Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 136 (31.7.1930)
- Date
- 1930-07-31
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 186 Seite 10 DIE STIMME m .^...- ' ...- jm Jt Literatur und Kunst Ber Horowitz in Wien Seit einigen Tagen weilt in unserer Stadt der bekannte jiddische Lyriker aus Polen, Ber Horowiti. Er gehört zu den hoffnungsreichsten Dichtern der jungen Generation in dem polnisch-jiddischen Schrifttum. Seine Werke haben ein ganz besonderes Aroma: es haftet ihnen der Duft der Erde an. Ber Horowitz lebt seit seiner Jugend hauptsächlich in seinem Geburtsorte, dem Dorfe Majdan in den Karpathen. So drückten die Umgebung, die Menschen, die Na»tar» die Atmosphäre seines Heimatsortes seinem ganzen Schaffen einen spezifischen Stempel auf. Ber Horowitz hat im letzten . Jahre eine Reihe von Gedichtsammlungen im Kleckin-Verlag, Wilna-Warschau, erscheinen lassen, so «Fun mein Heim in die Berg» (Von meinem Heim in dem Bongen), lyrische Gedichte. «Wunderliche Masifes» (Wunderliche Erzählungen), Novellen, «Rejach fun Erd» (Der Duft der Erde), Gedichte, und «Chaluzim», eine Sammlung von Poemen. Horowitz ist ständiger literarischer Mitarbeiter des «Hajnt», der «Literarischen Blätter» Ü. v. a. Zeitungen. Außerdem ist er ein begabter Zeichner und Maler. Seine Karikaturen erfreuen sich in der Warschauer literarischen und gesellschaftlichen Welt großer Beliebtheit. Er wurde im Jahre 1895 im Karpathendorf Majdan geboren, besuchte die ukrainische Volksschule, polnische Mittelschule in Stanislau, deutsche Universität in Wien und schrieb dann jiddische Gedichte. Ukrainisch, polnisch, deutsch — dann jiddisch. Das Schicksal und die Umwege eines jüdischen Dichters... W. Der 60. Geburtstag Prof. Jehuda Epsteins Anläßlich des 60. Geburtstages Professor Jehuda Epsteins widmet ihm die gesamte österreichische Presse längere Artikel und Feuilletons, in denen seine künstlerische Größe, sowie seine starke Persönlichkeit gewürdigt wird. Die Akademie der bildenden Künste Oesterreichs richtete durch ihren Rektor, Professor Jungwirth, das nachfolgende Schreiben an , den großen jüdischen Jubilar: «Mit warmer und freudiger Anteilnahme hat das akademische Professorenkollegium aus der Zeitung von der Vollendung Ihres sechzigsten Lebensjahres Kenntnis genommen und mich beauftragt, die allerherzlichsten Glückwünsche des Kollegiums zu übermitteln, welchen ich persönlich meine privaten Glückwünsche in aller Wärme beifüge. Das akademische Professorenkollegium schätzt nicht nur Ihre große Künstlerschaft, Ihre unver-; brauchte Jugendfrische, sondern bestätigt es auch mit Dankbarkeit, daß Sie,jederzeit für das Ansehen jener Hochschule eingetreten sind, an welcher Sie Ihre Ausbildung genossen haben. Ganz besonderen Dank schulden wir Ihnen für die hochherzigen und höchst erfolgreichen Hilfswerke zugunsten der notleidenden Akademiker. Das akademische Professorenkoilegium war zweimal in der angenehmen Lage, auch öffentlich seiner Verehrung für Ihr künstlerisches Schaffen Ausdruck zu verleihen, und zwar einmal durch die Verleihung des Josef Reichel-Künstierpreises und das zweite Mal durch den Antrag auf Verleihung des Professorentiteis an Ihre werte Person. Anläßlich des sechzigsten Geburtstages wünscht das / Kollegium, daß Ihnen Ihre jugendfrische künstlerische Kraft und Schaffensfreude noch recht lange erhalten bleiben, und daß Sie auch weiterhin unserem Hause ein so treuer Freund sein mögen, als der Sie sich in vielen Jahren voll bewährt haben. Mit der Versicherung meiner kollegialsten Verehrung Jungwirth.» Professor Jehuda Epstein ist als Sohn einer armen jüdischem Familie in einem kleinen Städtchen in Litauen geboren, studierte in Wien, und genießt heute als Maler einen internationalen Ruf. Professor Epstein ist ein nationaler Jude. Er hat auch mehrmals Palästina besucht. Schildkraut Mit Rudolf Schüdkraüt ist vielleicht die markanteste und m stärksten jüdische Schauspieler-Persönlichkeit der vorigen Generation aahingegangen. Der Künstler, der in Konstantinopel geboren war und nach manchen Schwierigkeiten sich auf der deutschen Bühne durchsetzte, bis er von Max Reinhardt entdeckt und zu einer zentralen Figur seines Ensembles gemacht wurde, konnte seinen jüdischen Ursprung niemals verleugnen. Echt und groß warer vor allem dort, wo er in voller Ursprünglichkeit die Gefühlswelt offenbaren konnte, die ein Erbe seines Blutes war Schildkraut war unvergeßlich in der Darstellung gemütvoll patriarchalischer Gestalten, aber auch das leidenschaftliche Pathos der Anklage für erlittenes Unrecht, worin sich die gequälte Seele des durch Jahrhunderte geknechteten Volkes befreite, brachte niemand zu so erschütternder Wirkung wie er. Darum war die menschlichste und zugleich tragischste Gestalt, die er der deutschen Bühne schenkte, sein Shylock, den er aus der vom Dichter beabsichtigten Lustspielfigur zu einem großen Repräsentanten eines weltgeschichtlichen Schicksals machte. Schildkraut, der durchaus volkhaft jüdisch fühlte, konnte aber, trotz der großen Beliebtheit, deren er sich erfreute, auf der deutschen Bühne nicht heimisch werden, er ging bald zum jiddischen Theater über, wo er sein wahres Temperament voll ausleben konnte. Die deutschen Zeitungen, widmen dem verstorbenen Künstler warme Nachrufe, in welchen auch seine jüdische Eigenart voll gewürdigt wird. Boris Tomaschefsky in Wien Der Nestor der jüdischen Theaterdirektoren Amerika*, Boris Tomaschefsky. zab auf seiner Durchreise durch Wien mit seiner Partnerin Frau Ruth Renäe. einer Schauspielerin von höchster Gesanfcskultur und künstlerischem Format, einige Gastspiele. Als Sensation für die westlichen LändeT bringt Tönta* schef&ky das Künstlerpaar Ola Lilith und Willi Godik. die Gründer der jüdischen Kleinkunstbühne «Asasel» in Warschau, nach Amerika mit. Die Erwartung, die sieb an das Auftreten dieser beiden Künstler, die in Polen d|rt Ruhm der jüdischen Kleinkunstbühne begründeten, knüpften, wird übertroffett, wenn die Wirklichkeit sie vor uns stellt. Es handelt sich um das Beste, <Ja:> d e Kunst in den Erzeugnissen des Volksgeistes erschauen ur\d zum Ausdruck bringen kann. Mit vollendeten mimischen, gesanglichen und tänzerischen Fähigkeiten wird das jüdische Volkslied verlebendigt, aus dem Volksmund für höchstes künstlerisches EjtiPfinden umgeschaffen. Ola Lilith ist vor allem di« Trägerin in dieser schöpferischen Leistung. Gegeben wurde die Kunstschau des jüdischen Volksliedes in der losen Verbindunzsform der Conference. Herr Godik ist ein überlegener Confefencier. eiugefiihlt auf sein Publikum, das er geistvoll unterhält. Seine Duoszenen mit Ola Lilith sind die Krone des Humors im jüdischen Volkslied. —-n. Der berühmt« Musiker Leopold Auer gestorben Am 15. Juli starb io Dresden einer der berühmtesten Musiker und Musikpädagogen. Leopold Auer. Er war ein ungarischer Jude, der im Jahre IMS geboren wurde. Mit 8 Jahren schon besuchte er das. Budapester Konservatorium. Bald aber übersiedelte er nach Wien, wo er ein Schüler des Wiener Konservatoriums war. Mit 13 Jahren begann seine Konzerttltigkeit in verschiedenen .europäischen Städten. Seine Begegnung mit dem berühmten Musikpädagogen Josef Joachim in Hannover war für sein ganzes Leben entscheidend. Viele seiner Schüler sind zu Welt* berühmtheiten auf dem ^Gebiete der Musik geworden. So waren u. a. MiScha Elfmann, JascJw CheifeZ und Zimballst seine Schüler. Sascha Simchowitz gestorben. Der langjährige Dramaturg des Kölner Schauspielhauses, Dr. Sascifa Simchowitz, ist gestorben. Der Verstorbene war als ein besonders guter Kenner der russischen und jüdischen Literatur geschätzt. Ein jüdisch-amerikanischer Maler porträtiert Einstein. Der Maler Elias M. Grossman aus New York, der seit einigen Tagen in Berlin weilt; hat ein Porträt von Professor Albert Einstein in Kupferstich hergestellt Preis der Moses MendtlsSOhn-Stiftung. Im Schloß zu Wörlitz tagte das Kuratorium der Moses MendelsSöhn- Stiftung zur Förderung der Geisteswissenschaften. Als Preisaufgabe wurde das von Professor Spranger vörgeschlagene Thema bestimmt: «Die Aufklärunjzsphilosophie: im geistigen Leben Berlins». Ausgesetzt sind 5000'Mark, die näheren Bedingungen werden am 6. September, dem Geburtstage Mendelssohns, hekanntgegeben.. . «Sofaar» (hebr. Glanz) ist der Name des Standardwerks der «Kabbala», der jüdisch-mystischen GeheimwiSsenschaft, .... und einer jetzt in Tel-Aviv gegründeten Filmproduktioii*- gesellschaft. Habimah-GeneraJprobe von Shakespeares «Was Ihr wollt». Das hebräische Theater «Habim&h», das sich seit einigen Monaten.in Berlin aufhält, hatte die Mitglieder des «Kreises der Freunde der Habimah» am, 15. Juli in das «Berliner Theater» gebeten, um dort der Generalprobe zu Shakespeares «Was ihr wollt», beizuwohnen. Der Einladung war eine zahlreiche Verehrer-Gemeinde der «Habimah»-Kunst gefolgt. Unter den Anwesenden sah man Lion Feuchtwanger, Arnold Zweig, Alfred Döblin u.a. Als auch Rabindranath Tagore, der sien gegenwärtig in Berlin aufhält, im Theater erschien, wurde er Gegenstand herzlicher Ovationen. Die Aufführung löste bei den Anwesenden Begeisterung aus. Eine 200 Jahre alte Chronik der jüdischen Gemeinde Wilna entdeckt. Bei Nachforschungen in Archiven fand ein lettländischer Rabbiner einen «Pjnax» (Gemeinde-Chronik) der jüdischen Gemeinde Wilna, der 200 Jahre alt ist. Nachprüfungen haben ergeben, daß der .Pinax große historische Bedeutung hat und wichtiges Material enthält Er enthält dfe Statuten der damaligen jüdischen «Gemeinde Wilna, die Gerichtsentscheidungen des dortigen Beth Din und Mitteilungen über jüdische Größen der damaligen Zeit auch außerhalb Wilnas. Erich Mendelsohn Ehrenmitglied des ArfrClubs In London. Auf Einladung der Architecturale Association in.London . hielt Erich Menddsohn zwei Vorträge'über die «Gesetzlichkeit der neuen Baukunst». Der Art-Club ernannte Mendelsohn zum Ehrenmitglied.* Jacques Stern gestorben. Im Alfer von 54 Jahren ist der Rechtsphilosoph Jacques Stern plötzlich gestorbem Stern ist durch rechtsvergleichende Studien, namentlich über den «Umversalismus im Recht», weit über seine Fachkreise hinaus bekannt geworden. Bialik in Berlin. Der hebräische Dichter Chajim Nachmann Bialik, der vor kurzem Palästina verlassen hat, um einige Monate in Europa zuzubringen, ist ln Berlin eingetroffen.. Ein jüdischer Arzt, Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Krakau. Die höchste wissenschaftliche Instanz Polens, die Akademie der Wissenschaften in Krakau; hat dieser Tage den bekannten Warschauer Neurologen und Psychiater Dr. Platau zu ihrem: Mitglied ernannt. Nach Mitteilungen der Warschauer Presse, hat. man Dr. Platau vor einigen Jahren einen Lehrstuhl an der Universität Warschau angeboten, unter der Voraussetzung, daß er zum Christentum übertrete. Dr. Platau hatte dieses. Ansinnen zurückgewiesen. Gedenktafel für Otto Gutfreund. Am Präger Qeburtshaus des jungverstorbenen, in der tschechischen Oeffentlichkeit hochgeschätzten jüdischen Bildhauers Otto Gutfreund wurde aus Anlaß der, Wiederkehr seines, Todestages eine Gedenktafel, ein Werk 'der Professoren der Präger, Kunstgewerbeschule Dvorak, Janak und Kysela, angebracht. Schalom Asch ln Krakau. Auf der Durchreise von Zoppot nach Wien hielt sich der jiddische Dichter Schalom Asch ln Krakau auf, wo er das jüdische Viertel und die berühmte alte Synagoge besuchte. Abends war Schalom Asch .Gast des Sejmdeputierten Dr. ösias Thon. «Fraj« Shrift’n». Von der unter der Redaktion von Dr. I. N. Steinberg (Berlin) erscheinenden Zeitschrift «mje Shriffn far dem jidish’n sdzialistish'n Gedank* i$t saßen das neunte Heft erschienen. Das fast 3ÖQ Selten starke Heft ent* hält Aufsätze von j. N. Starnberg, To Roy, Hermann Fmnk, A. Steinberg, D. Czarm, Sifer, «appoport und Nathansoü. Jüdisches Theater Im Rundfunk, Im Breslauer Bender sprach M- Nußbaum über das. «Jüdische Theater der Gegenwart». Amgehend von einer Darstellung des russischen Theaters schilderte er eindringlich und lebendig die drei re* präeentetiven jüdischen Truppen, die «Häblmah*, Ldae «Moskauer Künstler-Theater» t;nd die «Wjlnaer Truppe». Und di^ Wiener «Ravag»? Korreapondenzbtatt über Auswanderung*' und 81*4lungswesen. Pas vor kurzem 'erschienene «Korrespondent* blatt über Auswanderung^ und Siadiungiwmn» dee Hilfe* vereint der Deutschen Juden, Mai 1930, bietet eine Füllt interessanten Stoffes. In der Einleitung wird eine kurte Darstellung über die weitgehende'Elnwänderungkrastriktiohspoijtik einer Reih« von Staaten gegeben, aus der hervdrgCht, welche engen Grenzen der Einwanderung aü$ Osteuropa j«t$t gezogen $md. Aus dem Inhalt des Korrespondenzblattes führen wir folgendes an: Es werden Mitteilungen gemacht' über den Stand der allgemeinen Auswanderung aus Deutsch* Jand und die umfassende Fürsorgearbeit des Hilfsvereines der Deutschen Juden innerhalb, Deutschlands, Auswanderung und Einwanderung in Sowjetunion, Türkei, Rumänien, Frankreich, Belgien, Holland, Luxemburg und $oani«rt 7um Schluß wird über Palästina berichtet. 1 Tonflhraufnahman In Palästina. Ein* Expedition dev. amerikanischen Firma «Paramount» wellt jetzt in Palästina, um War Aufnahmen für die «Tönende Wochenschau» dieser Firma zu machen. Gefilmt wurden Szenen von der Bekämpfung der Heuschrecken in Transjordanien, ferner die Massenszenen der arabischen Nebi-Mussa-Prozessionen mit ihren traditionellen Tänzen und Gesingen, sowie Volksleben in Jerusalem. Einen interessanten Gegensatz dazu werden die Aufnahmen von der Eröffnung der Universitätsbibliothek bieten, wo die hebräische Eröffnungsrede des Kanzlers der Universität, die Ansprache des High-Commissloners und verschiedene andere Szenen für den Tonfilm aufgenommen wurden. Im Emek wurde der Festakt am Masaryk-Wald aufgenommen. Es ist das erstemal, daß das hebräische Wort von der tönenden Leinwand in direkter Verbindung mit interessanten Szenen aus den verschiedenen Bereichen. palästinensischen Lebens vernehmbar sein wird. Geschenk der palästinensischen Regierung an das Museum. Die palästinensische Regierung machte dem Museum in Tel-Aviv ein Bild des Malers Reuben zum Geschenk. Die Regierung hat dieses Bild in der letzten Ausstellung erworben. Max Uebermanns 83. Geburtstag. Auf seinem Landsit; in Wannsee beging kürzlich Max Liebermann in uhver mlnderter Schaffenslust und körperlicher Frische seine» 83. Geburtstag. Der Kaufmann von Venedig erschien in einer hebräischen Uebersetzung von S. Halkin, im Verlag Stybel. Das Keren Hajessod-Jahrzehnt Das Hauptbureau des Keren Hajessod versendet an die Landeskomitees des Keren Hajessod einen von den geschäftsführenden Direktoren Hantke und Jaffe gezeichneten Aufruf, in welchem es heißt: «Mit diesem Jahre ist seit der Gründung des Keren Hajessod ein Jahrzehnt verflossen. Im Laufi dieser Zeit ist es ihm gelungen, einen beträchtlichen Teil des Judentums zu erfassen, in weite jüdische Kreise und Schichten einzudringen und Zweige des Judentums, die von ihm fast schon abgefallen waren, neu mit ihm zu verbinden. Der Keren Hajessod hat nicht nur der GeJdsanfmlung gedient. Er rjat auch eine wichtige erzieherische und organisatorische. Arbeit durchgeführt. Er hat die Völksstetxer geschaffen, die sich litt Leben des Volkes' eingewurzelt hat. Die Arbeit für den Keren Hajessod hat zutage gebracht, welche Kran Eres Israel auf die jüdischen Massen ausstrahlt und wie teuer unserem Volke die Aufbauarbeit in Erez Israel ist. Zehs Jahre unserer Arbeit haben gezeigt, wie groß im Judentum die potenziellen Möglichkeiten für Erez. Israel .sind. Nach zehn Jahren der Arbeit und Erfahrung müssen wir unsere Tätigkeit in allen Ländern verstärken, unserer Arbeit einen neuen Antrieb geben und sie mit neuem Inhalt erfüllen; Das Direktorium des Keren HejeSsod hat beschlossen, den Monat November für die Aktion des Keren Hajes? sod-Jahrzehnts zu bestimmen. Dieser Monat wird der Tat für Erez Israel, der Aktivierung für Erez Israel. dienen. Dieser Monet soll den Aufbau von Erez Israel . ins Zentrum des jüdischen Lebens stellen. Wir müssen für diese Aktion alle aktiven Kräfte in der zionistischen.. Organisation, in der Jewish Agency, im ganzen jüdischen Volke mobilisieren und unsere Propaganda in allen ihren Zweigen verstärken.» Der Aufruf entwarft hierauf in allgemeinen ßtnchpn das Programm für den Keren-Hajessod-Jahrzehnt-Monat. Das Programm umfaßt feierliche Volksversammlungen, in denen die Kampagne! für das Jahr 5691 proklamiert wird; >• ' ' Versammlungen in den $ y n ä g o g C n mit Ansprachen der Rabbiner; Sondersitzungen der Gemeinderäte der jüdischen Gemeinden; Frauen- und Jugendverpam mf un g’e n, Versammlungen verschiedener Organisationen; Pressekonferenzen; Vorträge in den Schufen über dfe Tätigkeit des Keren Hajessod; Verteilung von Propaganda material im Zusammenhang mit der Einleitung der Kampagne für 5691; Veröffentlichung von Sondernummern der jüdischen Zeitungen und Zeitschriften in Wien Ländern und Sprachen; Veröffentlichung von Artikeln, über Erez Israel und den Keren Hajessod in der allgemeinen Presse; Vorführung des Palästdnafilflis etc. etc. Das Direktorium des Keren Hajessod fordert schon, jetzt di« Komitees auf, alle erforderlichen Vorbereitungen' .zu treffen und alle wichtigen Führer und; Mitarbeiter für die Aktion des Keren-Hajessod-Jahrzehnts und für die Arbeit in den darauffolgenden Monaten zu mobilisieren. Die Aktion muß unmittelbar nach den Feiertagen einsetzört und die Novemberaktion muß der Beginn einer ganz intensiven Arbeit eeiö, die im Jahre 3601 den Keren Hajessod zum Erfolg tragen muß. «Dl* Aktion des Keren-Hajeasodtjahmhnts*», «o schließt der Appell des Direktoriums, «soll zum Aufruf und zur Auf-r rüttelung für d** Jüdische Volk werden, Antrieb zur Erneuerung und Verstärkung unserer Arbeit und Zur Stärkung unserer Position im Lande.» Eli» jüdischer Tbilitehroer der Byyd^xpeditio» ausgezeichnet Master Sergeant Benjamin Roth, ein jüdischer Unteroffizier der amerikanischen Luftflotte, der als Mechaniker an der Südpolexpedition Byrds teilgenommen hat, erhielt vom Kriegsdepartement der Vereinigten Staaten die «$oldatenmedaillä» als Auszeichnung dafür, daß er unter äußerster Lebensgefahr während des Fluges einen an dem Flugzeug entstandenen Defekt beseitigte.