Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1931-04-09 · Heft 171 (9.4.1931) · page 14

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 171 (9.4.1931)
Date
1931-04-09
Page
– (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3053752-3053911-3053925--2294-3057711
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

7 entity mentions

Seite 14 Ult. dlltYllYiC u Wertvolles literar-historisches Material enthalten die Kapitel, die von der Begegnung des Autors mit Goldfaden und Wolf Ehrenkranz («Welwel Zbarazer») handeln. Nach diesem Buche Silbefbuschs darf man auf seine Memoiren, deren Erscheinen in hebräischer und jiddischer Sprache fiir die nächste Zeit in Aussicht genommen ist, gespannt sein, dies um so mehr, als ja Silberbusch an der Schwelle zweier Perioden stand, der überwundenen Haskalah und der sie ablösenden Renaissance, selbst ein Weggenosse von Smolensky, Braudes u. a. war, viel herumgereist ist, alle jüdische Zentren besucht hat und viele mehr oder mindei oedeutendc Persönlichkeiten des Judentums persönlich kannte und kennt imd roelfaUos viel Interessantes zu erzählen weiß. M. Henisch. Adele Bauminger ln den Prunkräumen des Kursalons hatte man jüngst Gelegenheit — anläßlich einer Veranstaltung zugunsten des Chajes-Reaigymnasiums — die Vioiinvirtuosin Adele Baumin g e r zu hören. Adele Bauminger besitzt eine strahlende, gesangvolle, vergeistigte Tongebung, wie sie nur einzelnen, gottbegnadeten Meistern der Violine eigen ist. Die Wirkung ihres Tones wird wesentlich unterstützt und gehoben durch fein ausgebildete Nuancierungen und ein angeborenes hinreißendes Temperament. Jedoch wird dieses durch die erworbene musikalische Kultur stets im Schach gehalten. Ihre stilgerechte und geistvolle Auffassung der zu Gehör gebrachten Stücke zeigt von einer Vertiefung in die Klangwelt der großen Meister der Musik, von einem ernsten, durchdachten Erfassen der Linie und des Aufbaues der Komposition. Ueberdies zeichnet ihr Spiel eine intensive, rührende Innigkeit, eine warme, herzergreifende Beseeltheit aus. Die Wiedergabe von Bruchs Kol Nidrel übte einen wunderbaren Zauber auf die Zuhörer aus; man hatte das Gefühl, eine Offenbarung mitzuerleben, so andächtig stimmte der Vortrag, so packte der religiöse Seelenerguß — ohne jedoch in Süßlichkeit oder weinerliche Sentimentalität zu verfallen, ln Nachez Danses tsiganes blendete die Brillanz der Technik, die berückenden Flageolettöne und die pointierte Charakteristik der Zigeunermusik. — Man muß der Künstlerin für ’.n eHe^enen Kunstgenuß danken. Hr l;~~r. Jlotixen L?c1 abend Hilda Dulitzkaja. Der Liederaeeno von Hilda Dulitzkaja am 5. April im Theater «Reklame» hat großes Interesse erweckt. Der Name Dulitzkaja ist auf dem Gebiete des jiddischen und hebräischen Liedes zum Begriff geworden und ihre Popularität reicht weit über die Grenzen 'esterreichs. Die Künstlerin wird nur ein einziges Mal in Wien auftreten, da sie schon wieder fürs Ausland verpflichtet _worden ist und die Freunde des jüdischen Liedes werden sich" sicher diesen Genuß nicht entgehen lassen. Gastspiel von Lora Giücksmann, Hilda Dulitzkaja und Simche Jostel. Sonntag, den 12. April 1931, um 8n Uhr abends, findet im Theater Reklame, II., Praterstraße 34, ein Vortragsabend der drei obgenannten Künstler statt. Eine französische Hitler-Bewegung. Von vielen Seiten ist^chon die Aehnlichkeit der nationalsozialistischen Bewegung unserer Epoche mit der Geschichte des Generals Boulanger in Frankreich verglichen worden. Bis heute hat es aber noch niemand unternommen, die Aehnlichkeiten und Verschiedenheiten aufzudecken. Wie der JTA-Vertreter erfährt, arbeitet Dr. Bruno Weil, der bekannte Berliner Rechtsanwalt und Politiker, dem es durch sein im Verlag W. Rothschild (Berlin-Grunewald) erschienenes Buch «Der Prozeß des Hauptmann Dreyfus» und durch seine Vorträge in Deutschland und Frankreich gelungen ist, die Affäre Dreyfus neu aufzurollen und zur letzten Klärung zu bringen, gegenwärtig an einem Buch über die zeitlich vorangehende Boulanger-Epoche, das den Titel «Glück und Elend des Generals Boulanger» tragen wird. Dr. Bruno Weil hat außer den sämtlichen zugänglichen französischen Quellen, die schon von der zahlreichen französischen Boulanger-Literatur nutzbar gemacht worden sind, vor allem auch die deutschen Archive und Akten des Auswärtigen Amtes benutzt, die Aufschluß geben über eine Reihe bisher wenig klarer Epochen der deutsch-französischen Beziehungen, insbesondere über die zweimalige Kriegsgefahr des Jahres 1887. Ein neues philosophisches Werk eines jüdischen Gelehrten. In diesen Tagen erschien ein wichtiges philosophisches Buch von dem bekannten jüdischen Gelehrten und Hebraisten Dr. Simon Rawidowicz unter dem Titel «Ludwig Feuerbachs Philosophie. Ursprung und Schicksal.» Der 522 Seiten starke Band gibt, von einem neuen philosophischen Stanapunkt aus, ein neues Bild von Feuerbachs Philosophie und ihrer Stellung in der Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts. Bei der Behandlung der Ausstrahlungen der Feuerbachschen Philosophie, die nach den Ausführungen von Dr. Rawidowicz die Auffassung des Judentums und die Stellung zu ihm bei vielen führenden jüdischen und nichtjüdischen Derncein im Lager des Liberalismus und Sozialismus ira 19. Jahrhundert sehr.stark beeinflußt hat, rückt der Verfasser das Verhältnis von Karl Marx, Ferdinand Lassalle ua. zur Feuerbachschen Philosophie in ein neues Licht. Rawidowicz stellt eine tiefgründige Untersuchung über die Abhängigkeit des Verfassers von «Rom und Jerusalem», Moses Heß, von der Philosophie Feuerbachs an. So enthält dieses allgemein philosophische Werk auch manche Ausblicke, die für das Judentum der Gegenwart von Bedeutung sind. Jiddische Kulturkonferenz in Amerika. Der Jiddische \titc >~nklub «J. L. Perez» hat für die Zeit vom 3. bis 5. April ine Landeskonferenz einberufen, die sich mit den Fortchritten der jiddischen Sprache und Kultur in Amerika in den :tzten 50 Jahren im Zusammenhang mit dem 50jährigen | Es beginnt ein neues Quartal Vergessen Sie nicht Lihre Bezugs-’ebühren rechtzeitig einzuzahlen, damit in der Zustellung der Zeitung keine Unter, brechung elntritt! Ein Erlagschein wird Ihnen In den nächsten Tagen zügelten Palästinareise der „Stimme“ Eine Reise nach Palästina 28. April 1931: Ab Wien um 19.10, Ostbahnhof. 29. : An Triest 8.17. Einschiffung. Ab Triest 13.00 mit dem Dampfer der Palästina-Linie des Lloyd Triestino. 30. : In Brindisi von 16.00 bis 17.00. 1. Mai: Seefahrt 2»i Seefahrt. 3. : In Larnaca auf Cypem von 13.00 bis 16.00. Möglichkeit zur Besichtigung der Stadt 4. : Ankunft in Jaffa um 5.30. Ausbootung. Besichtigung von Jaffa und Tel-Aviv. 5. : Fahrt nach Petach Tikwa, Magdiel, Kfar Saba, Herzlia. 6. : Vormittag frei. Nachmittag von Tel-Aviv über Rechobot, Rischon le Zion, Kirjat, Anawim, Moza nach Jerusalem . 7. : Besichtigung von Jerusalem. 8. : Ausflug nach Jericho, zum Toten Meer und Jordan. 9. : Freier Tag in Jerusalem. 10. : Ausflug nach Bethlehem und auf den Oelberg. Nachmittag von Jerusalem nach Alule über Nablus und Dschenin. 11. : Von Afule über En Charod, Bet Alfa, Tel Jossef zum Ruthenberg-Stauwerk, nach Degania, Kineret und nach Tiberias. 12. : Von Tiberias über Nazareth, Balfouria, Kfar Jeladim, Nahalal nach Haifa. Besichtigung von Haifa. Anmeldungen übernimmt und Auskünfte 13. : Ausflug nach Sichron Jaakon und Atlit. Zurück nach Haifa. Um 22.00 Abfahrt mit dem Dampfer des Lloyd Triestino. 14. Mai: In Larnaca auf Cypem Aufenthalt von 9.00 bis 13.00. 15. : Seefahrt 16 Seefahrt 17. : ln Brindisi von 6.00 bis 7.00. 18. : Ankunft in Triest 11.00. Ab Triest 20.üü. 19. : Ankunft in Wien 9^0. Preis der Reise: 950 Schilling. Leistungen: Bahnfahrt von Wien nach Triest und von Triest nach Wien in der III. Klasse. Bahnfahrten in Palästina in der II. Klasse. An Bord III. Klasse mit Kabine und Verpflegung. Gepäcktransport Aus- und Einbootung. Unterbringung in guten Hotels. Besichtigungen, Führung, Beförderung in Autos laut Programm, Trinkgelder in den Hotels und an Bord. Die Verpflegung beginnt mit der Abfahrt von Triest bei der Hinfahrt und endet mit der Ankunft in Triest bei der Rückfahrt. Eine andere Version dieser Reise beinhaltet auch den Besuch von Aegypten. Das Reiseprogramm ist1 bis zum 13. Mai gleichlautend, dann noch bis zum 16.Aufenthalt in Palästina, am 16. Bahnfahrt von Tel-Ävtv nach Kairo. Diese Reise dauert bis zum 26.; Ankunft in Wien am 27. Mai, 9.30 Uhr. Preis dieser Reise: 1680 Schilling. erteilt: Reisebureau City, I.f Kohlmarkt 8, Telephon U 26-4:22. Jubiläum der jüdischen Masseneinwanderung befassen soll. Die Beratungen der Konferenz werden sich auf die Probleme der jiddischen Presse, der jiddischen Literatur, des jiddischen Theaters usw. erstrecken. Während der Dauer der Konferenz werden Ausstellungen von jiddischen Büchern und von Gemälden jüdisch-amerikanischer Künstler veranstaltet werden. Autor und Leser ln Amerika. Auf Einladung des Berliner Komitees des Jiddisch-Wissenschaftlichen Institutes sprach am 25. März der Literatur- und Kulturkritiker S. Niger über das Thema «Die jiddische Kultur in Amerika. Der jiddische Autor und der jüdische Leser.» Eugen-Caspary-Nummer der Zeitschrift «Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik». Die Zeitschrift «Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik» hat zum Gedächtnis Alexander Hiittmann Wien, 11., Clrkusgasse Nr. 16, Telephon R 40-8-42 , _ ofteriert sämtliche Spezereiwären, Mazzoth, Palästinaweine usw. bestens und billigst Bestellungen werden gratis ins Haus zugestellt Samstag und Feiertage geschlossen Eugen Casparys, des Begründers und Vorsitzenden der Zehtralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, der Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge und des Wohlfahrts- und Jugendfürsorgeamtes der Jüdischen Gemeinde Berlin, ein soeben erschienenes Doppelheft (März/April) herausgegeben. Der Prozeß gegen das jüdische Theater. Donnerstag, den 9. April, am letzten Pessachtage, um 7 Uhr abends, findet im Saale des alten Rathauses, I., Wipplingerstraße 8, die vom Jiddischen Kulturklub in Form eines Schwurgerichtsprozesses veranstaltete öffentliche Aussprache über die Probleme des jüdischen Theaters (Habimah, Granovski usw.) statt. Vorsitzender: Dr. Sternberg. Ankläger: M. Groß, Verteidiger: M. Singer. Sachverständiger: Dr. Brind. Zeugen können sich auch während der Prozeßvcrhandlung aus der Mitte des Publikums melden. Das Urteil wird von den aus dem Publikum berufenen Geschworenen gefällt werden. Billige Karten zu dieser originellen Veranstaltung In der Buchhandlung Rath, II., Taborstraße 20 a. Der jüdische Hochschüler Mitteilungen des jüdischen Hochschulausschusses Inskriptionsbeginn an der Universität. Die Inskriptionsfrist an der Universität läuft für Inländer und Ausländer vom 9. April bis 2. Mai 1931. Nachträgliche Inskriptionsgesuche sind vom 4. Mai bis 16. Mai 1931 bei den Dekanaten einzureichen, können aber nur bei besonders triftigen Gründen berücksichtigt werden. Nach dem 16. Mai werden Gesuche und nachträgliche Inskriptionen nicht mehr angenommen. Gesuche um Befreiung vom Kollegiengelde oder um Gleichstellung mit den Inländern bezüglich der Studiengebühren werden entgegengenommen: 1: bei der juridischen Fakultät vom 13. bis 25. April 1. J.; 2. bei der medizinischen Fakultät vom 9. bis 30. April I. J.; 3. bei der philosophischen Fakultät vom 9. bis 25. April 1. J. Den Gesuchen sind sämtliche Prüfungs- und Kolloquienzeugnisse und das Mittelloslgkeitszeugn/is beizulegen. Für die Mittellosigkeitszeugnisse sind hiebei nur die amtlichen, in der Universität aufgelegten Formulare zu verwenden; andere Mittellosigkeitszeugnisse werden nicht berücksichtigt. Die Vorlesungen beginnen am 20. April 1931. Die Gesuche um Befreiung vom Kollegiengeld bzw. um Gleichstellung der Ausländer mit Inländern Bezüglich der Gebühren, werden von den Fachvereinen entgegengenommen und weitergeleitet, und zwar: vom J. A. juristenverein, IX., Liechtensteinstraße 30, in der Zeit vom 13. bis 22. April; vom A. V. J. Mediziner, IX., Währingerstraße 15, in der Zeit vom 10. bis 25. April; vom J. A. Philosophen verein, IX., Zimmermannplatz 8, in der Zeit vom 9. bis 22. April. Daselbst werden auch Auskünfte in allen Studienangelegenheiten erteilt. Im Sekretariat des Jüdischen Hochschulausschusses, IX., Zimmermannplatz 8, werden täglich in der Zeit von 12 bis 2 Uhr Auskünfte in allen Studicnangelegenheiten erteilt. Die Internationale Studentenlegltimatlon (Carte d’ldentit£ Internationale d’Etudiants) (C. 1. E-Legitimation) wird ira Sekretariat des Hochschulausschusses täglich, mit Aua* nähme von Samstag, in der Zeit von 1 bis 2Uhraus~ gefolgt. In Paris findet gegenwärtig die 6. Konferenz des Komitees der Vertreter der internationalen Studentenorganisationen statt. Als Vertreter des Wcltverbandes der jüdischen Sudenten nehmen an dieser Konferenz die Herren M. Flaumenbaum (Paris), Dezsö Weiß (Wien) und A. Zuchovitzki (Paris) teil. Die Konferenz ist vom Völkerbundsinstitut für geistige Zusammenarbeit einberufen. Zweite Konferenz zum Studium der jüdischen Frage an den Hochschulen, ln Nyon (bei Genf) findet vom 13. bis 18. April 1. J. eine Tagung statt, die als Fortsetzung« der Konferenz in Biereville gedacht ist. An der Konferenz ^nehmen zur Hälfte Juden, zur Hälfte Nichtjuden teil. Der Vorsitzende dieser Konferenz Prof. Pierre Bovet aus Genf eröffnet am 13. abends im Hotel Beaurivage die Konferenz mit einem Vortrag «Die Hochschule im Gemeinschaftsleben des Volkes». Am 14. April hält der bekannte Verfasser des Buches «The Jew and His Neighbour» Mr. James Parkes ein Referat «Der jüdische Student». Ueber die «Rolle der Juden im politischen Leben der Gegenwart» sprechen Dqktor Stapel und Min.-Dir. Dr. Badt, über «Das jüdische Leben» Dr. Wegner, über «Die Rolle der Judenn imGCuItprleben der Gegenwart» Prof. Smolenski und Dr. Goldmann. Wir werden über die Tagung noch ausführlich berichten. Diese Konferenz wurde vom International Student'Service1 in Genf einberufen. * . Kongreß der jüdischen Studentenschaft Polens. Seit dem 26. März tagt im Einstein-Saale des Jüdischen Stüdentenhauses in Warschau der Kongreß der jüdischen Studenten- Organisationen Polens. Zum Kongreß entsandten alle. vier Hochschulstädte Polens Vertreter aller Gruppierungen. Es ist dies der dritte Kongreß in der Nachkriegszeit, dem -mit Rücksicht auf seine wichtige Tagesordnung große Bedeutung beigelegt wird. Ganz besonders wird sich der Kongreß mit der Emigration der jüdischen Studenten ins Ausland befassen. Die Zahl der jüdischen Studenten Polens, die Im Ausland studieren, erreicht gegenwärtig die große Zahl von 9000 Studenten. Die wirtschaftlichen Fragen werden einen großen Teil dieser Konferenz ausfüllen. U£ber den Verlauf des für die gesamte jüdische Studentenschaft so wichtigen Kongresses werden wir noch ausführlich berichten. Sitzung der Exekutive des Internationalen Wettstetten« tenwerkes. Vom 26. bis 28. April I. 1. findet die Sitzung des Assembly of International Student Service (Weltstudentenwerk, Genf) in München statt Als Vertreter des Weltverbandes der jüdischen Studentenschaft nimmt an!d£r Tagung Herr Alexander Teich teil. Bei, dieser Gelegenheit werden die Teilnehmer die Möglichkeit haben, die Studentenhäuser, -heime und -klubs zu besichtigen wie auch andere FUrsorgeinstitutionen und Speisungen (Mensen) kennenzulernen. Verein zionistischer Hochschüler Z. P. Chajes. Der nächste Abend der hebräischen Arbeitsgemeinschaft findet Montag, den 6. April, punkt 8 Uhr abends, im Helm, I* Jordangasse 7, unter Leitung der Herren Prof. Kästenbäum und Schloime Auerbachs statt. Arbeitsgemeinschaft Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler in Wien, Verein zionistischer Hochschüler «Theodor Herzl». Samstag, den 28. März, hielt A. H. Doktor Piper ein Referat über: «Religiöse Strömungen und da* Judentum», woran sich eine angeregte Diskussion schloß. Wegen der Feiertage findet Samstag, den 4. April, . keine Zusammenkunft (Konvent) statt. Der Lesesaal Ist täglich mit Ausnahme von Samstag und jüdischen Feiertagen von 17 bis 20 Uhr geöffnet. Eine Benützungsgebühr wird nicht eirigehoben. Kein Numerus clausus für rumänisch*jüdische Studenten in Frankreich. Vor kurzem wurde in der rumänischen Presse ein Brief des Dekans der Pariser medizinischen Fakultät Prof. Balthazards an die medizinische Fakultät der Universität Bukarest veröffentlicht, der die Ankündigung der Einführung eines Numerus clausus an der Pariser medizinischen' Fakultät und einen Vorschlag auf Einsetzung einer französischrumänischen Kommas on *ur Auswahl der zum Medizin* stud'um in Paris znzulassenden rumänischen Hörer enthielt. Der Pariser 1. T. A.-Vertreter sprach im Hinblick auf dies« Bukarester Meldung bei Prof. Balthaznrd vor. um nähere In* forn!onen über die geplanten Schritte der Pariser medizinischen Fakultät zu erhalten. Im Verlaufe des Gespräche® erklärte der Dekan, es gebe an der Pariser Universität wedtü Fremdenfurcht noch Antisemitismus. -

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.