre Hauptforderungen an die jugendlichen Kräfte; jedoch sollte dies nicht in der Weise geschehen, daß diejenigen, die m der zionistischen Arbeit alt geworden sind, gänzlich vergessen und außer acht gelassen werden. Kein Zweifel, daß diese anormale Erscheinung Schatten auf unser Land wirft. Nicht allein die bitter Betroffenen, sondern wir alle empfinden die drückende Atmosphäre schmerzlich. Wir, Veteranen der Bewegung, sind verpflichtet, hier Aenderung zu schaffen, eine brüderliche Umgebung zu bilden. Zu diesem Zwecke wurde ein Verein ins Leben gerufen, der den Namen «Brith Rischonim» — «Bund der Ersten» trägt. Die Aufgaben des Vereines sind vorläufig folgende: 1. Eröffnung von Klubs in Tel-Aviv, Jerusalem, Haifa und anderen Orten, in denen die Mitglieder Gelegenheit haben sollen, einander kennen zu lernen und sich zu befreunden. 2. Bedürftigen Mitgliedern auf verschiedene Weise beizustehen. 3. Altgewordenen und ruhebedürftigen Mitgliedern angemessene Unterkunft zu gewähren. 4. Beziehungen anzuknüpfen zwischen den Mitgliedern ln Palästina und denen der Diaspora-Länder. Was wir von Euch verlangen, ist Sympathie und Verständnis für unser Werk und Hilfe in der Form von Ml£ gliedsbeiträgen, je nach Können und Belieben. M. Ussischkin, Z. D. Lewontin, Zew Gluskin, f. L, Goldberg, M. Dizengoff, Zwi Belkowsky, A. Drova* now, A. L. Schereschewski, A. Babkow, A. Maze^ M. Itzkowitz. Briefadresse: A. Droyanow, Allenby 15, Td-Avfy; Kassaadresse: Zew Gluskin, Tel-Aviv, P.O.B. 11$ Die Juden in Persien Riza Khan, der es vom gewöhnlichen Soldaten bis «tun Schah gebracht hat, darf für sich das Verdienst in Anspruch nehmen, in Persien ein verhältnismäßig liberales Regime eingeführt zu haben. Der früher allmächtige Klerus, der jeder Reform feindlich gegenüberstand, hat des öfteren antijüdische Unruhen gefördert. Wie «The Jewish Guardian* meldet, hat sich die Lage der persischen Juden unter Rlz* Khan wesentlich gebessert. Unter dem früheren Schah durfte zum Beispiel ein Judt auf dem Markt oder im Basar keinen Gegenstand berühren* Der Grund für diese merkwürdige Verordnung war darin zu suchen, daß nach Ansicht der Schiiten, deren religiöser Fanatismus bekannt ist, Gegenstände, die von einem Ungläubigen berührt werden, «unrein» werden. Unter dem jetzigen Schah wurden viele Beschränktm« gen, auch die eben genannte, aufgehoben. Die Juden dürfet! sich jetzt auch nach Belieben kleiden; die früher für Juden bestandenen Kleidungsvorschriften wurden aufgehoben. Es besteht für sie kein Zwang mehr, im Ghetto zu wohnen, Sie dürfen jetzt auch zu Pferde reiten usw., ja, sie haben sogar das Recht, einen Vertreter in das sogenannte Parlament zu entsenden. Das kulturelle Leben der persischen Juden steht auf niedriger Stufe, was ja mit Rücksicht auf die jahrhundertelange Unterdrückung kein Wunder ist. Trotzdem haben di* Juden in den letzten Jahren viel zur Modernisierung von Mesched, der heiligen persischen Stadt, beigetragen. Obwohl das Schulwerk der Alliance seit 1898 auch in Persien verdienstvoll wirkt, kommen doch häufig Uebertritte zum Protestantismus und Bahaismus vor. In Mesched leben zirka 600 jüdische Familien ein Marranenleben. Sie werden «Jeddfdim» genannt; viele von ihnen unternehmen als angeblich gute Moslems Wallfahrten nach Mekka, insgeheim jedoch beobachten sie alle jüdischen Gebräuche. J. b. A, Ein Weltlager jüdischer Pfadfinder In Frankreich «Zirenu» aus Wien nehmen an ihm teil. In Colleville sur Orne in Frankreich fand in der Zeit vom 3. bis 16. August ein Weitlager jüdischer Pfadfinder statt. Fast alle europäischen Nationen, ferner Palästina, Tunis, Oran und Aegypten waren in diesem Lager durch Delegierte vertreten. Der Zweck dieses Treffens war die Schaffung der Weltunion jüdischer Pfadfinder. In den Sitzungen wurde ein gemeinsames Programm ausgearbeitet, das nun die Grundlage der Arbeit in der nächsten Zukunft bilden soll. Die Verhandlungen wurden ln französischer, hebräischer und deutscher Sprache geführt. — Oesterreich wurde auf diesem Lager durch eine Delegation des «Zirenu» vertreten, die es sich zur besonderen Aufgabe machte, die französisch-jüdischen Kreise zu einer intensiven Nationalfondsarbeit zu bringen. Nebetr den abendlichen Sitzungen wurde tagsüber eine scharfe Konkurrenz aller erschienenen Nationen in skoutischen, leichtathletischen und vor allem hebräischen Wettbewerben ausgetragen. Die Vertreter Oesterreichs wurden in der Konkurrenz an vierter Stelle placiert, was in Anbetracht des Umstandes, daß 18 Länder durch Delegierte vertreten waren, als sehr ehrenvoll zu bezeichnen ist. Am Samstag, den 15., fand das.letzte Lagerfeuer statt, an dem sich auch eine Gruppe katholischer Pfadfinder beteiligte. Nach vielfältigen Darbietungen wurde das Lager mit dem Absingen der «Hatikwah» beendet. Richard Auffärbtf. ,1 A

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