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Die Stimme · 1930-05-01 · Heft 124 (1.5.1930) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 124 (1.5.1930)
Date
1930-05-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. m DIE STIMME Selten Fragmente zur Geschichte des jüdischen Theaters in Rumänien Von Dr. Manfred Reifer, Cemecti. Zunächft einige Bemerkungen über die Anfänge und die Entwicklungsgefdüchte des jüdifchen Theaters im allgemeinen: Die primitivften Texte jüdifcher Theaterftücke entftanden in Form von Maskenfpiclen in den deutfchen Ghettis zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Die bekannten Purim-Stücke: „Spiel von Ahasveros“ (1708), „Der Verkauf Jofephs" (1711) und „Die Opferung Ifaaks" waren die beliebtcften Purim-Spiele, welche von Dilettanten, meift Jefchiwa-Zöglingen, aufgeführt wurden. Sie entfprachen in gewiffem Sinne den Karnevalsfellen der abendländifchen Völker und erfreuten lieh wie diefe größter Beliebtheit. Sie wurden bald auch in den ofteuropäifchen Judenzentren hcimifdi und am Purim in verfchiedenen Variationen von „fahrenden Sängern“ aufgeführt. Man fchlug die „Theaterzelte“ in öffentlichen Lokalen, in Naditherbergen, aber auch in den Haufern reicher jüdifcher Familien auf und verfudite Geh befonders bei der Sude (Purim-Mahl) in „dramatischer Kunft“.*) * Den Uebergang vom prpimitiven Komödiantentum zum jüdifchen Theater fdiuf der jüdifdie Volksdichter Abraham Goldfaden (1840—1908). In Alt-Konftantin (Wolhynien) geboren, genoß er feinen erften Unterricht beim hebräifdien Dichter und Publizillen A. D. Gottlober, bezog dann das Rabbinerfeminar zu Sdiitomir, wo er 1863 Ettingers „Serkale" mit den Zöglingen des Seminars aufführte. Nach Beendigung feiner Studien wurde er ftaatlicher Lehrer in Siveripol, dann in Odefta. Sein Name wurde inzwifchen durch die Herausgabe feiner Liederfammlungen „Zizim uprachim“, „Das Jidale“ und „Die Jidene“, weit und breit bekannt. Seine eigentliche Tätigkeit und Schaffenskraft liegt auf dem Gebiete des Jüdifchen Theaters, das feine erfte Entwicklungsphafe auf rumänifdiem Boden durchmachtc. Hier wurde der Grundflein zum jüdifchen Theater gelegt. Bucuresti, Jasi und Cernauti waren Jahrzehnte hindurch die Zentren des jüdifchen Theaters. Im ruffifch-türkifchen Kriege kam auch Goldfaden mit den zahlreichen jüdifchen Armeelieferanten nach Rumänien, befon- ■ ders nach Jasi und Bucuresti, wo fie lieh in den freien Stunden in „Cafes" und Karavanferien am Vortrage jüdifcher Chorgefänge vergnügten. Goldfaden durchblickte rafch die Situation und faßte den Befchluß, ein Theater zu gründen. Aus Vor-! betern und jüdifchen Handwerkern beftand feine erfte Truppe, wobei Männer die weiblichen Rollen fpielen mußten, da lieh doch kein jüdifches Mädchen auf den Brettern zeigen wollte. * Mit der Gcfcfridtte des jüdifchen Theaters in Rumänien ift Frau Ruchei A x e 1 r a d, die fall ein halbes Jahrhundert jüdifches Theater gelebt hat, eng verbunden.'Bis zum Aus-; bruche des Weltkrieges führte fie mit ihrem Gatten Abraham Axelrad das jüdifchc Theater in Cernauti und durchzog mit ihrer Truppe faft alle größeren Judenzentren Südofteuropas, wo fie Theater fpiclte. Sic felbft ift ein Stück jüdifcher Thcatergefdiichte. Laßen wir fie felbft erzählen: Idh bin in Sadagura geboren (Jahr?). Mein Vater Joßel Wolf Geifinger war Viehhändler. Wir überficdelten in der Folgezeit-nach Cernauti und wohnten in der Dreifaltigkeitsgaffc, wo wir ein kleines Gafthaus betrieben. Mit dem jüdifchen Theater kam ich auf eine fonderbare Weife in Berührung. Moifcbe Halevy Horowitz aus Wiznitz hat faft gleichzeitig mit Goldfaden jüdifches Theater zu fpielen begonnen. Er war ein durchaus gebildeter Menfch; im Jüdifchen befonders gut befcblagen, wirkte er längere Zeit als Lehrer an einer jüdifchen Schule in Jafi, ging dann nach Bucuresti, wo er mit Goldfaden zum erftenmal zufatpmentraf. Angeregt von Galdfadens Theaterplänen, befchloß Horowitz, ihm auf dem Gebiete des Theaters und der Kunft Konkurrenz zu machen, fchrieb felbft einige Theaterftücke („König Joafch“, „Amnon und Thamar“, „Die wilde Infel“, pDie fpanifche Tänzerin“, „König Saloraon", „Sabatai Zwi“ und „Sduniel Schmelkes“) und gründete eine eigene Theatertruppe, welche auch in Cernauti ein Gaftfpiel abfolvierte. Ein Teil der Schaufpieler wohnte im Gafthaufe meiner Eltern, was mir den freien Zutritt zum Theater ermöglichte. Ich war tägliche Befucherin und verliebte mich in die Kunft. Ich befchloß gegen den Willen meiner Eltern, Sdhaufpielcrin zu werden. Ich brannte mit Jidel Margulies, der der Truppe angehörte und aus Ödeßa flammte, durch und blieb beim Theater. Meine Eltern haben mich bald in Kimpolung aufgefifcht, fchleppten mich nach Haufe, fperrten midi im Keller ein, allein, alle diefe Torturen nützten nichts, deön kaum war ich wieder frei, ergriff kh die nächfte Gelegenheit, um wieder zur Bühne zu flößen und auf den Brettern mein Glück zu vcrfuchen. Später mußten meine Eltern in die Ehe mit Jidel Margulies einwilligen, fo daß nichts mehr für die Ergreifung des fchaufpielerifchen Berufes mir im Wege ftand. Die erfte Rolle fpielte ich in Lateiners „Dybuk“, dann in „Amnon und Thamar“, in „König Joafch", und bereifte mit dem Enfemble die ganze Bukowina. Wir erhielten eine hervorragende neue Kraft in der Perfon von Jetti Samilow aus Focfani, die eine Stütze unferer Truppe wurde. In Cernauti fpielten wir damals im Hotel „Moldovie“, fpätcr itn Alten Stadttheater. Wir unternahmen von hier aus eine Tournee nach Rußland, fpielten in den beflarabifchen Städtchen *) Die Gcfchichte des jüdifchen Theaters behandelt Dr. J. Schipper in feinem dreibändigen Werke, das in den Jahren 1924 bis 1927 in Warfchau crfchienen ift* Erwähnenswert ift auch B. Gorins zweibändige Theatergefdiichte, New York, 19*3. 1 Noua-Sulita, Lipcani, Hotin und Bafel Hier brach eine Krife in unferem Theater aus, was Horowitz veranlaßte, uns den Rücken zu kehren, fo daß wir nunmehr auf uns felbft angewiefen waren. In diefer Zeit kam uns Goldfaden zu Hilfe. Nachdem er in Jafi mit den Schaufpielern Grodner und Goldftein im Jahre x876 das erfte jüdifche Drama zur Aufführung gebracht hatte, finden wir ihn in den verfchiedenen jüdifchen Zentren mit einer Truppe jüdifches Theater fpielen. In Kamenetz-Podolsk hatte er das Enfemble von Horowitz gefehen, welches ihm derart gefiel, daß er keinen Moment zögerte, die führerlofe Truppe aufzunehmen und mit der feinigen zu vcrfchmetzen. Hier ftodferte er mit feinen Schaufpielern die Operette „Die beiden Watten“ cir. und arbeitete Horowitz’ „Amnon und Thamar" in feine „Suiamith“ um. Aber bald erreichte uns das Schickfal: man entzog unferer Truppe die weitere Aufenthaltsbewilligung, fo daß wir gezwungen waren, Goldfaden zu verlaßen und die Rüdereife nach Cernauti anzutreten. Margulies wurde der Direktor der aus Rußland ausgewiefenen Truppe. Wir fpielten im „Eiszapfen“ (Zalodeckifdies Haus, Waggafle) Stücke von Horowitz, Goldfaden und Lateiner. Gewöhnlich blieben wir nur ein halbes Jahr in Cernauti und verbrachten die andere Hälfte auf einer Gaftfpieltoumee in Budapeft, Szegedtn, Temesvar, dann in . den meiden größeren Städten der Moldau und in Bucurefti. Hier fpielten wir mit großem Erfolg „Die Harigim vom Matze-Jom- Kipur“ von Horowitz und ftudierten gleichzeitig fein neueftes Werk „Der Tisza-Eszlar-Prozcß“ ein. In Craiova follte diefer dramatifiertc Ritualmord-Prozeß zum erften Male aufgeführt werden, als wir benachrichtigt wurden, daß auf uns ein Attentat geplant fei, wenn wir es wagen follten, diefes Stück in Craiova aufzuführen. Wie ließen unferen Plan nicht fallen und führten diefes Stück mit viel Erfolg in Bucarefli auf. In Bacu erhielt unfer Theater eine Vcrftärkung, indem Mordechai Segalescu, der in diefer Stadt ein jüdifches Theater leitete, zu unferer Truppe fließ. Im Jahre 1891 ließ ich mich von Margulies fcheiden und heiratete den aus Jafi flammenden Schaufpieler Abraham Axel r ad. der in Horowitz’ erfter Truppe mitfpielte. Wir zogen bald nach Amerika, wo wir Horowitz antrafen, fpielten in New York und Philadelphia ungefähr acht Monate und kehrten wieder nach Europa zurück. Axelrad ftellte. bald eine neue Truppe zufammen, engagierte die bellen Kräfte, meiftens jüdifche Küniller aus Rußland, und brachte fein Theater auf Volksbibliothek „Zion“ I Wien, 11., Kleine Mohrengasse 3 HERZE-FEIER Dienstag^ den 6. Mai findet eine Herzl-Feier mit nachfolgendem Programm statt; Dr. N. M. Oelber: Herzl als Politiker Dr. Dawid Rothblum: Herzl als Mensch Dr. Z. F. Finkeistein: Herzl als Schriftsteller J. A, Silberbusch: Erinnerungen ah Herzl Dr. Sem Wolf: Aus Herzls Schriften Beginn 8 Uhr abends eine gewifle künftlerifche Höhe. Die damals bekannteften Sdhaufpielcr, wie Zuckermann, Weinblatt, Finkei und der aus Jafi flammende Motel Goldig, waren die Stützen unferes Theaters. Im Jahre 1894 kamen wir mit Goldfaden in Lemberg wieder in Berührung. Er war nach dem Verbot des jüdifchen Theaters in Rußland (1883) nach Amerika ausgewandert, von wo er .1890 zurückkehrte und vom Jahre 1894 bis 1895 das jüdifche Theater unter der Direktion Gimpel in Lemberg leitete. Goldfaden führte hier zum erften Male feinen „Rabbi Joßelmann*, „Rothfchifd“ und „Das 10. Gebot“ auf. Er verbot mir, Ruchei Schegitz, wie er mich zu nennen pflegte, daß Theater in Lemberg zu befuchen, damit ich nicht che Mufik und die Couplets „ganwenen" (ftehlcn) folle. In Lemberg engagierten wir die bellen jüdifchen Schaufpieler, wie Schramek, Eßkreuz, Brandes,' Graf, Bemftein, Schlieferllein, kehrten mit ihnen nach Rumänien zurück und fpielten zunächft in Jafi im „Pomul Verde", wo wir uns mit Itzchak Goldenberg aftozüerten, der in ' Jafi ein fclbftändiges jüdifches Theater leitete. Von hier aus bereiften wir ganz Altrumänfen, wehrten dann nach Cernauti zurück und fpielten zunächft im Alten Stadtthcater, dann im Apollo-Theater in der Blumengaße, in der Hormuzackigaße und zuletzt bei Grudcr in der Siebenbürgcrftraße. In jeder Saifon hatten wir in Cernauti die bekannteften jüdifchen Schaufpieler zu Gail. Es fpielten unter meiner Direktion in Cernauti Tomäczevski, Juwelier, Jung, Meifels, Heimann, Keßler, Feinmann, Adler, Zuckermann mit meinen eigenen Schaufpielern, wfe Lerescu, Streng und Siegler, und trugen zur Entwicklung des jüdifchen Theaters viel bei. . Heute ift alles vorbei. Mein Mann ift geftorben und mit ihm habe idh die jüdifche Theaterkunft begraben. Manchmal mache ich noch einen Ausflug in die Kunft, allein der hohe Flug ift mir nicht mehr befchiedco. Ich habe mich ganz zurück' gezogen, lebe noch dem Theater nur in dem Momente, wo ich meinen Fundus und meine Repertoirfanunlung befichtige; 280 Dramen, Komödien, Operetten... Ich habe den Tempel der Kunft mit einem Beth-Hamidrafch vertaufcht, habe ein Bethaus gegründet, 3 Sifrei-Toroth gefpendet’ und will die letzten Jahre meines Lebens einem anderen Gotte dienen... Intereßant find die persönlichen Erinnerungen Ruchei Axclrads an Abraham Goldfaden: er fpielte gut Klavier, dafür aber war er der fchlechtefte Gagenzahler. Forderte man in einem etwas energifchen Ton fein Geld, fo bcfchwichcigte Goldfaden in der Weife fdne „Gläubiger", daß er ihnen die heften Rollen | verfprach. Vor jeder Premiere war er fehr freigebig — mii Verfpreehumgen, allein diefeiben nach der Vorftellung wirklicJ einhalten, war nicht (eine Art. Eine befondere Averfion hatti er gegen Rothaarige. Von feinem Bruder Tulhi Goldfaden erzählt Frau Axel* rad, daß er fich nicht einmal in der Gunft feines Brüden fonnte, ein felbftandiges Theater gründete und mit Abraham Goldfaden literarifchen Kommunismus tätigte. Mit diefen perfönlichcn Erlebnißen Schließt das Kapitel jüdifdier Theatergefdiichte in der Vorkriegszeit. Es ift in ge* wißem Sinne das patriarchalifdie Zeitalter des jüdifche» Theaters mit all feinen Schwächen und Vorzügen. In der Nachkriegszeit nimmt das jüdifche Theäterwefea in Rumänien einen fehönen Auffchwung. Es gründeten fich in den jüdifchen Zentren Theaterftudios und Theatervercine, welche fich zur Aufgabe Hellen, jüdifches Theater zu fördern Dazu kommt noch die Tatfache, daß in der Nachkriegszeit her« vorragende ausländische Theatcrenfemblcs Rumänien auf* fuchten und eine neue moderne Kunftrichtung durch ihre Kunft propagierten. In diefer Beziehung haben fich die „Wilnaer“, die mit größeren Unterbrechungen in Rumänien mehrere Jahre gaftierten, das größte Verdienft erworben. Sie brachten eine neue Kunftrichtung auf die jüdifche Bühne und trugen fehr viel zur Verfeinerung des Gefchmackcs und zum tieferen Kunftverftändnis bei. * Ein Habiles jüdifches Theater wurde in Cernauti durch Max R e i f ch begründet. Ueber diefen Theaterfanatiker foll hier einiges gefagt werden: Im Jahre 1892 in Sadagura* geboren, ging er im 16. Lebensjahr zur jüdifchen Bühne und diente ihr nach heften Kräften ununterbrochen bis zum heutigen Tage. Im Jahre 1917 gründete er in Cernauti ein fländiges jüdifches Theater, das (ich nicht immer der heften Kritik erfreute. Doch nicht davon foll hier die Rede fein, vielmehr von der unverwüftlichen Energie eines Menfchen, der trotz aller Widerwärtigkeiten ein jüdifches Theater in Cernauti erhält. Das ift uhter allen Umftänden zu bewundern. Cernauti ift dank der Tätigkeit des Herrn Direktor Rcifdi die einzige Stadt in Rumänien, welche über ein fländiges jüdifches Theater verfügt. Direktor Reifch fpielte vom Jahre 19x7 bis 1918 im Polnifchen Haufe und das folgende Jahr im Deutfchen Haufe. Im Jahre 1920 erwirkte er durch eine perfönliche * .dienz beim König Ferdinand anläßlich feines Befuches in Cernauti eine Konzeffion zur Führung eines jüdifchen Theaters. Unter feiner Direktion fpielte in Cernauti die Fifchfohn-Truppc, das Baratow-Enfemble, welche wirkliche jüdifche Kunft darboten. Das Jüdifche Theater war gut befucht und erfreute fich der größten Wertfehätzung und Beliebtheit. Im Jahre 1925 gelang es- Direktor Reifch, ein eigenes Theatergebäude in der Ruffifchen Gaße-zu errichten und feinem Enfemble ein eigenes Heim zu fchäffen. In diefem neuen Theatergebäude; fpielten feit diefer Zeit einzelne Theatertruppen, die auf einer gewtßen künftlerifchen Höhe ftanden. ' * Wie dem auch immer fei, das Jüdifche Theater hat auf rumänifdiem Boden die erften Knofpen getrieben und fich im Laufe eines halben Iahrhunderts zur Blüte entfaltet und fich eine Heimat gefchaffen. Es ift von der Bühne feit Goldfadens Zeiten nicht mehr verfchwunden. Die politische Gruppierung der palästinensischen Araber In Palästina bestehen folgende arabische Parteien und politische Gruppierungen; 1. Die Arabische Exekutive mit Musa Kaznn Pascha, dem sich neuerdings auch Naschaschibi aus Haß gegen den Mufti angeschlossen hat; 2. die von Omar Effendi el Bitar geführte Gruppe der mit der Arabischen Exekutive nicht zufriedenen Familien; 3. die sogenannte religiöse Partei unter Führung von Scheich Assad aus Akko mit den Unzufriedenen aus Samaria und Untergaliläa; 4; die extreme Partei Hamdi el Husseinis, die weder England, noch das Mandat, weder die Familien noch die Juden will; 5. die sogenannte gemäßigte Partei mit Chassao Zidki Dajani, die eine Verständigung mit England sucht und dem Mandat für eine gewisse Zeit zustimmt; 6. die projüdische Partei, die ein mohammedanischjüdisches und nicht mohammedanisch-christliches Zusammengehen wünscht und an deren Spitze Mahmud Tavil steht; 7. die Bauernpartei, die nach Ansicht der Effendis von den Juden gegründet wurde; 8. die Jugendpartei, die selbst die Herrschaft Übernehmen und der Effendlherrschaft ein Ende machen wül. Der Arabischen Exekutive stehen die Zeitungen «Ul Djamia ul Arabia», deren Redakteure Husseinis sind, «Sowt Aschaab», «Marat el Schark» und «Falastin» zur Verfügung. Die gegen die Arabische Exekutive gerichtete Politik von Omar el Bitir wird von «Assirat el Moustakkn» unterstützt. Dem Scheich Assad Schakir stehen die Haifaer Zeitungen «El Carmeb und «Nafir» zur Verfügung. Hamdi el Husseini hat kein besonderes Organ. Der neu gegründeten Partei des Chassan Zidki Dajani stehen fast alle Zeitungen zur Verfügung, weil er sehr angesehen ist. Die projüdische Partei ist auf das jüdisch-arabische Organ «El Salam» angewiesen. Der Jugendgruppe steht gelegentlich «Marat el Schark» zur Verfügung. Sonntag, den 4. fMai, t/410 cllhr vormittags, besucht die Wiener $udenschaft das Qrab unseres unvergesslichen Führers Theodor ZFCerzl. Süden! Zionisten! Ghret das Andenken unseres Führers und erscheinet in SMassen!

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