Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 166 (5.3.1931)
- Date
- 1931-03-05
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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DIE STIMME Nr. 166 — o. M*rz ii. ) Ankündigungen und Mitteilungen, Zionistische Bezirkssektion XX. Samstag, den 7. d. M., S Uhr abends, findet im Heime XX., Jägerstraße 30, ein Vortrag des Herrn Dr. Finkeistein über die gegenwärtige Lage ha Zionismus (nacii dem MacDonald-Brief) statt. Voranzeige. Sonntag, den 15. März a. c., um 3 Uhr nach findet im Festsaal des Cate Mariahilf, VI., Maria- «hlferstraßi 89a, ein großes Kinder-Purim-Kostümfest mit reichhaltigem Programm, veranstaltet von der Frauengruppe der zionistischen Sektion VI/VI1 statt, wozu alte Ges.-Gen mit ihren Kindern höflichst eingeladen werden. Purim-Kostümfest mit Mitternachtsakademie, veranstaltet von der Zionistischen Bezirkssektion IV/V am Sonnt tag, den 8. d. M., *69 Uhr abends, im Chat Noir, VI., Mariahilfefstraße 105. Vorverkaufskarten ä ,S 2.50 (an der Abendkassa S 3.-*-) bei Feldschuh, Tel. Nr. A 31-2-66 und Müller, Tel. U 48-8-79. Organisation zionistischer Frauen Oesterreichs. Montag, den 16. d. M. Vortrag des Herrn Dr. T. Nussenblatt überdas Thema «Herzl und die Frauen». Ort: I., Jordangasse 7, Zeit: 5 Uhr nachmittags. Donnerstag, den 5. März, präz. 4% Uhr nachmittags, Führung durch die Kollektiv-Ausstellung der Malerin Frau Anna Ticho aus Palästina in der Galerie Würthie, I., Weihburggasse 9. Zionistische Bezirkssektion Prater, Wien, II., Jungstraße 8. Samstag, den 7. März 1931, 8 Uhr abends, Vortrag Dr. Tulo Nussenblatt über «Theodor Herzl im Kampf mit . dem jüdischen Volke». Gäste herzlich willkommen. Zionistische Bezirkssektion I. Dienstag, den 10. März, %9 Uhr abends, findet im Cafö Exzelsior, I., Rotenturmstraße 22, ein Vortrag des Herrn Dr. Georg Weiner über «Aktuelle Fragen des Zionismus» statt. Gäste herzlich willkommen. Purimfeier des Brith Trumneldor. Am 7. März I. J. um %8 Uhr abends, findet im Herzl-Saal, Wien, II., Untere Augartenstraße 38, unsere diesjährige Jugend-Purimfeier statt. Unter der Devise «Schuschan in Wien» sollen sich an diesem Abend sämtliche jüdische Jugendliche zu einer schöner Purimfeier einfinden. Reichhaltiges Programm, eigene Kapelle, eigenes Buffet, Maskenrummel (orientalische Trachten erwünscht); geringer Regiebeitrag! Brith Trampeldor. Der Sitz unseres Zentralheimes wurde von Wien, XX., Denisgasse 33, nach Wien, II., Untere Augartenstraße 38, verlegt. Zionistische Frauengruppe X. Zionistische Bezirkssekiton X. Donnerstag, den 5. März 1930, 8 Uhr abends, | findet im Heim, X., Humboldtgasse 25, ein Vortrag des | Herrn Dr. Oskar Grünbaum über das Thema «Die jetzige Situation im Zionismus» statt. Bedienet Euch der kostenlosen Stellenvermittlung des «Schomre Schabbos». Unter der herrschenden Wirtschaftskrise leiden vor allem die jüdischen Angestellten und Arbeiter, leiden vor allem jene gesetzestreuen Angestellten; die die strengste - Sabbathrühe beobachten. Der «Schomre Schabbos» appelliert daher an das Solidaritätsgefühl sämtlicher jüdischen Kaufleute und Gewerbetreibenden bei Einstellung irgend einer Arbeitskraft, sich ^der kostenlosen. Stellenvermittlung des «Schomre Schabbos» zu bedienen. ^Adresse: II., Leopoldsgasse 16, Telefon A 484-15.. Zionistische Sektion u. «Wizo»-Gruppe des I. Bezirkes. Gesellschaftsabend. Heitere und ernste Vorträge, anschließend Bridge und Rummy. Donnerstag, 12. März, %9 Uhr abends, Caf6 Silier, Goldener Saal, I., Schwedenplatz. Jugendabteilungen des Makkabi IX. — Makkabl Hazair. Am Sonntag, 8. März, um 3 Uhr nachmittags, findet im Turnsaale des Makkabi IX ein großer Kinder-Purim- Rummel statt. Aus dem Programm: Schauturnen, Purimspiel, Chor, Tombola u. v. a. Vorverkaufskarten sind im 'Vereinsheim IX., Liechtensteinstraße 20, sowie bei den Mitgliedern zu haben. Histadruth iwrith, IL, Kl. Mohrengasse 3. Samstag, den 7. März, 8 Uhr abends, Antwort der Jugendführer auf die Angriffe des Herrn J. Herzberg in seinem Vortrag «Miflagoth hanvar bewinah». Jeden Samstag* 7 Uhr, Seminar des Prof. Wiesen Dikduk madai. «Mosnaim», Tabaktrafik II., Praterstraße 11, Zeitungskiosk, I., Schottenring, beim Bankverein. «Ketuwim», Zeitungskioske I., Schottenring, 38er- Wagenschleife, II., Taborstraße, beim Caf6 National. Zwecks Aufführung eines hebräischen Stückes aus dem Leben Palästinas sind junge Menschen zur Mitarbeit höflichst eingeladen. Anmeldungen jeden Abend um 8 Uhr. Zionistische Sektion Mariahilf-Neubau. Mittwoch, den 11. März, 8 Uhr abends, findet im Cafe Mariahilf, VI., Mariahilferstraße 89a, ein Vortrag des Herrn Dr. Richard Taussig: «Statistik und Lebensverhältnisse der Juden in der Welt» statt. Purimfeler der Sektion XII, XIV, XV. Der jüdische Kindergarten in Wien, XV., Herklotzgasse 21, — ein Werk der zionistischen Bezirkssektion — veranstaltete am 1. d. M. eine Purimfeier. Der große Festsaal des jüdischen Vereinshauses, in welchem die Feier stattfand, war bis auf das letzte Plätzchen besetzt. Die Darbietungen aller Kinder gefielen außerordentlich. Ganz besonders hervorzuheben sind die Tanzvorführungen der kleinen Rita Rotter, das von den Kindern ausgezeichnet vorgeführte Purimspiel sowie die Festrede von Prof. Aron Schwertfinger. Das Publikum verließ höchst angeregt diese schöne Feier, für deren Zustandekommen der Leiterin des Kindergartens, Fräulein Verständig, uneingeschränktes Lob gebührt. Sektion XII, XIV, XV. 9. März: Dringende Vollsitzung; 16. März: Vortragsabend. Jung-Wizo. Dienstag, den 17# Februar, fand die konstituierende Versammlung der Jung-Wizo statt. Es wurde folgender Ausschuß gewählt: Präsidium: Frl. Rosa Wahl, Frau Hansi Kohn; Kassierin: Frau Dr. Rosa Singer; Schriftführerinnen: Frl. Grete Kranzier, Frl. Wa Schwitzer, Frau Dr. Lori, Fr!. Rosa Zinner. — Anschließend hielt Herr Doktor Löwenherz einen Vortrag. Dienstag, den 10. d. M., findet im Klublokal der Jung-Wizo, 1., Jordangasse 7, um 8 Uhr * abends, der nächste Vortrag statt. Referent: Herr Bruno Rabinowitz. — Der nächste Gesellschaftsabend findet Dienstag, den 24. d. M., im Klublokal, I., Jordangasse 7, statt. Club, jüdischer Frauen, Caf6 Colonnaden, 1., Rathausplatz 4, Mittwoch, 11. März, %5 Uhr nachmittags, Vortrag D»\ Fdith Popper: Der historische Aufbau des kunsthistorischen Museums. Mlsrachi-Zentrale, ü7 Praterstraße 11. Mazzes- «Mion. Wie im Vorjahre veranstaltet die Misrachi- Zeptfaje auch in diesem Jahre eine Mazzes-Aktion. Alle Interessenten wollen sich bis zum 1. März I. J. mit ihren Gesuchen an die Misrachi-Zentrale, IL, Praterstraße II, wenden. Mismchi-Zentrale, II., Praterstraße 11. Lesehalle. Die Misrpchi-Zentrale eröffnet ab 15. April 1. J. eine Lesehalle. Es werden sämtliche in- und ausländischen Zeitungen In hebräischer und jüdischer Sprache aufliegen, Verein für jüdische Geschichte und Literatur, Wien, IL, Ferdinandstraße 23/8. Montag, den 9. März 1931, findet im Klubsaal der «Hakoah», Wiesingerstraße 11 (Cafö Atlashof, eigener Eingang, Souterrain), ein Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Armand Kaminka: «Sabbatai Zwi» statt. Beginn Ws Uhr abends, Eintritt frei, Gäste willkommen. Jüdische Sozialdemokratische Arbeiterpartei «Poale ilon». Prof. Theodor Lessing (Hannover) spricht Montag, den 9. März I. J., um 19 Uhr 30 im Saale der Bezirksvertretung Alsergrund, IX., Währingerstraße 43, über «Marxismus und Zionismus». Die Union der Zlonlsten-Revlslonlsten Oesterreichs ersucht uns um Abdruck folgenden, an die Jüd. Soziallemokr. Arbeiterorganisation «Poale Zion», Wien, gerichteten Briefes: «1m Besitze Ihres rekomm. Schreibens vom 24. II. teilen wir Ihnen mit, daß wir Ihrer Aufforderung selbst- 1 verständlich keine Folge leisten. Wir bemerken hiezu, daß wir dieses Forum nicht für kompetent erachten, als Gericht über zionistische Zielsetzung zu fungieren. Wir freuen uns sehr, daß den Wiener Zionisten endlich Gelegenheit geboten sein wird, bei den Wahlen zum Kongreß — den Sie übrigens seit Jahr und Tag hintanzuhalten verstehen — ihr Votum abzugeben, welche politischen Ziele sie als richtig und zionistisch betrachten. Zum Schluß verweisen wir darauf, daß die Teilnahme an unseren Montag-Diskussionsabenden Jedermann zu einer Auseinandersetzung mit uns Gelegenheit gibt. Wir zeichnen mit Zionsgrüßen: Union der Zionisten- Revisionisten Oesterreichs.» Ein» Soiree zugunsten des Chajes-Realgymnaslums, veranstaltet vom Hilfskomitee des Chajes-Realgymnasiums, findet Samstag, den 21. März im Kursa'on der Stadt Wien statt. Hervorragende Kunsfkräfte, Tanz. Beginn 8 Uhr abends. «Hakonh»-R''r!miü*. Samstag, den 28 Februar fand in den Sälen des Palais Ratibor die diesjährige Redoute der «Hakoah» statt. Die Veranstaltung war gut besucht, und es gab viel Stimmung und Heiterkeit, wozu die beiden vorzüglichen Jazzkapellen viel beitragen mochten. Bis in die frühen Morgen» stunden blieben die Teilnehmer an der fröhlichen Veranstaltung beisammen. Kopyczyncer! Sonntag, den 8. März, um 4 Uhr 30 nachmittags, erstes Zusammentreffen der Kopyczyncer Landsleute "im CafC Central, II., Taborstraße 8. Herr A. M. Fuchs ersucht uns um Abdruck folgender Erklärung: «Ich bin kein Mitarbeiter der in Wien erscheinenden «Jüdischen Wochenpost» und stehe auch sonst in keiner Verbindung mit dieser Zeitung.» Der jüdische Hochschüler Jüdischer Hochschulausschuß, Wien, IX., Zimmermann platz 8. Donnerstag, den 5. März 1931, um \kS Uhr abends, findet im Festsaaie des Handelsmuseums, Wien, IX., Bergasse 16, ein Vortrag des Herrn Professor Dr. Theodor essing (Hannover) Über das Thema: «Judentum als Mittler zwischen Asien und Europa» statt. Kolleginnen und Kotlegen erscheint zahlreich! Gäste willkommen. Lese- und Rcdehalle jüd. Hochschiiler in Wien, IX, Türkenstraße 9. Samstag, den 7. und Sonntag, den 8. März 1. J., i>m 8 Uhr abends, findet der 74. Gcneraliconvent s*att. Alle A. H. A. H. und Bb. Bb. werden ersucht, pünktlich und zuverlässig zu erscheinen. Verein zionistischer Hochschüter Z. P. Chajes. Diese Woche finden ausnahmsweise zwei Abende der hebräischen Arbeitsgemeinschaft statt, und zwar Freitag, den 6. und Montag, den 9. März, beide punkt 8 Uhr, im Heime (I, Jordangasse 7) unter Leitung des Herrn Prof. Kästenbaum und Moische Auerbachs. (Hiob und Schoffmann-Lektüre.) Die Mitglieder werden ersucht, Freitag möglichst zahlreich zu erscheinen, da dies der Abschiedsabend für den als Chaluz nach Palästina fahrenden Kollegen F. Schallinger ist. — Samstag, den 14. März, punkt %8 Uhr abends, liest Oskar Maurus Fontana bei uns aus eigenen Werken. Gäste willkommen! Literatur/Kunst / Yheater Jlotixem Jüdisches Theater, II., Praterstraße 60. Ab Freitag, den ö. März «Dem Bäkers Techterl», Lustspiel mit Gesang mit Miriam Koralowa in der Titelrolle, a. G. Frau Plawina, Herr Rosenthal, inszeniert von Kombarow. Tanzveranstaltung Susi Mirjam. Im Theater an der Wien tanzt am Samstag, den 7. März, Susi Mirjam ihr neues Programm, das sich aus einem ernsten Teil, in welchem die orientalische und jüdische Note stark betont ist, und einem heiteren, parodistischen zusammensetzt. Beginn %5 Uhr, populäre Preise. Aby Warburgs Nachlaß. Die «Vossische Zeitung» teilt mit: Die «Studien aus der Bibliothek Warburg», dieser einzigartigen kulturwissenschaftlichen Bibliothek in . Hamburg, die über den Tod des Kunstgelehrten hinaus als Familienstiftung fortbesteht, werden in den nächsten Jahren das wissenschaftliche Werk Warburgs sammeln und mit einigen bisher ungedruckten Vorträgen in Buchform veröffentlichen. Erst dann wird die anregende Kraft von Warburgs Schaffen anz offenbar werden. Seine Persönlichkeit soll in einer ammlung seiner Aphorismen fortleben, die mit ausgewählten Briefen zusammen erscheinen werden. Vor allem aber soll, wie Prof. Alfred Doren im «Archiv für Kulturgeschichte» mitteilt, das Werk hervortreten, in dem Warburg all die zerstreuten Strahlen seines Schaffens wie in einem Brennpunkte zu vereinen sich mühte und das dennoch Fragment geblieben ist ...» ^ficAersclkau Dubnows «Geschichte des ChassldlShius». Eine «Geschichte des Chassidismus», der bedeutsamsten religiösen Bewegung im neuzeitlichen Judentum, aus der Feder von Prof. Simon Dubnow, dem Verfasser der zehnbändigen «Weltgeschichte des jüdischen Volkes», beginnt jetzt im Jüdischen Verlag, Berlin W 50, zu erscheinen. Das zweibändige Werk ist die erste zusammenhängende historische Darstellung des Chassidismus, die auch zahlreiches, bisher unbekanntes Material im Privatbesitze von Prof. Dubnow verwertet. Eine hebräische Poe-Ausgabe. Der Stiebel-Verlag in Tel- Aviv hat soeben die erste hebräische Uebersetzung Poescher Novellen herausgebracht. Der Band faßt unter dem Titel «Mystische und phantastische Erzählungen» die Novellen «Der Mord in der Rue Morgue», «Der schwarze Kater»; «Eleonore» und «Das vorzeitige Begräbnis» zusammen. Die Uebertragung der Erzählungen besorgte der hebräische Dichter und Kritiker Reuben Großman, aus dessen Feder auch die Einleitung zu dem Bande stammt Von Amiens bis Aleppo. Ein Beitrag zur Seelenkunde des großen Krieges. Aus dem Tagebuch des Feldarztes r. Theo Malade. J. F. Lehmanns Verlag, München, 1930. Mark 3.80. Das ist gar kein Kriegsbuch im üblichen Sinne. Dieses Buch ist viel mehr, es ist fast eine Kulturgeschichte des Krieges. Der Verfasser ist Arzt und bei Kriegsausbruch mit einem Lazarett ins Feld gerückt Dann war er Truppenarzt in Flandern, in Polen und Lothringen, — und dann kommt die Kommandierung zur Expedition Pascha am Suezkanal. Das Buch ist das Ehrenmal des Truppenarztes. Gerade ein Arzt, der ja nicht der kämpfenden Truppe angehört, war auch befähigt, den Seelenzustand der Truppen objektiv und verständnisvoll zu schildern. Er war der Vertrauensmann von Offizier und Soldat. Das Buch ist ein Beitrag ziyn seelischen Verständnis der Kriegszeit S. «Menorah», jüdisches FamlUenblatt für Wissenschaft, Kunst und Literatur. Wien-Berlin, Jänner-Februar Nr. 1/2, IX. Jahrgang. Aus dem Inhalt: Regierungsrat Dr. Karl Feß: Die Juden in der Jurisprudenz. — Sylvia Kopald und Ben Selekman: Das Heldenlied von der Nadel. — Ernst Davis: Ein arabisches Vizekönigtum? — Aurelie Gottlieb: Leonid Bermann/Anna Tichos Palästinalandschaften. — Universitätsprofessor Dr. Max Eisler: Von der neuen Baukunst. — Dr. Kurt Zielenzigar: luden in der deutschen Wirtschaft. — E. Lubrany: Das Recht auf Leben. — M. Alperson: Juden sollen Bauern werden. — N. Brind: Die Rache des Rene- Saten. — Glossen und Notizen von Rahel Wolff und Kurt onnemann, — Umschau und Bibliographie. Das Bild enthält auch viele künstlerische Reproduktionen von Leonid Bermann, Anna Ticho usw. Vergesset d e Sorge, vergesset die Qual — Trinket nur Karmel Qriplnoll Die Todesgräber von Ur. In seinem bei F. A. Brockhaus erschienenen Bericht über die berühmten Ausgrabungen in Mesopotamien «Ur und die Sintflut. Sieben Jahre Ausgrabungen in Chaldäa, der Heimat Abrahams» auch (Mark 6.50) teilt Ur. C. Leon. Woo 1 ey mit, daß, wenn ein König oder eine Königin von Ur starb, ihnen ihr ganzer Hofstaat ins Grab folgte. In einem dieser Todesschächt« wurden nicht weniger als 74 Leichen gefunden, die im Leben Hofdamen, Diener und Dienerinnen, Kutscher und Soldaten gewesen waren. Die Ausgrabungen haben eine vollständige Umwälzung unserer Kenntnis von den Anfängen menschlicher Kultur mit sich gebracht. Lange bevor die Pharaonen ihre prächtigen Bauten zu ihren und der Götter Ehren auftürmen ließen, bestand in der Heimat Abrahams schon eine hohe Kultur. Wer nur das geringste künstlerische Interesse besitzt, fühlt mit den Forschern, wenn sie um die Erhaltung der entdeckten Kostbarkeiten zittern, und freut sich mit ihnen des endlichen großen Erfolges. Die Ausgräber hatten u. a. eine Kapelle entdeckt, deren Mauern älter zu sein schienen, als die in ihr verwendeten Pflaster. Um dies festzüstellen, befahl Woolley den arabischen Arbeitern, 12 Ziegel aus dem Heiligtum herauszunehmen und in das Loch hinunterzugraben. Unter den Pflasterplatten lag ein ganzer Schatz von Göldperjen, Ohrringen und Anhängern und eine lange goldene Nadel mit einem Kopf in Gestalt einer Frau, die ein langes Gewand trug. Wahrscheinlich waren die Sachen in einem Augenblick der Gefahr hier versteckt und später vergessen worden. Die Schätze in den Ruinen von Ur übersteigen an Pracht oft die schon berühmt gewordenen Kostbarkeiten aus dem Grabe Tut-ench-Amuns. Der Leser kann sie in dem Buch-.. Woolleys, das mit 92 prächtigen Originalbildern und einem Plane Urs geschmückt ist, betrachten. Br. S. Im 7. Band des «Großen Brockhaus» (GÄS—GZ, Leihen Mark 26.—) können wir darüber nachiesen, daß das Go- Spiel dem Schach gleichgestellt wird. Wissen Sie, wie Sie sich bei einem Grippeanfall zu verhalten haben? Wissen Sie, was der Grätenschritt des Skiläufers ist? Wissen Sie über Saatzeit, Düngung und Erntezeit unserer wichtigen Gemüsesorten Bescheid? «Der Große Brockhaus» sagt es Ihnen. Daneben werden Themen erörtert, die für unsere Zeit von dem brennendsten Interesse sind: unter dem Stichwort «Gaskampf» (mit 17 Abbildungen) erfahren wir, zu welcher Vollendung dieses fürchterliche Mittel modemef Kriegführung gebracht worden ist, der Artikel «Geld» zeigt die tausendästigen Verflechtungen von Geldmarkt und Wirtschaftsleben. Wir staunen über den geringen Bezugspreis des Werkes und stimmen dem Ausspruch des bekannten Naturforschers Raoul Francs zu, der gesagt hat: «Ich kenne kein deutsches Buch, das zu diesem Preise so viel bietet wie der Große Brockhaus». Br. S. Zeltstfkriftenstftau Eine neue Tageszeitung In Palästina. Am 21. Februar ist die hebräische Tageszeitung «Doar Hayom», die eine zeitlang das Organ der Revisionisten Palästinas war, wieder unter der Leitung von Ittamar Ben Awi, der das Blatt im Jahre 1918 gegründet hat, erschienen. Es verlautet, daß demnächst eine neue Tageszeitung als Organ der Revisionisten, die aus den Wahlen zur Assefath Haniwcharim als zweitstärkste Partei hervorgegangen sind, herausgegeben werden soll. Gegenwärtig gibt es in Palästina drei hebräische Tageszeitungen: «Donr Hayom», «Dawar», das Organ der Arbeiterpartei, und «Haarez», die den Standpunkt der allgemeinen Zionisten vertritt. Außerdem erscheint in .Palästina eine jüdische Tageszeitung in englischer Sprache «The Palestine Bulletin», die von der palestine Telegraphie Agency, der palästinensischen Zw^g'-.rile der Jüdischen Telegraphen-Agentur, herausgegeben wird. Eine neue zionistische Zeitschrift ln Rumänien. Seit kurzem erscheint in Bukarest neben dem offiziellen Organ d*r zionistischen Organisation «Stiri» eine neue zionistische Zeitschrift «Miscarea sionista», die die Anschauungen det jetzt in Opposition befindlichen allgemeinen (zentristischen) Zionisten vertritt. Ein Zeitschriftenarchiv beim Jiddischen Institut in Kiew. In einer Verlautbarung des Jiddischen Instituts in Kiew w»r4 mitgeteilt, daß das vor drei Jahren gegründete Archiv des Instituts nunmehr unter anderem 230 jüdische periodische Druckschriften umfaßt und damit eine Zentrale für jüdisches bibliographisches Material jeder Art und in jeder Spracht darstellt.