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Die Stimme · 1930-09-11 · Heft 142 (11.9.1930) · page 3

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 142 (11.9.1930)
Date
1930-09-11
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. Ui werden. Er sprach von der Arbeit tmd den Sorgen der Agency und sagte, so schwer diese Arbeit sei, sie ist der Mühe wert und sie muß getan werden. Diese Arbeit eint uns, einerlei aus. welchem Lande wir stammen. Aber Berlin leiht uns große Kräfte für das gemeinsame Werk. Unser Dr. Bernhard Kahn ist die Seele der großen gesamtjüdischen Aufbauarbeit. Im Namen der Fraktion der Jüdischen Volkspartei begrüßte R.-A. Dr. Klee die Vertreter des Weltjudentums und führte aus, der Geist der Jewish Agency werde in diesen Räumen gepflegt, wir . wollen ihn zum Geist des Judentums machen, jewish Agency bedeutet, däß wir unser Schicksal nun selbst schmieden wollen, nachdem wir immer nur Ambos waren. Auch die Jüdische Gemeinde Berlin wird sich einreihen in den Klal Jisrael und ihren Beitrag für den Keren Hajessod leisten. S e j m d ep u t i er t e r Färbst ein, Präsident der Warschauer Jüdischen Gemeinde, überbrachte die Grüße dieser größten Gemeinde in der alten Welt und sprach die Hoffnung aus, daß das Judentum durch die Jewish Agency zu einer Gemeinde werde. Namens der Berliner Rabbiner begrüßte Rabb. Dr. Arthur Levy die Gäste und gab dem Kummer Ausdruck, däß heute noch die Gemeinde nicht einig sei in der Frage der Agency, <lie das Judentum für das Werk des Aufbäüs Palästinas einigen wilL Empfang bei Warburg Am 30. August veranstaltete der Vorsitzende des Admänlstraive Committee der Jewish Agency, Herr Felix M. Warburg, einen Empfangsabeftd für die Mitglieder des Administrative Committee und . des Council der Jewish Agency, sowie für das Präsidium des Deutschen Keren Hajessod* Im Verlauf des Abends, der sehr apgeregt vertief, ergriffen, die Herren Felix M. Warburg, Dr. Weizmann, Dr. Baeck, Direktor Wassermann; Dr; h. c. Mäx Warbiirg,'M. M. Ussischkin und Nahum. Sokolüw. das Wort. Für den folgenden Abend hatten die «deutschen Mitglieder des Verwaltungsausschusses der Jewish Agency» die Teilnehmer der Tagung, ferner die Mitglieder des Deutschen Komitees Pro Palästina und eine größere Anzahl von Freunden ,jind Mitgliedern des Deutschen Kerep Hajessod zu einem Bierabend ln däs Logenhaus geladen. Nach einer Begrüßung durch Herrn Direktor Oskar Wassermann sprächen die Herren Qberrabbinef Dr. LoeW (S^fegedip) und Nahum Sökolow.’ ’Oie Deklaration der zionistischen Arbeiterparteien zur Judenstaatsfrage BerHn. (J. T. A.) Im Verlauf der vom Misrachi angeregten judenstaatsdebatte in der letzten Session des zionistischen A„- C., di,e zu der inzwischen erledigten; Weizmann- Krise geführt hat, gab dertVertreter der,;Arbeiter-Parteien, Rubascnow, die folgende Erklärung ab: ,. Im Namen des ArbeiterrFlügels gebe ich dem Bedauern darüber Ausdruck, daß sich an die Rede Dr. Weizmähns eine Diskussion dieser Art knüpfen konnte ■' ~ wenn syir auch nicht mit allem, was Weizmann gesagt hat, übereinstimmen. Die .jüdische'. Arbeiterschaft in Palästina und' mit ihr die gesamte zionistische Arbeiterbewegung, die sich nach wie vor der vollständigen. Verwirklichung des Zionismus widmet, haben den. festen und durch nichts zu erschütternden, Glauben an den Willen und die historische Bedingtheit des; jüdischen Volkes, in.. sein Land zurtickzükehren und dort ein wirtschaftlich, sozial, kulturell und staatlich selbständiges Leben aufzubauen, als freie Nation; von keinem Volke beherrscht -pisd /kein. anderes- Volk beherrschend. In dem ehrlichen und. treuen, Bestreben, Beziehungen der Freundschaft, Solidarität jind Zusammenarbeit zwischen uns und dem arabischen Volke zu schaffen, sind wir überzeugt, daß es möglich ist, in Palästina Millionen Juden anzusiedeln, ohne irgendwie; die:Rechte, die Interessen und die nationale Selbständigkeit, der 'arabischen Bevölkerung des Lahdes anzutasten. Wir, bekämpfen jede Tendenz, die darauf hinzielt, der Hoffnung: des jüdischen Volkes auf Wiederaüflebung ünd Befreiung itn Palästina herabzumindem. Ebenso bekämpfen wir den schädlichen Versuch, unsere unaufhörliche Tätigkeit .zur Verstärkung und Ausdehnung unserer Positionen in Palästina durch fruchtlose und inhaltlose Debatten über politische Formulierungen und Terminologien, die in dem Baseler Programm gar nicht enthalten sind, jenem Programm,, das seit Bestehen der zionistischen Bewegung als ihr offizieller Ausdruck anerkannt ist, zu verfälschen. In der Heräufbeschwörung eines solchen Wettstreits erblicken wir eine moralische und politische Schädigung der Bewegung .und. eipen Vorwand, diie schjvere. Last des Aufbauwerkes im Lande von sich abzuwälzen. Der wirkliche zionistische Wille muß sich vor, allem erproben in einer ununterbrochenen Anstrengung, den Aufbau des Landes zu beschleunigen, die Positionen des Jischuw zu vergrößern ünd unsere politischen Rechte zu verteidigen. Einzig diese Anstrengung bildet die wirkliche Garantie für ejhevollständige Verwirklichung des: Zionismus. Pauline Herzl gestorben Wir erhalten, eben dje Nachricht, daß die älteste Töchter Theodor Herzfe, fTau Pauljne Hift*Hefil, in Bordeaux gestorben ist Viel Qlück hat ihr das Leben nicht, gebracht. Im zartesten Kindesaiter hat sie ihren Vater verlören und wenn auch wohlmeinende Freunde sich des Kindes sehrwarm angenommen h^ben, das Vaterhaus hat ihr gefehlt upd die ständige Unrast \jjnd Unruhe, welche sje das ganze liehen hindurch begleitete, ist nicht zum geringsten auf diesen Umstand zurückzuführen. Paulipe ' Hdft-Herzl. hat einige Jahre hindurch , in Wien gelebt, danp, aber nfcji Lösung einer kurzen Ehe die Stadt verlassen .und in österreichischen ProVinzstädten. vorübergehenden Aufenthalt genommen, bis sie ständig nach Frankreich übersiedelte, in ein Land, das sie sehr liebte. Seit Jahren litt Frau Pauline Bift-Herzl an einem Herzübel, dem sie nUn erlegen ist. Mit inniger Pietät bewahrte, sie'das Andenken an ihren Vater,, der in vielen kleinen literarischen Arbeiten seine Kinder verewigt hat. Es ist ein tröstlicher Gedanke, daß zionistische Freiindc* vor allem aber die Exekutive der Verstorbenen jfnmer zur Seite standen. Die Qualen der letzten Monate der Erkrankung wurden der Verstorbenen nach Möglichkeit erleichtert. Die Leitung einer Heilanstalt, in Bor-* deaux, das dortige österreichische Konsulat und nicht zuletzt dort wohnende Zionisten wären nach Kräften um diese . Tochter des großen Vaters bemüht. Jakob Krausz gestorben Im After von 64 Jahren verstarb in Wien der populäre jüdische Journalist Jakob Krausz. Er redigierte wahrend seiner Journalist Jakob Krausz. Er redigierte während schrieb mehrere, KumpfbroSchüren, in denen-er für jüdische Gleichberechtigung, in allen Ländern eintrat. Er schrieb auch ein Buch über die ukrainischen Pogrome. Er gehörte zu den ersten Vorkämpfern der natiönaljüdischen Idee. Zuletzt kämpfte er' für-die nationale und bürgerliche Gledchberech- , tigung der ungarischen Juden, uifi 9iiniu Seite 3 Was soll jetzt geschehen? Von Abraham Goldberg (New York), Vizepräsident des Zionistischen Aktionskomitees Noch eine Aktionskomiteeufid Jewish-Agency-Administratiy-Cömmittee-Sitzung sind vorüber. Es sind dort vielleicht keine großen Sachen geschehen, aber auch die Sitzungen,, welche unter schweren Umständen begonnen und geschlossen wurden, haben uns überzeugt, daß in diesem Triangel' England, Araber und Juden wir die Emphase 2u alterst auf uns allein legen müssen. Haben wir unseren , Gläüben nicht verloren, haben wir alles gewonnen. . . Unsere Parole muß Jetzt wie immer sein: kein , Defaitismus, keine Verzweiflung, Wir haben das Recht darauf, mjt der Führerschaft un* zufrieden zu sein, wir mögen, wenn wir wollen, eine andere Führerschaft verlangen, aber wir müssen in jeder Zeit . vor . aöem ufts selbst streng disziplinieren und, je weniger uns die Führerschaft gefällt, desto mehr und um so schwerer müssen wir selbst arbeiten. >; . Denn auf unsere Schulter fällt dann mehr die Verantwortlichkeit und die ganze Schwere des Problems. Wir mjissen uns immer sagen: aushaltep, durchhalten, das Endziel wird, muß kommen; Schließlich sind wir doch um zehn Jahre BaJfour-Deklaration — mögen sogar gewisse englische Staatsmänner diese in den Schatten rücken —— älter. Es wird nichts helfen, die Balfour-Deklaration war und bleibt das größte geschichtliche Ereignis. Was. die jüdische Welt darin hinein- •geäteckt und in ihr Gefäß hirteingegossen hat, vermögen jetzt nicht die größten Staatsmänner Englands unter politischem Drück zü ändern. Wir wissen und die VöJker wissen es, klar und deutlich, was uns versprochen wurde. Dies War nicht irgendeine Schacher-Macher-Säche. Es War eine Forderung an das-Gewissen der Welt gerichtet, wejehe ihre Erfüllung in' der Oeffentlichkeit bekommen nat. Die Formel war klar: das. Land und sein Vöjk sollen dem Volke und seinem Lande, zurückgegeben werden. . Palästina sollte dem jüdischen Volke gegeben werden, .wollte man nicht, daß pnser\ Märtyrertum und die gartze Geschichte, welche’ das Land'' dütchlebt hat, eine Farce1, bleibe. Wjr. haben im . letzten Jänre sicherlich schwere Zeiten durchlebt. Aber Herbert Santüei jst doch gerecht, wenn er sagt, ’ ' ln der Politik gibt es Aufschwung und Niedergang, Ebbe und Flut, aber keine Tragödie. .Denn wenn die Tragödie herantritt, hört die Politik auf. Wir sind ein tragisches Volk, welches aber seine Tragik nicht anerkennt. Wir haben dem F.atym den Kampf erklärt, wir sind noch mitten in diesem Kämpfe, aber die letzten dreißig Jahre haben uns überzeugt, daß wir unser Fatum besiegen werden, wie Jakob-einst den Engel' besiegt, hat. Mögen wir sogar, schwer' 'verwundet werden in diesem Kämpfe — der Sieg — er wipd doch unser sein.. •.Die Geschichte derMetzten dreißig Jahre kann jeden objektiven Menschen davon überzeugen. Wir erinnern uns an.. Herzls Leben und seinen, Tod. Seine Niederlagen und Mißerfolge mit der türkischen Regierung, sein Unternehmen mit den deutschen Herrschern, alle diplomatischen Umwege, welche ihn, wie er selbst sagte, vor eine eiserne Wand stellten, - der Riß in der Organisation, das Ugandaprojekt, •weiches; der- Ausdruck -.'der yerajyteiflung an dem Palästina.- Ideal:war, und die Einschränkung der Arbeit in Palästina selbst.;. Und wenn wir all dies mit dem vergleichen, was wir jetzt zu erkämpfen haben, müssen wir uns sagen,; / der Fortschritt und der Aufschwung und die Möglichkeit und die Parole und der Ausblick und die Sympathien . sind doch von ganz anderem Rahmen und Schwung, wie dies, vor welche Herzl gestanden Ist. ,; Das Fatum ist bei der Arbeit. Gleich nach der Züricher Konferenz starb Louis MarshaU. Dann kamen die Geschehnisse .in Erez Israel, auf dem Fuße folgte der Krach, welcher das. amerikanische Judentum — die Hauptstütze ,des Pala- Stihä^Werkes — ökonomisch halb'ruiniert hat. Und dann die Schwierigkeiten mit der englischen Regierung, die doch sicher einf Resultat all der Schwierigkeiten sind, die die .englische Regierung gegenwärtig selbst hat. Seien wir doch aüch ein bißchen der englischen Regierung gegenüber gerecht. Ihre Lage; ist jetzt auch nicht gerade zu beneiden. . ' Heißt das, daß wir verzweifeln sollen? Sollen wir uns sagen: .das Schicksal ist gegen;,uns und wir. müßten alles aufgeben und uns unterwerfen?; Sicherlich wäre dies keine jüdische Antwort und rfqch wepiger eine zionistische.;' Zionismus war; die mutige, stolzere Antwort des jüdischen Volkes gegen sein Fatum. * Wir. haben Positionen erobert und wir müssen uns ein bißchep zurückziehen, hie uhd da einen Abstrich mächen: Aber wir dürfen dabei nicht den Kopf verlieren, denn ohrie Kopf ' wird eine Sache nicht gemacht. Da,s jüdische Volk' hat nicht gefürchtet, daß seih Protest gegen die stärkste Regierungder Welt Verhallen könnte. Däs war. nicht, wie zii Zeiten. des russischen Zarismus,, wehrt ein glücklicher Teil des' Volkes protestiert hat gegen die Unterdrückung eines anderen Teiles des unglücklichen Volkes. Das war ein Protest, der die ganze jüdische Welt umfaßt hat. Die jüdische Einheit ist erreicht worden, wir sollten glücklich sein, daß vereinigt;sind und zu unserem Glück auch die konservativsten Elemente und auch die Nichtzionisten in ihr in unserer Sprache, in unserem Tone sprechen. Wir haben unsere gerechten Forderungen vor den Völkerbund gebfacht und gewisse Erfolge erzielt. Die englische Regierung hat trotz aller Beschwerden, die -wir gegen sie Haben,.doch limmer aufs neue erklärt, daß sie keine Absicht hat, von ihrem Versprechen zurückzutreten. Wir sollen nachhaltiger unsere Forderungen vertreten, aber wir dürfen nicht. Menschen, welche wir jahrelang als unsere Freunde betrachteten, plötzlich als LIigner brandmarken. Wir haben zehn*’Jahre mit den größten Anstrengungen gearbeitet und unser Volk hat die Anerkennung bekommen, von Freund tind: Feind. M Es muß festgehalten Werden, daß wir in den zehn jähren, trotzdem wir kein kolonisatorisches Volk sind, tfotzdem die Mandatarmacht uns keine Hilfe geleistet hat, vielmehr uns sogar störte, den Anfang gemacht, Wege geöffnet, Fundamente gelegt, durch und auf welche .das nationale Heim aulgebaüt werden kann. Wir haben durch zehn Jahre schon eine Jugend erzogen, welche auf unsere Sache nicht mphr als Utopie oder Phantaslerfjlickte, wie es mit der Jugend der Fall war, als wir die ersten;. Anfänge hatten. Unsere Jugend betrachtet es als eine rtäteolitische Arbeit und sieht zu dem Werke wie zu einer Wirklichkeit, welcher keine Opfer .zu schwer sein dürfen. Es 'besteht darum für ufls keine Frage vöm Kapitulieren, auch ksine Frage vom Verkleinern unserer Forderungen, vom Bppqhränken unserer Ambjtion; es ist nur eine Fortsetzung vom Ringen*mit den Umständen und von dem harten Stein 1 ttMsfariuMe, liefern ihr nahrhaftes Fett zur Kunerolerzeugung. Vom Pressen der Früchte bis zum Verpacken des gebrauchsfertigen Kunerols steht die Herstellung unter streng ritueller Aufeicht des Herrn Be~ zirksrabbinersS.Ehrenfeidzu Mattersburg. Kunerol kann von jedem Strenggläubigen ohne Bedenken zur Zubereitung von Milch- und Fleischspeisen verwendet werden. 100% REINES KOKOSNUSS FETT der Bedingungen, Feuer zu schlagen: daä Feuer der Begeisterung, das1 Feuer des Kraftschöpfens. Wir haben aus der letzten Ereignissen viel gelernt. Wir wissen, daß. wir Fehler gemacht haben, ganz gleich, wer daran schuld waj,;die Führerschaft, die Umstände. Die Fehler müssen, gemieden werden. \; Wir müssen neue Bahnen einschlagen, wir sind, nicht gegen England, so lange England nicht gegen uhs ist. Wir betrachten unsere Sache nicht als eine englische Sache, sondern als eine, internationale Angelegenheit: Englands . Recht, uns dort zu regieren, ist ein Resultat1 unserer Zustimmung und des Zutrauens der Welt; zu seiner; Ehrlichkeit und Gewissenhaftigkeit. Wir arbeiten mit England, aber wir vergessen nicht die Quelle, aus welcher seine Autorität stammt , Und wir sind immer in Fühlung mit: den Völkern: der Welt. Wir erhoffen den Tag, an welchem die drei Mülionen Juden, die in Rußland, leben und die zu den besten und schönsten Teilen unseres Volkes zählen, mit4 Zustimmung des russischen Volkes ihre Kraft unserem Aufbauwerk werden widmen können. Wir sind keine Phantasten, wepn wir davon phantasieren, daß ein Volk von 17 Millionen noch in unserer Zeit wird sein Land aufrichten können. . Es ist auch keine Lüge, wenn wir offen der1 Weit sagen, daß wir nach Palästina nur mit Friedenäafcsichten gekommen sind. Wir brauchen nicht die Schwerter zu zerbrechen und die Kanonen zu Pflügen .und Sensen - umzuschmelzen, denn wir kommen ohne Schwerter und ohne Kanonen und ohne Gewehre, nur mit dem Acker-; eisen. Wir haben bewiesen, daß wir Frieden wollen, und Wir haben auch bewiesen, daß man uns auch mit Gewalttaten nicht vom Lande vertreiben kann. Wir werden den Frieden erreichen. Wir werden die Zustimmung der Arabermassen für unser Werk noch gewinnen. . Mit der Zeit werden wir nicht bloß die Araber Palästinas, sondern auch das Arabertum verstehen. Dann wird unsere Sache sehr rasch gehen, viel rascher, als die größten Träumer es: sich vorgestellt haben.- Nicht der Defaitismus kann uns aus unserer schweren Lage herausreißen, nur die Hoffnung, die D i s z i p 1 i n, der Glaube an unsere eigene Kraft und. die immerwährende Arbeit Das sollen die großen wie die kleinen Zionisten verstehen und befolgen. . Eröffnung des sechsten Nationalitäit£nkongresses Gruß an Leo Motzkin. — Abg. Nurok in das Präsidium gewählt. Genf. (J. T. A.) Bei Anwesenheit von Delegierten aus fast allen Staaten Europas wurde der sechste Nationjalitäteh- Köngreß eröffnet. Der Präsident des Kongresses Dr, Josip Wilfan leitete seine Begrüßungsrede mit dem Ausdruck des Bedauerns ein, daß der von Anfang an an der Minderheitenbewegung führend beteiligte Repräsentant djes jüdischen Volkstums, Leo Motzkin, infolge Erkrankung dem Kongreß nicht beiwohnen und diesmal nicht seinen alten Ehrenplatz im Präsidium einnehmen kann. Auf Anre^qng des Präsidenten WiJfan beschließt der Kongreß, Dr. Leo*Motzkin einen Gruß und den Wunsch auf baldige Wiedergenesuug zu übermitteln. .! In das Präsidium des Kongresses wurde als Repräsentant des jüdischen Volkstums der lettische Sejra-Deputiqrte Rabbiner Dr. N u r o k gewählt. Außer ihm wohnen als Vertreter jüdischer Gruppen dem Kongreß noch bei: der frühere litauische Deputierte Dr. Jalob Robinson und der Führer des bulgarischen Gemeinde-Konsistoriums Oberst T a d g,e r. Dem Kongreß Hegen Minderheitenberichte von ,T3 europäischen Völkern vor, darunter ein Bericht über die Positior der jüdischen Minderheiten in den verschiedenen Ländern. Fortdauer der Vermittlungstätigkeit im Klagemauer-Konflikt Jaffa. (J. T. A.) Die Klagemauer-Kommission verlängerte den Termin zur Unterbreitung von Venmttlungsvoibchlägen, die Regierung setzt unterdessen die Verhandlungen mit Arabern und Juden fort. Wie Colonel Kisch dem JTA-Korrespondenten mitteilt, besteht trotz vorläufiger Unnachgiebigkeit der Araber einige Hoffnung auf das Zustandekofn^’ einer Verständigung.

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