Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 132 (26.6.1930)
- Date
- 1930-06-26
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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Nr. 182 Dlt STIMME Sette 9 litfpi'fltfiii* i Kbflsd U1U1 1 Michael Holzmann Wer als junger Student in den guten Zeiten um 1900 in der Wiener Universitätsbiblio'.hek saß upd mit der Wei.heit .des zweiten oder dritten Semesters einmal ein gar . nicht existierendes Buch verlangte, der wurde vön einem Diener aufgeforde t, in das K'italögzimmer zu kommen. Erst hier ist woh den meistern unter uns die Bedeutung des Salzes klar geworden, daß die Wisse schä t und ih e Lehre frei s nd. Erst hi r wa en alle Un.erscli ede vers hwu.d n. Die PM-ssoen, damals noch Männer von weltberühmten Namen, gingen nicht anders umher als di: Beamten und S ude .ten und Fremden. Der Ankömml ng stand an der Türe und irius erte die ve s hiedenart ge i Ge talten. Wer mo hte beispielsweise der Mann mit dem schütteren, : öt I hen Bart sein, in Ha..lü:her vergaben und mit pestr ckt n Pu swärmern merkwürdig bis zur A s ndeiii hkeiit, und doch die verkörper e Wlß g e re? Er hat e seine Lesewünsche gleich zu Dutzenden mitgebr cht und hielt ein ganzes Kartenspiel von B:. teüz tteln In d r Ha d. Inbrünstig und entrückt, man.hmal in sich hineinrnürjneln'd, fuhr er mit dem rechten Daumien die Seiten der geschriebenen Kata'oge herunte-, fest aufdiückend, als wöl'te er das Wissen körperlich herau zwingen. Bei'diesem Manne wü d man sich üb;r n'chts wund: n, so schien es dem Warlend:n an der Türe. Und es war wirklich so. Plö zlich lief er von rein n Bä derweg, entriß dem Neu'ing d .n Z ttd, Hb .rer hü f e den b‘inahe'sprachlos Werde den mit ei ern Stsrzba h von Fragen,,Antworten, B/Iefirungen u d-a eren zum'Tei' unverständlichen. Sätzen und zog ihm den wirklichen Wunsch förmlich aus de Se 1: heraus. Nachher 1 agte man, wer dieses zweibeinige Nafurerelg .is sei; i g_ndwer gab mit einer aus Ironie und Ehrfurcht gemischten Miene die Auskunft, das sei ein Beamter d3 Bibliothek, ein gewisser Dr. Ho'zm mn. , Aus dem Amamends Dr. M'chad HoL-m n» ist seither der Holzmann schlechthin geword .n, ein Mann von einem über Europa hinausg h . nden Ge'ehrtenruhm, und ln den letz en Tagen zur Fre de sei. er F eunde rin Jubilar von siebzig J h.en. E hat in Gemei s haft mit seinem Kollegen Hanns Bohatta das Deutsche Anonymen-Lexikon ges haflen. dai bis jetzt sieben Bäc de und die Literatur von 1501 bs 1825 umfaßt. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts fehlte ein derartiges Werk für den Stoffkrsis d r de ''sehen Sp ache und es ist dem J den Holzmann zu d nken daß diese Lücke ausgeflillt wu de. Die Lebensarbeit Michael Holzmanns fängt dort an, wo 'dfie^Bibllögfaph'e' gewöh lieh a.fhö’t. Er ist nicht d^is bbliograpliisch bestimme, so dem da unbestimmte, das anonyme B ch. Die Fra ,e lautet: Wer ist der Verfasser? De: Literaturliis'or ke: würde au - dem Pro'blem e‘ne Abhandi-ug ma h n; Holz - am, dr Schöpfer des Anonymen-Lexik ns, nia ht aus dem Resultat jeweils eih paar Zeilen. Der Literat rh's'orlker Studiert den Stoff u-d dr'-ngt n da Innere e Werke ein. Der Bibi log. aph vertritt ein A s.haiu g, de zunächstals äußer ich erscheint, tälsä blich aber hieb/ dem Wesen der 'S" he g re'ht wird, E ment, e seien fuhrst gewisse Bü schäften fü die Gfünd "c k it de: Kenntnisse zu erbringen; es col'e dafür gesorgt werden, daß die Literatur keine Lü k n hab:, dann wü d sich manches Problem schon als gelbst erweisen. Der L'teratjrhistoriker. st konstruktiv, der Bibliograph will d'e Konstruktion für s:ch.’ aiissch.alten Jin-d .für andere .einschränkeh. ßr ist reiben dem Ph i logen, und mehr als dieser» d;er-Exakte, :.der Naturfprscher unter den Geistes* Wissenschaftlern. In sei em Ko Ten Jehf ein Gedanke, für dessen Einschä zung ■ ur. die sachliche Berechtigung, nicht aßer eile' ind:vid :eUe N igun-g ein scheidend', sein darf. DÜeser Qedähke, ünwü dig und verachtet vo» ,dem ÜjWH’ flter" Konsttifk.tiyerij aber nü-Herh, Ökonomisch,; wissenschaftlich ‘und sogar sittlich,; lautet einfachi Ich setze;mich h’n und le e die ptsrätur .durch. Jahraus,f jahrein, <&iii;eh Dezenimen häT'Hoteroann nicht nur die Neuerscheinungen der deutschen Literatur, sondern auch die Bü?her vergangener Zei'en dijcchgelesen, in einem, Ausmaß, für das e und VengJeicHe piüssig-^* schönen, wpl ja dem!nicht fachmännischen'Beurteile^, die .I^otwehd gkejt deT ßache; Überhaupt kaum ejhrleuchtet. I§t diöser Mann nun pichte weiter als ein Ble)?. s'tift mit ei’jrem Not'zbuch? NichtsTniehr als.eine, ^vepn* auch gigalhtische Registratur?.. Man: würde sehr irren,: wollte ’mafl ‘das behaupten Er ist efn, psychQ'iög’hchei Typus, der g®nau so In die We’t ,‘h: he Ing:'hört wie seih Werk in die •üteratuvErin.'.ßrt m<au .^chan die?Vei^. bissehheit, asiatischer Mönche,' so' ist damit * wen’g-'öder 1 nipjijs g2«.aig^ Dsinn, hier handelt es;sich nicht bloß um einen WUlens-, sondern auch um einen Denktypus. Ein Suoher schultet alles Individuell: au^, geht für Empfin-r düngen und für das Leben fast ve'iio en und wird zu von Assoziatiönszehtren, die fortwährend ihre Leitungsbahnen aussenden. Das Bild wäre ungefähr das eines Labyrinths von vielen Stockwerken. Aber statt des Minotauros haust in seinem Innern de'r Forscher, rastlos dile Irrwege durchwandernd und, die Ve;biRdtu|gen zwireken den Qcmähern heir stellend, die nichts anderes sind als die persönlichen iuad sachlichen Mittelpunkte m G :s e leben der Jahrhunderfe md Kansi Holzmann, der von. Börne ansgägang&n ist, hat zwar zunächst, der deu^hen Literatur gfeuient, ist aber ein charaktervoller M^uMih. urKi aufrechter Jude, gablieben. Sein sehr bedeutendes. literargeechichtHches Material, das sich auf die . Juden des alten Oesterreich bezieht* harrt noch der Erschließung: Wehn er als Siebzigjähriger Geschaffenes und Geplantes überdenkt, wird er sich vielleicht sagen, daß er ein Stiefkind der Göttin Karriere war. Seine Freunde aber dürfen ihm aussprechen, daß er Größeres .erworben hat als Titel und Mittel: Leistung, Achtung lind Ehrei i A. Z. Schwarz. Die hebräische Presse in der Galuth ' ■ Von Daniel Pei^k). Die hebräische Preise, dje seit dein Moment ihres Entstehens hauptsächlich auf dem Bo.den von Osteuropa blühte, übersjedfelte nach dem. Kriege nach Palästina. Allerdings können wir niqht behaupten,, daß das ein unverhoffter Uebergang war, da doch immer der zionistische Grundsatz lautete: Genau so, wie das, nationale, volle Leben in der Galuth innerhalb fremder Kulturen unmöglich ist,, so ist auch eine .Entwicklung der hebräispben Literatur und der hebräischen Publizistik Wer:;,eine .Unmöglichkeit. Wir wußten es, aber dennoch glaubten . wir nicht . daß e$: $öbald dazu kommen werde. Aber nach'dem Kriege, wurdk.der Prozeß des Unterganges .unserer Presse in der Oaluth vorzeitigbeschleunigt .und das tut uns leid. .Denn auf dem-natürlichen Wege kam noch nicht die 3ejt des Unterganges. Es lein noch eine große Gemeinde hebräischer Les6r in ddn Ländern der Zerstreuung, nur ist die Gruppe der hebräischen Schriftsteller, die hier wirket!,.kleiner,geworden (die-Mehrzahl von ihnen übersiedelte nach Palästina), und die ökonomische Lage ist sehr schlecht, - Die letzte Tageszeitung in der Galuth, «H a.z.ef i r ä h», die in Warschau durch Josef .Heftmaiin redigiert wurde,, ging nach schwerem Leiden ein. Die ftHezefirah» konzentrierte die letzten Reste, die noch in Polen verblieben sind, und war eine Stätte für originelles Schaffen und Kulturarbeit. Wenn sie auch,ziemlich weit,verbreitet war, konnte sie dennoch .nicht am L^ben bleibetu Die Griinde wollen wir hier nicht untersuchen, jedoch hoffen wir, ,. daß die Bemühungen, die «Hazefirah» .in .Warschau wieder zum Leben zu erwecken, von Erfolg .-gekrönt sein werdejj. > v ' Noch zwei Leichen gibt es in unserer;Galüthpresse. Aber nein: Ich will nicht Leichen sagen* eher Ohnmächtige,, die wieder zum Leben erwachen,; werden.' Ich, meine, die «Galimv . und die «$chewTJej Hachinuch», Die Zweiwochenschrift «Galiti)»*: .die.sSpäter zu" einer: •Wochenschrift würde, war. von;dem Dichter M. Tschüdiier redigiert und erschien in Wilna, piesä Leitung; zeichnete sich , durch ihre Hingabe für unsere Sprache aus und gab ,vielen unserer jungen Schriftsteller Gelegenheit,; Jhr Talent ziii entwickeln/ Wie man hört, sollen die eGalim» . wieder erscheipeh.. I ' Und wenn in Palästina, schon* seit langem .die pädagogische Monatsschrift «Hachinufh* eingestellt wurde,:'. erscheint gerade in New York in den letzten fünf Jähren eine ZweimpöatSschrift, die. später eine* Monatsschrift-yurde; «Schewilej Hachinuch>,-,; gewidmet vor ailepi. den Lehrern und den; Eltern. Die, Redaktipp befindet sich in ßeti; bes währten Händen des Dr, Nissan Turflff, dem später Sih. -B.; Maxim,ow; folgte.- Diese Monatsschrift beschäftigt sich;mit allen Fragen der allgemeitten* besonders aber der hebräischen Erziehung. «ScheWilej Hachdnuch» erschienen nicht im Laufe des letzten: Jahres.,; aber jetzt spHep sie yrieder erscheinen*. h^rausgegeben yön der Organisation der hebräiscbs’n.'Cehrer .: Amerikas.;^ .; , Seit 18 Jahren etecheint .das führende' Blatt dgr Gajuth, die Wochenschrift... «H a p 1 a m»,,*, däs Zen.tJ^loir^n der zionistischen! Weltorganisation,; Diese Zeitung- ^rsebien JpV Laüfe:vder^ Zeii^in folgender»,: Städten: Köln, Odessa, folgende Redäkieurei Nahunj Sokolow, A- Chermpw, Jäkoh Fichmanri,. . A. Drujapow,.. A, ldelsohn,: Sph. Pereinianp, ^haim .Grünberg und: Mpsch.e KJeipjnann. §eit einigen-: Jahren erscheint der «Haotem* :in,: London, ’ijdiä;-: In- Parfe gedruckt und von Mosche; Kleinmanp redJgierL''Bs ist;: eine. Wpchen?c.hrift, die; in bezug/auf dift Qualität hc$i g^röße ^erdienste in der Publizistik, hat. und die. auohfairf dem;- G^ßiete. der; Liferatur und tdpir Wissenschaft Ihsbespptfete |5t dfe bibliographtothe Rubrik i die V9m «K^re Vatik» geführt , wjrd* Sie ist in jeder NujjjpTer zu. finden •.upd. ist der Besprechung aller näiierschienenen hebräischen. Bücher und Zeitungen . gewidmet. Eipe derartige Blblggfa^hte iät b$i uns einzig dastehlnd uii^öhr ErtiiÄ ist sejir groß.' : ' it:- -:.;x vvy‘;-.■■■■*' '■■■;;die <«ich.-ingpßer Aneirkennuhg effreut,. heißt?H:adoä^m. '$e\§rr': ■' y$n der habrdikheh OrgapisatRtyi Amerikas und tet vpn Menachem Ribolpw redigiert. Sie wu0C vor neun Jahren.ete Tageszeitung gegründet damal? redigierte sie M;/ Lifsohn, Nach neun Mpoatejn müßte . sie aber bereits , .ajs. Woeheh^hrlft Te^^elgen. «Hadoär» ist in erstär Reihe den Fragen der hebräischen Kultur in Amerika gewidmet^ aber er bespricht auch die Notwendigkeiten des Volkes;UPdi «tee 5fionismM5 in aller Welt. Im' Laufe der Zeit gelang es dem «Hadoar», eine Gruppe von jungeh hebräischen Scfriftetellern in Amerika, zu erziehen, «Hadoar» zeichnet sich durch seinen energischen Kampf für unsere Kultur und Spraehe aus. ’m kleinen Litauen erscheinen jetzt keine hebräischen Bücher, dafür aber besteht in Kowno schon das vierte Jahr die hebräische Zweiwochenschrift «N e t i w o t h», herausgegeben von der baltischen «Tarbuth»-Organisation und redigiert von Mosche Cohen und Nathan Grünblatt. Es ist eine lebendige Zeitung, die inhaltlich und äußerlich einen angenehmen Eindruck macht. Interessant ist, daß ih den «Netiwoth» nur inländische Kräfte mitarbeiten. Wir finden dort viele neue Namen und hoffnungsreiche Talente wie: Ör. Jakob Robinsohn, Dr. Ch. N. Schapira, Dr. Jehoschuah Friedmann (dessen gelungene Uebersetzungen aus dem Lateinischen in der «Hatkufah» gedruckt werden), Dr. C. Feldstein, N. J. Gottlieb, A. Schneider, Elieser Heimann, Daniel Prochowski und viele andere. Vier begabte Frauen arbeiten in den Netiwoth mit: Lea Goldberg, Saräh Eisen, Schejna Majafith und Jehudith Halpern. «Heatith» ist eine Zweiwochenschrift, die in Warschau von der Hechaluzzentrale herausgegeben wird. Diese Zeitung beschäftigt sich vorwiegend mit den Angelegenheiten des Pioniertums, der Hachscharah und der Äliah. Schöne Literatur finden wir in ihr nicht. Den. theoretischen Artikeln fehlt es manchmal an Klarheit, was aber verständlich erscheint, wenn man in Betracht zieht, daß sie von guten, der Sache hingegebenen Kameraden geschrieben werden, die aber keine Schriftsteller sind. Eine Aenderung zum Guten trat ein, seitdem die Redaktion dem. Arbeiter und Schriftsteller M. Banari aus Palästina übertragen wurde. Dieser Zeitung verwandt ist die zweite Zweiwochenschrift, die in Warschau erscheint, und zwar der «Haschom e r Haza.it», herausgegeben von der Zentrale der Organisation «Haschomer «Hazair» in Polen. Diese Jugendbewegung ist zweifellos eine der schönsten Erscheinungen unserer Renaissance. Leider kann man aber nicht behaupten, daß ihr Blatt auf der notwendigen Höhe steht. Es fehlt die Hand eines begabten Redakteurs. Und anstatt einfache, herzliche Dinge zu sagen, die einer Zeitschrift der Jugendbewegung entsprechen würden, gibt sich der «Haschomer Hpzadr» Mühe, über trockene komplizierte Dinge zu sprächen, über Theorien und Ideologien, die nicht immer klar ' und verständlich sind. Diese Zeitung sollte den ersten Preis für die Menge der Fremdwörter und für die verdorbene hebräische Sprache bekommen. Es ist schade um den «Haschomer Hazair», dessen Wille bestimmt heilig ist, aber dessen Organ keinesfalls auf der Höhe steht. Wer von den Lesern hörte schon von där Zeitschrift «H a z o f e h L e c H o c h m a t h J i s ra e 1»? Die jüdischen Wissenschaftler in der Galuth pflegen seit jeher im geheimen wissenschaftliche Literatur herauszugeben, ohne über sie ih den Blättern überhaupt etwas zu verkünden. Sie glauben scheinbar an das Wunder, daß die interessierten Leser von selbst auf alles Ndue in der jüdischen Wissenschaft stoßen werden. Sie sind der Ansicht, daß Popularität einen Tadel für die reine Wissenschaft und ihre Ehre bedeute... Diese Einstellung fehlt ifr Palästina; Dort gibt es öffentliche Ankündigungen über Neuerscheinungen in der jüdischen Wissenschaft und deshalb ist diese Wissenschaft dort nicht ejn Monopol einiger Auserwählteh, sondern ein Eigentum» vieler. Die Dreimqnatschrift «H a z o f e h Lee ft o ch ma th JIsrael» (früher lautete ihr Name «Hazofeh Meerez Hager») erscheint in Budapest seit 14 Jahren unter der Leitung vön Dr. Jehuda Arje Blau und Dr. Zädök HevesL Neben wissenschaftlichen, gründlichen-Aufsätzen, die Von kompetenten Schriftstellern geschrieben werden, findet man dort auch viel Zweit- und Drittklassiges. Es ist schade, daß die; einzige hebräische, 4er Wissenschaft gewidmete. Zeitschrift in der" Welt (in ein anderes Gebiet gehören die vielen rabbinischen Monatsschriften, die fast in jedem Lande erscheinen und die in «laschon kodesch» geschrieben sind) sich nicht, auszeiebnet durch gute Redaktion; und guten Stil. In der.deteten^Zeit'erscheint in Wien «Dewaren-u», eine Monatsschrift/; herausgegeben von der Wiener «Histadruth. Iwrith» und redigiert von J. Gelernter.; . -{fasere; Kföd««eitscferifteti haben kein besonderes.Glück. Tratst vielen Zehntäusenden von Schülern, die In ‘ den Schulen des *Tarbuth* ihre- Erziehung genießen, trotz vielen Zehntausenden von. Mitgliedern des «Haschomer Hazair», des <tHaschomer 'Haleurai»; des «Brith Trumpeldör»', der «Gor-1 ddhia* p. a-, dje; hebräisch sprechen, gelangtes dennoch, bisher nicht, ejne entsprechende Stätte für die Jugendliteratur im;^ :allgemeinen.- und. für. Jugendzeitschriften• im -besonderen zu schaffen.: Hie und. da .erschienen solche Blätter («Hakpcjhar»*.«Iton Katan»' u. a.); aber sie gingen bald ein.' Jetzt bestehen: zwei; derlei. Zeitschriften, und es ist zu wün-" sehen, daß.-^e.nicht'dngelien. . .. Der-bekannte Erzieher und Dichter A. Libuschitzky gibt eine- Zweiwochtenschritt für hebräische Kinder unter . dem Titel;;«B en:;JTakjdcha t» in. Lodz heraus. Die Zeitschrift jsf punktiert -und t illustriert, -ßie zeichnet - sich durch leichten, vei^tendlichenStilahs;'’:.:.:. ■;D^s: Zweite Blatt ist «N cra r» ln New York, eine ebenfalls | punktierte Monatsschrift für Knaben und Mädchen,' heräusgegeben-von. d«r Organisathw» der Lehrer in Amerika und redigiert von Zwi Scharfstein. Das Papier ist hervorragend und dK#tu$fcogutr und. rein^DeftMater N,. Koslowsky. arbeitet afe .Zeic.hnerTn diesem Blatte mit. In jeder Nummer finden wif: .eine.Sejtft'die dem Witz: u»dv.dtt#Karil«l^ %ästidtnet ist. . Diese Monatsschrift ist das erste hebräjsche Blatt, das nicht, miä der . Hand, sondern mit einer punktierten Setzmaschine gesetzt wird. Es ist eine neue amerikanische 'Erfindung*; die* geeignet ist, den Drudh* ddri sehen, Bücher bedeutend zu verbilligen. . Das Resümee (drei allgemeine Blätter, zwei Parteizeifungen* eine Monatsschrift, ejne wissenschaftliche DreimQnatsschrift, zwei Jugendblätter)) ist nicht besonders erfreulich. Jn allen Ländern unserer Zerstreuung gibt es keine einzige hebräische Tageszeitung. Wer weiß, ob das eine eine vorübergehende Krise oder ein endgültiger Niedergang istl