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Die Stimme · 1930-05-29 · Heft 128 (29.5.1930) · page 8

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 128 (29.5.1930)
Date
1930-05-29
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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{"Seite 3 Dir STIMME Nr. 128 Protestversammlung der Judenheit in Linz Für Montag, den 26. Mai, berief die Zioniftifchc Ortsgruppe Linz eme Protcllkundgebung der dortigen Judenheit in den Ländier-S.tal ein. Zur derfclben entfandte das Zioniftifchc Landes'.-.omitee als Referenten Herrn Dr. Chaim T a r t ak o \v e r. An der Vcrfanimlung nahm auch der Präfident der Linzer Kukusgemeinde, Herr Schwager, teil. Die Verfammlung wurde durdi den Obmann der Ortsgruppe, Herrn Doktor Morgcnftern, eröffnet. Er führte aus: Wir befinden uns gegenwärtig in einer Krife. Die Balfour-Deklaration und der Bcfchluß des Völkerbundes in San Rcmo erfolgten zu einer Zeit, da der Blick der Menfchhcit aufs Große gerichtet war. Gegenwärtig aber fei in der ganzen Welt ein Rückfdilag zu verzeichnen und man kehre zu den alten Methoden der Gewalt zurück. Dies bekomme jetzt auch das Judentum und unfere Bewegung zu fpüren. Hierauf erteilte der Vorfitzende das Wort Herrn Dr. Tartakower, der folgendes ausführte: Das jüdifche Volk befinde fich in der tragifchcften Situation, die je ein Volk durchmachte, cs fei das einzige Volk auf Erden, das keinen Boden unter den Füßen hat. Entfprcdhend feiner verzweifelten Lage hat es gewaltige Anftrengungen gemacht, um diefen hiftorifchen Fehler wieder gut zu machen. Dicfer Umftand erklärt die Tatfache, daß das jüdifche Volk zur Urproduktion zurückkehren, die lebendigen Beziehungen zu feinem alten Heimatlande hcrflellen, fowie auch feine Sprache wieder lebendig machen konnte. Doch gerade im Stadium der aufbauenden Tätigkeit kam unerwartet das Einwanderungsverbot. Dicfes richtet fich vor allem gegen die arbeitenden jungen Menlchcn. Der Grund hiefür ift, daß alle unfere Feinde zur Ueberzcugung gelangt find, daß der Zionismus kein Experiment mehr fei, fondern eine Sache, deren Verwirklichung abfolut im Rahmen der Möglichkeit liege. Aber unfere Feinde täufchen fich, wenn fie glauben, daß durch politifche Mätzchen der hiftorifche Prozeß der Repatriierung des jüdifchen Volkes aufgehalten werden könne. Der Zionismus entflammt den tiefften geiftigen Quellen des jüdifchen Volkes und ift daher nicht aus der Welt zu fchaffen. KommifTionen von Experten können ja oder nein fagen, ein Volk in Verzweiflung aber, wie das jüdifche, konnte nur eine Antwort geben: Herausholung aller großen Kräfte, um das nationale Ideal zu verwirklichen. Das jüdifche Volk wird fein Ideal mit oder ohne feine „Freunde“ verwirklichen. Hierauf verlas *der Vorfitzende die Refolution. Zu derfeiben meldeten fich Herr Dr. Paul Diamant, Vertreter der Revifioniften aus Wien, und Herr Dr. Rudolf Menzel von der dortigen Ortsgruppe. Herr Dr. Diamant wies darauf hin, daß die heutige Regieruung in England am jüdifchen Volk ein fdrweres Verbrechen begangen habe. Diefes müfie daher, wenn nötig, um neue freunde fich umfehen. Das jüdifche Volk wird fich aber fowohl an das englifche Volk, wie auch an den Völkerbund zu wenden haben. Herr Dr. Menzel ftellte feft, daß wir uns jetzt in einem Wellental unferer Gefchichte befinden. Die Zeit der Eröffnung der Univerfität in Jerufalem war ein Zeitpunkt eines Wellenberges. Auf das gegenwärtige Wellental werden beftimmt Wellenberge folgen. Die jüdifche Bevölkerung in Linz wird der jüdifchen Sache in allen Lagen Treue bewahren müffen. Hierauf wurde die Refolution angenommen, welche feftftellt, daß durch die Sperrung der Einwanderung für Chaluzim das Mandat feinem Worte und feinem Sanne nach verletzt worden fei, und das Verlangen ausgefprochen wird, daß diefes fchwere Unrecht am jüdifchen Volke fofort wieder gutgemacht werde. Aufruf des österreichischen „Hechaluz“ Der Hechaluz erließ an seine Chawerim folgenden Aufruf: Chawerim und Chaweroth! Die letzte Woche stand im Zeichen der Maßnahme der englischen Regierung, die darauf hinausläuft, die jüdische Einwanderung nach Erez Israel für eine längere Zeit zu sistieren; diese Maßnahme trifft unsere Bewegung auf das schwerste, ist sie doch gerade gegen die Chaluzalijah gerichtet. Soweit die Nachrichten in der allgemeinen Presse verlautbart wurden, dürften sie Euch ja schon bekannt sein. Wir haben in der letzten Sichah am Sonntag zu der neuen Situation Stellung genommen und haben festgestellt, daß, wenn sie für uns auch eine Enttäuschung bringt, wir keinen Grund haben, verzagt zu sein, sondern unbeirrt unseren Weg weiter zu gehen, der der Weg der Hachscharah ist, der physischen, geistigen und seelischen Vorbildung, damit wir, wenn der Tag unserer A1 i j a h für uns kommt (und er wird kommen), den Anforderungen des Landes entsprechen können. Es ist nicht das erste Mal, daß uns eine Sperre der Alijah daran hinderte, so schnell, als wir es wollten, unser Ziel zu erreichen. Die ganze Geschichte der palästinensischen Kolonisation ist erfüllt von solchen zeitweiligen Einstellungen der Alijah, von der Zeit, in der es überhaupt Keine legale Einwanderung gegeben hat, gar nicht zu reden. Das war im Jahre 1922, das war im Jahre 1927/1928, wenn wir auch nur die 3. Alijah zum Ausgangspunkte nehmen. In einem solchen Zeitpunkte befällt erfahrungsgemäß alle Kreise der zionistischen Or- IA A A A A A A A A A A A A A A A A A A SHe Wotfae Warschau. Eine Abordnung der jüdischen Gemeinden in Ostpolen erschien unter der Führung des Abgeordneten Farbstein beim Kultusminister und führte Beschwerde darüber, daß die Lage der jüdischen Gemeinden im Osten Polens infolge ihrer Rechtlosigkeit anarchistisch sei. — In Lodz wurden neue kurzfristige Kurse des «Ort» zur Vorbereitung der jüdischen Handwerksmeister und Gesellen eröffnet. — Anläßlich seiner Anwesenheit in Krakau hielt Dr. Bernhard Kahn eine Besprechung mit dem Vorstände der Jüdischen Gemeinde. ■— In Rowno wurde Dr. Kahn von einer Abordnung von 20 jüdischen Koonerativbankcn des Kreises Wolhynien empfangen, die weitere Kredite seitens der «Foundation» erbat. — Das Nationalitäteninstitut der polnischen Regierung gab einen Empfang für Dr. Bernhard Kahn und D. Schweitzer. London. Die Universität Oxford beschloß einstimmig, die von Herrn Montague Burton gemachte Stiftung für Erhaltung eines Lehrstuhles für internationale Beziehungen an der Universität Oxford anzunehmen. Bekanntlich ist Montague Burton ein prominenter englischer Zionist. Berlin. Die deutschen Schochtim-Verbände treten am 9. Juni in Mainz zusammen, um einen Reichsverband der Schochtim in Deutschland zu gründen. — Im« Alter von 48 Jahren verstarb hier Direktor Hugo Ostberg, einer der Führer des liberalen Judentums in Deutschland. — Die deutsche Liga für Menschenrechte protestierte in einem Aufruf gegen die Berufung des Dr. Hans Günther auf einen neu geschaffenen Lehrstuhl für Rassenkunde (Antisemitismus) an der Universität in Jena. — Der Straßburger Astronom Dr. Berthold Kohn ist in Straßburg im Alter von 61 Jahren gestorben. Er verfaßte viele wissenschaftliche Werke über den jüdischen Kalender. Frankfurt a. M. Der neue Haushaltplan der Frankfurter jüdischen Gemeinde, beschlossen am 15. Mai d. J., beträgt Mk. 1,845.000 und bleibt somit hinter dem Betrag für das Jahr 1929/1930 um Mk. 135.000 zurück. Budapest. Dr. Franz Hevesi bisher Oberrabbiner von Szekesfehervar, wurde von der Pester Israelitischen Kultusgemeinde als Rabbiner an den großen Tempel in der Dohany-utca berufen. Reval. Das Mitglied der Jewish Agency Dr. Wilensky wurde vom Staatspräsidenten Estlands, Strandmann, in einer Audienz empfangen. „ Kowno. Die litauische Regierung hat eine Novelle zu dem Zwangssontagsruhegesetz beschlossen, dergemäß bei der Durchführung des Zwangssonntagsruhegesetzes der jüdischen Bevölkerung große Erleichterungen gewährt werden sollen. . . Kopenhagen. Im Zusammenhang mit einer in Dänemark durchzuführenden Aktion für die in Deutschland weilenden russisch-jüdischen Flüchtlinge trafen der Staatsrat Jakob Teitel und Dr. A. Spiegel in Kopenhagen ein und wurden vom Außenminister Peder Munch empfangen. Washington. Der Gesandte der Peruanischen Regierung in Washington, Senor L. Alvarez de Buenavista, äußerte dem Vertreter der Ita gegenüber Zweifel darüber, ob der von Berliner Kreisen erwogene Plan der Ansiedlung von Juden in Peru ein Stadium ernsterer Erwägung erreicht und ob die peruanische Regierung überhaupt nach dieser Richtung hm irgendeine offizielle Aktion ergriffen habe. I1UH Wiyjli.lHHIiWJPlWI.'"lll'WHIl 1 Jiy. V V ▼ VYVYWYYT7 ganisation Unmut und Ratlosigkeit. Wir müssen uns von diesem Unmut und dieser Ratlosigkeit freimachen und erkennen: Keine Macht in der Welt kann uns von unserem zionistischen Willen und unserem zionistischen Weg abbringen, der der Weg der Befreiung unseres Volkes und der Weg, uns ein neues Leben in Erez Israel zu schaffen, das aufgebaut ist auf Freiheit und sozialer Gerechtigkeit — der Weg ist es, den wir gehen. Wir sind enttäuscht, gewiß. Unsere Enttäuschung ist umso größer, als wir es erleben mußten, daß die englische Arbeiterregierung sich zum Werkzeug des englischen Kolonialimperialismus ,und des arabischen Effendiinteresses gebrauchen ließ. Wir werden uns dagegen wehren, daß Erez Israel zu einem Objekt der englischen imperialistischen Kolonialpolitik wird. Wir werden die Chaluzbewegung ausbauen und erweitern; wir werden uns fester mit der Arbeiterschaft Erez Israels zusammenschließen, mit der Histadrut Haowdim, die uns, wie bisher, auch weiterhin Führerin im gemeinsamen Kampfe bleibt. Wir grüßen unsere Chawerim in Erez Israel — — b’w i r k a t Alijah w’Awodah! Ein Bauer ermordet einen Juden, um Cuza zu gefallen Bukarest, 22. Mai (J. T. A.). In der Gemeinde Nina, Bezirk, Somesch, hat sich ein frurchtbares Verbrechen ereignet, das auf antisemitische Verhetzung durch Professor Cuza zurückzuführen ist. Der Bauer Jan Sata kam in die Wohnung des Juden Hermann Eger und stieß ihm, ohne ein Wort zu sagen, einen Dolch bis an das Heft in die Brust. Eger starb an den Folgen der tötlichen Verletzung. Jan Sata wurde verhaftet. Bei der Einvernahme durch den Untersuchungsrichter erklärte Sata, er habe dieses Verbrechen begangen, um Herrn Professor Cuza, den er sehr verehre und der zur Ausrottung aller Juden aufgefordert habe, einen Gefallen zu tun. Cuzistische Ausschreitungen in Kimpolung Czernowitz, 23. Mai (J. T. A.). In Kimpolung (Bukowina) kam es zu Ausschreitungen der Cuzisten, als der Agitator Niculea eine Versammlung unter freiem Himmel abhielt und die Menge gegen die Juden aufzuwiegeln versuchte. Die Polizei löste die Versammlung auf und verhaftete Niculea. « ..^ Kleine Nachrichten ausPalästina Am 20. Mai fanden in Jerufalem zwei PrdTckonfcrcnzcn, veranftaltct von der Exekutive der Jewifh Agency, (über politil’chc Fragen) und vom Keren Hajefi'od, ftatt. Mittwoch, den 21. Mai, verfpürtc man in Jerufalem und in Nablus ein leichtes Erdbeben. Keinerlei Schaden. Mit dem Dampfer „Monte Olivia“ find in diefen Tascn I» Haifa 1100 nicift dcutlchc Touriften cingctrorfen. Der Safcdcr Briganten! ührcr Achmed Tapilch wurde wegen Teilnahme an der Ermordung der Frau Hanna Cohen zu 1 f Jahren Gefängnis verurteilt. Paläftina ift wiederum von einer Hcufdircckcninvafion hcinigefucht. Ein mit einem Funkapparat ausgerüftetes Polizeiauto fährt im Lande herum und berichtet über die Bewegung der Hcufchreckcn. Die Steigerung der Einnahmen des Keren Hajeffod im letzten Halbjahr im Vergleich zum vorigen Jahre beträgt 32 Prozent (121.236.— Pfund gegen 92.017.— Pfund). Aus Rußland Russisch-kommunistische Presse gegen die Kiilturtyriinnci des „Emcs“ Russisch-kommunistische Zeitungen greifen heftig die Redaktion der jiddischen kommunistischen Zeitung «Emess», insbesondere den «Emess»-Redakteur Litwakow, an und führen aus, daß «Emcss» durch den tyrannischen Willen, das jüdische Kulturleben in Sowjetrußland durchaus zu kontrollieren, dem Kommunismus viel Schaden zugefügt hat. Die jüdischen Schriftsteller und Künstler, heißt es in den Artikeln, werden terrorisiert, das Theater wird das Opfer der Laune des Herrn Litwakow. Eine Anzahl jüdischer kommunistischer Führer und Schriftsteller in Weißrußland und in der Ukraine schließt sich dieser Protestkampagne gegen «Emess» an. «Emess» weiß auf die vielfachen Beschuldigungen nur zu antworten, daß die Liquidierung der Jewsekzija den Gegnern der Zeitung den Mut zu ihrer Protestaktion gegeben hat. Die Odessaer jüdische Technische Hochschulo soll in eine ukrainische Anstalt umgcwandelt werden Die in Odessa bestehende größte jüdische technische Hochschule in der Sowjetunion «Jewrobmol» soll, wie aus Regierungskieisen verlautet, demnächst in eine ukrainische technische Hochschule umgewandelt werden. Seitens der Zentralbehörden wird als Grund für diese Umwandlung angeführt, daß «Jewrobmol» der Odessaer Industrie alljährlich nicht weniger als 150 qualifizierte Techniker zufiihrt, und daß somit die «Gefahr» bestellt, daß in einigen Jahren die Odessaer Fabriken zu viele jüdische Techniker haben werden. Unsere Antwort: Neue Kolonien in Palästina Jerusalem, 22. Mai. (J. T. A.) In der Nähe der' Kolon e Meß Ziona wurde unter dem Namen «Beth Owed» ci.ne Arbeiter-Kleinpächlersiedlung begründet. Die Zionistische Organisation von Texas hat in ihrer soeben abgehaltenen Konferenz beschlossen, did'! Summe von 100.000 Dollar zur Gründung; einer Kolo'nie: in Palästina bereitzustellen. Es soll sofort ein Boden- Areal von 5000 Acker in Palästina . für die zu gründende Kolonie erworben werden. Der Vizepräsident der Zion. Organisation von Texas, Charles Bender, begibt sich nach Palästina, um die notwendigen Vorbereitungen zur Gründung der Kolonie zu treffen. Zehn Jahre jüdische Volkspartci in Berlin Berlin, 25. Mai (J. T. A.). Aus Anlaß des zehnjährigen Bestehens der Jüdischen Volkspartei veröffentlicht der Vorsitzende der Partei, Herr Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee, den folgenden Aufruf: «Freunde! Vor 10 Jahren schicktet Ihr uns zum ersten Male als die Exponenten Eures nationalen Willens in die Jüdische Gemeinde von Berlin. Was wir vorfanden, war Schwäche, Apathie, im besten Falle — Verwaltung. Aber das nationale Pathos bewährte, wie überall, auch liier seine gestaltende, seine schöpferische Kraft. Unsere Bewegung wuchs, heute haben wir mit den bestimmenden Einfluß. Aus der Unansehnlichkeit, in die sie sich selbst liineinbegeben hatte, wurde die Gemeinde Berlin wieder zum bedeutsamen Faktor im jüdischen Leben der Galuth. Sie nimmt wieder teil an jüdischer Freude und an jüdischem Leid auf der Welt, es wächst ihre Verbundenheit mit Erez- Israel. Freunde! Heute ist es mehr denn je Pflicht jedes von Euch, sich als verantwortlicher Träger jüdischer Volkspolitik in der Diaspora zu fühlen. Ein starkes werteschaffen- ' des Galuth-Judentum ist die beste Gewähr fiir die Ueberwindung jedes Hemmnisses, das unserem Aufbauwerk drohen kann. Nicht als Feiernde ausruhen wollen wir nach diesen zehn Jahren, sondern die Kräfte rüsten zum letzten, endgültigen Kampf um die Gemeinden und damit um die Seele des deutschen Judentums. Der kommende Winter bringt die neue entscheidende Chance. Wird es einen unter uns geben, der bei Seite stehen wird, wenn wir daran gehen, den alten Herzl-Traum von der Eroberung der Gemeindestuben zur Wirklichkeit zu machen?» Eine Deputation des jüdischen Nationalfonds beim Präsidenten Masaryk Prag, 22. Mai. (J. T. A.) Eine Deputation des Jüdischen Nationalfonds wurde am 22. Mal vom Präsidenten Masaryk empfangen. Die Deputation überreichte dem Präsidenten eine künstlerisch ausgestattete Adresse, enthaltend Tausende Unterschriften tschechoslowakischer Juden, die zur Pflanzung des Masaryk-Waldes in Palästina beigetragen haben. Präsident Masaryk nahm mit Dank die Adresse entgegen und erkundigte sich über die momentane Lage in Palästina. Nach einer halbstündigen Unterredung verabschiedete sich der Präsident in herzlicher Weise von der Deputation, nachdem er sich mit ihr für das Jerusalemer Archiv photographieren ließ.

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