Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 166 (5.3.1931)
- Date
- 1931-03-05
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3053752-3053911-3053920--2224-3057636- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
DIE STIMME Seite 4 Nr. 165 ~ 26. Februar 1981 ätmmmmm uw .. ... i ■ n ZMstKdies Leben m Wien Oie Arbeit des Keren Kajemeth Außerordentliche Konferenz des Keren Kajemetli. Zwecks Besprechung der Situation des Keren Kajemeth in der ganzen Welt, der Lage de« Bodenmarktes in Pal&stina und der Mittel und Wege zur Hebung des Keren Kajemeth in diesem für unsere Bewegung entscheidenden Momente, beruft der Keren Kajemeth eine außerordentliche Konferenz ein, die Dienstag, den 10. März, halb 8 Uhr abends, im Heime der „Mirjam“, I., Jordangasse 7, stattfinden wird. Beteiligen werden eich an ihr die Obmänner und Stellvertreter der Sektionen und Gruppen, die Nationalfondskommissäre und die zahlreichen Freunde des Keren Kajemeth, die ohne eine amtliche Stellung inne zu haben, Keren Kajement'h-Arbeit in Stille und Hingabe leisten. Referieren werden die Herren Adolf Böhm, Doktor Josef Löwenherz und Dr. Chaim Tartakower. Sokolow-Aktion. Die Zionistische Ortsgruppe Linz bereitet eine großzügige Aktion vor, bei welcher sie sich an die gesamte jüdische Bevölkerung von Linz wendet. Aufruf Sokolow-Aktion. Der Aufruf wurde auch von Herrn Dir. Karl Terner, Obmann der Ortsgruppe Klagenfurt, mitunterzeichnet. Versicherung zugunsten des Keren Kajemeth. Die Versicherungsabteilung des Keren Kajemeth hat eine Aktion eingeleitet, die bezweckt, Versicherungen zugunsten des Keren Kajemeth auf folgender Grundlage durchzuftthren: Im Erlebensfälle fällt die versicherte Summe ganz dem Keren Kajemeth zu, im Ablebensfalle die eine Hälfte den Erben des Versicherten, die andere Hälfte dem Keren Kajemeth. Durch die Aktion sollen dem Keren Kajemeth neben den Spenden neue Mittel zum Zwecke der Ausdehnung des jüdischen Bodenbesitzes für die jüdische Kolonisation zufldeßen. Schon nach drei Jahr erhält der Keren Kajemeth geigen minimale Zinsen 65 Prozent der eingezahlten Prämien zu seiner freien Verfügung. Außer den bereits angeführten Gg. haben weiters nachstehende Gg. solche Versicherungen abgeschlossen: Dr. Hermann Ebner, Isidor' Groß, Dr. Marem Sommer. Bisher haben 48 Personen Versicherungen auf insgesamt S 58.000 abgeschlossen. Purim-Arbeit zugunsten des Keren Kajemeth. Die Zionistische Sektion Prater hat es unternommen, anläßlich des Purimfestes durch ihre Mitglieder eine Sammlung bei den Freunden des Keren Kajemeth dnrohzuführen. Der Mädchenverein „Dworah“ veranstaltet ausschließlich zugunsten des Keren Kajemeth eine Purim-Recloute, die am 7. März im Handelemuseum stattfindet.! Keren Kajcmoth-Arbeit der „Wizo“. Die „Wizo“ hat alle ihre Bezirks-Gruppen angewiesen, Veranstaltungen du rohzuführen, die zur Hälfte dem Keren Kajemeth und zur Hälfte dem Keren Hanaschim gewidmet sein sollen. Sie hat den einzelnen Gruppen ihre Keren Kajemeth- Kontingente in Erinnerung gebracht, ihnen die bereits aufgebrachten Beträge mitgeteilt und eie aufgefordert, das Kontingent in Bälde und vollständig durchzuführen. Jugendaktion zugunsten des Keren Kajemeth. Der Jugendbund „Zirenu“ hat als ersten Teilbetrag seiner Sammlungen innerhalb dieser Jugendaktion den. Betrag von S 225.35 abgeführt. Siegmund * Jizchok Kohn—Dr. Walter Meir Kohn-Garton. Der Garten auf Namen Siegmund Jizchok Kohn und dessen Sohnes, Herrn Doktor Walter Meir Kohn, der frühzeitig durch den Tod seiner Familie entrissen wurde, wurde dieser Tage durch den Erlag des Betrages von S 178.50 komplettiert. Alland, Jederzeit finden eich Gäste in der Heilanstalt Alland, die sioh bemühen, in der zionistischen Sache aufklärend zu wirken, sowie für den Keren Kajemeth Sammlungen mit Erfolg durchzuführen. Sobald der eine Veranstalter den Ort verläßt, bemüht er sioh, einen vollgültigen Ersatz zurtickzulassen. Zuletzt wurde an den Keren Kajemeth der Betrag von S 54.— abgeführt. Richtigstellung. In der „Stimme“ Nr. 163 vom 12. Februar wurde mitgeteilt, daß auf den „Emil Kornfeld-Hain“ bloß 884 Bäume eingegangen sind. Da zu diesem Hain noch zwei andere angefangene Gärten gehören, sind insgesamt auf diesen Hain bis heute 1022 Bäume eingegangen. Der Hain ist schon längst in Palästina gepflanzt. Btichscnleehmg. Die dritte Büchsenleerung dieses Jahres findet in der Zeit vom 1. bis inklusive 15. März 1931 statt. Die Leerung muß termingerecht durchgeführt und abgeschlossen werden, damit die nächste Leerung nicht geschädigt werde. Nicht komplette Gürten und Haine. Die Fortsetzung folgt nächstens. Nur die blaue Büchse ist die Büchse des Keren Kajemeth. Wir machen die jüdische Oeffentlichkeit darauf aufmerksam, daß nur die blaue Büchse, die auf blauem Grunde einen weißen Magen David und die Hebräische Aufschrift Keren Kajemeth Lejisraei trägt, die Büchse ist, die den Zwecken der Erlösung des Bodpns Erez Israels für das jüdische Volk dient. Alle anderen sind nicht Büchsen des Keren Kajemeth und daher zurückzu weisen. Präsidialsitzung des Keren Kajemeth. Nächste Präsidial®!tzung des Keren Kajemeth findet Donnerstag, den 5. März, halb 7 Uhr abends, in unserem Büro, I., Kärntnerstraße 28, statt. —— % Ehrenabend für Dr. Desider Fiiedmann Sonntag, den 1. März, fand der Ehrenabend des Herrn Dr. Desider Friedmann statt, der von der Sektion und der Frauengruppe XX veranstaltet wurde. Dieser Abend echtjüdischen Lebens wird den Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben. Nach der Eröffnung durch Präsidenten Nimhäuser hielt .der Präsident des Landeskomitees, Herr Dr. Oskar Grünbaum, die Festrede. Herr pr. Friedmann bedankte sich für den ihm zu Ehren veranstalteten Abend und gab einen kurzen UebefbJick über die jetzige Situation der zionistischen Bewegung. Es sprachen noch die Herren Dr. Löwenherz sowie Ehrwürden Rabbiner Dr. Murmelstein und Herr Samuely, der den Abend mit seinen witzigen Reden verschönerte. Ferner wirkte der Chor des Brigittenauer Tempelvereines unter Leitung des Dirigenten Herrn David Reisenmann mit. Herr Oberkantor Samuel Länderer trug mit seiner schönen lyrischen Teaorstimnte jüdische,. ,und hebräische Lieder vor. Pas Arrangement dieses ..Abendswar vorzüglich, und es wäre wünschenswert, weiqn auch die anderen zionistischen Sektionen solche echtjüdische Abende veranstalten würden. General Versammlung des Misrachi- Landesverbandes für Oesterreich Die am 21., Februar im Bethause «Beth Jakob Josef» stattgefundene Generalversammlung des Misrachi-Landesverbandes für Oesterreich gestaltete sich zu einer imposanten Kundgebung des national-religiösen Judentums Wiens. Die Anwesenheit vieler prominenter Rabbiner, Vertreter der Bethausvereine und sonstiger Führer der Misrachi-Bewegung verlieh der Versammlung ein ganz besonderes Gepräge und brachte das große Interesse, welches innerhalb der religiösen Juden für die gedeihliche und aufbauende zionistische Arbeit besteht, deutlich zum Ausdruck. Die unter Vorsitz des Herrn Isidor Austerlitz geleitete Versammlung zeichnete sich insbesondere durch die Anwesenheit der illustren Gäste, des Rabbi Fischmann aus Jerusalem und des Oberrabbiner- Steilvertreters Dr. F e u c h t w a n g, aus, welche beide geistreiche Vorträge über Ziel und Sinn des Misrachi-Gedankens hielten. In beiden Referaten kam die Bedeutung des historischen Judentums im historischen Lande als voneinander untrennbare Begriffe zum Ausdruck. Dr. Finkeistein begrüßte die Versammlung namens des Zionistischen Landeskomitees für Oesterreich und gab der Genugtuung Ausdruck, daß rieh Männer der Thora zur produktiven organisatorischen Arbeit für die gemeinsame Sache des Zionismus zusammengefunden haben. Zugleich erklärte der Redner, daß das Zionistische Landeskomitee, welches immer auf dem Boden der Legalität und Legitimität steht, den Misrachi- Landesverband für Oesterreich als den einzigen legalen und vertretungsberechtigten Misrachi-Verein anerkenne und nur mit ihm den parteiamtlichen Verkehr pflegen werden. Nach Durchführung der Wahlen wurde vom Vorsitzenden das Wahlergebnis bekanntgegeben und folgende Herren in den Ausschuß entsendet: Markus Abramowitz, Kultusvorstand Viktor Bauminger, Hirsch Birnbaum, Friedrich Brunner, Elias Charap, Oberrabbiner-Stellvertreter Dr. David Feuchtwang, Rabbiner Salomon Friedmann, Aron Goldberger, Jakob Heliczer, Rabbiner Moses Heschei, Mendel Kohn, Schalom Lilienfeld, Abraham Löw, Dr. S. Rappaport, J. S. Retter, Dr. Josef Rosner, Samson Leemann, Löbl Taubes, Rabbiner J, J. Twersky, Wolf Tuchtnann, H. Neuwirth. Es ist xu begrüßen, daß nach den Zerwürfnissen innerhalb der Mlsrachi-Organisation in Wien nunmehr eine konstruktive V eranstaltungskalender Donnerstag, 5. März: Zionist. Frauengruppe X. und zionist. Bezirkssektion X., Humboldtgasse 25, 8 Uhr abends, Vortrag Dr. Oskar Grünbaum: «Die jetzige Situation im Zionismus». Zionisf» Berirkssektion Prater, Jungstraße 8, Organisation zionist. Frauen Oesterreichs, Uhr nachmittags, Führung durch die Ticho-Ausstel- |)ung (Galerie WUrthle, I., Weihburggasse 9). Samstag, 7. März: Zionist. Bezirkssektion XX., Jägerstraße 30, 8 Uhr abends, Vortrag Dr. Finkeistein: «Die gegenwärtige Lage Im Zionismus.» 8 Uhr abends, Vortrag Dr. Tulo Nussenblatt: «Theodor Herzl Im Kampfe mit dem jüdischen Volke.» Brith Trumpeldor, II., Untere Augartenstraße 38, Y28 Uhr abends, Jugendpurimfeier.. Histadruth iwrith, II., Kleine Mohrengasse 3, 8 Uhr abends, Antwort der Jugendführer auf den Vortrag I. Herzbergs «Miflagoth hanoar bewina». Mädchengruppe Dworah, Purimredoute «Von Wien nach Jerusalem» in den Sälen des Oesterreichischen Handeismuseum, IX., Berggasse 16. Beginn 9 Uhr abends. Sonntag, 8. März: Jugendabfeilung des Makkabj IX— Makkabi Hazair, Kinder-Purimrummel im Turnsaal des Makkabi IX., Liechtensteinstraße 20. Beginn 3 Uhr nachmittags. Zionist. Bezirkssektion IV./V. Purim kostümfest im «Chat Noir», VI., Mariahilferstraße .105. Beginn Y29 Uhr abends. Dienstag, 10. März: Jung-Wizo, I., Jordangasse .1, 8 Uhr abends, Vortrag Bruno Rabinowitz.-.' Zionisj. Bezirkssektion I., Caf6 Execelsior, I., Rotenturmstraße 22, x/29 Uhr abends, Vortrag Dr. Georg Weinef: «Aktuelle Fragen des Zionismus.» Mittwoch, 11. März: Zionist, Bezirkssektion VI./VIL, Caf6 Mariahilf, VI., Mariahilferstraße 89 a, 8 Uhr abends, Vortrag Dr. Richard Taussig: «Statistik und Lebensverhältnisse der Juden, in der Welt.» Arbeit' einsetzt und positive Resultate für die zionistische Sache gewärtigen läßt. Bei der am 23. Februar stattgefundenen Vorstandssitzung wurden Herr Rabbiner Salomon Fried mann zum Präsidenten und die Herren Kultusvorsteher Viktor Baumin g e r und Jakob H e 1 i c z e r zu Vizepräsidenten gewählt. Erklärung Namens der Misrachi-Weltorganisation in Jerusalem gebe ich hiemit folgendes bekannt: Nach den am 21. Februar in meiner Anwesenheit als Bevollmächtigter der Exekutive der Misrachi-Weltorganisation in Jerusalem ordnungsgemäß durchgeführten Wahlen des Misrachi-Landesverbandes für Oesterreich wird derselbe im Sinne der Statuten der Weltorganisation als die einzige legale und vertretungsberechtigte misrachistische Organisation für Oesterreich anerkannt. Alle zionistischen Organisationen und Behörden haben nunmehr in allen gemeinsamen Angelegenheiten den parteiamtlichen Verkehr einzig und allein mit dem legalen Misraclii- Landesverband für Oesterreich, Wien, II., Novaragasse 40, zu pflegen. Vor Vereinen oder Einzelpersonen, welche die öffentliche Meinung irreführen tgid sich als Vertreter des Wiener Misrachi ausgeben, wird dringendst gewarnt. Vereine oder Gruppen haben nur dann die Berechtigung, den Namen «Misrachi» zu führen, wenn dieselben vom legalen Misrachi-Landesverband für Oesterreich hiezu ermächtigt werden. Bisher haben nur die Misrachi-Jugendgruppen («Zejre Misrachi»), welche in mustergültiger Disziplin sich dem Mterachi-Landesverband für Oesterreich unterstellt haben, diese Berechtigung erlangt. v Wien, 24. Februar 1931 (7. Adar569I). Für die MisrachwWeUorganisation in Jerusalem* Rabbi j. L Fisch mann m. p. Jeder Zionist verlangt im Kaffeehaus sein Parteiorgan „Die Stimme“