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Die Stimme · 1930-04-24 · Heft 123 (24.4.1930) · page 6

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 123 (24.4.1930)
Date
1930-04-24
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Sette 6 DIE STIMME Nr. 123 Kleine Nachrichten ausPalästina VVegen Beteiligung an dem Mord an drei Juden in Jerusalem während der August-Unruhen wurde der Araber Kamit Salim Nabulsi 211 18 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. T .Au*. Anweisung des Palästinensischen Oberrabbinats fanden 1a allen Synagogen des Landes am letzten Pessachtage Gedenkgottesdienste für die Opfer der August-Unruhen statt. — In Gaza wurde ein Beametr des Obersten Moslemiti- Behen Rates unter der Beschuldigung der Aufreizung während der August-Unruhen verhaftet, jedoch nach Hinterlegung einer Kaution auf freien Fuß gesetzt. — Die Pflegerinnen des bchaarei Zedek-Hospitals in Jerusalem, das von der Frankfurter Jüdischen Gemeinde unterstützt wird, sind in den Streik getreten. Jerusalem. Während der Pessach-Feiertage fand hier eine Konferenz der allgemeinen Zionisten in Palästina statt. In einer besonderen Resolution wurde dem Bedauern Ausdruck verliehen, daß Harry Sacher und Henriette Szoid der Agency-Exekutive nicht mehr angehören. Zionistischer Delegiertentag in Ostgalizien (Eigenbericht der „Stimme“.) Lemberg, Montag, den ai. d. M., vormittags, wurde hier der diesjährige Delegiertentag bei einer Teilnahme von 230 Delegierten aus 120 Städten und einer großen Anzahl von Gäftcn feierlich eröffnet. Der derzeitige amtierende Vorfitzcndc der Exekutive, Dr. Schmorak, eröffnete die Tagung, worauf dann Senator Dr. Schreiber in einer längeren Rede die Tätigkeit und Vcrdienße des verdorbenen Führers Dr. Reich würdigte. Nach der Sitzung begab fich die ganze Konferenz auf den Friedhof, ivo eine Trauerfeier für Dr. Reich ftattfand. In der Nachmittagsfitzung begrüßte Dr. Schwarzbart namens der weftgalizifchen Zioniften die Tagung. In das Präfidium wurden Dr. Schreiber als Vorfitzender, Dr. Rittermann, Doktor Reichmann, Dr. Geyer, Dr. Insler, Adlersberg, Ing. Teitelbaum und Ohrcnftein als deffen Vertreter gewählt. Generalfekretär Dr. Rothfeld erftattete den Tätigkeitsbericht, Magifter Stupp referierte über Organifationsfragen, Dr. Schmorak über die gegenwärtige Lage im Zionismus. Ing. Landau, der vor einigen Tagen aus Paläftina zurückgekehrt ift, referierte über die gegenwärtige Lage in Paläftina. Dr. Schreiber berichtete über die politifdic Lage der Juden in Polen. Die Abend- und Naditfitzung waren der Generaldebatte gewidmet. Die Oppofition zählt 40 Delegierte. Die Klagemauer-Frage vor dem Völkerbund. Genf. (JTA.) Die Tagesordnung der 39. Seffion des Völkerbundrates, die am iz. Mai 1930 beginnt, enthält keinen Punkt, der die Frage der Klagemauer behandelt. Das Gencralfekretariat hat bisnun von der englifchen Regierung keinen diesbezüglichen Vorfchlag erhalten. Es ift aber möglich, daß die englifche Regierung noch in den allernächsten Tagen die Periönlichkciten für die Klagemauer-Kommiffion namhaft machen wird. In diefem Falle würde die Beftätigung auf fchriftlidicm Wege erfolgen. Die Seventh-Dominion-League gegen den Shaw-Bericht London (J. T. A.) Die Seventh-Dominion-League hielt in London eine Versammlung ab, die der Kritik des Shawberichtes gewidmet war. Das Parlamentsmitglied Colonel Wedgwood führte aus, der Bericht der Palästina- Untersuchungskommission sei ein unglückliches Dokument. Er verursache den Juden der ganzen Welt das Gefühl, daß sie von der britischen Regierung fallen gelassen werden. Die Feststellung, «daß der Aufstand weder faktisch noch in der Absicht eine Revolte gegen die britische Herrschaft in Palästina war», deutet an, daß britische Herrschaft und Sicherheit der Juden nicht das gleiche bedeuten. Wir haben es erreicht, daß die Juden in der ganzen Welt sagen, die britische Verwaltung wünsche trotz der Balfour-Deklaration nicht, Palästina nach den in ihr festgelegten Richtlinien zu entwickeln oder die Ansiedlung von Juden im Lande zu unterstützen, und daß es drei Parteien gäbe: Araber, Juden und britische Regierung. Ich weiß nicht, sagte Colonel Wedgwood, ob es jetzt möglich ist, den Schaden gut zu machen, den der Bericht angericHtet hat, was die Haltung der Juden gegenüber England betrifft. Hoffnungsvoll stimmt mich allein die Erscheinung, daß die Presse den Bericht mit so viel zweifelhaftem Lob aufgenommen hat, daß dadurch wohl vielen klar geworden ist, welchen Schaden die gegenwärtig geschaffene Situation für England bedeutet. Die arabische öffentliche Meinung, die keineswegs identisch;st' mit der arabischen Bevölkerung, arbeitet ausgesprochen auf ein Ziel hin, das voraussichtlich nichts Gutes für Großbritannien bedeutet. Die arabische Intelligenz fordert arabische Unabhängigkeit. Sie verlangt, daß wir mit Palästina so verfahren, wie wir mit Aegypten und Irak verfahren haben. Das müssen wir klar vor Augen haben. Wir können es uns nicht leisten, Palästina sich selbst zu überlassen, denn wir haben unsere Ehre‘mit dem Versprechen verpfändet, seine Besiedlung durch Juden zu unterstützen. Würden wir Palästina jetzt Selbstregierung gewähren, dann würden wir eine Wiederholung dessen sehen, was im Irak geschehen ist und jetzt in Indien geschieht. Das jüdische Parlamentsmitglied Michael Markus sagte, man könne bei allem Verständnis für die schwierige Situation nicht um die Feststellung herumkommen, daß, wenn Herr Luke rasch eingegriffen hätte, die Massakers vermieden worden wäre. Was die Bodenfrage anlangt, so. VILLA SEVIGNE, Lausanne, Schweiz Israelitisches Mädchen-Pensionat Erstklassige Referenzen Prospekte durch die Vorsteherinnen: Mmes. M und B. BLOCH aaaaaaaaaääaaaaaaaa Me Wothe Eisenach (Thüringen). Fräulein Dr. Lewin, die in einem Arbeitsamt des Reiches als Berufsberaterin beschäftigt war, wurde wegen ihrer jüdischen Abstammung gekündigt. Köln. Die katholischen, evangelischen und jüdischen Vereine der Stadt Köln veranstalteten vor einigen Tagen eine gemeinsame Kundgebung für sittliche Erziehung der Jugend. Berlin. In Bottropp wurde auf dem israelitischen Friedhof eine Anzahl Grabsteine geschändet. Dies ist die 83. Friedhofschändung. . Prag. Die American Joint Reconstruction Foundation (Joint und Ica) hat infolge der erhöhten Tätigkeit des Verbandes der jüdischen Genossenschaften in Karpathien und in der Slowakei den bisherigen Leiter des Verbandes, Dr. Linienfeld, zum Inspektor ernannt. Saloniki. Der neue Generalgöuverneur von Saloniki hat die Verlegung aller Friedhöfe in ein von der Stadt entfernt liegendes Gebiet beschlossen. Die Jüdische Gemeinde will gegen die Zerstörung des alten historischen Judenfriedhofes Schritte einleiten, da ihre Einwände vom Gouverneur nicht berücksichtigt wurden. — Der Munizipalrat hat jüdischen Armen für Pessach Beihilfen gegeben. Kowno. Die Existenz der jüdischen Schulen Litauens ist durch eine kürzlich erfolgte Regierungsverordnung, die die Litauisierung aller Privatschulen bezweckt, bedroht. Trotz Intervention der führenden Juden beim Staatspräsidenten Smetona wird die Litauisierung fortgesetzt, wodurch die Autonomie des jüdischen Schulwesens gefährdet ist. Athen. Der frühere amerikanische Gesandte in der Türkei, Morgenthau, besuchte Griechenland anläßlich der Feierlichkeiten der Erlangung der griechischen Unabhängigkeit. Amsterdam. Rabbiner A. B. N. Dawids wurde zum Oberrabbiner der jüdischen Gemeinde von Rotterdam gewählt. Rabbiner Dawids ist Mitglied der Misrachi. Paris. Henri Bergson wurde von der französischen Regierung mit dem Großkreuz der französischen Ehrenlegion ausgezeichnet. Jassy. Vor einigen Tagen starb hier der Direktor der Banka Moldowa, Herr Jakob Schönberg, der Schwiegervater des Dr. Ussischkin (Sohn des M. M. UssiscHkin). Zürich. Der bekannte Führer der Schweizer Judenheit Emil Dreyfuß vollendete sein 89. Lebensjahr. Stuttgart. Der Israelitische Oberrat für Württemberg veranstaltete jetzt einen Fortbildungskursus für Rabbiner und Religionslehrer. New York. Hier wurde unter dem Vorsitz des polnischen Generalkonsuls und des Präsidenten der Föderation polnischer Juden ein Freundschaftskomitee polnischer Juden und Nichtjuden in Amerika, dem prominente Vertreter angehören, begründet. Moskau. Die Sowjetregierung hat Prof. Albert Einstein zum bevorstehenden Mathemafcikerkongreß in Charkow eingeladen. Prof. Einstein hat noch keine Antwort erteilt. London. Ueber Veranlassung des Chef-Rabbi Dr. J. H. Hertz wurde bei den Gottesdiensten in allen englischen Synagogen am letzten Pessachtage der jüdischen Märtyrer in Palästina im August 1929 gedacht. Prag. Der bekannte Statistiker und Verwaltungsrecjitler, Univ.-Prof. Dr. Heinrich Rauchberg, feierte dieser Tage seinen 70. Geburtstag. Der Jubilar ist Gründer des staatswissenschaftlichen Instituts der deutschen Universität in Prag. «— Dieser Tage fand in Prag im Festsaale des neuen Beth Haatn eine bedeutsame Manifestation der Liga «Das arbeitende Palästina» statt, bei welcher die Professoren der Prager Tschechischen Universität, Dr. Emanuel Radi und Dr. Bartosek über Palästina in überaus sympathischer Weise sprachen. Berlin. Am 25. Mai findet in Köln der IX. ordentliche Verbandstag des Zentralverbandes jüdischer Handwerker statt. — Der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden hat in Groß-Strelitz ein Bezirksrabbinat errichtet. Zum Bezirksrabbiner wurde Dr. Feinberg, bisher Rabbiner in Heilbronn, bestellt. New York. Felix M. Warburg wurde die Gottheilmedaille für das Jahr 1929 verliehen. Rom. Das im Jänner 1929 beschlossene Gesetz über die Rechte der nichtkatholdschen Glaubensgemeinschaften in Italien ist soeben veröffentlicht worden und somit in Kraft getreten. mmrnmmmf habe die Zionistische Organisation Entschädigungen gezahlt, wo auf Grund von gesetzlichen Käufen Pächter den Boden verlassen mußten. Was das Problem der Selbstbestimmung und Selbstregierung betrifft, müsse ein Land reif dafür sein, bevor es sie gewährt erhalte. Und Palästina befinde sich in einem Zustand des Uebergangs. Commander Kenworthy sagte, daß von dem Gesichtspunkt der Strategie, der Reichsinteressen und des Handels Palästina für das britische Reich lebenswichtig sei. Das sei aber nicht der einzige Grund, den Juden das gegebene Versprcehen zu halten und nicht zurückzuschrecken, weil Haufen von Huligans Mord und Totschlag inszeniert haben. Vornott Hartshorn wird an Stell© Lord Paßfields Kolonieminister London, 21. April. (J. T. A.) Der parlamerriarifcche Korrespondomt des „Daily Herald“, de.* Organs dar jetzt regierenden Arbeiterpartei, ei fährt, daß ungefähr in der ersten Mai- Woche erii Wechsel im StaU-Fsehietariat für die Kol« n?en eintreten wird, und zwar in der Weise, laß Ueir Vernon Hartshorn an Stelle vqü Lord Paßfleiö (früher Sidnoy Weoh) die Leitung des Min'steriums für die Dominions und für die Kolonien übernehmen wird. Möglich sei aber auch eine Teilung des Staniwekietariats in der Weioc, daß ein besonderes Su atssekretariat für die Kolonien und eines für d>e Dominions eingeriehUi werden. — tlartshorn gehört der Indion Kommission an, die iti der ersten Mai- \V. che ihren Bericht ersta ten wird. Die Lage der Juden in Rußland Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren war die kommunistisch-atheistische Agitation gegen die Feier des Pessachfestes in diesem Jahre infolge des neuen Kurses der sowjetischen Religionspolitik zurückgedrängt. Das Hauptorgan der antireligiösen Propaganda «Besboschnik* («Der Gottlose») veröffentlichte unter der Ueberschrift «Macht keinen Lärm» einen bemerkenswerten Aufsatz, in dem die Mitglieder der militanten atheistischen Organisation instruiert werden, dieses Jahr von der Abhaltung antireligiöser Karnevals, Demonstrationen und Versammlungen vor den Synagogen oder Kirchen während des Pessach- oder Osterfestes abzusehen und sie abzusagen, wo sie schon vorbereitet waren. Die ersten zwei Pesach-Festtage sind überall in Rußland ruhig verlaufen. Zusammenstöße zwischen religiösen Juden und Atheisten, die in den letzten Jahren eine Regel waren, sind in diesem Jahre nirgends zu verzeichnen gewesen. Die Seder-Abende wurden Überall traditionell gefeiert, die Synagogen und Betstuben waren von Andächtigen überfüllt. Es fiel auf, daß die Zeitung «Emess» zum erstenmal seit ihrem Bestehen in der Pessach-Zeit ohne einen Antipessach-Artikel erschienen ist. In Minsk, Kiew, Odessa und in den kleineren Städten Sowjetrußlands hat sogar ein großer Teil der jüdischen Arbeiterschaft das Pessach-Fest traditionell gefeiert. Ein bedeutender Prozentsatz der jüdischen Neukolonisten,' die in diesem Vorfrühling in die jüdischen Kolonien gezogen sind, kehrte nach wenigen Tagen in die Städte zurück, weil nach ihrer Meinung infolge der milderen Politik gegenüber den Deklassierten m den Städten eine besere Existenzmöglichkeit für sie vorhanden ist als in den Kolonien, in denen infolge der mangelhaften Vorbereitungsarbeit seitens Ozet das Leben für die Neukolonisten schwer ist. Die jiddische kommunistische Presse äußert Unruhe darüber, daß ein großer Teil der jüdischen Jugend in den Kolonien in die Städte zieht, um Beschäftigung in der Industrie zu suchen. Die Zeitung «Emess» druckt einen Appell ab, der die Ueberschrift trägt: «Feselt die Jugend an das Dorf!» Die Sowjetregierung hat 400.000 Rubel dem Komzet für Zwecke der Hilfeleistung an Juden, die ihre alten Heime verlasen müssen, um anderswo Erwerbsmöglichkeit zu suchen, zur Verfügung gestellt. Um die Vorräte an Geflügelfedern für den Export zu steigern, hat das Handelsdepartement der Regierung Gostorg dn mehreren ukrainischen Städten Schächthäuser eröffnet, die unter der Aufsicht der lokalen Rabbiner stehen. Die in diesen Schächthäusern beschäftigten Schochtim erhalten von den Sowjets Gehalt und werden in die Klasse der gelernten Arbeiter eingereiht. In dem weißrussischen Städtchen Dubrowna, dem ehemals wohlbekannten Zentrum einer Taldth-Erzeugung, haben die religiösen Juden, durch das neuerdings erlassene Stalin- Dekret ermutigt, durch einen Handstreich die in einen Arbeiterklub umgewandelte Synagoge wieder in Besitz genommen. Diie Synagoge war gegen den Willen der Bevölkerung und ohne Wissen der Zentralexekutive der Sowjets enteignet worden. Sie fühlen sich im Rechte und erwarten von den zentralen Stellen Unterstützung. „Komset“ fordert telegraphisch alle weißrussischen und ukrainischen Abteilungen auf, ehestens 1000 Juden als Arbeiter nach Birbidschan zu schicken, da die Kolonisation aus Menschenmangel eingestellt werden müßte. In den jüdischen Kreisen herrscht große Befriedigung über die Liquidierung der Jewsekzia': ■ ... Arabische Streikende lehnen die Hille jüdischer Arbeiter ab Jerusalem, 21. April. (J. T. A.) „Felestin“ veröffentlicht eine Erklärung arabischer Streikender in Haifa, daß die arabischen Arbeiter entschlossen seien, niemals die Unterstützung jüdischer Arbeiter anzunehmen, weil diese eine Vorhut der jüdischen Bourgeoisie und des zionistischen Imperialismus seien. Die Gerüchte über die Kantonalverfassung für Palästina dementiert Jerusalem. (J. T. A.) Die Palästina-Regierung erklärt auf eine Anfrage der Jüdischen Telegraphen- Agentur, daß die von «New York Times» in der vergangenen Woche gebrachte Mitteilung, daß die Regierung einen Plan für die Errichtung eines jüdischen Kantons in Palästina vorbereitet habe, phantastisch sei. Außer «New York Times» hat auch der Londoner «Jewish Chronicle» eine Mitteilung seines palästinensischen Korrespondenten publiziert, die besagte, daß unter Major Campbell als Spezialkommissar und einem jüdischen Subkommissar ein neuer Kanton mit Tel Aviv und 40 jüdischen Kolonien errichtet werden soll. Der Korrespondent erinnert dabei an einen von Ben Avi herrührenden Vorschlag auf kantonale Verfassung, der sechs jüdische, sieben mohammedanische und drei christliche Kantone vorsieht, wobei Jerusalem eine besondere Verfassung erhalten solle. In redaktionellen Ausführungen setzt sich «Jewish Chronicle» für eine ernsthafte Erwägung der Frage ein. Die jüdischen Aerzte in Palästina gegen Dr. Magnes Jerusalem. (J. T. A.) Die Jahreskonferenz der jüdischen Aerzte Palästinas, die ihre Tagung soeben beendet hat, faßte eine Resolution, in der die Tätigkeit von Dr. J. L. Magnes als schädlich für das jüdische. Volk und den Zionismus erklärt wird. Die Konferenz erklärte sich einer Meinung mft dem von Dr. Rosenfoaum, früheren Minister für jüdische Angelegenheiten in Litauen, gegenwärtig litauischer Konsul in Palästina, an das Aktions-Comitee der Zionistischen Organisation gerichteten Schreiben, in dem der Rücktritt Dr. Magnes’ verlangt wird. Würstel-Biel l„ SCHOTTENRING 14 I., FÜHRICHGASSE 3

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