Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1930-04-24 · Heft 123 (24.4.1930) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 123 (24.4.1930)
Date
1930-04-24
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3053752-3053859-3053876--1700-3057070
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Seite 10 DIE STIMME Nr. m Mitteilungen des Zionistischen Landeskomitees für Oesterreich Es wird bekannt gegeben: 1. Die irist für Reklamationen gegen «Ile Wählerlisten Z’iin I) .‘ifgierteutas: emict am 25. dieses Mtriats. 2. Die Wahlen zum Delegierten tag werden am 18. Mai 1. J. stattfinden. Nähere Mitteilungen folgen. Das Wahlreglcmcnt wird den Organisationen in den nächsten Tagen zugestellt werden und wird für sonstige Interessenten im Bureau des Zionistischen Landeskomitees erhältlich sein. 3. Der Delegiertentag wird für den 24. Mai (abends) und 25. Mai 1. J. einberufen. Ort, Stunde und Tagesordnung werden später bekannt gegeben. Die Arbeit des Keren Kajemeth Der Dank des jüdischen Volkes an Balfour Die Zionistische Exekutive, das Zionistische Aktionskomitee sowe das Direktorium des Keren Kajemeth haben beschlossen, einen eigenen Balfour-Band des goldenen Buches anzulegen. Der Ertrag der Eintragungen (von Einzelpersonen und Gruppen) dient ausschließlich dem Zwecke der Errichtung einer Stiftung auf den Namen Balfour. 5000 Eintragungen werden vollzogen werden. Ueber die konkrete Form der Stiftung wird das Aktions-Komitee; fco-CiVießen. Büchsenaufstellungsaktion bei der „Hakoah“ Dank der Initiative des Gg. Viktor Kornniehl wird dieser Tage eine Btichsenaufsteiiungsaktion unter denjenigen Mitgliedern der „liakoah“ durchgeführt, die noch keine Keien Kajemeth-Büchsen be;- Izen. Halbjahrs» Uilsfik Nächstens erscheint die Halbjahrsstatistik des Keren. Kajemeth. Sie wird die übernommenen Kontingente der Gruppen sowie die Beträge, die die Gruppen aufgebracht haben, enthalten. Alle Gruppen werden sie zugeschickt erhalten. Sonderaktion. Alle Gruppen werden ersucht, die noch nicht verrechneten Bogen zu verrechnen und die Beträge abzuführen. Ein Buch über die „Büu“ die ersten Verwirklicher des zionistischen Gedankens, ist in der „Lanoar“-Bibliothek, die der Keren Kajemeth im Verein mit dem „Omanuth“-Verlag herausgibt, erschienen. Der Verfasser, Sch. Ben Zion, ist auch der Autor des ersten Bändchens dieser Bibliothek „Ness Zionah“, das bereits vergriffen ist. Alle Bändchen „Lanoar“ sind beim Keren Kajemeth Wien zum Preise von S 1.50 erhältlich, mit Ausnahme des Bändchens „Kotei Maarawi“ (Autor Sch. Ben Zion), das S 3.— kostet. Das Bändchen über „Dagania“ ist in Wien ausverkauft. Keren Kajemeth-Gemeinde-April-Versammlung Montag, den 7. April, fand die zweite Zusammenkunft statt. Sie wurde pünktlich viertel 9 Uhr durch den Referenten Dr. Tarfcakower eröffnet. Er berichtete über den eben veröffentlichten Shaw-Bericht, ferner über das Wirtschaftsjahr 1929 in Palästina, speziell über die Ein- und Auswanderung, die Tote Meer- Konzession, den Hafenbau, die Elektrifizierung und die Lage des Arbeitsmarktes sowie die Orangen- und sonstigen Pflanzungen. Er informierte über die Gesellschaft „Jachin“, die von der Arbeiterschaft zwecks Eroberung der Arbeit in den Plantagen geschaffen wurde. Anläßlich der ausgeschriebenen Wahlen zur „Assefath Haniwcharim“ (das jüdische Parlament in Palästina) entwarf der Referent ein Bild über die Entwicklung dieser Institution. Zum Schluß berichtete er über die neuen Erscheinungen in der hebräischen Literatur des Landes. Sodann überging der Berichterstatter zum Bericht über die Keren Kajemeth- Arbeit in Oesterreich, und zwar über die Eingänge im Monat März, über den Stand der S e 1 h s t k o n t i n g e n t i e r u n g, der Gold- JKECHflLÜr7 DAS ORGAN DES ÖSTERR. u. CSL. CHALUZVERBANDES erscheint am 1. Mai als Doppelnummer mit einem sehr reichen Inhalt. Beiträge von J. Tabenkin, El. Schoub, El. Galili, Adolf Böhm, Hugo Steiner u. v. a. Bestellungen und Abonnements nimmt entgegen: Hechaluz, I., Kärotnerstraße. Abonnementgebühr: S 5.— jährlich. buch- und Gartenstiftungen. Er konnte die erfreuliche Mitteilung machen, daß auf 8 Goldbucheintragungen, 26 Gärten und Haine über S 16.000, auf einen Gesamtspendenbetrag von S 71.000 eingegangen sind. Diese Tatsache beweise, wie sehr die Verbindung zwischen Einzelpersonen und Gruppen mit Palästina durch Keren Kajemeth-Stiftungen im Wachsen begriffen sei. An das Referat knüpfte sich eine Aussprache. Ring des Keren Kajemeth Erster „Wizo“-Ring: Frau Dr. Ajalah Tartakower spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Frau Dr. Sophie Löwenherz, Frau Rosalie Leser, Frau Eva Scherzer, Frau Henny Jekel, Frau Dora Brandeistein, Frau Ing. Miihlbauer, Frau Helene Schenker, Frau Stella Hochtimm, Frau Rosa Kohn, Frau Steffi Diamant, Frau Ing. Hilda Pisk, Frau Dr. Seidner. Dr. Willi Schorr spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Ing. Josef Mährer, Dr. Max Stark, Dr. Salo Wolf, Mina Wolf, Josef Münzer, Geschwister Müller, Erich Löwy. «Zirenu», III. Burschenzug spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: I„ II. und VI. Burschenzug und I. und II. Mädchenzug. Dr. N. M. Gelber spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Dr. Chaim Tartakower, Dr. Josef Löwenherz, Viktor Bauminger, M. A. Tenneblatt. Heinrich Kessler spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Elimelech Grajew, Otto Hohenberg, Dr. Charles Karpeles, Dr. Markus Kostmann, David Kessler, Rabb. Dr. Arthur Zacharius Schwarz. Dr. Josef Zuckermann spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Dr. Paul Eckstein, Hans» Munk, Arch. Fritz Sternschein, Dr. Desider Weiß, Rudolf Weitz, Dr. Josef Tolentino. Die J ubiläumsfeierlichkeiten des Jugendvereines „Erez Israel" Zu allen guten und wertvollen Eigenschaften, die der Jugendverein «Erez Israel» besitzt und die es bewirkten, daß er ein so wichtiger Faktor in der österreichischen Zionistischen Organisation geworden, hat der Verein etwas, wie es ganz richtig ein auf dem Festbankett getaner Ausspruch besagte, ganz spezifisch eigenes: Er hat Glück. Was immer dieser Verein unternahm — und er war sehr unternehmungslustig — war schon allein dadurch halb gewonnen, daß sein Name damit verknüpft war. Und daß es ein ganzer Erfolg wurde, dafür sorgte schon der wahre Bienenfleiß seiner Mitglieder. Und nun hieß es, etwas in «eigener» Sache zu unternehmen. Kein Wunder, daß es etwas Schönes wurde. Den Auftakt zu den Jubiläumsfeierlichkeiten, denen die Herausgabe einer Festschrift voranging, bildete das am .17. d. M. in den Gesellschaftsräumen des^Niederösterr^ichischen Gewerbevereines veranstaltete Festbankett, das sich zu einer überaus schönen und imposanten Würdigung des Vereines «Erez Israel» seitens der prominentesten Führer des zionistischen Wiens gestaltete und in der uneingeschränkten Anerkennung der geleisteten Kulturarbeit dieses Vereines gipfelte. Nach Eröffnung und Begrüßung der Festversammlung durch den früheren Präsidenten Lebensohn gab der Präsident des Vereines, Herr Mair Pais, in einer längeren, formvollendeten Rede einen Ueberblick über die im abgelaufenen Jahrzehnt geleistete Arbeit und einen Ausblick auf die Zukunftspläne des Vereines. Hierauf würdigte der Präsident des Zionistischen Landeskomitees, Herr Doktor Jakob Ehrlich mit besonders warmen Worten die Verdienste, die sich der jubilierende Verein um die zionistische Bewegung in Wien erworben hat. Oberbaurat Ingenieur Robert Stricker begrüßte den Jubilar im Namen des Verbandes demokratischer Zionisten. Josef Lanczeners — (Gründer und erster Präsident des Vereines) — Rede gipfelte in einem Friedensappell an die versammelten prominenten Führer. Es hielten noch Ansprachen: Frau Lipschütz-Federn namens der Wizo, Dr. G1 ü c k e r (Union der Zionisten-Revisionisten), Lehrer H e r z b e r g, Prof. Gelernter, Tür kl (Misrachi) und'Kolb (demokratische Jugend. Dr. Tartakower würdigte die Verdienste des Vereines auf dem Gebiete des KK., und prägte den eingangs erwähnten Aüsdryck: Er hat Mäsal. Eindrucksvolle Worte richtete an den Verein der Sprecher des Hechaluz, Jakob Singer, der an die eigentliche Mission eines Jugendvereines, die Chaluzuth, gemahnte. Als letzter Redner sprach Df. Gelber namens der zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt. Am Sonntag, den 20. d. M. fand in den Sälen des Handelsmuseums der offizielle Abschluß der Jubiläumswoche mit einer Akademie und anschließendem Tanze statt. Die künstlerischen Darbietungen dieses Abends standen durchwegs auf hohem Niveau. Oberkantor M a r g u 1 i e s sang bei prächtiger Disposition hebräische und jiddische Lieder und mit besonders warmer Innigkeit die Recha-Arie aus der «Jüdin». In Beate I n a y a, die einige Chansons von Dr. Sem Wolf wirkungsvoll zum Vqrtrag brachte, lernten wir eine junge, begabte, deutsch-russische Diseuse kennen. ■ Jehuda Ehrenkranz, dessen Rezitationstalent von der in- und ausländischen Presse zu den stärksten der Veranstaltungskalender Donnerstag. 24. April: 7 Uhr: Verband zionist. Mittelschüler, Sektion Alsergrund, im Heime, IX., Türkenstraße 9, Werbeversamnilung. Redner: Oberbaurat Robert Stricker. 8 Uhr: Jugendvertretersitzung des Zionistischen Jugendverbandes im Bureau des Zionistischen Landeskomitees, I., Kärntnerstr. 28. Histadruth Iwrith, II., Kleine Mohrengasse 3. 8 Uhr: Signon Iwri — Daniel Persky. Samstag, 26. April: 6 Uhr: Mischnah — Dr. N. Goldstein. 7 Uhr: Dikduk — Prof. A. Wiesen. 8 Uhr: Hebräische Bewegung und Literatur in Erez Israel und in der Galuth — Dr. Chaim Tartakower und Daniel Persky. '/: 8 Uhr: V. Z. M., Sektion II., Untere Augartenstraße 35. Letzte Plenarversammlung. Vortrag Oberbaurat Ing. R. Stricker über aktuelle Lage im Zionismus. Sonntag, 27. April: 2 Uhr: Tijul. Treffpunkt: Stadtbahnhaltestelle Schottenring. Montag, 28. April: %9 Uhr: Union der Zionisten-Revisionistn. Vortragsabend. Referent: Dr. Paul Diamant über Der Bericht der Shaw-Kommission. Dienstag, 29. April: i/29 Uhr: Bezirkssektion I, Cate «Altes Rathaus», l., Wipplingerstraße 24. Vortragsabend. y29 Uhr: Jüdische Tischgesellschaft Landstraße, III., Cafe Lovrana, Lövvcngasse. Mitwirkend: Esti Freud, Gerson Margulies, Kurt Kronfeld. Jetztzeit gezählt wird, erzielte, mit seinem packenden Vortrag einer Novelle «Perez» und dem hebräischen Gedichte von J. L. Gordon «Chamina ben Tradjon» stürmischen Erfolg. Einen frischen Zug in die Akademie brachte die launige, gut pointierte und originelle Conference des Dr. Sem Wolf. Seine Gedichte «Knock out» und «Revue» aus seinem Zyklus «Das XX. Jahrhundert», (von ihm selbst vorgetragen) präsentierten ausgezeichnete Vortragswerke; in der Rhythmik, dem Tempo und der über all diesen Dingen stehenden, neuesten Sachlichkeit ist Sem Wolf halb Kind des 21. Jahrhunderts. Das Fest selbst nahm einen überaus animierten Verlauf. Außer der zahlreich erschienenen tanzfreudigen Jugend sah man auch Persönlichkeiten des zionistischen Wiens, sowie den auf der Durchreise von Palästina hier weilenden jungen, hebräischen Schriftsteller Dr. Jakob Horowitz. Der Verein «Erez Israel» hat all die Würdigung der letzten Tage ehrlich verdient; er ist heute aus dem zionistischen Wien nicht mehr wegzudenken. Mögen ihm nun seine bisherigen Erfolge zum erhöhten Ansporn für weitere, ernste zionistische Arbeit werden und ihm auch auf dem Wege ins zweite Jahrzehnt, in noch reicherem Maße treu bleiben. Dies der Wunsch seiner Freunde. Dr. Jakob Rosentbal. Eine interessante Kinderpessachfeier In den „Jüdischen Künstlerspielen“ Die zionistische Frauengruppe Prater und die hebräische Sprachschule Prater veranstalteten gemeinsam am 3. Chol hamoed-Tage in den «Jüdischen Künstlerspielen» eine sehr hübsche und originelle Kinder-Pcssachfeier. Zur Aufführung gelangten das vom Kinder-Purimfest her bekannte und in diesen Spalten seinerzeit bereits gewürdigte Märchenspiel «Der blaue Prinz» in der gleichen bestbewährten Besetzung und das Festspiel «Sederabend beim Wunderrabbi», das, von Zöglingen der hebräischen Schule in hebräischer Sprache gespielt, den Höhepunkt der ganzen Feier bildete. Der Text und die in chassidischen Volksweisen gehaltenen Gesänge stammen vom bekannten hebräischen Schriftsteller Meir Chartiner. Es muß Herrn Chartiner besonders hoch angerechnef werden, daß er als Erster bei der jetzt erfreulicherweise wieder erstarkenden hebräischen Bewegung in Wien mit einer Aufführung in hebräischer Sprache aufwartete. Es liegt ein ungeheurer propagandistischer Wert in dem von der Bühne her gesprochenen Wort. Und bringen es nicht die Erwachsenen zustande, so ist man doppelt beglückt, wenn es die Kleinen, die Jüngsten tun. Vjeleicnt entsinnen sJch dessen auch die Großen und überraschen uns demnächst mit einer ähnlichen Veranstaltung. UNION DER ZIONISTEN-REVISIONISTEN ÖSTERREICHS Atontag, den 28. April, halb 9 Uhr abends, im Cafö Arkaden, 1., Universitätsstraße VERSAMMLUNG Thema: Bericht der Untersuchnngskommlsslon Referent: Dr. Paul Diamant. Gäste willkommen Anschließend Diskussion

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.