Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 133 (3.7.1930)
- Date
- 1930-07-03
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. ISS DIE SUMME Stfte,3 mmtmimmm gebnissen der zuletzt stattgeüabten Wfthl zum Delegiertentag. III. Für die Zusammensetzung aller von der Organisation zu bildenden oder zu besehikkenden Körperschaften, Kommissionen usw. gilt als »Schlusses das Kräfteverhältnis der am letzten Delegiertentag vertretenen Gruppen. IV. Der Antrag des Landeskomitees auf Einberufung eines außerordentlichen Delegiertentages zwecks Beschlußfassung über die Frage der Landeskomitees. V. Die Höhe der Parteisteuer ist för alte Mitglieder der Örganisatidft gleich. VI. Der Zionistische Delegiertentag beauftragt das Landeskomitee, die Bildung des Territorialverbandes im Sinne des seinerzeitigen Kongreßbeschlusses ehestens in die Wege zu leiten, um eine Basis zu einer Zusammenarbeit aller zionistischen Gruppen zu schaffen. VII. Die Finanzkommdssion beantragt in Wiederholung eines ähnlichen Beschlusses des Delegiertentages vom Jahre 1928 die Wahl einer permanenten Finanzkon troll- und Sparkommission ' mit jeweiliger Funktionsdauer bis zum nächsten ordentlichen Delegiertentag. In die .Kompetenz dieser Kommfe@iQn„ fallen, sämtliche tiüd 'Oi^ptffir'isriWö&'Äöcbeto" Landesverbandes für Oesterreich, die mit einer finanziellen Gebarung verbunden sind. Die Kommission konstituiert Sieb selbst und ist in bezug auf ihre Beechltisi*6 antonon*. Die Kom miösion ist berechtigt und verpflichtet, in kürzeren Zeitabschnitten in die Bücher und Belege dieser Institutionen und Organe Einsicht zu nahmen, Die Bücher; imd Belpg^ Sind dett Mitgliedern' 'der Kötnmissibn jederzeit über verlangen vorzulegen und zu erläutern. Die Beschlüsse der Kommission sind den zuständigen Instanzen, vorzulegen. Die Kommission is* ebeiiso berechtigt un$ .verpflichtet, wichtige Vorkommnisse ■ der ‘ iiSehsferi Parteiratssltzüng zur Kenntnis zu bringen. Der Parteirät ist auch anzurufen, wenn die Anträge der Kom-. missiönvon den .einzelnen Instanzen nicht akzeptiert oder in vereinbarter Weise darchgeführt werden. Alle der Kontrolle der Kommission unterstehenden Institutionen lind Organe sind vor* pflichtet, . allmonatlich nach den Angaben der Kommission spezifizierte Kassarapports der qhne besoridgre,. ^uffördöru^ vor?, : zulegen. „ „ , Die Finanzkon troll- und Spark ommissi on ist ausschließlich dem. Delegiertentag verättt- .'wörtlich und ist daher verpflichtet, jedem Deuttb erfrifdjettb bet aßen Verboten bc§ 9Htet8, bet älteren Scuten, bk fidj matt unb a6gefj>annt füllen, über ©djtotnbefgcfüljr, gidjtifdje uttb tfjcumatifdje 33efdjtoei> beft Hage», Ijat ftcb frei bctfäitflic^e§, rabiumljaltlgcS SRabiofHexitt ertoiefen, baS ba§ 33Iut auffrift^t, beffere Smtifjblutung beS ganzen SlorperS betoitft, grifttge uttb lorbetlidje?ltbetWfä^igleit bi§ trt§ Ijolje Älter erhalt. Dfabiumgeljalt amtHc| geprüft. ©eneralbcpot uttb STtiöfuttft: Äpotbefc 33 a p e t, 3B i e n, 1. 33e*., SBoIDc i I c 13. ^rofpefte gratis uttb fränfo; legierten tag Bericht zu erstatten. (Einstimmig angenommen.) ^’Vill. De£ Finanzkönfroll- und SpAFköfnöiJßsion haben Vertreter aller Wiener Gruppierungen und ein Vertreter der Provinz anzugehören. IX. Der Delegiertentag erachtet die eeoHsmouatliche offizielle Veröffentlichung der Gebarungsergebnisse des Keren Hajessod und Keren Kajemeth in den in Oesterreich erscheinenden jüdischen Zeitungen für wünschenswert. X. Die ordentliche Parteisteuer für das Jahr 5690/91 wird mit S 2.— festgesetzt. Die ordentliche Parteisteuer ist von den Bezirkssektionen, Sondervereinigungen und Ortsgruppen vierteljährlich an das Landeskoinflee ähzuführen. Der Delegiertentag erachtet es als Pflicht jedes organisierten Zionisten, dem Landesverband die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen, die Zur Führung der Geschäfte erforderlich sind. Da die ordentliche Pftifteifitotier hiezu nicht ausreicht, stellt der Delegiertentag fest, daß es Pflicht jedes organisierten Zionisten Die Ortsgruppen, Bezirkssektionen und So'nder Vereinigungen sind verpflichtet, für die Auf- $dkuh~Jtßotn bringt eine fabelhafte Auswahl schicker, reizender Modelle in Eidechse, Krokodil und Chevreau.in erstklassiger Qualität. Die soliden fixen Preise sind allgemein bekannt. SdhMäfk-SfroTn, II.t ‘Gaborstraße 8 a briffgiing der intensiv tätig zu Weisungen seitens des Landeskomitees. über die Resolutionen und Än- Nach der. Abstimmung träge wurden die Wahlen * Glossen Jäbotlnskydarj nicht nach Palästina.. Das britische Kolonialamt, das sich seit einigen Wochen in der merkwürdigen Art das Mandat zu interpretieren auszeichnet, hat Vladimir Jabotinsky, der im Dezember Palästina verließ, um eine Reise nach Südafrika zu machen, das Rückreisevisum nach Palästina verweigert. So wird ein jüdischer Führer, der seinen ordentlichen Wohnsitz in Palästina hat und dort seinen bürgerlichen Beruf ausübt, von dem Jüdischen Nationalheim mit bürokratischer Gewalt ferngehalten. So wird ein Offizier der freiwilligen jüdischen Legion, die im Weltkrieg einen Teil der britischen Heeresmacht bildete, vom Herrn Paßfield behandelt. Und so wird den kriegerisch gestimmten, unbegründet Zeter A rabern, eine weitere Konzession. gewährleistet... Es ist eine erfreuliche Tatsache, daß die gesamte nationaljüdische Welt gegen dieses Unrecht protestierte,. Ohne Rücksicht auf Fraktionsunterschiede wird die neueste, Maßnahme des Kolonialamtes von allen unseren verantwortlichen Instanzen und unserer ganzen Presse, die «Jüdische Rundschau» inbegriffen, verurteilt.. Aber was nützt das alles? Ein Jade, der in Palästina iebk darf in sein Land nicht zurück. Warum? Weil London sich vor Nablus beugt. Weit die Bef ehle der Arabischen Exekutive im Colonial Office prompt ausgeführt werden. Bravo Agudahl . , »Ein jpdeein nationaler Jude, Rabbiner Narbk, sollte iti Lettland Minister werden. Der Ministerpräsident: war dafür, die Regierung war dafür, es war dafür €üt' größer teil des Parlaments. Gegen Um waren einige oppositionelle Abgeordnete, die Unterschriften sammelten, um die Wahl des Rabbiner Nufok jeitm Minister zu verhindern. Und gegen ihn war — eine jüdische Partei: die Agudah. Er wurde zum Minister nicht gewählt, Die Agudah kann in solchen Angelegenheiten bereits' aUf eine reiche Tfqditipn zurückblicken. Sie hat es schon öfter züsiahde gebracht, die Einheitlichkeit der jüdischen Front zu durchbrechen und die allgemein jüdischen Interessen zu verraten. So war es zurzeit des Wahlkampfes in Polen, so einigemale in Palästina. Nun kommt Lettland an die Reihen Diese Konsequenz muß Bewunderung erregen... zu den Pärteiinstanzen vorgenommen. Sie ergaben folgendes -Ergebnis: Landeskoftiitee Präsident: Dr. Oskar Griinbaum. Mitglieder: Dr. Jakob Ehrlich, Dr. Desider Friedmann, Dir. Wilhelm Epstein, Dr. Z. F. Finkeistein, Dr. J. B. Korner, Dr- Josef Löwenherz, »Sabine Paßweg, Pinkas Silberherz, Dr. Michael Steinberg, ein Vertreter der Jugend, ejn Vertreter der Studentenschaft. Parteigericht Obmann: Dr. Dagobert Bybaczews k y; Parteianwalt: Dr. Artur I m m e r g 1 ü e k; Mitglieder: Dr. Leonhard Eckstein, Doktor Arje Birnbaum, Dr. Hermann Ebner, Meir Henis45h, Dr. Simon Horowitz, Dr. Abraham Schm e r 1er, Dr. Willi Scho r r, Doktor Moses S t ö c k I. Finanz-, Kontrolle und Sparkommission F, M. G e 11 e r, Dir. Ignaz Guttmann, Hans K a n ,d 1, Ignaz Müller, Salo Schmer- Ver, ein Vertreter der Hitachduth. Revisoren Julius Katz, Moses Rubin, Sigmund Wechsberg. Keren Hajessod-Kommlssfon Adolf Böhm, Dr. Fritz E k s t e i n, Doktor Josef Ge 1 bard, Siegfried Graubart, Doktor Viktor Kellner, Ing. Otto Krasny, David Nebenzahl, Moses Rath, Paula S t r i kker. Keren Kajemeth-Kommission Adolf Böhm, Dr. Hermann Ebner, Hof» rat Sigmund Fuchs, Simon G a s p a r d, Moseheh Kerzner, Rudolf Iilumak, Rosalie Leser, Simon Picker, Dr. David Rothb 1 um, Bernhard Steinklein, Aron Sternberg, Sau! Weinreb, Jakob Zehner« Parteirat Dir. Siegfried A. 11 m a n n, Gisela B1 a tt fe r, Ing. Eugen Buchbinder, Dr. David Bukspan, Dr. Jakob Ehrlich, Dr. Desider Friedmann, Dr. Z. Finkeistein, Simon Gas p a r d, Dr. Rudolf G1 ü c k 1 i c h, Dr. Heinrich Gl Ücker, Dr. Josef Gelbard, Meir Henisck, Dr. Arnold Kar plus, Ing. Otto Krasny, Dr. J. H. Körner, Julius Katz, Salomon Körner, Dr. Josef Löwenherz, Isidor Lebensohn, Dr. Alfred Löwy, Robert Lus t i g, Moses Lutzky, Kom.-Rat Max Markus, Dr. Susi Münz, Dr. Gustav Morgenstern, Josef Münz e r, Jehuda M e i 1 e n, David Nebenzabl, Emil Heinrich Nimhänser, Möses Rath, Moses Rubin, Dr. Abraham S o h m e r 1 e r, Hermann S c h w a r z (resp. Moritz Kolm), Max Schi ff mann, Naftäli Scherz er, Prof. Dr. Wilhelm Stein, Aron Sternherg* Paula Stricker, Ajalah Tartakower, Hermann Tropp, Dr. David Taubes, Dr. Paul Tislowitz, Dr. Georg Weiner, Josef Wein stock, Dr. Israel Waldm a u n, Leon W e c h s 1 e r, Saul W. e i n r e b. Ersatzmänner Paul Alter, Prof. Aibert B a t s o h Abraham Bio oh, Max Diamant, Chask E d e r e r, Josef Frankel, Dir. Ignaz G u t mann, Frieda Haber, Dr. Simon Holde gröber, Moses Irom, Zwi Kann er, Hai Kolb, Rudolf Klumak, Theodor Kollo Juda Löw, Moscheh Lichtmann, Eduai Mandelbaum, Helene Modlinger, Fri Müller, Meir Pais, Batschewa Paßwe Simon Penner, Otto R u z e k, Norbert S a e h (Krems), Dr. Nahum Samonsky, Ar Seherz-Feldmann, Ignaz Stern, Sa Sohmerler, M. Weintraub, Dr. Z\ Wieselberg, Peisach Wühl. Der neugewählte Präsident des Landeskomitees, Pr. Q kar uriinbaum, ergreift, das Wort zu einer kurzen A Sprache, in der er für die Wahl dankt und verspricht die übe nommenen Verpflichtungen getreu zu erfüllen. Der Vorsitzende des Delegiertentages, Dr. Friedman schließt hierauf die Tagung. Bravo Agudah! $. Aus Rußland : Dekiasiöerte, Juden sollen aus Rußland atswataddfri dürfen. Dem. j. T. A.-Vertreter wird aus zuverlässiger“ QüeiÜe mitgeteilt, daß die Sowjetregierung sich gegenwärtig .mit dem; Projekt befaßt, solchen jüdischen - «Lischenzes» (Wahi> -rechtslosen), die keine Hoffnung haben, je in Rußland das Wahlrecht zu bekommen, die Auswanderung aus Rußland radikal zu erleichtern, jüdische Kommunisten bekämpfen dieses Projekt; das einzig und allein jüdische «Lischenzes». berücksichtigt; es besteht aber begründete Aussicht Annahme des Projektes. Eine jüdische KoOektfvkolonie in Weißrußland niedter- > gebrandt Von unbekannten Tätern ist die beste jüdische. Kollek« tivkolonie in Weißrußland, Ostre-Liadi, Kreis Hornel, niedergebrannt worden. Die der Kolonie benachbarten weißrussischen Bauern hatten in der letzten Zeit wiederholt die Drohung ausgesprochen, daß die Kolonie niedergebrannt Werden wird, wenn sie als Kollektivum weiter besteht und sich nicht in Individualwirtschaften auflöst. ABONNIEREN SIE DIE „PRESSE-REVUE HERAUSGEGEBEN VOM ZENTRALBÜRO DER ZIONISTISCHEN ORGANISATION l Die „PRESSE-REVUE“ bringt Woche für Woche eine Zusammenfassung wichtiger Aenßernngen der zionistischen Presse unter besonderer Berücksichtigung der hebräisohen Zeitungen Palästinas. 'Jede Nummer enthält: 1. Eine Uebereicht über die hebräisch-paläsiinensi8Che Presse und ihre Stellungnahme zu den Problemen des Aufbaus und der Politik. 2. Eine Revue der allgemein zionistischen Presse der Diaspora. 3. Auszüge aus der arabischen Presse, die die Stellungnahme der palestinensisoben sowie syrisohen und ägyptisohen Araber zur zionistischen Bewegung und Arbeit beleuchten. Im Hinblick auf die jüngsten Ereignisse in Palästina ist diesem Teil der Revue ein erweiterter Raum gewährt worden. Jeder Zionist, der mit der Gedankenwelt und den Leistungen der zionistischen Bewegung in engem Kontakt zu bleiben wlnseht. muS die „PRESSE-REVUE“ abonnieren. Das Abonnement fftr die „PRESSE-REVUE“ kostet 10 engi, Sbilttsg;ar« Jahr, Ea wird gebeten, den Aboanenmntsbetrag der Bestellsng beisnlegen. ZENTRALBÜRO DER ZIONISTISCHEN ORGANI¬ SATION —.VERLAG DER „PRESSE-REVUE“ 77, GREAT SU6SEEL STREET, LONDON, W. C. 1