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Die Stimme · 1931-03-12 · Heft 167 (12.3.1931) · page 10

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Journal
Die Stimme
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 167 (12.3.1931)
Date
1931-03-12
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 r.....-..... Ankündigungen und Mitteilungen Sektion XII., XIV. und XV. Am 16. März 193t, pünktlich 20 Uhr, Vortrag des Herrn Primarius Dr. Sanel Beer: «Zur frage der Nervosität bei den Juden», im Heim der Sektion, XV., Her. i:asse 21, 1. Stock, üäste willkommen. — Am 23. März . . i Vortrag von Herrn Rechtsanwalt Dr. Richard Pokorny über das Einkommen- und Erwerbsteuerbekenntnis pro 1930. Zionistische Frauengruppe X. — Zionistische Bezirks« Sektion X. Der für den 3. März angekündigt gewesene Vortrag der Frau Dr. Martha Hofftnann: «Die jüdische Schicksalsfrage» wurde auf kommenden Dienstag, den 17. März (Jüdisches Heim, X., Humboldtgasse 25, präzise 8 Uhr abends), verschoben. Gäste willkommen. Zionistischer Jugendverband. Der Zionistische Jugendverband veranstaltet am Sonntag, dem 15. d. M., um *£8 Uhr abends im Heim des Bundes Jüdischer Jungwanderer, 11., Zirkusgasse 33, einen Vortragsabend mit dem Thema: «Das Palästina-Mandat» (Referent: Dr. Ch. Tartakower). Ferner findet, ebenfalls im Heim des Bundes Jüdischer Jungwanderer, II., Zirkusgasse 33, am Montag, dem 16. d. M., um Vi9 Uhr abends eine Sitzung der Jungvertreter statt, zu der jede Gruppe zwei Vertreter zu entsenden hat. Histadruth Iwrith, I!., Kleine Mohrengasse 3. Samstag, den 14. März, 8 Uhr abends, Sichah al scheloth histadrutioth. Seminare: Jeden Samstag, 7 Uhr, Dikduk madai Prof. M. Wiezen. «Ketuwim», Zeitungskiosk, I., Schottenring, 38, Wagenschleife, II., Taborstraße, Cafe National. «Mosnaim», 1., Schottenring, Zeitungskiosk beim Bankverein, II., Praterstraße 11, Tabak-Trafik. Zwecks Aufführung eines hebräischen Stückes aus dem Leben in Palästina werden junge Menschen zur Mitarbeit höfl. eingeladen. Anmeldungen jeden Abend ab 8 Uhr. Frauengruppe der Sektion X. — Jüdische Eltemverefctfgung. Sonntag, den 15. März 1931, %3 Uhr nachmittags, findet in Hoffmanns Rosensälen, X., Favoritenstraße 89, eine KÜnder-Purimfeier (Kostümfest) statt. Büffet, Tombola und diverse Belustigungen. Zionistische Bezirkssektion XVII. Mittwoch, den 18. März, %8 Uhr abends, Vortrag Dr. Josef Löwenherz «Die Situation im Zionismus», in der Bezirksvertretung, XVII., Elterleinplatz 14. Zionistische Sektion und Wlzo-Gruppe des I. Bezirkes. Donnerstag, 12. März, %9 Uhr abends, findet im Caf6 Silier, Goldener Saal, I., Schwedenplatz, ein Gesellschaftsabend statt. Heitere und ernste Vorträge, anschließend Bridge und Rummy. Die diesjährige Generalversammlung der Volksbibliothek Zion findet Samstag, den 14. März 1931, präzise 8 Uhr abends in der Volksbibliothek Zion, II., Kleine Mohrengasse 3b, statt. Die Purim-Redoute der «Iworah», die Samstag, den 7. März, in den Festsälen des österreichischen Handelsmuseums stattfand, war eine der gelungensten Veranstaltungen des diesjährigen jüdischen Purim-Karnevals. Zu Klängen einer ausgezeichneten Jazzband tanzte man bis in die frühen Morgenstunden. Künstlerische Tanzdarbietungen der jungen, überaus begabten Manon Chaufour (Schülerin der Gertrud Kraus) wie auch des Tänzerpaares, «The V i g g o s» (vom Empire-Theater, Paris) riefen einen stürmischen und verdienten Beifall hervor. Die Veranstaltungen der «Iworah» haben ihre Tradition, die sich auch diesmal bewährt hat. v.oier in der israelitischen Versorgungsanstalt. Wie alljährlich fand auch heuer in der israelitischen Versorgungsansta*., ui., Seegasse 9, eine schöne Purimfeier statt. Außer einem besonders guten Feiertagsessen, das die Anstalt beistellte, haben die israelitischen Frauenvereine Landstraße und Floridsdorf an sämtliche Insassen Obst, Bonbons und Rauchwaren zur Verteilung gebracht. Am Nachmittag wurden unter gütiger Mitwirkung der Klaviervirtuosinnen Fräulein Toni Grünschlag und Fräulein Sonja Großmann, des Herrn Robert Sinek sowie der Vortragskünstlerin Kitty Land, welche heitere Chansons zum Vortrag brachte, den Pfleglingen einige vergnügte Stunden bereitet. Die große Kinder-Purlmfeier der zionistischen Frauengruppe Leopoldstadt, die am 8. März siattfand, gestaltete sich zu einer der schönsten Veranstaltungen dieser Saison. Leider gestattet es nicht der beschränkte Raum unseres Blattes, alle Namen der ungefähr 50 Kinder zu erwähnen, die ihr Bestes gaben, um dieses Fest so märchenhaft zu gestalten. In einem humorvollen Prolog von H. Leon Göttinger sahen wir von Kindern parodisi.scli dargestellte Mütter, die alle sich bemühen, bei der geplanten Veranstaltung ihre Kinder mitwirken zu lassen. Hierauf folgte die eigentliche Veranstaltung, das Esther-Spiel von Frau Dr. Mathilde Mandl, das in knappen Bildern die ganze Purimgeschichte wiedergah. ln Form einer Revue gab es auch prächtige Bilder aus dem Leben der Juden in Polen und dem herrlichen Treiben unserer Jungen in Palästina. — Im großen und ganzen war es eine überaus gelungene Feier, bei der als Regisseur Herr Artur Hoff sehr verdienstvoll wirkte. Die ungemein effektvollen Tänze, die von 20 Mädchen getanzt wurden, hatte Herr Ballettmeister Rudolf H e i m a n n arrangiert. Den Damen der veranstaltenden Gruppe, die sich um das Zustandekommen dieser Veranstaltung so sehr bemühten, sagen wir auf diesem Wege herzlichsten Dank für diese sehr wirkungsvolle, gelungene Feier, die neben dem moralischen auch einen oeträchtlichen finanziellen Erfolg brachte. d. r. Die Frauengruppe der zionistischen Sektion VI./ VII. veranstaltet, wie bereits in unserer Voranzeige mitgeteilt wurde, am 15. d. M., um 3 Uhr nachmittags im Festsaal des Caf6 Mariahilf, VI., Mariahilferstraße 89 a, ein Kinder- Purimfest mit Tanz; es sind hierzu alle Gesinnungsgenossen mit ihren Kindern eingeiaden. Organisation zionistischer Frauen Oesterreichs. Montag, den 16. d. M., Vortrag des Herrn Dr. T. Nussenblatt über das Thema «Herzl und die Frauen». Ort: I., Jordangasse 7, Zeit: 5 Uhr nachmittags. Jüdisches Lesehelm. Alle Gesinnungsgenossen, die für ein jüdisches Leseheim in einem großen Stadtcafö Interesse haben, werden ersucht, sich bei der am Sonntag, dem A5. d. M., 8 Uhr abends, im Kiubzimmer des Caf6 Residenz, Wien, I., Franz Josefskai 31, stattfindenden Besprechung einzufinden. Misrachi-Zentrale, II., Praterstraße II. Lesehalle. Die Misrachi-Zentrale eröffnet ab 15. April 1. J. eine Lesehalle. Es werden sämtliche in- und ausländischen Zeitungen in hebräischer und jiddischer Sprache aufliegen. Misrachi-Zentrale, II., Praterstraße 11. Mazzes-Aktlon. Wie im Vorjahre, veranstaltet die Misrachi-Zentrale auch in diesem Jahre eine Mazzes-Aktion. Alle Interessenten wollen sich bis zum 15. März I. J. mit ihren Gesuchen an die Misrachi-Zentrale, II., Praterstraße 11, wenden. Zionistische ßezirkseektion XX. Sonntag, den 15. März, 8 Uhr abends* findet im Heim, XX., Jägerstraße 30. ein Vortrag des Professors Dr. W. Stein über «Orientpolitik» und Ult Zionismus» statt. Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit dieses Vortrages wird zahlreicher Besuch erwartet. — Freitag, den 13. d. M., 8 Uhr abends, Bibelvortrag Löw-Vogel. Die Kinderchöre Und Gruppen der WIzo für jugendliche höherer Altersstufen weisen eine so glückliche Entwicklung auf, daß bereits im III. Bezirk neue Kurse errichtet werden. — im Heim der Sektion VIll./lX., VIII., Bennoplatz 1, findet am Mittwoch, dem 11. März, zwischen 4 und 5 Uhr die erste Probe statt. Neuanmeldungen und sofortige Beitrittserklärungen sowohl für die Kinderchöre als auch für die Musik- Gruppen werden gleichzeitig entgegengenommen, aber auch -sn anderen Wochentagen tagsüber von 8 bis 6 Uhr in Kindergarten von den Kindergärtnerinnen. Verband zionistischer Mittelschüler, Sektion II. Samstag, den 14. März, um %8 Uhr Vortrag des Herrn Dr. Leo Goldhammer in unserem Heim, II., Krummbaumgasse 10. «Jüdische Moderne.» Donnerstag, den 12. März, abends 8 Uhr, ItTKiet im Pom-Cafe, 1., S'ngerstraße. ein Vorirag des Herrn Professors Dr. Stein über den «Eintritt der Juden in die europäische Ueistesgeschichte» statt. Der Verein Jüdische Gemeinschaft «Kahal Israel» In Wien, der es sich seit Jahren zur Aufgabe gemacht hat, die talmudische Wissenschaft zu fördern und auf das tatkräftigste zu unterstützen, gibt hiemit folgendes bekannt: Jüdische Gelehrte, insbesondere Aerzte und Astronomen, die außerhalb ihrer Berufsarbeit auch talmudisch gebildet sind und Interesse daran hätten, im Talmud über medizinische und astronomische Fragen zu forschen, um zum Wohle der AUemeinheit die Erklärung für bis jetzt noch nicht erforschte ragen zu finden, können vom erwähnten Verein eine Unterstützung zur Herausgabe ihrer Werke auf diesen Gebieten in deutscher und hebräischer Sprache beanspruchen. Ihre Arbeiten müssen sie zuerst dem Leiter des vereinsrabbinischen Rates für Entscheidung talmudischer Wissenschaften, Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner Goldklang, zur eingehenden Prüfung und Begutachtung vorlegen. jüdischer Bet*, und Unterstützungsverein Zwischenbrücken, Wien, XX. In der am 28. Februar 1931 stattgefundenen 5. ordentlichen Generalversammlung dieses Vereines wurde der zwölfgliedrige Vorstand neugewählt: Herr Jakob Halpern als Obmann, Herr David Kofler als I. geschäftsführender Vizeobmann, Herr Chaskel Miihlstock als II. Vizeobmann, als Schriftführer Herr Julius Ber'ad, dessen Stellvertreter Herr Josef Byk, als Kassier Herr Naftali Lewinter, dessen Stellvertreter Herr Moses Berlad, als Kon'.roilore die Herren Jakob Seemann und Saul Oppermann, als Beiräte die Herren Matthias Ziegelheim, Chaim Kalman und Jonas Entner. Es wurde beschlossen, gemäß den Statuten in Zwischenbrücken ein Betlokal zu errichten. Zu diesem Zwecke werden alle Juden Zwaschenbrückens ersucht, diesem Verein beizutreten und ihn mit aller Kraft zu fördern. In diesem Betlokal wird keine antizionistische Tendenz herrschen. Jugendgruppe «Emunas Aves», Wien, XIV., Storchenfasse 21. Jeden Mittwoch: Thorakurs. Jeden Donnerstag, bis 9 Uhr: Aktuelle Stunde, gehalten von unseren Mitgliedern, 9 bis 10 Uhr: Lehrabend. Jüdische sozialdemokratische Arbeiterorganisation «Poale Zion». Donnerstag, den 12. März 1931, findet um 8 Uhr abends, H., Biumauergasse 1, ein Vortrag Dr. Martha Hoffmann über «Die jüdische Welt-Arbeiterinnenbewegung» statt. Kreditkassa für Kleingewerbe und Kleinhandel, Wien. Mittwoch den 18. März 1. J.. lim %7 Uhr abends, findet in den eigenen Bureauräumen,' II., Praterstraße 9, die 8. ordentliche Generalversammlung der Krediitkassa statt. Die Kaluszerin Wien. Samstag, den* 7. März I. J., veranstaltete der Kaluszer Verein einen gemütlichen Abend. Dank der intensiven Tätigkeit des Präsidenten, Herrn Direktor S. Weintraub, sowie der Vorstandsmitglieder H. Baron, L. Hochmann, M, Jolles, W. Limone und D. Buchhalter hatte der Abend einen schönen Erfolg. Erst in vorgerückter Stunde leerte sich der Saal. Hoffentlich folgen noch viele solcher Abende. Mögen Landsleute, die bisher noch nicht Mitglieder des Vereines sind, ihren Beitritt anmelden und auf diese Weise helfen, den Verein der Kaluszer auszubauen. B. H. Der jüdische Hochschfiler XIII. Delegiertentag des Gesamtverbandes jüdischer Hochschüler Oesterreichs „judaea44 Am 28. Februar und 1. März d. J. um 6 Uhr abends fand in den Festsälen der Zionistischen Bezirksorganisation VIII., Bennoplatz 1, der XIH. Delegierten tag des Gesamtverbandes jüdischer Hochschüler Oesterreichs «Judaea» statt. In das Tagespräsidium würden die Herren Hausknecht, Leser, Kornmehl und Judenberg gewählt. Der Präses der «Judaea», Herr Dezsö Weiß, eröffnete die Tagung mit einem warmgefühlten Nachruf für den verstorbenen Rektor der theologischen Lehranstalt, Hofrat Professor Dr. Adolf Schwarz, und für die während des letzten Jahres verstorbenen jüdischen Professoren und Mitglieder der «Judaea». Der Tägespräsident begrüßte in herzlicher Weise die erschienenen Festgäste: den Vizepräsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Herrn Dr. Josef Löwenherz; das Ehrenmitglied der «Judaea» Herrn Hofrat Prof. Dr. Frankfurter, Direktor der Universitätsbibliothek i. R.; den Präsidenten des zionistischen Landeskomitees, Herrn Dr. O. Grünbaum, und den Leiter des Keren Kajemeth, Herrn Dr. Chaim Tartakower. Hierauf begrüßte Herr Dr. Josef Löwenherz den Delegiertentag. Er versicherte, daß sich die zionistischen Mandatare der Kultusgemeinde nach wie vor die größte Mühe geben, für die «Judaea» eine entsprechende Unterstützung zu erreichen. Die Kultusgemeinde habe wie in früheren Jahren für Fürsorgezwecke Subventionen an die «Judaea» und an die Fachvereine gewährt. Dr. Löwenherz teilte auch mit, daß sich das Projekt der Erbauung des jüdischen Studentenheimes bereits der Verwirklichung nähere. Er richtete an die jüdische Studentenschaft den Appell, zu beweisen, daß sie es mit den jüdischen kulturellen Fragen, die für die jüdische Studentenschaft wichtig sind, ernst nehme; er sagte seine weitere Unterstützung auch für die Zukunft zu. Herr Hofrat Prof. Dr. Frankfurter erklärte, daß er sich immer freue, im Kreise der jüdischen Studentenschaft zu weilen, versicherte, daß dieselbe immer auf seine Unterstützung rechnen könne und richtete an sie die Aufforderung, sich insbesondere mit jüdischer Geschichte und jüdischem Wissen zu beschäftigen. Interessante Reminiszenzen aus seiner eigenen Studentenzeit erweckten das besondere Interesse aller Zuhörer. Herr Dr. Grünbaum äußerte in seiner Begrüßungsansprache den Wunsch, daß der Hochschulausschuß im Sinne des zionistischen Programmes jüdischen Geist, jüdisches Leben und jüdische Kultur in die Reihen der Jugend bringe und gab der Hoffnung Ausdruck, daß dieser Delegiertentag große Nr. 167 — 12. März IÖ31 .......... ...... *...........i Fortschritte in der Arbeit für jüdische Kultur und für PalÄ* stina bringen werde. Begrüßungsschreiben schickten Rabbiner Dr. Feucht« wang, Rabbiner Dr. Kaminka, Ober-Med.-Rat Dr. Laub, das International Student Service, Genf, Dr. Siegfried Kantor, Vizepräsident der Rechtsanwaltskammer. Hierauf erstattete der abtretende Präses der «Judaea», abs. phil. Dezsö Weiß, seinen Bericht, in dem er ausführlich über die einzelnen Zweige der Fürsorgetätigkeit sprach, insbesondere über die Mensa, das Studentenheim in Grinzing, wobei er die besonders traurigen Zustände in den Grinzinger Baracken hervorhob die es notwendig erscheinen ließen, bis zur Erbauung des Studentenheimes an eine anderwouUe provisorische Unterbringung der Studenten zu denken. Diesbezügliche Verhandlungen dürften in den nächsten Wochen zu einem guten Erfolg führen. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß mit dem Bau des geplanten jüdischen Studentenheimes schon im kommenden Frühjahr begonnen werde. Ganz eingehend berichtete er auch über die Hochschulpolitik, über die Beziehungen zum Weltverband der jüdischen Studentenschaft und zu den internationaler Studentenorganisationen. Auch auf kulturellem Gebiete konnten im abgelaufenen Jahre wesentliche Fortschritte erzielt werden. Zum Schluß dankte er allen Institutionen und privaten Spendern sowie der jüdisch« n Presse für ihre Unterstützung, mit der Bitte, dieselbe auch in Zukunft zu gewähren. An diesen Bericht schloß sich eine lebhafte viels-tündige Debatte, die sich unter anderem auch mit aktuellen studentischen Fragen, wie mit dem Studentenrecht und Studentennationen, befaßte. Nach Abschluß dieser Debatte wurde dem abtretenden Ausschuß das Absolutorium erteilt und der Dank für seine Tätigkeit ausgesprochen. Es wurden auch eine Anzahl von Resolutionen gefaßt, die dem künftigen Hochschulausschuß die Richtlinien für seine Tätigkeit geben sollen. Für das laufende Jahr wurden gewählt: zum Präses Herr abs. phil. Dezsö Weisz, ferner die Herren Dipl.-Kaumi. Desider B a 1 a b a n, phil. Dr. Ernst Mandler, cand. ing. N. Menzel, jur. Dr. Eduard Pachtmann, med. Dr. Siegmund Schargel. Präses Herr Dezsö Weisz dankte für die Wahl und versprach, alle seine Kräfte nach bestem Wissen und Gewissen in den Dienst der jüdischen Studentenschaft zu stellen. Nachdem den Tagesvorsitzenden, Herrn Hausknecht und Herrn Leser, sowie dem Vorsitzenden des Permanenzatisschusses, Herrn cand. jur. Josef Frankel, der Dank ausgesprochen wurde, schloß mit dem Absingen der «Hatikwah» die Tagung. Der Kartellfag des K. J.V in Hamburg Am 1. und 2. Marz fand in Hamburg der erste Kartclltag des Kartells Jüdischer Verbindungen statt. Das Kartell stellt heute mit seinen mehr als 2000 Mitgliedern mit an der Spitze der jüdischen ^kademikerorganisationen der Weit. Zur Tagung waren Delegierte aus Berlin, Breslau, Danzig, Königsberg, Frankfurt a. M., Freiburg, Bonn, Köln, Basic!, Leipzig, Alünchen, Riga, Hamburg,' Heidelberg, Köthen' 'erschienen. Das Referat des Abends hielt Dr, Gustav Krojanker über das Thema «Das dritte Reich unter jüdischen Gesichtspunkten.» : Die eigentliche Tagung eröffnete der Präsident dos Kartells Dr. Egon Rnsenberg, der den ''Geschäftsbericht .erstattete. Im Anschluß an dieses Referat und zwei andere Referate über die Aufgabe des Kartells entwickelte . sich eine außerordentlich leonafte Debatte, in deren Verlauf auch der Präsident der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Herr Kurt Blumenfeld, das Wort nahm, im Anschluß daran fand die Neuwahl des Präsidiums statt. Zum Präsidenten wurde Dr. Egon Risenberg, zum Vizepräsidenten. Heinz Gerling gewählt. Dem Präsidium gehören außerdem an: Franz Brüll, Leon Cbitzes, Theo Epstein, Paul Hirsch, Walter Katsclike, Hans Klee, Josef Obstfeld, Rudolf Spicwkowski, Hermann Tumpowsky und Hans Anton Wolf. Der zweite Tag brachte im Anschluß an ein Referat von Doktor Elias Auerbach eine ausgedehnte politische Debatte über die Lage des Zionismus und Palästinas. Als. die wichtigsten Aufgaben für die kommende Zeit wurden die Organisierung der zionistischen Studentinnen, die Gründung von' Schüler--* bünden und die stärkere Verknüpfung des Kartells mit den ausländischen zionistischen Studentenorganisationen bezeichnet. In diesem Sinne wurden auch Beschlüsse gefaßt. Die Tagung zeigte den entschlossenen Willen aller-Teilnehmer zu verstärkter zionistischer Arbeit. Verein zionistischer Hochschüler Z. P. Chajes. Der nächste Abend der hebräischen Arbeitsgemeinschaft: findet Montag, den 16. d. M., Punkt 8 Uhr abends, inv Heime (I., Jordangasse 7) unter Leitung des Herrn Prof. Kästenbaum und Schloimf* Auerbachs statt. — Samstag,, den 14. d. M., Punkt halb 8 Uhr, liest Oskar Maurus Fontana bei uns aus* eigenen Werken. Gäste willkommen 1 I. A. V. «Unltas». Dienstag, den . 17. März 1931," findet Punkt halb 9 Uhr abends im Couleurcafe «Freyung» ein:'feierlicher A. H.-Konvent anläßlich des 60.!Geburtstages des Gründers der Verbindung, Ehrenburschen A. H.‘Dr. Karl Poilak, statt. Leoc- und Redehalle jüdischer Hochschüler, Wien, IX., Türkenstraße 9. In unserem geheizten Lesesaal liegen täglich (außer Samstag und jüdischen Feiertagen) säthtliche jüdische Zeitungen und Zeitschriften aus allen Ländern auf. Lesezeit von 5 bis 8 Uhr abends. «TheologCa», Verein jüdischer Hochschüler ah der isr.- thcol. Lehranstalt. In der am 27. v. M. stattgefuudenen außerordentlichen Generalversammlung würden folgende Kollegen gewählt: Präses: Josef Babad, Vizepräs.: M. Hirsen und D. Ochs, 1. Schriftführer: 1. Z. Kanner. II. Schriftführer: Josua Horowitz, Kassier: B. Groß, Hoclischulausscfuißreierent: M. I.ov/in. Jüdisch-akademischer Juristenverein. Samstag; 21. d. M., um 4 Uhr im Vereinsheini, IX., Liechtensteinstraße 3Q, außerordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag Hans Kandl: Balfour-Deklaration lind Weißbuch; 2. Bericht des abtretenden Ausschusses; 3. Bericht der Revisoren; 4. Debatte; 5. Erteilung des Absolutoriums; 6. Neuwahlen; 7. Statutenänderung; 8. Eventualia. Erscheinen aller Mitglieder Pflicht! Jüdische ausländische Studenten aus der Tschechoslowakei ausgewiesen. Am 25. Februar verhaftete die Brünner Polizei 24 Studenten, unter ihnen 11 ausländische Juden, die in der kommunistischen «Universumbücherei* Vorbereitungsluirse technischer Natur abhielten. Die Intervention wegen Haftentlassung dreier zionistischer Studenten blieb erfolglos Die Verhafteten, die zu der kommunistischen Bewegung in keinerlei Beziehung standen, erhielten: einen Ausweisungsbefehl, der nvit dein Verdacht der Beteiligung an umstürzlerischen Handlungen, begründet wird. Gegen die Ausweisungsbefehle haben alle elf jüdischen Studenten Beschwerde eingebracht, die aufschiebende Wirkung hat! ln jüdischen Kreisen haben diese Verhaftungen Aufsehen erregt. Der Polizeiinspektor Vach erklärte beim. Verhör.mit den; hafteten jüdischen Studenten: «ich weiß, daß Sie unschuldig sind, aber wir müssen jemanden zur Verantwortuaff.jüfitttail

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