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Die Stimme · 1931-02-19 · Heft 164 (19.2.1931) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 164 (19.2.1931)
Date
1931-02-19
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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Ar. it>4 — 19. Februar 1931 DIE STIMME Sefte üoal$fl$dK$ Lebei 1* Wien Die Arbeit des Keren Kajemeth Versicherung zugunsten des Keren Kajemeth. Die Versiclierungsabteihmg de« Keren Kajemebh hat eine Aktion eingeleitet, die bezweckt, Versicherungen zugunsten des Keren Kajemeth auf folgender Grundlage durchauführe-n: Im Erlebensfälle fällt die versicherte Summe ganz dem Keren Kajemeth zu, im Ablebensfalle die eine Hälfte den Erben des Versicherten, die andere Hälfte dem Keren Kajcmeth. Durch die Aktion sollen dem Keren Kajometh neben den Spenden neue Mittel zum Zweck der Ausdehnung de« jüdischen Bodenbesitzes für die jüdische Kolonisation zufließen. Schon nach <Wi Jahren erhält der Keren Kajemeth gegen minimale Zinsen 65 Prozent der eingezahlten Prämien zu seiner freien Verfügung. Außer den bereits angeführten Gg. haben weiter« nachstehende Gg. solche Versicherungen abgeschlossen: Kom.-Rat Artur Albers, Ignatz Müller, Prof. Moses Rath. Bisher haben 45 Personen Versicherungen auf insgesamt S 55.000.— abgeschlossen. „WIZO“ XVIII für den Keren Kajemeth. Die „WIZO“ XVIII hat von ihrer Veranstaltung im „Simplizissimus“ an den Keren Kajemeth den Betrag von S 200.— abgeführt. Buch von Ada Fischmann. Das Buch von Ada Fischimann „Die arbeitende Frau in Palästina“ ist im Keren Kajemeth erhältlich. „Moladtenu“, das in erzählender Form das Jüdische Kind in das Leben und Weben Palästinas einführt, ist im Keren Kajemeth, und zwar die erste Nummer: Jakob Fichmann: „Josi reist nach Palästina“, zum Preise von 50 Groschen erhältlich. Abfahrt der Wiener Chaluzim nach Palästina Dienstag, den 17. d. M., 7 Uhr abends, reisten Wiener Chaluzim, die auf Grund der ausgegebenen Zertifikate für die Reise nach Palästina ausgewählt worden waren, nach Palästina ab. Insgesamt reisten 24 Personen, darunter 16 Chaluzim und Chaluzoth. Am Bahnhof versammelte sich eine sehr große Anzahl von Menschen, um den Transport zu begleiten und sich von ihm zu verabschieden. Unter den Anwesenden befanden sich die Verwandten der Abreisenden sowie eine sehr große Zahl von Zionisten, zum größten Teil Jugendliche. Man fptlrte förmlich die neuerwachte Energie und den neuen Glauben an das Wiedererstarken der zionistischen aufbauenden Arbeit in Palästina. Es wurden hebräische und jüdische Lieder gesungen, und als sich der Zug in Bewegung setzte, sangen alle Versammelten die «Hatikwah». Die restlichen vier Chaluzim aus Wien reisen demnächst nach Palästina. Meeting der gesamten zionistischen (ugend für den Keien Kajemeth Am Mittwoch, den 11. Februar 1931, fand das von der gesamten zionistischen Jugend veranstaltete Meeting statt. Es ist dies ein Ring in der Kette der Veranstaltungen und Sammlungen der Wiener zionistischen Jugend innerhalb der Keren-Kajemeth-Woche dieser Jugend. Das Meeting wurde um %8 Uhr abends von Herrn Doktor Chain» Tartakower eröffnet. Der Besuch war glänzend. Die Versammlung hatte einen originellen Charakter: sie wurde mit Gesang eröffnet und zwischen den einzelnen Reden sangen die verschiedenen zionistischen Gruppen Lieder. Besonders erfreulich ist es, daß in diesem — wenn man so sagen darf Wettsingen das hebräische Lied allein vorherrschend war. Der Vorsitzende, Dr. Chalm Tartakower, wies auf die erfreuliche Tatsache hin, daß auf dem Boden der Arbeit für den Keren Kajemeth sich alle zionistischen Gruppen, alle Lager gefunden haben. Die Repräsentanten aller Gruppen, die zum Worte kamen, beleuchteten von ihrem Standpunkte aus ihr Verhältnis zu dem Keren Kajemeth. Aus ZlonUtisdie Beztrkssektton Innere Stadt Donnerstag, den 26. Februar 8 Ubr abends im Oafd Silier, I. Sohwedenplat* VORTRAG Dr. |. H. Körner Kulturvorsteher über „Wir und die Kultusgeraelnde“ (Diskussion). Die Zionisten des I. Bezirkes werden gebeten, pünktlich und zuversiohtlloh su erscheinen, Gäste willkommen. jeder Rede klang die Liebe und die Hingabe für diesen zionistischen Bodenfonds hervor. Es sprachen: namens des Linkskartells Meschulam W e n k e r t, namens der Misrachi-Jugend Kopel Blum, namens der Zion. Mittelschülervereinigung Osias S c h 5 c ht e r, namens des Aktionskomitees der Zion. Mittelschülerschaft K1 e i n b e r g, namens des Verbandes der demokr. Jugend Theodor G r u b n e r, namens des Zion. Jugendverbandes Aron Sternberg (letzterer hebräisch). Der Vorsitzende hob zum Schluß hervor, daß das jüdische Volk über zwei Keren Kajemeth verfüge: die ewige Chance eines Volkes — die Jugend und den Bodenfonds. im Singen wechselten ab die Gruppen: Zirenu, Brith Trumpeldor, Haschomer Hazair, Brith Hanoar Hamisrachi, Haschomer Hadati, Mischmar Haowdim, Histadruth Gordoniah, Gdud Zirim, Demokratische Jugend und Makkabi Hazair. Am Schlüsse sangen alle Anwesenden in wirklich erhebender Weise die «Hatikwah» und «Techesaknah*. Die Kosten der Veranstaltung trug die Jugend selbst. Liga für das arbeitende Palästina Wien, II., Czerningasse 4/IV. 50. Telephon R 44-9-52. Bureaustunden von 9 bis J/fcl Uhr und 3 bis 6 Uhr nachmittags. Die Liga für das arbeitende Palästina hat eine Vertriebsstelle für Palästina-Produkte errichtet. Zum Verkaufe gelangen Weine, Oel, Seife usw. Der Reinertrag dieser Vertriebsstelle fließt dem Aufbaufonds der jüdischen Arbeiterschaft Palästinas (PAF) zu. I Denket an die Krawallean der Handelshochschule! unentgeltliche0 Stellenvermittlung I der Hakoah Wer ausgeblldetes, nichtiges und diszipliniertes Personal aller Art und aller Branchen braucht, wände sich an die HAKOAH, l„ Wiesingerstr. 11 / Tel, R-25-0-10 „Von Susan habirah bis Tel-Aviv“ Unter diesem Motto wird die diesjährige Purim-Kinderfeier der Zionistischen Frauengruppe (Wizo) Leopoldstadt am 8. März im Festsaal des Hotel «Bayerischer Hof», Taborstraße 39, stattfinden. Die Königin Esther unternimmt mit ihren Gespielinnen in einer großangelegten Revue eine Reise durch die ganze Welt und erlebt überall allerhand Lustiges. Jung und alt werden an diesem lustigen Austattungsstück großen Gefallen finden, weil diese interessante Purimfeier einzigartig, sein wird. Eintrittskarten zu S 1.20 für Kinder und S 2.— für Erwachsene sind bei allen Mitgliedern, in der Bücherstube Rath, Taborstraße 20 a und allabendlich von 6 bis 10 Uhr im Vereinslokal, II., Zirkusgasse 33, erhältlich. Ankündigungen und Mitteilungen Zionistische Bezirkssektion XII, XIV, XV. Am 16. Februar fand eine gut besuchte Ausschußsitzung der Sektion statt. — Am 1. März 1931, 3 Uhr nachmittags, findet eine Purimfeier des Kindergartens im Vereinshause, XV., Herklotzgasse 21, statt. Festrede: Herr Aron Schwertfinger. — Die Sektion veranstaltet am 16. März den ersten größeren Abend, bei welchem Herr Dr. Sanel Beer sprechen wird. Zionistische Bezirkssektion I. Donnerstag, den 26. d. M., 8 Uhr abends, Cafö Silier, I., Schwedenplatz: Vortrag Dr. J. H. Körner: «Wir und die Kultusgemeinde». Anschließend Diskussion. Zionistische Sektion Prater, II., Jungstraße 8. Dienstag, den 24. Februar 1931, 8 Uhr abends, findet im Heime, II., Jungstraße 8, Vortrag des Herrn Dr. David K r e p p e 1 über «Rechtsfragen des Täglichen Lebens» statt. Gäste willkommen! Zionistische Bezirkssektion VIU/IX. Donnerstag, den 19. Februar, 8 Uhr abends, im Handelsnuiseum, IX., Berggasse 16, Vortrag des Herrn Adolf Böhm über «Aufbau in Palästina» und des Herrn Dir. Dr. Viktor Kellner über «Die jüdische Not». Gäste willkommen 1 An die Freunde des hebräischen Buches. Die Buchhandlung und Leihbibliothek M. Rath, II.. Taborstraßc 20a, hat sich bereit erklärt, bei einer entsprechenden Anzahl von Anmeldungen sämtliche hebräischen Neuerscheinungen anzuschaffen. Freunde des hebräischen Buches, die dafür Interesse haben und bereit sind, die Abonnementsgebühr von S 3.— monatlich zu entrichten, werden gebeten, dies (mündlich oder schriftlich) der genannten Buchhandlung oder dem Sekretariat des ChaJes-RealgymnasJums, II., Casteiiezgasse 35 (mit dem Vermerk «Leihbibliothek») bekanntzugeben. Zionistische Sektion Zwischenbrücken. Samstag, den 21. d. M., 8 Uhr abends, findet im Saale des Gasthauses E. Moser, XX., Dresdnerstraße 51, ein Geselligkeit sabend mit ernsten und heiteren Vorträgen alter und moderner Musik statt. Der Reinertrag fließt dem Alijahfond9 für Chaluzim zu. Es wirken u. a. mit: Frl. Mija Händel, Herr Kantor M. Heller und das sieben Mann starke Jazzorchester Heinrich Oppermann. Der Präsident des Zionistischen Landeskomitees, Herr Dr. Oskar Grünbaum, wird einen Vortrag halten. Veranstaltungskalender I Donnerstag, 19. Februar: Zionistische Bez/irkssektion VIIl./IX., Lokal des Handclsrnuseums, IX., Berggassc 16, 8 Uhr abends, Vortrag Adolf Böhm: «Aufbau in Palästina» und Dr. Viktor Kellner: «Die jüdische Not». Samstag, 21. Februar: Zionistische Bezirkssektion Zwischenbrücken, Saal des Gasthauses E. Moser, XX., Dresdnerstraße 51, 8 Uhr abends, Geselligkeitsabend. Histadruth iwrith, II., Kleine Mohrengasse Nr. 3, 8 Uhr abends, Vortrag Kalman Konstantiner «Echuto umahuto schel Haohelx. Dienstag, 24. Februar: Zionistische Bezirkssektion Prater, II., Jungstraße, 8 Uhr abends, Vortrag Dr. David Kreppei: «Rechtsfragen des täglichen Lebens.» «Ohel Rachel», der schon seit zehn Jahren überaus segensreich wirkende Verein zur unentgeltlichen Ausspeisung jüdischer Notleidender, Wien, II., Kleine Pfarrgasse 8, veranstaltet am 24. F e b r u a r 1. J. im großen Saale des Hotel Stefanie, II., Taborstraße 12, einen amüsanten Theaterabend, dessen Reinerträgnis ausschließlich den edlen Vereinszwecken zugeführt wird. Die Vereinsleitung appelliert an Gönner, Freunde und alle mitfühlenden Glaubensgenossen und bittet sie, durch den Besuch dieses Abends ein Scherflein für die höchst karitativen Ziele des Vereines beizutra- Pen. Karten sind erhältlich bei der Vefeinsleitung, II., Kleine farrgasse 8, im Cafg Buchsbaum, II., Kleine Pfarrg. 21, und am 24. Februar 1. J. an der Kassa im Hotel Stefanie, II., Taborstraße 72. Histadruth iwrith, II., Kleine Mohrengasse 3. Samstag, den 21. Februar, 8 Uhr abends, Vortrag: Herr Kalman Konstantiner (Mitglied des hebräischen Theaters «Ohel» io Palästina) über «Echuto umahuto schel Haohel». Seminare: Jeden Samstag, 7 Uhr. Dikduk madai Prof. A. Wiesen «Mosnaiim», Tabaktrafik, II., Praterstraße 11, Zeitungskiosk, I., Schottenring beim Bankverein, «Keturim», Zeitungskiosk, IL Taborstraße beim Cafö National, und Schottenring 38 Wagenschleife. Misrachi-Landesverband für Oesterreich, Wien, IL Heinestraße 15. Die Generalversammlung des Misrachi-Landesverbandes für Oesterreich, bei welcher die neue Wahl des Ausschusses vollzogen werden wird, wird Samstag, den 21. Februar, um H8 Uhr abends, im Bethauslokale des Herrn Rabbiner I. J. Twersky (II., Novaragasse 40) stattfin-i den. Rabbi J. L. Fischmann, Mitglied der Exekutive der Misrachi-Weltorganisation mit dem Sitze in Jerusalem, wird bei der Generalversammlung anwesend sein und einen Vortrag halten. Alle P. T. Mitglieder werden auch auf diesem Wege zur Generalversammlung höfl. eingeladen. Gesinnungsgenosse Simon Nussenblatt ist in Wien am 4. Jänner 1931 im 45. Lebensjahre nach kurzem, schwerem Leiden gestorben. Der Verstorbene gehörte seit seiner frühesten Jugend zu den eifrigen und treuen Anhängern des zionistischen Gedankens in seiner Heimatstadt, in Stryj. Er war einer der Pioniere der Poaie-Zion, die er mitorganisieren half. Während der Wahlen zum österreichischen Reichsrat im Jahre 1911 wurde der Verblichene wegen seiner treuen zionistischen Aufklärungsarbeit unschuldig verhaftet, und nur schwer gelang es dem damaligen Kandidaten von Stryj, dem seligen Dr. Leon Reich, eine Milderung des Loses des Verhafteten zu erwirken. Um den Verstorbenen Gg. Simon Nussenblatt trauern nebst seiner Gattin sein greiser, in Stryj lebender Vater, der zu den verdienstvollsten jüdischen Persönlichkeiten der Stadt zählt, zahlreiche Geschwister und Schwager und Schwägerinnen, darunter ein Bruder des Verstorbenen, der vor Jahren als Chaluz nach Palästina gegangen ist, wo er derzeit in englischem Dienst tätig ist, und unser Gg. Dr. Tulo Nussenblatt. Talmud-Thora-Verein für den IV. und V. Bezirk, Wiedner Hauptstraße 83. ln unserer Sprech- und Bibelschule, Wiedner Hauptstraße 13Q (Eingang Ramperstorffergasse) beginnen jetzt neue Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene nach der Methode iwrith b'iwrlth unter Lelturtg des Lehrers Arie Fränkel. Einschreibungen täglich zwischen 3 und 4 Uhr nachmittags im Schtillokal. Der Unterricht wird unentgeltlich erteilt. Die Misrachl-Zentrale eröffnet am 1. März 1. J. eine Lesehalle. Es werden alle in- und ausländischen Zeitungen (hebr. Zionistische Bezirkssektion VI11/LX Donnerstag, Jen 19. ds„ 8 Uhr abends im Handelsmuseum, IX.. Berggasse 16, Vortrag Adolf Böhm über „Aufbau in Palästina“ und Dir. Dr. Viktor Kellner über „Die jüdische Not“ G&stt willkommen! Jeder Zionist verlangt im Kaffeehaus sein Parteiorgan „Die Stimme"

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