Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 175 (14.5.1931)
- Date
- 1931-05-14
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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DIE SUMME «elfe 0 Nr. 175 — 14. MM 1931 ZtonlsflMftcs leben ln Wien Parteisteuer Dal Landesliomitee hat sich ati alte Organisationen gewendet und sie darauf aufmerksam gemacht, daß die ganze Parteisteuer ehestens abzuführen ist, damit ihre Mitglieder zu dem bevorstehenden Detegiertentag das Wahlrecht ausüben können. Das Landeskomitee legt Wert darauf, daß nicht nur eine sofortige Ablieferung erfolgt, sondern daß alle Organisationen sich noch bemühen, die Zahl ihrer Mit« glieder zu erhöhen und die Parteisteuer bei diesen Mitgliedern einzuheben. Die Parteisteuer ist nicht nur ein Bekenntnis zur Organisation, sie beschafft auch der Leitung die Mittel, ohne welche sie nicht arbeiten kann. Es genügt nicht, daß die einzelnen Teile der Organisation an die Leitung mit Forderungen herantreten, sie müssen auch ihrerseits ihren Verpflichtungen der Leitung gegenüber nachkommen. Die Frist zur Bezahlung der Parteisteucr wird mit dem 15. Mai 1931 festgesetzt. Gleichzeitig sind die Mitgliederlisten mit genauer Angabe des Berufes und der Adressen der einzelnen Mitglieder dem Landeskomltee vorzuiegen. Helfet beim Ausbau der Organisationen! Führet die Parteisteuer in vollem Umfange rechtzeitig ab! Das Zionistische Landeskomitee für Oesterreich. % / Schekelaktion Die Zionistische Exekutive hat den Endtermin für die Schekelvcrrechnung zur Zugrundelegung der Delegiertenmandate für den 4. Mal bestimmt. Es werden aber alle jene Schekelzahler, die zehn Tage nach diesem Termin, also bis zum 14. Mai ihren Schekel elnzahlen, ln die Wählerliste aufgenommen und können ihr Wahlrecht zum Kongreß ausüben. Es werden daher alle Gesinnungsgenossen, die ihren Schekel noch nicht entrichtet haben, auf diese Bestimmung aufmerksam gemacht und aulgefordert, rechtzeitig ihren Schekel zu kaufen. Gang1 zum Grabe Theodor Herzls Wie wir bereits in der vorwöchigen Nummer der «Stimme» aufmerksam gemacht haben, findet der diesjährige Gang zum Grabe Theodor Herzls am Döblinger Friedhof Sonntag, den 31* Mai 1031, um i/210 Uhr vormittags statt. Alle Körperschaften und Gesinnungsgenossen werden aufgefordert, sich zahlreich und pünktlich einzufinden. Aufstellungsplan. Gruppe l : Mitglieder des Aktionskomitees, Landeskomitees, auswärtige Delegierte, Partelratsinitglieder, Keren Hajessod, Keren Kajemeth, Vorstände der Fraktionen, Föderationen und Sonderverbände: Hochschule für Bodenkultur (Rampe), Richtung Petcr-Jordan-Straße. iHtp p e I I: Zionisti sc h - a k ade m i s di e Verbindungen urfd Vereine Oesterreichs, Gesatntverband jüdischer Hochscliüier Oesterreichs «Judäa»; anschließend an Gruppe 1, Hochschule für Bodenkultur (Rampe). Gruppe I II: Frauenorganisatjo.n: Feisimantelstraße, von der Hochschuistiaße am Gruppe IV: Bezirkssektionen 1—IX: Liniiö-. platz, von der Hochschulstraße an, Gruppe V: Bezirkssektionen X—XXI: Dittesgasse. Ecke Fcllx-Mottl-Straße. 0 r u p p e V I : Fraktionen und Sonderverbände: a) Mitachduth, MisraChi, Pöale Zion, Turn- und Spoftverband,; Union der Zionlsten-Revisionistön: Blaasstraße, Richtung Felix-Mottl-Straße; b) Verband der demokratischen Zionisten: Peter-Jordan- Straße, Ecke Hochschulstraße. Gruppe VII: fugendgruppett, die am Aufmarsch von der Franz-Josefs-Bahn nicht teilnehmen: Cottagegasse, von der Felix-Möttl-Straße an, Der Aufmarsch erfolgt in der angegebenen Reihenfolge. Die Jugendgruppen formieren sich uni 8 Uhr früh bei der Franz-Josefs-Bahn (Nordbergstraße) und marschieren Über Aiserbachstraße, Nußdorferstraße, Billrothstraße, Pellx-Mottl-Shaße zum gemeinsamen Treffpunkt. Die Jugendgruppen formieren sich in folgender Reihenfolge: a) die dem Zionistischen Landeskomitee und der Misrachi angehörenden Gruppen; b) die dem Linkskartell angehörenden Gruppen; c) andere jüdische Gruppen. Der Aufmarsch beginnt um präzise j^tO Uhr, Treffpunkt 141° Uhr an den angegebenen Plätzen. Unsere geehrten leaor werden auf das Inserat der PelnwaBchanstalt «Habeburg», Zentrale: VI., Wallgasse Nr. 4 (Seite 1), aufmerksam gemacht. Die Plrmn ist als einzige dieser Branche Mitglied der Rabattsektion des Keren Kajemetb, und die Mitglieder dieser Sektion genießen bei Bestellungen den üblichen Rabatt« Die Arbeit des Keren Ka|emeth Silbernes Buch des Keren Kajemeth. Erste Eintragungen: 1. Theodor H e r z 1, anläßlich des heurigen Geburtstages. 2. Frau Rosa Plaschkes durch Dr. Siegfried Plaschkes. 3. Dr. Siegfried Plaschkes durch das Präsidium des Keren Kajemeth. 4. Dr. Siegfried Plaschkes durch Dr. Alfred Löwy. 5» Dr. Alfred Löwy durch die Sektion V11I/IX. 6. Egon Lö wen bei n, 7. Dr. Emil Schmitz durch die Zionistische Sektion UI. 8. Medizinalrat Dr. Samuel Ruß durch Doktör Ferdinand Knecht. 9. Frau Sophie und Dr. Josef Löwenherz durch Frau Dr. Gelber. 10. Direktor Friedrich G r ü b e 1 durch die Ver- ~ Sicherungsabteilung des KKL. 11. Direktor Dr* Wilhelm Berliner durch die Versicherungsabteilung des KKL. 12. Jugendbund «Z i r e n u». 13. Dr. Z. F. F i n k e 1 s t e i n durch Fräulein Stella K. Das Präsidium des Keren Kajemeth hat beschlossen, den ersten 50 eingetragenen Personen, respektive Gruppen die entsprechenden Diplome gelegentlich der feierlichen Eröffnung des Silbernen Buches (Sefer Hakesef) zu überreichen. Versicherung zugunsten des Keren Kajemeth. Die Versicherungsabteilung des Keren Kajemeth hat eine Aktion eingeleitet, die bezweckt, Versicherungen zugunsten des Keren Kajemeth durchzuführen, und zwar auf folgender Grundlage: Im Erlebensfälle fällt die versicherte Summe ganz dem Keren Kajemeth zu, im Ablebensfalle die eine Hälfte den Erben des Versicherten, die andere Hälfte dem Keren Kajemeth. Durch die Aktion sollen dem Keren Kajemeth neben den Spenden neue Mittel zum Zwecke der Ausdehnung des jüdischen Bodenbesitzes für die jüdische Kolonisation zufließen. Schon nach drei Jahren erhält der Kerctf Kajemeth gegen minimale Zinsen 65 Prozent der eingezahltcii Prämien ztrseP ner freien Verfügung. Bisher haben 50 Personen Versicherungen auf insgesamt 60.000 Schilling abgeschlossen. Goldbucheintragungen Balfour. Gruppen und Vereine sowie Einzelpersonen, die Lord Balfour in den Balfour-Band des Goldenen Buches des Keren Kajemeth eintragen wollen, werden darauf aufmerksam gemacht, daß mit 1. August d. {. die Frist abläuft, innerhalb welcher die Durchführung der Eintragung noch möglich ist. Spätere Balfour-Eintragungen werden in diese Abteilung des Goldenen Buches nicht mehr aufgenommen werden können. Goldbucheinträgung Obsrkantor Gersoti Margulies. Der Jugenüverein «Ercz Israel» hat beschloss sen, den hochverdienten Oberkantor ins Goldene Buch einzutragen. Alle Verehrer der großen Kunst dieses Gesinnungsgenossen haben die Möglichkeit, sich an dieser Ehrung mitzubeteiligen. Muttertag. Anläßlich des Muttertages stifteten: Ester Schwarz S 5.— als Blumenablöse; Anny Jägerndorf S 10.50; Hans Mandler S 10.50; Heini und Adi Wittlin S 21.—; Daniel Mamber S 10.50. . Büchsenleerung. Die nächste. Büchsenleerung 'findet.in. der .Zeit vom 17; Märbi^T^ BÜchseninhäher werden ersticht,. Von den Büch$efi~:r leerem ausdrücklich die Leerungslegitimation zu verlangen. Jede Leerungslegitimation läuft bloß für die betreffende Leerung. KKL-Sammlungen bei Familienfeierlichkeiten (Hochzeiten. Brüh Miloth, Bar Mizwoth u. dgl.). Diese Faniilienfeierlichkeiten bieten günstige Gelegenheit, Sammlungen für den Keren KaJemeth zu veranstalten. Es gibt eine Reihe von, Gesinnungsgenossen, die sich freiwillig in den Dienst dieser Tätigkeit stellen. Damit derlei Gelegenheiten genügend ausgenützt werden können, muß der Keren Kajemeth von allen solchen Festlichkeiten Kenntnis erhalten. Alle Gesinnungsgenossen und Freunde des Keren Kajemeth werden hiemit höflichst ersucht, dem Keren Kajemeth-Bureau derlei Feierlichkeiten mit genauer Angabe der Adresse der Veranstalter bekanntzugeben. Lüxusbüchse des Keren Kajemeth. Das Hauptbureau des Keren Kajemeth hat eine gut gelungene Luxus-Keren-Kajenieth-Öüchse herausgebrachf, die an Interessenten zum Preise von $ 4.50 (inklusive Porto) zur Verfügung gestellt wird, Diese Büchse ist viel kleiner als die normal^, sie hat die Form eines Buches, und zwar eines in Leder gebundenen; auf der Titelseite befindet sich eine Harte Palästinas, auf der die Jüdischen Böden In roter Farbe verzeichnet sind. Anfragen und Bestellungen sind an das Keren- Kajemeth-Bureau, Wien, I., Kärntnerstraße 28, zu richten. Neue «Lanoar»-Hefte. An neuen Heften sind & schienen: Hakarmel v. und Golath Tejman von A. Tabib, eine glänzende Darstellung des Kulturlebens der jemenitischen Judenheit. Weiters Nachläth Jehuda, die Geschichte und Entwicklung einer jemenitischen Siedlung in Palästina. Kongreßzeitung. Die vom Kongreßbureau gelegentlich des XVII. Zionistenkongresses in Basel herausgegebene Tageszeitung, die den genauen Bericht über den Kongreß und die Tagung der Jewish Agency enthält, ist ebenso wie die von der Exekutive, dem Keren Hajessod und dem Keren Kajemeth herausgegebenen Berichte an den Kongreß durch den Keren Kajemeth, Wien, I., Kärntnerstraße 28 (Tel.- Nr. R 27-3-20, Postsparkassenkonto A 100.208), zu abonnieren. Bezugsbedingungen: Kongreßzeitung für die ganze Dauer des Kongresses S 5.60; ein Generalobonnemertt, enthaltend die Kongreßzeitung, das nach dem Kongresse erscheinende stenographische Protokoll sowie die Berichte der Zionistischen Exekutive, des Keren Hajessod und des Keren Kajemeth, S 23.80. Weiterbestand des Verbandes radikaler Zionisten Bekanntlich wurde der Beschluß des Verbandes der demokratischen Zionisten, der Weltunion der Zionlsten-Revlsionisten beizutreten, nicht einstimmig, sondern bloß mit Stimmenmehrheit angenommen. Viele Mitglieder des Verbandes der demokratischen Zionisten wollten überbaurat Stricker auf seinem neuen Wege nicht folgen, und so kam es zu einer Spaltung. Ein Teil des Verbandes trat der revisionistischen Union bei, ein anderer beharrt bei der Ansicht von der Notwendigkeit des Verbleibens in einer besonderen r a d i k a l z i o ri i s 11 s c h e n Organisation. Führende Männer der Radikalen, Dr. Israel Waldmann und Dr. Plaschkes, beriefen nun Samstag, den 9. d. M. diejenigen radikalen Zionisten zu einer Versammlung ein, welche den Standpunkt vertreten, daß clie Fusion mit der revisionistischen Gruppe nicht wünschenswert ist. In dieser Versammlung sprachen Dr. I. W a 1 dinann und Dr. Plaschkes und gaben ihrer, Empörung über den übereilten, unzeitgemäßen und für den Bestand des Vereines der demokratischen Zionisten verderblichen Beschluß Ausdruck, den Revisionisten beizutreten. Es war, der Meinung der Redner nach, unzulässig, Weltanscliatiungsfragen durch Majoritätsbeschlüsse zu entscheiden und durch einen derartigen Majoritätsbeschluß eine neue Ueberzetigung aufzunötigen, die eine große Zahl von Mitgliedern ablehnt. Im Flugblatt des Verbandes Radikaler Zionisten heißt es:. « . . . So viel ist sicher, daß alle Mitglieder des demokratischen Verbandes, die, mit dem bisherigen Programm zufrieden, den Anschluß an die Revisionisten als unrichtig und eine Weltgeltung im Zionismus für sich derzeit als entbehrlich erachten, durch den gartz unerhörten Beschluß, aus dem demokratischen Verband, ja noch mehr, wollten sie Ihre oppositionelle Einstellung beibchalten, von jeder zionistischen Arbeit ausgeschaltet wurden. Das darf niemand 2ugemutet werden.» In der Versammlung vertraten die Referenten die Meinung, daß der Eintritt der Stricker-Gruppe ln die Revlslonlsten-Union ein Ausdruck der Konjunktur sei. Es wäre der Stricker-Gruppe frei gestanden, aus dem radikalen Verband auszutreten und einzeln den Eintritt' Inctl e : revlsicMi istische Union anzumelden, wogegfcitjrpv;WWklldlikeiL - langjährige - -Mitkämpfer StriCkefs Vör dfe Türe "gesetzt worden seien; ~ Wahl von Delegierten des österreichischen Landesschekelverbandes zum XVII. Zionistenkongreß Auszug aus der Wahlinstruktion Jedes Mitglied der Zionistischen Organisation, das durch die Österreichische Landesschekelkommission den Schekel für das Jahr 5691 ordnungsgemäß und rechtzeitig abgeführt hat, besitzt mit erreichtem 18. Lebensjahr das aktive, mit erreichtem 24. Lebensjahr das passive Wahlrecht zum Kon- Sreß, Das passive Wahlrecht ist außerdem noch an den ächweis der Erfüllung der Verpflichtung gegenüber dein Keren Hajessod gebunden. Alle Mitglieder der Zionistischen Weltorganisation, die durch die österreichische Landesschekelkommission den Schekel entrichtet haben, bilden den Wahlkreis Oesterreich. Di« Wahlen finden auf Grund des proportioneilen Listen Wahlsystems nach Analogie der für die Wahl zum Vorstand der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde geltenden Art statt, (8 20 der Wahlordnung der Israelitischen Kultuagemelnde Wien). Die Wahlen finden Mittwoch, den 3. Juni 193! in der Zeit von 17 bis 22 Uhr statt. Die Wahlvorachläge. sind bis zum 22. Mai 1931, 7 Uht abends beim Vorsitzenden der H. W. K. Herrn Dr. Arthur Immerglilck, 1., Helferstorferstraße 9, einzureichen und gleichzeitig schriftliche Erklärungen der in dem WahlvortCnUg« genannten Kandidaten vorzulegen, daß diese bereit sind, ein« auf Grund dieses Wahlvorschlages erfolgende Wahl antunehmen. Der Wahlvorsclilag muß von mindestens 100 Wahlberechtigten, die ihre Vor- und Zunamen, Beruf und AdiggMpt