Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 141 (4.9.1930)
- Date
- 1930-09-04
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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ftvtr CTfinn |rIC vl I!”MC Seffe 7 Nt. 14t zionlsflsdies Leben in Wien Großes Meeting mit Abraham Goldberg Samstag, (len 0. September 1080, findet tim 8 Uhr abends im Festsaale des Hotels Cöntinen* tal, 2. Bez., Taborstraße 4, ein großes zionistisches Meeting statt, bei dem Abraham Goldberg (New York), Vizepräsident des Zionistischen Aktionskomitees, über die Lage im Zionismus (Nach den Berliner Sitzungen) sprechen wird. Eröffnung: Br. Oskar GrUnbaum, Präsident des Zionistischen Landeskomitees für Oesterreieh» Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich. Die Arbeit des Keren Kajemeth Keren-Kajemeth-Bleistifte xuid -Radiergummi sind im Keren-Kajemeth-Bureau bei den Vertrauensmännern erhältlich. Preis der ersteren 20 Groschen, der letzteren 25 Groschen respektive Ihres Präsidenten, Herrr Dr, Paul Tisslowitz, gratulieren herzlicbst Die Arbeit des Keren Kajemeth Keren-Kajemeth-Bleistifte xuid -Radiergummi sind im Keren-Kajemeth-Bureau bei den Vertrauensmännern erhältlich. Preis der ersteren 20 Groschen, der letzteren 25 Groschen respektive 30 Groschen (Schreibmaschinengummi). 30 Groschen (Schreibmaschinengummi). Telegramme. Die Gesinnungsgenossen und Freunde des Keren Kajemeth werden daran erinnert, bei Hochzeiten anstatt der üblichen Tele*^ grämme Telegrammblankette des Keren Kajemeth zu verwenden. Materialien des Keren Kajemeth. Diejenigen Gesinnungsgenossen, die noch Materialien des Keren Käjemetfi zu verrechnen haben, werden auf diesem Wege ersucht, dies baldigst zu erledigen. Ring des Keren Kajemeth Ada B>u r s t y n spendet S1— und ruft zu Spenden auf: Frl. Anaa Ungier, Schwestern Seidenfrau, Dr. M. Mück, Isra Burstyn, Chaim Burstyn, Emil Bodnar, Elias Badnar, Toni Burstyn, Lippe Burstyn. Josef Safder spendet S 3.— und ruft zu Spenden auf: Nathan Llpsehütz, Herrn. Em. Neugröschl, Gustav Horn, M. Nagler, Safomön Berglas. “ Jizchak Gelanaer spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Geschwister Kohl, Akim Lewit, Hermann Singer, Hermann Thau, Ist Alster. Artur Neuner, Krems. spendet & 2.— und ruft zu Spenden auf: Leo Bieter, Fritz Karpfen, Alois Kolb, Jakob Sachs, Rudolf Wasservogel, Felix Wengraf, Beja Neubauer, Josef Nemschitz, Josef Hirsch, Viktor Kellenhann, alle in Krems. Norbert Sachs, Krems, spendet S 2.- und ruft zu Spenden auf: Dr. Max Sternschuß, Groß-Enzersdorf, Dr. Heinrich Glücker, Groß-Enzersdorf, Dr. Leopold Bauer, Wr.- Neustadt, Karl Schwarz, Graz, Fritzi Frank, St. Pölten, Egon Weiß, Stein, Jugendbund Blau-Weiß, Krems. Helene Adler spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Hermann Schein, Frau Rokaeh. Erwin Asriel spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Elieser Rothblum, fehüda Lederer, Hans Heilig, Walter und Herbert Delfiner, Willi Herr, Dr. Max Ostermann, Neliemiah Steiner, Herbert Eckstein, Affi Auffärber, Herbert Wien. Mitteilungen des Palästina- Amtes Wien In den Monaten Juli und August L J. reisten durch Wie« vier Einzeltransporte mit insgesamt etwa 260 Personen aus Polen nach Erez Israel. Die Reisenden bestanden größtenteils aus Emigranten, die von ihren Verwandten in Erez Israel angefordert worden waren, ferner aus Heimkehrern. Chaluzim und anderen. Die Palfistlnafahrer trafen um 6 Uhr 40 Min. früh ln Wien (Ostbahnhof) ein und wurden von einem Vertreter de6 Palästinaamtes abgehpft. Die Weiterreise nach Triest erfolgte ab Südbahnhof um 8 Uhr 10 Minuten. Der nächste Auswanderertransport dürfte am 10. d. über Wien reisen. lieber Vorschlag des Sekretariates für Gesundheitswesen der Jewish Agency in Palästina erschien im Verlag «Omaimth* in Tel-Aviv* ein in hebräischer Sprache abgefaßtes Merkblatt für Palästina-Emigranten über Hygiene des Lebens in Erez Israel Das Büchlein wendet sich zunächst mit einer dringenden Mahnung an alle vor ihrer Uebersiedlung nach Erez Israel stehenden Personen, sich einer gründlichen ärztlichen Untersuchung zu unterziehen. Das Merkblatt enthält ferner wichtige Regeln, wie sich der ins Land Neuangekommene am .besten vor Krankheiten, insbesondere vor Bäuchtyphus, Dysenterie und Malaria schützt. Das Heft ist beim Pa'ästlnamte, I., Kärntnerstraße 28, während des Parteienverkeferea (9—1 Uhr) erhältlich und wird die Lektüre desselben allen, die die Absicht haben, nach Erez Israel auseuwanderh, dringend empfohlen. Bas jüdische Zentrum wurde am 1. August gesperrt. Es lat eine selbstverständliche Pflicht, die jüdische ©Öffentlichkeit von der Sperrung einer Institution in Kenntnis zu setzen, die in den letzten Jahren ein bekannter und beliebter Aufenthalt der Jüdischen Jugend war. Nicht Geldmangel, nicht Interesselosigkeit zwangen zur Schließung. Oft und oft waren die Räume zu klein, um Hunderte von jüdischen Jungens und Mädels, die in ihren Klubs , lernen und arbeiten wollten, zu fassen. Eine Kinderhelmstätte der schulpflichtigen Kinder, ein Kindergarten, vom Turnen gar nicht zu reden, all dies wird nicht mehr im Helm der «Sozialen Hilfsgemeinschaft Annita Müller» sein. Warum? Der Hausherr, der jüdische Verein, genannt «There$Un-KreuzervereIn*,will «Neues» schaffen. Um dieses «Neue zu ermöglichen, mußte eine blühende Institution wie das Jüdische Zentrum zerstört werden, mußte eine Anzahl arbeitender, Juden, Kindergärtnerinnen, Fürsorger, Hebräisch-Lehrer usf. brotlos werden. Wir wissen, daß man geglaubt hat, die Arbeit im Jüdischen Zentrum war zu zionistisch. Wir werden die Arbeit des jüdischen Wohltätigkeitsvereins «Theresden- Kreuzerverein» beobachten und honen, daß das große Opfer, das wir bringen mußten, nicht umsonst gebracht wurde. Den jüdischen Mittelschülern wurde ihr Heim entzogen, den jüdischen Mädchen die Möglichkeit, ihrer Kulturarbeit zu obliegen, genommen. Von den Beratungsstellen wollen wir nicht erst reden. Wir hoffen, daß bald an anderer Stelle ein neues, besseres Zentrum erstellen wird. Die Jugend hat beschlossen, von der KultuSgemfcinde die Schaffung eines großen Volkshauses zu verlangen. Die Gemeinde hat die Pflicht, sobald als möglich dem Mangel eines «Zentrums» abzuhelfen. Dr. Isidor Kl abe r. Ankündigungen und Mitteilungen Elternverein «Tarbuth» zur Erhaltung der Hebräischschule. Wien, XX., Othmargasse 46, Saal II. Unsere hebräische Schule wurde am 1. September Unter der Leitung der Lehrerin Frau Esther Schwarz wiedereröffnet und finden die Einschreibungen jeden Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag von 4 bis 7 Uhr nachmittags im Schullokal statt. Wir erwarten wie im Vorjahr zahlreiche Anmeldungen. Die Sprach- und Bibelschule für den IV. und V, Bezirk Geschichte der jüdischen Aerzte vom frühesten Mittelalter bis zur Gleichberechtigung, Preisgekrönte Arbeit von Prof. Dr. Samuel Krauß, Wien, durchgesehen von Dozenten Dr. Isidor Fischer, Wien. Verlag der A. S, Bettelheim-Stiftung in Wien. Das Werk behandelt folgende Kapitel: Die Juden in der Wissenschaft des Mittelalters im allgemeinen, in'der Medizin im besonderen. Im Orient und Okzident — 2. Die jüdischen Aerzte in Deutschland bis zum Ausgange des Mittelalters. — 3. Der Aberglaube, als Hindernis der MedizinwissenSchaft. — 4, Die Judenärzte in volkstümlicher Vorstellung. — 5. Kanonische, Landesfürstliche und Hochschulgesetze. — 6. Anfeindung und Verteidigung. — 7. Standesverhältnisse der jüdischen Aerzte. —- a Die Förderung der Medizin durch die Juden. Die Arbeit ist gewidmet dem Andenken Dr. A. S. Betteiheims, des Rabbiners und Arztes, dessen Biographie vorausgeschickt ist. Von einem solchen Mann, wenn er sich noch dazu mit der Geschichte der Medizin beschäftigt hätte, hätte man ein Buch wie das vorliegende erwarten können. Dem*Verfasser Prof. Samuel Krauß stand bei der Abfassung der bekannte Medico-HiStoriker Dozerit Isidor Fischer zur Seite. So ist ein werk entstanden.durch das Zusammenarbeiten eines Forschers, dessen gründ iche Schürfung in den Quellen der jüdischen Geschichte zur Genüge bekannt ist, sachlich unterstützt durch einen dar besten Kenner der Geschichte der Medizin. Auf den reichen Inhalt kann nur durch Wiedergabe der UeberSdhriften der Häuptkapitel hingewiesen werden. Referent kann nur hlnzufügen, daß sowohl dem Nichtarzt als dem Arzte die Lektüre des Werkes reiche Belehrung gewähren muß. Kaum ein anderer Stand kann ein so reich beschriebenes; Ruhmes- und Leidensb’att aufweisen wie die jüdischen Aerzte in der Vergangenheit und nicht minder in der Gegenwart. Dr. J. R. Zeitschrift für die Geschichte der Juden in der Tschechoslowakei. Unter diesem Titel erschien soeben Im Jüdischen Union der Zfonisten-Bevisionlsten Österreichs VERSlMMLDNfi Samstag, den 6. September 1930, um 8 Uhr abends im Cafd Arkaden (Souterain). Wien, L, Universitätstraße Unsere Weltkonferenz ii. die letzten Ereignisse Im Zionismus Redner; Br» 1<» Glücker Dr. 0. Bukspan Eintritt frei Gäste willkommen eröffnet neue Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene unter Leitung des Lehrers Arie Fränkel. Neueinschreibungen: Am Sonntag, den 14. September zwischen 9 und 11 Uhr vormittags und am Montag, den 15. September zwischen 3 und 5 Uhr. nachmittags in der Siebenbrunnengasse 1 a. Der Unterricht wird unentgeltlich erteilt Der Bethausverein «Machsike-Thora» veranstaltet anläßlich der diesjährigen hohen Feiertage in den Drei-Engelsälen IV., Schäffergasse 20, feierliche Gottesdienste. Für besonders gute Vorbeter wird gesorgt Bethaus In der Mensa academlca judalca. Der Verein zur Erhaltung und Förderung der Mensa academlca judalca veranstaltet auch heuer anläßlich der hohen Feiertage im Lokale der Mensa, IX., Bez., Zimmermannplatz 8, ein Bethaus (Mlnjan). Für gute Vorbeter wurde gesorgt Das Reinerträgnis wird für Freitische an arme Studenten verwendet werden. Reservierunoen der Plätze täglich von 9 bis 4 Uhr im Sekretariate der Mensa, IX., Zimmermannplatz 8, Tel A 25-2-28. Mlsrachl-Zentrale, n., Praterstraße 11, Tel R 45-6-25. Industrielle, GroBHauflente Gutsbesitzer! Für akadem. Ingenieur, Jude von ßeelenadel, in Provinzstellung, mittleren Alters, wird verwandterseita passende Partie durch Einheirat gesucht. Branche egal. Unter nur „Wirklich erstklassig“ an die Exped. . dieses Blattes. Die Misrachi-Zentrale veranstaltet — wie alljährlich — auch in diesem Jahre in ihren geräumigen Lokalitäten zu den hohen Feiertagen ein Minjan und werden alle Freunde und Gesinnungsgenossen ersucht, sich rechtzeitig Sitzplätze zu besorgen. Karten sind täglich von 10 bis 12 und von 4 bis 6 Uhr im Misrachi Bureau zu haben. Togal-Tabletten sind ein rasch und ausgezeichnet wirkendes Mittel bei rheumatischen, gichtischen und nervösen Schmerzen und Kopfschmerzen.' Die große Beliebtheit des Togal beruht auf den vielen ausgezeichneten Erfolgen, die zahlreiche Aerzte und Kliniken damit erzielen. Togal ist stark harnsäurelösend und geht daher direkt zur Wurzel des Uebels. Der beruhigende Effekt des Togal macht es auch wertvoll gegen Schlaflosigkeit. Buch- und Kunstverlag, Brünn, das erste Heft diese*' vom Herausgeber des Standardwerkes «Die Juden und Judengemeinden Mährens in Vergangenheit und Gegenwart», Hugo Gold unter Mitwirkung hervorragender Gelehrter des In- und Auslandes redigierten Zeitschrift. Die erste Nummer - welche in einem Umfänge von 66 Seiten erschien enthält u. a. Leopold Blau: Zur Geschichte der Juden in Neuem. — Hugo Gold: Beiträge zur Geschichte der Juden in Pimitz. — Dr. N; M. Gelber: Die böhmisch-mährischen Juden und das napoleonische Sanhedrin. — Dr. Theodor Haas: Die Eigentumsverhältnisse der Juden an unbeweglichem Besitz in vormärzlicher Zeit. — J. Polak Rokycana: Rozmital.: *— Doktor B. Wachstein: Bibliographie der Schriften Gerson Wolfs. — Dr. H. Schwenger: Ueber die zweite Einwanderung der 1 Juden in Lundenburg. — Familienforschung.— Suchecke. — Namensdeutung. — Stammbäume. — Die Zeitschrift erscheint vorläufig vierteljährlich und ist duroh den Verlag sowie durch alle Buchhandlungen beziehbar. Dokumente zur Palästina-Politik 1929—1930, Heft 5 der Schriftenreihe der «Jüdischen Rundschau», Berlin 1930. Als Heft 5 der Schriftenreihe der «Jüdischen Rundschau» ist eine Broschüre erschienen, die dem deutschsprachigen Publikum die wichtigsten Teile des Shaw-Berichts in deutscher Uebersetzung zugänglich macht. Bekanntlich ist der Bericht wegen der die Kompetenzen der Kommission überschreitenden Behandlung der grundsätzlichen Fragen der Palästina-, Politik und wegen der Art und Weise, mit der er die Frage der Verantwortlichkeit für die Unruhen untersucht bat, heftig angegriffen worden. Die vorliegende Broschüre bringt daher auch einen Auszug aus dem Antwortmemorandum, das die Jewish Agency der Permanenten Mandatskommission des Völkerbundes und der britischen Regierung überreicht hat. Wie bekannt sein dürfte, hat sich die Mandatskommission dem Standpunkt der Jewish Agency in der Beurteilung der August-Ereignisse und des Shaw-Berichtes .angeschlossen. Die Broschüre wird eingeleitet durch ein Geleitwort von Kurt Blumenfeld. Es folgt eine Uebersicht über die Ereignisse ln Palästina von dem verhängnisvollen Versöhnungsfeste 1928 ab bis. zum Sommer 1930. Den Memoranden beigefügt ist eine Reihe von Dokumenten, die die Ausübung des Palästina- Mandats durch England und das Verhältnis zwischen Juden und Arabern in Pa'ästina betreffen. Die Broschüre enthält , zweifellos die wichtigste Materialsammlung zur Palästina- Politik der letzten Jahre. «Palästina», Monatsschrift für den Aufbau Palästinas. Juli—-August—September 1930, Nr. 7/9 enthält: Boden- und unmigratfonspolitik im Shaw-Bericht von Dr. Chaim Arlbsorofr, — Die Aufgaben des Technikums in Haife von Ing. M. Hecker. — Der Aufstieg der Araberdörfer um die jüdischen Kolonien von M. Smilansky. — Die Ergebnisse der Viehversicherung 1928/29 von Dr. Gustav Rosen. — Die Mineral- Schätze Palästinas von J. S. BJake, — Ständige Rubriken und Berichte. Herr Igor Grtinberg, der vor kurzem im großen Leopoldstädter Tempel die Funktionen des Oberkantors mit großem Erfolg versah, und der auch als Konzertsänger und Interpret des jüdischen Volksliedes bekannt ist, wurde als Oberkantor für eine Konzerttournee nach Amerika verpflichtet und hat die Reise nach New York bereits angetreten. Kunst ingentler des Keren Kajemstii! Unser Geschäftsjahr 5690 geht zu Ende. Ergänzet das übernommene SelbstkontingentI