Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 153 (27.11.1930)
- Date
- 1930-11-27
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 153 — 27. November 1930 DTP STIMM® Sette 7 Kleine Nachrichten der Woche Zionisten von der Amnestie in der Krim ausgeschlossen. Anläßlich des zehnjährigen Bestandes der Sowjetrepublik Krim wurde eine Amnestie erlassen, die allen kriminellen Verbrechern, die bis zu zwei Jahren Gefängnis oder Zwangsarbeit verurteilt sind, zugute kommt. Von der Amnestie ausgenommen sind die politischen Verbrecher, unter ihnen auch die Zionisten, die als sowjetfeindliche Politiker bezeichnet werden und neben den wegen Bestechung und Bandenbildung verurteilten Personen rangieren. Acht Juden in Rußland unter den der Sabotage-Anstiftung Angeklagten. Unter den letzthin unter dem Verdacht, Organisatoren und Führer der konterrevolutionären Organisation «Industrie-Partei» zu sein, Verhafteten befinden sich acht Juden. Sie waren zuletzt in der Staatsindustrie und -Wirtschaft an hervorragender Stelle tätig. Vor der Revolution waren sie hervorragende Wirtschaftsführer. Tagung des ungarischen Pro-Pa'iist'na-Vetbandes. Unter dem Vorsitz des Hofrates Franz Szekely und des Oberrabiners und Oberhausmitgliedes Dr. Immanuel Loew (Szeg§d) fand in Budapest die Generalversammlung des Pro-Palästina-Verbandes ungarischer Juden statt.,/ Tragische Folgen des Stahlhehnrummels im Rjieinland. Der Stanlhelmrummel am Rhein vor drei Wochefl "hat ein junges Menschenleben als Opfer gefordert. Von Übelwollenden Geschäftsleuten waren die Inhaber des Hotel Grünewald in Caub, die Familie Meyer, den Stahlhelmern als Separatisten denunziert worden. Diese Denunziation entbehrte jeder Grundlage. Die Gemüter waren derart aufgepeitscht, daß eine Menschenmenge das Haus stürmte, so daß die Familie flüchten mußte. Die furchtbare Aufregung hat die Tochter des Hauses gesundheitlich derart angegriffen, daß sie an den Folgen starb. Die Affäre soll noch sin gerichtliches Nachspiel haben. Schächten keine Tierquälerei. Das Bureau für Schächtangelegenheiten teilt mit, daß von dem Prager Arzt und Physio^gen Dr. S. Lieben zwei neue Publikationen zur Schächtfrage erschienen sind: 1. S. Lieben und H. R. Kahn (Professor der Physiologie an der Deutschen Universität Prag), Die emotionelle Reaktion der Pupille. 2. S. Lieben, Die Strömungsverhältnisse in der Arteria vertebralis nach dem Schächtschnitt. Entgegen den theoretischen Behauptungen der Schächtgegncr und ihrer nur theoretisch begründeten Gutachten wird in den genannten Schriften an Hand neuer wissenschaftlicher Experimente wiederum ber wiesen, daß die Tiere nach dem Schächtschnitt kein Bewußtsein mehr haben und das Schächten daher keine Tierquälerei äst. Hakenkreuzter gegen Habima. Das hebräische Theater Habima, das gegenwärtig im Würzburger Stadttheater ein Gastspiel gibt, war das Ziel von Angriffen der Würzburger Nationalsozialisten, die in Fulgzetteln gegen das Gastspiel agitierten und am 19. November abends vor Beginn der Habima-Vorstellung den Eingang zum Theater blockierten und die Besucher beschimpften und bedrohten. Mehrere hundert Hakenkreuzler beteiligten sich an dem Skandal in der Umgebung des Theaters. Schließlich säuberte die Polizei die zum Theater führenden Straßen, und die Vorstellung konnte, wenn auch verspätet, beginnen. Der Ritualprozeß in Karpathorußland abermals vertagt. In dem Prozeß vor dem Bezirksgericht in Nagybereczna gegen die jüdischen Hausierer Moritz Steinberger und Marcus Liebermann aus Kaschau, die beschuldigt werden, zwei Kindern der Gemeinde Simera Blut aus den Händen abgezapft zu haben, wurden abermals die neunjährige Helene Bogdan und der elfjährige Wa'sil Costa vernommen. Sie leierten ihre Aussage wie eingelernt herunter und erzählten, zwei Juden hätten sie in ein Gebüsch geführt, ihnen Schnitte am Handgelenk beigebracht und Blut abgezapft. Bei der weiteren Einvernahme verstrickte sich Costa und erklärte schließlich, er habe sich die Verletzung an der Hand beim Spielen mit einer Glasscherbe selbst zugefügt. Auch Helene Bogdan spreche nicht die Wahrheit, sie habe sich an einem Dorn verletzt. Die Bogdan gestand schließlich, daß Costa die Wahrheit sagt. Der Gendarmeriewachtmeister Machotlca sagte aus, die Anzeige über die Bhitabzapfung habe die * Lehrerin Aranka Szöke erstattet. Nachdem Staatsanwalt und Verteidiger die Ladung weiterer Zeugen beantragten, wurde der Prozeß auf unbestimmte Ze-'t vertagt. Ein beleidigter jüdischer Student wird in Debrecen relegiert. Aus Debrecen wird dem «Pester Lloyd» gemeldet: Die ganze Stadt steht unter dem Eindruck einer drakonischen Maßregelung eines jüdischen Studenten durch den Universitätssenat bezw. den Unterrichtsminister. Tatbestand: Der Student Josef Kovacs wollte am 15. Oktober mit vier Kameraden vor dem Dery-Museum photographieren, Im Park des Museums hielt sich der jüdische Hörer der Medizin Georg Klein in. Gesellschaft; einiger Kommilitonen gleicher Konfession auf. Als Kovacs ihrer ansichtig wurde, rief er mit lauter Stimme: «Gehen wir fort von hier, da kann man nicht photographieren, sonst wird der Hintergrund verjudet!» Auf diese Provokation zog Georg Klein den reformierten Studenten zur Verantwortung. Kovacs rief dem von ihm so schwer beleidigten Üniversitätshürer zu: «Sie sind ein Niemand, — mit Ihnen Verhandle Ich nicht!» Auf diese abermalige Beleidigung versetzte Georg Klein seinem Gegner einen Schlag ins Gesicht. Die Angelegenheit gelangte vor den Universitätssenat, der kurzerhand die Entscheidung fällte, daß Klein für vier Semester von der Universität zu relegieren sei. Georg Klein appellierte gegen diesen Beschluß an den Unterrichtsminister und vei antwortete sich dahin, daß er in gutem Recht zu handeln geglaubt, wenn er zur Verteidigung seiner schwer gekränkten Glaubensgemeinschaft und seiner nicht minder verletzten Ehre den frivolen Kommilitonen Insultiert habe. Heute wurden sowohl der Senat als Georg Klein in einem Reskript des Unterrichtsministers verständigt, daß der Minister den Beschluß des Senats genehmigt habe. Der «Rasseprofessor» Günther hält seine Antrittsvorlesung unter Assistenz von Hitler und Frick. Am 15. November hielt der antisemitische Rassetheoretiker Günti er, der gegen den Willen des Lehrkörpers der Universität Jena vom Unterrichtsminister Frick zum Professor an dieser Universität ernannt worden war, seine Antrittsvorlesung über Zusammensetzung und Entwicklung der in Deutschland vertretenen Rassen. Die Aula der Universität war von Hakenkreuzstudenten und Hakenkreuzgästen dicht besetzt. Unmittelbar vor Günther waren Frick und Hitler im Saal erschienen, sie wurden mit lauten Heilrufen empfangen. Die Aula bot das Bild einer nationalsozialistischen Propagandaversammlung. äUeratfaur/Kaiastf/Yheater Ein Abend des Vergnügens Schalom Alejchems «200.000» bei der «WUnaer Truppe» Si duo faclunt Idem non est idem. Zwei Lustspiele, die dasselbe Sujet zum Vorwurf haben, sind nicht immer künstlerisch gleichwertig. Kürzlich hatten wir Gelegenheit, Pinskis «Schatz» im Rahmen einer Aufführung der Wünaer zu sehen. Ein schwaches Stück mit derber Komik, die mehr derb als witzig ist. Inhalt: das plötzliche Reichwerden einer jüdischen Armeleutfamilie mit nachfolgendem Krach, da es sich herausstellt, daß der Schatz ln Wirklichkeit nicht existie/t. Das Thema von Schalom Alejchems «200.000» ist ähnlicher Art: ein armer Schneider gewinnt das große Los — ganze 200.000 Rubel — und wird im Handumdrehen reich. Reich, aber unvorsichtig. Denn bei e'ner geschäftlichen Transaktion mit Filmleuten dunkelster Provenienz verliert er sein ganzes großes Vermögen. Da bleibt ihm nichts anderes übrig, als wiederum Schneider zu werden. Dieses einfache Stück hat eine große Dosis ausgelassenen Humors, hinter dem, wie immer bei Schalom Alejchem, eine Träne schimmert. Die Lachmuskeln kommen auf ihre Rechnung, aber es ist ein Lachen, das vom Herzen ausgeht und in das Herz mündet. Der Schalom-AIejchem-Cocktai! wird aus Wehmut, Wermut und Paprika gemixt. Man kriegt davon leicht einen Schwips. Der Schwips löst sich in Lachen auf. Wer führte die Regie, Alex Stein oder Schalom Alejchem selbst? Wir glauben, der verstorbene Dichter wäre glücklich gewesen, hätte er d:eaer Premiere be:- Der Jugendverein .,Erez Israel“ gratuliert seinem Chawer MEIR PAIS anlässlich seiner Promotion zum Doktor r. c. wohnen können, so echt, so naturgetreu war die Inszenierung seines Lustspieles. Es gebühit Alex Ste'n Dank dafür, daß er Schalom Alejchems Koniöd e vom Schutt der Experimente ä la Qranowsky befreit und für sie wieder den einzig passenden natürlichen Rahmen geschaffen hat. Bis auf die pseudo-expressionistische Dekoration, die — übertrieben grell — die. realistische Einheitlichkeit des Abends stöfte (Warum? Wozu? Muß das sein?), war die Aufführung harmonisch und wohltemperiert und daher künstlerisch. Diese Harmonie, diese Fähigkeit, eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Gesamtheit der Schauspieler ein Kollektivum bildet, ist auch in den Elnzelleistungen der Darsteller hervorzuheben. Vor allem muß man da Herrn S c h i g o r i n und Frau V i t a 1 i n erwähnen — das durch das große Los zweifelhaft beglückte und durch das Unglück des Vermögensverlustes zweifellos erlöste Schneiderellepaar. Sie waren beide so echt, daß in erster Reihe ihnen Dank gebührt,.wenn wir uns in ein trauliches jüdisches Kleinstadtmilieu versetzt sahen. Sie besitzen ein großes Erinnerungsvermögen, diese beiden Künstler, und ihre wahre Kunst wurzelt in ihrem Volkstum. Die Herren Stein und Kama y, die beiden «betamten» Schneidergesellen, waren urwüchsig, herzlich, erfrischend. Markante Typen schufen D o m b und Kovalsky. Schneidow dagegen würde besser tun, könnte er sich das übertrieben Possenhafte abgewöhnen. Man braucht nicht aus jeder Rolle eine große Rolle zu machen. Mirjam H o r o w i t z heißt der neueste Zuwachs der Wilnaer Truppe. Das Ensemble und der Regisseur können sich gratulieren: sic ist eine beachtenswerte Schauspielerin von einer Art, die der WUnaer Truppe bisher gefehlt hat. Jung, hübsch und talentiert, versteht sie es auch, aus der Rolle einer nichtssagenden Naiven vieles herauszuholen, so daß sie einen verdienten Erfolg erntet Ihre lieblich und unaufdringlich dargestellte Bejlke Ist eine Leistung, die man einer debütierenden Schauspielerin hoch anrechnen darf. Alles in allem war es ein Abend, über den zu berichten einem Freude macht. Ein Abend des Vergnügens. Dr. S. W. Aufruf au jüdische Künstler Der Kunsthistoriker Dr. Otto Schneid (Wien) arbeitet an einer umfassenden Publikation über die jüdischen Künstler der Gegenwart. Jüdische Maler, Graphiker, Bildhauer, Architekten und Kunsthandwerker (auch unbekannte) werden aufgefordert, Photographien ihrer Werke mit dem Reproduktionsfecht und möglichst genaue biographische Mitteilungen zu senden an Dr. Otto Schneid, Wien, I., Universität. Um Nachdruck dieses Aufrufes wird gebeten! Ein Sänger aus Palästina. Samuel Krybus, der seit einigen Jahren als Chaluz (landwirtschaftlicher Arbeiter und Buchbinder) in Palästina lebt, ist seiner musikalischen Fähigkeiten und seiner schönen Stimme wegen Kennern aufgefallen. Man hat ihm geraten, sich in Wien zu vervollkommnen. Gesangsprofessor Fritz Schrödter (ein Nichtjude) erklärte sich bereit, seine Weiterausbiidung unentgeltlich zu leisten. Herr Krybus ist in Wien bereits mit Erfolg aufgetreten. Er muß sich während seiner Studienzeit selbst erhalten. Indem wir dies alles der zionistischen Öffentlichkeit mitteilen, ersuchen wir, ihm durch Mitwirkung bei jüdischen Veranstaltungen Verdienstmöglichkeiten zu verschaffen. Seine Adresse lautet: Samuel Krybus, Obe.rmüllnerstraße 6/14, Wien, 11. Mischa Flschson, der dem jüdischen Publikum nach seinem großen Erfolg im vorigen Jahre, als er zum ersten Male vor das Wiener jüdische Publikum getreten ist, noch in frischer Erinnerung lebt, wird in uneigennütziger Weise onnerstag, den 27. d. M., im Theater, II., Praterstraße Nr. 60, auftreten, um es zu ermöglichen, daß der verstorbenen Volkssängerin Pepi Litman ein ihr würdiger Grabstein gesetzt werde. Die Freunde und Anhänger der Verstorbenen werden gebeten, diesen Abend zu besuchen. Von Freitag, den 28. bis Sonntag, den 30. ds., wird das- Gastspiel des berühmten Mischa Fischson wiederholt. Ein blinder Jüdischer Pianist Mittwoch, den 3. Dezember, findet im kleinen Konzerthaussaal ein Konzert des blinden jüdischen Pianisten Ungar statt. Herr Ungar, ein hervorragender Künstler, wird Piecen von Bach, Beethoven, Chopin, Liszt, Bartok u. a. zum Vortrag bringen. Herr Ungar hat kürzlich in Budapest ein Konzert gegeben, das von der gesamten Budapester Presse in Worten höchsten Lobes gewürdigt worden ist. Es ist zu erwarten, daß auch sein wiener Konzert ein großer Erfolg sein wird. Ausstellung Wilhelm Wachtel in Warschau. Im hiesigen jüdischen Kunstverein stellt jetzt unser Wiener Maler seine letzten Palästina-Bilder aus. Sowohl die jüdische als auch die polnische Kritik ist voller Lob und Begeisterung für diese färben- und sonnendurchfluteten Bilder aus seiner vorjährigen Palästina-Wanderung. Unter der großen Zahl von mannigfaltigen Landschaften, Typen von Juden wie auch, von Arabern, farbigen Zeichnungen, die eine hochentwickelte zeichnerische und farbenfrohe Kultur verraten, sehen wir noch einige Kompositionen in Oe! gemalt. Bilder aus dem Leben der Chaluzim, mit großem Schwung und sonniger Heiterkeit gemalt —- «Hawa Nagilah», ein «Horotanz» und «Chaluzim nach der Arbeit». Eine besondere Wand füllen seine acht Kartons aus, der Zyklus «Das hohe Lied», in Tempera gemalt und in wunderbar abgetönten Gobelinfarben gehalten. Juden In der deutschen Wirtschaft. Von Kurt Zielenziger. 288 Seiten Großokfav. Acht Bildnisse auf Tafeln. Echtes Alfapapier, ln Ganzleinen gebunden. Aus dem Handel und dem Geldgeschäft hervorgegangen, haben sich die Juden innerhalb der deutschen Volkswirtschaft zur Zeit von deren höchsten Entfaltung nur als Händler und Bankleute betätigt? Haben sie nicht an dem großartigen Aufschwung der Industrie teilgenommen? Waren sie nur Mitte, Zwischenglieder oder haben sie Leistungen von schöpferischer Kraft vollbracht, von phantasievollem Erfassen neuer Aufgaben, vom Ahnen «kommender Dinge»? Des Verfassers Antwort ist eine indirekte. Er behandelt eine Reihe von typischen Wirtschaftsführern jüdischen Geblüts: die alten Banlcfamilien: die Bleichröders, Mendelssohns u. a., die Leiter der modernen Bankkonzerne: Wassermann, Goldschmidt u. a., die Warenhausdynastien der Tietz, den Kupfer-Hirsch, den Flinten-Loewe, den Stickstoff- Caro, den Tiefbau-Berger, den größten aller Reeder Ballin, den Schöpfer der A. E. G. Emil Rathenau und andere Größen. Man sieht, was sie geleistet, aber nicht minder-die Voraussetzungen des Aufstieges: Begabung, Bildung, Familie, das Milieq, die gesamten Zeitverhältnisse. Im Verein mit der Einleitung «Vom Ghettohändler zum Wirtschaftsführer» und dem «Ausblick» am Schluß ergeben diese Porträts im Rahmen der deutschen Volkswirtschaft von 1800 bis 1930 ein Bild von den Sozial- und Wirtschaftswandlungen unter den deutschen Juden, ihrem Abstieg in der Gegenwart, ihrer wirtschaftlichen Zukunft. Denkwürdigkeiten des Aron Isak (1730 bds 1817). Herausgegeben und eingeleitet von Z. Holm. 208 Seiten Großoktav, 8 Tafel- und 2 Textbilder, holzfreies Papier, ln Ganzleinen gebunden. Ein schlichter Mann (1730 zuTreuenbrietzen i. d. M. geboren, gestorben 1817 zu Stockholm) erzählt sein abenteuerliches Leben: Petschaftstecher in seiner Heimatstadt, nachher im mecklenburgischen Bützow, wo er mit den Professoren gut Freund war und viele adelige Kunden hatte; Galanteriehändler im Siebenjährigen Krieg; zuletzt Hofjuwelier und Schützling Gustavs III. von Schweden und sein Kriegslieferant im russischen Krieg, den er im Hauptquartier genau kennenlernt» Ein schlichter Mann, doch von politischem Scharfblick, diplomatischer Gewandtheit und Tatkraft, der es verstand, den streng kirchlichen Schweden das Niederlassungsrecht für seine Glaubensgenossen förmlich abzutrotzen und so zum Begründer der ersten jüdischen Gemeinde in Schweden wurde. Ein schlichter Mann, aber ein geborener Schriftsteller, dessen naiver, treffsicherer Ausarucksweise ein großer Reiz anhaftet, und der eine der kuriosesten Lebensgeschichten, ein höchst aufschlußreiches Zeitdokument, hinterließ. Soeben erschienen Die politischen Lieder aus der Revue „luden hinaus'* von VIKTOR BEROSSt Erhältlich hei Kerem Knjemeth, Wien. I. Kärntuerstraße Nr. 28 ßucbhaDdliuig Moses Rath, II Taboistraße 20a. Buchhandlung Alois Fand. IX. Liechtensteinstraße 28 ■ Preis 1 1* «Shilling Beweiset Juden, das fidBuren? anersditltterlidien WilBem der PaMlslina-AaflbaiiwerBfi dnrchza- Kauiet den Sdaekelf