Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 135 (17.7.1930)
- Date
- 1930-07-17
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3053752-3053859-3053888--1834-3057216- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 4 DTE STIMME Nr. 185 Ende lull geht die Balfour-Hktion in finde Stillet Eintragungen Im Baliourband d« Goldenen Buches m Heren KaSemeth Die Makkabiade in Antwerpen Empfang im Stadthaus. Zu Ehren der Delegierten des Kongresses des Welt* Makkabi wurde von der Stadt Antwerpen im prächtigen Stadthaus ein Empfang veranstaltet. Der Deputierte Ekeleers begrüßte die Delegierten und Gäste im Namen der Stadtverwaltung. Er rühmte die Sporttüchtigung der Juden, sprach auch von der großen geistigen und materiellen Bedeutung des Zionismus für das jüdische Volk und schloß: Die zehn Sportler, die auf Motorrädern aus Tel «Aviv nach Antwerpen gekommen waren, symbolisieren die Sporttüchtigkeit der Juden und bringen gleichzeitig Europa einen Gruß jener neuen Kultur, die die Juden im Lande Israel geschaffen Der Präsident des Welt-Makkabi, Dr. Hermann Leie wer, dankte dem Deputierten Ekeleers und der Stadt Antwerpen für den warmen Empfang. Unter Führung von 'Stadtbeamten besichtigten die Delegierten die historischen Sammlungen der Stadt. Makkabi-Marsch durch die Straßen Antwerpens Die Delegierten und Ehrengäste der Makkabiade veranstalteten einen Marsch durch die Hauptstraßen von Antwerpen, der sehr imposant verlief. Viele tausende Einwohner Antwerpens bereiteten den jüdischen Sportlern beigeisterte Ovationen. An der Spitze des Zuges schritten die Mitglieder des Antwerpener Ehrenkomitees, es folgten der Präsident der Zionistischen Organisation Antwerpens N. Torczyner, Professor Ginsburg, die Mitglieder des Makkabi-Präsidiums unter Führung Dr. Leiewers, die Palästina-Delegation mit den zehn Motorzyklisten aus Tel-Aviv,.sodann die Delegationen der verschiedenen Länder. Die Eröffnung des Makkabi-Kongresses Am Samstag, den 5. Juli, abends, wurde der Kongreß des Weltmakkabi eröffnet. Au'ßer den Delegationen hatten sich etwa 2000 Gäste eingefunden. Nach der Eröffnungsansprache des Präsidenten des Welten akkabi Dr. Hermann Le lewer begrüßten den Kongreß die Vertreter der verschiedenen jüdischen1 -Organisationen sowie die Führender Makkahi-Delegatianen aus Polen, England, Amerika,. Frankreich, Deutschland, Tschechoslowakei, Belgien,. Holland, Lettland und Palästina. Einen tiefen Eindruck auf alle Anwesenden machten die Ansprachen des Voiv sitzenden der Berliner Jüdischen Gemeinde Direktor Qeprg Kareski, des Mitgliedes der Zionistischen Weltexekutive handlungeil sind resultatlos, da Herzl auf vage Versprechungen Abdul Hamids nicht eingehen will. Durch Vermittlung der englischen Zionisten wird Her?l als Experte vor die Royal Commission zum Studium der Fremdeneinwanderung in England geladen, und bei diesem Anlaß gelingt es ihm, mit Lord Rothschild und der englischen Regierung in Beziehungen zu treten. Er führt Unterhandlungen mit Joe Chamberlain und Lord Landsdown, erhält von ihnen die Zusage und Unterstützung 2ur Errichtung einer jüdischen Siedlung in Aegyptisch-Palästina (Sinai-Halbinsel und Ei- Arisch). 1903 Eine Sachverständigenkommission, die das in Aussicht genommene Terrain untersucht, stellt fest, daß große Wassermengen aus dem Nil zur Aqsiedlung erforderlich sind. Die ägyptische Regierung macht Schwierigkeiten, und deswegen muß daß Projekt fallen gelassen werden. Joe Chamberlain bietet Herzl U g a nd a zur Kolonisation an. Herzl zieht inzwischen auch andere Gebiete zur Errichtung eines «Nachtasyls» in Erwägung, wobei er insbesondere durch die Eage der Ostjudenheit (Pogrom in Kischinew) beeinflußt wird. Herzls Aufenthalt in Rußland. Besprechungen mit Plehwe und Witte. VI. Kongreß in Basel. Abstimmung über Entsendung einer Untersuchungskommission nach Uganda. Tragische Zwischenfälle, Nach dem Kongreß Bewegung im russischen Zionismus gegen Uganda. Charkower Konferenz. 1904 Herzls Empfang durch den König von Italien, Pabst und Tittoni. Unterstützung durch die Regierung in Konstantinopel, Ablehnung durch den Pabst wegen der christlichen Stätten. Im April letzte A.-C.-Sitzung mit Herzl. Versöhnung mit den opponierenden russischen Zionisten unter Aufrechterhaltung der Beschlüsse des VI. Kongresses. Eine seit Jahren bestehende Herzerkrankung Herzls verschlimmert sich, er muß gänzlich ausspannen, geht zuerst nach Franzensbad, dann nach Edlach, wo er am 3. Juli stirbt. Gewaltige Trauerk indgebung in der ganzen Welt. Dr. Uwus Barth und des Präsidenten der Jüdischen Volkspartei in Deutschland Dr. Alfred Klee. Direktor Kareeld wies auf die bisherigen großen Erfolge des Makkabi hin, Erfolge, die sich in der rapid ansteigenden Zahl seiner Mitglieder auSdrücken.!m Verlaufe eines einzigen Jahres hat sich dl« Zahl der Makkabj-Mit* glieder verdreifacht und die Ziffer 50.000 erreicht. Herr Lazarus Barth überbrachte die Grüße der Zionistischen Exekutive und sprach über die Harmonie zwischen geistiger und körperlicher Entwicklung eines Volkes. Dr. Alfred Klee sagte u. au «Die echte, die große Makkabiade wird erst diejenige sein, die Im Jahre 1932 ln der schönen jüdischen Stadt Tel Aviv ln Erez Israel stattfinden whrd^ Nach der imposant verlaufene« Eröffnungssitzung bt* richtete Z i s 1 i n g aus Tel - Aviv über den Aufschwung des Makkabi in Palästina und überbrachte dem Kongreß di« Grüße des Jischuw. Hierauf erstattete Friedent.hal ein Referat über «Chaluziuth und Makkabi-Weltverband*. Er ging ausführlich auf die aufblühende Hachscharah-Bewegung im Makkabi und auf die Maßnahmen, die zur Berufsumschichtung notwendig sind, ein. Es folgten Berichte der Vertreter der einzelnen Länder. Aus all diesen Berichten war der beispiellose Aufschwung der Makkabi-Bewegung unter der jüdischen Jugend und ihre Zionisierung zu ersehen. Während der Mittagspause trafen die Motorradfahrer in den Straßen Antwerpens ein. Es wurde ihnen unter Anteilnahme der jüdischen und nichtjüdischen Bevölkerung ein enthusiastischer Empfang zuteil. Am Nachmittag wurden die Verhandlungen fortgesetzt und verschiedene wichtige Beschlüsse gefaßt. ERLEDIGTE LEHRER - STELLE. Am Ifraeiitifdum Blmdtra-Inftity.«« Warte in Wien gelangt die Stelle eines L E H R E R * P R £ F E ft T E N zur Befctzupg. Dia Stellenwejrbcr wollen ihre mit d<m ZeugnifTen und dem Gebufta- und "Hcinutfehain belebten Gcfuche bei der Direktion, Wien, XIX., Hohe Werte jjs, eiöbringcn, die auch eventuelle Auskünfte erteilt. Die Sportfeste Am ßonntag, den $• Juli, nachmittags, fand im ßerch«n- Sitadion-rin großes Sportfest bei Anwesenheit von Tausepr den von Zuschauern statt. Es wurden Wettkämpfe in der Leichtathletik, im Turnen, Gymnastik und Fußball aysgetragan. Der Verlauf des Sportfestes war ein glänzender und stellte eine große Demonstration und ein Bekenntnis der jüdischen Jugend zur Idee de/ körperlichen Ertüchtigung dar. Der SonntagtApend vereinigte die Teilnehmer zu einem Schwimmfest,. auf welchem vorzügliche keistüngen, besonders der Teilnehmer aus der Tschechoslowakei, England und Belgien, gezeigt wurden. Ein besonderes Ereignis war das Tennistyrn ie r am Montag, an welchem sich als Gast der berühmte Tennis-Champion und Spitzenspieler Daniel Prenn beteiligte. Prenn betonte seine volle Sympathie mit den Zielen des Makkabi-Weltverbandps und stellte seine weitere Mitarbeit in Aussicht. Nachwuchsbewegung der Zionistischen Weltorganisation Am Vormittag des Montag fand die Schlußsitzung der Delegiertentagung statt. Dr. Rosenfeld referierte über die Vorbereitungen?ur Makkabiah 1932 und Fritz Lewinsofin über die Aufgaben des Ozar Hamakkabi. Für den Keren Kajemeth sprach Herr P o 11 a k, der sieh eingehend mit den Spezialaufgaben des Makkabi für den K. K. L. befaßte. Es wurde eine Reihe von wichtigen Beschlüssen, betreffend Organisierung der Makkabiah, des Ozar Hamnkkabi, des K- K. L. und betreffend Sport- und tumtechnische Fragen, gefaßt. Ara Montag nachmittag fand ein gastlicher Empfang der Präsidiumsmitglieder und *der Delegierten durch die Belgische Föderation im Saale de$ Beth Zion statt, auf welchem Herr Torczyner im Namen der belgischen Zionisten Worte der Begrüßung sprach. Die Festtage fanden ihren Abschluß durch einen Ball, der alle Teilnehmer und zahlreiche Gäste am Montag Abend vereinigte. Vom Präsidium des Weltmakkabi wird dem JTA-Ver* treter gegenüber erklärt: «Die Tage von Antwerpen haben bewiesen, daß im Makkabi-Weltverband eine neue Jugend heranwächst, die geeignet ist, Nachwnehsbewegung der zionistischen Weltorganisation zu werden. Der Makkabi-Weltverband ist heute die bei weitem größte Organisation Jüdischer Jugend in aller Weit und stellt das stärkste Reservoir zionistischer Kräfte dar. Antwerpen war die letzte Etappe auf dem Wege zur Makkablab, der jüdischen Olympiade, die im Frühjahr 1932 in Erez Israel stattfinden wird und auf die von jetzt ab alle Kräfte der Makkabi- Organisation konzentriert werden.» I Verbindung der Arbeiterinnen Palästinas mit der Weltorganisation zionistischer Frauen Am 2. Juli käm in London anläßlich einer Sitzung dar WIZO Exekutive mit der Vertreterin des Arbeiterintienrates Palästinas, Prl. Ada Fischmanji, der Anschluß der Arbeiterinnen-Organisation Palästinas an die Weltorganisation zionistischer Frauen auf Grund einer besondem organisatorischen Abmachung zustande, derzufolge die Arbeiterinnenschaft Palästinas eine Vertreterin in die Exekutive der WIZO entsenden und durch zwei Deleg’erte im Council, durch vier Delegierte in den zwei jährlichen Konferenzen der Weltorganisation zionistischer Frauen vertreten sein soll. Dieses Abkommen unterliegt der Bestätigung durch die auswärtigen Mitglieder der WlZO-Exekutive, sowie durch die.konstitutionellen Körperschaften der WIZO und der Moazath Hapoaloth. Die dyreh die Moazath Hapoaloth vertretene Organisation der Arbeiterinnen Palästinas umfaßt heute 11.000 Mädchen und Frauen der städtischen und der ländlichen Berufsarbeit. Gemeinsames Memorandum vor W. I. Z. 0. und Hadassa In den letzten Tagen fand eine gemeinsame Sitzung von WIZO und HADASA in London statt, an der die Galuth- Exekutive der Weltorganisation zionistischer Frauen, eine Vertreterin der Palästina-Exekutive und zwei Delegierte der amerikanischen zionistischen Frauen Organisation «Hadassav in Anwesenheit des Mitgliedes der Zionistischen Exekutive, Miß Henriette S?old, teilnahmem Dieser Sitzung, die umso mehr Interesse verdient, als sie die erste offizielle gemeinsame Tagung der beiden großen zionistischen Frauenorganisttionen darsteJlt, lag ein Memorandum von Henriette S?old vpr, worin die «nichtökonotnijschen Gebiete des Pajästina- Aufbaus», d. h. Gesundheitswesen, Erziehung und spziaJe Fürsorge mit besonderer Betonung des Erziehungswesens als das spezielle Arbeitsfeld der Frauen bezeichnet werden. Miß $?01d empfiehlt den zionistischen Frauen der ganzen 'Welt, das Budget für das jüdische Erziehungswesert Palästinas zu garantieren, um dieses zumindest auf seinem heutigen Standard erhalten zu können. Es gelang, in wesentlichen Punkten «ine Uebereinstimmung zwischen den in London anwesenden Vertreterinnen von WIZO und Hadassa zu erzielen, auf Grund deren rin gemeinsames Memorandum an das Administrative Committee der Jewish Agency entworfen wurde, welches nunmehr der Palästina-Exekutive der WIZO, sowie den Konferenzen bezw. Councils von WIZO und Hadassa vprgelegt werden muß. Vor endgültiger Beschlußfassung muß die Stellungnahme der Jewish Agency und der Zionistischen Organisation, sowie der Knesseth Israel und des Keren Hajessod ejngeholt werden. Wieder Schändung eines jüdischen Friedhofes In einer der letzten Nächte wurde, wie aus Neustadt a. d. Aisch berichtet wjrd, der jüdische Friedhof bei Diespeck durch Umwerfen und Beschädigen von Grabsteinen geschändet. An unsere verehrten ||| Leser und Leserinnen | An alle unsere Freunde 9! „Di© Stimme“ lat das offizielle Organ der österreichischen Zionistischen Organisator „Die Stimme“ bringt Nachrichten aus der ganzen jüdischen Welt. „Die Stimme“ bemüht sich, eine allen zionistischen Gruppen dienende Zeitung zu sein. „Die Stimme“ wendet eich an alle ihre Lößer, Freude und Anhänger mit dem Ersuchen, sie in ihrem Kampfe zu unterstützen. Verlangen Sie in jedem Gastlm us, in jedem Kaffeehaus „Pl^jtlmrae“! Beeinflussen Sie ihre Freunde und Bekannten, daß sie „Pie Stimme“ abonnieren! Trachten Sie den Kreis unserer Anhitnger zu vergrößern! Werben Sie für „Die Stimme“ bei jeder Gelegenheit!!!