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Die Stimme · 1930-12-04 · Heft 154 (4.12.1930) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 154 (4.12.1930)
Date
1930-12-04
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Nr. 154 4. fre*emT)er 1980 fffp ^TTMTMTR Sette T , dieser Fehler, wie es der Unterste*tssekrefär angedeutet hat, beseitigt wird. Laßt uns mit allen Mitteln jede Maßnahme ergreifen, die es sicherstellt, daß die Araber, die Ihr Land verkauft haben, entweder mit Land, das sie dichter besiedeln können, oder mit Arbeit versehen werden. Aber das Haus ist berechtigt, die Versicherung zu erhalten, daß die Schwierigkeiten der Situation zu keinem Vorwand dafür gemacht werden sollen, daß man sich zurückzieht von einer Politik, die, wie schwierig sie auch sein mag, in sich die Saat einer fairen und dem Endziel zustrebenden Entwicklung von Juden und Arabern in gleicher Welse in sich trägt. Sir Herbert Samuel spricht Nach MacDonald sprach Sir Herbert Samuel. Er führte ungefähr aus: Es ist zu begrüßen, daß die Vertreter der Regierung sich entschieden zu dem Mandat bekannt haben, aber das Gesagte ändert wenig an der geschaffenen Situation. Die Balfour-Deklaratiön hat zwei Teile. Wenndie Bestimmung bezüglich der Wahrung der Interessen der nichtjüdischen Teile der Bevölkerung im Mandate nicht enthalten wäre, wäre es dennoch unabweisiieh gewesen, sie bei der Verwaltung Palästinas zu beachten. Würde es darum gehen, die 600.000 Araber aus ihrer Heimat zu vertreiben, um Platz für das jüdische Natiönalheim zu schaffen, oder aber die Araber einem anderen Volke politisch zu unterwerfen, ihre heiligen Stätten dem Einfluß anderer; zu unterstellen o. ä., dann wäre diese Politik durchaus falsch. Aber diese Politik wurde niemals beabsichtigt. Die Juden haben selbst Jahrhunderte lang unter Unterdrückung gelitten und es wäre unfaßbar, wenn sie aus dieser Unterdrückung nichts anderes gelernt hätten als wie man sie ausübt. Als ich vor zehn Jahren nach Palästina geschickt wurde, war es meine Aufgabe, den Schutz der arabischen Interessen als Integrierenden Bestandteil der Politik des jüdischen Nationalheimes zu betrachten. Aber ist damit gesagt, daß das ganze Unternehmen unmöglich ist? Das schlimmste an den jetzigen Aenderungen liegt darin, daß man in Palästina und anderen Ländern auf den Gedanken kommen kann, Massakers seien Mittel, um Konzessionen durchzusetzen. Die Massakers von 1929 sind ein Schandfleck auf dem arabischen Namen und wenn sie sich wiederholen sollten und die arabischen Führer sie nicht verhindern, wozu sie zweifellos imstande sind, dann wird man die palästinensischen Araber in eine niedrigere Zivilisationsstufe einreihen müssen als die, zu der ihre natürliche Begabung sie berechtigt Ich bin überzeugt, daß die zwei Zwecke der Balfour-Deklaratiön, das jüdische Nationalheim und der Schutz der arabischen Rechte, nicht unvereinbar sind. Die Regierung muß eine Politik des Gleichgewichtes treiben, aber nicht eine Politik des Schwankens. Palästina Ist eln kleines j Land, aber es ist berühmt in der Geschichte der Welt. Es gibt kein berühmteres. Sogar für die britische Krone, sogar für das britische Reich ist es eine Ehre und ein Ruhm, mit der Sorge für das Heilige Land beauftragt zu sein. Die Führung des Administrative Committee der Jewish Agency New York, (J. T. A.) Die amerikanischen Mitglieder der 1 Jewish Agency haben im Hinblick auf die Demission Felix Warburgs als Präsident des Administrative Committee der Jewish Agency ein provisorisches Kollegium zur Leitung des Administrative Committee eingesetzt. Das Kollegium besteht aus Cyrus Adler, Robert Szold, Merris Rothenberg und Bernhard Flexner. Agudah gegen Waad Leumi Jerusalem, 25. November. (J. T. A.) Das Zentralkomitee der Agudas Jisroel veröffentlicht eine Erklärung, in der es beanstandet wird, daß der Waad .Leumi in seinen zwei letzten Erklärungen gegen das Weißbuch im Namen des Jischuw spricht. Die Agudah sei im Waad Leumi nicht vertreten. Solange sich die Agudah nicht ausdrücklich den gegebenen Erklärungen a«scliließe, seien diese nicht als Ausdruck ihrer eigenen Meinung anzusehen, ln beiden Erklärungen des Waad Leumi seien Aeußerungen enthalten, mit denen sich die im Waad Leumi nicht vertretene orthodoxe Judenheit nicht identifiziere. IKflnstlerabend zugunsten der Schflleraosspeisnng an der Talmud-Thora-Volks- und Hauptschule, Wien. II., Malzgasse 16 Sonntag, dem ersten Tag Ohamika, den 14. Dezember, 8 Uhr abends Im Festsaale des Hotel Continental, li., Taborstraße 4 Erstklassige Kräfte. Sichern Sie sich rechtr zeitig eine Karte von S.10’— bis S 1*— in allen jüdischen Buchhandlungen und im Sekretariat, Wien, II., Leopoldsgasse 27, Telephon Nr. K-45-4-94 Jtlanifest der Zionistischen Ixehutive Zionisten! Der Kongreß ist einberufen! Nie hat ein Kongreß vor wichtigeren Entscheidungen gestanden, seitdem Balfonr-Deklaration und Palästinamandat ans die Tore des Jüdischen Nationalheims geöffnet haben. Nach Jahren fruchtbaren Anfbanes will man den Schwung unserer Arbeit hemmen, der vollen Entfaltung unserer Energien Schranken setzen. Das jüdische Volk hat zu antworten. Von ihrer Tribüne, dem Zionistenkongreß, aus, wird die nationale Judenheit ihre Stimme erheben. Hier werden wir wieder von der Not unseres Volkes und der Sicherung seiner Zukunft sprechen, so daß die Welt uns hört und die Gerechtigkeit unserer Sache begreift. Der Kongreß wird zeigen, daß der zionistische Gedanke, der unser Volk in den Jahrhunderten der Verbannung geleitet hat, stärker ist als zeitweilige Hindernisse; daß er lebt, solange unser Volk an ihn glaubt nnd für ihn m leben entschlossen ist. Wir haben den Kongreß einberufen! Wir rufen den Jischuw, der das Land und unsere Zukunft baut! Wir rufen den Chalnz, der sehnsüchtig vor dem Tor der Heimat steht! Wir rufen den Juden, der sich im Gebet um Zion nach Osten wendet! Wir rufen alle, die in Treue zu Zion stehen, die Männer, die Frauen, die Jugend! Nehmet den Schekel! Wählet zum Kongreß! Exekutive der Zionistischen Organisation. London, November 1930. Jerusalem, Kislev 5691. Untetlhaftun&s&eitage der „Stimme“ Kreuzworträtsel 1 L 1 i B 0 6 / ö 9' 1 to IMfl II 11 ■ 12 18 TT ■ 16 s 14 — .- M B 17 — m B 18 m ■ 19 20 2L Zo 1 24 Waagrecht: 1. Mädchenname, 5. Fünf Bücher Moses, 9. Berühmter zionistischer Führer (Vor- und Zuname), 11. Musikalischer Ton, 12. Synonym für Judenhasser, 14. Imperafif von «sagen», 15. Der Einsiedler, 18. Fluß ln Oesterreich, 19. Mythologische griech. Helden (Brüderpaar), 23. Haartracht (frommer Juden), 24. Männername. Senkrecht: 1. Abkürzung für Totes Meer, 2. Vogel, 3. Aus (lat.), 4. wie 12. waagrecht, 5. Eine, die frägt, 6. Naturkraft, Jüd. Gelehrter, 8. Ausruf, 1Ö. Ein Werk eines neuhebräischen Dichters, 12. Und (engl.), 13. Hebräischer Buchstabe, 16. Circa, 17. Spässe, 19. Abkürzung Tür «zum Beispiel», 20. Pers. Fürwort, 21. Abkürzung für «außerordentlich, 22. Gott (hebräisch). A n — d y. Magische Figur 1. 2. Biblische Bezeichnung für Palästina. 3. Diaspora. 4. Biblische Gestalt. E. a Für die richtige Beantwortung der obigen Rätsel setzen wir drei Preise (Bücher) aus. Bei mehreren Einsendungen entscheidet das Los. Den Antworten ist der Coupon (siehe Seite 1) beizufügen, da die Einsendung sonst ungültig Ist. Die Lösungen sind bis spätestens 9. Dezember einzusenden. Abstreichvätsel I U III Joel Sefer 4 * * Leda AUa « * ♦ * Rabe Hagel m S m 0 V Ruth Glied 4 * * Sara Laut » « « * Dina Omar Alaun Bahn Esra Aula » Maus Rosen % ♦ Von jedem Worte unter 1 und II sind je zwei Buchstaben in der Weise zu streichen, daß die vertreibenden Buchstaben, eventuell umgestellt, unter III ein neues Wort, und zwar einen biblischen Namen, bilden. Die Anfangsbuchstaben der neuen Wörter, abwärts gelesen, ergeben eine bekannte Hauptstadt An — d y. Kapsel rätsel Ich bin als Stadt in unserm Land Dir aus der Schule wohlbekannt In mir verborgen Ist eiri Fluß, Den man in Spanien suchen muß. E. a Lösungen der Rätsel der letzen Nummer Kreuzworträtsel Waagrecht: 1. Gin, 4. Isa, 7. Absälom, 9. Dr_, 10. Afule, 11. Ah, 12. Re, 14. Dinamit, 15. Amt, 16. Ima. Senkrecht: 1. Gad, 2. Ibrahim, 3. NS, 4. fl, 5. So* ferim, 6. Amt, 8. Aguda, 11. Ada, 13. Eta. Lawinenrätsel E, Er, Erz, Herz, Herzl. Silbenrätsel Welt, Ebene, Nablus, Norfolk, Irene, Hameiri, Ruppiu, Wilhelm, Obadia, Lunge, Leier, Tanach, Isolde, Salomos* Wenn ihr wollt, ist es kein Maerchen. Visltkartenrätsel Rabblnerstellvertreter. Magisches Quadrat Esau, Silk, Alba, Ukas. Sflbenkreuzrätsel Waagrecht: 1. Schalom, 3. Barches, 4. Barkochba, 5. Lage, 6. Recha, 8. Turban, 9. Senta. Senkrecht: 2. Lombarde, 3. Barbar, 5. Laban, 7. Chasen. Richtige Lösungen der Rätsel in Nr, 152 sandten ein: Eteika Altmann, Budapest; Lotti Feuerlicht Wien, II.; Ruth Oberwasser, Wien, II.; Natek U n g e r, Wien. IX.; Elly Wiener, Wien, VI. Den Preis, u. zw. das Buch «Die arbeitende Frau in Palästina» von Ada Fischmann, gewann Frau Elly Wiener* Beantwortung der zehn einfachen Fragen in Nr. 152 der «Stimme» (Coupon 4) 1. Abrahams Vater war Terach. 2. Der englische Feldherr, der Palästina im Weltkrieg eroberte, hieß Lord AJlenby. 3. Die zionistische Leitung war während des Weltkrieg. ln Kopenhagen. 4. Theodor Herzl wurde in Budapest geboren. 5. Als die Juden von Aegypten ins Gelobte Land zogen, eroberten sie als erste Stadt Jericho. 6. Jaxöo hatte zwölf Söhne und eine Tochter. 7. Der Keren Hajessod heißt auf deutsch: Palästina-Grundfonds. 8. und 9. Die griech. und latein. Uebersetzung der Bibel heißen Vulgata und Septuaginta. 10. Purim heißt wörtlich Lose. Richtige Antworten auf die Fragen sandten ein: Toni Baumann, Wien, III.; Jakob Feurig, Wien, VI!.; Fanny Hartmann, Cernauti; Trude Nußbaum, Wien, I!.; Isak Tauber, Gurahumamlin. Den Hauptpreis, u. zw. das Buch «Stürmer des Ghetto», gewann Herr Isak Tauber, die Trostpreise (in Form von je zwei zionistischen Broschüren) Frl. Toni Baumann und Frau Fanny Hartmann. Die Preise gehen den Gewinnern per Post zu.

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