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Die Stimme · 1930-04-17 · Heft 122 (17.4.1930) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 122 (17.4.1930)
Date
1930-04-17
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr, m DIE STIMME . Seite 9 .Vor 25 Jahren . . .* Von Dr. Karl Rosenfeld Unter dieser Aufschrift hat letztens in der «Stimme» einer unserer Besten Reminiszenzen an eine für unsere Idee schicksalsschwere Zeit veröffentlicht. Rührend sind diese Erinnerungen, in denen der Autor von 13- oder 14jährigen jungen erzählt, die fanatisch gekämpft haben, um die Golusketten zu sprengen. Es sind jedoch seit dieser Zeit nicht 25, sondern bereits volle 30 Jahre verstrichen. Die goldene Morgenröte unserer nationalen Auferstehung leuchtete damals schon seit mehreren Jahren über Rußland und Galizien. Das Ghetto stand im Zeichen seelischer Revolte. Moses Heß’ «Rom und Jerusalem», Pinskers «Autoemanzipation» und Herzls «Judenstaat» wirkten berauschend, wenn auch nur heimlich und in begrenzten Kreisen. Zur ersten Herzl-Epoche waren in Lemberg drei Nestchen «träumender Narren» aufgebaut. Das älteste war «Schomer Israel» mit dem heute schon über 90 Jahre zählenden Dr. Rubin Bierer an der Spitze, als zweites wirkte der viel rührigere Verein «Zion» am Rynek 12. Hier tagte unsere erste «Nationalversammlung», an der Stand, Zipper, Malz, Schiller, Feld, Gabel, Schreiber, Wirth und andere teilgenommen haben. Die dritte Gruppe — lauter schwärmende Rabbinatskandidaten — sammelte sich im Hause des Rabbi Braude auf der Kazimierzowska 16, und zwar: der junge Markus Braude, Grill, Segel, Thon, Ehrenpreis, Rappaport, Neumark, Schorr und Guttmann. Heute sind sie alle längst anerkannte Leuchtsäulen unserer Bewegung. Ueber noch einige Intellektuele und «bekowedige» Bürgersfamilien ging der Zionismus nicht hinaus. Die Miteischule, die Jugend war damals noch nicht erfaßt. Da kam das Wochenblatt, die «Przysüoszsc» (Zukunft). Stand', Zippers und Malz’ Aufrufe «An das jüdische Volk» wirkten zündend und trieben auch uns aus der Kinderstube in die «jüdische Gasse» hinaus. Wir ergriffen diese Zeitschrift wie ein Hungriger ein Stück Brot. Das war unsere Erlösung, wir sind Zionisten geworden; aber nur einige Burschen und nur jeder für sich. Da fiel plötzlich die Parole: Auch für die Jugend ein Heim! — und so entstand unser «H a s c h a c h a r», unsere erste Jung-Juda-Bude, in einem Mansardenzimmer am Goluchowskiplatz Nr. 9. Und mit Stolz will ich es heute hier feststellen: Wir, die Haschachar-Gründungsmitglieder, 16 Judenjungen an der Zahl, waren die ersten, die die brennende Herzl-Fackel «Wir sind ein Volk, ein Volk» in die ganz apathische oder durch das Assimilationsgift zersetzte Gymnasialjugend geworfen haben. Und wie wir uns vorbereitet haben, wie unsere Arbeit auf sämtlichen Gebieten vor sich gegangen ist, das war zweifellos ein Verdienst dieser stillen Helden, von denen der geschätzte Autor im erwähnten Artikel gesprochen hat. Jedoch hat er lange nicht alle von diesen Kämpfern gewürdigt’ Es war zwischen uns einer, der Bdaliks Dichtungen stundenlang aus seinem phänomenalen Gedächtnis vortragen konnte, da war ein anderer, der vom Elternhaus plötzlich durchbrannte und, ohne sich um die Schule zu kümmern, ganz mittellos, von Stadt zu Stadt, von Synagoge zu Synagoge und wanderte wie ein Apostel in berauschenden Reden für unsere Sache wirkte. Es hat sich einer gefunden, der ihm vollkommen nachmachte, nur auf anderem Gebiete. Dieser brachte von seiner Agitationsreise eine große Anzahl gefüllter Nationalfondsbüchsen mit und überreichte sie unserem Zentralkomitee. Es war einer, der im «Kleinen Grätz» so bewandert war, daß er immer erraten konnte, an welcher Seite eine auch ganz unbedeutende Episode unserer Geschichte behandelt wurde. Ein anderer wieder wagte es in sämtlichen Mittelschulen nicht nur der Jugend, aber auch allen Professoren unsere Flugzettel in die Hand zu stecken und für unsere lithographische Zeitschrift Abonnenten zu werben. Und noch einen muß ich erwähnen, der es zustande brachte, nach kaum dreimonatlicher Arbeit die hebräische Sprache so zu beherrschen, daß* er unsere erste öffentliche Makkabäerfeier in der Sprache unserer Väter begrüßen konnte. Nun drangt sich wieder die ängstliche Frage auf: wo sind heute unsere «Stürmer und Dränger»? Der Weltbrand 1914 zerstreute uns über die ganze Welt, die Völkertragödie zerriß unsere Freundschaftsbande, viele haben ihr junges Leben auf den Schlachtfeldern gelassen, die restlichen bricht der harte Lebenskampf und grauer Alltag. Einer nur harrte aus und wirkt noch heute zwischen uns in Wien. Als er vor 25 Jahren in. der «Moriah» ein Gedicht «An die Tat Brüder» veröffentlichte, verdoppelte sich unsere Mitgliedcrschar. Im Laufe der arbeitsvollen Jahre entwickelte er sich zum erstrangigen polnischen Feuilletonisten. In seinen tiefsinnigen Essays verrät er seltene Geistesschärfe, zartes Feingefühl und pointierte Sensibilität. Aber auch auf politischem Gebiete wirkt noch heute als strammer Organisator und administrative Kraft, dieser bescheidene Führer und stolze Soldat. Unser «Haschachar» stellte in die vordersten Reihen der jüdischen Renaissancebewegung mehrere solcher unerschrockenen Kämpfer. Wir wußten damals nichts vom persönlichen Ehrgeiz, es trennten uns weder Klassenunterschiede noch programmatische Differenzierungen. Es gab weder einen Fraktionenstreit, noch eine Mandatsjagd oder Tischgesellschaftstratsch. Geeinigt standen wir da. Zu jeder Arbeit für den Zionismus bereit. Das war das damalige Antlitz unserer Union! Nun — vivant sequentes! Unser unsterblicher Herzl sagte: «Zwischen Erinnerung und Hoffnung liegt unsere Tat!» — Diese große Heldentat, — ein freies Erez Israel für ein freies Judenvolk — wird unsere Jugend, die unsere Hoffnung ist, gewissenhaft vollbringen. Baruch Schorr Vom Ottilie Gröbl Ein Menschenaiter ist bereits um, seitdem ein großer jüdischer Lyriker, Komponist und Kantor, ein gottentzücktef Sänger, ein wahrer Künstler für immer die Augen schloß. Es geschah am letzten Pcssachtage des Jahres 5664 (7. April 1904). Da verschied, plötzlich, in der großen Synagoge zu Lemberg in Ausübung seines Berufes, vor dem Allerheiligsten, mit dem erhabenen Gebet auf den Lippen, der berühmte Oberkantor Baruch Schorr. Bis zu seinem letzten Atemzug war es diesem Schöpfer himmlischer Sphärenklänge beschieden, vor Israel Jeflova zu verherrlichen. Wer war Baruch Schorr? Ein Einmaliger! Ein von biblischem Prophetengeist erfülltes, talmudisch-musikahsches Genie. Sein ganzes Leben und Schaffen war ein Hohelied! Im alten Lemberger Ghetto erblickte Baruch Schorr, der Altmeister lithurgischer Kunst, als Sohn eines Töpfers das Licht der Welt. In seiner Jugend oblag er vorerst dem Bibel- und Taimudstudium. Allein das heilige Feuer einer wahren Künstlernatur ließ ihn nicht lange daheim. Von vulkanischer Unruhe gedrängt, geht er in die Fremde und kehrt nach einigen Lehr- und Wanderjahren’ niafch Lemberg zurück. Mit seinem ersten Probebeten vermag er gleich die Massen zu begeistern. Ein Glücksrausch bemächtigte sich der in Staunen versetzten Zuhörerschaft. Mit seiner ihm eigenen Ausdrucksfähigkeit des vollendet geformten Wortes und Tones, mit dem bezaubernden Klang seiner lyrischen Stimme, schluchzt er aus der gequälten Volksseele seinen und ihren jahrtausendealten Schmerz heraus. Den Höhepunkt jedoch erreicht er als unübertroffener Interpret der schmerzgeborenen Jeremiaden. Auf Schwingen glühender Inbrunst trägt er die klaffende Diasporawunde und auch den täglichen Kummer, Not 'und Pein seines Volkes vor Jehovas aüerhöch-' sten Thron! Sein Ruhm verbreitete sich weit über die Grenzen des Landes. Er wird des öfteren nach Bukarest, Budapest und Wien eingeladen. Er schreibt auch eine Oper, «Samson», welche eine ungemein sympathische Aufnahme findet. Dann wird er nach London und New York berufen und verbleibt dort mehrere Jahre. Die große Zahl seiner Lemberger Verehrer konnte aber ihre Sehnsucht nach ihrem vergötterten Liebling nicht beherrschen. Es bildet sich daher ein Komitee, an dessen Spitze namhafte Lemberger Bürger, wie L>awid Löwenherz, Hersch Ehrlich u. v. a. sich stellen und keine Mühe ziir Aufbringung der nötigen Mittel scheuen, um ihn in seine alte Heimat zurückzubringen. Mit großem Jhbel wird er von der Lemberger Bevölkerung aufgenommehi Von da ab wirkte er in Lemberg bis an sein Lebensende Am letzten'Passah tag haucht er während des Gebetes bei den Worten «Owinii Malkenu Galeh» seine Seele aus. Sein Andenken und sein Werk leben fort, denn er hat Unsterbliches geleistet. Er hat als Künstler Schule gemacht. Auf beiden Hemisphären hat er Nachahmer und Jünger gefunden und überall werden in großen Tempeln seine Motive verwendet Die Juden in Bulgarien. Bulgarien zahlt gegenwärtig 50.000 Juden, die ein Prozent der Gefamtbevölkerung ausmachen. Von dielen find 48.000 Spaniolen und 2000 Afchkenafin. 25.000 Juden wohnen in der Hauptftadt Sofia. Die Umgangsfprache ill fpaniolifch. Die Jntelligenz, hauptsächlich aber die Jugend, fpricht durchwegs bulgarifch. Das jüdifdie Schulwefen ift gut ausgebaut und widmet dem hebräifchen Sprachunterricht breiten Raum. Die jüdifdien Gegenlländc werden an (amtlichen jüdifchen Schulen in hebräifcher Sprache vorgetragen. In einigen Schulen werden auch die allgemeinen Lehr gegenlländc hebtäifch unterrichtet. Das Schulbudget wird von den Stadtbehörden im Ausmaße von 20 bis 35 Prozent gedeckt. Bulgarien zählt 28 bis 30 jüdifche Volksfchulen und fechs jüdifdie Gymnafien. In Sofia atlein befuchen 1500 Schüler jüdifche Mittelfchulen. An der Spitze der Jüdifchen Gemeinde lieht ein Konfiftorium, das mehr weltlichen Charakter befitzt. Seiner Kompetenz unterliegen fämtlidie jüdifchen, weltlichen und religiöfen Angelegenheiten. Zurzeit lieht an der Spitze des Konfiiloriüms als Präfident Oberll Tatfchcd, der Mitglied der Zionillifchen Organifation ill. Außerdem lind die Juden in den einzelnen Städtcgemcinden d urch gewählte Verordnete vertreten. Die wirtfdiaftliche Lage der bulgarifchen Juden ill zurzeit fehr fchlecht. Infolge der Krifc, die im Handel und in der Indullric, hauptfädilich aber in der Tabakinduftric feit längerer Zeit hercfcht. In politifchcr Hinftcht ill die Lage der Juden nicht fchlecht. Die Beziehungen zur Staatsnation find gute. Allerdings finden wir keinen Juden im Staats- oder flädtifchen Dienft. In letzter Zeit nimmt die antifemitifche Bewegung oberhand. Hauptfächlich ill es die Vereinigung Rodna Sallieta, die lieh bemüht, den Antifemitismus zu popularificren, welche Beftrebungcn jedodi keine großen Erfolge zeitigen. Im Parlament ill keine jüdifche Vertretung vorhanden. Die Juden haben jedoch unter den Parlamentsparteicn große Freunde. Vor einiger Zeit wurde ein Pro-Palällina-Komitee gebildet, dem prominente Staatsmänner, Gelehrte und Politiker aller Richtungen angeboren. Hervorzuheben ill, daß der .bulgarifche König Boris judenfreundlich geftimmt ill und für jüdifche Fragen großes Intereffe an den Tag legt. Eine dominierende Stellung im jüdifchen Leben nimmt die zioniflifcbe Bewegung ein. Die von den Zioniften begründete jüdifch« Volksuniverfität in Sofia entfaltet eine großzügige Kultur tätigkeit. Ein Fest der Jugend Die jüdische Jugend Wiens, die sich leider in einem ganz zerklüfteten Zustand befindet, ist zu einer gemeinsamen Arbeit unfähig. Der Mißerfolg, den sie bei ihrer Werbetätigkeit erlitt, ist wohl der beste Beweis hiefür. Bin großer Teil der jüdischen Jugend ist dadurch ins fremde Lager geraten. Dieser Umstand sollte doch die Jugend belehren und sie veranlassen, Mittel und Wege zu suchen, um diesem Uebe! abzuhelfen. Es wäre doch einmal notwendig, den Versuch zu machen, eine Aktion aller Jugendgruppen auf gemeinsamer Plattform durchzuführen. Diese Aktion soll — s6 lautet mein Vorschlag — in Verbindung mit dem «Lag Beömer» durchgeführt werden, mit dem Feste, das uns die Einigung des jüdischen Volkes zur Zeit Bar Kochbas und den gigantischen Sieg über Rom in Erinnerung bringt. Das Programm dieses Jugendfestes soll hier in kurzen Zügen skizziert werden. Tag: Der 18. Mai. Ort: Krieau, der Hakoah- oder ein anderer in der Nähe gelegener Sportplatz. Die gesamte jüdische Jugend Wiens soll durch die Tagespresse eingeladen werden. Alle Gruppen und Schulen versammeln sich in der Hauptallee. Um 9 Uhr früh beginnt der gemeinsame Abmarsch zum Festplatz. Sämtliche jüdische Institutionen sind eingeladen. Aeltere Zuschauer nur in beschränkter Zahl zuzulassen. Geboten wird: Ein Konzert des Hakoah-Orchesters, des Jüdischen Gesangvereines sowie der Jugendbühne, die über Orchester oder Chöre verfügen; Schauturnen des Makkabi; verschiedene Wettspiele; ein Match zweier Jungmannschaften mit Verteilung verschiedener Preise, die zu diesem Zwecke von Vereinen, dem K. K. L., K. H. und dem Landeskomitee gestiftet werden sollen. Eine Werbeschrift, die die Ziele aller Jugendgruppen enthält, soH an alle Teilnehmer gratis verteilt werden. Auf diese Weise könnte der indifferenten Jugend gezeigt werden, daß wir in bezug auf Kunst, Sport, körperliche Ertüchtigung auch unseren Mann steilen können. Es ist meine feste Ueberzeugung, daß dieses Fest, großzügig veranstaltet, zweifellos eine große Zahl der uns fernstehenden Jugend für uns gewinnen wird. Sollte mein Vorschlag von der Jugend aufgegfiffen und der Plan ohne innere Zwistigkeiten durchge« führt werden, dann wäre der Erfolg in jeder Beziehung gesichert Isak Herzberg. Der Stand des zionistischen Erziehungswesens in Palästina im Jahre 5690 Die Zahl der Schüler in den Schulen, die unter der Leitung des Erziehungsdepartements der Exekutive in Jerusalem stehen, ist im letzten Jahre von 19.449 auf 21.031 gestiegen, die Zahlen der Schulen von 227 auf 230. Die Steigerung entfällt zum größten Teil auf Kindergärten, während die Zahl der Volksschulen infolge der Aufgabe verschiedener Kolonien nach den Unruhen gesunken ist - Die Zahl, der Schüler in den Volksschulen erhöhte sich von 12.618 auf 13.705. ' Die größte Zahl von Schülern in den Schulen, die der Kompetenz des zionistischen Erziehungsdepartements unterstehen, weist die Stadt Tel Aviv auf (7789). Jerusalem steht mit 4940 Schülern an zweiter Stelle, Haifa mit 1670 an dritter. In den zionistischen Kolonien Judäas lernen 3Ö73 Schüler, in Samaria 754 und in Galiläa 1714. In der Zahl der Schulen sind folgende Aenderungen eingetreten: Die Zahl der allgemeinen Schulen ist von 123 auf 126 gestiegen, die Zahl der Schüler beträgt heute 13.201; die Zahl der Schulen des «Misrachi» sank von 58 im Jahre 5689 auf 54 in diesem Jahre als Folge der Schließung der Schulen in Hebron und Kfar-Urieh und eines Kindergartens im Wohnviertel Montefiore (Tel Aviv) aus sanitären Gründen; dagegen ist die Gesamtzahl der Schüler in den Schulen des Misrachi von 5877 auf 6337 gestiegen. Die Zähl der Schulen des Waadath Hatarbuth (Kulturkommission der Arbeiterschaft) ist um 4 gestiegen und beträgt jetzt 50 mit 1493 Schülern. Eine gewisse Veränderung erfuhren die Schulen auch im Hinblick auf die «Budget-Kompetenz». Die Zahl der Schulen, für deren Budget die Zionistische Exekutive volle Verantwortung trägt, ist um 12 gesunken und beträgt heute 81, obgleich die Zahl der Schulen, die teilweise von der Zionistischen Exekutive unterstützt werden, von 61 auf 71 gestiegen und die Zahl ihrer Schüler beträgt 3546. In den Kolonien der PICA blieb die Zahl der Schulen, die von dem zionistischen Erziehungsdepartement geleitet werden, obwohl ihr Budget von der PICA mit Beteiligung der Kolonien gedeckt wird, ohne Aenderung (20). Die Zahl der Schüler ist jedoch um 37 gestiegen und beträgt jetzt 807. Die Zahl der Schulen, die unter der administrativen und pädagogischen Leitung des Departements stehen, obwohl sie von ihm keine materielle Unterstützung erhalten, ist von 53 auf 58 gestiegen (hauptsächlich Kindergärten), die Zahl der Schüler von 2252 auf 2509. Das Budget für Erziehung im Jahre 5690 ist auf 127.450 Pfund festgesetzt worden und wird folgendermaßen gedeckt: Keren Hajessod 76.207 Pfund, die palästinensische Regierung 19.300 Pfund, PICA 5595 Pfund, die Stadtverwaltung von Tel Aviv 12.000 Pfund. Schulgelder in den städtischen Schulen 9919 Pfund, Haifa und die Kolonien 4165 Pfund, aus anderen Quellen 354 Pfund. Kareski scheidet aus dem engeren Rat des Preußischen Landesverbandes aus Berlin. Direktor Georg Kareski, Vorsitzender des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde Berlin, hat, wie die J. T. A. erfährt, infolge Arbeitsüberbürdung sein Amt kn Engeren Rät des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden medergelegt.

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