Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 175 (14.5.1931)
- Date
- 1931-05-14
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 10 OIE STIMME . Nr. 175 — 14. Mai 1931 deutlich anzugeben haben, unterzeichnet werden. Kein Wahlberechtigter darf mehr als einen WahlvorschJag unterzeichnen. Die Wählerlisten werden im Bureau der H. W. K. und an weiteren von der H. W. K. zu bestimmenden Stellen in der Zeit vom 20. bis 27. Mai 1931 zur öffentlichen Einsichtnahme aufgelegt werden, innerhalb dieser Frist können von Wahlberechtigten Proteste gegen die Aufnahme oder Nichtaufnahme von Wählern bei der H. W. K. erhoben werden. Die Wahl ist direkt und geheim. Jeder Wähler muß persönlich iii dem nach seiner Adresse für ihn zuständigen Wahllokal erscheinen. Die Wahlkommissionen haben nur solche Wähler zur Abstimmung zuzulassen, die in der Wählerliste enthalten sind und ihre Identität mit einem Personaldokument (Geburtsschein, Heimatsschein, Trauungsschein, Reisepaß oder sonstiger Legitimation mit Lichtbild — Meldezettel allein genügt nicht) auszuweisen vermögen. Bestehen Zweifel darüber, ob ein Wähler das 18. Lebensjahr vollendet hat, ist die Wahlkommission berechtigt, die Zulassung zur Wahl von der Vorlegung eines Dokumentes, aus dem das Alter des Wählers hervorgeht, abhängig zu machen. Wahlproteste müssen von 20 Wählern mit Vor- und Zunamen, Beruf und Adresse deutlich unterzeichnet sein. Sie müssen bis spätestens 10. Juni 1931 am Orte ihrer Bestimmung eintreffen. Jeder Protest muß enthalten: 1. Genaue Bezeichnung des Wahlortes, ev. Wahlkreises; 2. Angabe der Tatsachen, die angefochten werden. 3. Angabe von Beweismitteln und, wenn möglich, auch Vorlage von Zeugenaussagen, die eigenhändig "gezeichnet sein müssen. Die Hauptwahlkommission des Landesschekelverbandes für Oesterreich. Gesellschaftsreise des Palästinaamtes Wien nach Palästina Palästina ist durch sein vorzügliches Klima in allen Jahreszeiten als ein für Erholungszwecke besonders geeignetes Land anzusehen. Strandbäder in Tel-Aviv und Haifa, Luft kurorte auf den Bergen, heilbringende Quellen in Tibtrias usw. geben dem Lande eine ganz besondere Bedeutung als Erholungs-, Heil- und Ferienplatz. Hinzu kommt, daß die Aufenthaltskosten nach der Saison (Ende Mai bis Ende November) bedeutend niedriger sind als in den Wintermonaten, so daß diese Monate als für Volks-, Jugend- und Ferienreisen besonders geeignet anzusehen sind. Um es auch minderbemittelten Kreisen oder solchen, deren Ferienaufenthalt an die Sommerzeit gebunden ist, zu ermöglichen, diese Zeit in Palästina zu verbringen, veranstaltet das Palästinaamt über vielfachen Wunsch am 2. Juni 1931 eine Gesellschaftsreise nach Palästina. Die Reise ist für Personen gedacht, die sich nicht an einem gemeinsamen Aufenthalte im Lande zu beteiligen wünschen, ferner für Leute, die die Möglichkeit haben, bei ihren dort lebenden Verwandten oder Bekannten die Ferien zu verbringen. Die Rückreise kann auch einzeln mit einem wöchentlich verkehrenden Schiff des Lloyd Triestino angetreten werden. Die Durchführung der Reise ist von einer Mindestteilnahme von 10 Personen abhängig. Der Preis der Reise beträgt S 495.—. ln diesem Preise sind enthalten: Bahnfahrt von Wien nach Triest und von Triest nach Wien in der 111. Klasse Schnellzug; Hin- und Rückfahrt mit einem direkten Dampfer des Lloyd Triestino, III. Klasse-Kabine; Ausbootung im Hafen. Anmeldungen zur Teilnahme werden bis 20. Mai 1931 vom Palästinaamte, Wien, I., Kärntnerstraße Nr. 28 (Telefon R 27-4-85), entgegengenommen. Dr. Josef Löwenherz über die Aufgaben der Kultusgemeinde In der von den Bezirkssektionen Xll-XIV-XV und VI-VI1 gemeinsam einberufenen Veranstaltung sprach am 3. Mai 1931 Vizepräsident Dr. Josef Löwenherz im Heime der Bezirkssektion Xll-XV, XV., Herklotzgasse 21, über die Aufgaben und das Wirken unserer Kultusgemeinde. Zum Kapitel Steuern wies Dr. Löwenherz darauf hin, daß es der Kultusgemeinde zwar gelungen ist, das Defizit der früheren Jahre auszugleichen, daß man aber heute mit einem präliminierten Defizit im Betrage von S 500.000.— zu rechnen hat, was natürlich die Arbeit der Kultusgemeinde in hohem Maße erschwert. Während wir im Jahre 1924 (Zeit- §unkt des Eintrittes Dr. Löwenherz’ in den Kultusvorstand) 6.000 Steuerzahler hatten, zählte man im Jahre 1930 60.000 Steuerzahler, während sich die Steuereingänge von S 1,200.000.— auf S 2,500.000.— erhöhten. Die Kultusgemeinde ist-bestrebt, Steuererhöhungen zu vermeiden, sie beabsichtigt vielmehr, eine differenzierte Staffelung auszuarbeiten, um allen Steuerträgern gerecht werden zu können. Wenig erfreulich ist das Kapitel Bevölkerungsstatistik. Trotzdem die Zahl der Trauungen nicht zurückgegangen ist, haben wir ein Minus von 1800 Seelen im letzten Jahre zu verzeichnen, woran die geringe Zahl der Geburten (1210) gegenüber den Todesfällen (2097) und Austritten (780) Schuld trägt. Wiedergewonnen wurden durch Eintritte und Rücktritte 380 Seelen. Wenn die Abnahme der jüdischen Bevölkerung andauernd anhalten sollte, ist zu befürchten, daß das Minus nach zehn Jahren 10 Prozent der heutigen Bevölkerungszahl (220.000) betragen wird. Zum Kapitel Erziehung bemerkte Dr. Löwenherz, daß die Zahl der Studierenden im letzten Jahre leider wieder um 1000 zugenommen hat. Dagegen ist es zu begrüßen, daß ungefähr 200 junge Leute sich in der Chaluzorganisation zu Landarbeitern ausbilden lassen. Zum Punkte Kultus stellte der Vortragende mit Befriedigung fest, daß heute allgemein die Erkenntnis durchgedrungen ist, daß es eine jüdische Erziehung ohne Kenntnis der hebräischen Sprache nicht gebe, ln dieser Erkenntnis wurden Ergänzungsschulen ins Leben gerufen, die den Zweck verfolgen, den Kindern eine tiefere und gründlichere Bildung zu vermitteln. In 14 Gemeinde- und 38 Privatschulen genießen heute gegen 3600 Kinder Ergänzungsunterricht. Besonderes Gewicht wird auch auf die regelmäßige Abhaltung des Jugendg^ttesdienstes gelegt. Eingehend behandelte Dr. Löwennerz die Fürsorgetätigkeit der Kultusgemeinde. Es besteht, nun eine Fürsorgezentrale und es geht das Bestreben dahin, alle Bedürftigen der Fürsorge teilhaftig werden zu lassen, ln dieser Beziehung sind bereits große Erfolge zu verzeichnen, im einzelnen behandelte der Vortragende dann die einzelnen Institutionen, wie Kindergärten, Mütterberatungsstellen, das Spital des Versorgungshauses» dessen Vergrößerung durch Bau eines Pavillons für 100 Personen in Aussicht genommen ist. Für den Bau eines Studentenheimes besitzt die Kultusgemeinde bereits einen Grund im 9. Bezirk und es ist für diesen Zweck in der letzten Zeit eine Spende von 5000 Pf. St. eingelangt. Die Subventionen für den Tempel wurden auf den Betrag von 180.000 S erhöht. Zum Schluß erwähnte Dr. Löwenherz noch, daß die Kultusgemeinde fortlaufend mit der Regierung wegen der Bundeszuschüsse, die den Juden auf Grund des Staatsvertrages von St. Germain und der Verfassung gebühren, in Verhandlung steht. Er sprach die Hoffnung aus, daß es doch endlich gelingen werde, die Regierung zur Erfüllung ihrer Verpflichtungen zu veranlassen. Ing. Kaplansky kommt nach Wien Mittwoch, den 20. Mai 1931, spricht um halb 8 Uhr abends im Festsaale des Hotels Continental, II., Taborstraße Nr. 8, Ing. S. Kaplansky, einer der führenden Männer der Poale Zion, der auch eine leitende Stelle in der zionistischen Weltbewegung einnimmt. Salomon Kaplansky ist uns noch von der Zeit seines Aufenthaltes in Wien bekannt. Er hat sich um den Zionismus in Wien und um das Aufbauwerk in Palästina große Verdienste erworben. Kaplansky war einer der ersten Vorkämpfer der genossenschaftlichen Kolonisationsmethode. Er trat für sie ein zu einer Zeit, als sowohl in der zionistischen Weltbewegung als auch unter der Poale Zion diese Kolonisationsmethode abgelehnt wurde. Als Leiter des Kolönisationsdepartements der zionistischen Exekutive in Palästina war Kaplansky bestimmt, die Grundlagen für das Kolonisationswerk im Emek zu schaffen. In politischer Beziehung vertrat Kaplansky eine aktivistisch-freundschaftliche Politik den Arabern gegenüber. Im letzten Abschnitt der politischen Ereignisse, nach Erscheinen des Weißbuches Passfields und des darauf folgenden Mac- Donald-Briefes, nahm Kaplansky regen Anteil an der politischen Führung der zionistischen Exekutive. Der Besuch Kaplanskys erregt mit Recht allgemein großes Interesse. Angesichts des bevorstehenden Kongresses gewinnen die Erörterungen Kaplanskys besondere Bedeutung. Silbernes Buch des Keren Kajemeth Das Silberne Buch des Keren Kajemeth liegt zur öffentlichen Einsicht im Keren-Kajemeth-Bureau auf. Bisher sind 12 Eintragungen durchgeführt worden. Es wurde angeregt, daß jede zionistische Bezirkssektion und Gruppe anläßlich der Eröffnung des Silbernen Buches sich in dasselbe eintragen lasse. Als erster folgte dieser Anregung der jüdische Pfadfinderbund «Zirenu». Die ersten 50 Diplome werden gelegentlich der feierlichen Eröffnung des Silbernen Buches an die Geehrten überreicht werden. Ein Palästinalegat Vor kurzem verstarb in verhältnismäßig jungen Jahren Rechtsanwalt Dr. Emil M e d a k. Ein feiner und kultivierter Mensch ist mit ihm dahingegangen und ein treuer Zionist, der der Sache der jüdischen Erneuerung mit voller Ergebenheit anhing. Am Parteitreiben teilzunehnren, war nicht seine Art. Aber als Beweis seiner Anhänglichkeit an die zionistische Sache diene, daß Dr. Medak testamentarisch den Betrag von S 2000.— für Palästinazwecke bestimmt hat. — Ehre seinem Andenken! Erster Kongreß Diskussionsabend Am vergangenen Mittwoch fand die erste der Veranstaltungen, die von den Bezirken I, III, IV/V und VIH/IX zur Erörterung der aktuellen Kongreßfragen gemeinsam durchgaführt werden, statt. Dieser Abend kann füglich als vollkommen gelungen bezeichnet werden. Ein zahlreiches Publikum hatte sich eingefunden. Auch Vertreter anderer Sektionen waren erschienen. An Stelle des plötzlich erkrankten Referenten, Herrn Dr. E. M. Zweig aus Jerusalem, 3röffnete die Diskussion über die «Araberfrage» der Präsident des Landeskomitees, Herr Dr. G r ü n b a u m. In kurzen Zügen skizzierte der Referent die wirtschaftliche und politische Lage, die das Araberproblem dafstellen. Weder verzagter Pessimismus noch, übers,chäymender Optimismus dürfen für die Beurteilung der Situation maßgebend sein. Das Araberproblem ist nicht durch Phrasen am grünen Tisch zu bereinigen, sondern durch die Praxis und das Leben. Die neuen Pläne der englischen Regierung mit dem Landentwicklungspjan berühren dieses Problem und werden wohl im Sinne der Zionisten geleitet werden. Die Diskussion, die sich an diese Ausführungen schloß, zeigte das lebhafte Interesse an der angeschnittenen Frage. An dieser beteiligten sich Frau Dr. Hoffmann, die Herren Dr. Korner, Kraus, Weinreb, Dr. Löwy und Dr. Reich. Die Debatte wurde vollkommen sachlich geführt und bewies, wie wichtig derartige Abende für die Aufklärung und däs Verständnis der den Zionismus betreffenden Fragen sind. Ankündigungen und Mitteilungen Todesfall. Am 11. d. M. verschied hier nach kurzem schweren Leiden Herr Adolf Brainin, Seniorchef der bekannten Pelzfirma «Gebrüder Brainin», Neffe des bekannten hebräischen Schriftstellers Reuben Brainin. Die Beerdigung fand Mittwoch, den 11. d. M.. halb 12 Uhr. auf dem Zentralfriedhof XIV. Tor) statt. «Jabotlnsky spricht.» In diesem Aufsatz von Z. F. Fla» kelstein in unserer vorigen Nummer ist ein Druckfehler unter* laufen. Es soll dort natürlich nicht «Das Maulwurfskorps auf Gallipoli», sondern «Maultierkorps» heißen. Der Setzer dachte anscheinend in den Festtagen Freuds an all die menschlichen Maulwürfe, deren ganze Intelligenz sich im Aufwühhn von Druckfehlern auswirkt. Diskussionsabende. Als dritte Veranstaltung der gemeinsamen Diskussionsabende, veranstaltet von den Sektion 1, III, IV/V, VIII/IX, findet am Mittwoch, den 20. d. M., um halb 9 Uhr abends im Blauen Saal des Cafe Silier, I., Schwedenplatz, Mezzanin, die Aussprache über die Frage «Einwanderung, Berufsumschichtung, Privatinitiative» statt. Das einleitende Referat hält Herr Dr. Leo Goldhammer. Die Ausstellung des Misehmar-Haowdim: «Soziologie des jüdischen Volkes» ist wegen des großen Interesses, das ihr von allen Seiten entgegengebracht wird, bis zum 23. d. M. verlängert worden und bleibt täglich von 8 bis 10 Uhr abends geöhnet. Ort: Borochovheinr, II., Blumauergasse 1. Zionistische Frauengruppe Mariahilf-Neubau veranstaltet am 23. Mai, 4411 Uhr abends, im Tonkino Mariahilf, VI., Gumpendorferstraße 67, einen Kino-Abend. Das Reinerträgnis fließt dem Keren Kajemeth zu. Organisation zionistischer Frauen Oesterreichs. Dienstag, den 19. Mai, Führung durch den alten jüdischen Friedhof, IX., Seegasse, unter Leitung des Herrn Reg.-Rat Dr. Wachstein, Leiter der Bibliothek der Israel. Kultusgenreinde, Treffpunkt: %6 Uhr vor dem jüd. Versorgungshaus, IX., Seegasse 9. Anmeldungen bei Frau Dr. Sophie Löwenherz, Tel. A 16-0-44; Frau Blanka Federn-Lipschütz, Tel A 15-7-19; Frau Sabine Passweg, Tel. A 11-1-34. Organisatlons* und Propagandakomitee der Wizo. Den Leiterinnen der Bezirksgruppen wird hiemit zur Kenntnis gebracht, daß an jedem Dienstag, Mittwoch und Donnerstag des Monates Mai zwischen 5 und 7 Uhr abends im Zionistischen Landeskomitee, I., Kärntnerstraße 28, Tel. R 27-4-86, Damen des Propaganda- und Aktionskomitees zur Auskunft und Informafionserteiiung zur Verfügung stehen. Klub Jung-Wizo, I., Jordangasse 7, Mirjamhelm. Dienstag, den 26. Mai, um 8 Uhr abends Vortrag des Herrn Dr. Isidor Klaber über das Thema «Jüdische Fürsorge». Trauerfeier für den seligen Rabbiner Jakob Twersky«- Sonntag, den 10. d. M., fand inr Misrachi-Heime die Haskarahfür den seligen Rabbiner Jakob Twersky statt. Nach Eröffnung der Feier durch den Präsidenten Herrn Löw, weichet in sehr warmen Worten des Wirkens des Dahingeschiedenen gedachte, ergriff der Vereinsrabbiner Herr Isak Neumann das Wort zu einem sehr eindrucksvollen Nachruf, welcher großen Eindruck auf die Zuhörer machte. Zum Schluß hielt noch Herr! Schapira dem Verstorbenen einen kurzen, aber wirkungsvollen Nachruf, woruaf von Herrn Oberkantor Bohomliny; das EI Mule Rachmim stimmungsvoll vorgetragen wurde. Zionistische Bezirkssektionen XII/XIV/XV. Montag, den 18. Mai 1. J., Punkt 469 Uhr, spricht in unserem Heime, XV., Herklotzgasse 21, Prof. A. Freud über «Die Organisation des Palästinaaufbaues». Ein Kinderfest für Erwachsene. Am Pessach scheni- und Lag baomer-Fest, das Sonntag, den 3. Mai, im Theater «Reklame» gefeiert wurde, bot die hebräische Praterschule, die das Fest veranstaltete, dem Publikum, worunter sich seltsamerweise viele Nichtjuden befanden, ein reiches Programm. Nebst den schon vorigen Pessach aufgeführten «Schir haschirim» und «Sederabend beim Wunderrabbi» führten die Kinder der Praterschule mit gleicher Bravour und gleich glänzendem Erfolg ein «Lag baomer-Fest in der jüdischen Kolonie» auf. Die begeisterte Aufnahme, die diese populären, urjüdischen Szenen beim Publikum fanden, legt ttir deren allseitigen Wert ein beredtes Zeugnis ab. Es gebührt Mayer Chartiner, der diese Sachen verfaßt, mit eigenen Gesängen versehen und zur Ausführung gebracht hat, besondere Anerkennung. Auf dem Gebiete der Erziehung der modernen jüdischen Jugend hat er e 1 n wirkliches Novum geschaffen: Eine religiös-nationale hebräische Atmosphäre auf der Bühne, wo das jüdische Kind, das im Elternhause nur wenig vom wirklichen Judentum und jüdischer Sitte erfährt, diese auf der Bühne selber erlebt. Generalversammlung des täglichen unentgeltlichen Armenausspeise-Yereines «Seudat Sabat», IL, Malzgasse 2, Dienstag, den 21. April 1. J., fand die XIII. ordentl. Generalversammlung statt. Als Vertreter sind erschienen: Für die Israel. Kultusgemeinde: Herr Kultusvorsteher Min.-Rat Moses Weiner; für die Israel. Allianz: Herr Rabb. Dr. Arnim Kaminka; für die Fürsorgezentrale der Israel. Kultusgemeinde:; Dr. Nahum Blauer; für die zionistischen Mandatare der Israel. Kultusgemeinde: Dr. Desider Friedmann. Der Rechenschafts- und Kassabericht wurden dankend zur Kenntnis genommen. Die laut Statuten ausgelosten Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt. Neugewählt wurden die Herren M. Rohatyn und Sal. Berglas. Herr Dr. Leo Landau, der Präsident des Vereines, hat in einer Ansprache die Wirksamkeit und den Ausbau des Vereines geschildert (im Jahre 1930 wurden zirka 50.000 Portionen verabreicht) und ersucht, mitzuarbeiten, um den Verein auch weiterhin auf dieser Höhe zu erhalten. Die Volkshochschute. Wien, Volkshelm, XVL, Ltido* Hartmahn-Platz 7, veranstaltet im heurigen Sommer folgende Studienreisen: Italien: Venedig—Florenz—Rom, Anschlußreise Neapel, 6. bis 16. Jiirii, bezw. 19. Juni, S 290.—* bezw. S 380.—; Paris: 5. bis 15. Juli. S 285.—; A u t oreise durch Oesterreich und Südtirol, 12. bis 26. Juli, S 300.— Quer durch die Ostalpen, 1. bis 15. August, S 110.—, ohne Verpflegung; Autoreise durch S t a d t u n d L a n d S a 1 z b u r g, 1. bis 16. August, S 200.—; Dalmatien, 16. bis 28. August, S 285.—j Konstantinopel, 16. August bis 4. September, S 395.—, In den angeführten Preisen sind inbegriffen: Hin- und Rückfahrt, volle Verpflegung, Nächtigung, Besichtigungsgebühren, Autorundfahrten, Abgaben, Trinkgelder. Teilnehmeranzahl beschränkt, eheste Anmeldung erforderlich. Ausführliche Prospekte unentgeltlich in allen Volkshochschulkanzleien und durch die Zentrale, XVI., Ludo-Hartmann-Platz 7. Gesellschaftsreise nach Bratislava. Zu der von der Misrachijugend Sonntag, den 24., und Montag, den 25. (Pfingsten), veranstalteten Gesellschaftsreise nach Bratislava werden Anmeldungen nur mehr bis längstens Montag, den 18., entgegen genommen. Anmeldungen zwischen 8 und 10 Uhr abends im Heime, II., Praterstraße 11. Brith Hanoar Hamlsrachl. Sonntag, den 17., Exkursion in die Simmeringer Gaswerke. Treffpunkt: präzise 8 Uhr früh im Heime, II., Praterstraße 11. Der Bundesminister für Justiz hat im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Handel und Verkehr den Prokuristen der Firma B. Spiegler & Söhne, Josef Lemberger, zum fachmännischen Laienrichter bei dem Handelsgerichte Witt* mit dem Titel eines Kommerzialrates ernannt—/'*