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Die Stimme · 1931-05-21 · Heft 176 (21.5.1931) · page 8

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Journal
Die Stimme
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 176 (21.5.1931)
Date
1931-05-21
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 DIE STIMME Nr. 176 — 21. Mal 1§31 Jlus aller Welt vielfältigen sozialen Erscheinungen, in extremer Weise auftreten, d. h. ein Maximum oder Minimum bilden. Darin findet sich die Begründung des Prozesses der Ausstoßung der Juden aus den sozialen Positionen, die zugleich ein Prozeß der Vorausstoßung ist, d. h. die Juden erleben soziologische Erscheinungen früher als die Nichtjuden. Die Juden müssen als erste neue soziale und gesellschaftliche Formen finden, welche heute in der Ansiedlungsbewegung in Palästina und besonders in deren einflußreichen Erscheinung der kollektiven Ansiedlung ihren Abdruck findet. Meschulam Wenkert zeigte im zweiten Hauptreferat über den «Weg unserer Verv^rklichtmg* den Uebergang der Erziehung zur Selbstettiehung und zur Selbstgestaltung der Gemeinschaft. Hierauf folgten die Berichte der Schichwoth der Kfirim, Zofim, Bogrim, des Kibbuz Aliah al schem Ber Borochow, der Kwuioth hachscharah und der Bericht über den verheißungsvollen Werdegang unserer Plugah des Kibbuz hameuchad «Hasadeh» in Rischon le Zion. Der Erziehungsbund umfaßt 110 Chawerim und Chaweroth. Außerdem sind im Kibbuz Alia 52 Chawerim, davon 19 auf Hachscharah Kibbuzith. In Palästina befinden sich außerdem 30 Chawerim in der Plugah «Hassadeh». Den Berichten folgten die Zusammenfassung des Bundesprogrammes, die Hauptdiskussion und die Beschlußfassungen. Es wurde eine fünfköpfige Hänhagah gewählt. Den Abschluß der arbeitsreichen Bundestagung bildete die Zentralwanderung am 3. Mai. A. Amadi Jüdische Jugend betreibe Sport! Vom Makkabi-Kreis Oesterreich erhält «Die Stimme der Jugend» folgenden Aufruf: Jeder Junge, jedes Mädchen hat das Bedürfnis zu laufen, zu springen, Bali zu spielen oder 2u wandern. Jugend und Lebenslust sind damit verbunden. Aber nicht nur spielerisch, sondern auch zu ernstem Zwecke soll man Sport betreiben. Gemeinsam mit gleichgesinnten Kameraden, mit gleichalterigen Freunden, unter Aufsicht und Leitung geschulter Kräfte, in einem jüdischen Tum- oder Sportverein. Es gibt viele und verschiedenartige Sportzweige und jeder junge Mensch kann die Sportart wählen, an der er am meisten Gefallen findet. Jede Arbeit, ob geistig oder körperlich, erfordert einen gesunden, starken Körper, ja sie macht ihn zur Voraussetzung, wo es gilt, Schwieliges zu leisten. Turnen und Sport geben innerliche Befriedigung und Freude zugleich mit verstärkter Widerstandsfähigkeit. Turnen und Sport, sie machen nicht nur gesund, kräftig, schöngebaut, fördern also nicht nur körperliche Eigenschaften, sondern sie pflegen auch geistige, seelische Kameradschaft und Freundschaft. Denn wer gegen irgendeinen Gegner gemeinsam mit Freunden oder Kameraden Wettkämpfe austrägt, fühlt sich mit diesen doppelt verbunden. Es gibt heute wohl kaum einen Menschen, der die ungeheure Wichtigkeit der körperlichen Schulung leugnet. Doch warum soll man gerade jüdischen Sport, d. h. Sport in jüdischen Vereinen betreiben? Jn allen nichtjOdischen Vereinen, gleichgültig in welchen, wird der Jude nicht gerne gesehen. Er wird bestenfalls geduldet. Kommt nun ein Jude in einen solchen Verein, SO ist er bemüht, sein Judentum zu verbergen, wenn nicht zu verleugnen, er entfremdet sich immer mehr seiner Nation und ist auf dem sichersten Wege zur Assimilation. Im jüdischen Verein kann er frei auftreten, als Gleichberechtigter unter Preunden, er hat nichts zu verbergen und braucht nicht zu fürchten, belächelt zu wurden. * Leistungen, die der junge Jude im jüdischen Turn- und Sportverein vollbringt, sie sind nicht nur für ihn, sie sind für das Jüdische Volk erzielt. Er kämpft nicht für die Farben seines Vereines, er kämpft In erster Linie für die blau-weiße Fahne gegen das Märchen der körperlichen Untaugllchkeit der Juden. Der bei Wettkämpfen mit dem Davidstern auftretende Jude hat den Vorteil, sich unter verhältnismäßig gleichen und reellen Bedingungen mit seinem Gegner messen 2u können. Die jüdischen Turni. iportverelna W:ffj8 geben Allen Gelegenheit, ln sämtlichen Sportzweigen trainiert und ausgebildet zu werden. Jedermann hat die Verpflichtung, für sich und sein Volk seinen Körpe r In systematischer Schulung auazubilden. Und jeder junge Jude, jede junge Jüdin soll und muß das auch wollen. Zusammenschluß der Jugendorganisationen der Allgemeinen Zionisten Die zionistische Organisation für Westgalizien berichtet der zionistischen Exekutive in London über Bestrebungen für Zusammenschluß der Jugendorganisationen der Allgemeinen Zionisten, die vielfach von Erfolg gekrönt sind. Am 0. und 6. April fand in Lemberg eine Konferenz der Leiter der Jugendorganisation der Allgemeinen Zionisten «Hanoar Haiwri» unter Teilnahme von Vertretern der Allgemein-zionistischen Jugendorganisation Kongreßpolens statt. Nach langwierigen Verhandlungen wurde die Vereinigung beider Organisationen beschlossen. Hierdurch entsteht eine geeinigte Jugendorganisation mit über 10.000 Mitgliedern. Ferner haben die Unterhandlungen zwilchen der Jugendorganisation «Hanoar Haiwri» mit der Allgemein-zionistischen Jugendorganisation Qroßrumäniens «Histadruth Handar Hazioni» und der gleichgearteten Jugendorganisation in Transsylvanien «Haschomer* tu einem positiven Resultat geführt, so daß nunmehr ein Verband allgemein-zionistischer Jugend geschaffen wird, der Uber 20.000 Mitglieder zählt. Auf Initiative des Kibbuz Hanoar Haiwri in Petacn Tikweh hat eine Zusammenfassung der Allgemein-zionistischen Jugend in Palästina stattgefunden.. Die Zusammenfaasungsbestrebungen werden auf andere Länder ausgedehnt. Prof. Albert Abraham Michelsohn 70)lhrl£ verstorben Die amerikanische Gelehrtenwelt und die amerikanischen Jaden trauern um einen Helden der Forschung. Aus San Francisco wird berichtet: Am 9. Mal abends verstarb in Pasadena aut der Höhe seines Ruhmes Professor Dr. Albert Abraham Michelson, der größte amerikanische Physiker, Träger des Nobel-Preises, im Alter von 78 Jahren. Die letzten Wochen, Tage und Stunden des großen Gelehrten waren von Tragik überschattet: der einzig seinen Forschungs2ieIen hingegebene Gelehrte war, obwohl er sich seit mehreren Wochen in einem hohen Grade unpäßlich fühlte, ununterbrochen mit Messungen der Lichtgeschwindigkeit beschäftigt, die die Einsteinsche Theorie beweisen sollten. Das Arbeiten an der äußerst komplizierten und umfangreichen Apparatur, die für diese Messungen konstruiert worden war, strengte Michelson Uber seine Kräfte hinaus an. Vor einiger Zeit brach er während der Arbeit plötzlich bewußtlos zusammen und mußte nach Hause gebracht werden, wo er längere Zeit ohne Besinnung verblieb. Als er wieder zu sich kam, teilten ihm seine Assistenten mit, daß sein Experiment gelungen sei. Seiner großen Schwäche nicht achter.., begann der Gelehrte, vorn Bett aus eine Beschreibung seiner Versuche zu diktieren. Die Aufregung war jedoch zu groß für seinen geschwächten Körper, er erlitt kurz darauf einen Gehirnschlag, der ihn völlig lähmte und dem er nun erlegen ist. Mit der Gelehrtenwelt trauert auch das amerikanische Judentum um den Tod dieses Helden der Forschung. Prof. Michelson begann seine bahnbrechenden Arbeiten auf dem Gebiete der Optik. Er gab neue Methoden an zur Bestimmung der Wellenlänge des Lichtes und des Brechungsindex. Ein von ihm konstruiertes Interferometer für astronomische Zwecke gestattet, die Größe von Fixsternen mit außerordentlich kleiner Parallaxe zu bestimmen. In Gemeinschaft mit Morley wies er nach, daß die Geschwindigkeit des Lichtes in der Richtung der Erdbewegung die gleiche ist wie senkrecht dazu — ein Resultat, das Albert Einstein den Anstoß zur Aufstellung der speziellen Relativitätstheorie gab. Professor Michelson, der ln seiner Jugend aus Deutschland nach Amerika eingewandeft war, hat sich auch als bildender Künstler betätigt. Sein Interesse hat sich ursprünglich der ästhetischen Seite des Lebens zugewandt und erst auf dem Wege der Aesthetik hat er begonnen, sich für wissenschaftliche Dinge zu interessieren. Ein ntUM Synhedrlon? In London fand kürzlich eine von den Benel Brith Logen eirtbetufene Rabbinerkonferenz statt, die sich mit der Frage beschäftigte, ob nicht ein Forum geschaffen werden sollte, üm eine einheitliche Auslegung der jüdisenen Gesetze autoritativ zu beschließen. Rabbiner Df. Simonis stellte fest, daß der Sehutchan Aruch seit fast 400 Jahren zwingendes Recht sei, und daß es keine Autorität gäbe, die dieses Gesetz ändern oder fortentwickeln könne. Das sei eine in der Rechtswissenschaft einzig dastehende Tatsache. Diejenige Gruppe im Judentum, die von der Notwendigkeit einer Reform des jüdischen Gesetzes im Sinne moderner Lebensbedingungen Überzeugt sei, hätte das fortschrittliche Judentum ins Leben gerufen. Die Masse des Volkes hätte so getan, als ob sie auf dem Boden des Gesetzes stehe, hätte sich Aenderungen selbst gestattet, es habe sich jeder seinen Schulchan Aruch nach Belieben ausgelegt. Der dritte VoTksteii seien die Orthodoxem die unter allen Umständen am Althergebrachten festhalten und sich für die einzigen Hüter des Gesetzes halten. Das heutige Judentum ermögliche noch eine andere Einteilung, Der linke Flügel habe zentrifugale Tendenzen, das Zentrum vertiere den Zusammenhang mit der Jugend und der rechte Flügel sei in seinen Formen erstarrt und eine historische Anomalie. Es fehle eben die Autorität, die das jüdische Gesetz in Einklang mit unserer modernen Zeit bringen könne. Das könne nur einer Versammlung der führenden Rabbiner der ganzen Welt gelingen, deren Einberufung er Vorschläge. Dieses Synhedrion werde dazu berufen sein, das jüdische Gesetz einheitlich für alle Gruppen im Judentum auszulegen. Rabbiner M, L. Perizweig zitierte den englischen Chefrabbiner Dr. Hertz, der einmal gesagt habet «Wir leben unter einem Gesetze, das in seiner Entwicklung steckengeblieben ist.» Er. bezweifelt auch die Möglichkeit einer ejnvernehmlichen Zusammensetzung des vorgeschlagenen ßynhedrlons. Würde Rabbiner Sonnenfeld oder Rabbiner Kook zusammen mit dem Grand Kabbln von Frankreich, der den Gebrauch der Orgel in seinem Tempel dulde, sich zur vorgeschlagenen Beratung zusammensetzen? Würden die großen chassjdischen Rabbiner aus Osteuropa in einer Ratsversammlung mit englischen Rabbinern sitzen, die ln ihren Synagogen gemischte Chöre haben? Würden sich agudistlsche Rabbiner mit amerikanischen Rabbinern aus dem Seminar von Dr. Hertz zusammensetzen? Der ganze Plan sei eine Utopie. Nachdem noch H. Michaelis, S. M. Hertz und S. Gilbert Und Dr, Epstein gesprochen hatten, wurde eine von Doktor Simonis vorgeschiagene Resolution angenommen, in welcher die Benei Brith Logen in England und in der ganzen Weit aufgefordert werden, Mittel und Wege zu finden, um eine gesetzgebende Versammlung für die konstitutionelle Entwicklung des jüdischen Gesetzes ehestens zu ermöglichen. Per Schwadronslall des KBnljs Salomo Friedrich von Uppeln-Bronikowski referiert in der «Frankfurter Zeitung» über die Ausgrabungen des Orient- Institutes der Universität Chicago in Megiddo in Palästina, deren Bericht von P. L. 0. Guy jetzt vorliegt. Unweit der Stadtmauer fand sich ein großes Gebäude (55 :25.5 Meter) mit eigentümlichem Grundriß. Es bestand aus vier Abteilungen, deren jede durch zwei Reihen von Steinpfeilern mit einer Mittelgasse aus Steinplatten geteilt ist; zwischen diesen Pfeilern fand sich an einer Stelle noch ein steinerner Trog nach Art einer Futterkrippe. Das Gebäude war offenbar ein Stall, der Raum für eine Schwadron von 120 Pferden bot. Er stammt wie die ganze planmäßige Stadtanlage aus der Zeit um 1000 v. Ch., also der Zeit Salomos. Nun wissen wir aus dem I. Buch der Könige, Kap. IX, 10—19, und X, 2—29, daß Sa'omo außer seinem Palast und dem Tempel sowie den Stadtmauern von Jerusalem «Städte der Reiter und der Wagen» sowie Kornmagazine erbaut hat, u. a. die zerstörte Stadt Geser und Megiddo, und daß er ein Kavalleriekorps von 12.000 Mann und 1400 Kriegswagen aufgestellt hat, die er jüdischen Führern unterstellte und teils als Garde nach Jerusalem, teils in die von ihm erbauten Festungen legte. Weiter heißt es: «Und man brachte Salomo Pferde aus Aegypten und allerlei Wagen, je einen Wagen um 6CO Sekel und ein Pferd um 150. Also brachte man sie auch allen Königen der Hethiter und in Syrien durch ihre Hand.» Mit anderen Worten: Salomo bezog diese Truppenformationen fertig aus Aegypten, dessen Pharao sein Schwiegervater war, und was er selbst nicht behielt, verkaufte er weiter an seine nördlichen Nachbarn. Die Ausgrabungen in Megiddo bestätigten schlagend diese Nachricht der Bibel; der aufgefundene Schwadronstall hat offenbar für Salomos Kavallerie oder als Depot für seinen Soldatenhandel gedient. Das Merkwürdigste dabei ist vielleicht, daß die Aegypter selbst das Pferd und den Streitwagen, den Vorgänger der modernen Tanks, erst durch die Hethiter in Kleinasien kennengelernt und deren Vorbild nachgeahmt hatten. Offenbar aber hatten sie ihre Lehrmeister ln der Ausbildung und Organisation bald derart überflügelt, daß diese jetzt Pferde und Streitwagen durch Salomos Zwischenhandel aus Aegypten bezogen, also eine völlige Umkehrung der Dinge. Allerdings war die einst so bedrohliche hethitlsche Großmacht damals schon zum Schatten verblaßt, und so hatte Salomo neben dem materiellen Gewinn an seinem Monopotharidel, der stark an den der späteren Ptolomäer In Aegypten. erinnert, vor allem auch ein politisches Interesse daran, seine nordischen Nachbarn zu stärken, um siCh selbst eine Rückendeckung gegen die bedrohlichen Großmächte des Zweistromlandes, Ä6sur und Babel, zu schaffen. Nimmt man dazu seine verwandtschaftlichen Beziehungen zu Aegypten und sein freundschaftliches Verhältnis zu der phönikischen Seemacht von Tyrus, so erkennt man ein wohldurchdachtes System des bewaffneten Friedens, das den jungen jüdischen Staat zur Blüte brachte, und man versteht, warum die Zeitgenossen Salomos Weisheit bewunderten, obwohl die Juden über sein strenges Regiment und seine Abgötterei murrten. Wie richtig diese Politik war, zeigte sich sofort nach seinem Tode, als man sie verließ und der Staat ln zwei Hälften auseinanderklaffte, die sich gegenseitig bekämpften und schwächten. Der Sturz der Taniten-Dynastle in Aegypten, der den lybischen Söldnerführer Scheschonk (Sisak) zur Macht brachte, kam hinzu. Dieser Condottiere, mit dem sich der ehrgeizige Jerobeam, der neue König des jüdischen Nordreiches, versippt hatte, bekriegte das Südreich des Rehabeam und plünderte Jerusalem, wobei Ihm die erst kürzlich an Salomo verkauften Pferde und Streitwagen gewiß eine willkommene Beute waren, die sein Vordringen erleichterten. Und das Nordreich erlag trotz neuer Festung*- bauten bald den Assyrern, ein Jahrhundert bevor das Isolierte Südreich zwischen Aegypten und Babylon zerrieben wurde. Bel Megiddo fiel einer seiner letzten Könige, Josias, im Kämpfe gegen den Pharao Recho II., der seinerseits fünf Jahre später dem Nebukadnezar von Babylon bei Karkemlsch unterlag. Diese Doppelkatastrophe, die zum babylonischen Exil der Juden und zur Zerstörung Jerusalems führte, macht# der nationalen Staatsgründung Davids und Salomos ln Palästina ein frühes Ende. Ein Jüdisches RechsphSnomen Im Warschauer «Bildungsmuseum» hielt der über Polen hinaus bekannte jüdische Rechenmeister Dr. Sally Finkeistein vor einem Kreise von Gelehrten und Pädagogen ein Referat über die psychophysiologischen Grundlagen der mathematischen Begabung. Hauptfaktoren solcher Begabung sind u. a. übcrnormales Gedächtnis, Vorstellungskraft, Konzentrations- und Assoziationsfähigkeit. Hauptsächlich aber ist die Rechenbegaburtg mit der histologischen Entwicklung des Gehirnes verbunden. Dr. I Fplsteh Illustrierte sein# Feststellungen durch blitzschnelle i ^::ng zahlreicher ihm von den Zuhörern aufgegebener sehr komplizierter mathematischer Aufgaben, was das Erstaunen der anwesenden Gelehrten hervorrief. Es wurde festgestellt, daß die Summierung von 15 Zahlen bei Dr. Flnkelsteln eine Viertel- Sekunde dauert. Mit der Erforschung der phänomenalen Rechenbegabung Dr. Finkeisteina befassen sich insbesondere die Professoren Wltwickl und Segal in Warschau, ProfeaiOf Czeszowski in Wilna und Professor Henijig in Danzig.

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