Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 131 (19.6.1930)
- Date
- 1930-06-19
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3053752-3053859-3053884--1788-3057166- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Jsp’fn OIE STIMME Nr 18t IOCXX^X«OOCOOOCSOOOOOOOOOOOOOQOOOOOOC)COe Caf£ „iTtes Rathaus" (Ca'etier Leo Löwy) Größer« und klein« Klulilokale 1. Bez , WippiinverstraBe 24 Tel. U 274-84, U 26-2-74 CXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXKOOOOOOOOOOOC sehen Elementen in Palästina in voller Harmonie iu leben, unter den Auspizien einer repräsentativen demokratischen Regierung, an der alle Palästinenser, arabische und jüdische, im Verhältnis zu ihrer Zahl teilnehmen sollen, Der Mandatskommission des Völkerbundes ging am 11. Juni ein Memorandum des Waad Leumi zu, das sorgfältig durchgearbeitete Statistiken und Tatsachen über die wirtschaftlichen und kulturellen Leistungen des jüdischen Jischuw in Palästina enthält. Dies wären die wichtigsten Genfer Nachrichten. An einer anderen Stelle unserer nationalen Front haben wir einen nicht kleinen Erfolg zu verzeichnen. Wie die J. T. A. berichtet, wird der Chef Sekretär der Paläs tiiaregierung, H. C. Luke, der gerade zur Zeit der Augustereignisse den abwesenden Sir John Chancellor vertrat und während dessen Amtszeit der arabische Ueberfall auf den palästinensischen Jisciiuw erfolgte, auf seinen Posten nach Jerusalem nicht mehr zurfickkehren. Herr Luke, der letztens in Europa auf Urlaub weilte und merkwürdigerweise auch den Sitzungen der Mandatskommission als Assistent des Dr. Shicls zugezogen wurde, geht nach Malta. Wir wissen natürlich nicht, ob seine Amtsenthebung auf jüdischen Einfluß ziiriickzufiihren sei. Jedesfalls ist die Tatsache, daß einer der perfidesten britischen Palästinabeamten das Land "Verläßt, Grund genug, um freudige Gefühle hervorzurufen. In diesem Zusammenhänge sei noch erwähnt, daß Sir John Chancellor voraussichtlich Ende Juni auf Urlaub geht und wird während seiner Abwesenheit vom Schatzmeister der Pal'is'inaregierung, Sir Steward Davis, vertreten werden. In dieser Zeit der politischen Wirrnisse , und ungeklärter Lage entstehen selbstverständlich viele jedweder Grundlage entbehrende Nachrichten. So brachte u. a. der sozialdemokratische Berliner «Vorwärts» ein Telegramm aus Jerusalem, in dem es hieß, maßgebende Kreise Palästinas erwarten, daß Emir Abdullah von Transjordanien zum König von Pa 1 ästina gekrönt werden wird. Diese Nachricht wird von der Jüdischen Telegraphen-Agentur aufs entschiedenste dementiert. Die obersten Regierungsbehörden in Jerusalem haben den Vertretern dieser Agentur erklärt, daß die Annahme, Emir Abdullah würde König von Palästina werden, den Gipfel desUnsinns bedeutet. Die Klagemauerkommission des Völkerbundes wird am 19. Juni in Jerusalem erwartet. An Stelle von Dr. Cyrus Adler, der infolge Erkrankung in Palästina nicht rechtzeitig eintreffen kann, wird Dawid Yellin der Kommission das jüdische Beweismaterial unterbreiten. Die Nachricht, die auch wir gebracht haben, daß Herr Lloyd, der der Shaw-Kommission zugeteilt war und als solcher den jüdischen Standpunkt offenkundig feindselig bekämpfte,. auch als Sekretär der Klagemauerkommission fungieren wird, wird von der Palästinaregierung dementiert. Pf usfiSclauus mCEESIOR Inhaber R.CIIARD HERZOO I., Ad’ergasse 5 Tel. R-28-4-90 COHinDll-PIOürLL 100 D/mrsTE zu dem billigsten PREISE S138.- Größe 82X21'/, cm Höhe 14 cm Neue verbesserte Columbia-Dose 15 b ■& Drei Augustmörder hingerichtet Unruhen in Jerusalem und Jaffa Die «Neue Freie Presse» meldet aus Jerusalem am 18. Juni: Heute wurden drei Araber, die wegen Ermordung von Juden In Hebron zum Tode verurteilt wurden, hingerichtet. Infolgedessen sind sowohl in Jerusalem wie in Jaffa Unruhen entstanden, ln Jaffa kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei, wobei ein englischer Polizeisergeant einen Dolchstich in den Rücken erhielt; er wurde Jedoch nicht lebensgefährlich verletzt. Vor dem Gebäude der britischen Man* datsverwaltung in Jerusalem fanden zahlreiche De* monslrationen statt; die Ansammlungen wurden von der Polizei zerstreut; hiebei wurden mehrere Ver* haLungen vorgenomine.i. In Jaffa wurden überdies drei Personen von der Polizei festgenommen, welche die Bevölkerung gegen die Mandatsverwaltung auf* zustacheln versuchten. Das Administrative Cörnmltteo der Jewlsh Agency einberufen New York, 17. Juni. (J. T. A.) Felix Warburg hat für den 29. August die Session des Administrative Comnvlltee der Jewish Agency ehlb:rufen. | Hancl^t knüpft* All ft* nach Gemä den berühmter ll yVUClin^ittdiicHerNaier | HERZL- Gobelins | erzeugt Atelier Zltiradtllk 1 Wien, </., AntengrubVeasse Nr. 30 * filöDhsn U*4Co-W J StflBS 1 dieüen jaure ^uemhaus Wegtim\uO|Ui8i Uui Engländer \ Haifa, 15. Juni. (J. T. A.) Ser Araber Ahmed Ala Eini, der am 1. Februar morg^s in das* Schlafzimmer des englischen Direktors ier Atlilit-Steinbrüche Steward drei Schüsse abgab,wurde zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt. Duf-h die Schüsse wurde niemand verletzt. Die hebräische Presse weist daratf hin, daß Polizei und Gerichte bei Angriffei auf Engländer anders zupac'en als bei Angriffen auf Juden. Der Großmufti erwartet ein demokratis&es Regime innerhalb sechs Monaten Simpsons Bericht teilweise schon in London Der «H a j n t» berichtet aus London: Dte Frage der Einwanderungssperre ist jetzt abhängig von der Londoner Regierung, die bereits im Besitze von Simpsons Meinungen in dieser Frage ist. Von ei ier kompetenten Quelle wird mugeleilt, daß Simpson sich gegen eine große jüdische Einwanderung wie auch gegen Badenverkäufe in größerem Maßstabe ausgesprochen hat. Es verlautet, daß Simpson nach London bereits einige Teile seines zukünftigen Berichtes gesendet hat. Jerusalem, 15. Juni. (J. T. A.) Der arabische Mitai beiter des «Palestine Bulletin» teiF 'mit, der Großniufti von Jerusalem habe bei seiner Nickkehr aus London und Genf seinen Anhängern eikärt, die britische Regierung werde innerhalb sechs Monaten in Palästina ein demokratisches Regime erteilten. Auf eiie Frage der Jüdischen TelegrsphenAgsntur wird derselben seitens offizieller engtscher Regierungskreise erklärt, die Einrichtung eines demokratischen Regimes für Palästina tehe nicht zur Erwägung. Campbell — der Nachfolger Lukes? Dem «Hajnt» wird aus Jerusalem berichtet, daß man dort erwartet, daß nach der Demission Lukes die Stelle des Generalsekretariats der Palästinaregierang der Gouverneur von Jaffa, Campbell, übernehmen wird. Die jüdische Gegnerschaft gegen Luke hat dessen Versetzung nach Malta bewirkt Jerusalem, 15. Juni. (J. T. A.) Die hebräische Tageszeitung «I laarez» erklärt, daß die von den Juden aller Länder gegen die Betrauung Lukes mit einer Mission in Genf geäußerte Indignation den Erfolg hatte, daß Luke nicht mehr als Chefsekretär und stellvertretender High Commissioner nach Palästina zuriiekkehrt, sondern als Vizegouverneur nach Malta geht. «Haarez» äußert starke Zufriedenheit über diese Wendung. Die hebräische Arbeitertageszeitung «Dawar* gibt der Freude der jüdischen Bevölkerung Palästinas darüber Ausdruck, daß Luke nicht mehr in dieses Land zurückkehrt. Seitdem Luke gegenüber der Shaw-Kommission erklärt hat, daß die Unruhen in Palästina unvermci dich gewesen seie*\ hat die ifldische Bevölkerung jedes Vertrauen zu ihm verloren. Die arabische Presse hat sich bis jetzt zu Lukes Versetzung nicht geäußert. XVII. Zionistenkongreß Anfang September oder Ende Oktober London. Wie der Jüdischen Telegraphen- Agentur milgeteilt wird, befaßt sich die Zionistische Exekutive mit dem Gedanken, den XVII. Zionistenkongreß, der ein auf Wahlen basierender ordentliche? Kongreß sein soll, noch für den Herbst dieses Jahres einzuberufen. Die Exekutive ersuchte die Mitglieder des Zionistischen Aktionskomitees, ihr auf telegraphischem Wege ihre Meinung über die leigenden drei Fragen milzuteilen: 1. Ist die Einberulung des Kongresses noch in diesem Jahre erwünscht? 2. Soll es ein ordentlicher oder ein außerordentlicher Kongreß sein? 3. Ist Anfang September oder Ende Oktober geeigneter Zeitpunkt für die Abhaltung des Kongresses? Damit man zu einer rechtzeitigen Wahl der Delegierten zum Kongresse schreiten könne, hat die Zionistische Exekutive den 31. Juli 1930 als Schlußtermin filr die diesjährigen Schekelabrechnungen festgesetzt. Bis zu diesem Datum müssen alle Schekelverkäufe beendet und die Gelder der Exekutive überwiesen sein. Sir John Hope Simpson kn Lande Besprechungen mit den jüdischen Vertretern. Dr. Arthur Ruppin, Mitglied der Leitung der JwJsh Agency, hatte am 2. Juni eine dreistündige Besprechung mit Sir John Hope Simpson. Am 5. Juni besuchte Sir John das Bureau der Exeküjve der Jewish Agency und führte eine eineinhalb Stunen währende Unterhaltung mit den Mitgliedern der Exekutre der Jewish Agency. Nach dem Besuch bei der Exekutive der Jewish Ageno besuchte Sir John Hope Simpson den Waad Let^rni, wo e mit den Mitgliedern der Leitung sprach. * u Am 5. Juni fand eine Zusammenkunft und Aussprache zwischen Sir John Hope Simpson und den Mitgliedern des Exekutivkomitees der Arbeiterorganisation, den Herren Cli. Arloscroff, D. Ben Gurion, J. Ben Zwi, B. Katzeneinson und M. Shertok statt. ln den letzten Tagen besprach Sir Hope Simpson mit Dr. Hexter die finanziellen Fragen der Agency. Fericr hatte er eine Unterhaltung mit Herrn Viteles, dem Leiter der Zentralbank flir kooperative Institutionen’ über die Probleme der Kooperation in Palästina. Besuch ln den jüdischen Siedlungen. Am 9. Juni begann Sir John Hope Simpson utter Begleitung seiner Sekretäre und den Herren Dr. Ruppin, J. Witkansky, S. Gordon und Wolf (Beth Alpha) eine Rmdreise durch die jüdischen landwirtschaftlichen Siedlungen in Ernek Israel und Ernek Hajarden. Im Laufe des Tages besuchte er Nahalal, die Versuchsstation in Djebata, Ginegar, Ktar Yehezkiel, Gewa, Beth Alpha und Beth Sera (Mnrkenlof). Sir John Hope Simpson zog überall ausführliche Informationen über die Entwicklung der einzelnen Wirt^Wrtszweige ein, ferner darüber, ob die einzelnen Siedlungei, li„- stande sind, neue Siedler aufzunehmen. In Beth Sera wurde übernachtet. Am 10. Juni wird die Gesellschaft Daganiat besuchen und nach Haifa zurjekkehren. Am II. Juni wird Sir John Benjaniina, Kab*ra, Pardess Hana, Hedera, Wadi Chawaretli, Natania, Tel Moiid, El-Falk und Herzlia besuchen und in Tel Aviv übernachten. Am 12. Juni wird gemäß dem Plane Ness Ziona, Reehowoth und Umgebung, Mikwe Israel und lviryath Anawim besucht« werden. Besprechungen mit arabischen Vertretern. In Nablus kam Sir Jqlin Hope Simpson mit dein arabischen Stadthaupt zusammen. Am 7. Juni besuchte Sir John das Bureau der arabischen Exekutive und hielt eine Besprechung, die zweieinhalb Stunden dauerte, mit Mussa Kaslm, Moghanem el Moghanem und Selim Faracli, der von der Shaw-Kommission als «landwirtschaftlicher Fachmann» die arabische Seite vertreten hat. Danach besuchte Sir John unter Begleitung von Ruchi Abd El Hndi das Burenu des Moslemischen Rates und hielt eine Besprechung mit dern Multi u. a. Sir John hat auch Jcnin und Beisan besucht. =5 .1 v—I Jm M.J Jugend verein ,Crez Israel*. II. Zirlc usgusse 33 GecelschaMsa der Wiener * Zionisten nach Bratislava «j X *§ g g Soitntfcig, 22. Jiunl 1030 JMS v s, Ji 73 «A 4) •s* NAME UND AKUhfsfcE