Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 140 (28.8.1930)
- Date
- 1930-08-28
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3053752-3053859-3053893--1886-3057273- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 140 PIE STIMME Sette 7 Zlonhtlsdics Leben Oie Arbeit des Keren Kajemeth Keren Kajemeth-Bleietifte und -Radiergummi sind im Keren K&jemeth-Bureau und bei den Vertrauensmännern erhältlich. Frei« der ©rsteren 20 Groschen, der letzteren 25 Groschen resp. 30 Groschen (Schreibmaechlnengummi). Telegramme. Die Gesinnungsgenoseen und lrreunde des Keren Kaiemeth werden daran erinnert, bei Hochzeiten anstatt der üblichen Telegramme Telegrammblanikette des Keren Kajemeth zu verwenden. Materialien des Keren Kajemeth. Diejenigen Gesinnungsgenossen, die noch Materialien des Keren Kajemeth zu verrechnen habe», werden aui diesem Wege ersucht, dies baldigst zu erledigen. Bel Ueberweisung von Beträgen an den Keren Kajemeth wolle die Spendenart aui dem Absohnitt de« Erlagscheines angegeben werden, um unnütze Umbuchungen zu vermeiden. Ring des Keren Kajetnetb Berjsch Fadawer spendet S 2und ruft zu, Spenden auf: Israel Apfal, Simon Apfel, Alexander Marmelstetoi Aron Sehwertflnger, teer Reifer, Baden, Dow Ro&enblum. Karl Repban, Kreme, spendet 6 2<— und ruft.su Spenden auf: Norbert zache, Karl Sache, . Pr. Paul Brüll, Rabb. Pr. M, 0. Mehrer, Ing. i-eo Holser, Artur Neuner, Rudolf Womck, Rudolf Gewma . M. Scharfstein spendetS 2— und ruft zu Spenden auf: Felix Brelndler, Krocnmal, Jakob Roth, Abraham Reich, Isak Hirschhorn, Efraim Thurmn, Moritz Salzmann, Juda Schmidt, Nuchim Drimmer, Benzion Schiffmann, Dr. David Kreppei, Benjamin Gelband, Jakob Schlüssel, Dr, N. Frey, Chaim Jägemdorf, Ing. M. Mühlbauer, N, Schnee, Max Schiffmann, Bernhard Bergmann, Elsig Neumann, Josef Kampf, David Paportech. Georg Helwing, Nathan Spindel, Schamal Hönig, Arle Feldmann, Meier Lauterbach, Kassie! Glassberg. Dr. Lewin Aber den Brith Schalom Kn Vortrag in der Htetedruth Iwrith. Auf Einladung der Hletadruth Iwrith sprach in einer größeren Mitgliederversammlung der auf einer Dürchelse aus Palästina in Wien weitende Herr Dr. D, Lewln (ehemaliger Redakteur der Zeitschrift «Hschinuch*) über das wesen und wirken des Brith Schalom, ln einem zweistündigen überaue sachlichen Vortrag legte der Redner dar, daß der Brith Schalom eine große Gefahr für den Aufbau Palästinas tat, ■ ' . «Es ist paradox* — führte Dr. Lewln u. s, aus — «und nur bei einem abnormalen Volke möglich, daß teuerste Güter Jen Händen unserer größten Gegner anvertraut wurden. Und wie sehr diese Güter bedroht sind, soll durch einige Beispiele, die gleichzeitig für den Gedankengang der Brith» schalomanhfnger bezeichnend sind, bewiesen werden, Herr Ernst Simon erklärte nach den August- Ereignissen in einer ausländische» Zeitung, daß Chancellor den Arabern ein Unrecht getan hat, indem er die arabischen Mörder als eine Räuberbande bezeichnet», Herr Kohn verweigerte seine Unterschrift *m Goldene« Buch auf den Namen Pplfour «nt der Bemerkung, daß Balfour es nicht verdient hat* Hugo Bergmann wollte die Beamten der Nationalbiblio» theS swingen, am proklamierten Proteststreik gegen die Unruhen nicht tellsunchmsn, Als einige Studenten erklärten, sie werden in diesem Falle die Fenster der Natlonalbibllothek elnsohtegen, war er erst gezwungen, seine Beamten freisugeben, zog ihnen aber für diese nicht geleisteten Arbeitsstunden von ihrem Gehalte ab, Frau Bord, die an der Spitze eines Sehulwerkes steht, tadelte eine Schülerin, weil sie in einem Aufeste gewagt fiat, des Wort «arzenu» (unser Und) zu gebrauchen, Hach der Meinung dieser Frau, ist es eine Frechheit zu behaupten, daß Er«* Israel unser Und sei, Diese Hypertrophie ihres Reehtigefühles (st der eigentliche fdeengsng dieser Herren, Pas traurigste jedoch an der gan* zftR Sache ist die Tatsache, daß diese Herren, unsere ausgesprochenen Gegner, noch Immer der Weltorganisation angeboren, Einst wurden die Territorialisten, Mahner wie . gangwill, und Mn, aus der zionistischen Organisation ausgeschlossen, weil sie gewagt haben, vom Sitze «Erea Igraifc nur das erste «Eres» zu bejahen, während diese Herren beides £m und Israel verneinen und noeh sind sie unsere sogansnntan Führer, Per höchste Verrat an dem jüdischen Volk# gipfelt jedech in der Forderung, die sie aufstaüen, daß di« judenhait [Palästinas mit den Arabern ein Volk bilden soll, ohne mit dem jüdischen Volk in der Galuth in Irgend einem Zusammenhang m stehen. Wie sie dann Palästina ohne das jüdische Geld aus der Galuth bauen werde« und was wird dann Aufgabe dieser Juden sein, darüber haben wohl diese Herren ich* »»chgedaeht. Und nicht nur das ajies, sj$ schänden die Ehr«? der jüdischen Gefallenen und mit ihnen auch die Ihre des ganzen jüdischen Volkes, indem sie den ShawkommMmsbcrfebt, der doeh von Juden und Nichtjuden als falsch und einseitig bezeichnet wird, als das einzig großartige Dokument hinstellen. Nicht uwm daß wir die geschlagenen sind, nehmen sie uns noch oen einzigen Trost, «aß wir >m Rechte sind. Und darum äU Herren rede«, was nur m ihrem eigenen im Namen des jüdischen pikes. Eu diesem Zwecke ist aber notwendig, daß sie aus der zionistischen Organisation ausgeschlossen und ihrer Aemter enthoben werden. Das ist natürlich $ache des Kongiesse und daher ist es unsere Aufgabe zum kommende« Kongreß sotehe Männer m entseden, die diesen Schandtaten ein Ende machen wollen. izhar, eigen wir: Mögen sie wollen, aber "amen und »Zieht Ehrung für Direktor Salo Hauptmann s,A. Dar allbeliebte, frühzeitig verstorbene Direktor der LebensversicherungsgeeeUschaft «Phönjx», Saio Hauptmann, war weit und breit durch seine Wirkung für das jüdische Volk bekannt. Herzliche Anhänglichkeit einer großen Reihe von Freunde« des Verstorbenen brachten es zustande, daß auf dessen Namen ein Hain im Chaics-Walde in Palästina angepflanzt wurde. Das Komitee dieser Stiftung übertrug ca nun dem Leiter der Versicherungsabteflüng des K. K. L., Gesinnung«- §enos«n Herrn Gerscnon Wittlin, einen Gang zum Grabe alo Hauptmanns zu arrangieren. Am Sonntag, den 24. August d. J.f fand eich eine überaus zahlreiche GeeellechAft von Juden und Nichtjuden am Grabe des Verstorbenen« ein. Unter anderen erschienen: In Vertretung der Elementar-Phönix und Wiener A. G. Generaldirektor Dr. Schlesinger und Direktor Ing. Isidor Goldenberg. Namens des Lebens-Phönix Direktor Grübel. Namens der Kompaß-Bank Dr. Blum. Namens der FilialdJrektlon des Lebens-Phönix Zltebof Direktor Schorsch, für die Filiale Gonzagagasse Direktor Fisch, Filiale Mariahilf Qg, Direktor Josef Guttmann, RceidenzflHale Direktor Splegler, Filiale Alsergrund Direktor Mellon, für das Personalbureau Paul Kreppei, für das Organisationsbureau Dr. Hüscher. für die Generalagentsehaft Herr Löbling sowie Sämtliche Filialleiter und Beamte des Phönix. Namens der zionistischen Institutionen sprach innige 'Gedenkworte Gg. Kultusvorsteher Dr., Isidor Klaber und würdigte die Persönlichkeit Salo Heuptroanns. . Die kanto* rale Funktion versah in bekannt vollendeter weise Oberkantor Müller, ln Vertretung der Keren-Kajemeth-Sammelstelle für Oesterreich war Herr Abraham Eahler anwesend, Es wurden für dsn Salo^Hauptmenn-Haln weitere zehn Bäume gespendet. . 5. Picker. Ankündigungen und Mitteilungen Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler, IX., TUrkenstraße 9. Alle in Wien anwesenden Bb,, Bb. wollen dies im Laufheft eintragen: Jeden Samstag abends zwanglose Zusammenkunft ln der Halle. Alle in^wien anwesenden A. H-, A. H. und Bb,. Bb. werden eingeladen zu erscheinen. Ab L September a, J, ist der Ltaesael für den allgemeinen Besuch wieder geöffnet. Lesezeltens Montag Ws- Donnerstag 3 Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends; Freitag 3 Uhr nachmittags bis Einbruch der Dunkelheit. Samstag und jüdische Feiertage geschlossen 1 Mlsrachi-Zenteate, ij., Praterstraße 11, Tel. R 45-0.25, Die Misrachi-Zentrale veranstaltet wie alljährlich —- auch in diesem Jahre in ihren geräumigen Lokalitäten zu den hohen Feiertagen ein Minjan und werden alte’Freunde und Gesinnungsgenossen ersucht, sieh rechtzeitig Sitzplätze zu besorgen. Karten sind täglich von 10 bis 12 und von 4 bis 6 Uhr im Misrachi-Buteau zu haben,. Bratislava* MteraeWjugefld ln Wien, Freitag, den 29. d. M., trifft eine Gruppe von Chawerim und Chaweroth aus Bratislava hier ein, Aue Chawerim und CHaweroth werden aufgefordert, an den Veranstaltungen, die zu Ehren der Gäste arrangiert werden, tdlzunehmen. Schebbath, den 30, d. M„ 8 Uhr früh, J u g e n d m I n j« m Die Wiener Bethäuser für des religiöse Palästina. Sonntag, den 17. August, fand eine zahlreich besuchte Versammlung der Vertreter Wiener konservativer Tempel- und Bethausvereine statt. Die Misrachl-Führer Rabbi Berlin, Rabbi Fischmann, Rabbi Bermann, Rabbi 0strowskl, 5, Sch re gal und Lazarus Barth hielten instruk-' tive Reden über das religiöse Leben in Erez Israel und über daß religiöse Aufbauwerk des Mlsrach}. Mehrere Vertreter der Betnaus- und Tempelvereine ergriffen das Wort und machten verschiedene praktische Vorschläge, wie die konservativen Bethäuser das religiöse Aufbauwerk des Mierachi unterstützen sollen. Folgende Resolutionen wurden einstimmig angenommen: Die versammelten Vertreter der Tempel- und Bethäuser in Wien beschließen — nach Anhörung der Referate der Mitglieder der Mierachi-Weltzentrale — das religiöse Aufbauwerk des Mlsrachi in Erez Israel und dessen Pinanzlnstrument, den Keren Erez Israel sehe! Hamisrachi, in jeder Weise* wärmsten? zu unterstützen und alles aufzubieten, was zur Erhaltung und zur Erweiterung dieses heiligen Werkes beitragen kann. Aus dem Kreise der versammelten Vertreter der Tempel- und - Bethausvereine wird ein Komitee zum Zwecke der Förderung des Keren Erez Israel schel Hamisrachi gebildet mit dem Auftrag, dieses Komitee aus weiteren Vertretern der Tempel- und Bethausvereine zu ergänzen. Hierauf wurde ein provisorisches Komitee, bestehend aus folgenden Herren gewählt*. Wolf Chrlss, Gerson Ebner, Feldstein, M. Grünwala, Israel Getestete, Ostes Horowitz, L. Hübner, Samson Leenmann, Adolf Meiseis, Neumann, Moses Singer, Tumim und Rabb. Dr. Wundermann. Misrochl.Jugendzzntrate, ||., Praterstraße 11. Samstag, den 30. d. M„ um 4 Uhr nachnjittegs« in unserem Heim Jugendversammlung. Redner: Chawer Schragai, Führer des Hapsel Hamisrachi in Erez Israel, und Chawer Gottesdiener aus Warschau. Thema: Der Hapoel Hamisrachi und die reWglöze .Jugend in der Galuth. Gäste willkommen- Haacnomer H&datf, II., Praterßtraße H* Samstag, den 30. d. M„ punkt 2 Uhr nachmittags, ßichah. Sprechen wird Josef Hochberger über «Eindrücke vom Sommerlager des Haschbmer Hadati (Bratislava). Schomrim, erscheinet alle! Samstag, den ö. September: 1. gemütlicher Heimnachmittag (Oneg. öchabbath),. Brith Hauosr Hamisrachi, II,, Praterstraße 11. Samstag, den 6. September 1930, präzise 8 Uhr abends: Große Jugendveraammlung. Am 4. September 1930 gibt der Brith Hanoar Hamisrachi eine Sonder-Werbenummer des* «Kol Hanoar» heraus. Sorget für deren Verbreitung! Betsitzkarten für den Leopoldstädter Tempel. Die P. T. Beteiteinhaber, welche auf ihre vorjährigen Sitzplätze im Leopoldstädter Oemeindebelhäus reflektieren; werden hiernlt ersucht, ihre Karten rechtzeitig zu erneuern. Dieselben können während der Amtsstunden von ft bis 1 Uhr mittags und ab 3. September, auch von 6 bis 8 Uhr abends an der Betsitekartenkasse der Israelitischen Kultusgemeinde,!». geitenstettengasse 4, |. Stock, behoben werden. Die bis dahin nicht erneuerten Sitzkarten gelangen ab VI. September gleichfalls von 8 bis l Uhr und,von 6 bis 8 Uhr an oben-, genannter Kasse zum allgemeinen Verkauf. Der Bethens- Vorstand ist ermächtigt, . in berüeksichtigungswürdlgen Fällen Ermäßigungen zu gewähren. Bethaus in der Mensa aeademica j u d a i e a, Der Verein zur Erhaltung und Fördernug der Mensa academiea judaica veranstaltet auch heuer anläßlich der hohen Feiertage im Lokale der Mensa, IX., glmmermanij'- platz 8 ein Bethaus (Minjon), Für gute vorbeter wurde ge-* sorgt Das Reinerträgnis wird zur Gänze für Freitische an arme Studenten verwendet werden, Reservierungen der Plätze täglich von 0 bis 4 Uhr im Sekretariate der Mensa, iX„ Zimmermannplate 6, Tel. A 25-2-28. Bp Hier «Zur und Kunst Ein« Brandela-Biographie, Die überaus populäre Figur de» Oberrichters Louis D. Brandete, steht jetzt wlederlm Vordergrund das jüd, Lebens in Amerika, .Die Biographie, welche der bekannte Schriftsteller und jüdische Politiker Jacob de Hass, ein Kampfgenosse BrandeiV, soeben bä der Bloch Publishing Company, New York, erseheinen kommt daher sehr getegen, Brandete ist der «Schwelgende Führer*, denn er hat außer wenigen programmatischen Erklärungen bisher kaum etwas veröffentlicht; der «biegr&phi* sehe Sketch», wie der Verfasser sein 300 Beiten zählendes Buch bescheiden nennt, bringt nun ein klares Bild der idealen Persönlichkeit des amarikantech-jüdischsn Führers, Dar Autor zeichnet darin ein sutechlußrilches Bild dis Lebens von Brandete, Jacob de Hass schildert Brandete, so wie er lsbtt ate ein herber Moralist, augenscheinlich einer der größten New-England-Pyritaner, der'bewegt ist von bedeutendem Gefühl und V9n einer unendlichen Liebe und Hingabe zum jüdischen Volk. Eine Anzahl Reden, die Justise Brandete an vertraulichen Konferenzen gehalten hat, sind aueh in diesem Band enthalten, Eine dieser Reden, welche ohne Zweifel troßes Interesse erwecken wird, ist die eigen« Auffassung e$ Richters über seine «Auseinandersetzung» im Jahre 1920 mit Pr. Wejzmenn. PM wichtige Rede tet vpn $nem Faksimile in Lord Readings eigener Handschrift begleitet. Es war die Verteidigung des Projektes durch Justice Brandais, welche des Bruch Im Zionismus, zuerst io London und dann in den . Vereinigten ßtaaten verursacht hat-. Wie man sieh such zu den politischen Ideen Brandete stellt, so. mu$ man doch immer anerkennen, daß sein Monismus au? seinem innersten wese« ein tiefes Verständnis für niesen großen jüdischen Führer zu verbreiten, gfn Pallsttonroman von ßen-Gavriel. Soeben erschien im Verlag «Moriah*, Tel-Aviv, unter dem Titel «Sehualim biruichalsyimi& («Füchse in Jirusaleni») von M« Y, ien-Gavriel Jerusalem Die Worsehaw jüdische Künitieraehaft ehrt Alexander (iretmeh. im Anschluß an den außerordentlich erfolgreichen Reiltetionsabend, den der Berliner Schauspieler Alexander Gransch in der Warschauer Philharmonie gegebne hat, ver . m i rwr ^f| i B H»iWWi»,■ * ' » i»'^ vi1 M -iji- Die gemeinsame PI'W II'JIH,HU.WII. I l n '■ ,' i -lamam*** Zionistiscnen Landeskoniitees Nummer des ties Paifistlnaamtes sammelte sieh Im Hause des jüdischen iehriftstellervereins die jüdische Künstlerschaft Warschaus, um ihrem berühmten Kollegen eine Ehrung darzubringen- Das Wort ergriffen mehrere Schauspieler wie Paul Ef&rat©w, ßjegmund Türkow, Jaoues Levi,* Rubin, Mische German sui Amgfika, Jungwitz und A. Morewskl, um die menschliche- und kürmtlerteehe Peiv gönllchkcit Granachs zu zeichnen. Eine gewichtige Bibel, ln der vatikanischen Bibliothek in Rom befindet eich eine Übel in hebräischer 'Sprache, die 16? Kilogramm wiegt. Fünf Männer müssen sie tragen, Dte Gcfcbiehte erzählt davon, daß im Jahre, 1513 eine Gruppe jüdischer 0@ldl@uts für dieses Werk den Wert ihres Gewichtes in Gold offerierte, aber Julius 1I„ der zu jener $sit die Kirche regierte, schlug dieses verlockende Angebot aus. Frankreich und Siegmunä Freud. Die Zuteilung des Goethe-Preises der Stadt Frankfurt an Prof. Sjegmund Freud Sin der französischen Presse ausführlich besprochen, wird übsreinstimrnend darauf hingewiegen, dal djesg Upg erfolgt 5ei, weil Goethe als Vorläufer der Psychor analyse «inzuordnin sei und sich auch Freud immer ate Rcbütef Goethes bötrechtet habe. Es wird dabei auf die Goethesche Uebersetzung der Tagebücher Benvenüto Cellims verwiesen.. Französische Ausgabe des «Prozesses des Hauptmann Drayfas». Das in dir gesamten deutschen und ausländischen pfeife mit außerordennieher Anerkennung besprochene Buch des leilinir Rechtsanwälte Dr, Bruno Well: «Der Prozeß des Ämanns Dreyfus», das im Verjag vpn Dr. Walther Rpth- , gerün-Grünewaid, erschienen ist, ist von dem angesehendsten polittechan Veriig Frankreichs, der Librairie Gallig mard, Paris (Verlag der «Nouvelle Revue Francaise») zur Ueberaeteung angekauft und erscheint in diesen Tagen in französischer Spräche- Entdeckungsfahrt ins Unbekannte. Soeben kommt der neue Band des «Großen Brockhaus»*) heraus. Welche Entwicklung haben uns die letzten 30 Jahre auf dem Gebiete d?§ Flugwesens gebracht! 1903 führten die Brüder Wright den ersten Motorflug aus, und es gelang ihnen, 12 Sekunden m der Luft zu bleiben. Heute treffen wir (tag rlufizeug als Verkehrsmittel in allen Teilen der Weit an, und die Höchstgeschwindigkeit, die man jetzt damit erreicht hat, beträgt Ü33 km in der stunde. Wir tun einen gjjck in einen modernen Betrieb, in dem am laufenden Band fabrlgjgrt wird; 10 vorzüglich ausgcwählte Abbildungen geben uns eine lebendigere Anschauung darüber als ein ganzes Buch. Dabei erfahren wir so nebenbei, daß die «Fließarbeit», die wir Immer ate eine Errungenschaft unserer Zeit angesehen haben, bereits im Jahre 1870 in den Schlachthäusern Cfiikagos angewendet worden *j. «Dir Große Backhaus», Band VI (F bis Gar), in Ganzleinen GM, 2ß.—; bei Umtausch eines alter Lexikon.'-' GM. 23.50. Verlag F. A. Broekhaus, Leipzig.