Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1931-03-19 · Heft 168 (19.3.1931) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 168 (19.3.1931)
Date
1931-03-19
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3053752-3053911-3053922--2251-3057665
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

c'cite 10 DIE STIMME Nr. 168 — 19. Mär* 1931 Palästinareise der „Stimme“ Eine Reise nach Palästina 28. April 1931: Ab Wien um 19.10, Ostbahnhof. 29. : An Triest 8.17. Einschiffung. Ab Triest 13.00 m!t dem Dampfer der Palästina-Linie des Lloyd Triestino. 30. : ln Brindisi von 16.00 bis 17.00. 1. Mai: Seefahrt. 2. : Seefahrt. 3. : In Larnaca auf Cypern von 13.00 bis 16.00. Möglichkeit zur Besichtigung der Stadt. 4. : Ankunft in Jaffa um 5.30. Ausbootung. Besichtigung von Jaffa und Tel-Aviv. 5. : Fahrt nach Petach Tikwa, Magdiel, Kfar Saba, Herzlia. 6. : Vormittag frei. Nachmittag von Tel-Aviv über Rechobot, Rischon le Zion, Kirjat, Anawim, Moza nach Jerusalem . 7. : Besichtigung von Jerusalem. 8. : Ausflug nach Jericho, zum Toten Meer und Jordan. 9. : Freier Tag in Jerusalem. 10. : Ausflug nach Bethlehem und auf den Oelberg. Nachmittag von Jerusalem nach Alule über Nablus und Dschenin. 11. : Von Afule über En Charod, Bet Alfa, Tel Jossef zum Ruthenberg-Stauwerk, nach Degania, Kineret und nach Tiberias. 12. : Von Tiberias über Nazareth, Balfouria, Kfar Jeladim, Nahalal nach Haifa. Besichtigung von Haifa. 13. : Ausflug nach Sichren Ja, .>n und Atlit. Zurück nach Haifa. Um 22.00 Abfahrt mit dem Dampfer des Lloyd Triestino. 14. Mai: ln Larnaca auf Cypern Aufenthalt von 9.00 bis 13.00. 15. : Seefahrt. 16. Seefahrt. 17. : In Brindisi von 6.00 bis 7.00. 13.: Ankunft in Triest i 1.00. Ab Triest 20.ÜU. 19.: Ankunft in Wien 9.30. Preis dieser Reise: 959 Schilling. Leistungen: Bahnfahrt von Wien nach Triest und von Triest nach Wien in der 111. Klasse. Bahnfahrten in Palästina in der II. Klasse. An Bord III. Klasse mit Kabine und Verpflegung. Gepäcktransport. Aus- und Einbootung. Unterbringung in guten Hotels. Besichtigungen, Führung, Beförderung in Autos laut Programm, Trinkgelder in den Hotels und an Bord. Die Verpflegung beginnt mit der Abfahrt von Triest bei der Hinfahrt und endet mit der Ankunft in Triest bei der Rückfahrt. Eine andere Version dieser Reise beinhaltet auch den Besuch von Aegypten. Das Reiseprogramm ist bis zum 13. Mai gleichlautend, dann noch bis zum 16. Aufenthalt in Palästina, am 16. Bahnfahrt von Tel-Aviv nach Kairo. Diese Reise dauert bis zum 26.; Ankunft in Wien am 27. Mai, 9.30 Uhr. Preis dieser Reise: 1680 Schilling. Richtigstellung. Wir : /uig, daß auf den Garten des Vereines «Theoo :.,.zl» 92 Bäume eingegangen sind, und nicht, wie wir irrtümlich in der vorwöchigen «Stimme» veröffentlicht haben, 130 S. Pessach-Hagadah. Die vom «Omanuth»-Verlag glänzend ausgestattete und illustriert herausgegebene Pessach-Hagadah ist im Keren Kajemeth zum Preise von 1.50 S erhältlich. «Lanoar». Es erschien ein Heft «G a I u t h T e j m a n», welches die Geschicke der jemenitischen Judenheit schildert. Ferner «M a c h n e J ehuda h», die Geschichte einer jemenitischen Siedlung in Palästina. Beide Hefte sind zum Preise von je 1.50 S im Keren Kajemeth erhältlich. Ring des Keren Kajemeth. Richard Müller spendet S 2.— tind ruft zu weiteren Spenden auf; Fritz Fischei, Hans Wandler, Juda Glücklich, Otto Alenzel. Tödlicher Unfall eines Blau-Weißen Sonntag, den 8. März, \A der ehemalige Alt-Blauweiße Franz 0 b e r s o h n bei einer Abfahrt von der Pretulalpe verunglückt. Obersohn, der einer Kameradin ausvveichen wollte, fuhr in hereinbrechender Dämmerung in einen Baum und zog sich einen Bruch des Schlüsselbeines und eine schwere Schädelverletzung zu. Er hatte noch die Kraft, zweieinhalb Stunden zu Fuß nach Mürzzuschlag zu gehen, wo er von seinen Kameraden sofort ins Spital gebracht wurde. Dort ist er in der gleichen Nacht nach einer Operation an Gehirnblutung gestorben. Obersohn war seit frühester Jugend Mitglied des Wanderbundes «Blau-Weiß». Freitag, den 13. d., fand seine Beerdigung, bei der Rabbiner Dr. Taglicht eine kurze Ansprache hielt, unter zahlreicher Teilnahme des Blau-Weiß statt. Obersohns Name wurde von seinen Freunden und Wanderkameraden ins Goldene Buch des Keren Kaje- .neth eingetragen. Ehre seinem Andenken! Lehrberufungen an die Israelitisch-Theologische Lehranstalt in Wien. Wie wir erfahren, wurden für das Sommersemester 1931 der Kanzelredner Rabbiner Dr. Taglicht als Dozent für Homiletik, Dr. A. Kristianpoller für Lithurgie und Dr. B. Murmelstein für Midrasch und Religionsphilosophie berufen. Ankündigungen und sä». Mitteilungen Die zionistische Bezirkssektion XiL, XIV. und XV. hat vergangenen Montag ihren Vortragszyklus mit einem Vor- * trag des F’rimarius L)r. Sand Beer über das Thema «Zur Frage der Nervosität bei den Juden» eingele*tet. Primarius Dr. Beer verstand es, das schwierige, zum 'Feil noch ungelöste Problem der Nervosität den zahreichen Anwesenden in leicht faßlicher Weise vorzuführen. Er gab zuerst einen Ueberblick über einzelne Massenkrankheiten und den Grad der Immunität der Juden gegenüber diesen Krankheiten, widerlegte in scharfsinnigen Austührungen die von den Rassean «semiten verbreitete Theorie der «Rasseneigentümliclikeit» der Krankheiten, entwickelte hierauf die Ursachen und Symptome der Nervosität und beschäftigte sich schließlich mit der Therapie dieser Krankheit. Eine radikale Therapie erblickt Primarius Dr. Beer in der Befreiung der Juden aus der üaluth und Gründung einer jüdischen Heimstätte in Palästina. Der ausgezeichnete Vortrag fand beim zahlreich erschienenen Publikum lebhaften Beifall. Jüdischer Angestelltenverband «Emunah», Wien. Samstag, den 21. d. M., findet im «Mirjamheim», I., Jordangasse 7, 1. Stock, ein Vortrag des Herrn Dr. Salomon Rappaport statt. Thema: «Jüdische Familiennamen, ihre Bedeutung und Entstehung.» Beginn 8 Uhr abends. Gäste willkommen. Die Z. M. V. «Mirjam» bringt in den Räumen ihres Heimes, L, Jordangasse 7 (Seitengasse der Wipplingerstraße) in der Zeit vom 22. bis 29. März 1931 von 11 bis 13 Uhr und von 15 bis 20 Uhr die selbstverfertigten, geschmackvollen Erzeugnisse ihrer erwerbstätigen Mitglieder zur Schau. Im Rahmen dieser Arbeitsschau, die in ihrer Art größtem Interesse begegnen dürfte, finden folgende Vorträge statt: Montag, 23. März, 17 Uhr 30: Modernes Wohnen, Vortrag von Architekt Fritz Sternschein; Mittwoch, 25. März, 17 Uhr 30: Schönheitspflege, Vortrag von Frau Helene Peßl; Donnerstag, 26. März, 17 Uhr 30: Die Bedeutung der modernen Ernährungshygiene für die Frau, Vortrag von S. 1. Skala, Direktor der ersten Wiener Masdasnan-Lehrküche. Zionistische Bezirkssektion XII./XIV./XV. Montag, den 23. d. M., findet um 8 Uhr abends im Heim, XV., Herklotzgasse 21, der Vortrag des Herrn Dr. Pokorny über «Wie fatiere ich die Einkommen- und Erwerbssteuer für das Jahr 1930?» statt. Kinder-Purlmfeier. Am 8. März veranstaltete der Verein «Schewet Achim», Wien, XVI., Neulerclienfelderstraße 64, seine diesjährige Kinder-Purimfeier im Zionistischen Heim, VIII., Bennoplatz 1. Zur Vorführung gelangte in hebräischer Sprache das Schauspiel «Esther», nach der Megilla von Lehrer Brzezinsky bearbeitet. Es folgten hebräische Vorträge und Deklamationen von Kindern. Zionistische Bezirkssektion I. Dienstag, 24. März, findet im Caf6 Excelsior, I., Rotenturmstraße 22, ein Vortrag der Frau Dr. Kästen bäum: «Was leistet die jüdische Frau für Palästina?» und von Dr. E. Reich: «Die Mädchenfarm Nahalal» statt. Gäste willkommen! Hlstadruth Iwrith, II., Kleine Mohrengasse 3. Samstag, den 21. März, 8 Uhr abends, Vortrag. Seminarien: Jeden Samstag, 7 Uhr abends. Dikduk: Prof. Wiesen. Verband der jüdischen Kaufleute und Gewerbetreibenden in Wien. Die ordentliche Generalversammlung findet Donnerstag, den 26. März 1931, um l/28 Uhr abends, in den Klubräumen des Cafe Mariahilf, VI., Mariahilferstraße 89 a, statt. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht, 2. Kassabericht, 3. Bericht der Revisoren, 4. Debatte, 5. Absolutorium, 6. Anträge, 7. Neuwahlen, 8. Allfälliges. Anschließend Referat des Herrn Benno Deutsch über «Aktuelle wirtschaftliche Fragen». Klub Jung-Wizo, 1., Jordangasse 7. Dienstag, 24. März, Z28 Uhr, Vortrag der Frau Amalie Kantor über das Thema «Dichter der jüdischen Renaissance». Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Wien, II., Ferdinandstraße 23/S. Montag, den 23. März, findet im Klubsaal der Hakoah, I., Wiesingerstraße 11 (Cafe Atlashof, eigener Eingang, Souterrain) ein Vortrag des Herrn Alfred May: «Was haben die Juden in den letzten 100 Jahren für die Kultur der Menschheit geleistet?» statt. Beginn x/28 Uhr abends. Eintritt frei. < Organisation zionistischer Frauen Oesterreichs. Montag, den 23. März, 5 Uhr nachmittags, Vortrag des Herrn Prof. Arthur Freud über das Thema: «Palästina-Arbeit in Wien». Ort: I., Jordangasse 7. Der «Verein der Zbarazer ln Wien» veranstaltet Samstag, den 21. d. M., Y29 Uhr abends, in den Festsälen des Oesterreichischen Handelsmuseums, Wien, IX., Berggasse 16, seinen diesjährigen Repräsentationsabend. Im Rahmen des Programmes findet eine Akademie statt, die von erstklassigen Kräften bestritten wird, u. a.: Chor der zion.-demokr. Jugend; Frl. Dauber: jüdische Lieder; Herr Krybus, ein junger Palästinenser: hebräische und jiddische Lieder u. v. a. Moderner jüdischer Kinderspielkurs, Montessori-Methode, für Kinder von drei bis sechs lahren. Einschreibungen täglich von 9 bis V2\ Uhr und von 3 bis 6 Uhr, FL, Obere Donaustraße 47/6. Ebendort Sehulnachhilfe, Kurse für rhythmische Gymnastik, Lehrausfliige als Nachmittagsbeschäftigung für Schulkinder von 3 bis ’/27 Uhr nachmittags. Sederabend beim Wunderrabi. Ein Pesachfest der zionistischen Sektion und der zionistischen Frauengruppe Prater wird am zweiten Chol-hamoedtag (Sonntag, den 5. April) um 3 Uhr nachmittags im Theatersaal «Reklame», II., Praterstraße 34, stattfinden. Das Eigentümliche an diesem Feste wird wohl der Umstand sein, daß mit Ausnahme der Festrede alle Programmpunkte in Hebräisch und von Kindern (der hebräischen Schule Prater) zur Aufführung gelangen werden. Das Programm wird mit dem Pesach-Festspiei «Sederabend beim Wunderrabbi» von Mayer C h a r t i n e r abschließen, das am Pesach des vorigen Jahres in demselben Lokal mit ungewöhnlich großem Erfolg gegeben wurde. Karten sind in der zionistischen Sektion Prater. 11., Jungstraße 8, und in der Bücherstube M. Rath, II., Taborstraße 20 a, erhältlich. Der jüdische Hochschüler Verein Zionistischer Hochschüler «Theodor Herzl», Wien, II., Krumbaumgasse 10. Der Obmann des Vereines, Viktor Kornmehl, gab in der am 7. März 1931 stattgefundenen ordentlichen Generalversammlung folgenden Bericht: Das abgelaufene Semester war hauptsächlich der internen Arbeit der Aktivitas gewidmet. So wurden im Seminar «Ueber die außenpolitische Entwicklung des Zionismus», das unter der Leitung unseres A. H. Dr. Schmitz stand, Referate nur von' Bb. Bb. gehalten, und zwar von Chaim Choinatzky, Elieser Oberländer, Otto Meißner, Heinrich Kaufmann, Fredl Morgenstern. Im Sommerseinester werden dann noen die Referate «Kolonialpolitik der Engländer», «England und Palästina» und schließlich eine Zusammenfassung aller behandelten Themen abgehalten werden. Neben diesem Seminar veranstaltete der Verein eine Reihe von Vorträgen, die sich mit aktuellen Problemen des Zionismus einerseits und der jüdischen Studentenschaft andererseits befaßten. Es reterierten u. a. Dr. Goldhammer, Dr. Tartakower, Ing. Seiden u. a. Sämtliche Mitglieder nahmen an den Hebräisch-Kursen, die unter Leitung der Bb. Bb. Kaufmann und Kurz allwöchentlich stattfanden, teil. Ferner beteiligte sich der Verein korporativ an den Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft Zionistischer Hochschulvereine und der Zionistischen Landesorganisation. Bei dem Schekel-Drive, der vom gewesenen Organisationsreferenten, unserem A. H. Dr. Adolf Engel, veranstaltet wurde, lieferten wir lül verkaufte Schekalim ab. Selbstverständlich verrichteten wir auch Keren-Kajemeth- Arbeit und brachten im Vorjahr 97 Prozent unseres Kontingentes auf; wir werden uns unbedingt bestreben müssen, den Garten unseres Vereines, für den wir bereits 93 Bäume aufgebracht haben, heuer zu komplettieren. — Nach diesem Bericht hielten noch die Bb. Bb. Kaufmann und Tartakower Ergänzungsberichte. Bb. Morgenstern referierte über die Vorbereitungsarbeiten, die für eine Zusammenarbeit mit der «Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler» zwecks künftiger Fusion getroffen wurden. Nach langer Wechselrede, an der sich insbesondere die A.H. A.H. Dr. Goldhammer, Dr. Schmitz, Arthur Holzer, Ing. Seiden und Ing. Knoll beteiligten, wurde beschlossen, vorläufig im Sommersemester eine innige Arbeitsgemeinschaft mit der Lese- und Redehalte durchzuführen und wurden für den gemeinsamen Ausschuß die Bb. Bb. Heinrich Kaufmann, Chaim Chojnatzky und Otto Meißner gewählt. jüuisch-akademischer Juristenvere.u. Donnerstag, den 19. d. M. präzise 8 Uhr abends, findet in unserem Heim, IX., Liechteusteinstraße 30, eine Diskussion statt. Thema: Delegiertentag, Studentennation. Referenten: Deszö Weiß und Josef Frankel. Allen zugänglich. Freie Aussprache. — Samstag, den 21. d. M., um 4 Uhr nachmittags, im Vereinslokal außerordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Hans Kandl: Baltour-Deklaration und Weißbuch; 2. Bericht des abtretenden Ausschusses; 3. Bericht der Revisoren; 4. Debatte; 5. Erteilung des Absolutoriums; 6. Neuwahlen; 7. Statutenänderung; 8. Eventualia. Sprechsaal der „Stimme*4 Sehr geehrte Redaktion! In dem Film «Der Mann, der seinen Mörder sucht», der von der deutschradikalen Ufa hergestellt wurde und u. a. in dem Ufa-Ionkino in der Taborstraße zur Aufführung gelangte, ist eine Szene enthalten, die die Sitzung eines Scnwerverbrecherklubs darstellt. Die Mitglieder sind lauter robuste Leute, der Obmann jedoch ist ein schmächtiger Jude, deutlich in seinem Aeußeren und seiner Sprache als solcher erkenntlich. Neben anderen Geschmacklosigkeiten kommt es auch vor, daß er Männerchöre mi,t einem Fleischmesser und mit einem Revolver dirigiert. Dies ist keinesfalls zufällig. Die Ufa will nämlich zwei edle Zwecke verbinden — Geld machen und die Juden verleumden. Sie will den Eindruck erwecken, daß die Juden die übrige Bevölkerung zu Verbrechen aneifern und anführen. Sie will das nicht ungeschickt marktschreierisch machen, wie manche politische Partei oder Zeitung, sondern indem sie es einfach als Tatsache bringt, noch dazu in der wirkungsvollen und weiteste Verbreitung findenden Form des Unterhaltungsfilmes. Es läßt sich ja dagegen nichts machen und man muß Herrn Hugenberg und seinen Mitarbeitern dieses Vergnügen lassen. Unverständlich ist es jedoch, daß Juden dieses der genannten Firma gehörige Kino in Massen und ständig besuchen und auch in andere Kinos zu Filmen dieser Gesellschaft gehen. Hochachtungsvoll L. G. Aus der Provinz Groß-Enzersdorf. Am 13. d. M. ist hier der Kuttusrat Dr. Fritz Rosenbaum im Alter von kaum 38 Jahren gestorben. Durch seinen plötzlichen Tod ist nicht nur die Kultusgemeinde, in welcher der Verstorbene, mehrere ..Jahre hindurch ersprießliche Arbeit leistete und dabei der zionistischen Sache stets wohlwollend und fördernd gegenüberstand, sondern auch die gesamte Ortsbevölkerung, bei welcher er wegen seiner vornehmen Eigenschaften beliebt und geschätzt war, in tiefe Trauer versetzt worden. Dies hat; sich bei der am 15. d. M. stattgefundenen Begräbnisfeier in derartigem Umfang gezeigt, daß der jüdische Friedhof die Zahl der erschienenen Trauergäste, unter denen sich hebst anderen Persönlichkeiten auch der Landeshauptmann von Niederösterreich Herr Dr. Karl Buresch befand, kaum fassen konnte. An der Bahre des zu früh Dahingeschiedenen .hielten nach der groß angelegten Trauerrede des ehrw, Rabbiners Herrn Dr. Schweiger die Herren Dr. Katz, Baumeister Winkler und Dr. Sternschuß warmempfundene Nacnrute, in welchen der Verstorbene als Mensch und Jude von überragender Qualität gewürdigt wurde. Lösungen der Rätsel aus Nummer 166 Verschiebrätsel: Ahasveros, Mordechai. Magisches Silbenquadrat: Gelage, Lawine, Genesis. Vorsetzrätsel: Heuer, adressieren, drücken, Astern, Sund« Sturm, Atoll, Halt: Hadassah. Richtige Lösungen sandten ein: Erwin Asrlel, Wien, XIX.; Sonja Austerlitz, Krakau; Myrjam Bleiweiß, Wien IX; Jakob Donner, Wien II; Simon Edelmann, Wien XX; Josef Feingold, Budapest; Bernard Grünhut, Wien II; Aryan Kahane, Wien XIII; Vally Knobel, Wien II; EQsabeth Koffler, Leoben; Ing. D. KölbI, Skrivany; Margit Lewltin, Wien II; S. Salomon, Grodno; 1. Schwartz, Unt. Eisen Stadt; Anny Stemschuß, Groß-Enzersdorf; Max Tannenbaum, Graz; I* Teltelbaum, Wien II; Rudolf Weinberg, Wien IX; Moses Zim» mermann, Wien XX. Die Gewinner sind: Myrjam Bleiweiß, IX., Löblich« gasse 6/14; Bernard Grünhut, II., Obere Donaustraße 43/9; Vally Knöbel, II., Rembrandtstraße 39/5; Ing. D. KölbI, Skirl* vany p. Novy Bydzow.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.