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Die Stimme · 1931-01-29 · Heft 161 (29.1.1931) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 161 (29.1.1931)
Date
1931-01-29
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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Nr. 161 — 29. Jänner 1931 DtC STIMME SHte $ m zionlsltsdics Leben in men Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich Außerordentlicher Zionistischer Delegiertentag Der außerordentliche Zionistische Deiegiertentag findet am Sonntag, den 8. Februar 1931, um 10 Uhr vormittags, im Saale des nlederösterretchischen Gewerbevereines, I., Eschenbachgasse 11, statt Tagesordnung: Landespolitik. Die Delegierten erhalten schriftliche Einladungen. Delegiertenkarten können vor dem Deiegiertentag behoben werden. Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich: Dir. Wilhelm Epstein. Dr. Oskar Grünbaum. Gastkarten für die ganze Dauer des Delegiertentages sowie auch für einzelne Sitzungen sind im Landeskomitee, I., Kärntnerstraße 28, erhältlich. An alle Gesinnungsgenossen! Die Zionistische Exekutive in London hat den XVII. Zionistenkongreß für den 15. Juni verschoben. Somit wurde auch die Aktion zum Verkaufe des Schekels verlängert Wir fordern daher alle Gesinnungsgenossen, Sektionen, Ortsgruppen und Organisationen auf, sich tatkräftigst ii. den Dienst der Schekelaktion zu stellen und dafür zu sorgen, daß bis zu dem nunmehr neuerlich von der Exekutive zu bestimmenden Abrechnungstermin der Schekelverkauf energisch 'betrieben wird. Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich. Dem Zionistischen Landeskomitee für Oesterreich ist es gelungen, Herrn Prof. Dr. Theodor Lessing für einen Vortrag zu gewinnen. Herr Prof. Lessing spricht End,e Februar über «Den jüdischen Selbsthaß». Ort und Termin des Vortrages werden in der nächsten Nummer der «Stimme» bekanntgegeben. Reaktivierung der Sektionen XII—XV, ' ' ‘ XVIII und XIX Im Laufe des Monates Jänner wurden die Sektionen XII—XV> XVIII und XIX reaktiviert. Es fanden in allen drei Sektionen gut besuchte Versammlungen statt, bei denen Dr. Desider Friedmann und Dr. Oskar Grünbaum Referate erstatteten. In der Sektion XII—XV wurde Herr Otto Ruzek zum Obmann gewählt, in der Sektion XVIII Herr Ing. S. Ehrlich, in der Sektion XIX Herr Dr. Josef Pollatschek. An die Zionisten der ßeziike Xll—XV, XVIII und XIX Wir ersuchen alle Gesinnungsgenossen, die in djesen Bezirken wohnen, sich zur Mitarbeit zur Verfügung zu stellen und uns in unseren Bestrebungen zum Aufbau dieser Bezirksorganisationen auf das tatkräftigste zu unterstützen. Gesinnungsgenossen, die aktiv an unserer Arbeit teilnehmen wollen, bitten wir, sich schriftlich oder telephonisch (R 27-4-86) mit dem Zionistischen Landeskomitee, I., Kärntnerstraße 28, in Verbindung setzen zu wollen. Die Arbeit des Keren Kajemeth Jugendaktion zugunsten des Keren Kajemeth. Die von deor Jugend angeregte und beschlossene Aktion zugunsten des Keren Kajemeth findet in der Zeit vom 7. bis 16. Februar statt. Das Ziel derselben ist: Jeder Jugendliche hat mindestens S 4.— für den Keren Kajemeth in dieser Zeit aufzubringen. Eine Reihe von Jugendgruppen wird außerdem durch jedes Mitglied je eine neue Büchse auf st eilen lassen. Die Sammlung erfolgt durch Keren-Kajemeth-Blocks resp, durch Sammelbogen. Im Zuge dieser Aktion findet am Mittwoch, den 11. Februar, ein Jugend meeting statt, bei dem die Vertreter folgender Jugendgruppen sprechen werden: Jugendverband, Linkskartell, Misrachi-Jugend, Rfthmenverband der V. Z. M., Vereinigung der zion. demokr. Jugend. Zwischen den Reden werden von den einzelnen Jugendgruppen Lieder zum Vortrag gebracht werden. Zum Schluß wird „Od lo awdah“ gesungen werden. . Am Montag, den 16. Februar, veranstaltet die gesamte Jugend eine Akademie zugunsten des Keren Kajemeth, bei der folgende Gruppen mitwirken werden: Gdud Zirim, Histadruth Gordonia, Makkabi, Misrachi-Jugend, Vereinigung der zion demokr. Jugend, Zirenu. £er. Verkauf der Karten erfolgt durch die Jugend selbst. Beide Veranstaltungen finden im Hotel Post statt. Beginn y28 Uhr abends. Richtigstellung. In der Nr. 157 der „Stimme“ wurde von uns mitgeteilt, daß die Aktion „Goldene Kette für den Keren Kajemeth“ in Erez Israel 7000 Dollar ergeben hat. In Wirklichkeit aber ergab sie 7000 Pfund. Versicherung zugunsten des Keren Kajemeth. Die Ver&icherungsabteifung des Keren Kajemeth hat eine Aktion eingeleitet, die bezweckt, Versicherungen zugunsten des Keren Kajemeth durchzuführen, und zwar auf folgender Grundlage: Im Erlebensfälle fällt die versicherte Summe ganz dem KeTen Kajemeth zu, im Ablebensfalle die eine Hälfte den Erben der Versicherten, die andere Hälfte dem Keren Kajemeth. Durch die Aktion sollen dem Keren Kajemeth neben den Spenden neue Mittel zum Zwecke der Ausdehnung des jüdischen Bodenbesitzes für die jüdische Kolonisation zufließen. Schon nach drei Jahren erhält der Keren Kajemeth gegen minimale Zinsen 65 Prozent der eingezahlten Prämien zu seiner freien Verfügung. Außer den bereits angeführten Gg. hat weiters Gg. Mordko Bronstein eine solche Versicherung abgeschlossen. Nicht komplette Goldb uch-Eintragungen (3. Liste). Wir setzen hiermit die Liste der Personen und Vereine fort, deren Eintragung ins Goldene Buch eingeleitet, jedoch bisher nicht abgeschlossen wurde. Die betreffenden eintragenden Vereine und Personen werden ersucht, I Denket an die Krawalle an ■ der Handelshochschule! ■ unentgeltliche Stellenvermittlung | der Hakoah I Wer ausgebildetes, Süchtiges und diszlpllntortes Pern sonal aller Art und aller Branchen braucht, wende I sich an die I HAKOAH,!., Wiesingerstr. 11 / Tel. R-25-0-10 I die Komplettierung mit Energie zu betreiben, damit die Eintragung durchgeführt werden könne. Die Liste der Gärten und Haine werden wir nach Abschluß der Liste des Goldenen Buches anschließen: Zion. Sektion VI/VIII, eingegangen S 203.22; Nathan Tartakower, durch Dr. S. J. Schweig, Lodz, ejngegangc« S 249.33; „Trumpeldor“, durch Brith Trumpeldor, eingegangen S 158.—; Ing. Jizch. Wachsmann, durch Hitachduth, eingegangen S 68.75; Provinz: Kultusgemeinde Linz, durch die Kultusgemeinde, eingegangen S 360.—; Benedikt Schwager, Linz, eingegangen S 415.—; Ernst Pollak, Salzburg, eingegangen S 317.50. Eruierung einer Adresse. Der Keren Kajemeth ersucht Herrn Popper, der am Sonntag, den 18. Jänner, im Keren-Kajeaneth-Bureau Karten zum IV. hebräischen Konzert gekauft hat und Aufklärungen über von ihm gestiftete Bäume zu haben wünschte, dem Keren Kajemeth seine Adresse bekanntzugeben resp. in unserem Bureau neuerlich behufs Empfangnahme dieser Aufklärungen vorzusprechen. Ring des Keren Kajemeth. Dr. Leo Menczer spendet 2 S und ruft zu Spenden auf: Prof. Dr. Berthold Hirschl, Doktor Salo Rappaport, Rafael Mersel, Oskar Teller, Frau Stella Hochstimm, Dr. Sam. Rosentha!, Erna Haber; Ruth Berger spendet 2 S und ruft zu Spenden auf: Frl. Gita Aszkenasy, Frl. Lene Friedberg, Frl. Inge Schneier. Akademie desPfadfinderbundes „Zirenu“ Der Pfadfiindcrbund «Zirenu» veranstaltete am 24. und 25. Jänner in den Künstlerspielen eine Akademie, die einen ganz besonders schönen Verlauf nahm. Ursprünglich als Chanukkah-Feier vorbereitet, wurde das Fest verschoben, weil der Bund nach einer knapp vor Chanukkah verstorbenen Bundesschwester eine einmonatige Trauer hielt. Die Veranstaltungen des «Zirenu» haben sich in der Wiener Judenheit schon ein Stammpublikum erworben, dessen Kreis sich jedesmal noch vergrößert. Deshalb mußten die Darbietungen wiederholt werden, um alle «Interessenten» befriedigen zu können. Das Gebotene, durchwegs von Mitgliedern des Bundes selbst ausgeführt, war wertvoll und unterhaltend. Eingeleitet von hebräischen Chorvorträgen, brachte der Abend zwei entzückend gespielte jüdische Märchen, von denen namentlich das eine, wegen seines zionistischen Inhaltes, sehr zu Herzen ging. Vorzüglich gebrachte orientalische Tänze und einige gelungene Lieder aus der Revue «Juden hinaus!» bereiteten die Stimmung für einen Nestroysehen Schwank «Häuptling Abendwind» vor, der von den Mitwirkenden sehr flott zur Aufführung gebracht wurde. Trotzdem hätten wir lieber eine jüdische Sache auf dem Programm gesehen! Ein jugendliches Orchester zeigte sich seiner schwierigen Aufgabe vollkommen gewachsen und erntete, ebenso wie alle übrigen Mitwirkenden, großen und wohlverdienten Beifall. Von einem schönen Zeichen solidarischer Bescheidenheit müssen wir noch berichten: wir wurden Veranstaltungskalender Donnerstag, 29. Jänner. Zionistische Frauengruppe IX., Cafä Bauernfeld, IX., Liechtensteinstraße 42, Uhr abends, Vortrag Dr. Henny Rann^port über jüdische Jugenderziehung. Samstag, 31. Jänner. Verband zionistischer Mittelschüler. Sektion II., Krummbaumgasse 10, Vortrag Prof. Dr. Papo. Histadruth iwrith, II., Kleine Mohrengasse 3, 8 Uhr abends, Hagigath Chamischa assar. Zionistische Sektion IV./V., Zirenu-Heim. V., Wiedner Hauptstraße 130, 8 Uhr abends. Chamischa assar Feier. Dienstag, 3. Februar. Zionistische Bezirkssektion I., Cafö Altes Rathaus, 1., Wipplingerstraße 24, Vortrag Doktor Heinrich Glanz «Die Philosophie der jüdischen Geschichte». Klub Jung-Wizo, I., Jordangasse 7, Vortrag Dr. Helene Kagan über Säuglings- und Kinderfürsorge. Zionistische Sektion Prater,!L, Jungstraße 8. 8 Uhr abends, Vortrag Dr. Josef Löwenherz über die Aufgaben und die Leistungen der Kuitusgemeinde. Mittwoch, 4. Februar. Zionistische Bezirkssektion VI./VI1., Caf6 Mariahilf, VI., Mariahilferstraße 89, Vortrag Doktor Sanel Beer «Die Patholngie der Juden». ausdrücklich gebeten, die Namen der einzelnen MitwTkendon nicht zu nennen und haben dieses Verlangen, so schwer es uns auch fällt, erfüllen müssen. st. Akademie der gesamten zionistischen Jugend Oesterreichs Am Montag, den 16. Februar, wird die jüdische Oeffcntlichkeit Gelegenheit haben, einer Veranstaltung beizuwohnen, an der sich alle zionistischen Gruppen beteiligen werden. Die rechts und links stehen len sowie die allgemeinen zionistischen Jugendgruppen werden sich auf einem gemeinsamen Boden finden, um der jüdischen Oeffentlichkeit ihr Bestes in Form einer Akademie darzubieten. Es werden verschiedene zionistische Jugendgruppen Theaterstücke, Tänze, Sprechchöre und Gesänge vorführen. Der einigende Faktor ist in diesem Falle die Liebe zum Keren Kajemeth. Der Reinertrag dieser Akademie, deren Programm ausschließlich von den Jugendgruppen bestritten wird, ist zur pänze dem Keren Kajemeth gewidmet, da die jüdische Jugend sich gedrängt fühlte, in dieser schweren Zeit alle ihre Kräfte einzusetzen, um dem Bodenfonds seine segensreiche und historische Arbeit auch fernerhin zu ermöglichen. Karten zum Preise von S 3.—, 2.— und 1.— sind auch im Keren Kajemeth-Bureau erhältlich. Spielzeuge für die Kinder Erez Israelsl Aus Ejn Chai erhalten wir folgende Zuschrift mit der Bitte um Veröffentlichung: Die primäre Voraussetzung für den geordneten Unterricht einer jeden Elementarschule ist das Vorhandensein der entsprechenden Lehrbehelfe. Unsere Volksschule in Ejn Chai hat unter diesem Mangel überaus stark zu leiden, denn es fehlen uns Spielzeuge (Bau- und Bilderkästen usw.) für die unteren Klassen unserer Anstalt. Die Bewohner unserer erst jüngst errichteten Kolonie sind nicht in der Lage, diese Lehrbehelfe zu schaffen, und wir richten daher auf diesem Wege an die Wiener Judenschaft die Bitte, uns Spielsachen spenden zu wollen, für die ihnen frohe Kinder danken werden. Spenden nimmt die Redaktion entgegen und leitet sie nach Ejn Chai weiter. Detektore für di? Insassen des jüdischen Versorgungshauses Das jüdische Versorgungs- und Siechenhaua in der Seegasse richtet an die jüdische Oeffentlichkeit Wiens die Bitte, Detektore, die bei den meisten Radiohörem schon außer Gebrauch sind, den Insassen des Versorgungs— und Siechcnhauses zur Verfügung stellen zu wollen. Es gibt bestimmt viele jüdische Radiohörer, die ihre Detektoren in Lautsprecher um getauscht haben — durch das Spenden dieser Detektoren kann den Insassen des Versorgungshauses, deren Tag sich aus endlosen, bangen Stunden zusammensetzt, eine große Freude bereitet werden. Spender werden höflichst ersucht, ihre Adressen der Redaktion der «Stimme» oder dem Versorgungshaus bekanntzugeben, worauf die Detektore abgeholt werden.

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