Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 185 (23.7.1931)
- Date
- 1931-07-23
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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- Riga 2× ep/1000826
- Salman Schocken 2× ep/1025578
- Alfred Neumeyer 1× ep/1038445
- Berthold Feiwel 1× ep/1020654
- Budapest 1× ep/1002374
- Casablanca 1× ep/1044330
- Haim Arlosoroff 1× ep/1009342
- Harry Sacher 1× ep/1016901
- Jacob de Haas 1× ep/1034219
- Kaunas 1× ep/1000678
- Kurt Blumenfeld 1× ep/1009257
- Leo Motzkin 1× ep/1036851
- Ozjasz Thon 1× ep/1000008
- Robert Stricker 1× ep/1006793
- Sholem Asch 1× ep/1000021
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- Wolf Gold 1× ep/1007457
- Zagreb 1× ep/1046069
- Ze'ev Jabotinsky 1× ep/1009267
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Seite 8 DIE STIMME Nf. 185 — 23. Joll 1931 Wiener Wocfienscftatt Die Affäre Halsmann scheint in ein neues Stadium getreten zu sein. Bekanntlich haben sich viele rechtschaffene Menschen in unserer Republik nicht mit der Begnadigung des Rigaer Studenten begnügt. Sie haben es als ihre Pflicht erachtet, diese traurige Angelegenheit nicht einschlafen zu lassen und mit allen gesetzlichen Mitteln die Rehabilitierung Halsmanns durchzuführen. Sensationell wirkte vor einigen Tagen die Nachricht, daß der Wiener Rechtsanwalt Dr. Ernst Ruziska und der Innsbrucker Verteidiger Halsmanns Dr. Pessler beim Straflandesgericht Innsbruck eine Anzeige gegen Johann Schneider eingebracht haben, in der Schneider des Mordes an Max Halsmann beschuldigt wird und die eine Kette von Indizien gegen Schneider beinhaltet. Wie erinnerlich, hat Schneider zur Zeit des Halsmann-Prozesses aus freien Stücken ein Geständnis abgelegt, daß er der eigentliche Täter sei. Ein amtlich eruiertes Alibi, demzufolge Schneider sich zur Zeit der Tat im Elsaß befand, ließ sein Geständnis fallen, das er übrigens auch selbst zurückgezogen hatte. Nun führen Dr. Ruziska und Dr. Pessler den Beweis, daß dieses von amtswegen eingeho'te Alibi nicht richtig ist, und daß Schneider sich in der fraglichen Zeit nicht mehr im Elsaß aufgehalten hat. Erwähnenswert ist die Tatsache, daß Graf Coudenhove-Calergi und der berühmte Pariser Anwalt Torres, der seinerzeitige Verteidiger Schwarzbarts, den beiden Anwälten behilflich waren. — Die Angelegenheit wird dadurch kompliziert, daß*Johann Schneider, der nach Zurückziehung seines Geständnisses wegen Vorschubleistung für Halsmann und wegen Irreführung der Behörden zu vier Monaten Kerker verurteilt wurde und nach deren Ablauf in einem Obdachlosenheim wohnte, seit längerer Zeit verschwunden und nun unauffindbar ist. — Philipp Halsmann weilt augenblicklich in Nizza, wo er Genesung von seiner schweren Krankheit, die er sich im Gefängnis zugezogen hat, sucht. Die Mittel für diese Kur wurden dem Rigaer Studenten von seinen Freunden zur Verfügung gestellt. Es ist nun abzuwarten, ob die Staatsanwaltschaft auf Grund der Anzeige eine Anklage gegen Johann Schneider erlassen wird. Dies wäre zweifellos der erste Schritt zu Halsmanns vollständiger Rehabilitierung. Zur Arbeiterolympiade sind u. a. auch zirka 150 Arbeitersportler aus Palästina gekommen. Sonntag, den 19. Juli wurden sie vom Nationalrat Dr. Deutsch und einer vieltausendköpfigen Menge auf dem Wiener Westbahnhof mit großer Begeisterung empfangen. Als die großen Ueberlandautos mit den Palästinensern — eine blau-weiße Fahne in der Mitte — durch die Straßen Wiens fuhren, wurden sie vom Publikum überall herzlichst begrüßt. Bei der Eröffnungsfeierlichkeit der Olympiade, die Sonntag, den 19. Juli im Apollo-Theater stattfand, wurde nach den Ansprachen ein Bild aufgeführt, in dem die österreichische Fahne in der Hand eines österreichischen Sportlers sich nacheinander vor den Fahnen der einzelnen Nationen zur Begrüßung senkte. Dem Erscheinen des Vertreters jeder Nation folgte eine kurze dichterisch gehaltene Erklärung des betreffenden Landes. Zugleich untermalte die Orgel leise diese Ansprachen mit nationalen Liedern. Zum Schlüsse dieser Apotheose der 22 an der Olympiade teilnehmenden Nationen erschienen, stürmisch vom Publikum begrüßt, als einzige Vertreter der überseeischen Länder, der Träger der — in die rote eingenähten — blau-weißen Fahne und der Vertreter Amerikas. Hinter dem Vorhänge erschallten Worte: Wir grüßen Euch, jüdische Arbeiter aus Tel Aviv, aus Haifa, aus den Kolonien, wir grüßen Euch, die Ihr eine neue Heimstätte für Euer Volk baut. Auch bei dem Festspiel der Viertausend, dessen Uraufführung Samstag, den 18. Juli im neuerbauten Wiener Stadion stattfand, war bei dem Schlußbild, dem Aufmärsche der Fahnenträger, die blau-weiße Fahne vertreten. Wie wir erfahren, wird in den nächsten Tagen Dr. Chaim Arlosoroff, der Führer der palästinensischen Arbeiterschaft, nach Wien zur Olympiade kommen. Das neue A. C. und die zionistische Hälfte des Councils Dem neugewählten Aktionskomitee der Zionistischen Organisation gehören folgende Mitglieder an: Viriiisten: Dr. Chaim W e i z m a n n, Leo M o t z k i n, Menachem U s s i s c h k i n, Dr. Arthur R u p p i n, Doktor Schmarjahu L e v i n, J. N a i d i t s c h, Dr. Victor Jacobson. Allgemeine Zionisten: Adolf Bernhard (Bukarest), Kurt Blumenfeld (Berlin), Prof. S. Brodetsky (Leeds), A. J. Frei man (Ottawa), Ab. Goldberg (New York), Dr. Alexander Goldstein (London), Jacob de Haas (New York), Dr. Georg Halpern (Berlin), Mrs. Edward Jacobs (New York), Dr. Alexander Licht (Zagreb), Louis Lipsky (New York), Dr. Benzion Mossinsohn (Tel-Aviv), Isaac Ochberg (Capetown), Dr. Josef R u f e i s en (Mährisch-Ostrau), Dr. Emil Schmorak (Lemberg), Dr. J. Schw.arzbart (Kra- Mu), Dr. Osias Thon (Krakau). Poale Zion (vereinigt mit den Zionisten-Sozialisten): M. Jarblum (Paris), Berl Locker (New York), Ing. S. Kaplansky (London), Anselm Reiß (Warschau). Ferner 11 Vertreter der Linken, deren Namen zur Zeit der Veröffentlichung der Liste von den betreffenden Gruppen noch nicht bekanntgegeben worden waren. Revisionisten: Meer Gross man (London), Jacob Hoff mann (Riga). Jacob Kahan (Warschau), Jona M achower (London), Israel R o s o f f (Tel-Aviv), Josef Sch echt man n (Paris). Selig Soskin (Genf), Robert Stricker (Wien), B. Weinstein (Tel-Aviv). Misrachi: Rabbi Meir Berlin (Jerusalem), Heschel 1 a r b s t e i n (W arschau), Dr. Simon Federbusch (Lemberg), Rabbi Wolf Gold (New York), Elimelech N e j f e 1 d (Warschau), Dr. Markus N u r o k (Riga), Moses S c h a p i r a (Jerusalem). Radikale Zionisten: Jizchak Grün bäum (Warschau), Dr. Nahum Gold mann (Berlin). Vertreter des Waad Leumi: Mitglieder: Elijahu Berligne, D. Ben (i ti r ion; Stellvertreter: Josef B a r a t z, Raw 0 s t r o w s k y. Vertreter des Jewish Colonial Trust: Dr. Berthold F eiw e 1 (London). Vertreter des Keren Kajemeth Lejisraei: Salman Schocken (Berlin). Vertreter des Keren Hajessod: Dr. Arthur H a n t k e. Die Mitglieder des Aktionskomitees mit Ausnahme der revisionistischen Vertreter bilden gemeinsam mit folgenden Delegierten die zionistische Hälfte des Councils der Jewish Agency: Allgemeine Zionisten: Isaac Allen (New York), Izchak Berger (Chisinau), Sam Cohen (Luxemburg), Haim Farchy (Sofia), Dr. Berthold Feiwel (London), D. Florentin (Saloniki), Nathan Gesang (Buenos Scfotcin’s pantilien>pension Mammon, Katicctns täglich 5-Uhr-Tee SEMMERING TELEPHON 11 Hochstraße 43 neben Hotel Panhans. Mäßige Preise, vorzügliche Küche, Zimmer m. Pension S 12.— aufwärts. Zentralheizung, fließendes Warm- und Kaltwasser in jedem Zimmer. Auskunft unter Telephon U-27-6-24 Aires), Rev. J. K. Goldbloom (London), Dr. Oskar Grünbaum (Wien), Dr. Anselm Halpern (Stanislau), M. H i n d e s (Warschau), Dr. Ede I s z a k (Budapest), Ing. Naftali Landau (Lemberg),' Leon L e v i t e (Warschau), Richter Julian W. Mack (New York), Lazar Margulies (Budapest), Simon Marks (London), Jochim Neiger (Tarnow), B. Nemeschansky (Helsingfors), Emanuel N e u m a n (New York), Alfons Pacafici (Florenz), P. Policansky (Capetown), Mrs. Sol. Rosenbloom (New York), Felix Rosenb I ü t h (London), Dr. Martin Rosenblüth (Berlin), Morris Rothenberg (New York), Harry Sacher (London), Jean Schramek (Straßburg), Rabbi Hillel Silver (Cleveland, Ohio), Robert Szold (New York), Mrs. Robert Szold (New York), J. T h u r s z (Casablanca), Josef Weiß (New York), Rabbi*Stephan S. Wise (New York). Poale Zion (vereinigt mit den Zionisten-Sozialisten): Meir Braun (New York), Melech Neustadt (Tel-Aviv), Nathan Grünblatt (Kowno) sowie 13 noch zu nominierende Vertreter der Arbeiterpartei. Misrachi: Lazarus Barth (Berlin), Aron Blum (Warschau), Rabbi Samuel B r o d t (Tomaschow, Maz.), Rabbi Leib Fish man (Jerusalem), Erich Michaelis (Hamburg), Rabbiner Isaac Rubinstein (Wilna), Dr. Oskar Wolfsberg (Berlin). Radikale Zionisten: Dr. Max Solow. eitschik (Berlin), Dr. Emil Margulies (Leitmeritz). Für das Direktorium des Keren Kajemeth Lejisraei: Salman Schocken (Berlin). Formulierung der Resolution über den MacDonald-Brief erhoben und gewünscht, daß der Brief nicht bloß als «Basis für weitere Verhandlungen», sondern als «Basis für weitere Verhandlungen und eine Kooperation im Geiste des Mandats» bezeichnet werde. Es wurde beschlossen, der Forderung der Nichtzionisten, eine Abänderung der Resolution über den MacDonald-Brief vorzunehmen, nicht zu entsprechen. Jabotinsky bis zur revisionistischen Weltkonferenz beurlaubt Basel, 17. Juli. (J. T. A.) Der Präsident der Weitunion der Zionisten-Revisionisten Wladimir Jabotinsky wurde bis zu der im Dezember 1931 stattfindenden ordentlichen Weltkonferenz der revisionistischen Union beurlaubt. Es verlautet, daß der Urlaub Jabotinskys im Zusammenhang mit der von den revisionistischen Vertretern im Aktionskomitee abgegebenen Erklärung über die Beziehungen der revisionistischen Gesamtorganisation steht. Die bei den Revisionisten über diese Frage bestehenden Meinungsverschie« denheiten sollen auf der im Dezember dieses Jahres zusammentretenden revisionistischen Weltkonferenz endgültig geklärt werden. Die Zusammensetzung des neuen Council Zu Mitgliedern der nichtzionistischen Hälfte des neuen Council der Jewish Agency wurden gewählt: Nord-Amerika: Dr. C y r u s Adler, Max Adler, J. H. Becker, Dr. J. Billikopf, L. J. Bornstein, David M. Bressler, David A. Braun, E. M. Chase, Dr. Solomon S olis Cohen, J. Davis Meyer Elsässer, Hon. Eli Frank, Dr. Lee K. Frankel, Sidney Hillmann, Harold Hirsch, Hon. Samuel H. Hofstaedter, J. C. Hyman, Dr. Leo Jung, Alexander Kahn, Hon. Edward Lazansky, Rabbi David Lefkowltz, Hon. Irvirig Lehman, Dr. Emanuel Libman, A. H. L i e b e r m a n, Dr. J. G. L i p m a n, Dr. S, Low enstein, S. Lyon, James Mars hall, E. B, Meissner, Dr. J. Morgenstern, Henry Morgenthau, A. L. SaIzstein, Rabbi Samuel Schulman, A. Shemanski, A. I. Ship 1 acoff, Rabbi Abram Simon, Hon. M. C. S1 oss, Hon. Ho rac e Stern, Israel Unterberg, Felix M. Warburg, H. Wineman. Australien: A. Blashki. Belgien: Prof. H. Speyer. Bulgarien: Eli Sidi. Bukowina: Max Ritter von Anhauch. Deutschland: Delegierte: Bruno Asch, Rabb. Dr. Leo Baeck, Justizr. Hermann Blau, Dr. Friedrich Brodnitz, Dr. Bernhard Kahn, Rabb. Dr. 1 sak Unna, Direktor Oscar Wassermann; Ersatzdelegierte: Prof. Georg Bernhard, Willy Dreyfus, R.-A. Herbert Felsenthal, Rabb. Dr. Hugo Hahn, Jakob Heckscher, Ministerialrat Dr. Otto Hirsch, Rabb. Dr. J. Horovitz, Berthold Israel, Oberstlandesger.-Rat Dr. Alfred Neumeyer, Leo Simon, Legationsr. Prof. Dr. M. Sobernheim, Dr. Alb. Sondheimer, Dr. Ludwig Tietz, Margarete Tietz. Ost-Galizien: Dr. Schleicher, Dr. J. Parnas, Dr. K. Halpern. Griechenland: L. Recanatl. Großbritannien: Nettie Adler, 0. E. d’Avigdor Goldsmid, Nathan Laski, Major H, L. Nathan, Lord Rothschild, Sir Meyer Spielman, Walter S. Cohen. Holland: S. van den Bergh. Italien: Commandante Frederico Jarach. Litauen: Dr. Grigori Wolff. Oesterreich: Dr. M. Schnabl. Palästina: C h. N. B i a I i k, Rabb. U s i e I, J. Ben-Zwi, Sch. Juchowitzky, J. Ahronowitz, J. Mejuchas. Polen: Schalom Asch, Boris Eitingon, A. Einhorn, Dr. Goldflam, Rabb. Sz, D. K a h a n e, M. M a y z e 1, O. K o h n. Rumänien: J. Cornea, Dr. N. Arie, Dr. W. F i 1 d e r m a n, E. B e rkowitz. Südafrika: S. Raphael y. Schweiz: Jules Dreyfus-Brodsky. Tschechoslowakei: Dr. J. Popper, Dr. V. Stein, Dr. A. Weiner. Transsylvanien: R. Totisz. Ungarn: Oberrabb. Dr. I. Löw, Hofr. Franz Szekely. Jugoslawien: A. Sohr. Estland und Finnland: G. Aisenstadt. West-Galizien: Dr. L. Ader, M. Keins, Dr. Raph. Landau sowie einige Vertreter kleinerer Länder, Die erste Sitzung des neuen A. C. Basel, 17. Juli. (J. T. A.) Am Donnerstag, den 16. Juli, trat das neue Aktionskomitee der Zionistischen Organisation zu seiner ersten Sitzung zusammen. Zum Präsidenten wurde Leo Motzkin gewählt. Es wurde beschlossen, das Präsidium des Aktionskomitees mindestens viermal jährlich zu einer Sitzung einzuberufen, um die Tätigkeit der Zionistischen Exekutive zu kontrollieren. Die Revisionisten gaben folgende Erklärung ab: Durch die Beschlüsse des Kongresses in Fragen des Endzieles, der Jewish Agency, der Haltung zur Politik der Mandatarmacht und durch die Art der Leitungsbildung Ist der Zustand in der Organisation unleidlich geworden. Die Union der Zlonlsten-Revisionlsten hat daher beschlossen, die Frage ihres Verhältnisses zur Zionistischen Organisation auf einer speziellen Konferenz zu prüfen. Mit diesem Vorbehalt beteiligen sich die Vertreter an den Arbeiten des A. C., ohne hiedurch ein Präjudiz zu schaffen. Das Aktionskomitee befaßte sich sodann mit den innerhalb des Councils der Jewish Agency aufgetauchten politischen Schwierigkeiten, die darauf zurückzuführen sind, daß die Nichtzionisten eine Abänderung mehrerer wichtiger Resolutionen, die der Zionistenkongreß zu politischen und organisatorischen Fragen gefaßt hat, beantragt haben. Insbesondere haben die Nichtzipnisten Einwände gegen die Aus Jugoslavien Kultusgemeindewahl In Subotica Am 7. Juni fanden die Wahlen in der Suboticaer jüdischen Kultusgemeinde statt, bei denen alle oppositionellen Gruppen, als eine Partei koaliert, einen vollen Erfolg errangen. Der Kampf wurde hauptsächlich gegen den bisherigen Präsidenten, Dr. Adolf Klein, geführt, der in der letzten Zelt ln ,9.emein^e 8tets größere Unzufriedenheit hervorrief. Im Wahlkampfe wurde nervorgehoben, daß die Gemeinde m;t Schulden stark überlastet ist, trotzdem die Gemeindemitg jeder sehr hohe Steuern zahlen. Für soziale und kulturelle Bedürfnisse unserer Gemeinschaft hatte Dr. Klein wenig Verständnis. In nationaler Hinsicht verhielt er sich gänzlich passiv der zionistischen und allgemein jüdischen Bewegung gegenüber. I * Die neue Gemeindeverwaltung hat volles Verständnis für die Aufgaben einer jüdischen Gemeinschaft auf allen Gebieten. Zum Gemeindepräsidenten wurde der Führer der Opposition, Herr Dr. EHmir Kalmar gewählt, einer der angesehensten Suboticaer Advokaten. Zu Vizepräsidenten wurden die Herren Henrik Leventa, Großkaufmann, und Dr. Barta, Arzt, gewählt. Es ist bezeichnend und zeugt von dem neuen Geist der in die Gemeinde in Subotica eingezogen ist, daß der Zionistenverband Jugoslawiens von der neuen Repräsentation der Suboticaer Gemeinde ein begeistertes Begrüßungstelegramm erhielt, wobei betont wurde, die neue Repräsentanz betrachte es vor allem als ihre Pflicht, die zionistische Arbeit zu unterstützen.