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Die Stimme · 1930-10-30 · Heft 149 (30.10.1930) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 149 (30.10.1930)
Date
1930-10-30
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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Nr. HO — 30. Oktober 1930 DIE STIMME Seite 9 sllsdies Iden Die Wiener Juden Samstag in den Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich Vortragsabende. Das Zionistische Landeskomitee veranstaltet wieder die Donnerstagvortragsabende, um ein Zentrum zu schaffen, in dem alle aktuellen zionistischen und jüdischen Probleme besprochen werden können. Der erste Vortragsabend findet am Donnerstag, den 30. d. M., um 8 Uhr abends, im Cafe f:\celsior, I., Rotenturmstraße 24 (Souterrain), statt. Ls spricht Herr Dr. Oskar G r ii n b a ti m, Präsident des Zionistischen Landeskomitees, über «D i e derzeitige Situation im Z i o n i s m u s». Anschließend Pressereferat des Herrn Dr. Chaim T a r t a k o w e r. Gäste willkommen. Die Zionistischen Organisationen und Gruppen werden aufgeiordert, allfällige Adressenänderungen umgehend dem Landeskomitee bekanntzugeben. Sprechstunden Im Bureau des Zionistischen Landeskomitces werden jeden Sonntag zwischen 9 lind 1 1 Uhr votmittags Sprechstunden in Organisationsa n g e I e g c n h c i t e n nbgchaltcn. Während diese» Zeit werden allen Gesinnungsgenossen Auskünfte in organisatorischen Fragen erteilt. Zionistisches Latideskonnätee für Oesterreich. Adresse: i., Kärntnerstraße 28, Tel.-Nr. R 27-4-86. Protestkundgebung; der demokratischen Zionisten und der Revisionisten Dienstag, den 28. Oktober, abends fand im Hotel Post eine Protestkundgebung der Wiener demokratischen Zionisten und der Revisionisten statt. Die Kundgebung war sehr gut besucht. Es sprachen Oberbaurst Robert S t r i c k e r im Namen der demokratischen Zionisten, Dr. David Bukspan für die Revisionisten, und der amerikanische Zionistenfiihrcr Julian Mack, der vorübergehend in Wien weilte. Die Arbeit des Keren Kajemeth 2. November Massensanimeltag für den Keren Kajemeth — laut Beschluß des Waad Leumi. . Garten- und Goldbuchstiftungen im Jahre 5690. Im vergangenen Geschäftsjahre haben die Stiftungen, die den Namen von teuren Verwandten mit dem Aufbauwerk Palästina verbinden sollen, einen starken Aufschwung genommen. Es wurden 39 Gärten gestiftet, auf die durchschnittlich pro Garten 600 S eingezahlt wurden. 17 Gärten sind voll eingezahlt worden.— Goldbucheintragungen wurden 24 gestiftet, auf die durchschnittlich pro Eintragung 312 S eingezahlt wurden. 5 wurden komplett bezahlt. Goldbueheintragung Efraim Klaraiann. Gg. Dr. M. E. Klarmann und sein Bruder Josef Klarmann haben dem Keren Kajemeth den Restbetrag von 350 S zur Komplettierung der Goldbucheintragung ihres Vaters des sei. Herrn Efraim Klarmann übergeben. Garten «Zirenu». Der Jugendbund «Zirenu», der im vergangenen Jahre zu den besten Mitarbeitern des Keren Kajemeth gehörte und u. a. einen Garten auf den Namen seines nach Palästina übersiedelten Führers, Max Schrötter, gestiftet hat, beschlossen, einen neuen Garten zu' schaffen auf Namen des Bundes selbst anläßlich seines fünfjährigen Bestandes. Rabattsektion des Keren Kajemeth. Der Keren Kajemeth empfiehlt den Gesinnungsgenossen und Freunden des Keren Kajemeth 1. den Bezug der Kohle bei der Firma Richard Basch, IV., Argentinierstraße 22, 2. die Feinwaschanstalt «Habsburg» G. m. b. H. mit allen ihren Filialen. Den Mitgliedern der Rabattsektion wird mitgeteilt, daß der von der Firma Philipp Haas & Söhne gewährte Rabatt von 5 Prozent nur für nachstehende Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich Wien, I., Kärntnerstraße 28, Tel. R-27-4-86 Donnerslag, den 30. Okt., findet um 8 Uhr abends im Cafö Excelsior, I., Rotenturmstraße 24, Souterrain, der erste Vortragsabend statt. Redner: OR. OSKAR CRÜNBAUM Die Situation Im Zionismus, Pressereferent: DR. CHAIM TARTAKOWER Gäste willkommen Dem Zionismus und mit ihm dem gesamten Judentum ist ein sehr harter Schlag versetzt worden. Mit ihrer letzten Erklärung stellt sich die britische Regierung nicht nur in schärfsten Gegensatz zu dem Geiste und Wortlaut der Balfour-Deklaration, sondern auch in Widerspruch zu den Erklärungen sämtlicher britischer Regierungen einschließlich der in der letzten Zeit von der Arbeiterregierung selbst gegebenen. Ein Anschlag ist auf das Werk gemacht worden, das Werk selb st aber und die ihm zugrunde liegende befreiende und Völkerversöhn ende Idee ist lebendiger als je. Niemals haben Regierungserklärungen vermocht, von schöpferischen Kräften eines guten Volkes getragene Ideen zu vernichten, besonders nicht, wenn es die Idee der Gerechtigkeit, des friedlichen Arbeite- und Aufbauwillens auf sein Banner geschrieben, und alle in ge- Filialen gilt: I., Stock-im-Eisen-Platz 6, IV., Suttnerplatz 1, VI., Mariahilferstraße 75, VllL, Alserstraße Nr. 21. Hing des Keren Kajemeth Nathan Ettin spendet S 3.— und ruft zu Spenden auf: Fini Schächter, Felix Serebrenik, Ida Kaufmann, Zion. Ortsgruppe Leoben, Nathan Spindel, Dr. Max Serebrenik, Berthold Serebrenik. Dr. Max Sternschuß, Gr. Enzersdorf, spendet S 3.— und ruft zu Spenden auf: Dr. Karl Katz, Dr. Hans Landa, Rudolf Mandl, Grete Neumann, Josef Weiß, alle in Gr. Enzersdorf. Frau Josefine Modlinger spendet S 2.— und, ruft zu Spenden auf: Frau Imber, Dora Grünfeld, Ella Finkeistein, Frau Cylä Waldmänn, Frau Martha Bondi, Frau Regine Glaser, Frau Regine Meyer, Frau Johanna Griffel, Frau- Emma Schreck, Paula Singer, Sabine Bwill, Misia Weiß, Minna Göttinger, Frau Nemon, Frau Dr. Schatzberg, Frau Reiß, Ida Jolles, Frau Walltuch, Frau Dr. Minna Halpern, Frau Doktor Rothblum. Elieser Rothblum spendet S 2.— und. ruft zu Spenden auf: Alexander Alexandrovic, Arthur Somer, Bob Asriel, Herbst und Walter Delfiner, Willi Freund, Markus Greif, Georg Geyerhahn, Luki Landwehr. «Blau-Weiß», Krems, spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Jugendbund St. Pölten, Haschomer Hazajr, Graz, Jugendbund Blau-Weiß,- Linz, Kwuzah Kochaw des Blait- Weiß-Haschonier-Hazair. Rudolf Wozasek, Amstetten, spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Max Adler, Linz, Friedrich Lehrer, Linz, Karl Grabner, Linz, Frl. Grete Woltär, Linz, Ing. Berger, Innsbruck, Frl. Mizzi Spitz, Linz, Ob.-Prf. Dr. Schächter, St. Pölten, S. Gewing, Leoben, Ing. O. Abelis, Traun, Max Fiala, Amstetten, Arnold Kerpen, Krems. Generalversammlung der Organisation Zionistischer Frauen Oesterreichs Am 22. Oktober 1930 hat im Klubsaale Altes Rathaus die Generalversammlung der Organisation Zionistischer Frauen Oesterreichs stattgefunden. Die Generalversammlung wurde von der Präsidentin Frau Sophie Löwenherz eröffnet. Sie begrüßte die Vertreter des Landeskomitees- Dr. F. Z. Finkeistein und Dir. Epstein, die aus London heimgekehrte Frau Dr. Martha Hoffmann und Frau Rottner aus Bedzin. Durch Erheben von den Plätzen ehrte die Versammlung das Andenken zweier hervorragender jüdischer Fratien, die kürzlich dahingegangen sind, und zwar Frau Jetti Mamber und Frau Emilie W e i s s. Hierauf schritt man zur Tagesordnung. Die Präsidentin Frau Sophie Löwenherz und die Referentinnen einzelner Sektionen erstatteten Berichte über das abgelaüfene Geschäftsjahr. Der ausführliche Bericht der Sekretärin Frau Dr. Kantor verdient besonders hervorgehoben zu werden. Zu den Berichten bemerkte noch Frau Dr. Löwenherz, daß der Vorstand trotz der schlechten wirtschaftlichen Lage dank der aufopfernden Arbeit des Ausschusses im abgelaufenen Geschäftsjahre voll und ganz die übernommenen Verpflichtungen erfüllen und die Kontingente für Keren Kajemeth, Keren Hanaschim usw. decken konnte. Es folgte die Ansprache der Frau Rottner, worauf Dr. Finkeistein das Wort ergriff. Er hob die großartigen Leistungen der Wizo hervor und ermahnte unter dem Eindruck der neuen Hiobsbotschaft über den Wort- und Treubruch der englischen Regierung alle üesinnungstreuen, aus dem Unglück nur wertvolle Lehren zu ziehen, nicht zu verzweifeln, nicht zu erlahmen, sondern erst recht mit potenzierter Kraft an die Arbeit zu schreiten und unserer heiligen Sache mit ungeteilter Seele zu dienen. Frau Dr. Martha Hoffmann erzählte interessante Einzelheiten von der Arbeit in der Londoner Zentrale, von der ausgedehnten Korrespondenz mit 42 Ländern und schließlich auch von der eben erschienenen Festschrift anläßlich der zehnjährigen Gründungsfeier der Wizo. Zum Schlüsse referierte Frau Gisela Blauer über die Versicherungsaktion der Wizo, die im Rahmen des vom K. K. L. mit der Lebensversicherungsgesellschaft «Phönix» bestehenden Vertrages durchgeführt wird. Diese Aktion hat ein durchaus befriedigendes Ergebnis gezeitigt, zumal hierbei eine volkswirtschaftlich wichtige Sparmaßnahme und eine Förderung des Familiensinns bei gleichzeitiger Vorsorge für außerordentliche Vorfälle im menschlichen Leben erreicht werden. Mit Rücksicht auf die auch der Wizo daraus erwachsenden Vorteile wurde von der Generalverversammlung eine weitere tatkräftige Unterstützung dieser Bestrebungen in Aussicht gestellt. In den neuen Vorstand wurden gewählt: die Präsidentin Fr. Sophie Löwenherz, Vizepräsidentinnen Fr. Blanka Federn und Fr. Sabine Paß weg, Sekretärinnen Fr. Dr. Kantor und Fr. Lampel, Kassierin Frl. Perlberger, Chaluzimsektion Fr. Martha Bondi und Fr. Berta Berger«. Keren Kaiemeth Fr. Alaiah T a rprotestieren am Sophiensälen schlossener Einheit, die Führer und das Volk, entschlossen sind, diese Idee zu verwirklichen. Zutn Zeichen des Protestes veranstaltet das Zionistische Landeskomitee für Oesterreich gemeinsam mit M i s r a c h i und P o a 1 e Zion eine PROTESTKUNDGEBUNG, die am Samstag, den 1. November 1930, um i/28 Uhr abends in den Sophiensälen, III., Marxergasse 17, stattfinden wird. Redner: Rabbiner Dr. David Feuchtwan g (Misrachi); Dr. Oskar Grünbaum, Präsident des Zionistischen Landeskomitees; Dr. Josef Löwenherz, Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde; Dr. Martha H o f f m a n n (Hitachduth); Dr. Saul Soka 1 (Poale Zion). Juden, erscheinet in Massen! takower' und ‘ Fr. Eva S clierze r, Keren Hanaschim Fr. Ella Silbiger und Fr. Salomea Rottenberg, Pressereferat Fr. (pttilie G r ö b 1, Organisation und Propaganda Fr. Dr. Kestenba um, Fr. Hansi Kohn und Fr. Frieda Ornate in. Nach der durchgeführten Wahl sprach nochmals die wiedergewählte Präsidentin Fr. Sophie Löwenherz. Sic bat alle Frauen, die im Geiste der Ideen der zionistischen Frauenorganisation arbeiten, es sich zur Pflicht zu machen, unsere hohen Ideale zu fördern, neue Mitglieder zu werben und den Keren Kajemeth und Keren Hanaschim tatkräftig zu unterstützen. Dann wandte sich Frau Löwenherz auch an die jugendlichen Vertreterinnen der «Deborah» und sagte u. a.: Die junge Generation soll auf dem Wege weiterschreiten, den die Führefinnen von heute ihr gezeigt haben. Die ausgezeichneten Weisungen der allverehrten Präsidentin lohnte reicher Beifall. O. G. Ordentliche Generalversammlung der Hista- ■5» druth iwrith Die ordentliche Generalversammlung der Histadruth iwrith in Wien fand unter großer Beteiligung der Mitglieder am 11. und am 18. Oktober unter Vorsitz des Herrn Dr. A Birnbaum statt. Dem Tätigkeitsbericht des Schriftführers Izchak Herzberg nach blickt die Histadruth auf ein Jahr fruchtbarer hebräischer Kultur- und Organisationsarbeit zurück. Allwöchentlich wurden große Vorträge aus allen Gebieten des hebräischen Lebens und Wissens abgehalten, Seminare für Literatur, Sprache und Talmudstudien, große hebräische Versammlungen mit Tschernichowski, Hameiri, Schlonski u. a. m. fanden, statt. Die Hebräischsprechenden sind nun in einer mächtigen Histadruth vereint. Ueber 500 Mitglieder sind in Evidenz und es ist zu hoffen, daß im neuen Jahr bei entsprechender Energie diese Zahl vervielfacht werden wird. Die Zeitschrift der Histadruth «Devarenu» geriet in materielle Schwierigkeiten, dadurch konnten andere wichtige Arbeiten, wie der Erwerb eines eigenen Heimes und einer Lesehalle nicht durchgeführt werden. In der De!bafi& vertrat der Redakteur der «Devarenu^, Prof. J. Gelernter, den Standpunkt, daß eine hebräische Zeitschrift aller Opfer würdig, sei und jeglicher Arbeit vorangehen solle. An dieser Debatte nahmen weiter Rosen, Setzer, Herzberg, Auerbach, Ungarfeld u. v. a. teil. Es wurde beschlössen, mit Rücksicht auf die schwierige Geldlage das Erscheinen der Zeitschrift auf unabsehbare Zeit einzustellen, worauf zur Wahl eines neuen Waad geschritten wurde. Gewählt wurden: zum Obmann Izchak Herzberg, zum Schriftführer Moses Rosen, zum Kassier Abraham S e 1 z e r, und zu Beisitzenden des Waad H a p o e 1, Frau Esther Mieses und Frl. Penina Tatet. Im weiteren Ausschuß wurden die Chawerim Haber, H e 11 n e r, Schloß, Auerbach, Jakob Donner, Ing. B a u m a n n, Kretschmer sowie auch die Chaweroth Frl. Judith Reis, Judith Sa fier stein und Nechama Wallach gewählt. Der neugewählte Obmann dankte für seine Wahl und skizzierte kurz den Arbeitsplan für das nächste Tätigkeitsjahr. Außer den verschiedenen kulturellen und Organisationsarbeiten in Wien wurde die Arbeit der Anlegung. eines Verzeichnisses der Hebräischsprechenden in allen Ländern der Galuth in Angriff genommen. Es ist dies eine segensreiche Idee, die ein Grundstein zu einer Histadruth damit (hebräische Weltorganisation) werden solj. Wissen Sie das? Da die Harnsäure an allen gichtischen und rheumatischen Prozessen beteiligt ist, zielt die moderne Heilkunst dahin, eine Ausscheidung der auf diese Weise angehäuften Giftstoffe zu bewirken. Die Aufgabe erfülle#» die Togal-Tabletten in besonderem Maße, da sie alle schädächen Bestandteile lösen und eine baldige Linderung und vollständige Genesung herbeiführen. Außer bei gichtischen und rheumatischen Schmerzen finden die Tabletten auch bei nervösen Schmerzen und Kopfschmerzen Verwendung. Achtung! Achtung 1 „DIE STIMME" ändert Ihre Adresse. Die Adresse der „STIMME" (Redaktion und Administration) lautet ab 1. November d. J. Wien« I-, Kärntner sfr. 2S Telephon R*27-4-86

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