Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 168 (19.3.1931)
- Date
- 1931-03-19
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 4 Nr. 168 — 19. März 1931 ■SPsÄ mrrtfo &$,>. ' äf ü&Y'ir 01« bsrilts bikanntin und als dla basten anarkanntan amarlkanlschin «oto«w* Telephon «-41-5-19 MAZZOTH und QRIBSS wieder in Wlan Generalvartre'ung Brüder Weinreü, II.. Taborsir. 62 gewerbe zu 80 Prozent von Juden betrieben wird, so wird man verstellen, welche Gefahr in allen diesen neuen Gesetzen und in den bereits bestehenden für die jüdische Wirtschaft und den jüdischen Handel Im allgemeinen liegt. Wird einmal dieses letztere Gesetz angenommen, woran niemand mehr zweifelt, so wird dadurch erreicht, daß neuerliche Massen von Juden aus dem rumänischen Wirtschaftsleben hinausgedrängt werden. Daß aucheilenderen Industriezweige, in denen die Juden uotfiinierehd waren, sich im wirtschaftlichen ZusammenbrucfTbefinden, sei nur nebenbei erwähnt. Die Holzindustrie in Rumänien ist ebenfalls zusammengebrochen, hat hunderte Industrielle ruiniert und tausende Angestellte aufs Pflaster geworfen. Dieser wirtschaftliche Zusammenbruch hängt auch mit dem allgemeinen Kreditwesen im Lande zusammen. Die jüdischen Industriellen, Kaufleufe und Gewerbetreibenden mußten immer hohe Zinsen zahlen, weil sie vom Staate nicht protegiert wurden und weil die Nationalbank jüdischen Banken selten Kredite gewährte, von jüdischen Industrien schon gar nicht zu reden. Alle diese von uns angeführten Momente führten zu einer völligen Katastrophe Im Wirtschaftsleben der rumänischen Juden, die nur durch die eingangs dieses Artikels erwähnte innere und äußere Hilfe gerettet werden könnten. / Man war in der großen jüdischen Welt immer über die Lage der Juden in Rumänien beunruhigt. Man sprach immer wieder von antisemitischen Ausschreitungen. Und nun sollen die großen jüdischen Organisationen der Welt einen neuen Notschrei der Juden Rumäniens vernehmen: vom wirtschaftlichen Zusammenbruch der Juden in Rumänien. Di« Uebertrajung des paiSsHnen- "Täfichen Schuiwerk* an den Jischuw Jerusa.em, 12. März. (J. 1. A.) Wie die Jüdische TeJt* .. ^raphenagentur erfährt, wird die Üebergabe des hebräischen Schulwesens aus der Verwaltung der Jewish Agency in die des Jischuw etappenweise vorgeiiommen werden. Zunächst sollen die Kindergärten, womöglich schon zu Beginn des nächsten Schuljahres, der Verwaltung der lokalen Behörden . unterstellt werden. Die gegenwärtige Subvention der Exeku- , live in der Höhe von 70.000 Pfund läßt sich trotz der größeren Beteiligung des Jischuw an den Kosten des Schulwerks nicht herabsetzen, da die Ausgaben mit dem Wachstum des Jischuws gestiegen sind. ' einen huuuerstaii, üaaeu unu rardes, in reienes Grün gebettet, und voran; die jungen, rüstigen Reiter. — Die junge Industrie Palästinas wirbt in mehr oder minder einprägsamer Weise für die Landesprodukte. Einem Esel haben sie ein Paar Stiefel angezogen und eine Inschrift, die er trägt, besagt: «Und dieser Esel kauft Schuhe von ßata!» — Eine neue Schule für Seeschifffahrt wirbt für den Gedanken: «Gebt dem Volke wieder die Liebe zum Meer!» — ln der Karikatur kommen die Revisionisten besonders schlecht weg. Ein sorgfältig gebautes Flugzeug soll die berühmte Luftflotte verkörpern, die Jabotinsky zu seinem letzten Geburtstag von seinen polnischen Freunden «dargebracht» wurde. Dieses Motiv kehrt auch in einer anderen Version wieder. Jabotinsky und seine palästinensischen Vertreter . fehlen auch nicht «persönlich»; Dr. von Weisl hat sogar den Namen eines der zehn Söhne Hamans bekommen («Von Wajsata»), Es wird auch gezeigt, wie sich die Revisionisten den Judenstaat vorstellen ... Inschriften . . . Inschriften . . . Nur die jemenitischen und bucharischen Juden brauchen keine Inschriften. In einigen farbenprächtigen Gruppen verkörpern sie lebende Ausschnitte ihres Lebens — Gesang, Tanz, Paukenschlag und kindliche Freude, die der Greis mit dem weißen, seidenweichen Bart nicht minder als dei verträumte Jüngling zum Ausdruck zu bringen versteht. Sie haben auch den ersten Preis bekommen. Freilich, es wird nicht alles ohne Kritik hlngenominen. Es gibt sogar sehr heftige Kritik, die fast wie Enttäuschung klingt. «Vor zwei Jahren war es viel . schöner», hört man da und dort, durchaus nicht vereinzelt. Und es ist auch wirklich manches zu kritisieren. Wenn wir auch sehr bescheiden und anspruchslos 6ind, bei solcher Gelegenheit sind wir es nicht. Also wurde viel über die mangelnde Auswahl der Zugsteilnehmer geklagt, Uber den Mangel von künstlerischem Sinn und ^ästhetischem Geschmack. Schließlich sind wir auch nicht an einem geschäftsmäßig aufgebauten Karneval interessiert. V/ir wollen das neue Fest in seiner neuen Form als großes Volksfest feiern. Darum siegte auch über alles der Anblick der vieltausendköpfigen Menschenmenge, den man nicht so bald vergessen wird. Tagung des zionistischen Parteirates KongreQpoiens Warschau, 10. März. (J. T. A.) Unter dem Vorsitz von J. Klumel begann am Sonntag die Sitzung des Parteirates der Zionistischen Organisation Kongreßpolens, der auch alle Mitglieder des zionistischen Zentralkomitees sowie mehr als fünfzig Vorsteher verschiedener jüdischer Gemeinden der Provinz beiwohnten, ln einem dreistündigen Referat gab Abgeordneter J. Grünbaum Rechenschaft über die letzten Unterhandlungen zwischen der englischen Regierung und der Jewish Agency und machte zum Schluß den Vorschlag, daß die Tagung einen Delegierten in die Politische Kommission der Jewish Agency als Vertreter der polnischen Judenheit zur englischer Regierung einen Vertreter in die politische Kommission zu entsenden, erklärten die Revisionisten ihren Austritt aus dem Partelra« Auch die Gruppe Eth Liwnoth, deren Vorschla., auf Einberufung ei t:r Landeskonferenz ab gelehnt wurde, trat aus dem Parteirat aus. Die Vertreter beider Gruppen verließen den Saat. Im Parteirat verblieb eine Minderheit unter Führung von Grünbaum. Der junje Lord Melchett Im House of Lords London, 13. März. (J. T. A.) Anr 11. März hat der junge Lord Melchett den feierlichen Eid als Mitglied des Hauses der Lords abgelegt und den seit dem Tode seines Vaters verwaisten Sitz im Oberhaus eingenommen. Für die Feiertage Palästina- Karmel-Weine | faffa Orangen | Jafta-Urape Fruit« j Schemen Oliven Oel Chederah-Honig Alle Sorten Mazzoth und Mazzoth-Orlett sowie sämtliche Spezerefwaren und Sliwowitz J1DB 1^3 liefert zu sehr billigen Preisen direkt 1ns Haus SAMUfl HALPERN, Wien, II . Förster». 6 Nene Telepnon-Nr A-46-4-12 Die billigen Karmel-Weine in Orlglnalflaachen Emek, rot, süß.S 3.— Karmel, rot, süß ........... 8 3.50 Perle Saron, gelb, süß.. . S 4.40 Muscat, gelb, süß.S 4.00 Zionsblume, gelb, süß.S 5.40 Rechoboth, herb, weiß . . ..S 3.— Haute Sauternes, herb.S 3.20 Hadar Hakarmel, rot herb, (Diabetikerwein) . S 3.40 Preisen von: J a f f a - Orangen Pakete zu 15, 18, 23 und 26 Stück . ...... . 5 ö.80 Kisten zu 50, 60, 80 Stück.S 10.— Kisten zu 80, 100, 120, 160 Stück.S 36.— Teilnahme an dem zweiten Teil der Unterhandlungen zwischen Jewish Agency und englischer Regierung entsende. Der Sprecher der Revisionisten, Ing. Kucenek, erklärte, der Maodonald-Brief sei vollkommen unbefriedigend, das von Grünbaum geführte Zentralkomitee repräsentiere nicht den polnischen Zionismus, die zionistische Landeskonferenz müsse sofort einberufen werden. Im Namen der Gruppe der gemäßigten Zionisten «Eth Liwnoth» erklärte Dr. Gott- Ileb, Grünbaum habe nicht das Recht gehabt, sich im Namen der polnischen zionistischen Organisation an den Arbeiten der Politischen Kommission in London zu beteiligen. Das Zentralkomitee habe nicht das Vertrauen der allgemeinen Zionisten. Grünbaum führte in seiner Antwortrede aus, im ersten Teile der Unterhandlungen zwischen englischer Regierung und Jewish Agency seien die Angelegenheiten der Einwanderung, des Bodens und der Arbeit erledigt worden. Das Problem der Arbeit wurde glänzend gelöst, in den Fragen des Bodenkauls und der Einwanderung wurde etwas weniger, immerhin auch hier ein positives Resultat, erreicht Wir haben einen Teilsleg errungen. Zwischen Revisionisten und Radikalen scheiden sich die Wege. Die Revisionisten sind auf dem Wege, die zionistische Organisation zu verlassen, die radikale Gruppe Al Hamischmar aber hat Ihre Politik nicht geändert Wir haben gefordert und fordern auch heute, daß Weizmann die Führung abgibt Weizmann selbst will de» missionieren. Wir aber werden ihn ln seinem Kampf auf auswärtigem Gebiet unbedingt unterstützen. Nachdem in der Nachtsitzung mit Stimmenmehrheit beschlossen wurde, auch für den zweiten Teil der Verhandlungen zwischen Agency und femmerinä Pension Hirsch Fürstenhof / Ersiklas s modernes Haus* Vormerkungen für die 08ter-(nDD~)Fetert*get iMäßlge Preise. Vorbeugungsmaßnahmen gegen Unruhen anläßlich der Ostern in Palästina London, 10. März. (J. T. A.) Im Unterhaus stellte der der Arbeiterpartei angehörende Abgeordnete von Acton G. F. Shillakor an die Regierung die Anfrage, ob sie ihre Aufmerksamkeit der Gefahr religiöser Unruhen in Jerusalem zur Osterzeit zugewendet habe, und welche Schritte sie zu unternehmen gedenke, um Aufruhr und Störungen der Öffentlichen Ordnung zu verhindern. Unterstaatssekretär Dr. Drummond Shiels erwiderte, das Kolonialamt habe sich mit dieser Frage nicht speziell befaßt, doch würden die lokalen Behörden alle erforderlichen Vorbeugungsmaßnahmen treffen. Der „Bund“ nimmt an den Jüdischen Wahlen nicht teil Warschau, 11. März. (J. T. A.) Das Zentra’komitee der jüdischen Arbeiterpartei «Bund» beschloß, sich an den Ende Mai d. J. stattfindenden Wahlen in die jüdischen Gemeindevertretungen Polens nicht zu beteiligen. palSstlna-Eln- und Auswanderung im jlnner 1931 Jerusalem, 12. März. (J. T. A.) Im Monat Jänner sind in Palästina 262 Personen, davon 150 Juden, 97 Christen und 15 Mohammedaner eingewandert. Einzig und allein die aus den ältesten Friedmannachen Weinkellerelen Haifa—Petach Tlkwah stammenden P a 1 ä s 11 n a - W e l n e mit der Marke KARMEL ORIGINAL stehen unter Aufsicht des hiesigen ehrw. Rabbinats (D*!5£ tH HW ge z. Ehrw. Rabbiner B a b a d. Nur uann echt, wenn Etikette, Kapsel, Plom* ben und Korke mit der Marke KARMEL ORIGINAL versehen sind. Zu haben in allen besseren Lebensmittelgeschäften. Depot Brodetzky, 11., Leopoldsgasse 43) Frost, II., Haidgasse 9; Halpem, II., Förstergasse 6»