Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 182 (3.7.1931)
- Date
- 1931-07-03
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 11 - Nf^l82 3, Juli 1931. ------- DIE-STIMME Zionistisch« leben hi Wien Die Arbeit des Keren Kajemeth Versicherung zugunsten des Keren Kajemeth. DierVersicherungsabteilung des-Keren'Kajemeth hat eine Aktion eingeleitet, die bezweckt, Versicherungen zugunsten des Keren Kajemeth durchzuführen, und zwar auf folgender Grundlage: im Erlebensfälle fallt die versicherte Summe ganz dem Keren Kajemeth zu, im Abjebensfalle die eine Hälfte den Erben des Versicherten, die andere Hälfte dem Keren Kajemeth. Durch, die Aktion sollen dem Keren Kajemeth neben den Spenden neue Mittel zum Zwecke der Ausdehnung des jüdischen Bodenbesitzes für die jüdische KolonfSatiö it. zu f I i c ß en. Schon nach drei Jahren erhält der Keren Kajemeth gegen minimale Zinsen 65 Prozent der eingezahlten Prämien zu seiner freien Verfügung; Bisher haben 50 Personen Versicherungen atif insgesamt 60.000 Schilling abgeschlossen. ‘ Silbernes Buch des Keren Kajemeth. Nr. 22: Dr. Chaim Koffler durch Frau Blanka Löw. Nr. 23: Frau -Rebekka Weiner durch Sektion VIII/IX. Nr. 24: Dr. Alfred Grosner durch Sektion V11II/IX. Nr. 25: Gfete Beres — Hermann Kanner durch Hochzeitsgäste1.?Nr; 26: Walter Josef Politzer — Martha Rothol t durch Hochzeitsgäste. Nr. 27: Lilli Albers — Kurt Schönfeld durch Hochzeitsgäste. Nr. 28: Konsul B.. R, . Goldbuch-Eintragung Oberkantor Gerson Margolies.' In der letzten Zeit ist auf diese Eintragung ein weiterer Betrag von 53 Schilling eingegangen; bisher sind auf diese Eintragung 168.20' Schilling eingegangen. r; Abrechnung der Büchsenleerung. Die neue Leerung hgt endgültig verrechnet Z. M. V. Balfoura. Durcharbeit irrt Keren kajemeth. Ab 1. Juli 1931 sind die rAmtsstunden des Keren Kajemeth täglich!i>lutvvUumlgeii, lierzoe.weiJihiung, Atemnot, Angstgefühl, Nervenreizbarkelt, Migräne, Schwermut, Schlaflosigkeit können durch den Gebrauch des natürlichen «Franz- Josef» - Bitterwassers oft beseitigt werden. von 9-bis 4 Uhr nachmittags. Journaldienst entfällt mit Rücksicht auf die Urlaubszeit. > «Lanoar». Von ,, der einzigartigen Bibliothek «Lanoar», welche vom.' Hauptbureau des Keren Kajei^th1*VereTä'- m dlscHAerausgegeben -wird, sind bisher 30 Hefte erschienen: DiV Einzelhefte (die überwiegende Mehrh^©,kpited 1.50 Schilling, Doppelhefte 3 Schilling. Zli^etzt erschien «Haschomer», die Geschichte der berühmten Wächterorganisation aus der Feder des rasch bekannt gewordenen Ewer Hadani. ' Keren - Kajemeth - Sammlungen bei FamiHenfeierlichkeiten (Hochzeiten, Brith Miloth, Bar Mizwoth u. dgl.). Diese Familienfeierlichkeiten bieten günstjge Gelegenheit, Sammlungen für den Keren Kajemeth zu veranstalten. Es gibt eine Reihe von Gersfftnüngsgetiolssen, die sich freiwillig in den Dienst dres.er..Tätigkeitstellen. Damit derlei Gelegenheiten genügend; ausgenützt werden können, muß der Keren Kajemeth von allen solchen Feierlichkeiten Kenntnis efhältjeii! Ällfe Gesinnungsgenos^Jn und Freunde des Keren kajemeth werden hierntfP höftichst ersucht, dem Keren-Kajemeth-Bureau dergleichen Feierlichkeiten mit’ genauer Angabe der Adresse der Veranstalter .bekanntzugeben. .. i! HerzI-BÜctef, Die Nachfrage nach Herzl-Bildern konnte* bislang nicht befriedigt werden. Gegenwärtig ist der Keren Kajemeth in der Lage, Interessenten Heliogravüren zui Verfügung zu stellen, welche nach einem Modell des bekannten Bczalel-Künstlers Samuel Kretschmer hergestellt sind. Preis S 3.—. Zionistische (ugendsremeinschaft „Brith Herzl“ ■ Infolge tiefgehender, ideologischer, politischer und organisatorischer Differenzen hat eine größere Zahl vpn. Mitgliedern der «Zionistisch-demokratischen Jugend» ihren Austritt aas dieser Vereinigung vollzogen und sich unter der Bezeichnung: Zionistische Jugendgemeinschäft «Brith Herzl» zu einem vollkommen autonomen, an keine Fraktion gebundenen, zionistischen Jugendbund zusammengeschlossen. Die Konstituierung ist bereits erfolgt und es wurde elti neüngUedriger Ausschuß gewählt, ln der nächsten Zelt wird dos Arbeitsprogramm der neuen Gemeinschaft veröffentlicht werden. ‘ ' Zuschriften sind vorläufig zu richten an: Josef Metzer, Wien, II., Nestroygosse 8, telephonische Anfragen an: Nathan Tuchmann, Telephon Nr. A 47-9-65 und II 23-8-98, Für die Umwandlung der |erusatemer Universität in eine Lehrhoclischule Der revisionistlscfie Studentenklub ln Wien beginnt mit dem Sammeln von 10.000 Unterschriften jüdischer Studenten, die für die Umwandlung des Jerusalemer Forschungsinstituts in eine wirkliche Universität, in eine Lehranstalt, eöntreten. Die Bogen zur Einholung der Unterschriften sind im revisionistischen Studentenklub, Wien, II., Obere Donaustraße 101/103, zu beheben. Wir verweisen it» diesem Zusammenhänge auf die Resolution, die bei der samstägigen Protestversammlung der jüdischen Studentenschaft Wiens angenommen wurde und die wir an anderer Stelle abdrucken. Dr. Franz von We2s1 gestorben Im Alter von 74 Jahren verstarb plötzlich der bekannte österreichische Strafrechtsreformer Dr. Franz von Weis!, der Vater des Schriftstellers und Revisionistenführers Dr. Wolfgang von Weisl. Der Verstorbene, Verfasser von 31 wissenschaftlichen Arbeiten über internationales Strafrecht, war seinerzeit Präsident, später Ehrenpräsident der Internationalen Advokatenkammer und war wegen seiner Verdienste um die Wissenschaft und die Organisierung des österreichischen Auswanderungswesens in den Adelsstand erhoben worden. In der letzten Zeit war seine Gesundheit infolge der Aufregungen nach der schweren Verwundung seines Sohnes im Verlauf der Palästina-Unruhen im AugUst 1929 erschüttert. Zollgebühren in Palästina Eine wichtige Mitteilung für Palästinareisende. Die Einwatiderungsabtellung der Zionistischen Exekutive in Jerusalem macht in einem Rundschreiben an die Palästinaämter neuerdings darauf aufmerksam, daß nur Palästinaeinwanderer (un d n i ch t Touristen und Heimkehrer) von der Zollentrichtung für Gegenstände, die sie für ihren eigenen Bedarf mit sich führen, befreit sind; jedoch sind neue Sachen, die zu Geschenkzwecken für Verwandte usw. ins Land gebracht werden, nach dem Gesetz zollpflichtig. Viele Pa'ftstinafahrer unterlassen es, die für Verwandte mitgebrachten Gegenstände bei den Zollbeamten anzumelden und werden deshalb mit einer Geldstrafe belegt; außerdem werden ihnen diese Gegenstände konfisziert, i . Den Palästinareisenden, insbesondere den Heimkehrern, wird daher dringend empfohlen, nach Ihrem Eintreffen im Lande den Zollbeamten von den in ihrem Besitze befindlichen neuen Gegenständen Mitteilung zu machen, um der Strafe zu entgehen. Ankündigungen und Mitteilungen Für Fräulein Sarah Frenkel, Wien. iS Jahre alt, deren Wohnungsadresse nicht eruiert werden kann, ist eine Einreiseerlaubnis für Palästina eingelangt. Nähere Auskünfte beim Paläßtlnaamte, Wien, I., Kärntnerstraße SS (Telephon ft 27-4-861, Zioniatisohe Bezirkssektion IV./V. Mittwoch, den 10. Juni, hielt Herr Martin Miller auf Einladung der zionistischen Bezirksse&tlon IV./V. eine Vorlesung „Berühmte Judenrollen“. Herr Miller, der als Schauspieler und Regisseur am Stadttheater in Aussig a. d. Elbe wirkt, erwies sein hohes künstlerisches Können nicht nur durch die vollendete Wiedergabe berühmter Partien aus Shakespeare, Lessing, Hebbel, Beer-Hofmann und Schnitzler, sondern auch durch die originelle Programmzusammenstellung, die natürlich ganz seiner eigenen Initiative entstammt. Mit diesem wohlgelungenen Abend beschloß die Bezirkssektion Wieden-Margareten ihr Tätigkeitsjahr 1930/81. Verband zion. Mittelschüler. Der V. Z. M. veranstaltet am Samstag, den 11. Juli, eine große Schlußfeier in den Sälen des jüdischen Verbandsheimes, II., Untere Augartenstraße 38, deren Reinerträgnis dem Lagerfonds zufließt. Künstlerische Leitung Bobby Weisser, Beginn halb 8 Uhr. Programm wird noch bekanntgegeben. Histadruth Iwrith, II., Kleine Mehrengasse 3. Wegen der Sommerferien findet Samstag, den 4. Juli, Vs 9 Uhr abends, die Schlußversammlung für dieses Jahr statt. Es werden sprechen die Chawerim, Prof. Gelernter, Kamll. Nach’ der Versammlung Ausschußsitzung. Der Linzer jüdlsohe Wanderbund Blau-WeiB besitzt in nächster Nähe von Lins ein herrlich gelegenes Landheim mit großen Wlesenfläohen und Badegelegenheit, nebst Hachscharahmöglichkeit bei angrenzender Gutsverwaltung. Dieses Helm würde der Blau-Weiß gerne gegen eine geringe Miete für die Sommermonate einer Jugendvereinigung als Erholungsstätte zur Verfügung stellen, wo ebenso wie im Die zionistische Bezirkssektion XX. (Jägerstraße 30) gratuliert ihrem Mitglied Fräulein Miriam Spritzer Tochter des Herrn Pinkas Spritzer zu ihrer statt« gehabten Vermählung mit Herrn Salamon Chaimowla oeben neu erschienen. 5b e. JCavoslav tfiffrr Jüdische Jierxte in Jugoslawien S 5.- Buchhandlung Josei Beli Wien, 1. Bezirk, Rabensleig Tip. 3 Vorjahr in einigen Turnussen eine große Anzahl Jugendlicher untergebracht werden kann. Kochgelegenheit vorhanden. Aktion „Kinder aufs Land“. Der Humanitätsverein für die westlichen Bezirke Wiens eröffnet wie alljährlich auch heuer seine Ferienkolonie in Vöslau, Florastraße 15. Aufgenommen werden Kinder von 6 bis 14 Jahren, und zwar in nachfolgenden Abteilungen: I. Turnus vom 8. Juli bis 7. August, II. Turnus vom 11. August bis 10. September. Anmeldungen und Auskünfte im Sekretariat bei Herrn Präsidenten Karl Fröhlich, VI., Mollardgasse 86, Tel. B 29-1-65, und bei dem Vorstandsmitglied Frau Helene Kanitz, Wien, IX., Zimmermannplatz 8, Mensa academlca Judalca, Telephon A 26-2-28. Talmud-Thora-Verein für den 4. und 5. Bezirk, Wiedner Hau tstraße* 83. Am Sonntag, den 6. Juli 1. J., um Punkt 10 Uhr vormittags, findet in unserem Lokale Wiedner Hauptstraße 130 (Eingang Ramperstorffergasse), die öffentliche Schlußprüfung statt. Vorher spricht der LehFer unserer Schule Herr Arie Frankel über das Thema: „Die jüdische Schule einst und jetzt“ Jedem wird die Gelegenheit geboten, unsere Schule, in der unserer Jugend unengeltlich jüdisches Wissen vermittelt wird, kennen zu lernen. Oberkantor Ludwig Mandel nach Wien berufen. Der Oberkantor der Novlsader Kultusgemeinde (Jugoslawien) Ludwig Mandel, der vor einigen Wochen am Fünfhauser Gemeindetempel und hierauf vor Fachexperten im Tempel in der Seitenstettengaöse Probevorträge absolvierte, die allgemeinen Beifall fanden, wurde über einhelligen Vorschlag des Bethausvorstandes des 16. Bezirkes am 28. Juni 1. J. vom Vorstande der Kultusgemeinde Wien als Nachfolger des verew. I. Kantors- Jakob Schleifer, zum I. Kantor am Fünf* hauser Gemeindetempel bestellt Sprechsaal der yiStinune“ * (Für die Mitteilungen, die, in, dieser Rubrik erscheinet:, übernimmt die Redaktion keine Verantwortung.) Von Herrn Dr. Hans Kaiser, Bad Hall, erhalten wir folgende Zuschrift: „ ... Die Gerüchte, wonach ich mich hätte taufen lassen, sind vollkommen unwahr und lediglich Ausdruck einer böswilligen Gesinnung. Auf mein Ansuchen hat der Vorstand der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde bereits Im Jänner v. J. diese Gerüchte dementiert Da sie aber trotzdem bis nun nicht verstummt sind, sehe ich mich veranlaßt noch« mals dagegen . Stellung zu nehmen und ersuche Sie dabei uns Ihre gütige Unterstützung.“ Bedenkliche Anfangesymptome des Alterns, wie rasche Ermüdung hach geringfügigen Anstrengungen, dumpfer Druck im Gehirn, Schwindelanfälle, Atemnot, Ohrensausen, gichtische oder rheumatische Beschwerden, werden durch die ärztlich erprobten, frei verkäuflichen, radiumhaltigen R ad I osk I e ri n - Tabletten gelindert Durch eine Radiosklcrin-Trinkkur wird die Blutzirkulation in den Schlag- und Pulsadern gefördert das Blut verdünnt die Adern elastisch gemacht und dadurch den Kalkablagerungen und allen damit zusammenhängenden Alterserscheinungen vorgebeugt beziehungsweise die geistige und körperliche Arbeitstätigkeit' aüfgefrischt und erhöht Radiumgehallt amtlich geprüft. Generaldepot und Auskunft: Apotheke Bayer, Wien, I., Wollzeile 13. Jüdisdtet Malender Juli 1931 Thamus 5691 3 Freitag 18. 4 Samstag 19. 3 Sonntag 20. 6 Montag 21. 7 Diens'ag 22. 1 8 Mittwoch 2?. 1 9 Donnerstag 24« Jeder Zionist verlangt im ”" ' sein Parteiorgan „Die Stimme“ 9744