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Die Stimme · 1930-09-11 · Heft 142 (11.9.1930) · page 2

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 142 (11.9.1930)
Date
1930-09-11
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Sei» Z nre CTTMifP JJ1C 91 IIVIrIG* übernommen, eines Heimes, das fflf die überwiegende Majorität 4er Juden in aller Welt keineswegs eine Notwendigkeit bedeutet. Es ist höchste Zeit, daß wir uns von dieser beunruhigenden und kostspieligen Last befreien. Wir verlangen, daß unverzüglich Schritte zur Uebefgabe des VöikerbundsrtiBrtdates für Palästina an eine anddre Macht unternommen werden, z. B. an Italien, das unter seiner jetzigen mannhaften und fähigen Regierung sehr hierfür geeignet erscheint und lebhaft an der Zukunft des Nahen Ostens interessiert ist Wir hoffen, daß Italien bereit sein wird, das Mandat zu übernehmen. Auf alle Fälle muß dem Völkerbund bekanntgegeben werden, daß wir uns des Mandates zu entledigen wünschen. Wenn der Völkerbundsrat mit unserer Verwaltung unzufrieden ist; dam kann er sich nicht gut weigern, einer Ufebertragung des Mandates an Itaäien zuzustimmen. Unsere Regierung darf hierin nicht Itögern, da es darum geht, in Genf einer Erniedrigung durch Kritik und Tadel aus2uweichen. Vertreter arabischer Interessen in Genf Genf, 7. September. (J. T. A.) Nichtoffizieflle arabische Vertreter sind hier eingetroffen und versuchen, noch vor Eröffnung dar Völkerbundstagung in Kontakt mit den Delegationen und Journalisten beim Völkerbund zu treten. Noch unbestätigten Meldungen zufolge wird König Feisuk vom Iraq für Montag in Genf erwartet. Tagung des Administrative Committee der lewish Agency (Fortsetzung) Oscar Wassermanns Keren-fiajessod-Bericht Direktor Oskar Wassermann erklärt, daß die gesamten Einnahmen während des zehnjährigen Bestandes ,4,209.000 Pf. St. betragen haben. In den ersten fünf Jähren beliefen sich die. Eingänge auf 1,919.000 Pf. St und im zweiten Jahrfünft aff 2,290.000 Pf. St., woraus,die sichtbaren [Fortschritte dieses wichtigsten Finanziinstrumcntes des Pa- Jästinaaufbaues hervorgehen. In den neun Monaten seit 1. Oktober 1929 bis Ende Juni 1930, die unter dem Drucke jder Ereignisse ‘m Palästina, unter der Einwirkung der ungünstigen politischen Situation und der Weltwirtschaftskrise standen, sind 2^4.000 Pf. St. aufgebracht worden, wovon >182.500 Pf. St. auf die Länder außer den Vereinigten Staaten entfallen. Es ist ein erhebliches Mindereinkommen gegenüber unseren Vorschlägen in Zürich. Dies läßt sich aus den wirtschaftlichen Verhältnissen in den einzelnen Ländern, aber auch aus der Tatsache der Sondersammlungen erklären Der Emergency Fund hat große Summen aufgebracht. Keren Hajessod und Emergency Fund beweisen, nicht in ihrer (wirtschaftlichen Verwendungsmöglichkeit, aber in der Idee per Geber, ein starkes Anwachsen des Interesses an Palästina in der jtidisdhen Gesamtheit. Besonders hervorzuheben sind die großen Fortschritte in Polen, was ety glänzender Beweis für cüe Gesinnung der dortigen Judenheit ist [Auch in Bessarabi.rn, der Tschechoslowakei und Ostgalizien ist mehr aufgebracht worden alvin den früheren Jahren, was mit großer Bewunderung erfüllen muß. In Jugoslawien, Italien, der Schweiz, Kanada und Frankreich sind die Einnahmen gestiegen, erreichen aber noch nicht den Stand, den fit in jenen Ländern haben könnten, Die Erntedürre in Amerika ist auch von einer Keren Hajessod-Dürre in jenem Lande [begleitet. Die Juden Amerikas sind nicht schuldig. Sie haben U5Ö.0000 Pf. St. fifr den Emergency Fund aufgebracht, was jein Beweis für ihr : Palästina-Interesse ist. o, Das Fazit ist; Palästina hat im vergangenen Jahr« eine größere Anziehungskraft auf die Juden in der Welt ausgeübt, wem auclk weniger Geld in die Kassen des Keren * Hajessod geflossen ist [Deswegen mußten starke Kürzungen an dem in Zürich angenommenen Budget vorgenommen werden, und ich glaube, Baß noch viel mehr Abstriche gemacht werden müßten, um . [die Ausgaben und Einnahmen tn Einklang zu bringen. : : Das Defizit der Palästina-Exekutive und des Keren Hajessod hat sicli um mehr als 100.000 Pf, St. erhöht. Der lveren Hajessod hat sonst nur eine geringe Unterbilanz Gehabt. Da trat vor zwei Jahren die Notwendigkeit heran, &ir Stützung von zwei Positionen größere Verpflichtungen {einzugehen. Trotzdem wir nri& den Ergebnissen nicht zufrieden sind, so muß man dodi sagen, daß das .Land auf dem Wege der Konsolldferumg Fortschritte gemacht hat. AUe Besucher berichten* daß die Verhältnisse sich wesentlich gebessert haben. Auch m bezug auf Ausdehnung sind unsere Wünsche nicht erfüllt. Aber es ist doch ein Wachstum feststellbar. Im abgelaufenen Jahr sind 5971 Juden eingewandert, ln einem Jahre, dm noch im Zeichen drohender Lebensgefahr stand, bi* einem Jahr des arabischen Boykotts und in welchem die Mittel außerordentlich knapp gewesen sind. Daß die Einwanderung die Auswanderung überstieg, ist ein Zeichen von Vertrauen, das die Judenheit in die Entwicklung Palästinas setzt. Mr. Flexner's Bericht über die Economic Corporation zeigte,, welche Erfolge unter seiner Leitung in Palästina erzielt werden konnten. Man genügt nkfit seiner Pflicht, wenn man für den Keren Hajessod gibt, es besteht auch die Verpflichtung <kr Kapitalanlage in Palästina. Palästina ist für die» heutige Judenheit das, was der Tempel einst für die Jude» Unwesen ist. Palästina ist der Tempel des modernen Judentums. Ein Tempel ist keine Kapitalsanlage.;Er.wird von freiwilligen Gaben unterhalten und nicht nur 'durch die Großherzigkeit einzelner reicher Juden. Durch die «en für Erzieaungswesen, Hygiene und Verwaltung, ist djget für Kolonisation gekürzt worden- Das ist ein großer Verlust. Denn es stellt die Wirtschaft des armen Mannes dar, der alfes teurer bezahlt, piese Reduktion der landwirtschaftlichen Ausgaben bedeutet, daß man ln den kommenden Jahren zum Zwecke der Konsolidierung für diesen Posten verhältnismäßig mehr wird ausgeben müssen. Redner bespricht dann die einzelnen Posten des Budgets und betont, daß die nationalen Mittel unbedingt zur Leistung dieser jn allen anderen Ländern von den Staatsregierungen unterhaltenen Institutionen verwendet werden sollen. Referent erklärt sich mit Entschiedenheit gegen die Son- .dersamnilungen, wovon jedoch der KKL. auszunehmen ist. Es geht nicht aq, daß wichtige Institutionen nur darum, [weil sie nicht schnprren können, weniger Einnahmen haben ,sollen, als andere verhältnismäßig unwichtigere Institutionen, idifc aber besser zu schnorren verstehen. Der Keren Hajessod tritt jetzt in das zweite Jahrzehnt seiner Existenz. Das Direktorium des Keren Hajessod hat [sich an die Mitgliedeir des Administrative Committee und des Counfcü um Mithilfe gewendet. Naeh den bisherigen Erfahrungen ist anzunehmen, daß wir im nächsten Jahre einen Schritt vorwärts kommen werden. Aus dpr Debatte . Le vite (Polen) erinnert an die Züricher. Besprechungen betreffend die Schaffung einer Investment Corporation, die er für außerordentlich wichtig hält. Er verweist aut die Einwanderer aus.Polen, die eine Industrie ins Leben gerufen haben, welche mehr Menschen Beschäftigung gibt als die Institutionen des Keren Hajessod. ' Neben der beschlossenen Ansiedtung von 1000 Arbeiterfamilien darf man nicht an die. Möglichkeit der Ansfedlung von Mittdiständlern vergessen. Ussischkin.antwortet Wassermann; Tempel bedeutet Himmel, wir aber brauchen in erster Linie Boden. Das Einvernehmen zwischen Keren Kajemeth Lejiarae! und der Economic Corporation ist ausgezeichnet gewesen und durch die Unterstützung der Economic Corporation war es möglich, wichtige segensreiche Transaktionen auf dem Gebiete des Bodenerwerbs durchzuführen. Bezüglich des Emergency Funds bedauert Ussischkin deh Entschluß, auf einen Wiederaufbau Hebrons zu verzichten. Hebron ist 600 Jahre älter als Jerusalem. Der Aufbau Hebrons bedeutet, daß wir nicht gewillt sind, dem Terror zu weichen. Rubasch 0 w warnt davor, auch das nächste Budget so klein zu gestalten wie das vorjährige. Wenn die JewiSh ICOQOOCOOOOOtX^OQOOCXXXIOOOOQOOOOOOOOOOC " “ ' toWSlfB im Cafg „Rita Rathaus" (Cafetier Leo Löwy) Größer« and kleine Klublokale l' Bez., Wipp ling er straße 24 Tel. U ai-4-84, U 2Ö-2-74 QOCXXXXXaOOOOOOOQOOOOOOOQCOOOQOOOOCOOOC Agency die Hoffnungen, die die Judenheit der Welt in sie gesetzt hat, nicht erfüllen sollte, wäre das eine^Katastrophe. Die Jewisb Agency muß sich zum Ziel setzen, das von Ruppln aufgestellte Programm der Ansiedlung von 50.000 Familien in der nächsten Zeit' durchzuTühren. Die palästinensische Arbeiterschaft ist bereit, mit allen Teilen der Agency beim Aufbau mitzuwirken, aber man muß Taten sehen und der jüdischen Welt das sichtbare Wachsen des Aufbauwerkes zeugen können.. T w e r s k i erinnert daran, daß das ursprüngliche Manifest der Agency ein Jahresbudget von einer Million Pfund vorgesehen hat. Die Zionisten haben bis zum Jahre 1929 durchschnittlich eine halbe Million Pfund aufgebracht und man erwartete, daß die neuen Partner die gleiche Summe aufbringen werden. 1922 gab es auch eine Stop-Immigration, aber die Eingänge nach 1922 wüchsen. Die gesteigerten Einnahmen des KKL. beweisen, daß auch eine Steigerung des Keren Hajessod möglich ist. H a r z f e 1 d; Es ist kein Zufall, daß die Economic Corporation ihre Tätigkeit ausdehnen konnte. Das wir eine Folge der Schaffung der erweiterten jewish Agency. Auch die Eingänge des Emergency Fund sind auf die Gründung der Jewish Agency zurückzuführeh. Es ist darum nur recht und billig, wenn <we Jewish Agency die Kontrolle und oberste Leitung aller Institutiönen inne hat. Es ist ein Mangel an Selbstvertrauen, wenn man wohl die Schaffung von Institutionen ermöglicht, die - Führung aber anderen Kreisen überläßt Der Jischuw in Palästina hat angesichts des neuen Budgetvoranschlages Angst vor einer Stop-Immigration. D r. G o I d f l a m m (Polen) spricht zur Politik dir Exekutive gegenüber England und den Arabern; Man darf nie vergessen, daß England die. Balfour-Dekltration gegeben hat. Es ist ein Glück für uns, daß Englands Interessen in Palästina zum großen Teile mit den unseren parallel jaufen. Es ist ein Fehler, die Schuld an den Ereignissen von 1929 nur den Engländern zumchredben. Auch wir haben wenig Voraussicht gezeigt. Wir müssen zu einem Verhältnis gegenüber England zurückkehren, wie es vor 1929 bestand. D r. $ o 1 o w e i t s c h i k: Die finanziellen Resultate des ersten Jahres der Jewish Agency sind, nicht befriedigend. Pie Opferfreudigkeit einzelner Persönlichkeiten Ist uneingeschränkt anzuerkennen, Aber es handelt sich d^rum, die Mitwirkung weiter Kreise zu gewinnen und nicht eilten Zustand aufkommen zu lassen, der sozusagen die ehemalige Kluft zwischen Zionisten und jetzigen Agency-Partnern verewigt zwischen den Nichtzionisten der Jewish Agency und den Kreisen, die wir gewinnen wollen. Der Aufbau Hebrons bedeutet die Qeffnung einer Pforte zum ganzen Negew. Wehe uns, wenn die Hoffnungen, die die Judenheit auf die Agency gesetzt hat, nicht erfüllt werden sollten. deutete eine politische Belastung, denn die Araber bedeutete eine politische Belastung, ,denn die Araber bekamen Angst vorden jüdischen Magnaten. Dieser Belastung müssen Vorteile , aus dem Bunde entsprechen. Nf. 142 Df. Cyrus Adler hält es nicht für richtig, wenn man bezüglich der Jewish Agency pessimistisch ist. Die Jewish Agency besteht erst ein Jahr und hat bisher mit den von der Zionistischen Organisation übernommenen Instrumenten gearbeitet. Bei der Sammlung für den Emergency Fund hat man den Spendern die Versicherung gegeben, daß die Beträge für Restaurierung des Zerstörten Verwendung finden sollen. Redner ist gegen die Zurückffihrung der Jcschiwah nach Hebron, Wenn Juden, die früher in Hebron gewohnt haben, zurückkehren wollen, so ist dagegen nichts einzuwenden. Der Joint hat auch früher Anteil an dar. Palästina-Arbeit genommen und bis zum Jahre 1929 8 Millionen Dollar hierfür ausgegSben. Er besitzt für eine Million. Dollar Shares der Economic Corporation. Wenn der Joint nicht vorhanden wäre, dann würde man im letzten Jahre kaum dir erzielten Ergebnisse gehabt haben. F a f b s e i n (Warschau): Für uns ist Palästina mehr als.ein Tempel. Es bedeutet für uns die Erlösung. Warburgs Erklärungen waren ein Trost, aber einen Kranken heilt man nicht mit Tröstungen allein. Man muß wirksam helfen. Dr. Beeck (Deutschland) drückt den Zionisten den Dank dafür aus, daß sie in die Tagung den Geist einer heuigen tiimervösen Unruhe getragen haben. Wir brauchen Himmel und Erde, trotz Herrn Ussischkin, der in Zürich wundervoll dargestellt hat, was die Zionisten in die Jewish Agency eingebracht haben und auch heute den Nachdruck auf Erde gelegt hat. Wir haben wohl nicht genug Erde, aber wir haben auch nicht genug Himmel. Nach Wassermann soll Palästina ein. Mikdosch werden. Dieses aber kann nur demokratisch und nicht plutokratisch sein. Am Schlüsse bekennt sieh Redner zu demokratischen Prinzipien, die die Grundlage unserer Politik auf der Zustimmung der Völker baut Ussiscnkins Antrag, Hebron wiederaufzubauen, findet seine Unterstützung. . . B l u m e n f e 1 d macht auf einen Irrtum aufmerksam,.als ob es AJch bei den Zionisten in betreff der Zielsetzung um radikale und weniger radikale Richtungen handeln würde. Ziel Ist für alle die Freiheit für das jüdische Volk in Palästina und die Schaffung der hierfür notwendigen ■ Bedingungen. Wir befinden uns In einer schweren .Situation und auch heute wäre es in Anbetracht des Notstandes angebracht, einen Emergency ruria zu gründen, jede Vorstellung, wir müßten uns mit weniger begnügen, lehnt Redner ab. Ruppin stellt fest, daß der natürliche Zuwachs in Palästina der stärkste aller jüdischen Siedlungen in der Welt ist. ln Berlin leben ungefähr so viele Juden wie in Palästina. Nimmt man den. natürlichen Zuwachs als Grundlage der, Berechnung, - so wird die jüdische Bevölkerung in Berlin in 50 Jahren auf die Hälfte sinken und in Palästina sich in 20 Jahren verdoppeln. Zwischen privatem und nationalem Kapital besteht kein Gegensatz. Beide haben eine wichtigere Rpile zu erfüllen. Die Agency soll sich bemühen, das private Kapital, zu organisieren und ihm die Wege zu bahnen. Redner weist atif die dringende Notwendigkeit der Konsolidierung der Kolonien, besonders im Emek, hin. Der gegenwärtige Zustand-ist verlustbringend. Für die Konsolidierung sind 300.000 Pf, St. erforderlich. Dr. Schleicher (Lemberg) wendet sich gegen die zum Ausdruck gebrachte Kritik, an der Jewish Agency. Man darf nicht vergessen, daß die Agency den großen Erfolg des Emergency Fund, auf ihr Konto buchen kann. Es würde nur zum.Wohle der Agency gereichen, wenn die kritischen Bei hauptungsn,-die sich immer wieder in der Presse finden, unterlasse» würden. Durch die ungerechte Kritik wird die Bevölkerung nur scheu gemacht. Redner fordert die Aufstellung eines für lange Sicht durchdachten Äufbauplänes. ihm schwebt ein Fünf- oder Zefiniahrprogramm der Aufbauarbeit der.; Agency vor.. (Die Beschlüsse werden in der nächsten Nummer nachgetragen. (Anm. d. Red.) Veranstaltungen anläßlich der Berliner Tagnnw genderJewish-Agency Beriin.;(JiT/A.) Vorstand und Repräsentantenversammlung der jüdischen Gemeinde Berlin haben dde Mitglieder des Administrative Committee .der jewish Agency, für den 1; September, 2 Uhr nachmittags, zu Gaste geladen. Zu dem Empfange hatten sich fast sämtliche Mitglieder des Administrative Committee unter Führung des Präsidenten des Committee Felix M. Warburg, mehrere Mitglieder des Vorstandes und der Repräsentantenversammlung der Berliner Jüdischen Gemeinde und prominente jüdische Persönlichkeiten Berlins eingefunden. ln Vertretung des von Berlin abwesenden Vorsitzenden des Gemeindevörstandes, Direktor Georg Kareski, hieß das Vorstandsmitglied Dr. Max K o J1 e n s c h e r die Gäste im Namen /jer Berliner Gemeinde, die mehr als 200,000 Juden repräsentiert, herzlich willkommen. Die Jüdische Gemeinde als, eine Körperschaft öffentlichen' Rechtes und die Jewteh'Agency als eine vom Völkerbund anerkannte Offen!* hch-refmilche Körperschaft besitzen die äußere Autorität, und ntm gelte es, die innere Autorität dm Judentum zu gewinnen; Die Jewish Agency, die eine große Aufgabe löst, schere sich diese innerjüdische Autorität in einem immer höheren Maße, ,in. ihrem engeren Kreise .»st auch die Gemeinde: bestrebt,. eine solche innere Autorität zu gewinnen; indem sie über Ihre engeren Aufgaben ufid Sorgen hinaus darauf bedacht-sein wiff. dem Wal Jlsrael zu dienen; Der Redner weist auf 'die Stiftung eines Lehrstuhls an der’ He* britischen-, Universität in Jerusalem durch die Jüdische Ge- Berlin hin sowie darauf, daß die Gemeinde ihren hochverehrten früheren Vorsitzenden und jetzigen Vizevorsltzenden, Herrn Kommerzienrat Gereon Simon, offiziell 4n uS Initiativkomitee der Jewish Agency entsandt hat Wir wissen, schloß der Redner, daß die jewish Agency schwere Sorgen hat, sie bat aber auch -das Glück, die Interessen des Judentums zu vertreten. Wir wünschen» daß nicht e u ^9? tojkwwn unvertreten bleibt, und daß alles für. das jüdische Volk erreicht wird. .. . :. u Ate.erster antwortet Nahum Sokolow, Vorsitzender der Execütjve der. jewlsh Agency, auf die Grüße des Vertreter der Gemeinde, die Ihre Gäste in diesen klassischen Räumen empfängt. . Die Jüdische Gemeinde Berlin hat von je das geistige Leben des Judentums beeinflußt. Von Moses Men- ÄÄ SSä¥öÄ A6e"cy ,elM „ Ser Vorsitzende der Repräseiitantenvergammlung der Gemeinde, Oeheimrat Dr. j. Stern, wünscht der ^wish Agency Erfolg zu ihrer Arbeit. J .. £ e * * * W a r b u r g, der Vorsitzende des. Administrative Committee der Jewish Agency, gab seiner Freude Ausdruck, von,der Jüdischen Gemeinde Berlin empfangen zu UnierGeschäf tsjahr 5690 geht tu Endel- Ergänzet des Übernommene Selbstkontingent! 0054

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