Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 176 (21.5.1931)
- Date
- 1931-05-21
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3053752-3053911-3053930--2359-3057781- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 10 üft sriMMt Nr. 176 — 21. Mai 1931 Telegrammblankette des Keren Kajemeth. Gesinnungsgenosse Moses Rath, Wien, II., Taborstraße ■Nr. 20 a, hat sich bereit erklärt, in seiner Bücherstube Keren-Kajemeth-Telegramme (für Hochzeiten, Verlobungen und sonstige Familienfeierlichkeiten) zum Verkauf zu bringen. Preis S 1.—. «Lanoar». Als neues Heft «Lanoar» erschien «Hakarmel» von Akiba Ettinger. Kongreßzeitung. Die vom Kongreßbureau gelegentlich des XVII. Zionistenkongresses in Basel herausgegebene Tageszeitung, die den genauen Bericht über den Kongreß und die Tagung der Jevvish Agency enthält, ist ebenso wie die von der Exekutive, dem Keren Hajessod und dem Keren Kajemeth herausgegebenen Berichte an den Kongreß durch den Keren Kajemeth, Wien, I., Kärntnerstraße 28 (Tel. Nr. R 27-3-20), Postsparkassenkonto A 100.208), zu abonnieren. Bezugsbedingungen: Kongreßzeitung für die ganze Dauer des Kongresses S 5.60; ein Generalabonnement, enthaltend die Kongreßzeitung, das nach dem Kongresse erscheinende stenographische Protokoll sowie die Berichte der Zionistischen Exekutive, des Keren Hajessod und des Keren Kajemeth, S 23.SO. Meier Henisch (Rückblick auf seine 30jährige Wirksamkeit.) Im Juli dieses Jahres feiert Meier Henisch das Jubiläum seiner publizistischen Tätigkeit, was seinen Freunden und Weggenossen gewiß zu einem freudigen Anlaß werden wird. In einem kleinen Orte Galiziens geboren, begann er ais Achtzehnjähriger mit der Fublizierung von Gedichten in den «Jüdischen Nachrichten» (Czernowitz). Seine schriftstellerische 'Tätigkeit konzentrierte sich jedoch alsbald aut zionistische Publizistik. So arbeitete er mit in den Zeitschriften «Haschiloach», «Hazofe», «Hamagid», «Hamizpe», während er gleichzeitig als Spezialberichterstatter der «Welt» fungierte, wie er auch dann lange Jahre hindurch Berichterstatter der offiziell-zionistischen «Haolam», «Das jüdische Volk», «Die jüdische Welt» war. Als das «Tugblat» in Lemberg gegründet wurde, war Henisch einer seiner angesehensten Mitarbeiter. Als der Krieg ihn nach Wien verschlug, wurde ihm die Redigierung des offiziellen Organs der Oesterreichischen Zionisten, der «Jüdischen Zeitung», anvertraut, wie er auch später in der «Morgenzeitung» arbeitete. Wenn auch noch seiner Arbeiten in der bedeutendsten jiddischen Zeitung, «Der Tog» in New York, in allen bis jetzt in Wien erschienenen nationaljüdischen Zeitungen, seiner Redigierung des «Unser Ruf» usw. Erwähnung getan wird, ist damit noch lange die Liste der Blätter und Journale nicht ers^ipft, denen Henisch allgemein gerne gelesene Arbeiten beitrug. Henischs Eintritt in die Publizistik lief parallel mit seinem aktiven Auftreten in der zionistischen Oeffentlichkeit, das jedem Wechsel der Umstände sich gewachsen zeigte. In Galizien als Exponent des K. K. L. bekannt, wurde er alsdann in Wien eine Zeilang zum Generalsekretär für die seinerzeit geographisch sehr umfangreiche zionistische Landesorganisation bestellt. Seiner Initiative entsprang in der Folge die Gründung des «Hapoel Hazair» in Wien. So wurde er sodann auch an die Spitze der «Hitachduth» gestellt und ir.s zionistische Landeskomitee oft berufen. An der Spitze der «Vereinigung jüdischer Berichterstatter» steht er seit deren Gründung. Als Berater im Bankfach leitete er in Galizien ein jüdisches Bankinstitut, und in diesem Fach ist er auch in Wien als Leiter der Kreditkasse für jüdische Gewerbetreibende seit deren Gründung tätig. Möge er noch lange fortwirken, zur Freude vieler, zum Wohle seines Volkes. S. Picker. Personalnachrichten Wie wir erfahren, hat üg. Herr Dr. Bernhard D u 1 b e r g seine Rechtsanwaltskanzlei im Anschlüsse an die Kanzlei des Herrn Dr. jur. u. phil. Emil Merwin in Wien, I., Stock-im- Eisen-Platz Nr. 3, eröffnet. Herr Dr. Dulberg war lange Jahre im öffentlichen jüdischen Leben Wiens tätig. So leitete er seinerzeit den akademischen Verband «Jabne», der viel dazu beigetragen hat, der hebräisch-kulturellen Bewegung in Wien wertvolle Impulse zu geben. Auch war er der Begründer des hebräischen Klubs in Wien und Initiator und Leiter der hebräischen Amateurbühne in unserer Stadt. Herr Dr. Dulberg war seinerzeit ständiger Mitarbeiter der Monatsschrift «Moriah», die einen großen Einfluß auf die junge zionistische Generation Polens ausübte. Ankündigungen und Mitteilungen Reise nach Basel zum 17. Zionistenkongreß. Der Jugendverein Erez Israel veranstaltet anläßlich des 17. Zionistenkongresses eine Gesellschaftsreise nach Basel. Nähere Auskünfte erteilt der Verein, II., Zirkusgase 33, Tel. R 49-8-88. Besprechung der Reise Mittwoch, den 27. Mai 1931, 8 Uhr abends, im Vereinsheim. Klub Jung-Wizo, 1., Jordangasse 7, Mirjamhelm. Dienstag, den 26. Mai, um 8 Uhr abends Vortrag des Herrn Dr. Isidor Klaber über das Thema «Jüdische Fürsorge». Verband zionistischer Mittelschüler, Zentrale. Als Abschluß unserer Keren-Kajemeth-Woche findet Samstag, 23. Mai, um 8 Uhr abends im großen Saal des Jüdischen Verbandsheirnes, 11., Untere Augartenstraße 38, eine große Akademie des Verbandes statt. Karten zu 50 Groschen sind bei allen Funktionären des Verbandes erhältlich. — Sonntag, den 24. d, M., findet die Zentralwanderung des Verbandes auf den Tafelberg statt. Treffpunkte der Sektionen: Sektion II 8 Uhr 15 min. vor dem Heim, 11., Krummbaumgasse 10, Sektion HI 8 Uhr Stadtbahnhaltestelle Schwedenplatz, .Sektion XX 8 Uhr vor dem Heim, XX., Jägerstraße 30, Sektion IX 8 Uhr vor dem Heim, IX., Türkenstraße 9. Frauen-Massenversammlung. Donnerstag, den 21. Mai 1931, findet im Klublokal der Frauengruppe der zionistischen Sektion Vl./Vll. um V69 Uhr abends eine große Frauen- Massenversammlung statt. Ref. Frau Dr. Martha Hofmann, Thema: «Die jüdische Schicksalsfrage und die Frauen». Organisation zionistischer Frauen Oesterreichs. Die «Wizo», Organisation zionistischer Frauen Oesterreichs, unternimmt mit ihren Mitgliedern und deren Gästen Sonntag, den 7. Juni 1931, einen Ausflug nach dem kulturhistorisch bedeutsamen Ort Eisenstadt im Burgenland. Das Programm des Ausflugstages umfaßt den Besuch der alten, hochinteressanten Judenstadt, des Friedhofes und anderer Denkwürdigkeiten. Dank dem überaus freundlichen Entgegenkommen des Besitzers, Herrn Sandor Wolf, wird den Teilnehmern auch Gelegenheit geboten, unter fachkundiger Führung das Museum der Familie Wolf, eine der berühmtesten judeistischen Privatsammlungen, zu besichtigen. Anmeldung schriftlich oder telephonisch im Sekretariat der Organisation zionistischer Frauen, Wien. IX., Nußdorferstraße 42, Tel. A 16-0-44. Abfahrt mittels Autobussen der Gesellschaft «Ueberland», präzise 8 Uhr vormittags vom Standplatz, Wien, I., Btirgring 1. Jugendverein «Erez Israel», 11., Zirkusgasse 33. Sonntag: Ausflug. Mittwoch, 27. Mai: Vortrag über Kongreßprobleme. Mtsrachi*Landesverband für Oesterreich, Wien, II., Praterstraße 15. Wir geben den Mitgliedern hiermit oeuann», daß die Delegiertenwahl zu der in Danzig tagenden Konferenz der Misrachi-Weltorganisation am Sonntag, den 24. Mai (8. Siwan) in der Zeit von 10 bis 1 Uhr vormittags-, im Sekretariat, 11., Praterstraße 15 (Nummer genau beachten), 1. Stock, Tür 19, stattfindet. Stimmzettel liegen im Wahllokal auf. Histadruth Iwrith, II., Kleine Mohrengasse 3. Samstag, den 23. d. M., 8 Uhr abends, findet eine «Sicha sifrutith (Eröffnung Pr. Gelevatto und Schlomo Auerbach) statt. Die Brenner-Gedächtnisfeier mit reichhaltigem Programm wird Samstag abends am 30. d. M. stattfinden. Bethausverein «Machsike Torah», Wien IV., Wiedner Hauptstraße 83. Die Festpredigt des Herrn Rabbiner Ahron Jeruchem der «Machsike Torah», IV., Wiedner Hauptstraße 83, findet am zweiten Schwuottage (23. Mai) bei dem um 9.30 Uhr beginnenden Morgengottesdienst statt. Kurverband «Agudas Ripuj», Wien, II. Bei der am 17. Mai J. J. stattgefundenen 4. Generalversammlung wurden folgende Herren gewählt: Obmann Rabbiner M. Heschel, Vizeobmänner Moses Plagmann und Jakob Kofler. Vom Damenkomitee: als Vizeobmännin Frau Johanna Griffel und Frau Rabb. M. Giinzherg. Ferner Herr Michael Wolocfi ais Kassier, Herr Josef Davidsohn als Schriftführer, die Herren David Kofler und S. Goldberger als Revisoren. Es wird gleichzeitig bekanntgegeben, daß der Verein heuer, wie alljährlich, seine Tätigkeit aufgenornmen hat, um Kurbcdtir»* tigen Uleielienberg oder Sauerbrunn als Kuraufenthalt zu ermöglichen und bitten diesbezüglich sich an Obmann Herrn M. Heschel oder Vizeobmänner Herren Plagmann und Koner, I!., Rueppgasso 25, zu wenden. Die Jüdische Vöikerbundiiga in Oesterreich wird bei der diesjährigen Hauptversammlung der Völkerbundligen, die in Budapest vom 23. bis 28. Mai d. J. stattfindet, durch ihren Vizepräsidenten, Herrn Hofrat Dr. S. Frankfurter, als Delegierten vertreten sein. Die «Einheit», Verein zur Errichtung und Erhaltung von Volksspeisehallen, Wien, II Malzgasse 12, ermöglicht durch äußerst billige, gute, dabei streng koschere Kost und die Sorgfalt, die sie ihren Besuchern widmet, jedem, insbesondere den nach Wien kommenden Fremden, sich hier gut und billig zu verköstigen. — Der große jüdische Landesbildungsverein Ungarns («Omike», Budapest) veranstaltete in der Vorwoche mit einer 60 Personen starken Gruppe Hochschüler eine Studienreise nach Wien, deren Yeilnenmer acht Tage in der «Einheit» verköstigt wurden. Musikgruppe der Wizo Des liebenswürdige Entgegenkommen der Kultusgememde ermöglicht es uns, die Arbeit unserer Musikgruppe fiir die Sommermonate ins Freie zu verlegen. Ab Freitag, den 22. Mai, finden regelmäßig wöchentlich in der Zeit von Jl«5 bis Uhr fiir Kinder und Jugendliche Spielnachmittage statt. Ort: Spielwiese der Kultusgemeinde im Augarten. Zugang: Rauscherstraßc, rechts vom Nordwestbahnhof. Bel Regenwetter steht den Kindern eine Zeit zur Verfügung. Wir teilen den Eltern mit. daß während dieser Zeit für entsprechende Aufsicht gesorgt wird. Die Kinder sollen zu Spiel- und Singgruppen vereinigt werden, wobei auch die Verwendung von Instrumenten aller Art, wie Saiten- und Blasinstrumente vorgesehen ist. Die Gruppen werden natürlich den Altersstufen nach zusammengestellt und entsprechend beschäftigt. Wir hoffen, daß die Elternschaft dieser pädagogisch überaus wertvollen Einrichtung gebührendes Interesse entgegenbringen wird. Anmeldungen und Auskünfte jeden Freitag am Spielplatz und telephonisch unter der Nummer A 49-9-45. Für das Präsidium: S. Löwenherz, B. Federn-Lipschüt*, S. Paßweg. Fiir die künstlerische Leitung: Kapellmeister M. Lampet. Literatur /Kunstf/Theater Einsame Wege Dr. Friedrich Korner, der Verfasser des Buches «Ein Weg vom Christentum zum jüdischen Volk» (Vienna-Verlag, Wien) ist ein Mann, der auf schmalen und hochgelegenen Pfaden des Geistes zu wandeln versteht. Logisches Denken, synthetische Weltauffassung und Inbrunst des Gefühles zeichnen diesen Publizisten aus, der Mut hat, Althergebrachtes nicht als dogmatisch aufzufassen, und der vielfach geneigt und gewillt ist, auf seine Mitjuden inr geistigen Sinne revolutionierend zu wirken. Seine aufsehenerregende Publikation beinhaltet als Leitmotiv zwei Gefühle: Liebe zu Christus, den er als das größte jüdische Genie bezeichnet, und heiße Liebe zum jüdische! Volke. Das Büchlein erhebt keinen Anspruch darauf, dai> jüdische Problem in seiner Vielfältigkeit philosophisch zu erfassen. Der Autor nennt es ja selbst nur ein Bekenntnis. Und doch streift es mit Tiefblisk und Schärfe die Phänomene des heutigen jüdischen Geisteslebens. So versteht er die Lüge der Assimilation treffend zu entlarven und das Doppe’.gesicht der Emanzipation ins richtige Licht zu rücken. Folgerichtig sieht er dann im Zionismus die einzige Möglichkeit der Lösung der Judenfrage, und diese Möglichkeit ist ihm sowohl ein Gebot der Vernunft wie des Herzens. Das Grundproblem der Arbeit heißt aber: Nazarenertum und Judentum. Wohlgemerkt, Nazarenertum, nicht Christentum. Der Verfasser, der in der Taufe aus opportunistischen Gründen einen Schwächebeweis sieht und einen Uebertritt zum Zweck eines Vorteiles verurteilt, bricht eine Lanze für die Aufnahme des Rabbi von Nazareth in den Geistesschatz des jüdischen Lebens. . Das zweitausendjährige Schweigen um Jesu sei ein großartiger Beweis, daß dieses jüdische Genie eigentlich nie aufgehört habe, auch in seinem eigenen Volke zu wirken. Nun sei die Zeit gekommen, dieses Schweigen, das nichts anderes als die Folge eines «Familienzwistes» sei (im Rahmen des Volkslebens natürlich), zu brechen. Die Messiasfrage sei nebensächlich. Der unglückselige Streit, ob Christus der Messias gewesen oder nicht, entspringe der Tatsache, daß das Wirken Christi mit der Vertreibung der Juden aus Palästina zeitlich zusammenficl. Es ist nicht im Rahmen einer kurzen Besprechung gelegen, sich mit den Ausführungen des Autors auseinanderzusetzen. Auch liegt die Vermutung nahe, daß das Buch Widerspruch und Gegnerschaft hervorrufen wird. Denn Argumente könnten mit Argumenten bekämpft und Gedanken gegen Gedanken aufgestellt werden. Nur geht es nicht darum, Diskussionen heraufzubeschwören, die in dieser heiklen Angelegenheit leicht an Sachlichkeit verlieren könnten. Man muß sich aber mit den Ausführungen des Verfassers in bezug auf Christus nicht identifizieren, um die Arbeit des Dr. Korner als Produkt ehrlichen inneren Ringens zu werten und anzuerkennen, daß sie Dank ihrer Eindringlichkeit Stoff zum Nachdenken gibt. Sie ist daher allen denjenigen zu empfehlen, die sich einem tieferen Einblick in das Wesen der Dinge nicht verschließen und unter der Oberfläche des Lebens nach Zusammenhängen suchen. S. W. Igor Gorin in Wien Igor Goiin (Grünberg), der in Wiener jüdischen Kreisen bestens bekannte Sänger, der soeben von einer acht Monate langen amerikanischen Tournee zurückgekehrt ist, gibt am 27. Mai im Mittleren Konzerthaussaal einen Arien- und Liederabend. Igor Urünbergs Weg zur Kunst ist das Produkt eine* Zufalls. Aus der Ukraine stammend und durch die Revolution nach Wien verschlagen, mußte er in der ersten Zeit schwer ums tägliche Brot arbeiten, bis er dann, zufällig von einem Künstler entdeckt, die künstlerische Laufbahn einschlug. Er begann als Chorsänger und brachte es bis zum Kantor im Seitenstettentempel. Sein Auftreten in einer Reihe von zionistischen Veranstaltungen ist dem jüdischen Publikum noch in bester Erinnerung. Seine große Karriere aber machte er jenseits des Ozeans. Er gab in Boston, Freeland, Chicago und. Philadelphia Konzerte mit bestem Erfolge. Ursprünglich als Kantor für die hohen Feiertage in einem amerikanischen Tempel engagiert, wurde er zufällig vom Manager des berühmten Pianisten Paderewski gehört und von ihm für eine Reihe von Konzerten in U. S. A. verpflichtet. Igor Gorin, der in Amerika bei der zionistischen Organisation weitgehende Unterstützung fand, wurde von Prof. Boris Schatz eingeladen, nach Palästina zu kommen, um dort einige Konzerte zu geben. Er hat auch des öfteren vor dem Mikrophon der amerikanischen Radiogesellschaften gesungen. Nach einem kurzen Aufenthalt in Wien gedenkt Igor Gorin zu einer zweiten Tournee nach Amerika zu gehen. Sein Wiener Konzert am 27. Mai (arn Flügel Professor Erich Meller) begegnet in den künstlerischen Kreisen unserer Stadt großem Interesse. Jlotixen Dr. Hugo Zuckeriuann-Gedcnkleler. Der Verein zionistischer Hochschüler «Theodor Herzl» veranstaltete am Samstag, den 16. d. M., eine Gedenkfeier anläßlich de» 50. Geburtstages seines im Jahre 1914 gefallenen A. H. Dr. Hugo Zuckermann. Nach einleitenden Worten de» Vereinsobmannes H. Kaufmann hielt A. H. Dr. Siegfried Schmitz eine tiefempfundene Gedenkrede, in welcher er das Leben und das schriftstellerische Wirken des leider so früh verstorbenen Zionisten und Dichters würdigte. Anschließend trug Jehudo Ehrenkranz einige für die Art Zuckermanns bezeichnende Gedichte vor. Seinen Vortrag lohnte herzlicher Beifall. Zum Abschluß brachte A. H. Dr. Weil das von Zuckermann verfaßte «Oesterreichische Reiterlied» zu Gehör. Leo Löw in Wien. Bei dem zu Ehren des in Wien weilenden berühmten amerikanischen Chordirigenten Leo Löw vom österreichischen Kantorenverband veranstalteten Festbankett sprach nach der Begrüßung durch den Präsidentei Oberkantor Müller auch Oberkantor Löwit als Senior der V/iener Chordirigenten. Nach ihm begrüßte Obmann H. Österreicher des Chorverbandes Hasimrah den Gast, Chordirigent Dzimitrowsky entwarf ein Bild der Entwicklung der jüdischen Musik in den letzten Jahrzehnten, an welc! r Löw hervorragenden Anteil hat. Diese Ausführungen ergä: .te dann Professor Wolf. . idischer Liederabend. Am 16. d. M. fand Im Saale def «Zir< u» ein jüdischer Liederabend statt mit einem ganz er* lesei. n Programm. Ein junger Palästinenser, Herr S, Krybuip ,