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Die Stimme · 1931-05-07 · Heft 174 (7.5.1931) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 174 (7.5.1931)
Date
1931-05-07
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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DIC STIMME Seat© t ffc, 174 — 7. Mal 1931 B>——■ ■■■Kl 11 iiinimi mm» tfedknik und Wiztsdkatt Nr. 5 Beilage der „Stimme“ Mai 1931 ÜCnoUSLuch, Irgend ein Vorurteil läßt glauben, daß Knoblauch etwas Abscheuliches ist. Wegen seines starke# Geruches besteht gegen Knoblauch eine Abneigung, obwohl schon seit Jahrhunderten bekannt ist daß seine feinen Säfte den Darm von gefährlichen Giftstoffen reinigen. Heute kann jeder seinem Organismus täglich die zweckmäßige Knoblauchmenge Zufuhren, ohne durch den penetranten Geruch belästigt zu werden. Nach langjährigen Versuchen ist durch feinste Verteilung des Knoblauchs unter Ausnutzung seiner natürlichen Säfte und Oele in echtem Emmentalerkäse ein vollwertiges Nahrungsmittel geschaffen worden, das alle gesundheitsfördernden Eigenschaften des Knoblauchs in sich vereint. Täglich genossen, wird dieser Käse Sie jung und frisch erhalten und vorzeitige Alterserscheinungen verhindern. PROSAN v^rc* aus echtem Eromentalerkäse hergestellt und enthält überdies einen Zusatz von Knoblauch in natürlichem Zustand. PROSAN ist ein vollwertiges Nahrungsmittel, das zugleich alle gesundheitsfördernden Eigenschaften besitzt, die dem Knoblauch sowohl durch die überlieferte Volkshellkunde wie durch die klinische Erfahrung der modernen Ernährungstherapie zugeschrieben werden. Essen Sie PROSAN-Käse. Geruchlose Packung. Hervorragend Im Geschmack. PROSAN Ist in allen guten Lebensmittelgeschäften erhältlich. Achten Sie beim Einkauf auf nebenstehende Schachteletikette. OHALBCT KÄSE A. Q., Z U O (S o h w e I z) Vertretung und Lager: THEODOR ETTI & W. BERGEL, A. G., WIEN, I., Akademiestraße I min *3 MOSAN>Sdx>d!tel Zff Oramm n«rto, •nthalt«nd 6 Portionen SV* Fachleute an die Front! Der Aufsatz wiedergibt die persönlichen Anschauungen des Verfassers. Die Red. Zu den von Ing. B. Mandl in den beiden letzten Ausgaben der Beilage «Technik und Wirtschaft» wiedergegebenen Ausführungen, in welchen er die Notwendigkeit der Heranziehung befähigter Techniker zur Lösung der für den Aufbau Palästinas grundlegenden Fragen in wirklich wohlbegründeter Weise aufzeigte, möchte ich einigende ergänzende Worte sagen. Zunächst ist die Forderung, Techniker für den Wiederaufbau Palästinas in stärkerem1 Maße heranzuziehen, an sich überaus bedeutsam; und wenn sie bisher noch zu wenig Beachtung fand, ist es doch noch nicht au spät, diese Forderung zu stellen. Der «Idealismus» der Massen hat stark abgeflaut. Die wirtschaftliche Krise in aller Welt ist da nicht allein schuld und inwieweit die Rückschläge, welche wir in politischer Beziehung in den letzten Jahren erlitten haben, Schuld tragen, sei hier nicht untersucht. Aber es ist bestimmt keine Uebertreibung, wenn ich behaupte, daß die politischen Rückschläge nicht zuletzt damit Zusammenhängen, daß in den maßgebenden zionistischen Kreisen immer zuviel Optimismus entscheidet — auch im* Sachlichen und Fachlichen, in den Dingen der Wirklichkeit, in den Fragen vor allem, die den Aufbau Palästinas selbst betreffen. Und es ist tatsächlich ein Olück, daß der unsachliche und unfachliche Geist, der die zionistische Bewegung beherrscht, nicht noch mehr Schaden angerichtet hat, anderseits aber ist es viellacht ein Unglück für uns, daß man darauf verweisen kann, in Palästina trotz des erwähnten Ungeistes immerhin einiges geleistet zu haben... Ist aber das, was in Palästina geschaffen wurde, wirklich als unsere Leistung oder gar als Meisterwerk zu betrachten — oder ist das nicht viel mehr auf das jedem von uns bekannte «Glück im Unglück» und vor allem auf die oft gigantischen, schier übermenschlichen Leistungen e i nz e l n e r zurückzufiihren, deren Namen man nicht oder nicht gebührend kennt? Die Beantwortung dieser Frage ist wohl nicht schwer. Man muß nur bedenken, wieviele Millionen Dollar in den letzten Jahrzehnten, ja sogar nur in den letzten Jahren in Palästina investiert wurden und — verhältnismäßig — wie wenig wirklich Positives dafür geleistet wurde. Wenn man zusammenzählen könnte, wieviel Geld verpufft wurde für Experimente, die fehlgeschiagen haben, für die Schaffung einer mächtigen Bureaukratie und für die Erhaltung einiger Kolonien — ich glaube, man könnte allein mit diesen Beträgen Gewaltiges leisten, freilich nur dann, wenn man Fachleute, erprobte Männer und Frauen, die bereits Bev/eise ihrer Fähigkeiten durch sichtbare Leistungen erbracht haben, zum Aufbau des Landes heranzöge. Ein Diplom* ist noch kein Befähigungsnachweis und — Protektion noch viel weniger ... Ich will die Politik in ihrer Bedeutung nicht herabsetzen. Keine nationale Bewegung kann ohne Politik bestehen — aber n u r von Politikern geleitet, muß sie mit der Zeit immer mehr versiegen. Der Zionismus ist heute in einem Stadium der Zersplitterung und das ist die Folge unserer Fehler. In jedem* Volke gibt es Parteien und darum ist es nicht verwunderlich, daß auch das jüdische Volk nicht nur einer politischen Anschauung ist; ja — daß selbst im Zionismus verschiedene Schattierungen bestehen, ist verständlich.; unverständlich aber ist, daß in den zionistischen Kreisen so viele Parteien entstehen konnten und daß sie sich in einer Art bekämpfen, die fast an Feindschaft grenzt. Wir sind doch noch kein Volk, das über sein eigenes Staatswesen verfügt, wir sind im Werden und es ist mir kein Fall bekannt, daß jemals ein Werk, an dem viele, miteinander in Fehde Stehende gearbeitet haben, zu Ende geführt worden wäre. Der Zionismus darf sich den Luxus von Parteien noch nicht leisten. Wären auch Fachleute an der Spitze der Bewegung, dann hätte die Suche nach Konkretem, der Wunsch, Bleibendes zu schaffen, die maßgebenden Männer mehr beseelt und die Politik wäre nicht allmächtig und unsere einzige Sorge geworden. Und darum ist es heute bereits eine Forderung in zwölfter Stunde, wenn der Ruf laut wird: Mehr Fachleute an dieFront! KeinStaat kann ohne Fachleute regiert, keine Stadtverwaltung ohne sie geführt werden. Es ist richtig: nur selten sind es Fachleute, welche in den Minister- Stühlen sitzen. Aber sind es denn die Minister, welche die Gesetze ausarbeiten, die Verordnungen erlassen, die Aufträge vergeben oder gar die Pläne in ihren Einzelheiten entwerfen? Nein! Die Minister setzen nur ihre Namen unter die Akten, sie empfangen Deputationen, sie repräsentieren und politisieren — aber die Arbeit selbst machen ihre fachlichen Mitarbeiter, welche in allen Aemtern der Ministerien, bl« zur zweithöchsten und höchsten Stelle hinauf, überall und immer, anzutreffen sind. So liegen die Verhältnisse ln allen Kulturstaaten. Und in Palästina, das doch noch kein selbständiger Staat ist, und im Zionismus, der eine auf Errichtung des Judenstaates hinzielende Bewegung ist —, wo findet man hier die Fachleute? Welchen Einfluß haben sie auf Entscheidungen, die mit dem Wiederaufbau des Landes Zusammenhängen? Und ist nicht gerade in einer Bewegung, die, wie det* Zionismus, etwas Neues schaffen, ein Land kultivieren* ßtädte bauen, Fabriken errichten* Straßen ziehen, Bahnen legen und noch tausend andere, nur fachlich geschulten Menschen verständliche Probleme lösen soll, die Notwendigkeit, Fachleuten den gebührenden Einfluß einzuräumen, gegeben? Sind wir nicht mehr als alle Staaten der Erde bemüßigt, uns die Mitarbeit der Fachleute zu sichern? Ich behaupte: wenn die Politiker im Zionismus mit der Erreichung der Balfour-Deklaration ihr politische Arbeit etwas eingeschränkt und dafür Fachmännern mehr Einfluß auf die Gestaltung Palästinas und damit der Bewegung eingeräumt hätten, stünden wir jetzt besser da; unsere Position in Palästina wäre zweifellos viel gefestigter und ln London könnte sie kaum schwächer sein, als heute. Noch ist es nicht zu spät: Der Kongreß steht vor der Tür. Es wäre zu wünschen, daß ein neuer Geist die zionistische Bewegung erfaßt, daß die Erkenntnis sich allgemein durchsetzt, daß nicht Phrasen Palästina aufbauen werden, sondernfähigeKöpfe, die Gewähr dafür bieten, daß jeder Piaster, der fürPalästina aufgebracht wird, auch zweckmäßig, das heißt für denAufbaudes Landes verwendet wird. Solange die Exekutive nur nach politischen Gesichtspunkten zusammengesetzt wird, ist kein Aufschwung der Bewegung zu erwarten. Und darum* muß die Forderung lauten: dieExekutiveist (wie die Regierung jedes Staates aus Ministern) aus Männern zu bilden, von denen jeder ein bestimmtes Ressort verantwortlich zu leiten vermag. Präsident der Exekutive mag ein Politiker bleiben und auch sein Vertreter in Jerusalem sei Politiker. Ihnen mögen politische Komitees aller zionistischen Parteien zur Seite gestellt werden — andere Ressorts aber sind mit ersten Fachleuten, an welchen es unserem Volke wahrlich nicht mangelt, zu besetzen. Industrie, Handel, Verkehr, das Bau-, Unterrichts-, Finanzwesen u. v. a. — alles würde dann besser werden in Palästina bezw. im Zionismus. Ing. R. Seiden. Politiker und Techniker Zu der Frage, ob und inwieweit Fa chle u te die Leitung des Aufbaues übernehmen sollen, ist zu sagen, daß es unzweckmäßig wäre, wenn die Zionistische Exekutive aus Fachleuten gebildet würde, dagegen ist es wohl selbstverständlich und einleuchtend, daß die gestellte Forderung durchaus berechtigt ist, daß neben dem Politiker auch der Fachmann maßgebenden Einfluß auf alle Entscheidungen bekommt. Der Politiker hat die Grundlagen für die ungestörte nationale, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung eines Staatsgebildes zu schaffen, aber auch umgekehrt jene politischen Maßnahmen zu verfolgen und zu treffen, welche ihm die nationale, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklung diktiert. Diese Maßnahmen müssen selbstverständlich nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für die Zukunft getroffen werden. Um eine richtige, weitblickende und erfolgreiche Politik verfolgen zu können, muß der Politiker nicht nur ein guter Kenner der Weltgeschichte und der Gegenwart sein, er muß auch das eigene Volk kennen und seine Triebkräfte verstehen. Nachdem aber den wirtschaftlichen Fragen eine eminente Bedeutung zukommt, — ln der Weltgeschichte •etwa sdf, daß dis großen Umwälzungen last Immer als Ausgangspunkt wirtschaftliche Gründe hatten —, der Politiker aber andererseits nicht auch Fachmann in allen Fragen der Wirtschaft sein kann und eine laienhafte Behandlung abzulehnen ist, ist wohl dje Forderung berechtigt, daß der Techniker neben dem Politiker die Richtlinien festlegt, die einzuschlagen sind. Die nationalen, kulturellen und wirtschaftlichen Belange sind drei Größen, die voneinander abhängen und nur dann, wenn sie alle die entsprechende Berücksichtigung finden, ist es möglich, ein homogenes, festgeschlossenes Staatsgebilde zu schaffen, das den Stürmen der Zeit ebenso standhält, wie das jüdische Volk als Nation bisher. I. M. Zahlen sprechen Zur Ausstellung «Soziologie des jüdischen Volkes». Worte haben ihre Beweiskraft verloren, schöne Reden und Pathos überzeugen nicht mehr; Zahlen jedoch sprechen eine beredte Sprache. Es ist kein Zweifel, daß diese Erkenntnis sich auch allmählich in der zionistischen Bewegung Bahn bricht, und wenn der Arbeiterflügel auf dem zionistischen Kongreß immer wieder die Notwendigkeit einer realen Arbeit in Erez Israel betont, so wird es heute sicherlich nur sehr wenige Zionisten geben, die nicht von der gleichen Erkenntnis durchdrungen sind. In der Propagierung für die Fonds werden wir in demselben Maß Erfolg haben, in dem wir auf reale Werte in Erez Israel hinweisen können; aber auch in der Verbreitung der zionistischen Idee werden wir nur dann Fortschritte erzielen, wenn wir es verstehen, allgemeine Entwicklungstendenzen in die Richtung zum Zionismus und nach Erez Israel zu lenken. Das muß in erster Linie in der Erziehungstätigkeit unserer zionistischen Jugendbünde zum Ausdruck kommen. Von diesem Gedanken scheint insbesondere der zionistisch-sozialistische Jugendbund «Mischmarhaowdim» geleitet zu sein, dessen ganzes Erziehungsprogramm, das in Chaluziuth und Kibbuziuth gipfelt, auf der Soziologie basiert. Wer irgendeinen Zweifel über das Sinngemäße und die eindeutige Zielrichtung eines derartigen Erziehungsprogrammes hegt, müßte die Ausstellung «Soziologie des jüdischen Volkes» besuchen, die dieser Bund anläßlich seiner Bundaswoche im «Borochow-Heim», II., Blumauergasse 1, veranstaltet hat. Es sei vorweg erklärt: Diese Ausstellung verdient in allen zionistischen Kreisen ernste Beachtung und ungeteilte Eine Käsekur, durch die man jung und frisch bleibt, Ist soeben von der Schweiz aus bekannt geworden! Der Chalet Käse A. G. in Zug ist es gelungen, die wirksamen Säfte und Oele der Knobiauchknolle mit echtem «Emmentaler» so zu vereinen, daß ein geruchloses, wohlschmeckendes Nahrungsmittel mit vielen gesundheitsfördernden Eigenschaften entstanden ist, der «P r o s a n k ä s e». Täglich genossen, reinigt «Prosan» den Darm von Schlacken una Giften, behebt damit die Folgen unzweckmäßiger, überfetteter Ernährung und beugt damit vielen Alterserscheinungen wirksam vor. Knoblauch als Volksheilmittel ist seit Jahrhunderten bekannt, in der wohlschmeckenden Form als Käse ist er neu und wird sicherlich bald viele Freunde finden. Täglich ein Stück Prosan! Das ist wirklich eine bequem« Formt für Qeeundhett und Jugendfriscbe xu sorgen«

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