Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 185 (23.7.1931)
- Date
- 1931-07-23
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Ifr.ftB *» AJMt 1031 DIE STIMME säte 9 Da« Buch der Klagelieder (Anläßlich des Ttscha be’Aw) Von Jofiua Hörowit*. Dm Buch der Klagelieder, an dritter Stelle unter den fünf Megilloth, zwischen dem Buche Ruth und Koheteth, stellt eine Sammlung von fönf Elegien dar. in den hebrälsehen Texten fuhrt das Buch den Namen «Echa» (Ach wie!) nach dem Anfangsworte dreier dieser Lieder. Im Talmud und in der rabblnischen Literatur findet man den Ausdruck «klttoth», in der Septuaginta Stehen als Einleitung zu dem Buche die Worte: «Nachdem Jerusalem vernichtet wurde, saß Jercmia und verfaßte diese Kinoth». ln der Vulgata trUgt das Buch die Ueberschrift: «Threni, lamentätiones Jeremiae prophetae». Im Targum heißt es: «Es sprach Jeremia, der Prophet und Priester. > .» Die jüdische Tradition wie auch die patristische Literatur hat Jeremia als den Verfasser der Klagelieder betrachtet. So ist es erklärlich, daß «Echa» im Gegensätze zur jetzigen , Stellung unter den Hagiographen (Ketublm) In der griechischen und lateinischen Uebersetzung an das Buch Jercmiah angeschlossen erscheint. Bel allen Kirchenvätern, auch bei Josephus (contra Aploncm I. 8) folgt das Buch der Klagelieder den Weissagungen Jeremias. Warum aber das Buch seine Stellung nicht beibehalten hat, erklärt sich «aus ihrem subjektiv lyrischen Inhalte, wodurch sie sich von den Weissagungen der Propheten wesentlich unterscheiden und den Psalmen und anderen Erzeugnissen der heiligen Poesie zur Seite treten.» (Keil-Komm. 1872, S. 556.) Auch aus der Zihluhg von 22 kanonischen Büchern, die von den alexandrinisclien Uebcrsetzem ausgegangen ist, kann man schließen, daß 2 Bücher nicht mitgezählt wurden, eben Echa, das mit Jeremia ein Buch bildete, und Ruth, das als Anhang des Richterbuches angesehen wurde. Vgl. K. Budde, Der Kanon des Alten Testam. 1900, S. 13 f. Obwohl in der Heiligen Schrift sich nirgends ein Hinweis auf die jeremianische Abfassung findet, wollte man doch eine Stelle in Chronik II. 35, 25^ als Stütze ftlr diese Anschauung gehen lassen. Es heißt dort: «Jeremia klagte um Josija, und all die Sänger'und Sängerinnen nahmen das Wort in ihren Klageliedern um Josija, und man führte sie tln, bis auf den heutigen Tag als Brauch in Israel; sie sind niedergeschrieben in den Klageliedern». Schon Budde (Gesch. d. althebr. Literatur 1909, S. 241) hat bemerkt, daß «die Ueberlieferung in ihrer ältesten Bezeugung auf einer wunderlichen Verwechslung beruht, als wenn der Gegenstand dieser Lieder der Tod König Josias wäre, statt die Zerstörung Jerusalems und seines Tempels». Wo werden in den Klageliedern Zeitereignisse Josias besprochen? Wohl hatte man den Versuch unternommen, einen Vers von Echa (4, 20) auf Josia zu deuten, doch hat man nach fruchtlosem Bemühen davon Abstand nehmen müssen. Man kann nun mit Bernfeld (Einleitung III. 1351) annehmen, daß cm zur Zeit des zweiten Tempels eine große Sammlung von Kinoth gegeben hat, in der auch diese 5 Klagelieder enthalten waren. Das Buch in seinem größeren Umfange ist uns verloren gegangen, nur diese Lieder, die sich auch größerer Popularität erfreuten und zu liturgischen Zwecken verwendet wurden, sind uns erhalten geblieben. Die uralte Sitte, auf Tote Klagelieder zu dichten, treffen wir schon in den anderen Büchern des Aiten Testaments (Sam. II. 1, 17, 3, 33. Chr. II. 35, 25) und dieser Brauch wurde dann ln diesem Sinne erweitert, daß man diese kinoth auch bei Unglücksfällen sang die ein ganzes Volk, ein ganzes Land getroffen hatten (Arnos 5, 1 Jeremia 7, 29 Ezechiel 19, 1), Ueber die sprachliche Eigenart der kina und die metrischen Verhältnisse überhaupt, hat Budde in der Zelt-,; tchrift f. d. alttest. Wissenschäft 18Ö2 un(d In den Preußischen Jahrbüchern eingehende Forschungen angestetlt.' "K Der Inhalt und der sprachliche . Ausdruck der einzelnen Kinoth hat viel dazu beigetragen, bei der Erörterung der Autorfrage und dea Verhältnisses der Lieder untereinander, etwas Ordnung in das Chaos zu bringen. Was Kraft des Ausdruckes und Anschaulichkeit des Bildes betrifft, so gebührt den Kapiteln 2 und 4 der Vorrang. Der Verfasser muß ein Augenzeuge der furchtbaren Ereignisse in Jerusalem gewesen sein; nur ein Mensch, der selbst alles gesehen und gehört hat, kann ln so erschütternden Worten und realistischen Szenen die Vergangenheit rekonstruieren! Hier fühlen wir einen dichterischen Schwung; dasselbe gilt einigermaßen von Kapitel 4. In eine etwas spätere Zeit führt uns das erste Lied. Die Bilder erreichen nicht mehr die Stärke der Anschauung, die uns die Kapitel 2 und 4 vermittelt haben. «Lahmer in den Rhythmen, breiter in der Sprache, erreicht das Stück nicht die Kraft jener beiden Kapitel» (Budde). Aus dem Liede spricht ein Mann, der schon in der Verbannung lebt und nicht alles so kraß miterlebt hat. Noch einen Schritt weiter führt uns Kapitel 3. Wir haben es hier mit «Epigonenarbeit» zu tun, «arm an Einfällen für den Inhalt wie iitf die Gewinnung der akrostichischen Buchstaben windet sich der Verfasser mühsam bis zum Ende durch». Das Lied ist in eine sehr späte Zeit festzusetzen. Ein einzelner Mann klagt hier sein Unglück und schließt sich gelegentlich mit seinen Leidensgenosaen zusammen. Budde vermutet, «daß hier die Quelle für die Zuweisung des Buches an Jeremia zu suchen ist. Er war der eine Dulder für alle.» Bs ist nun klar, warum die Forscher zu der Ueberzeugung kommen mußten, daß derjenige, der 2 und 4 geschrieben, nicht zugleich 1 und 3 schreiben konnte. Eben dies erklärt sich aus dem verschiedenen Charakter der einzelnen Lieder. Bei dem Vergleich der sprachlichen Ausdrücke Echa# mit denen des Buches Jeremia ergaben sich manche AehnUchkeiten, aber man wurde auch gewahr, daß die Klagelieder Wendungen aufwiesen, die bei Jeremia überhaupt nicht Vorkommen. Dies sprach natürlich Uten jeremia ifta Verfasser, Mao hat somit ein pro und. Contra vor sieh, die sehr genau abgewogen werden müßten, um zu einem Resultate zu gelangen. Aber — um ein Wort von ReuB tu gebrauchen — dem Seher von Anathot bleibt sein Kranz reich genug, auch wenn dieses Lorbeerblatt darin fehlt, Das fünfte Lied steht für sich allein da. Nicht so sehr eine Kina wird uns hier geboten, als ein einfaches Gebet, eine Teflllah, die aus dem tiefsten Herzen kommt. Das Volk lechzt nach Freiheit, nach Befreiung vom harten Joch und das Lied klingt endlich in dem innigsten Wunsche des Volkes aus: «Führ’ uns zurück, Herr, 2u dir uftd wir wollen zuriiekkehren; verjünge unsere Tage wie vormals». Dieser Vers ist gleichsam die ewige Parole des Judentums geworden, das unaufhörliche Streben nach Selbständigkeit, Freiheit und Renaissance. „Manchester Guardian" Ober den neuen Oberkommissflr «Manchester Guardian» gibt in einem längeren Leitartikel einen Ueberblick Uber die Ergebnisse des XVII. Zionistenkongresses und nimmt im Zusammenhang damit .auch zur Ernennung General Arthur Grenfeit Wauchopes 2um High Commissloner für Palästina Stellung. Das Blatt erblickt darin, daß General Wouchope an die Stelle Sir John Chancellors treten soll und C. H. Luke nach Malta transferiert wurde, einen «fast vollständigen Wechsel im höheren Personal der Palästina-Verwaltung». Welche Ergebnisse dieser Wechsel zeitigen werde, bleibe noch abzuwarten, # doch sei zu boffen, daß General Wauchope der Palästina-Verwaltung ihre Pflichten gegenüber dem Aufbau des jüdischen Nationalheims klar machen und damit der gegenwärtigen Tendenz vieler Beamten der Palästina-Regierung, alles beim Alten zu lassen, ein Ende JÜDISCHE ELTERN! , Kauft Sdiulbttcher (auch antiquarische) für Eure Kinder in der jUd. BuchhandiungJH^rni^ti^ Wien, II., Gr» Sladtgulglfl&n? borstraße 52) LlIHBIBUOTHBKi Alle Neuerscheinungen erhältlich. 10 Groschen täglich, keine weiteren Gebühren! Für Anträgen Telephon R-41-4-20 bereiten werde. Diese Beamten, schreibt das Blatt, zeigen wenig Interesse für das einzigartige zionistische Experiment und sind der Ansicht, daß der allgemeine Zug der britischen Politik dahin gehe, den Gedanken des Jüdischen Nationalhelms allmählich fallen zu lassen. «Manchester Guardian» weist daraufhin, daß das Wesen der. Errichtung des Jüdischen Nationalheims in einer Verstärkung der jüdischen Einwanderung besteht, und stellt dieser Tatsache die Tendenz der Palästina-Verwaltung gegenüber, jeden neuen jüdischen Einwanderer als neue Komplikation eines ohnehin schon schwierigen Problems zu betrachten. Das Anwachsen der Opposition Innerhalb des Zionismus sollte für die britische Regierung eine heilsame Warnung sein. Das Blatt kommt zu dem Schlüsse, daß es besser wäre, die Durchführung des Experimentes in Palästina dem Außenamt anzuvertrauen, da die Lage höchst kompliziert und mit keiner Sache zu vergleichen sei, in der das Koiopialamt oder seine Beamten, die das Rückgrat der Palästina-Verwaltung bilden, I irgendwelche Erfahrung haben. jüdische Arbeiterschaft hat ein Interesse an der Hebung des Lebensniveaus der arabischen Arbeiterschaft, schon aus dem Grunde, well sie sich die Schmntsskonkurrena ,def Lohndrückerei vom Halse schaffen will.. Wir müßsen aber einer Hypothese, die durchaus ln der Linie der praktischen Sntwickluhssmögilchkelt liefet, Raum geben und wollen sie im folgenden kurz skizzieren: \-r Die arabische Landwirtschaft wird über kur* oder., lang Ihren alten Trott ln der Bearbeitung des Bodens äufgebeö und sur modernen Arbeitsweise übergehen müssen. Nehmen wir sogar an, daß dies schon morgen geschähe. Auch ln diesem Falle Wäre aber nicht tnlt einem sofortigen höheren Lebensbedürfnis der arabischen Massen zu rechnen, Vielmehr werden sie Ihre, durch dlo Anwendung def intensiven Arbeitsmethoden gewonnenen Ueberschüsse auf dett Markt werfen. Und da die jüdischen Bauern schöß jetzt einen höheren Lebensstandard aufweisen, so Wäre ei nur gerecht, wenn eie eine relativ größere Bodenfläche erhielten, uni Ihre Fämliio und Ihre Wirtschaft erhalten zu könnch. Nominell glelcho Dunamanzahl selbst bei gleifcü großen Familien ist keineswegs ln Ihren Resultaten gleich« wenn Zwei solch ungleiche Größen ln Ihren Lebensbedürfnissen wie Juden und Araber ln Betracht kommen. Was dem einen genügt, um nicht nur seihen Lebensbedarf ZU decken, sondern auch Ueberschüsse zu erzielen, so genügen diese Bodenanteile dem anderen nicht einmal« um die nackten Bedürfnisse zu deekon. Dies ln. Betracht zu ziehen, Wäre wohl gerecht Mit der Schaffung Von besonderen' I Typen „großbäuerliche!* Betriebe" hat dies natürlich nicht ' das geringste zu tun. Samu H&lpern. : Ein bedeutender christlicher Oelehrtcir Über das jüdische Land Alphonse Pvrame Can dolle (1806—1893) ent* stammte einer bekannten Gelehrtenfamilie. Er selbst war. ein. bedeutender Botaniker, dessen Pflanzensystematik noch: heute Gültigkeit besitzt. Nach Professor Wilhelm Ostwald ist1 Candolle der Begründer der «Geniologie». Candoile, ein origineller und umfassender Geist, machte sich seine eigenen Gedanken Über verschiedene Erscheinungen seiner Zeit. Seih,. philosophisch geschulter Geist befaßte sich ailch mit der judenfrage. In seinem Werke «Zur Geschichte der Wissenschaften und der Gelehrten seit zwei Jahrhunderten», das zum ersten Male in französischer Sprache im Jahre 1873 erschienen ist und das Geheimrat Ostwald im Jahre 1911 in deutscher Sprache herausgab, finden Wir eine das Judentum besonders interessierende Stelle. Candolle entwickelt hier Betrachtungen über die Kultur eines jüdischen Staates, Diese Stelle zitieren wir hier mit unbedeutenden Auslaslungen wörtlich: «Wäre Europa allein von Juden bewohnt, so würde es ein seltsames Bild zeigen. Es gäbe keine Kriege, folglich, würde das moralische Gefühl weniger oft verletzt werden. Tausende von Menschen würden nicht yon Kulturarbeiten aller Art abgehalten werden, die Steuern und nationalen' Schulden würden sich vermindern. Gemäß den bekannten* Tendenzen der Juden würde die Pflege der Wissenschaften, der Literatur, der Kunst, insbesondere der Musik, sehr weit entwickelt sein. Industrie und Handel würden blühen. Es würden, wenig Angriffe körperlicher Art Vorkommen, und-<di$.- auf das .Eigentum würden selten unter Anwendung von Gewalt erfolgen. Der Reichtum würde enorm zuriehmen. infolge' einer regelmäßigen und stetigen Arbeit, Verbunden mit-Spät-3 samkeit. Die Geistlichkeit hätte keine Konflikte mehr mit1'dem*' Staate oder höchstens über sekundeäre Angelegenheiten. Die, Heiraten wären zahlreich und sehr früh und würden im allgemeinen respektiert werden, demgemäß Wären die Nachteile selten, die von Unordnung der Sitten herrühren. Es wäre ungefähr der Zustand von China, mit mehr Moral,' Intelligenz und Geschmack, ohne die Revolten und SchlSclt-; tereien, welche dieses wenigst himmlische aller Reiche entehren.» So urteilte im Jahre 1873 Alphonse Candolle, ein bedeü-’ tender Gelehrter seiner Zeit, der auch heute noch zu den hervorragenden Geistern zählt, über ein von Juden ausschließlich bewohntes und regiertes Land! An uns ist es, durch den Ankauf von Boden in Palästina,, durch den Keren Kajemeth, die uns aus dem Herzen gesprochenen Worte eines christlichen Gelehrten zu verwirklichen. Dr. Tulo N u ss en b 1 att. Lebensstandard und Bodenanteil oder Wie lieat man eine Rezension? Man kOnn BÜöherrozensionen auf zweierlei Art vornehmen: entweder schreibt man eine ausführliche Inhaltsangabe in Form eines Artikels oder man zitiert zuvor die Grundgedanken des Buches, um sich mit dem Verfasser auseinanderzusetzen. loh wählte bei meiner Rezension des Buches von Dr. Granowsky über die Bodenfrage die erstere Form, da es mir nicht darum ging, mich mit Granowsky auseinanderzusetzen, sondern darum, die zionistische Oeffentllchkeit mit den im Buche aufgeworfenen neuen Problemen bekanntzumachen und die Schwindeleien eines Simpson aufzuzeigen. Eine Kritik des Buches lag mir fern, um so eher, als die zur Kritik Handhabe bietenden ' Ansichten Granöwskys sich im zweiten Telle befinden und agrartechnischer Natur sind. Gerade aus der Anlage des Artikels ist zu ersehen, daß er referierender Natur ist. Möglichkeiten zum Mißverstehen sind nicht gegeben. Und doch passiert es Horm Dr. M. P. — Nieht loh, Herr Dr. M. F, warf Simpson vor, daß er den höheren Lebensstandard der Juden bei der Bodenverteilung nicht berUoksiohtigt; nicht ich meine, daß in Palästina eine Agrarverfassung zu begründen ist, deren Struktur national bestimmt sei, schon gar nioht, daß die jüdische Wirtschaft duroh großbäuerliche und die arabische Wirtschaft durch kleinbäuerliche Betriebe gekennzeichnet sein soll. Dies meint nicht einmal Granowsky, geschweige denn loh. Infolgedessen sind auch Ihre Schlußfolgerungen, Herr Dr. M. F., daß meine Ausführungen weder ökonomisch noch politisch haltbar sind« unbegründet. Herr Dr. M. P,, der doch auf Seite 89 des Buches den Unterschied der Bodenerträgnisse Jüdischer und arabischer Arbeit gelesen hat, scheint aber Belte 88 übersehen zu haben, und gerade hier Ist es schwarz auf weiß zu lesen: „In einer seiner Konklusionen sagt zwar Simpson, daß, obwohl dor Lebensstandard der Jüdischen Siedler von dem der Fellachen wesentlich verschieden Ist, kein Unterschied in bezug auf die Fläche gemaoht werden kann. Der Verfasser des Berichtes stellt dies als ein Axiom auf, das anscheinend keiner Begründung bedarf. Immerhin muß die Frage aufgeworfen werden, ob nioht die Größe der Fläche nach den Bedürfnissen der Bauemfomllle bestimmt werden sollte.“ Und mit Recht! Wieviele Poalezionlsten sind gewiß Über den Verd&oht erhaben, den Arabern gegenüber eine intolerante Haltung, sei es ln ökonomischer, sei es IA nationaler tflntfohfr •Uuuaebraea. Und gerade die Bundestag des Kontinentalbundes ziot nistischer Mädchenvereinigungen Die diesjährige Tagung des Kontinentalhundes, fand, hv Strbske Pleso, dem wunderbaren Kurort in der Tatra statt.' Die Versammlung junger Menschen bietet ein buntes Bild. Gruppen aus der Tschechoslowakei, auS Ungarn, Polen* Oesterreich sind vertreten und es herrscht ein fröhlich,e$. Sprachengewirr. , Sonntag Nachmittag wurde die Bundestagung eröffnet.1 Frau Marie P q 11 a k begrüßte die aus verschiedenen Ländern so zahlreich erschienenen Delegierten und Gäste,. gedachte in ihrer Eröffnungsrede Theodor Herzls, dessen .ldeqii. den Zionismus geschaffen haben und erwähnte mit ehrendeti Worten den Freiheitskämpfer und Freund der riohistischBti Bewegung, den Präsidenten der tschechoslowakischen Repu? blik, Thomas Massaryk. ’ Nach dieser Einleitung hielt Herr; Oskar Neu ni a n n. Delegierter des K. K. L.-Hauptbureaus, einen Interes'santdW und aufschlußreichen Vortrag , über seine Reise - durch> stina. Die begeisterte Schilderung des Landes unserer Zukunft zu Beginn der Tagung gibt allen Teilnehmern frischen1 Mut; sie läßt die Tagung in einem guten Zejchen beginnen. Es folgen am nächsten Tage , die Berichte defeinzfeitien Gruppen und Länder. Man erhält ein anschauliches Bild von der Arbeit und von dem Gemeinschaftsleben dieses Mikro- Dle Prager Herbstmesse, die vohi 6. bis 13. September d, J. stattfindet, wird wieder die gesamte tschechoslowakische Industrie in einer überaus imposanten Schau aller Errungen-i schäften der letzten Zeit vereinen. Außer der Allgemeinen Messe, in deren Rahmen alle wichtigen Branchen ausstellen, werden nachfolgende Spezialmessen veranstaltet werden: «Die Mode und das .Schneidergewerbe», «Sparsame Wirtschaftsführung int Haushalte», «Der neuzeitliche Straßenbau», die «Jubiläumsausstellung ttfer Buchbinder und anverwandten Gewerbe». ‘ ‘v Auf der Herbstmesse wird erstmalig Lettland und Litauen mit eigenen Ausstellungen vertreten sein,, die alles.e tlißiltcüä. werden, was diese beiden Länder an Natur- und Industrie:«; Produkten erzeugen. Auch Jugoslawien lind Aegypten werden sich mit großzügigen Expositionen an der Fragir Herbstmesse beteiligen. < Die verfügbare Ausstellyngsfläche ist zum großem Toft bereits belegt, über die wenigen noch vorhandenen Räume erteilt der ehrenamtliche Vertreter der Präge Messe; Dfre» tionsrat Ing. Carl Rauch, Wien; IL, Untere AugartefistfaiBd ML“ Telephon A 49-2-13, bereitwilligst Auskunft,