Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 123 (24.4.1930)
- Date
- 1930-04-24
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 123 DIE STIMME Seite 11 An dem Spiel dieser kleinen hebräischen Dilettanten hatte man seine helle Freude, sie ließen keinen Augenblick das Gefühl aufkommen, als wäre diese Sprache nicht die ihres täglichen Lebens, mit einer solchen Natürlichkeit und Leichtigkeit floß das Hebräische von ihren Lippen. Dies ist sicherlich wohl das besondere Verdienst des Leiters dieser Schule, M. Chartiners. «Sederabend beim Wunderrabbi.* Den Stil eines rebbesehen Seders, die Atmosphäre desselben gab Herr Chartiner mit seiner vortrefflichen Inszenierung und Regieführung naturgetreu und künstlerisch wieder. 1 Von stärkster Wirkung war das Spiel des David Pfeffer als «Rabbi», der in Haltung und Ton die Wilnaer und insbesondere deren Dybukstil erstaunenswert gut kopierte. Wie wir bereits in unserer letzten Nummer berichteten, erstatteten in der zweiten Sitzung die Herren S. Haber-Hellner und Isak Herzberg ihre Referate. Herr S. Haber-Hellner sprach über die Lage der hebräischen Kurse und des Privatunterrichtes in Wien und schilderte ln kurzen Strichen den gegenwärtigen Stand des hebräischen Unterrichtes in den einzelnen Gruppen und Vereinen. Eingangs stellt er fest, daß dank der Tätigkeit der zionistischen Mandatare alle Hebräischkurse von der Kultusgemeinde subventioniert werden. Der hebräische Unterricht erfolgt, abgesehen vom Chajes-Gymnasdum, in 24 Jugendvereinen, Sektionsschulen, in drei Kindergärten und in der Bibelschule des XX. Bezirkes. Ein Teil der bestehenden Schulen in den Bezirkssektionen verdankt seine Existenz zumeist der Initiative des Verbandes der professionellen Hebräisch-Lehrer, die keine Mühe und Kosten scheuen, um den Hebräischunterricht auszubauen. Außer den professionellen Lehrern gibt es eine ganze Reihe von «Gelegenheitslehrern», die sich aus den Kreisen der Studenten rekrutieren. Der Verband der professionellen hebräischen Lehrer zählt gegenwärtig 22 organisierte Lehrer. Außerhalb des .Verbandes dürften noch ungefähr 40 Hebfäisch-Lehrer tätig sein. Die Zahl der Hebräischlernenden erreicht kaum 3Ö0Ö. Die jüdische Gemeinde subventioniert die Bibelschulen und Kurse, ohne aber in den inneren Lehrbetrieb irgendwie einzugreifen. Die deutschen Bibelschulen ergänzen nur den Religionsunterricht und kommen für die Verbreitung der hebräischen Sprache so gut wie gar nicht in Betracht. In den Kursen genügt bei weitem nicht ein zweistündiger Sprachunterricht. Es wäre daher notwendig, daß die Konferenz sich mit diesem Problem ernstlich beschäftigt und entsprechende Richtlinien ausarbeitet, um den Hebräischunterricht in Wien zu verbessern. Der Schriftführer der Histadruth Iwrith, Lehrer Isak H&’zberg, erstattete sodann einen Bericht über die Tätigkeit der hebräischen Organisation. Wenn auch in Wien vor 16 Jahren unter dem Einflüsse der nach Wien geflüchteten hebräischen Lehrer eine starke hebräische Bewegung ins Leben gerufen wurde, so hat diese Bewegung doch keine festen Wurzeln fassen können. Nach dem Kriege blieb von dieser Bewegung nichts übrig. Die vor zwei Jahren ins Leben gerufene Histadruth mußte daher ihre Arbeit von neuem beginnen. Vor allem war es notwendig, einen Kataster der Hebräischsprechenden in Wien anzulegen, was aber leider bis heute noch nicht zur Gänze gelungen ist. Nebst der organisatorischen Erfassung der Hebräischsprechenden sorgte die Histadruth durch Schaffung von Kursen für die Verbreitung des hebräischen Wissens. Die ins Leben gerufenen Seminare für hebräische Grammatik, Mischnah und Literatur, die regelmäßig von 70 bis 80 Hörern besucht wurden, haben dank den glänzenden wissenschaftlichen Kräften, die sich zur Leitung dieser Kurse zur Verfügung stellten, große Arbeit geleistet. Den Leitern der Seminare, Dr. Nissan Goldstein, Prof. A. Wiesen und Schriftsteller Daniel PerSky, gebührt der Dank der Konferenz, Weil sie durch Ihre hingebungsvolle Arbeit der Histadruth die Möglichkeit gaben, für die wissenschaftliche Ausbildung ihrer Mitglieder Sorge zu tragen. Nebst den Seminarvorträgen fanden Im Winter 22 Vorträge und 6 Sichoth statt, die durchschnittlich von 100 bis 150 Hörern besucht wurden. Außerdem wurden 5 gut besuchte und reichhaltige Feste anläßlich dei* jüdischen Feiertage sowie 7 Empfänge zu Ehren der in Wien als Gäste weilenden hebräischen Schriftsteller und Dichter, wie Tschernichowsky, Kimchi, Kabak, Avigdor Hameiri u. ä. veranstaltet. Die im Dezember veranstaltete hebräische Buchausstellung hatte auf das hebräische Wien einen großen Eindruck gemacht und zur Verbreitung des hebräischen Buches viel beigetragen. Nebst diesen Hauptveranstaltungen wurde noch eine ganze Fülle technischer Arbeiten Vollführt. Viele Arbeiten mußten wohl aus Geldmangel unterlassen werden. Die dritte Sitzung war zumeist praktischen Arbeiten gewidmet. infolge Meinungsverschiedenheiten im Permanenzäusschuß über die zukünftigen Aufgaben der Histadruth wurde diese Frage im Plenum behandelt. Nach elfter heftigen, trotzdem aber sehr sachlichen Debatte, an der die Herren Dr. Ch. Tartakower, Dr. Birnbaum, Dr. Menazeach, Prof. Gelernter, Herzberg, Selzer, Ungärfeld, Pefsky, Schattner und Fri. Körner teilnahmen, gelang es doch, die Konferenz zu einem positiven Abschluß zu bringen. Dem abtretenden Ausschuß, insbesonders aber dem Öbfttartrt Prof. Gelernter und Schriftführer Lehrer Herzberg, wurde von der Konferenz die Anerkennung für die bis nun geleistete Arbeit ausgesprochen. Der alte Ausschuß wurde in seiner alten Zusammensetzung wieder gewählt. Ueber Vorschlag des Permanenzausschusses wurde beschlossen, einen Rat aus Vertretern aller zionistischen Sektionen, Verbände und Jugendgruppen zu bestellen, der ge¬ Besonders lobenswert seien hier die Leistungen hervofgehoben von David Brückenstein als Festredner, Moses Kohn als Pristaw, Jakob Ladenheim als «Rabbi von Zystomir», Samuel Charasch als «Chasau», Heinrich Stein als «Schames», Isak Feldmann als «Fuhrmann», Heinrich Weinstock als «Petro» (Vater des verschwundenen Knaben), Heinrich Binder und Isaak Lichtenstein als Zeuge sowie Beate Ladenheim, P. Gottlieb und G. Krieger. Aber auch alle anderen trugen zum verdienten Erfolg wesentlich bei. Die musikalische Leitung lag in den bewährten Händen des Frl. Münz. Besonderer Dank gebührt den Komiteedamen Brandelstein, Windschauer, Brückenstein und Haber, welche sich um das schöne Gelingen dieses Nachmittags besonders verdient gemacht haben. Dr. J. Ro—thal. meinsam mit der Histadruth die hebräische Arbeit durchzuführen hätte. ln einer besonderen Resolution wird allen Mitgliedern der Histadruth zur Pflicht gemacht, die hebräische Monatsschrift «Dewarenu» zu unterstützen und für deren Ausbau zu sorgen. Die übrigen von den einzelnen Kommissionen gefaßten Resolutionen über die hebräische Kulturarbeit in den Jugendgruppen, Studentenvereinen sowie über die Ausgestaltung des Hebräischunterrichtes, wurden dem neugewählten Ausschuß zur Durchführung übermittelt. In einer besonderen Resolution wurde den zionistischen Mandataren für ihre bisherige Tätigkeit auf dem Gebiete des Hebräischunterrichtes und des jüdischen Erziehungswesens dor Dank ausgesprochen und der Wünsch zum Ausdruck gebracht, daß in Zukunft die zionistischen Mandatarein der Schulkommission und das Zionistische Landeskomitee mit der Histadruth in allen Fragen der hebräischen Erziehung den Kontakt.aufrechthaiten. In später Nachtstunde wurde die Konferenz in gehobener Stimmung vom Vorsitzenden Dr. Chaim Tartakower geschlossen. In der Eröffnungssitzung begrüßte der Vorsitzende Dr. Tartakower den anwesenden Schriftsteller Dr. J. Silberbusch, dessen 75. Geburtstag demnächst gefeiert werden wird. In seiner Ansprache würdigte Dr. Tartakower Silberbuschs Bedeutung in der hebräischen Literatur. Richtigstellung. Herr Aron Sternberg ersucht uns um die Feststellung, daß er den Jom Haiwrim nicht nur im Namen des Brith Trumpeldor, sondern i in Namen des gesamten Jugendverbandes, dem Mäkkabi Hazair, V. Z. M. Mirjam, Erez Israel, Gdud Z’drim, Z'irenu und Brith Trumpeldor angeschlosen sind, begrüßte. Vereinsnachrichten Hecbaluz, Österreichischer Landesverband. Samstag, den 26. April d. J., 7 Uhr abends, II., Zitkusgasse 33, S ichah Klalit. Thema: 1. Das Ereignis in Kfar Säbäh und seine Kortsectuenzen. 2. Die Frage des ltgun Mesehutaf. Referent.* El Gal Hi. Zu dieser Sichah haben auch andere Jugendliche Zutritt. Die Generalversammlung der zionistischen Sektion VI—Yll fand am 9. d. M. statt und wurden als Delegierte der Sektion Herr Direktor Guttmann und dessen Stellvertreter Herr Dr. Karl Jelllnek gewählt. Sodann hielt Herr Dr. Gelber drteft sehr instruktiven Vortrag über die Parteien im Zionismus, welcher eine angeregte Diskussion herVöfrief. Zionistische Bezirkssektiöii Josefstadt-Alsergrund. Der für Mittwoch, den 30. April 1. ängektindigte Lichtbildervortrag wird abgesagt, da der Vortragende, Herr Dr. Jakob Bronner. Kustos des jüdischen Museums, erkrankt ist. Dagegen findet am 30. April 1930, 8 Uhr abends, im Vereinsheim, Bennoplatz 1, eine erweiterte Vorstandssitzung statt. Zuverlässiges Erscheinen sämtlicher Vorstandsmitglieder wird erwartet. Verband Zionistischer Mittelschüler Bezirkssektion Alsergrund. Donnerstag, 24. April, um 7 Uhr abends in der Lesehalle, IX., Türkenstraße 9, Werbeversamttilung, Redner: Oberbaurat Stricker. Samstag, 26. April, im Heim, IX., Türkenstraße 9, Unterhaltungsabend. Beginn 6 Uhr. Samstag, 3. Mai, am Heim, IX., Türkenstraße 9, Schlußversammlung, Beginn %7 Uhr. Samstag, 10. Mai, Im Heim, IX., Türkenstraße 9, Vortrag des Herrn Ör. 8. Finkelstelrt: Bialik und Tscherniekowski. Samstag, 17. Mai, fm Heim, IX., Türkenstraße 9, Vortrag des Herrn Dr. Köppl: Unser Kampf gegen den Kommunismus. Die Vertreter aller Jugendgruppen lade ich zu einer Besprechung über «Das Fest der Jugend» (siehe «Stimme» vom 17. April), die in der Volksbloliöthek» II., Kleine Mohrengässe 3, Samstag um 8 Uhr abends stattfindet, ein. I. HerZberg, Jüdische Toynbeehalle (Josefine-Mendl-Wohlfahrtshaus), XX., Denisgasse 33. Mittwoch, 23. April, 19 Uhr: Außerordentliches (Schluß-)Konzert unter Leitung der Gesartgspädagogin Elsa Funk-Ffeurtd und unter gefälliger Mitwirkung der Ballettänzerin Idi Seitschek und des Kapellmeisters Hans Horwitz. Israelitische Klnderbewahranstalt, Wien, II., Schiffamtsgasse 15. Die 87. ordentliche Generalversammlung findet am Montag, den 28. April 1930, 18.45 Uhr, im Anstaltsgebäude, IL, Schiffamtsgasse 15, statt. Tagesordnung: 1. Bericht über die Vereinstätfgkeit; 2. Kassabericht; 3. Festsetzung des Mitgliedsbeitrages; 4. Wahl des Vorstandes; 5. Anträge. Dem Vorstand dei Bethausvcrelnes «Blkur Chollm», Zwischenbrücken, ist es gelungen, heuer zu Ostern eine große Sammelaktion durchzuführen und von diesem Oelde an Arme, die persönlich ansuchten und bei denen d/ie genaue Recherche wegen ihrer Frömmigkeit zustimmte, je 1 Kilogramm Mazzot, Vj Kilogramm Fett und 1 Kilogramm Zucker per Familie gratis zu Verteilen. Viele arme Familien, die diese Gabe nicht abholen wollten, haben es dem Vorstand ermöglicht. einen Reservefonds für nächstes Jahr anzulcgen. Verband der Jüdischen Kaufieute und Gewerbetreibenden, Wien, VL, Mariahilferstraßo 113t Dienstag, den 29. April d. J., findet im Hotel MünchnerhoL VL Maria- Mistowisdfk bedeutsame (fatte dieser Woelke 24. April (26. Niäsen) 1862:'Rudolf Schildkraut in Konstantinopel geboren. 1920: Bestätigung der Balfour-Deklaration auf der Konferenz von San Remo. 25. April (27. Nissan) 1842: Der hebräische Dichter und Orientalist Dr. Salomon Mandelkern in Mlynow (Rußland) geboren. 1921: Arabische Ueberfälie auf Petach Tikwah. 27. April (29. Nissan) 1846: Der Historiker Dr. Wolf Brüll in Kojetein (Mähren) geboren. 28. April (30. Nissan) 1838: Prof. Tobias Asser, bekannter Rechtsgelehrter, gewesener holländischer Minister, Träger des Nobel-Friedenspreises in Amsterdam geboren. 29. April (1. Ijar) 1871: Der Philosoph William Stern in Berlin geboren. 30. April (2. Ijar) 1796: Adolf Cr6mieux, ehemaliger Minister und Gründer der Alliance Israelite Universelle, zu Nimes geboren. 1899: Der hebräische Schriftsteller A. D, Gortlober gestorben. 1918: Der bekannte Palästinaforscher und hebräische Schriftsteller A. M. Lunz gestorben. hilferstraße 81, um 8 Uhr abends eine Versammlung statt. Redner: Oberbaurat Ing. Robert Stricker: Thema: Das Schicksal des jüdischen Kaufmannes. Anschließend Diskussion. Kein Konsumzwang. Jüdische Kaufleute und Gewerbetreibende als Gäste wilkommen. Sprechstunden des Präsidiums und Sekretariats: Jeden Mittwoch von 6 bis 7 Uhr abends im Klübsaal des Cafe «Residenz», I., Franz Josefskai 31, woselbst an diesen Abenden freie Zusammenkünfte der Mitglieder stattfirtden. Der unentgeltliche Ausspeisungsverein «Ohei Rachel», Wien, II., Kleine Pfarrgasse 8, hat wie alljährlich auch heuer SedCr-Abende gegeben, woran 120 Personen teilrtähthfen. Am ersten Seder-Äbend hielt Herr Räbbiher MayerSöhii eine Ansprache über die Bedeutung des Pesachfestes. Am Sonntag nahm Vizepräsident Dr. Löwenherz die Ausspeistlrtg in Augenschein, wobei er vom Obmann des Vereines, Herrn Kuitüsvorstehef M. Weiner, herztichst begrüßt wurde. Vizepräsident Dr. Löwenherz hat sieh über seine Wahrnehmung sehr lobehd ausgesprochen und sei auf diesem Wege diesem Funktionär der Kultusgetneinde für seine Anteilnahme der herzlichste Dank ausgesprochen. Zionistische Frauenorganisation für Oesterreich. Mittwoch, den 30. April, halb 8 Uhr abends, VIII., Bennoplatz xa, G eneralversammlung. Der jüdische Hochschüler Der jüdisch-akademische Verein «Theölogla» veranstaltet im Sommersemester folgende Kurse: Propheten, geleitet von cand. phil. und theol. Herrn H; Frostig, Jore Dea, geleitet von cand. phil. und theol. Herrn S .Schönblum, Talmud, geleitet voh cand. phil. und theol. Herrn M. Zitker. Der Yeredtt dankt auch den Kollegen H. Frostig, Schöftbium und Zickef für die im Vorjahr gehaltenen wissenschaftlichen Verträge über Propheten, Jore Dea und Talmud. Verein zionistischer Hochschüler Z. P. Chajes. Samstag, den 26. April, spricht im Rahmen uhserer Vortragsreihe «Die Juden im Kultur- und Wirtschaftsleben der Gegenwart» Herr Pföf. Dr, Max Gr a f über: «Di e Juden indermodernen Musik*. Der Vortrag findet um JA8 Uhr abends im Vfefeinsheim, II., Untere Augäftensträße 35, 2. Stock, statt. Verein zionistischer Hochschüler «Theodor Herzb* Heim: II., Untere Aügartertsttaße 35/17. Samstag, 26. d„ Um halb 8 Uhr, Vortrag Unseres A. H. Ludwig Bato über «Judentum ih Sowjetfüßlahd». Jüdische Hochschüler Und HöcUschülerinnen willkommen! jüdischer Sport Hakoah ln Polen. Def F. G. Haköäh gastierte an den beiden Osteffeieftagen in Warschau, Im ersten Spiel würden die Wiener durch den S. C. Polonia 4 :1 geschlagen (Torschütze Mäiis-. ner), Tags darauf blieben sie gegen den F. G. Legia 2 : Ö (Halbzeit 2: ö) siegreich (Torschützen Mausner lind Fischer). Für das am 1. Mai stattfindende Probespiel für den Länderkampf gegen England wurden die Hakoahner Oppenheim, Löwinger und der Neuling Donnenfeld in das B-Teatb berufen. Schwimmen. Goldberger (Hakoah) brachte am 22. d. M. beim Schwirtimfeste des W. A. C. im Dianabad die Sensation des Abends. Er stellte über 100 Meter Freistil mit 1:03,2 einen neuen österreichischen Rekord auf und unterbot somit seine frühere Bestleistung um eine volle Sekunde. Nassau wurde in der Zeit von 1:05,5 Zweiter. Außerdem besetzte die Hakdah noch zwei zweite Plätze durch Dreikurs (400 Meter Freistil für II. Sen.) und Wiener (Knaben-Freistil 663/» rti). Die Wasserballmannschaft wurde in einem sogenannten «Freundschaftsspiel» nach wüstem Kampf von der Vienna 2 :1 geschlagen. Zusammenschluß Bar Kochba-Hakoah. Die beiden größten jüdischen Sportklubs Berlins, der Jüdische Turn- und Sportverein Bär Kochba und der Sportklub «Hakoah» haben sich zusammengeschlossen. Der neue Klub führt den Namen «Bar Kochba-Haköah». Er zählt 2100 Mitglieder, die in 26 Abteilungen organisiert sind und folgende Sportarten betreiben: Leichtathletik — Fußball — Turnen — Gymnastik — Hockey — Handball — Faustball — Tennis — Tischtennis — Schwimmen — Der Hebräertag (Jom-Haiwrim) Referate über die Lage der hebräischen Kurse und des Privatunterrichtes in Wien — Tätigkeitsbericht — Schlußsitzung — Neuwahlen