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Die Stimme · 1931-06-03 · Heft 178 (3.6.1931) · page 11

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Journal
Die Stimme
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 178 (3.6.1931)
Date
1931-06-03
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
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N —•>«. . finmv ♦ ^-wi*** - Juni 1931 DIE STIMME Seite 11 zionistisches lenen ln Wien Die Arbeit des Keren Kajemeth 18 Buch des Keren Kajemeth. Weitere Ä^'tragungen: Mf. 19 Dr. Oskar Back und Frau. Versicherungen Zugunsten des Keren Kajemeth. Die Versicheruflgsabteiliing des Keren Kajemeth hat eine Aktion eingeleitet, die bezweckt, Versicherungen zugunsten, des Keren Kajemeth durchzuführen, und zwar auf folgender Grundlage: im Erlebensfälle fällt die versicherte Summe ganz dem Keren Kajemeth zu, im Abfebejisfalle die eine Hälfte den Erben des Versicherten, die andere Hälfte dem Keren Kajemeth. Duröh die Aktion sollen dem Keren Kajemeth neben den Spenden ' neue Mittel zum Zwecke der Ausdehnung; ies jüdischen Bodenbesitzes für die jüdische Kolonisation zufließen. Schon nach drei Jahren erhält der Keren Kajemeth gegen minimale Zinsen 65 Prozent det eiftgezahlten Prämien zu seiner freien Verfügung. Bisher haben 50 Personen Versicherungen auf insgesamt 60.000 S abgeschlossen. ’ Die Büchsenleerung des Keren Kajemeth findet in der Zeit vom 17. Mai bis 7. Juni statt. Alle Büchseninhaber werden ersucht, von den Büchsenleerern ausdrücklich die Leerungslegitimation zu verlangen. Jede Leerüngslegitimation lautet bloß für die betreffende Leerung. (Mal-Juni-Leerung.) Größe Spende. Im Wege des Herzl-Klubs spendete Dr. S. W. zum Gedenken an Dr. C. v. Lötti S 500.^—**. Goldbucheintragung WIZO. Anläßlich des zehnjährigen Bestandes wird die WIZO ins Goldene Buch des Keren Kajemeth eingetragen. In dieser Woche ging für diesen Zweck der Betrag von S 350.— ein; insgesamt bisher S 380.—. Goldbuch Oberkantor Margolles. Auf diese Eintragung ging ein weiterer Betrag von S 90.20 ein; bisher insgesamt S 115.20. Jahrzeitsspende. Frau Esther Schwarz spendet a. IL. ihrer Mutter Frau Perl Schwarz anläßlich der Jahrzeit am 18. Siwan einen Baum. Durcharbeit. Ab 1. Juni wird im Keren Kajemeth bis 4 Uhr diirchgearbeitet werden. Außerdem jipdet täglich wie alljährlich ein Journaldienst bis W7 Uhr statt. Präsidialsitzung des Keren Kajemeth. Die am Donnerstag, den 4. Juni, fällige Monatspräsidialsitzuhg des Keren Kajemetlv findet eine Woche später, und zwar, am 11. juni, y27 Uhr, statt. Keren-Kajemeth-Sammlungen bei Familienfeierlichkeiten (Hochzeiten, Brith Miloth, Bar Mizwoth u. dgL). Diese Familienfeierlichkeiten bieten günstige Gelegenheit, Sammlungen für den Keren Kajemeth zu veranstalten. Es gibt eine Reihe von Gesinnungsgenossen, die sich freiwillig in den Dienst dieser Tätigkeit stellen. Damit derlei Gelegenheiten genügend ausgenützt werden'können, muß der Keren Kajemeth von allen solchen Festlichkeiten Kenntnis erhalten. Alle Gesinnungsgenossen und Freunde des Kerert Kajemeth werden hiermit höflichst ersucht, dem Keren-Kajemeth-Bureau dergleichen Feierlichkeiten mit genauer Angabe der Adresse der Veranstalter bekanntzugeben. Telegrammformulare des Keren Kajemeth sind in der Bücherstube M. Rat, Wien, II., Taborstraße Nr. 20 a, zum Preise von S 1.— erhältlich. Luxusbüchse des Keren Kajemeth. Das Hauptbureau des Keren Kajemeth hat eine gut gelungene Luxus-Keren-Kajemeth-Büchse herausgebracht die Interessenten zum Preise von S 4.50 inkl. Porto zur Verfügung gestellt wird. Diese Büchse ist viel kleiner als die normale, sie hat die Form eines in Leder gebundenen Buches; auf der Titelseite befindet sich eine Karte Palästinas, auf der die jüdischen Böden in roter Farbe verzeichnet sind. Anfragen und Bestellungen sind an das Keren-Kajemeth-Bureau, Wien, I., Kärntnerstraße 28, zu richten. .Kongreßzeitung. Die vom Kongreß-Bureau gelegehtilcn des XVII. Zionistenkongresses in Basel herausgegebene Tageszeitung, die den genauen Bericht über den Kongreß und die Tagung der Jewish Agency enthält, ist ebenso wie die von der Exekutive, dem Keren Hajessod und dem Keren Kajemeth herausgegebenen Berichte an den Kongreß durch den Keren Kajemeth, Wien, I., Kärntnerstraße 28, Telepii R 27-3-20, Postsparkassen-Konto A 10Q.20Ö, zu abonnieren. Bezugsbedingungen: Kongreßzeitung für dte ganze Dauer des Kongresses S 5.o0, ein Qenerätabonnement, enthaltend die Kongreßzeitung, das n«chi rtirn Kongresse erscheinende stenographischc Protokol! sowie die Berichte der Zionistischen Exekutive, des Keren Hajessod und des Keren Kajemeth, 3 ©,8Ö. «Lanoar». Als neues Heft, u. zw. als Doppelheft, ersefifeh f Haschoraera, redigiert von dem in den letzten Zeiten sehr bekannt gewordenen palästinensischen Erzähler Ewer Hadani. Preis dieses Doppelheftes S 3.—. Vorletzte Nummer «Hakarniei» von A. Ettinger. Dieses Buch hat eine Einleitung von Univ.-Prof. Samuel Klein. Preis S 1.50. Der Keren-Kajemeth-Ausweis erscheint wegen der mit dem Herzl-Grabgang verbundenen Arbeit erst in der nächsten Nummer der «Stimme». Denkt an die Allgemeinzionistische Jagend! Schafft ihr ein Heiml Es gibt viele Heime für die zionistische Jugend (n Wien, nur gerade die Allgemein-zionistische besitzt keines. Wie wollt Ihr, Allgemeine Zionisten, es erreichen, daß die nächste Generation eueren politischen idealen treu bleibe, wenn Ihr nicht dafür Sorge tragt, ihr ein Heim zu schaffen, Wehn Ihr wollt, daß eure politischen Grundsätze auch weiterhin Geltung behalten, dürft Ihr nicht in der Verfolgung eurer Politik eure Jugend, euer wichtigstes Aktivum, vergessen! Denkt an eure Verantwortung der Zionistischen Organisation gegenüber! Schafft eurer Jugend ein Heim! Es besteht jetzt die Möglichkeit, mit einem Betrag von etwa S 1000 im 111. Bezirk, in der Nähe der Inneren Stadt, ein Heim für die Allgemeinzionistische Jugend zu gründen« Dies wäre auch noch aus dem anderen Grunde wünschenswert, da die Jugend im III. Bezirk nur zu einem ganz geringen Teil in Organisationen erfaßt ist« Helfet, dieses Jugendheim zu gründen! Spenden (mit dem Vermerk: «Jugendheim») nimmt die Administration der «Stimme», Wien, I., Kämtnerstraße 28, Telephon R-27-4-86, Postsparkassenkonto D 113 ,546, entgegen. Spenden werden in der «Stimme» ausgewieseti. Reise zum XVil. Zionistenkongreß nach Basel Wie bereits mitgeteilt, veranstaltet heuer der Jugendverein „Erez Israel" eine Reise nach Basel zum XYII. Kongreß. Nähere Angaben werden Mittwoch, den 3.' Juni, beziehungsweise 10. Juni im Vereinshcim, 2. Bezirk, Zirkusgasöe #8, bekanntgegebon. Schluß der Anmeldungen unwiderruflich 15. Juni 1931. Anmeldungen werden täglich im Sekretariate im obgenannten Heimo zwischen 7 bis 9 Uhr ontgegengenommen. Ankündigungen und Mitteilungen Verein zionistischer Hochschüler «Theodor Herzl». Am Samstag, den 6. Juni d. L findet in unserem Heime, II*. Krummbaumgasse 10, ein Referat unseres Bb. Max Appenzeller über «Eindrücke einer Palästinareise» statt. Jüdische Hochschüler und Hochschülerinnen sind herzlichst eingeladen. ’ Verband der Sabbathfreunde «Schotnre Schabbos», Wien, 11., Leopoldsgasse 16. Offene Stellern 4 Praktikanten, Schneidergehilfen, Schneiderin, 1 Schneider oder Schneiderin für Damen- und Herrenwäsche, I Verkäuferin ins Burgenland, Vertreter für Strickwaren, Vertreter für Orabsteine, 1 K'^hln, 1 Dienstmädchen. — StellenrepnHie: Kontoristen, Verkäufer, Vertreter, Hilfsarbeiter, Hauslehrer, Kontoristinnen, Verkäuferinnen, Hilfsarbeiterinnen, Zeichnerin, Kinderfräulein, Stubenmädchen, Lehrmädchen üsw. Die Vermittlung erfolht kostenlos. Auskünfte erteilt und Anmeldungen nimmt entgegen der Verein «Schomre Schabbos», Wien, II., Leopoldsgasse 16. Telephon A 48-4-15. Literatur /Kunst / VXieater Liederand Arienabend Igor Gorin Eb Ist immer ein Hochgenuß und eine aufrichtige Freude, wenn man im Konzertsaal eine aufstrebende junge Kraft hört; eine noch größere Freude empfindet man, wenn nach einer Zeitspanne an einem T&lcnt große Fortschritte, also ernste Arbeit an sich, zu bemerken sind. Igor Gorin, 4er durch sein außerordentliches Stimmorgan schon vor anderthalb Jahren aufgefallen ist, schreitet mit Mellenschritten vorwärts. Eine unverfälschte, angeborene Musikalität, feuriges Temperament, das der blutjunge Künstler schon jetzt meistern kann, berückendes Pianissimo, berauschendes Forte und vor allem eine blühende und glühende, prachtvolle Stimme, die mitunter an Battistini> erinnert — dies alles berechtigt zu der Hoffnung, daß der junge, stimmbegabte Sänger einer glänzenden Zukunft entgegenBehen kann. Ein Gustav Mahler hätte bestimmt solch eine hoffnungsvolle Kraft der Oper gesichert, so wie sein Nachfolger es mit Josef Schwarz getan hat, zumal man in dem gegenwärtigen Ensemble der Staatsoper nioht viel solche Stimmen findet. Gorin begann mit Altitalienern (Antonio Caldara, Martini, BelUni) und ging dann zu den Russen (Moussorgsky, Rimsky-Korsakow, Tschaikowsky) über, wobei er mit besonderer Inbrunst und warmer Hingabe ein „Chanson Hebraique“ von Rimsky-Korsakow vortrug. Einige Arien von Verdi („Attila“, „Maskenball“ und „Traviata“) und von Massenet („Herodias“) beschlossen das reichhaltige Programm. Der zugegebene „Hopak“ von Moussorgsky — eigentlich für eine Frauenstimme geschrieben — rief aufrichtige Begeisterung hervor. Der Künstler wurde vom zahlreich erschienenen Publikum mit rauschendem Applaus empfangen. Die mitwirkende Sängerin, Frau Julia Wal fiele, interessierte insbesondere durch ihre geistvolle Interpretation „Slovakischer Gesänge“ von Vit. Novak, die zum erstenmal gebracht wurden, Frau Waldek besitzt eine klangvolle, kultivierte Altstimme und auoh sie hatte großen Erfolg. Sowohl Herr Gorin als auch Frau Waldek machen ihrem Meister, Prof. Victor Fuohs, alle Ehre. Jul. W 01 f s o h n. Jflotixen A. Z. Bon Jischaj In Wien. Wie wir erfahren, weilt in unserer Stadt der bekannte hebräische Schriftsteller und Publizist A. Z. Ben Jlschaj. Jischaj ist Redakteur der Tel- Aviver Tageszeitung «Haarez» und ständiger Mitarbeiter der hebräischen Enzyklopädie «Eschkol» (Berlin). Ben Jischaj wird einige Wochen in Wien bleiben und dann nach Basel zum Zionistenkongreß fahren. Ein Werk über den deutschen Antisemitismus. Im Josef- Brenner-Verlag, Wien, II., erscheint demnächst das Buch von Dr. Fritz Marburg «Der Antisemitismus in der deutsehen Republik». Das Buch, reich mit aktuellen Illustrationen versehen, behandelt das Anschwellen des Antisemitismus in Deutschland in den letzten zehn Jahren und gibt ein synthetisches Bild der theoretisch und programmatischen Thesen der antisemitischen Bewegung in Deutschland. Wir werden auf diese Publikation nach deren Erscheinen noch zurückkommen. Jiddische orthographische Konferenz in Wilna. Im Wilnaer jiddischen Kulturhause tagt gegenwärtig eine Konferenz zur Vervollkommnung der jiddischen Orthographie und Aussprache, an der etwa 50 Delegierte aus Polen, Lettland, Litauen, Amerika und aus anderen Ländern teilnehmen. Auch die Germanistik-Professoren der Wilnaer Universität beteiligen sich an der Aussprache. Das Präsidium setzt sich aus . ,|. üpatoschu, M. Wuinreicn, Dr. 3i:beriarb, S. Niger, G. 4 . Pludermacher, N. JPrilucki und Salman Reisen zusammen-“t* Priiuckrförderte,*daß daß-Jiddischen* Polen- und der Ukraine© als Musteraussprache festgesetzt werden müsse. Ein Vei^*v? treter der Wilnaer Orthodoxen erklärte, die litauischen Orthodoxen stimmen mit den Vorschlägen Salomo. Birnbaums (Hamourg), betreffend eine orthodoxe Orthographie, nicht überein. Der Vertreter der jiddischen Schauspieler, Adler, ersuchte die Konferenz, für die Ausarbeitung eines Bühnen-jiddisch zu sorgen. Der Vertreter des Zentralverein* der jiddischen Buchdrucker, Warszawski, ersuchte um die Proklamierung einer einheitlichen jiddischen Orthographie. D. Kalmanovlcz forderte, daß die Orthographie der im Jiddischen gebräuchlichen hebräischen Worte hebräisch bleiben solle. N. Prilucki wünschte, daß die hebräischen Worte jiddisch geschrieben werden sollen. S. Niger und Salman Reisen sprachen sich Im Sinne von Kalmanowicz aus. Belgischer Literaturpreis für ein jüdisches Werk. Der belgische Staatspreis für Literatur für das Jahr 1931 wurde dem begabten jungen jüdischen Schriftsteller Joseph Schulsinger für sein Stück «Le Septenaire» (hebräisch: «Schiwa») verliehen. Das Drama, das in französischer Sprache geschrieben ist und in diesem Winter mit großem Erfolg in Brüssel aufgeführt wurde, behandelt ein jüdisches Thema (die Trauerwoche) und spielt in jüdischem Milieu. Die neue «Ort»-Zeitschrift «Der jüdische Aufbau». Die erste Nummer der in Berlin herausgegebenen neuen «Ort»- Zeitschrift «Der jüdische Aufbau» enthält außer einem Leitartikel von Justizrat Df. Julius Brodnitz «Ostjüdischer Aufbau — eine deutsch-jüdische Aufgabe» eine Füll« weiteren Materials über die gegenwärtige Arbeit des «Orb- Verbandes in verschiedenen Ländern. Für die Redaktion zeichnen verantwortlich George Goetz und Dr. Michael Traub. Die Zeitschrift erscheint zweimonatlich. Taschenbuch für Rundfunkhörer, von Fritz Wilh. Win ekel, 190 Seiten mit 98 Abbildungen, 1931. Verlag G, Paul Müller, Wittenberg, kartoniert RM 2.—. In den wenigen Jahren seit Einführung des Rundfunks hat das Rundfunkschrifttum einen gewaltigen Umfang angenommen, für den Laien fehlte aber bisher eine umfassende Darstellung der Organisation und der Technik des Rundfunks. Das vorliegende Büchlein, das auf sämtliche Fragen in bezug auf den Rundfunk eine verständliche Erklärung gibt, füllt diese Lücke aus* In einem Verzeichnis der europäischen Sender und Wellenlängen kann man selbst die dazugehörigen Nummern der Abstimmskala des Empfängers eintragen, Dadurch erfüllt das Buch seinen Zweck am Empfänger wie ein Telephonbuch am Telephon, ln einem Anhang ist die modern« elektrische Schallplattentechnik sowie der heutige Stand de« Fernsehens berücksichtigt. Alle diese Grenzgebiete sind ad die Verwendung des Radioverstärkers gebunden und daher nicht mehr von der Behandlung des Rundfunks zu trennetf, Ing. Sk Jahresversammlung der Sondno<OeseQschaft DI« Sönclno-Gesellschaft der Freunde des jüdischen Buche: e. V. veranstaltet Ihre 6. Jahresversammlung während de Phngsttage in Frankfurt a. Main. Zu dieser VeranstaJtun werden zahlreiche prominente Vertreter der international^ Sammlerwelt erwartet. Einladungen zur Tagung versende die Geschäftsstelle (Berlin C. 2., Kaiser WUhehnstr. 12), $ W im Kaffeehaus sein „Oie Stimme“

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