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Die Stimme · 1930-06-26 · Heft 132 (26.6.1930) · page 10

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 132 (26.6.1930)
Date
1930-06-26
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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Seite 10 DIE STIMME Nf. 182 öle ysdisehe Vertretung auf dem Kongreß der Pen-Klubs in Warschau Aof dem gegenwärtig in Warschau tagenden 8. Internationalen Kongreß der PEN-Klubs ist der die jüdische Literatur repräsentierende PEN-Klub durch eine Delegation vertreten, die vom Präsidenten des jüdischen PEN-Klubs und Ehrenmitglied des Internationalen PEN-Klubs, dem Dichter Schalom Asch, geführt wird. Aus Anlaß des PEN-Kongresses in Warschau lud der jüdische PEN-Klub zu einer Pressekonferenz in das Lokal des Vereines der jüdischen Schriftsteller und Journalisten ein. Nach Begrüßung der Pressevertreter durch Aron Zeitlin hielt Schalom Asch eine große Rede über die Aufgaben des PEN-Kongresses, der die geistige Bindung der Nationen darstellt. Dabei wies Asch auf die freundlichen Beziehungen hin, die ihn mit den polnischen Schriftstellerkolfegen verbinden. Teils mit Zufriedenheit, teils mit Neid, fuhr Schalom Asch fort, blicke ich auf die literaturfördernde Tätigkeit der polnischen Regierung, die die polnischen Schriftsteller fördert, ihnen zu Auslandsreisen verhilft, damit sie sich entwickeln und ihren Horizont erweitern können. Aber dieselbe polnische Regierung fühlt es nicht als ihre Pflicht, auch die anderen auf polnischem Boden wachsenden Literaturen irgendwie zu fördern. Die jüdische Literatur wird als Stiefkind behandelt und in das ärmste Winkelchen des Lebens gestellt. Unter den Bedingungen, unter denen jüdische Schriftsteller schaffen, hätte die jüdische Literatur schon längst untergehen müssen, trotzdem geschieht das Wunder, daß diese Literatur sich schön entwickelt und in der Weltliteratur ihren Platz findet. Wenn ich von jüdischer Weltliteratur rede, sagte Asch, so meine ich sowohl die hebräische als auch die jüdische Literatur; ich gehöre zu der älteren Generation und sehe nur eine einheitliche Literatur des jüdischen Lebens. Asch regte die Schaffung eines Fonds zur Förderung junger jüdischer Schriftsteller, die unter schwersten Bedingungen arbeiten müssen, an. Die besten literarischen Schöpfungen sollen Preise erhalten. Miteiner Uebersicht über das allgemeine Programm und die Ziele des Internationalen PEN- Klubs schloß Asch seine Ausführungen. In der weiteren Aussprache, bei der zur Rede kam, daß die hebräische Literatur zum ersten Male, und zwar als territoriale palästinensische Literatur, auf dem PEN-Kongreß vertreten sein wird, während die jiddische Literatur als eine exterritoriale vertreten sein wird, erklärte Asch, er vertraue dem Takte der hebräischen Delegation, daß diese den Eindruck zu vermeiden suchen wird, daß wir ein gespaltenes Volk sind. Auch Aron Zeitlin versicherte, daß mit den hebräischen Schriftstellern eine Einigung getroffen sei und daß es zu Konflikten nicht kommen wird. Dr. Jehoschuab Bierer: «Das Arbeiter!* und Bauernkollektiv in Palästina». Verlag Wallishaussersche Buchhandlung^ Wien. L «Die Chewrath Owdim», denn so heißt diese soziologische Erscheinungsform, die wir deutsch das Arbeiter- und Bauerokollektiv benannten, will — nicht gegen —sondern gerade im Rahmen, ja mit Hilfe der bestehenden Gesetze des kapitalistischen Staates eine sozialistische Wirtschaftsform aufbauen.» Dieser Satz, dem Vorworte der Broschüre entnommen, ist bezeichnend sowohl für die Einmaligkeit des palästinensischen Arbeiterexperimentes, wie auch für den vorliegenden Versuch, diese Arbeiterbewegung wissenschaftlich zu ergründen. Und es muß gesagt werden, der Versuch ist gelungen. Zum ersten Male haben wir es in nicht hebräischer Sprache mit einem gründlichen Studium der besonderen Struktur der palästinensischen Arbeiterbewegung zu tun. Prägnant und klar zeigt uns der Verfasser die spezifischen palästinensischen Arbeiterinstitutionen in ihrer geschichtlichen Entwicklung und ihrem jetzigen Stande. Bemerkenswert ist die Im Buche dargelegte Geschichte der Kwuzah, dann die Organisation der Baugenossenschaft «Solei Boneh* wie auch vieles andere. Es ist zu wünschen, daß das aufklärende Buch Dr. Bierers weiteste Verbreitung findet. Es ist ein wertvoller gründlich sachlicher Beitrag zum Kennenlernen des heutigen jüdischen Palästina. W* Eine Akademie des Jüdischen Bundes «Blau-Weiß». Am 21. Juni 1930 veranstaltete der Jüdische Bund «Blau- Weiß» in den Kuostspielen «Pan» eine Akademie, die einen großen knüstlerischen Erfolg davöntrug. Den Zuschauern, die den Saal bis auf den letzten Platz füllten, wurde ein äußerst reichhaltiges Programm geboten. Ungeteilten Beifall fanden die Rezitationen von Jchuda Ehrenkranz. Doch auch die anderen Nummern, Chor, Gesangssolo von Frau Dr. Ada Schor, Palästinabilder uswi wurden, mit Beifall aufgerlommen. Es ist nur ziu wünschen. daß diese Akademie auch einen großen Reinertrag zu verzeichnen hat, der de,n Sommerlagern des «Blau- Weiß» zufließt. Der gedeckte jüdische Fest tisch. Schade, daß diese wertvolle Sonderschau, die das Dr. Krüger-Heim im Anschluß an seine diesjährigen Schulschlußausstellwngen veranstaltet hat, nicht wenigstens zum Telle dauernd erhalten bleiben konnte. Alle Scbautische und Interieurs, von der einfach gehaltenen Laubhütte biszu dem mit wertvollen antiken Sedergegenständen ausgestatteten Pessachtlsch ließen uns den Kulturwert und die seelischen Werte des Familientisches im jüdischen Hause erkennen. Der lustige Purimtisch, der Sabbuotbtisch und der neuzeitliche Freitagstiscb zeigten, wie der Kunst- und Schönheitssinn der Hausfrauen auch das moderne Kunstgewerbe unserer Tradition dienstbar zu machen vermag. Und daß die Tradition der ^uten jüdischen Küche noch lebt, konnte man an dem Büfett der rituellen Kochschule des Dr. Krüger- Heims erproben. Ergriffen blieb jeder vor der Wiener Sabbatbstube aus dem Jahre 1650 stehen. In diesem stimmungsvollen kleinbürgerlichen Zimmer stammte auch der unbedeutendste Gegenstand aus der Zeit vor der zweiten Wiener Judenaiistreibuug. Selbst die Modelle, die bei der Erzeugung des fettlosen Lebkuchens verwendet wurden und dessen Rezept stammen aus dem 17. Jahrhundert. bi den Stackwerken gab es Handfertigkeitsarbeiten dti Mädebeij-Volks- und Hauptschule, Erzeugnisse und Lehrgänge der Frauengewerbeschule für Weißnähen und Kleidermaeben sowie die neuesten Modelle der Arbeitsgemeinschaft der ausgelemten Zöglinge des Helmes m sehen, hellste Exauenbeseistening Aber das Geschaute za beobachten. S. A. Ausstellung AM Paitn hi Zürich. Am 15. Juni wurde in Zürich die umfangreiche Ausstellung des in Jerusalem lebenden Malers Abel Pann, welche unter dem Motto «Bilder der Bibel», 60 Darstellungen aus dem alten Testament umfaßt, eröffnet. «Theodor Herzt». — Btt netter Uchtbfldervortrag des Keren Kajemeth. Soeben wurde vom Haqptbureau des Keren Kajemeth in Jerusalem ein neuer Lichtbildervortrag «Theodor Herzl» veröffentlicht. Es ist dies die 12. Serie von Bildstreifen über den Zionismus und das neue Leben in Erez Israel. Der Bildstreifen kostet 2,6 Schilling, der Text wird in allen europäischen Sprachen gratis geliefert. Max Liebermann wieder Akademiepräsident. Wie der «Amtliche Preußische Pressedienst» mitteilt, ist Professor Dr. Max Liebermann auch für die Zeit vom 1. Oktober 1930 bis Ende September 193! zum Präsidenten der Preußischen Akademie der Künste gewählt worden. Das Statut der Akademie, das vorschreibt, daß ein und dieselbe Persönlichkeit nicht zweimal zum Präsidenten gewählt werden könne, wurde für die Person Liebermanns umgeändert, so daß er seit einer längeren Reihe von Jahren als Akademiepräsident fungieren kann. Hans Leisegang ttnd die jüdische Religionsphilosophie. Im Verlage von Junker und Dünnhaupt, Berlin, ist soeben als Heft 3 der philosophischen Forschungsberichte Hans Leisegangs, des Ordinarius’ für Philosophie an der Universität Jena, «Religionsphilosophie der Gegenwart» erschienen, in der ein Abschnitt der jüdischen Religionsphilosophie gewidmet ist Leisegang bringt Hinweise auf die in den letzten Jahren erschienenen Bücher über jüdische Religionsphilosophie sowie auf in Zeitschriften erschienene Aufsätze so u. a. auff Ernst Simons in den philosophischen Monatsheften der Kantstudien erschienene Abhandlung über «Die weltanschauliche Lage des modernen Judentums». Ausführlicher behandelt Leisegang die Cohensche Aufklärungs- und Annäherungsphilosophie, die er ablehnt sowie das für die Religionswissenschaft überhaupt wichtige Werk von Oskar Goldberg: «Die Wirklichkeit der Hebräer» (1. Band 1925), zu dem Erich Unger eine Einführung geschrieben hat (Das Problem der mythischen Realität). Es handelt sich hier, schreibt Leisegang, um eine Erschließung des Sinnes des Pentateuchs und zugleich um dje Entwicklung einer Methode, nach der das Verstehen eines Mythos gewonnen werden kann. Es handelt sich nicht nur darum, daß wir es versuchen, uns in das Bewußtsein des Mythen schaffenden Menschen hineinzuversetzen, sondern hinter jedem Mythos steht eine uns verschlossene Wirklichkeit, die wir erst wieder sehr mühsam zu rekonstruieren haben. Alle die religiösen Vorstellungen und Gefühle, die wir mdt den Begriffen der Sünde, der Schuld, der Heiligkeit usw. verbinden, zerbrechen an den Realitäten, die uns im Pentateuch entgegentreten. — Leisegang analysiert die Methoden Goldbergs an einigen Beispielen der Deutung von Termini im Pentateuch und empfiehlt die Uebertragung derselben Methoden auf das Neue Testament, um dessen Wirklichkeit zu verstehen. Der jüdische Hochschüler Mitteilungen des jüdischen Hochschulausschusses Ausgabe der Internationalen Studentenlegltimatlon. Die Mitglieder des Gesamtverbandes jüdischer Hochschüler Oesterreichs können den Internationalen Studentenausweis (Carte d'Identitd Internationale d’Etudiant) erhalten. Ausgabe der Anmeldeformulare erfolgt von 1—2 Uhr Im Sekretariat des Jüdischen Hochschulausschusses, Wien, IX., Zimmermannplatz 8. Der Kongreß des Wettverbandes der jüdischen Studentenschaft findet vom 2. bis 6. September 1. J. in Antwerpen statt. Das «Internationale Institut für studentische Selbsthilfe und Gemeinschaftsarbeit des Weltstudentenwerkes» veranstaltet gemeinsam mit der Conf6d6ration Internationale des Etudiants (C. I- E.). in Warschau vom 14. bis zura 19. Juli 1. J. eine Schulungstagung, Es wird das Problem der Studentenihäuser und .Studentenheime behandelt werden. In der Zeit vom 1. bis 20. September 1. J. wird in der Schweiz ein Schulungskurs zur Errichtung studentischer Arbeitsikolonlen durchgeführt werden: Jüdische Studenten, die Interesse an diesen Arbeiten- und an diesem Kurse haben, wallen sich im Sekretariat des Jüdischen Hochschulaussdhusses melden. Im Rahmen des Jüdischen Hochschulausschusses findet Montag, den 30. Juni d. J„ ein Vortrag des bekannten Gelehrten der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität, Wien, Prof. Dr. Fritz Wilke, über das Thema «Palästina einst und jetzt» mit Lichtbildern, statt. Ort: Festsaal des Handelsmuseums. Wien. IX., Berggasse 16. Zeit: 8 Uhr abends. Unentgeltliche Arbeitsvermtttlungsstelle des Jüdischen Hochschulausschusses. Hofmeister, Hauslehrer über die Sommerferien, mit Kenntnissen fremder Sprachen, auch für Nachhilfeunterricht in allen Mittelschulfächern (Philosophen, Pädagogen), erstklassige Kräfte für kommerzielle Unternehmungen und Advokaturskanzleien (Handelshochschulen Juristen), Privatsekretäre, vermittelt, prompt und unentgeltlich der Jüdische Hochscbulausscbuß, Wien, IX., Zimmermannplatz 8, Tel. A 25-2-28. Telephonischer Anruf oder Postkarte genügt. Jüdischer Sport Mitteilungen des Schwinimklubs «Hakoah» DieSchwimmeisterschaften. In etwa sechs Wochen finden die österreichischen Schwimmeisterschaften statt. Es ist unser Bestreben, so wie in den vergangenen Jahren, auch heuer recht zahlreich an den Meisterschaften teilzunehmen. Wir hoffen, daß es uns wieder gelingen wird, schöne Siege und unserem Klub — und damit dem Judentum ‘selbst — beachtenswerte Erfolge zu erringen, ln der gegenwärtig schwierigen Zeit, in der jn aller Welt der Antisemitismus erstarkt, gibt es für uns Juden nur einen Weg, um uns die Achtung zu sichern, dar man uns — oft mit den niedrigsten Mitteln — berauben will; wir müssen alle Anstrengungen machen, um überall im Kampfe mit den «Gegnern» erfolgreich abzuschneiden. Das Ziel sei immer: Sieger, erster werden! Oft haben wir uns diese Parole gestellt, oft haben wir — eben dadurch — gesiegt. So soll es auch diesmal sein. Freilich, ohne Mühe gibt es keinen Lohn. Und darum fordern wir von allen unseren Schwimmern, die für die Meisterschaften in Betracht kommen, daß sie sich pöichteifrigst an den festgesetzten Tagen, pünktlich, wie es sich für disziplinierte Sportler ziemt, dem TiräTnittg Widmen. Quer durch Wien. Zu diesem am 29. d. M. um 3 Uhr nachmittags stattfindenden Schwimmen haben wir folgende Nennungen abgegeben: Damen 1. Klasse: Fritzi; Damen-Junioren: Isabella Hendler, Martha Löffler; Herren I. Klasse: Erich Dreikurs, «Thorn» (Pseudonym) Herren- Junioren: Dollinger, Otto Goldberger, Robert Goldschläger, Grünberg. Stromüberquerung: Eine Mannschaft. Gartenfest der Ringsektion der Hak o a h. Die Ringsektion veranstaltet am Samstag, den 28. Juni um halb 9 Uhr abends im Türkenschanzpark ein Gartenfest, verbunden mit Akademie, Tanz und Juxbasar. Alle unsere Mitglieder sind hiezu höfl. eingeladen. Karten zum Preise von S 3.— sind bei Herrn Goldberg zu haben. Jüdischer Sport- und Schützenverein «Menorah». Donnerstag, 26. Juni, 19 Uhr: Boxkurs, IX., Llechtensteinstraße 20. — Sonntag, 29. Juni, %9 Uhr: Schießübung. Treffpunkt wie gewöhnlich 3. Haltestelle nach der Reichsbrücke, Linie 25. — Montag, 30. Juni, 19 Uhr: Boxkurs, IX., Liechtensteinstraße 20. — Sonntag, 6. Juli, %9 Uhr: Schießübung. Treffpunkt derselbe wie am 29. Juni. Unser Boxkurs endet mit 30. Juni. Der regelmäßige Betrieb beginnt wieder am 1. Oktober. Die Ver* ständigung zu deai Heimabenden wird den Mitgliedern per Post zugestellL Das Czernowitzer Makkabi-Jubflüum. Am 8. und 9. Jun; fand — wie schon mitgeteilt — die diesjährige Kreistagung des rumänischen Makkabi-Kreises, verbunden mit dem Fest des 20jährigen Jubiläums des «Czernowitzer Makkabi» in Czemowitz, statt. An dieser Tagung nahm der Präsident des Makkabi-Weltverbandes Dr. Lelewer-Berlin teil. In mehreren Referaten setzte er die ideellen und organisatorischen Grundlagen der in mächtigem Aufstieg befindlichen Makkabi-Bewegung auseinander. Die Hauptfrage des Kongresses bildete das Problem «Makkabi und Chaluziuth». Vor wenigen Wochen sind die ersten Makkabi-Chaluzim aus Rumänien nach Palästina abgegangen. Die Tagung wurde um rahmt von einem großen Sportfest, das einen glänzenden Verlauf nahm. Mehr als 6000 Zuschauer wohnten den Vorführungen und Kämpfen bei. Zum Schluß fand ein interessanter Fußballkampf zwischen Makkabi-Warschau und Makkabi-Cernauti, statt. Zur bevorstehenden Tagung des Kontinentalbundes zionistischer Mädchenvereinigungen Vom 27. Juni bis zum 2. Juli 1. J. findet in Prag der fünfte Bundestag des Kontinentalbundes zionistischer Mäd> cbenvereinlgungen statt. Der Kontinentalbund hat im vergangenen Jahre eine bedeutende Veränderung erfahren. Während er bis vor kurzem eine reine Gahith-Organisatioi darstellte, die es sieb zur Aufgabe machte, Mädchen, besonders aus assimilierten und dem Judentum entfremdeten Kreisen heranzuziehen und sie dem jüdischen Leben und dem Zionsgedanken nahezubringen, ist in letzter Zeit hauptsächlich unter den Mädchen des Kontinentalbundes in Polen, eine junge Hacbschara-Bewegung entstanden; ln deren Konsequenz einige Mitglieder des Kontinentalbundes auf der Chaluzfarm in Komorau (C. S. R.) als Gruppe des K. B. bereits ihre landwirtschaftliche Ausbildung erhalten* Für die Entwicklung des Bundes Ist es von Wichtigkeit, daß im Sinne der Zusammenarbeit mit der zionistischen Frauenorganisation und der Zusammenfassung aller Mädchengruppen unter eine einheitliche Führung Verhandlungen mit der «W:izo» geführt wurden, die noch vor dem Bundestag abgeschlossen werden sollen. Der Kontinentalbund hat das von der Palästina-Exekutive der Wizo empfohlene Projekt praktischer Palästinaarbeit, Schaffung von Fachbibliotheken für die Schülerinnen der Mädchenfarmen der Wizo ln Palästina, in Angriff genommen. Derzeit steht die Londoner Zentrale der Wizo wegen Aufnahme der in Hachscharah befindlichen Mitglieder des Kontinentalbundes in die Institutionen der Wizo mit der Palästina-Exekutive, in Unterhandlung. Die effektive Zusammenarbeit ist somit eingeleitet Diese und andere Probleme organisatorischer und ideologischer Natur sollen bei dem bevorstehenden Bundestag des Kontinentalbundes zur Sprache gelangen, um die Struktur und Arbeit des Bundes für das kommende Jahr festzulegen. Die Sitzungen des Kontinentalbundes werden durch eine Freitagabend-Feier, die von der Prager Kultusgemeinde für die Teilnehmerinnen der Tagung veranstaltet wird, eingeleitet werden. An den Bundestag schließt sich die Bundesreise, die heuer in den Böhmerwald führt und mit einer Donaufahrt ihren Abschluß findet. Warum Togal? Mehr als 5000 Aerzte, daunter viele bedeutende Professoren, anerkennen die hervorragende und zuverlässige Wirkung der Togal- Tabletten bei gichtischen, rheumatischen und nervösen Schmerzen, sowie Erkältungskrankheiten. Die Schmerzen werden sofort behoben! E Der Anker, Allgemeine Versicherungs- Aktiengesellschaft Wien. In der am 15. Juni d* J. abgehaltenen Sitzung des Verwaltungsrates wurde Herr Dr. Ch. Simon, Präsident der Schweizerischen Ktickversicherungs - Gesellschaft, Zürich, in den Verwaltungsrat kooptiert' und zu dessen Präsidenten gewählt. Nach Vorlage des Rechnungsabschlusses für 1929 wurde der Beschluß gefaßt, der für den BÖ. Juni einberuf enen ordentlichen Generalversammlung den Antrag zu stellen, gleich wie im Vorjahre auf die Aktien erster Emission eine Dividende von 10 Prozent und auf die Aktien zweiter Emission eine solche von 5 Prozent zur Verteilung zu bringen. Die Prämien- und Zinseneinnahrae ist auf S 30,972.797.88 also um S 4,278.286.26, die Gewährleistungfonds sind auf S 81.866.986.14 also um S 11,611.269.14 gestiegen.

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