Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 151 (13.11.1930)
- Date
- 1930-11-13
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Nr. 151 — 18. November 1930 Dm STIMME Sefte 9 ZhHdsOsdKS Ldcn li Wien Zionistisches Lantieskomitee für Oesterreich Die Amtsstunden des Landeskotiütees sind von Vsi Uhr nachmittags bis Vh? Uhr abends. Sprechstunden Im Bureau des Zionistischen Landeskomitees werden jeden Sonntag zwischen 9 und 11 Uhr vormittags Sprechstunden in OrgaüisA« tiottsängelegenheiten abgehalten. Während dieser Zeit werden allen Gesinnungsgenossen Auskünfte in organisatorischen Fragen erteilt. Zionistisches Landeskomitce für Oesterreich. Adresse: I., Kärntnerstraße 28, Tel. R 27-4-86. Zionistische Landesschekelkommission für Oesterreich Die Schekalim für das Jahr 5691 werden bereits zur Verteilung gebracht. Da infolge des bevorstehenden' Kongresses die Schekelaktion 5691 mit dem 31. Dezember 1930 abgeschlossen wird, werden alle Organisationen und Gruppen dringendst auf gef ordert, im Büro des Zionisti* sehen Landeskomitees, I., Kärntnerstraße 28, die neuen Schekalim abzuholen und mit einer intensiven Schekelpropaganda einzusetzen. Keren Kajemeth-Landeskonterenz Die diesjährige Landeskonferenz des Keren Kajemeth findet am Samstag, den 22. November 1930, |4 8 Uhr abends, statt. Der Ort wird nächstens bekanntgegegeben werden. Der schriftliche Rechenschaftsbericht und die Delegiertenkarten werden den Delegirten ab Mittwoch, den 19. November im Keren Kajemeth-Btiro zur Verfügung stehen. Tedlnahmsberechtigt sind alle Gruppen, die mindestens Pfund 15.— aufgebracht haben. Gruppen, die Pfund 50.— abgeführt haben, haben das Recht, zwei Delegierte zu entsenden. Tagesordnung: Adolf Böhm: Der Keren Kajemeth, im gegenwärtigen politischen Momente. Dr. Chaim Tartakower: Bericht über das Jahr 5690. Dr; Chaim Tartakower; Arbeitsplan für das Jahr 5691. , Debatte. Verlesung des Pinkae des Keren Kajemeth. Wahlen in. die Landeskommissdon. Die Gruppen werden ersucht, die Namen ihrer Delegierten dem Büro ehestens bekanntgehen zu wollen. Die Arbeit des Keren Kajemeth Goldene Kette des Keren Kajemeth: ln Palästina reagierte der Jischuw auf den Angriff gegen den Keren Kajemeth spontan durch große Leistungen für den Keren Kajemeth und gleichzeitige Aufforderung en Bekannte und Berufsgenossen, das nämliche zu tun. ln Oesterreich beschlossen die Bezirkssektion VIII/IX und die Zionistische Beamtenschaft, den Verdienst eines Tages an den Keren Kajemeth abzuführen. Keren-Kajemeth-Landeskonferenz: Samstag, den 22. November, viertel 8 Uhr abends. Der Ort wird noch bekartntgegeben werden. Gruppen, die ihr Kontingent im Jahre 5690 erreicht, bezw. überschritten haben: Sektion IV/IV. hat gebracht S 1808.— (Kontg. 1500.—); Verband der demokratischen Zionisten S 2000.—; WIZO S 6676.— (S 6000.—); Z. M. V. Giskalah S 527.— (500.—); Z. M. V. Massadah S 642.— (600.—); V. Z. M. Sektion IX. S 1106.— (*000); Blau-Weiß S 5329.— (4500.—); Gdud Zirim 2617.— (2000.—); Histadruth Gordoniah S 2213.— (1200.—); Makkabi Hazair S 2367.— (1500.—); Mirjam S 2861.— (2000.—); Zirenu S 7865.— (5000.—); Graz S 3507.— (2500.—); Hohenau S 350;— (250.—); Innsbruck S 1934,— (2000.—); Klosterneuburg S 416.— (400.—); Krems S 725.— (500.—); Linz S 5039.— (5000.—). Herr Mendel Kohn, der dem Keren Kajemeth 2 P. L. D. C.-Aktien gespendet hat, wird ersucht, im Keren-Kajemeth-Bureau zu erscheinen, zwecks Fertigung von Dokumenten, die zur Uebertragung des Eigentumes an den Keren Kajemeth (Hauptbureau) erforderlich sind. Eine Zusammenkunft der Keren-Kajemeth-Kommissäre der- Jugendgruppen findet Montag, den 17. November um halb 8 Uhr abends ini KKL.-Bureau statt. Tagesordnung: Die Landeskonferenz des Keren Kajemeth, Büchsönautetellutig im Jahre 5691, Büchsenleerung im Jahre 5691, Aufteilung der neuen jahreskontingente. Selbstköntingentlerung. Zusammenkunft der KRL.-Kortimlssäfimien: Dienstag, den 18. Növember, 5 Uhr nachmittags, im Keren-Kajemeth-Bureau. i.njy.i. ii Ein zionistischer Jugendbund Der Jugendbund «Zirtnü» feierte'in diesen Tagen das Jubiläum Seines fünfjährigen Bestandes. Mif der gesamten jüdischen Oeffent- Üchkeit wünschen auch , wir dem Jugendbunde «Zirenu» viel Erfolg in seiner künftigen Arbeit. In Wien gibt es feilte Gruppe von Burschen und Mädels, die zionistisch eingestellt sind. Etwas, an und für sich nichts Bemerkenswertest Oder vielleicht doch? Nun, sie sind Zionisten und fassen den Zionismus in der sonderbaren Weise auf, daß sie in ihm nichts als die Durchführung der Grundlage des Zionismus, die Schaffung einer Heimstätte, sehen und — jetzt kommt das Sonderbare politisch gesprochen, ganz gleichgültig, was für eine Heimstätte. Eine Charakterlosigkeit, eine Schwäche, nicht wahr? Nun, ich wollte noch erwähnen, daß dieser auf Grund seiner Neutralität ideologisch so schwache Bund Sonntag vor einer Woche trotz alledem einen fünfjährigen Bestand gefeiert hat und, — ich will ihn durchaus nicht überheben — vielleicht doch auf eine Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich 2. Vortragsabend Donnerstag, den 13. November 193Q, 8 Uhr abends, Cafe Silier (Souterrain) L Bezirk, Schweden platz Pro! Arthur Freud; »Bericht über die A. C.-Sitzung« - Dr. Chaim Tartakower: »Pressereferai« .., ■* Gäste willkommen! würdige zionistische Arbeit zurückblicken kann, wohlgemerkt, auf eine reih zionistische Ausbauarbeit, frei Von jeglicher Fraktionspolitik. 26. Oktober 1925: 10 Menschen sitzen um einen Tisch. Sie haben noch kein bestimmtes Ziel, es einigt sie bloß der Gedanke, die Idee, aus Judenjuhgen junge Juden zu machen. Sie nennen sich Pfadfinderbund „Zirenu“. 20. Mai 1927: 80 Burschen und Mädels stehen im Karree auf einer Wiese, Ihr Führer spricht zu ihnen über Zionismus. Sagen wir es ganz offen, — sie verstanden damals unter Zionismus nur Galuthzionismus. 30. Dezember 1929t 120 hören einen anderen Bundesführer. Er nimmt von ihnen Abschied, aber nicht für immer. Er spricht: „Eine Hütte haben wir gebaut, ein Heim haben wir uns selbst errichtet, beträchtliche Summen haben wir dem Keren Kajemeth gebracht, unsere Organisation haben wir vergrößert; aber das ist alles nichts, solange wir nicht selbst Boden ackern, Orangen pflücken .. .“ 120 begreifen auf einmal den Zionismus: „wenelech kulanu arza“, 2. November 1930: 5-Jahr-Feier des Bundes: 180 Menschen begehen sie in einem heuen Heim. Was uns unser Führer sagte? Daß wir an unserer neutralen Stellung nicht rütteln lassen werden, daß sich keiner von uns einer zionistischen Fraktion Im Interesse des Zionismus anschließen darf. Daß wir morgen Geld und Menschen nach Raananah in unsere Kwuzäh schicken werden, morgen hebräisch sprechen werden, morgen die Zahl unserer Mitglieder verdoppeln werden. Daß wir, der englischen Regierung zum Trotz, d$ wir einen Staat haben wollen, ihn haben werden. 1 " ■ .. 1 1 . 1 1 ■ \ 1 ’M 1 1 > ' ' " 1 -—— Unsere geehrten Leser wenden auf das Inserat der Feinwaschanstalt «Habsburg», Zentrale: VI., Wallgasse Nr. 4, (Seite 1), aufmerksam gemacht. Die Firma ist als einzige dieser Branche Mitglied der Rabattsektion des Keren Käfern,eth, und die Mitglieder dieser Sektion » genießen bei Bestellungen den Dblichen Rabitt, " ' Veranstaltungskalender . Donnerstag, 13. November. 8 Uhr abends, Cate Palace, Mariahflferstraße 91, Zionistische Frauengruppe VI./VII.: «Lebende Zeitung.» 8 Uhr abends,^Cate Silier (Souterrain), I., Schwedenplatz: II. Vortragsabend des Zionistischen Landeskömitees, Prof. Artur Freud; Bericht über die Aktionskomiteesitzung, Dr. Chaim Tartakower: Presserefefät. Sonntag, 16. November. Y28 Uhr abends, XX., Jägerstraße 30: Zionistische Bezirkssektion /XX, Dr. Oskar Grünbaum: «Lage des Zionismus.» . Montag, 17. November. XX., Jägerstraße 30: Zionistische Bezirkssektion XX, ' Schönfeld: Vortrag aus Chumasch. 5 Uhr nachmittags: I., Jordangasse 7: Z. M. V. «Mirjam», Martha Hoffmann: «Ein Arbeitsjahr im Hauptbureaii dfcr Wizo in London.» Mittwoch, 19. November. %8 Uhr abends: XX., Jägerstraße 30: Zionistische Bezirkssektion XX, Prof. Moses Wiesen: Erste Vorlesung über hebräische Grammatik. Wie lange noch willst du müßig zuschauen, wie dein Volk um Seine Existenz und Zukunft kämpft? Du behauptest, nationaler Jude zu sein, ohne diese "Behauptung tatkräftig zu bestätigen. In dieser schweren Stunde, in der es heißt, den Anschlag gegen unser Erez Israel abzuwehren, gebietet dir dein Gewissen, in die Reihen der organisierten zionistischen Jugend $u treten! Nur der vereinte Wille unseres ganzen Volkes kann zum Erfolg führen! Jüdischer Student! Du standest an der Wiege des aktiven Zionismus, ,du mußt dem Zionismus auch zum endgültigen Siege verhelfen! - Nichtorganisierte jüdische Studenten und Studentinnen! Kommt zu uns! Samstag, i den 15. November, am 8.30 Uhf abends, findet in der «Lese- und Redehälle», DL, Türkeristräße 9, eine große v St udentenversamm In ng unter der Devise: Wege und Ziele des jüdischen Hochschülers, statt. Es sprechen: Dr, O. Grünbaum; Präsident des zionistischen Landeskomitees; Kollege E.Rimalt« Arbeitsgemei ns chaft der zl onistischen HochschuIver ein e. Mitteilungen des Palästina- Amtes Wien In den Monaten September, Oktober und Anfang November 1930 reisten in geschlossenen Transportart insgesamt etwa 250 Personen aus Polen über Wien nach Palästina. Die Ankunft in Wien erfolgte um 6 Uhr 40 früh auf dem Ostbahnhofe, die Weiterreise nach Triest ab Südbahnhof um 8 Uhr 10. Unter den Durchreisenden befanden sich Emigranten, die von ihren Verwandterl angefordert worden wären (vorwiegend Frauen und Kinder), ferner Chaluzim, die das Palästimavisum auf Grund der noch vor Sistierung der neuen Chaluz- AUjah ausgegebenen Zertifikate erhalten haben, sowie Rückwanderer. Die Durchreisenden wurden, wie dies auch bei den früheren Transporten der Fall war, von einem Organ des Palästinaamtes am* Bahnhofe erwartet, das für die Ueberführung des Handgepäcks der Olim von der Ostbahn zur Südbahn sorgte und ihnen auch sonst in jeder Hinsicht behilflich war. Vor ihrer Weiterfahrt nach Triest erhielten die Palästinafahrer ein warmes Frühstück. •, St * ln der Zeit vom 1. Oktober 1929 bis 30. September 1930 wurden vom Wiener Palästinaamte 86 Personen, darunter 56 mit Zertifikaten, nach Palästina abgefertigt. Nach den Wahlen, erinnert man sich wieder an schöne Stunden, die uns nur durch Musik und Gesang, insbesondere jüdischer, geschenkt wurden. Die Zeit ist nicht stillgestanden und ist es sehr erfreulich zu vernehmen, daß in allerletzter Zeit viele Aufnahmen der bedeutendsten und bekanntesten jüdischen Sänger unserer Zeit, nach dem neuesten elektrischen Verfahren geschaffen wurden. 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