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Die Stimme · 1931-03-26 · Heft 169 (26.3.1931) · page 10

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Journal
Die Stimme
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 169 (26.3.1931)
Date
1931-03-26
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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Literatur Kunst /Theater Pollak, Seinfeld und Theo Kupferstein, die kleine Trude Blau, welch letztere gleichzeitig sich auch als Conferencier glänzend bewährte. Hedy Bergmann trug ein Gedicht vor, weiches den Beifall aller Anwesenden fand. Als Tänzerin brillierte Stella Gebiihrer, eine wahre jugendliche Künstlerin ersten Formats. Die Opemsängerin Paula Rottenstein eVfreute groß und klein durch ihre wundervollen Vorträge, insbesondere der Kinderlieder, wofür ihr besonderer Dank gezollt wird. Am Schlüße erfolgte ein Reigen, aufgeführt von sämtlichen anwesenden Kindern und ein Hora-Tanz, der alle Anwesenden, Alt und Jung, lange Zeit im Banne hielt. Unsere Gesinnungsgenossen Frl. Helene Landau wurde an der Wiener Universität zum Dr. Phil, promoviert. Zionistische Bezirkssektion XIII. Donnerstag, halb 0 Uhr abends, Cafe Althof, XIII-, Altgasse 3, Vortrag Dr. Oskar Grünbaum: «Die Lage im Zionismus-*, anschließend konstituierende Generalversammlung. Verband zionistischer Mittelschüler, Sektion II. Samstag, den 28. März um halb 8 Uhr, Vortrag des Herrn Prof. Beja Diamant über «Jahotinskys Simson-Roman» in unserem Heime, II., Krumitibaunigasse 10. Das hebräische Pädagogium, Wien, L Drahtgasse 4, gibt bekannt: Hörer und Hörerinnen für das Sommersemester 1931 werden bis 20. April auf genommen. Auskunft erteilt das Sekretariat des Pädagogiums Sonntag, Dienstag und Donnerstag zwischen 10—12 Uhr. Liga für das arbeitende Palästina, II., Czcmingasse 4, IV/50. Donnerstag, den 26. d. Al., findet im Saale des Hotel Post, Wien, I., Fleischmarkt, halb 8 Uhr abends, die Gründungsversannnlung der Liga für das arbeitende Palästina statt. Tagesordnung: 1. Begrüßungen. 2. Wahlen. 3. Adolf Böhm, Mitglied des Direktoriums des Jüdischen Nationalfonds: «Die Aufgaben unserer Liga.» 4. Univ.-Prof. Dr. Salomon Golde'mann-Prag: Grundsätzliches zur Politik der jüdischen Arbeiterschaft in Palästina. Scderabend beim Wunderrabbl. Ein Pcsachfest der zionistischen Sektion und der zionistischen Frauengruppe Prater wird am zweiten Chol-hamoedtag (Sonntag, 5. April) um 3 Uhr nachmittags im Theatersaal «Reklame», II., Praterstraße 34, stattfinden. Das Eigentümliche an diesem Feste wird wohl der,Umstand sein, daß mit Ausnahme der Festrede alle Programmpunkte in Hebräisch und von Kindern (der hebräischen Schule Prater) zur Aufführung gelangen werden. Das Programm wird mit dem Pesach-restspie! «Sederabend beim Wunderrabbi» von Mayer C h a r t i n e r abschließen, das am Pesach des vorigen Jahres in demselben Lokal mit ungewöhnlich großem Erfolg gegeben wurde. Karten sind in" der zionistischen Sektion Prater, II., Jungstraße 8, und in der Bücherstube M. Rath, II., Taborstraße 20 a, erhältlich. Misrachi-Zentrale, Wien, II., Praterstraße II. Herr Rabbiner Isak Netimann wird am Sabbath, den 28. d. M., in unserem Bethaussaale, II., Praterstraße 11, einen Vortrag halfen, zu dem alle Mitglieder und Freunde des Vereines eingeladen werden. Histadruth iwrith, II., Kleine Mohrengasse 3. Zufolge Vorbereitungen zur Weidath-Haiwrim, die am Chol-hamoed- Pesach stattfinden wird, entfällt der Samstag-Vortrag. Seminare: Jeden Samstag. 7 Uhr, LV.kduk Prot. A. Wiesen. «Mosnaim» und «Ketuwim»: beide hebr. Zeitschriften sind erhältlich: I., Schottenring, Zeitungskiosk beim Bankverein, und 38er-Wagensch!eife, II., Praterstraße 11, Tabaktrafik und fji!i!'1tü;Zeitungskiosk beim Cafe National, 1L, Taborstraße.'. Weidath-Haiwrim (Hebräische Tagung). Am Chol- *®**,Hamoed-Pesach. und zwar: Samstag, den 4. April, Sonntag, den 5. April, und Montag, den 6. April, 8 Uhr abends, findet im Lokale, II.. Kleine Mohrengasse 3, eine hebräische Tagung statt, zu der alle zionistischen Sektionen, Organisationen und Jugendgruppen ihre Vertreter (nur hebräisch sprechende) delegieren können. Aus der Tagesordnung: I. Das nationale und religiöse Judentum in Wien. 2. Dte neuesten Erscheinungen in der hebräischen Literatur. 3. Die hebräische Presse in Wien. 4. Was will die Histadruth. 5. Arbeit der Jugend. Alle Sektionen, Jugendgruppen und Vereine werden auf diesem Wege ersucht, ihre Vertreter sobald als möglich zu nominieren und die Namen der Histadruth schriftlich bekannt zu geben. «Treue Brüder», Jüd. Humanitärer Hilfsverein zur Unterstützung armer Witwen und Walsen und notleidender kranker Glaubensgenossen, Wien, II., Kleine Pfarrgasse 21 (Cate Buxbaum). Der jüdische humanitäre Hilfsverein «Treue Brüder», der nun schon seit 25 Jahren selbstlos und opfer-. freudig seine humanitäre Tätigkeit zum Wöhle der Armen übt, hat in gewohnter Erfüllung der ihm statutenmäßig obliegenden Pflichten in den letzten Tagen mit Rücksicht auf die kommenden Pesach-Feiertage wieder ca. 100 Familien mit über 400 Köpfen mit Mazzoth, Kartoffeln und Fett bedacht. Zur Hercinbringung des hierfür erforderlich gewesenen Betrages veranstaltet die Vereinsleitung anläßlich des 25jährigen Vereinsbestandes am 28. März I. J., 8 Uhr abends, im großen Saale des Hotel Stefanie, II., Taborstraße 12, einen Theaterabend und richtet an die jüdische Bevölkerung Wiens die Bitte, durch den Besuch dieser Veranstaltung den Verein zu unterstützen und zu fördern. Die Vereinsleitung hofft zuversichtlich, daß dieser Appell nicht vergeblich und das Reinerträgnis des Abends, das zur Gänze den Aermsten der Armen zugute kommen soll, geeignet sein wird, die humanitäre Tätigkeit des Vereines noch weiter auszubauen. Karten sind erhältlich am Sitze des Vereines, II., Kleine Pfarrgasse 21, Cafe Buxbaum, bei allen Vorstandsmitgliedern und am 28. d. M. abends an der Kassa. Pegischah des Haschomer-Hadat! Wiens. Am 5. April 1931 findet in unserem Heime, II., Praterstraße 11, um punkt 3 Unr nachmittags, die erste Pegischah des Hachomer-Hadati Wiens statt. Samuel Schwager liest auf Einladung des Brith Hanoar Hamisrachi im großen Festsaale des Misrachiheimes, Wien, II. , Praterstraße 11, am 28. d. M., präzise 8 Uhr abends. Gäste herzlichst willkommen! Generalversammlung der Zelre Misrachl. Dienstag, den. J0, März 1. J., fand die 11. Generalversammlung der'Zaire ' Mfsrachi statt. Nach einem Bericht des Ch. Mermelstein, der - über die Tätigkeit der Zeire Misrachi sprach, schloß sich eine Debatte an, an welcher mehrere Chawerim teilnähmen. Die Wahlen ergaben folgendes Resu'tat: Präsident: Kopel Blum, Vizepräsidenten: Simon Hochberger und M. L. Hager; Kassier: Hochberger, Schriftführer: Zwi E r b s e ntal; Organisation: lsak Teitelbaum; Keren Kajemeth:-. Jakob D e r t* s i e w i c z. Arbeitsfähigkeit 1m Alter sichern Sie sich durch Vorbeugung der Arterienverkalkung. Ein ärztlich erprobtes und empfohlenes Mittel dazu ist Radiosklerin, welches die' Blutzirkulation in den Schlag- und Pulsadern fördert, das Blut verdünnt, die Adern elastisch macht und dadurch den Kalkablagerungen und allen damit zusammenhängenden Alterserscheinungen vorbeugt, beziehungsweise die geistige1 und körperliche Arbeitsfähigkeit auffrischt und erhält. Die freiverkäuflichen, radiumhäitigen Radioskierintabletten sind auch als Linderungsmittel bewährt und erprobt. Der Radium-, gehalt wird amtlich geprüft. Die Sensation: Siegmtind Schotts Vortragsabend Der hervorragende Leniberger Humorist liest Sonntag, den 28. März, Uhr abends, im Festsaai des Hotel Continental aus eigenen Werken in jiddischer Sprache. Da Schorr ein ebenso begabter Satiriker, wie ausgezeichneter Rezitator ist, verspricht dieser Abend ein wahrer, einzigartiger Genuß zu'Sein. Niemand versäume die Gelegenheit, Siegmund Schorr zu hören. II. Kammerimtsikabend des «Vereines zur Förderung jüdischer Musik» Zum zweitenmal in dieser Saison war am Sonntag der Saal der Loge «Bnai Brith» überfüllt mit Anhängern jüdischer Musik, deren Zahl stets Im Steigen begriffen ist. Die Darbietungen, das erlesene Programm und nicht zuletzt die uneigennützige Arbeit der Künstler (allen voran Joachim Stutschewsky und Israel Brandnian) werden freilich erst dann die verdiente Würdigung finden, wenn die Mitgliederzahl auf das Zehnfache gestiegen ist; allein zu jeder großangelegten Sache gehört Zeit und Ausdauer und so wollen wir hoffen, daß das jüdische Publikum, dem das Fortj bestehen und die Entwicklung der jüdischen Musik nicht 1 gleichgültig sein dürften, den Weg zum Verein zur Förderung jüdischer' Musik finden wird. Die treffliche bekannte Pianistin Ren6 Gärtner eröffncte das Programm mit der zweiten Sonate von Alexander Weprik. Einige charakteristische TroppWendungen in der Melodiezeichnung des Themas, psalmodierende Wiederholungen eines Tones (die durch die Verdoppelung in Oktaven noch dramatischer wirken) und der echt jüdische Pathos in der Durchführung gab dem Ganzen ein eigenartiges Gepräge. Es folgten einige warm empfundene Worte des Gedenkens für den allzu früh verstorbenen Komponisten und Pionier jüdischer Musik Leo Zeitlin, gesprochen von Joachim Stutschewsky, der in kurzer Fassung das Bild, den Werdegang und den Studicnlauf des Verewigten prägnant schilderte, worauf er ein prachtvolles Stück des Tondichters «Eli Zion» in tief empfundener Art spielte. Zwei Duette für Frauenstimmen von Joe Engel bildeten , den Schluß des ersten Teiles des Abends. Das Frauenvokaiensemble, bestehend aus den Damen Elsa Beiden, Grete Körner, Anny Masser, Idä Radimesser, Rosa Reiß und Sabina Vogl, erfreute durch die frischen Stimmen und durch präzisen Vortrag dieser Duette,, die allerdings nicht . zu . den besten Werken Engels gehören. Vorher brachte Joachim Stutschewsky ein echt jüdisch empfundenes Werk von Emest' Bloch «Meditation hebraique», ferner das «Lied eines wandernden Ritters» von Michael G n e s s i n und als Draufgabe «Scheer» von A c h r o m. Im Präludium für Flöte, Streichquartett und Klavier von! Grigori Krein mußte man vor allem die hervorragende Arbeit der1 Einstudierung des schwierigen Werkes bewundern. Israel Bran dm ann leitete aus dem ersten Pult das Ganze uqd. alles klappte. Die Komposition. selbst ist mehr aus dem .Reflex als aus der Seele geschaffen worden. Die melismatische Art der Behandlung der Flöte und allzu selten aüftauchende. Troppwendungen kennzeichnen das jüdische Element dieses Werkes, obgleich , die übertrieben kühnen, harmonischen Ueberräschungen oft eher den Ein- ' druck des Gewollten: als des Empfundenen machten.. Wie anders klang das das Programm: beschließende Werk Von Z ei t! i n; «Reb Nachmans Nigun» für Streichqüintett. Es pulsierte' und vibrierte alles l Jede Phrase, jede Figuration, jede Wendung jüdisch, unverfälschte jüdische Eigenart, mit echtem Pathos, mit wahrer Gefühlsemotion der jüdischen Seele. Die' Herren 'Brandman,. Kurt Stern (Cello), Robert Teutscher, Josef Kohn und der Cellist Ernst Levitus gaben sich viel Mühe, üm. diese beiden Ensemblewerke erfolgreich zu Gehör zu bringen. In Krelns Präludium spielte mit rhythmischer Sicherheit Fräulein1 Rcn6 Gärtner den Klavierpart. ■ Zum Schluß möchte ich noch die grundniusikalische Begleitung; der Cellovorträge durch die: bekannte Pianistin | Frau Rita^Kurzman, die siejh;schon.oft erfolgreich und opferwillig in den Dienst der Sache der Förderung jüdischer Musik gestellt hat, erwähnen. Der stürmische Applaus . für alle Darbietungen läßt hoffen, daß die Bemühungen des «Vereines zur Förderung jüdischer Musik» einen- Wiederhall beim jüdischen .Publikum finden werden. JuL Wolfsohn. Zum Tag des Buches Wie wünsche ich mir, einmal das Glück zu erleben, Daß ich diese. Bücher in die Hütten der Bauern . verirrt sähe! A. Mickiewicz. Welch heiße Glut , nationalen Empfindens, welch unsagbare, Liebe-zu seinem Volke fühlt man aus diesem seinem Wunsche! Zur Zeit, als er diese Zeilen schrieb, lechzte auch, dieses Dichters Volk in seiner politischen Abhängigkeit und Bedrückung nach Freiheit; des Dichters prophetischer Geist, sah. Abhilfe in der Aufklärung der breitesten Volksmassen durch das gute Buch, das bis in die. Bauernliütte den. fruchtbaren Kern, geistigen Zusammenschlusses tragen sollte. Und die Glut dieses Sehers zündete und Half. . . Auch wir wollen unsere nationale Freiheit erkämpfen, auch wir müssen zunächst den Weg zum Herzen unseres Volkes in der Zerstreuung Anden und aus Mickiewicz’ Worten lernen. Das Buch und das Ued besitzen die einzig magische Knut, eiä \ 6i!r; wachzurütteln, Beiöfgöiä um sein Ureigenstes zu erwecken, es zu '.Taten äflzüfeüerrtl Der «Tag des Buches» ist eine schöne Aktion; wir. abef sollten unser Augenmerk ganz besonders'auf das jüdische Buch lenken; um der Schönen A^tdgurig ih ihrer vollen Be* dguturfg nachzukömmen. Wenn wlf^das jüdische Buch be* Vorzügen und, verbreiten, dienen wir damit der Förderung des Wissens und der Kultur unseres eigenen (Vo|ke$. Viel zu Wenig wird leider noch immer im jüdisdhfen Vcike darauf geachtet, jede fremde Literatur ist ihm vertrauter als di« eigene und viel zu wenig jüdische Büchhr werden . zir 'Geschenkzwecken gewählt, als wären sie minderwertig. Nun steht heuer der Tag des Buches unter der DeVjjah «Die Frau und das Buch»; vielleicht willman. die geistigen Kinder der Schriftstellerweit dem Schutze äer Frau ädempfehlen, sie in die mütterlichen Hände der Frau liebevoll gelegt wissen. So will Ich nun die Aufmerksamkeit auf jene Werke lenken, die schöpferisch-jüdischer Frauengeist geschaffen hat. Zu den letzten wertvollen Neuerscheinungen gehört «Zehn Jahre Wizo» von Dr. Martha Hoffman n, Wien, herausgegeben von der Zentrale der Wizb, London, anläßlich des zehnjährigen Jubiläums. In diesem höchst lesenswerten Büche finden wir Beiträge prominenter jüdischer und nichtjüdischer Frauen, die das einzigartig« Phänomen der Renaissance des jüdischen Volkes b^härtdeln. — Ein zweites ungemein interessantes1 Büclr ist «Die .arbeitende Frau in Palästina» von Ada- F i s h m a n, lhefausgegeben durch den. Arbeiterinnenrat der Allgemeinen Jüdischen Arbeiterorganisation unter Beteiligung der .Womens International Zionist Organisation, London. Mit .erstaunlichem Fleiß ist hier alles zusammengetragen, \yas die Chaluzoth auf ihrem dornenreichen Wege im hefltgejn Lande bis jetzt geleistet, erreicht und noch zu erreichen haben, um das Ideal der friedlichen Rückeroberung unserer; teuren Heimat zu'verwirklichen. - In keinem Hause sollten die Werke dieser-verdienstvollen Pioniere und Helfer fehlen, da auch sie sicher vom Wunsche beseelt sind, dals Glück zu erleben, daß Sie ihre Bücher in die Hütten der Bauern verirrt 'fänden r * 1 V. Ottilie Gröbl.;' Josef Grob 50 |ahre alt w ’ Wie viele gab es denn in Wien vor 25’ötfd-'3Ö Jahren, die für die jiddische 'Spräche' f selber von hier aus für die Juden. d.es Sfödtdls.’schrjebcp? Brandes war nicht mehr, da, Birnbaum -War tjoch.'gar^flic^t «jiddifiziert», ‘während die Schöphinge.Ü' Lubetzkys' nur selten', in die Sphäre: des 'Voli^fibiundes 'hmabstiegen. Und da war es für uris ausdem dsteri-eine Art Gruß unseres «Manie-Luschen», als wir im;lseniberger^rTagblatt» die. persiflierte Fratze des MaüscnCls ' in ‘ Wien;'des sogenannten Bodenständigen wie des «Pölisdhen»/‘l'zü^ Gesicht bekamen. Es, war eben Josfcf!. Grob, der än .Wien'Anhänger der 'jüdischen Humoreßke geworden ißt., Eide ‘Sammlung seiner Skizzen wuchs älsbaRlzu ^mem stattlichen Bande an. Ueberdies erfreute Grob 'weife iKreise dtfrbh seine ergötzlichen Vorlesungen: ausdem Jiddischen.' In;<Jef jüngsten Zeit begann er . seine Sujets auch.jndeutscher Sprache wieder; in der Wiener Tagespresse zu, veröffentlichen. Als, Fünfziger, .der er dieser Tage wird, werqcn. ^iele seiner mit gebührlicher Anhänglichkeit’’gedetifceti. ’ . , ,• & -Picker. Hermanh Giese: Geist irtiSpiort (Delphin-Veriäg,; München) ’ *; ■ ' ( Der Verfasser, der sich mit seinem Thema, mit deutscher Gründlichkeit. auseinandersetzt;' bringtin ‘seinehi* BuCh' viel Interessantes und Tiefschürfendes.'EHevArbeitistiin viervTeHe gegliedert; betitelt:' Sport und Lebensform;, Sport) ajav.küljturelle Fehlleistung; Vom Geistigen im Sp.drt,; 'iDi^TlHbeaeiMtung. der Sportkultur. Der. erste.Teil ist<ein Versuchgmet'Regriffsabgrenzüng zwischen' Körperkultur üü‘dJ Spott‘ujri&'ihrgn .Unterabteilungen.; der zweite einü ausführlichepsychologische Zergliederung der- Sporttreibenden; dritte isetztvsifeji mit den Auswüchsen, des Sportbetriebes und > der SportaUffäSßuug auseinander; der vierte befaßt sich mit; den kulturellen,1 ethischen, erripheriscHen Werten .'des,Spqrt.es, seinef'Bedeutung für die ‘ verschiedenen' Rassen, Geschlechter,/' üfra ^Klassen. Wenn das Werk, schon wegen -der*'Aktualitätidiös Thfemh* und seiner;'wissenschaftlichen? Dur.cH.deüKudg.'.:mPhjf5,.'al^]h^ achtenswert/ist, dinden sich, wie es. bei. einjfec :so ausgebfejte* ten Themastellung;nicht weiter veiiwünderijch‘ist,>Üfch,*viele anfechtbare 'Stellen; Um einiges Heraqszugreijen,’sei iz/ Bv.aflgeführti daß1 er die Juden’1 als sportlich" unbegabte 'RäsSe^ bezeichnet, was nachgewiesenermaßen nicht,(Jen Tat8ii^lien;6ptspricht. Auch seine vollkommene Unkenntnis .desJunkfloriejie« Türnens Von Gaulhofei;-Streiche'r läßt,lhri Ürt6ile flheirdäs Tür» nen fällen, die jedem, der sich nur etwas1 mit’diesen- Dingen befaßt, vollkommen ünstichhaltig erscheinen.: Das Büch , ist für; jeden; der' sich .für; die innere,. psychologische 'Seite des Sportes interessiert, ein .wertvoller Wegweiser.,. b; „ „Jüdische Geschichte*' von jdgehütt Prinz.' :7! « : /!■ ■ 7 Verlag für. Kulturpolitik,5' III., Rädettkystraße 'll, (Preis g.eb: 10 Mark.)!; « ... V Rabbiger -Joachim; Prinz,^der es .verstand, in.-’jüdische« Blättern jn lebendiger Weise altjüdisches Leb.endarzustellj?n und frisch zu aktuellen Fragen SteHürjg zu* nehmen, Jhä* einen Versuch .gemacht',, in» eißem Büche Ivon*'200! Seiten einen Abriß der jüdischen Geschichte ,zu gejbeji,; (tyr.! diejenigen, die »«etwas, von der Spannung.. . . dieser seltsantea Gemeinschaft»1 Verspüren Wollen.’' Das Buch ' umfaßt „die Kapitel: Die Antike,.das. Traditioqsjydegtüni seit.*$srä und die Ghettodämm'erung. Wir hatten das erste 'Kapitel,- das dt« Antikebehandelt, für das schwächste.' Der Autör will frei von der Tradition sein, also wissenschaftHch.» Er> trittan Moses;ch möchte fast sagen,-.leicht;tändelnd,heran: «Die Geschichte Moses jst ,ein,e: Dichtung», meint der Autor.- Warum? Weil die historischen Quellen außerhalb/dei Bibel schwfigpn. Es. passiert iden Autor, in «pitnk.tö«Mo««« da«, was schon so , manchem, passierte, der an /große ■ Männer, mit dem Maßstab der reinen Wissenschaft, herantrat: dit igioBl Penöfllichkcit zerrann ihm unter den Hftndtn. JL

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