Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 170 (2.4.1931)
- Date
- 1931-04-02
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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DTE STIMME “Seite 10 Nr. 171 — IS. Anril 1«3t Vertreter in den Waad der «Histadruth Iwrith» zu entsenden. Jüdisches Leseheini, lieber Intervention mehrerer Gesinnungsgenossen hat die Direktion des Cafe Residenz, I., Franz josefskai 31, ab I. April 1. J. außer sämtlichen in Wien erscheinenden jüdischen Zeitungen noch folgende abonniert: «Chwila» (Lemberg), «Haint» (Warschau), «Dawar» (Tel- Aviv), «Israelit» (Frankfurt a. M.), «Selbstwehr» (Frag), «Jüdische Volksstimme» (Brünn), «Jüdische Rundschau» (Berlin), «Israelitisches Familienblatt» (Hamburg), Israelitisches Wochenblatt» (Zürich), «C. V. Zeitung» (Berlin). Tcmpe’.fest. Donnerstag, den 16. April, präzise V2& Uhr abends, findet im Tempel, II., Pazmanitengasse 6, ein Tempelfest unter Mitwirkung der Konzertvereinigung des Oesterreichisehen Kanforenvereines statt. Zur Aufführung gelangen auserlesene Kompositionen berühmter alter Meister. Jüdischer Angestelltenverband «Emunah». Dienstag, den 21. d. M., 8 Uhr abends, findet im Mirjam-Heim, I., Jofdangasse 7, die III. ordentliche Hauptversammlung statt. Tagesordnung: 1. Tätigkeits- und Kassabericht, 2. Neuwahlen in die Leitung, 3. Abfälliges. Anschließend Besprechung über das nächste Arbeitsprogramm. Maimonides-Institut, Wien. II., Fraterstraße 1t. Sommersemester 1931: Vorlesungen a) an der Universität, Hörsaal 37, ieden Mittwoch. V21 Uhr abends, «Erklärung des Buches Hiob» (beginnend 29. April); b) im Institut, Fraterstraße 11 (beginnend II. April), jeden Montag, «Erklärung der Psalmen» (ür. Kaminka), 6 bis 7 Uhr; «Maimonides, More Nebuchim» (ür. Kaminka). 7 bis 8 Uhr; jeden Dienstag, 6 bis 7 Uhr. Midrasch (Rabbiner M. Horowitz), 7 bis 8 Uhr Jad Chasaka (Rabbiner M. Horowitz); jeden Donnerstag, o bis 7 Uhr, «Jüdische Geschichte» (Dr. Kaminka), 7 bis 8 «Talmudisches Zivilrecht» (Dr. üolcistein); jeden Samstag, y24 Uhr, «Sprüche der Väter» (Dr. Kaminka), V25 Uhr «Midrasch» (Dr. Goldstein). Ohel Rachel-Osteraktion. Der Verein «Ohel Rachel», Wien, II., Kleine Ffarrgasse 8, hat anläßlich der Osterfeiertage täglich 100 arme jüdische Männer und Frauen ausgespeist und für die Bedürftigen 2 Seder-Abende veranstaltet. Die Naturalien für diese Osteraktion wurden zum Großteil aus den Mitteln des Vorstandes beigestellt, doch wurden auch von den vielen Gönnern Naturalien gespendet. Generalversammlung der Chewra Kadischa für den XIX. Bezirk. Die Chewra Kadischa für den XIX. Bezirk hielt am Sonntag, dem 5. April d |., ihre VII. ordentliche Generalversammlung ab. Nach der Begrüßung der Anwesenden dur^h den Vorsitzenden, Herrn Sigmund Farnes, berichtete Herr Israel Spielholz über die Kassagebarung und Herr Trnka Über die Tätigkeit des Vorstandes. Zum Schluß ergriff Se. Ehrw. Herr Dr. Frankfurter das Won. der in beredten Worten die Ziele der Chewra Kadischa schilderte. Die im Anschluß an die Generalversammlung stattgefundene konstituierende Vorstandssitzung hatte folgendes Wahlergebnis: Übmann loset Brüll, I. Obmannstellvertreter Gustav Oesterreicher, II. ' Obmannstellvertreter Rubin Könrgfest Schriftführer Salomon Frankfurter, Schriftfiihrerstellvetreter Ed. E. Trnka. Kassier Israel Spielholz. Kassierstellverrreter Mor. Gal, Rechnungsprüfer Salomon Schapira und Leo Grünberger. Armenreferat: Salomon Fröschl, Leopold Klein, Albert Schwarz. Arnold Zieler. Jtotizen Z. F. Flnketsteln spricht über Schalom Asch In der Wiener Urania am 30. ds. Beginn %8 Uhr. Jüdische Bühne, II., Taborstraße 12. Infolge des großen Erfolges der Komödie «Im Zadiks Hojf» mit Erwin Arco in der Hauptrolle wurde sie auf weitere acht Tage prolongiert. Jüdischer Schauspieler-Verein. Am 8. ds. fand die Generalversammlung des Vereines statt. Herr Meiseis erstattete den Tätigkeitsbericht. In die neue Leitung wurden folgende Herren gewählt; Meiseis. Weißmann, Weinberg M., Waldberg, Brnchwsky, Sigall und Bellmann, zu Kontrollor'*' Tunis und Blind. «Der Tausch», eine Komödie Erwin Alexanders, wird im Rahmen der «Oesterreichi' ’*cn Bühne» im Theatersaal der «Kömödie», "'ien. I.. lohannesgasse, Samstag, den 25. Anril. 4 Uhr mrlir^ttn^s. urarf- " "t werden. Erwin Alexander ist ein Pseudonvm unseres Mitarbeiters, des Herrn Dr. Erwin Samstag (Zunim), dessen seinerzeit in der «Stimme» veröffentlichter Aufsatz «Utopie» großes Interesse Nrvorripf. Wir lenken die A*if‘-*»-ksg-’keit unserer Leser auf H*p At,r*f5Urnnnr der Komödie «Der Tausch». De Buch «Menschen und Geseh''hn1sse». das in Nr. 170 der -^t-mme» h<*?nrnchen wurde, ist von einem zu diesem Zwecke gebildeten Komitee, «l.iternturfreunde» •»enannt. h raiisepnpben worden. Der Frtrag des Werkes fließt vollstem?» dem Autor. Datvi'4 Silberbusch, zu. Das Buch ist per Adresse Dawid Silberbusch, XX.. Wallensteins»",Rp 25, zu bez'ehpn. «Einbrecher» tm Annllo, Im Apollo läuft ietzt der Ufa- Tonfilm «Einbrecher», eine musikalische Ehekomödie m>t 1 flian Harvev und Will* Fritsch Der Film hat eine -orztigliche Ausstattung, einige sehr humoristische Szenen, und ps kommen ein n*ar entzückende Schlager darin_ vor. Als Einlaepn bringt das Anollo auch diesmal die ititeressante Tonfümwnchenschau. einen reizenden Micky- Maus-pilm und noch anderes mehr. «Die Mfe’on» Im Scbvrerienklno. Nach dem großen Erfolg, den Ren£ Clairs letzter I .im «Unter den Dächern von Paris» errungen hat. wurde i n. Spannung, mit der das Publikum sein jüngstes Werk erwartete, nicht enttäuscht. Mehr Schwank als Lustspiel erhält er das P blikum dauernd in fröhlichster Stimmung. Dei Text des Lustspiels ist französ’cph. der Inhalt wird ietioch dem Publikum dadurch verständlich gemacht, daß zwei Deutsche, die in der Mansarde eines Pariser Wohnhauses leben. ’’h über die Vorgänge in deutscher Snrache unterhalten. Der Film ist spannend und sehenswert. Konferenz der jiddischen Autoftn Amerikas. In Anwesenheit von 120 Delegierten und etwa 1000 Güsten wurde die vom jiddischen Autorenklub «|. L. Perez» einberufene Konferenz der jiddischen Literaten Amerikas eröffnet. Den Vorsitz führte das Mitglied Jes Redaktions«tabes der iiddischen Tageszeitung «Der Tog». Dr. Koralnik Der Führer der jddischistischen Bewegung Dr. Chaim Schitlowsky hielt ein etwa zweistündiges Me rat über die nationalp Bedeutung r’er iiddischen Snrache. Dr. Schitlowskv führte unter anderem ans. dem Pddischen sei der Sieg über die Assimilation sicher, da es in Jen jiddischsorechenöen Massen fes* verwurzelt «e> und das pin:~"*'^° d für die luden der ganzen Welt und für die jüd^eh-kuftureHen Kräf*e darstelle. Dr. Koralnik ’egte der Konferenz einen Plan zur Aufbringung von 50.00C Dollar für die Arbeit der Organisation vor. |;rir»ie»hn In Kowno fand untt dem Vorsitz von Dr. M. Sudarski eine von der litauischen Gesellschaft für iiidische Volksbildung einherufene jiddiscS* Kultttrkonferenz statt. - Es wurde beschlossen, Cchritte zur Gründung eines Weltverbandes ’-':‘''.-her Kulturarbeiter einzuleiten. Der jiddische Literatur- und Kulturkritiker S. Niger ai.s New York hielt ein Referat über die iiddicchp Kultu-arbeit in Amerika, sein Brudef, der Dichter Daniel Tscharni aus Berlin, snrach über die Leistungen der Berliner jiddischen Kufturkreise und richtete an die Konferenz den Appell, die Arbeiten zur Herausgabe der großen jiddischen Encyclopaedie zu fördern. Welt lands mitgekämptt und ihr Blut für ihr deutsches Vaterland vergossen. 12.000 deutsche Juden sind im Weltkriege gefallen. Auch bei den Kämpfen des obersch.esischen Selbstschutzes und bei den Polenautständen während der Abstimmung naben die Juden ihr Leben für die deutsche Sache hingegeben. . . . Wo das Deutschtum um sein Lebensrecht kärnptte, in Böhmen, Mähren, Jst- und Westpreußen und vor allem auch hier in Oherschlesien, naben die deutschen Juden mmei aut seiten des Deutschtums gestanden. Warum sollen alsr die jüdischen Deutschen trotz geschichtliche! Zugehörigkeit zum deutschen Volke. Bodenständigkeit aut deutscher-Erde, nationa.-deutschem Wo len, Leben in deutscher Kultur und schöpterischet Mitarbeit an deutscher Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft keine deutschen Menschen sein? . . . Was ist denn deutsch? Sicherlich nicht hetzen und schimpfen;-Dagegen galten Mut und Ritterlichkeit, gerade dem Gegner gegenüher, bisher als besonders deutsche Eigenschaften. Es zeugt aber von sehr wenig Mut, wenn — wie es hier in Neisse der Fall war — die Nationalsozialisten den Juden den Zutritt zu.einer Versammlung verbieten, in der über das deutsche Judentum gesprochen werden sollte.» Pas Stammhaus der Rothschilds wird umjebauf Das alte Frankfurter Bankhaus der Rothschilds in der Fahrgasse, von dem Ruhm und Reichtum der Familie ausgegangen sind, wird seit der Auflösung des Frankfurter Geschäftes im jahre 1902 nicht meht für bankmäßige Zwecke benutzt Zunächst war dort die jüdische Haushaltungsschule untergebraeht. 1914 wurde das Uehäude tür die Dauer des Krieges in eine Uurc.hwandererstation lür Flüchtlinge umgewandclt, 1921 überließ es Frau Baronin Edmond de Rothschild in Paris, die Tochter dc-s in Frankfurt verstorbenen Barons Wilhelm Carl von Rothschild, als Geschenk der israelitischen Gemeinde Die Gemeinde verlegte dorthin ihre Verwaltungsräume und ins Nehenhaus an der Börnestraße ihre Bibliothek, ln den Kontorräumen der letzten Frankfurt* Eifer afur /Kunst / Theater Der Direktor des „Ohel“-Theaters in Wien. Herr Moshe H a 1 e v y, der Direktor des palästinensischen Theaters «Ohel» in Tel-Aviv, äußerte flieh einem unserer Mitarbeiter gegenüber über die Ziele und Bestrebungen seiner Truppe folgendermaßen: «Ich wurde in Moskau geboren und habe schon in meiner Jugend die Laufbahn eines Schauspielers eingeschlagen. Als Schüler von Stanislawski und Wachtangow wirkte ich sieben Jahre hindurch in russischen Theatern, daruntei auch in der «Habimah». Ich wollte jedoch für die jüdische Schauspielkunst neue Wege suchen und dachte, dies am besten in Palästina bewerkstelligen zu können. In Palästina ist ein neiies Leben und damit auch ein neuer Lebensstil im Werden begriffen, und diese Entwicklung muß notgedrungen auch in einem bodenständigen Theater ihr Spiegelbild finden. Ich ging nun vor sechs Jahren nach Palästina, mit dem festen Vorsatz, ein Theater zu gründen, das füi Jie künftige Gestaltung einer originell-jüdischen Schauspiel kunst tonangebend sein sollte. Während einer Reise durch ganz Palästina fand ich zirka zweihundert Schauspieltalente. von denen ich vorderhand nur d eißig für mein Theater gewann. Es waren durchwegs junge Arbeiter, die den ganzen Tag als Landarbeiter oder Handwerker schwere Arbeit verrichteten und unserem Theater nur Abende und Nächte widmen konnten. Es gelang mir ~üch, den Komponisten Engel sowie eirii^ - andere kunstbegeisterte Persönlichkeiten für unser Unternehmen zu gewinnen. So unterrichtete dei Komponist Engel unsere Schauspieler in Gesang und Mt-'ktheorie, Frau Omstein (eine Wienerin) in Rhythmik und Prol. Epstein :n orientalischer Aussprache. Ich suchte nach neuen Möglichkeiten und habe auf Grund der Erfahrungen, die ich in der Regieschule Stanislawskis und Wachtangows gesammelt habe, dem bodenständigen hebräischen Theater neue Möglichkeiten zu erschließen versucht. So ist eine Gemeinschaft von Schauspielern entstanden, deren seelische Einstellung vollständig im Theaterleben aufgeht. Gemeinsam besprachen wir die aufzuführenden Stücke, gemeinsam wurden auch die Dekorationen entworfen und im innigen Zusammenwirken trafen wir die Auswahl unter den Theaterstücken. Unsere Aufgabe wurde dadurch erleichtert, daß wir uns mit der Zeit einen gemeinsamen Lebensstil zu eigen machten. Die Sprache, die Musik, die Mimik urd die Technik strömten eine neue, dem Lande angepaßte Melodie aus. Mit einer solchen Truppe bereiste ich das ganze Jahr hindurch jüdische Kolonien und die Stätten jüdischer Aufbauarbeit in Palästina. Unsere Bühne war stets improvisiert und gespielt wurde zumeist unter freiem Himmel. Bis jetzt brachten wir dep «Jeremias» von Stephan Zweig, «Jakob und Rachel», eine biblische Idylle, und «Esther», eine biblische Komödie, heraus. In allen Stücken dominiert Rhythmus, Tanz und Bewegung. Das soziale Drama hat bei uns einen durchwegs kollektiven Anstrich. Die Individualität des Schauspielers unterordnet sich vollständig dem Ensemble. Das Theater muß zur Stätte des Vergnügens, aber auch der Erziehung zum einheitlichen Lebensstil werden. Um ein Stück entsprechend aufzuführen, gingen wir einmal für eine Woche in die Wüste, um an Ort und Stelle den Tanzrhythmus der Autochtonen der Bevölkerung zu studieren.» Herr Halevi weilt in Wien, um hier ein Gastspiel seiner Truppe in die Wege zu leiten. Es ist zu hoffen, daß auch das Wiener Publikum Gelegenheit haben wird, dieses bahn brechende hebräische Theater kennenzulemen. Jüdischer Abend Am Samstag, den 11. April, fand im großen Saale des Konzerthauses ein vom Zionistischen Landeskomitee veranstalteter Künstlerabend, der einen glänzenden Verlauf hatte, statt. Nach dem prachtvoll vorgetragenen Orgelpräludium des palästinensischen Kapellmeisters Max L a m p e I entzückte die jüdische Künstlerin Mirjati Koraiova das Pub'iktim durch einige jüdische Volkslieder, worunter das geistsprühende «Schikker is a Goj» besonders hejrvorzuheben wäre. Prof. Josef Zimbler trug in gewohnt meisterfnHet Art einige Musikstücke des frühverstorbenen palästinensischen Komponisten Joel Engel vor. Den Höhepunkt des Abends bildete die prachtvolle Vorlesung der I raumszene aus «Jaakobs Traum» von Beer-Hofmann durch den Burgschauspieler Philipp Zeska, der stürmisch akklamiert wurde. Fra*i Bella Paalen glänzte durch den meisterhaften Vortrag der Arie aus «Samson und Dalila» und wurde durch stürmischen Applaus zu weiteren Zugaben veranlaßt. In Herrn Marco Rojhmüller lernten wir einen Altisten von großer Klangfülle kennen, der durch seinen Vortrag eines Psalms von Ernest Bloch die Zuhörer besonders hinriß. Zu erwähnen wäre noch die diskrete Art der Begleitung von Frl. Koller und Herrn Stiaßny. Der Abend, der jüdische Musik und jüdische Kunst vermittelt hat, gehört zu den gelungensten dieser Saison. Liederabend Hilde Dulitzkaja Die Dulitzkaja verfügt über ein klangreiches und modulationsfähiges Organ und ihre jüdischen Lieder entzücken stets durch die von m Scharm eiivr starken Persönlichkeit netragene Vortragsweise. Dies umsomehr, als?uch das liddische bei der Künstlerin natürlich erk! net. und die schalkhaften, mitunter recht lasziven Ausdrücke durch eine diskrete Mimik gehf* "'-'-den. Insbesondere sind es naive Volkslieder, mit denen sie eine tiefgehende Wirkung erzielt. «Az der Rebhe hot hef- ’’ snrudelt von echtem jüdischen Galgenhumor, und wenn dieses Lied noch vom Temno und fiherprh""— ■r''rr''""iment einet verhaltenen Leidenschaft betragen wir'*. co nffenhart sich erst recht die entzückende Melorflk der primi^ven Vr-1’ r“* e Die Dufitzkafa ist ein echte? VofksM ~>t. ’*-y* d^halb muß bei ihr iede Theatralik fremd anmuten. Die Arien * aus Opern und die hebräischen Gesänge zeugen woM von Bildung und Ges«n"?tpchnik, doch in der Beschränkung ^r-ig* sich erst der Meister. Nur irr. jüdischen Vntksligd '"-offnen sich für die.«, Künstlerin Möglichkeiten; und es wäre zu wünschen."Tiäß die nur d'oses ansonsten stief mütterlich behandelte Genre weiter kultiviere. Die Vor- 'esungen des Herrn Schwager bildeten eine frischfröhliche Abwechslung an diesem überaus gelungenen Abend. f- Jtus Gibt es deutsche Juden? Die Nationalsozialisten kündigten in Neisse einen Vortrag über das Thema «Gibt es deutsche Juden?» an, zu welchem den Juden der Zutritt verboten sein so.lte. Wegen angeblicher Verhinderung des Redners Hat der Vortrag bisher nicht stattgelunden. Bevor aber die Absage des Vortrages bekannt geworden war. hatte Ortsgruppe Neisse des Zentralveretns deutscher Staatsburgei ludischen G.aubens in der Presse eine Erklärung verötfentlicht. die u. a. besagt: «Schon vor dei Völkerwanderung sind Ansiedlungen von Juden aul deutschem Boden gewesen. Geschichtlich nachweisbar bestand im, jahre 321. wie aus einei Verordnung Kaiser,Konstantins hervorgeht, in Köln a Rhein bereits eine große jüdische Gemeinde. Zur Zen Karls des Großen sind zahlreiche jüdische Siedlungen am Rhein. Wie Worms, Mainz, Speyer und andere bekannt Üm das |ahr 000'wohnten juden bereits ah der Eibe und zwei Jahrhunderte später schon in unserer engeren Heimat Mil den ersten deutschen Ansiedlern sind auch bereits deutsche Juden nach Obersch.esien gekommen. Ueber 1500 Jahre leben also deutsche Juden nachweisbar ununterbrochen in Deutsch.and, länger wahrscheinlich, als die Vorfahren manches Nationalsozialisten, det heute den Juden ihre Heimatsberechtigung in Deutschland' nehmen will. Seit dem frühesten Mittelalter sprechen nachweislich die Juden in Deutschland deutsch als ihre Muttersprache. Seit der Emanzipation haben die Juden in allen Kriegen Deutsch- Seopoid ftfiisefia Wien, II., Krummbaumgasse I Telephon A 47-2-Ö3 offeriert sämtliche Spezereiwaren bestens und billigst. Provinzversand. oller