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Die Stimme · 1930-05-29 · Heft 128 (29.5.1930) · page 10

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 128 (29.5.1930)
Date
1930-05-29
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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Seite 10 r>!F STIMME Wf. VZB ZKmisfisdics Leben in Wien Die Arbeit des Keren Kajemeth Selbstkontigentierung. 120 Selbstkontigentier haben S 21.000.— von den Gesamtspendeneingängen aufgebracht, d. i. 27 Prozent. Die Hälfte der Selbstkontigentler hat die Hälfte des von allen Selbstkontigentlern übernommenen Betrages abgeführt. Balfour-Aktion des Linkskartelles. Jedes Mitglied steuert 50 g zur Eintragung Balfours durch seinen Bund bei und bringt für diesen Zweck insgesamt zumindest S 50.— auf. Der Keren Kajemeth gibt spezielle Bestätigungsblocks für diesen Zweck aus. (Einzelspende 50 Groschen.) Der Keren Kajemeth Graz hat zuletzt an den Keren Kajemeth S 575.70 abgeführt. Der Jugendbund «Mischmar Owdim» hat als Resultat der eingeschalteten 4. Büchsenleerung rund S 373.— abgeführt. Keren Kajemeth-Bleistifte and Radiergummi erfreuen sich wegen ihrer Qualität und sehr gefälligen Aussehens stets wachsender Beliebtheit. (Preis eines Bleistiftes 20 Groschen, eines Radiergummis 25 Groschen.) Durcharbeit im Keren Kajemeth. Ab 1. Juni wird bis 4 Uhr durchgearbeitet werden, außerdem wochentäglich (Freitag ausgenommen) Journaldienst bis halb 7 Uhr abends. Ring des Keren Kajemeth: Dr. Tulo Nussenblatt spendet S 5.— und ruft zu Spenden auf: Prof. Julius Wolfsohn, Dr. Leopold Sofer, Dr. Hermann Herzbaum, Dr. Emanuel Hauser; Benno Deutsch spendet S 5.— und ruft zu Spenden auf: Makkabi II., Max Schattner, Dr. Alfred Löwy, Felix Deutsch, Rafael Deutsch, Dr. Nahtim Blauer; Chanina V e rs t ä n d i g spendet S 3.— und ruft zu Spenden auf: Doktor Paul Berger, Dr. Max Bernhardt, Artur Glogau, Saul Teicher, Dr. Jakob Weiner; Samuel Halpern spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Nathan Spindel, Moses Wallfisch, Prof. Kästenbaum, Markus Bartfeld; Schalom Lilienfeld spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Jakob Heliczer, Wolf Tuchmann, Markus Türkei, Jakob Deresiewicz, Simon Hochberger, Mosche Bratmann, Heinrich Klausner; Theodor Kollek spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Heinrich Goldberg, Hilary Goldberg, Willy Griffel, Adolf Scherzer, Erich Wolf; Z w i Gelles spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Max Irom, Mesch. Wenkert, Rudi Wischnowitzer, Marian Blech, Rachel Blum; J ü d. Bund «B 1 a u - W e i ß» spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Haschomer Hazair, Ing. Josef Mährer, Alfred Glaser, Emst Sonderling, J. S. A. J.; D r. Ernst Pins spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Rosl Reiß, Dr. Arthur Perschak, Dr. S. Horowitz, Dr. M. Goldschlag, Karl Sim; Z. M. V. J e d i d ä a spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Z. M. V. Mirjam, Johanna Beller, Hertha Deutsch, Ing. Friedmann, Theodor Tropp; Schwimmklub «Hakoah» spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Deszö Herbst, Oberfinanzrat Dr. Hugo Benedikt, Max Schiffmann, Zsigo Wertheimer, Dr. Max Präger; Prof. Arthur Freud spendet S 2.— und ruft alle Zionisten auf, stets des Keren Kajemeth zu gedenken. Misrachi-Zentrale, Wien, II., Praterstraße 11. Sonntag, den 8. Juni 1. J., 10 Uhr vormittags, findet im Misrachi-Heim, II., Praterstraße 11, eine Protestversammlung wegen der Sperre der Aliah statt, wozu alle Mitglieder und Gesinnungsgenossen eingeladen werden. Misrachi-Zentrale. Ankündigungen und Mitteilungen Histadruth iwrith, II., KL Mohrengasse 3. Dienstag, 8 Uhr abends: Lesezirkel hebr. Literatur. Donnerstag, 8 Uhr abends: Signon iwri: Daniel Persky. Samstag, 6 Uhr abends: Mischuah: Dr. N. Goldstein; Samstag, 7 Uhr abends: Dikduk: Prof. A. Wiesner; Samstag, 8 Uhr abends: Hajehudim wehajahaduk bearzot hajeruschah schel memschelet austrijah: M. D. Groß; Samstag, 10 Uhr abends: Cafe Produktenbörse, Abschiedsfeier für unseren Chawer und Ausschußmitglied Schlomoh Groß vor seiner Abreise nach Erez-Israel. Gesellschaftsreise der Histadruth iwrith nach Eisenstadt (Burgenland) Samstag, den 8. Juni. Anmeldungen Samstag abends II., Kl. Mohrengasse 3. Brith Trumpeldor. Donnerstag, den 29. Mai 1930,1/£S Uhr abends, findet in der Bezirkssektion, XX., Jägerstraße 30, eine Elternvollversammlung mit wichtiger Tagesordnung statt. — Dienstag, den 3. Juni 1930, Uhr abends, im Heim, XX., Denisgasse 33, Jom Brith. Erscheinen aller Chaverim und Chaweroth der Dargah Beth, Gimel und Daleth in Tracht Pflicht! Sonderfahrt der Wiener Zionisten am 22. Juni 1930 nach Bratislava. Am 22. Juni veranstaltet die Zionistische Sektion Leopoldstadt gemeinsam mit dem Jugendverein Erez Israel eine Gesellschaftsreise der Wiener Zionisten mit dem Sonderdampfer «Melk// nach Bratislava. Die Reise steht unter dem Protektorat der Fremdenverkehrskommission der Slovakei. Auf dem Schiff konzertiert eine erstklassige Musikkapelle. Auch werden durch eine Lautsprecheranlage jüdische Schallplatten vorgeführt. Für zahlreiche Belustigungen ist vorgesorgt. Das genaue Programm wird in der nächsten Nummer bekanntgegeben. Anmeldungen für diese Reise werden entgegengenommen: Zionistische Sektion Leopoldstadt, II., Zirkusgasse 33, Tel. R 49-8-98, Jugendverein Erez Israel, 11., Zirkusgasse 33, Tel. R 49-8-98, und Zionistisches Bureau, 1., Kärntnerstraße 28, Tel. R 27-4-85/86. Preis der Karte S 10.— (in diesem Preise sind 10 Prozent Zuschlag für den Keren Kajemeth inbegriffen). Teilnahme des Zionistischen Jugendverbandes Oesterreichs an der Konferenz der Zionistischen Jugendverbände in Budapest. Anläßlich der Tagung der Zionistischen Jugendverbände in Budapest, die zu Pfingsten stattfindet, veranstaltet der Zionistische Jugendverband in Oesterreich eine Jugendreise, die sich so preiswert stellen wird, daß sie vielen Teilnehmern die Mitfahrt ermöglicht. Das Arrangement dieser Reise hat der Jugendverein Erez Israel übernommen. In Budapest hat sich bereits ein Komitee gebildet, das für den angenehmen Aufenthalt Sorge tragen wird. Auskünfte sowie Anmeldungen erteilt der Jugendverein Erez Israel, II., Zirkusgasse 33, in der Zeit von 7 bis 10 Uhr abends, Tel. Nr. R 49-1-98. Gesellschaftsreise nach Bratislava der M. J. Z. Sonntag, den 8., und Montag, den 9. Juni 1. J. (Pfingsten) veranstaltet die Misrachi-Jugendzentrale eine Gesellschaftsreise per Schiff nach Bratislava. Auskünfte täglich von 8 bis 10 Uhr abends in unserem Sekretariat, Wien, H., Praterstraße 11 (Mezzanin). Tel. Nr. R 45*6-25. Oneg Schabbath-Krels der M. J. Z. Schabbath 4. ljar (31. Mai), 4 Uhr nachmittags, Homoletischer Vortrag-über den Wochenabschnitt. Vortragender Herr Rabb. Dr. M. Wundermann. , _ Zeire Misrachl, Wien, II., Praterstraße 11. Montag, l.Tag Schewuoth (2. Juni), 3 Uhr nachmittags, Referat des Ch. Koppel Blum über «Die politische Lage im Zionismus». Anschließend Diskussion. Gäste herzlichst willkommen. Brith Hanoar Hamlsrachi, Wien, 1L, Praterstraße 11. Dienstag, 2. Tag Schewuoth (3. Juni), 3 Uhr nachmittags Referat des Ch. Schimeon Schermann über «Die zweite Wettkonferenz der Bewegung ,Thora wa Awodah*». Gäste gerne gesehen. . „ ,, r ■ Soziale Hilfsgemeinschaft Anitta Müller, Wien, 1L, Untere Augartenstraße 35. Im Hause der Sozialen Hilfsgemeinschaft, 11., Untere Augartenstraße 35, befindet sich eine ärztliche Schwangeren-Beratungsstelle für Mittellose, die die Aufgabe hat, ärztliche Untersuchung zu vermitteln und durch Arzt, Fürsorgerin und Hebamme in gesundheitlicher und sozialer Hinsicht zu beraten. Sprechstunden (Ordination) jeden Mittwoch von 5 his 6 Uhr abends. Die Festpredigt des Herrn Rabbiners Ahron Jeruchem im Bethause «Machsike Torah», Wien, IV., Wiedner Hauptstraße 83, findet am zweiten Schwuottage bei dem um %9 Uhr beginnenden Gottesdienste statt. «Theologia». Am Montag, den 2. Juni d. J. (1. Tag Schebuoth) findet im «Kleinen Tempel», II., Tempelgasse 3. Die Predigt des Herrn cänd. theol. et Dr. phil. St. Eisenstein statt. Der Gottesdienst beginnt um 8 Uhr früh. Ein seltenes Ereignis in Favoriten. Vor knapp zwei Jahren gründeten einige tatkräftige Männer den Bethausverein «N’weh Schalom» («Friedenshort»), dem eine Talmudthoraschule angegliedert ist, wo_jetzt schon mehr als 20 Kinder gratis unterrichtet werden. Trötz des . kürzen Bestandes, weihte dieser Verein Sonntag, den 25. d. M. Bin neues Sefer Thora ein. Dieses Ereignis bildete das Tagesgespräch von ganz Favoriten. Es war ein erhebender Anblick, Herrn Rabbiner Horowitz, mit dem neuen Sefer Thora in der Hand, gefolgt von mehr als fünfhundert Menschen, in feierlichem Zuge von der Favoritenstraße über die Laxenburgerstraße ins Betlokal in die Rotenhofgasse gehen zu sehen. Eine Musikkapelle holte den Zug auf halbem Wege ein und unter klingendem Spiel ging es ins Bethaus, wo die neue Thorarolle neuerlich durch die üblichen Gebete eingeweiht wurde. Anschließend fand unter großer Beteiligung aller jüdischen Kreise ein Festbankett statt, wo Rabbiner Horowitz eine begeisterte Ansprache hielt. Zu erwähnen ist noch, daß während des ganzen Aufzuges und in der Umgebung der Veranstaltung vollkommene Ruhe herrschte und die Polizei keinen Anlaß hatte, irgendwie einzuschreiten. Jakob Horowitz als Gast der Histadruth Iwrith Die Histadruth iwrith hatte die Ehre und das Vergnügen den jungen und begabten hebräischen Schriftsteller Dr. Jakob Horowitz in ihrer Mitte zu empfangen und zu begrüßen. In einer überaus stark besuchten Versammlung sprach der Gast in formvollendeter Weise über die literarische Wochenschrift «Ktuvim». Bei dem nachher stattgefundenen Bankett zu Ehren des Schriftstellers unter dem Vorsitz von Schloms Auerbach herrschte gehobene Stimmung. Schloms Auerbach würdigte das schöpferische Talent des jungen Schriftstellers und besprach eingehend seine Werke «Or sarna», «Ad daknh» und andere. Die Chaverim Dr. Birnbaum, Ungarfeld und "Öaniel Persky huldigten dem Schriftsteller und wünschten ihm, er möge noch viele Werke zum Ruhme der hebräischen Literatur beitragen. Es war ein gelungener von palästinensischer Stimmung belebter Abend. Izhar. Der Verband der profes. Hebräisch-Lehrer Wien, II., Karmelitergasse 5/9, erläßt an die jüdischen Eltern folgenden Aufruf: Das Schuljahr ist um. Es ist daher von Notwendigkeit, daß Sie über die hebräischen Kenntnisse Ihres Kindes im klaren sind. In Zuversicht auf die Hingabe unserer Kollegen-Mitglieder unseres Verbandes zu ihren Berufe sind wir vollends überzeugt, daß der Erfolg, trotz aller Hindernisse, ein nicht geringer ist. Wenn jedoch dieser Erfolg uns Lehrer, die stets eine Maximalleistung vor Augen haben, noch immer nicht befriedigt, so ist es einzig und allein auf den schädigend-eingewurzelten Brauch des Zweistunden» Systems zurückzuführen. Wenn einer Muttersprache (deutsch) vier bis fünf Stunden täglich gewidmet werden, ooooooocxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx» Streng orthod. Selchwarenbuffet in der Hauptallee. Im Cafö-Kestaurant «Praterfec—Lustige Witwe» wurde am 15. Mai ein Selchwarenbuffet, beliefert von der bestrenommierten Selchwarenfabrik Pe t y a n & Co., eröffnet. Dasselbe steht unter strengster Aufsicht und ist für volle Einhaltung der -Vorschriften Vorsorge getroffen. Der hen!r,jhe Garten und die erstklassige Qualität aller Erzeugnisse obiger Firma bieten die Gewähr für einen angenehmen Aufenthalt für alle unsere Gesinnungsgenossen. kann ein hebräischer Unterricht von zwei Stunden wöchent* lieh, inmitten fremder Kultur und Umgebung, für das Judentum nicht zweckdienlich sein. Es ergeht daher an alle Freunde unserer gemeinsamen Sache der Ruf: Gegen das .Zweistundensystem! Ein zielbewußter, ausgedehnter hebräischer Unterricht tut not. Hiermit wollen wir denjenigen Eltern und Freunden, die für das Bestreben und für die aufrichtige Arbeit unserer Kollegen das gehörige Verständnis entgegengebracht und ihnen ein menschenwürdiges Dasein ermöglicht haben, den herzlichsten Dank aussprechen. Es ist jedem klar, daß ein Lehrer, nach zehnmonatlicher Arbeit mit der Lunge, seine Ferien zur Erlangung neuer Kräfte ausnützen muß und nur das Ferienhonorar dafür verwenden kann. In allen Erziehungs- und Unterrichtsfragen wenden Sie sich schriftlich an den Verband der profes. Hebräischlehrer, Wien, IL, Karmelitergasse 5/9. An die jüdische Bevölkerung Der jüdische Hochschulausschuß, die Exekutive des Gesamtverbandes jüdischer Hochschüler Oesterreichs «Judäa», dem die Aufgabe der Linderung der großen Not der jüdischen Studenten zufällt, ist ohne Geldmittel. Da es sich um das Schicksal der jüdischen Studenten handelt, muß der jüdische Hochschulausschuß, im Bewußtsein seiner Verantwortung, an die breite jüdische Oeffentlichkeit mit der Bitte herantreten, den Institutionen der jüdischen Studentenschaft zu Hilfe zu eilen. Für den jüdischen Studenten ist die Lage durch die ökonomische Krisis und den Mangel jeder Verdienstmöglichkeit eine sehr traurige geworden. Hunderten von Studenten droht die Gefahr, daß sie Ihr Studium knapp vor der Absolvierung werden aufgeben müssen und so um die Früchte ihrer Arbeit gebracht werden. Auch die lebenswichtigen Institutionen der jüdischen Studentenschaft, wie: Krankenfürsorge, Studentenheim, Mensafreitische, Lehrbehelfaktion etc. stehen wegen des Geldmangels vor dem Zusammenbruche. Der jüdische Hochschulausschuß sieht sich deshalb zwungen, die gesamtjüdische Oeffentlichkeit auf den Emst der Lage aufmerksam zu machen und zur raschen und ausgiebigen Hilfe aufzurufen, um den Zusammenbruch aller lebenswichtigen und unter großen Opfern geschaffenen Institutionen der jüdischen Studentenschaft zu verhindern. Es handelt sich um die Zukunft des jüdischen Nachwuchses, der1 von den Quellen der Bildung nicht abgeschnürt werden darf. Univ.-Prof. Dr. Alois Pick, Präs, der Israel. Kultusgemeinde, Dr. Artur Kuranda, Präs, der Israel. Allianz, Dr. David Bukspan, f. d. Iüdischen Hochschulausschuß, Dr. Richard Beer-Hoffmann, Dr. Julius Bermann, Notar, Prof. Dr. Ludwig Braun, Dr. Jakob Ehrlich, Rabbiner Doktor David Feuchtwang, Hofrat Prof. Dr. S. Frankfurter, Dir. der Universitätsbibliothek a. D., Dr. Desider Friedmann, Hof rat Dr. Siegfried Gerstmann, Univ.-Prof. Dr. Bernhard Geiger, Ignatz Glück, Börsenrat, Heinrich Glücksmann, Dramaturg des Deutschen Volkstheaters, Univ.-Prof. Dr. Max Hajek, Dr. Siegmund Hirschhorn, f. d. Weltverband der jüdischen Studenten, Priv.-Doz. Dr. Ludwig Hofbauer, Rabbiner Dr. A. Kaminka, Kommerzialrat Pari Karpeles, Großindustrieller, Dr. Isidor Klaber, Dr. J. H. Körner, Lazar Krestin, Akad. Maler, Dr. Josef Löwenherz, Vize-Präsident der Israel. Kultusgemeinde, Univ.-Prof. Dr. Heinrich Neumann, Dr. J. Ornstein, Vize-Präsident der Israel. Kultusgemeinde, Felix Salten, Oberbaurat Ing. Robert Stricker, Hofrat Dr. Ludwig Werner, Zentralinspektor d. Oesterr. Bundesbahnen i. R., Juliusz Wolfsohn. Spenden sind zu richten an den Jüdischen Hochscliulausschuß, IX., Zimmermannsplatz 8. Postsparkassen-Konto: Nr. 68.763. Konferenz des Weltverbandes der jüdischen Kriegsinvaliden Aus Paris wird uns gefchriebcn: Am 9., 10. und n. d. fand in Paris die diesjährige Konferenz des „Weltverbandes der jüdifchen KrieijsbcfchädiV.t'jn, Invaliden, Witwen und Waifen“ llatt, an welcher Delegierte aus allen europäifdien Staaten und auch aus Amerika teilnahmen. In das Präfidium wurden gewählt: Der polnifche Sejmabgeordnete Zwi Heller, Warfchau; Prof. Benzion Lazar, Wien; Capitain Henry Ifac, London; Schulim Schwarzbard, Paris. Die Eröffnung des Kongreßes fand im „Troer.dero“, dem größten Saale von Paris unter großer Feierlichkeit ftatt. Die Eröffnungrede hielt der Sejmabgeordnete Zwi Heller in hebräifcher, jüdifchcr und polnifcher Sprache. In feiner Fcftrcde wies Torrcs auf die Tatfache hin, daß die Juden in allen kriegführenden Staaten ihre Pflicht zur Ehre ihrer Heimatländer und des ganzen Judentums voll und ganz erfüllt haben, und daß das Judentum auf feine Söhne ilolz fein kann. In der Schlußrede wies der gewefene Kricgsminifter Fabri darauf hin, daß Frankreich den Juden gegenüber ftets liberal gefinnt war. Die Juden haben fich Frankreich gcgen-l über revanchiert: freudig find fie als Freiwillige ausgezogen, um ihr Frankreich zu verteidigen. „Wir wünfehen“ — riet er aus —- „daß alle Völker hieraus lernen und überall die Juden fo behandelt werden, wie in Frankreich.“ Ucber die Lage der jüdifchen Kriegsopfer in Oeftcrrcich referierte Präfident Lazar, Wien. Er wies darauf hin, daß Wien, das Zentrum des alten Oeftcrrcich, heute jüdifchc Kriegsbefchädigte aus allen SukzefTionsftaaten beherbergt, die mit diefer auch ihrer einftigen Hauptftadt innig vcrwachfen find. Wenn auch die vom Staate gcleiftcte Rente an die Kricgsbcfchädigten verhältnismäßig fehr gering ifl (ein Invalider mit 4J Prozent Erwerbsunfähigkeit, alfo ein bis zur Hälfte Er-

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