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Die Stimme · 1931-04-30 · Heft 173 (30.4.1931) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 173 (30.4.1931)
Date
1931-04-30
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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*jf. ra — 30. Apm i93i Oft STIMME Feit« Zionistisch« leben in Wien Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich Aus technischen Gründen hat sich das Abholen der Empfehlungsllsten verzögert Wir wenden uns daher an alle Zionisten, denen mit Rundschreiben Empfehlungslisten zugegangen sind, mit der höflichen Bitte, uns dieselben ausgefüllt zurückzusenden. In zirka acht Togen werden diejenigen, die uns die Liste noch nicht eingeschickt haben, persönlich besucht werden. Parteisteuer Das‘Landeskoniitee hat sich an alle Organisation gewendet und sie darauf aufmerksam gemacht, daß die ganze Parteteteuef ehestens abzuführen lat, damit ihre Mitglieder zu dem bevorstehenden Delegiertentag das Wahlrecht ausüben können. Das Landeskoniitee legt Wert darauf, daß nicht nur eine sofortige Ablieferung erfolgt, sondern daß alle Organisationen sich noch bemühen, die Zahl Ihrer Mitglieder ta erhöhen und die Parteisteuer bei diesen Mitgliedern einzuheben. Ple Parteisteuer Ist nicht nur ein Bekenntnis zur Organisation, sie beschafft auch der Leitung die Mlitel, ohne welche sie dicht arbeiten kann. Es genügt nicht, daß die einzelnen Telle der Organisation an die Leitung mft Forderungen herautreten, sie müssen auch Ihrerseits ihren Verpflichtungen der Leitung gegenüber nachkömmen. Die Friot zur Bezahlung der Parteisteuer wird mit dem 15. Mai 1931 festgesetzt. Gleichzeitig sind die Mitgliederlisten mit genauer Angabe des Be* rufcs und der Adressen der einzelnen Mitglieder dem Landiskofidtee vorzulegen. Helfet beim Ausbau der Organisationen! Führet dr te'euer in vollem Umfange rechtzeitig ab! Das Zionistische Landeskomitee für Oesterreich. Gang zum Grabe Theodor Herzls Wie wir bereits 4n der vorwöchigen Kummer der «Sli aufmerksam gemacht haben, findet der dlcs’ührige Gang zum Grabe Theodor Herzls am Döbünger Friedhof Sonntag, den 31. Mal 1931, um i/210 Uhr vormittags statt. Alle Körperschaften und Gesl inungsgenossen werden aufgefordert, sich zahlreich und pünktlich einzufinden. Aufstellungsplan. Gruppei: Mitglieder des Aktionskomitees, Landcskomitee, auswärtige Delegierte, Parteiratsmitglieder, Keren Majessod, Keren Kajemeth, Vor.- stände der Fraktionen, Föderationen und Sonderverbände: Hochschule für Bodenkultur (Rampe), Richtung Peter-Jordan-Straße, G r u p pe II: Zionistisch-akademische Verbindungen und Vereine Oesterreichs, Gesamtverband jüdischer.- H^chschüler;0;esterrerchs «Judäa»; an; schließend Gruppe^ kultur (Ramoe). G r u p p e III; Frauenorganisation: Feistmantelstraße, von der Hochschulstraße an. G r u p p e IV: Bezirkssektionen 1—-IX: Linn6« platz, von der HoqhschulstraQe an, Grupp e:V; Bezirkssekfionen X~-XXI: Dittesgasse, Ecke. Felix*Mött)*§traße.; G r u tvp e V!: Fraktionen .und. Spnderverbände:. ») Hitachduth, Misira^bi,:: ^jqn,; Turn? und Sportverband, Union der Zionisten^Revisionisten} Blaasslraße,.Richtung Felix-Mottl-Straße; b) Verband. der demokratischen Zionisten:. Peter-Jordan- Straße, Ecke Hochschutstraße. Gruppe VlI:, Jugendgrtippem die am Aufmarsch von der Franz-Josef-Bähn nicht teilnehmen; Cottagegasse, von der Felix-Mottl-ßtraße pn. Der Aufmarsch erfolgt in der. angegebenen. Reihenfolge, Die liigendgruppen formieren sich um 8 Uhr früh bei der Franz-Josef-ßahn (bJordbergstraße) und marschieren über Aiserbachstraße» Nuß« dorferstraße, Billrothstraße, Fe!ix-Mqttl-§traße zum gemeinsamen Treffpunkt. Die Jugendgruopen formieren sich in folgender Reihenfolge; a) die dem Zionistischen landcskomitee, und der Misrachi angehörenden Gruppen; b) die dem Unkskartetl angehörenden Gruppen; c) ändere jüdische Gruppen, Der Aufmarsch beginnt um präzise *£!Q. Uhr, Treffpunkt 1410 Uhr an diV» whgegebe.neH nät?en. Unsere geehrten Leser werden auf das inserat-der Fein* Waschanstalt «Habsburg*, Zentrale; VI», Wallgasi»; Nr, 4 (Seit» U, aufmerksam gemacht; Di* Firma. ist ql« einzige dieser Branche Mitglied der Rabattsektion des Keren Keje* matb und die Mitglieder dieser Sektion genießen bei Bestellungen den üblich««» Rabatt, Zionisten f Die Zionistische Exekutive in London hat den Endtermin der Schekelverrechnung für den 4« Mal 1931 festgesetzt. Das Aktionskomitee hat bei seiner letzten Tgung die Parole aufgestellt; Eine Million Sehekallm. Wir Zionisten Oesterreichs dürfen keine Anstrengungen scheuen, um, dieser Parole entsprechend» die höchstmögliche Anzahl von Schekallm zu verkaufen. Der kommende Kongreß steht vor Entscheidungen, die für die weitere Entwicklung des Zlonls« mus von ungeheurer Bedeutung sein werden. Wir müssen daher trachten, eine imposante Vertretung Oesterreichs zum Kongreß zu entsenden. Zionisten! Sorget, daß alle eure Bekannten den Schekel kaufen! Helfet, daß die zionistische Of* ganisation als größte Organisation im jüdischen Volke in immer steigendem Maße alle ihrer Art und Würde bewußten Volksgenossen an sich ziehe! Es Ist heute bedeutsamer als je, daß wir ein sichtbares Zeugnis unserer Kraft durch die erfolg« reiche Schekelarbeit abtegen. Wir anpßllicron daher an alle Zionisten; Verbreitet den Schekel! »».« 'JMU. 1IL. Jil'iL. UJ_; Ji. . Jü’IJ-L Ll-'^LSLeUl-Jül1! 1 1% . JLWWjgPggeBBPP«« Die ßegi ündurjg des S; bernen Buches Dank an Pr. Alfred Löwy von Dr. Siegfried Plaschkea Im Juni 1929 habe ich, damals anläßlich des 25jährigen Todestage Herzjs, die Anregung zur Errichtung eines Silbernen Buches gegeben. Da das Goldene Buch für die Ehrung jener, reserviert bleiben muß, die sich unvergängliche oder besonders große Verdienste um das jüdische Volk und seine Heimstätte erworben haben — eine Ehrung, die selten und, wie wir aus der Praxi* wissen, auch deshalb schwer «rrelchbar ist, well sie mit der heute schwer aufzubringenden Leistung von 20 Pfund verbunden ist, — sollte das Silberne Buch zur Würdigung jener bestimmt sein, die, ohne das Glück großen Einflusses oder weitreichender Geltung zu haben, für die jüdische Sache gewirkt, gelitten oder gestritten haben. Es soll uns durch das Silberne Buch Gelegenheit gegeben sein, die Arbeit jener Frauen und Männer zu ehren, die scheinbar nur lokale Bedeutung haben,, die aber die einzelnen Bausteine bilden für den großen Bau unseres Endzieles, sei esvdaß sie sich um die Organisation, um die einzelnen Fonds, um die Erziehung oder um den Namen des jüdischen Volkes verdient gemacht haben. Diese, wie mir schien, fruchtbare Idee hat anfangs bei allen, maßgebenden Faktoren des Keren. Kajemeth Oesterreichs Anklang gefunden, wurde aber durch äußere Umstände zurückgestellt und hat nun 1% Jahre geruht. . 1 Unseren* Gesinnungsgenossen, meinem Freunde; : Doktor Alfred Löwy, der mich schon seinerzeit bei meiner Anregung sehr ermutigt hat, ist es nun zu danken, daß das. Silberne Buch nun doch Tatsache geworden ist. Er hat, anläßlich seines Scheidens von der Leitung der Sektion Vlll/lX für seine Verdienste zur Eintragung ins Goldene Buch bestimmt, mit aller Bescheidenheit und weiser Voraussicht auf diese große Ehrung verzichtet mit dem Wunsche, daß er zur Eintragung ins Silberne Buch vorgeschlagen werde und mit der Bitte, daß seine langjährigen verdienten Mitarbeiter in der Leitung der Sektion derselben Ehre teilhaftig werden. Dadurch veranlagte er die Einführung des Silbernen Buches und gab gleichzeitig ein Beispiel, das bald nicht nur von allen Sektionen, Verbänden und Vereinen, sondern auch von allen Personen Nachahmung finden wird, welche die Absicht haben, verdiente, würdige Menschen zu ehren. Zur Eintragung ins Silberne Buch gibt jedes Ereignis, jeder Gedenktag im Leben und Wirken der Menschen Anlaß. Jeder solche Anlaß sollte benützt werden, um unsere Dankbarkeit zum Ausdrucke zu bringen und uns fester an ein* ander zu binden. Auf diese Welse wird nicht nur dem jüdischen Volk, sondern auch durch die für die Eintragung entfallende, erschwingliche Geldleistuhg dem Keren Kajemeth gedient sein! Gesellschaftsi eise des PalSstinaamtes Wien nach Palästina Palästina ist durch sein vQfzttgiiehes. Klima in allen Jahreszeiten als ein für Erholungszwecke besonders geeignetes Land anzusehen. Strandbäder in Tel-Avjv und Haifa, Luftkurorte auf den Bergen, heilbringende Quellen in 71* berias etc. geben dem Lande eine ganz besondere Bedeutung als Erholung**, Heil* und Ferienplatz. Hiezu kommt, daß die Aufenthaltskosten nach der Saison (Ende Mal bis Ende No* vegiber) bedeutend niedriger sind als in den Wintermonaten, so daß diese Monate als für Volks-, Jugend- und Ferienreisen besonders geeignet anzusehen sind, Um es auch minderbemittelten Kreisen oder solchen, deren Ferienaufenthalt an die Sommerzeit gebunden ist, «U ermöglichen, diese Zeit in Palästina zu verengen, veranstaltet das Palästinaamt über vielfachen Wunsch anfangs Juni 1931 eine Gesellschaftsreise nach Palästina. Die Reise ist nur für Personen gedacht, die sich nicht an einem gemeinsamen Aufenthalt im Lande zu beteiligen wünschen, ferner für Leute, die eventuell die Möglichkeit haben, bei ihren in Pa* lästina. lebenden Verwandten oder Bekannten Aufenthalt zu nehmen, Die R ü e kfd s e k a n n a y e h m! f einem w öe h e n 111«h verkehren de n 5s h 11i de« Lloyd Tricitin.o «Inieln an getreten werden. Die Durchführung der Reise Ist von einer Mlndesttell« nähme von 10 Personen abhängig, Der Preis der Fahrt wird demnächst bekanntgegeben werden. Die Anmeldung zur Teilnahme muß bis spätestens 19. Mai 1031 beim Palästinaamte Wien, I., Kärntnerstraße 38 (Telephon R 27-4 86), erfolgen, Die 6. Weldah des österreichischen Hecha uz Unter Teilnahme von zirka 200 Chawerim und 31 gewählten Delegierten, welche die dem Hecheln* angesthloasenen Bünde «üordoniah», «Gedud Zirim*, Haschomer Hazair-Blau-Weiß», «5, B. Haschomer Hazair», «Mischmar Haowdim», «Makkabi Hazair-Zirenu», J. 3. A. J. «Pöale Zion» und dem Verband zionistischer demokratischer Jugend vertraten, wurde am 18. und 19, d. M, die diesjährige Weldah des österreichischen Mechaluz abgehalten. Nach der Eröffnung der Weidah hielt Chawer Galili ein Referat, in dem er durch Schilderung der Probleme und der Lage der einzelnen Landesverbände ein vollständige« Bild der Qesanitbewegung vermittelte. Der zweite Tag, an dem die eigentliche Arbeit der Wleidah geleistet wurde, begann mit den Rechenschaftsberichten, die von den Chawerim Marian Gottesmann und Ing. Mährer erstattet wurden. Aus den angeführten Berichten ging hervor, daß trotz, der schweren Lage, in Wien ein starker Aufschwung der Chaluzbewegung bemerkbar ist, was vor allem der MltgliedjjrzuvyasJjs pd gleichzeitig der Beginn einer großen HacÜschafabperiode beweist. In dem Bericht Über die bisherige Außenarbeit wurden die guten Beziehungen und verschiedentljche Unterstützungen, die der Hachaluz von selten der Kultusgemeinde erhielt, hervorgehoben. Gleichzeitig wurde jedoch über manchmal auftauchendes Unverständnis in verschiedenen zionistischen Institutionen Klage geführt. Einen breiten Raum nahmen die Berichte über die finanzielle Lage des Verbandes ein. Durch den beinahe vollständigen Ausfall der Unterstützung der Exekutive, durch Kürzung der Subventionen der anderen Institutionen hat der Verband mit einer steten Geldknappheit zu kämpfen, die oft in wichtigen. Angelegenheiten jede Bewegungsfreiheit raubt. Im Allgemeinen ging aus den Berichten hervor, daß wohl in dem letzten Arbeitsjahr Fortschritte gemacht wurden, daß jedoch die Lage des Hechaluz schwer und, daß in Hinkunft noch ein großes Arbeitspensum zu erledigen ist. In der anschließenden Generaldebatte suchte jeder einzelne Redner nicht bloß Mängel an der vergangenen Arbeit zu besprechen, sondern war auch sichtlich bestrebt, die Fehlerquellen und ihre Verhinderung hervorzuheben, Der Nachmittag wurde durch die Referate über df« österreichische AUjah eingeleitet, Man konnte aus den verschiedenen Referaten über die österreichischen Stützpunkte (Rischon L’Zion, Kibbuz Haschomer Hazair Haitah etC.| ersehen, daß die verhältnismäßig kleine österreichische Alljah im Laufe der Zeit in Erez Israel bereits große Erfolge aufweisen konnte. — Anschließend fand die Aussprache über die künftige Arbeit des Hechaluz statt. Für die Zeit bis zum Sommer wird ein FQhrereeminar und ein Amt für die Hebräischarbeit unter der jüdischen Ju» gend gegründet, Dies soll der Stützpunkt für die künftig« Kulturarbeit sein, deren Leitung Ch, Hoffmann über* nimmt, der laut dem Vorschlag der Exekutive der Histadruth haowdim die Leitung der Arbeit an Stelle des scheidenden Scbaliaeh Galili übernimmt, Nach Schluß der Debatte wurde zur Wahl des Merk» geschritten, Der neue Merkas besteht aus zehn Chawerim, und zwar; Franz Auffärber, Jehuda Axelrad, Ci!« Blind, Arjeh Chometh, Marian Gottesmanifc Chaim Hoff mann, ing. Mährer, Theo Neu mann, Reich mann und Schwarz, Nachstehend geben wir die wichtigsten von der Weidah gefaßten Beschlüsse wieder; Pas Ergebnis der auf der Weidah geführten Dtekue* slonen wurde in folgende Resolutionen zusammengefaßt; Die auf der ß. Weidah des österreichischen Hechalu« versammelten Delegierten erheben im Namen hund*H«f österreichischer Chaluzim, die sie vertreten, den schärfste« Protest gegen die Rückbehaltung von Zertifikaten durch di« Jewish Agency. im Interesse der großen Anzahl alijahberelter reichischer Chawerim fordert die 0. Weidah de» Osten» reichischen Hechaluz die pal, Arbeiterschaft auf, ihren Kampf um eine kontinuierliche verstärkte ArbeJteralUah* Ujgl gkflfl'

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