Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 119 (27.3.1930)
- Date
- 1930-03-27
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 14 DIE SflMME Nf. Ü9 -Verbindungen in der österreichischen Provinz zur Mitarbeit des «Rahmenverbandes» hcranzuziehen und mit der Z. M. V. /Mirjam eventuell in Verhandlung zu treten zwecks Mitarbeit, falls genügend Mittelschülerinnen dem genannten Verein angehören. Als Briefadresse wurde Cafe Orient, II., Praferstraße 66, bestimmt. Jüdisches Zentrum der ScJzIülfert HHBgertieittSchäft; Wien, 11.; Untere Augartenstraße 35. Montag und Mittwoch von 7 bis 8 Uhr abends Hebräisch für Fortgeschrittene I, Von 8 bis 9 Ühf abends für Anfänger, von 9 bis 10 Uhr für Fortgeschrittene II. Leitung: Herr Haber-HeJlner. Montag und Mittwoch von 7 bis 8 Uhr abends Englisch für fortgeschrittene, von 8 Hs 9 Uhr abends für Anfänger. Leitung: Fräulein Pesie Haber. Montag und Donnerstag von y2S bis 9 Uhr abends schwedisches Turnen (ohne Geräte) für Ftaucn un.l Mädchen. Leiter: Herr Ing. Patlaschenko. Anmeldungen für diese Kurse täglich von 5 bis 8 Uhr im Sekretariat, II., Untere Augartensträße 35. Jüdischer AngestelUenVerbartd «Enultiah» in Wien. Samstag, den 29. März d. J. um 8 Uhr abends im Lokal des «Misrachi», II., Praterstraße 11, Mezzanin, ordentliche Hauptversammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Koll. Brafmann: «Das jüdische Volk und seine Jugend» (gemeinsam mit «Brith» Hansar HätniSrachi). 2. Rechenschaftsbericht der «Emunah». 3. Kassabericht. 4. Neuwahlen irt die Verbandsleitung. 5. Eventuelles. — Die Eröffnung der vergrößerten Bibliothek findet Mittwoch, dort 2. April (II., Präterstraße ll, Mezzanin) statt. Anmeldung offener Stellen erbitten wir Unter der Adresse «Emtlnah», Wien 36, Postfach 72. / Dr. Krüger-Heim (II., Malzgafle 7). Die Eröffnung der rituellen Kodifcfiulc findet am 3. April um 3 Uhr nachmittags ftatt. Ein italienischer Abbfee, Vorkämpfer der Jüdenemanzipation in Polen im 18. Jahrhundert. M Rahmen der Vortragsreihe des «Vereines für jüdische Geschichte uhd Literatur* sprach anl 17. d. M. Herr Doktor N. M. Gelber über das oben erwähnte Thema. Er brachte eine Fülle bisher üifbekanhften Materials aus dieser Zeit polnischer Reformbestrebungen, welche slth auch mit der ' ’ --- Judenfrage eingehendä befaßt hatten. Def Vöffrägfende charakterisierte des Ausführlichen in der Person des italienischen Abbfees Piatoli den Initiator der polnischen JüdöHreformbestrfebüngen. Dieser Vorkämpfer für die Gleichberechtigung der Juden, der Sekretär des Königs Poniatowski war, hatte bereits vor seiner polnischen Karriere in Frankreich die segensreiche Bedcututig und die Vorteile einer Judenreform "für das Staatsinteresse kennen gelernt. So wollte er auch im neuen polnischen Reformstaat den Judenemanzipationsgedanken verwirklichen. Freilich war sein Hauptstreben hiebei,!,i erster Reihe dem Staatssäckel neue Einkünfte zu verschaffen. Aber dessenungeachtet dürfen wfr die edlen Bestrebungen Piatolis, sein warmes, zähes Eintreten für die Judenheit Polens nicht verkennen, zumal er vielfach gegen den überaus harten Widerstand der damaligen Parteien ankämpfen mußte. Dem damaligen Zeitgeist entsprechend, suchte er seine Sympathie fürs Judentum mit historiosophischer, Begründung sowohl in Parlamentskommissionen als auch in den Salons der damaligen, nicht sehr judenfreundlich gestimmten Gesellschaft zu erklären. Die Juden, die einerseits wegen der Regelung der Kahal- Schulaen, andererseits wegen .ihres Wohnrechtes in einzelnen Staaten an der Reform lebhaft interessiert waren, gewann er auch insbesondere dank der Mithilfe mehrerer jüdischer Vertreter. Aber es ward ihm nicht vergönnt, seinen humanen Plan zu verwirklichen. 1792 wird das Volk zu den Waffen gerufen urtd mit der polnischen Herrschaft ist es bald vorbei. •— Die hochinteressanten Ausführungen des Vortragenden ernteten den. herzlichen Dank des zahlreich erschienenen Publikums. Es ist zu hoffen, daß diese wissenschaftliche Forschungsarbeit, die auf Grund von Akten zahlreicher Archive zu stände kam, durch baldige Veröffentlichung der Details allgemein zugänglich gemacht werden wird. ’ j. b. Berichtigung: Wir teilen mit, daß in dem in unserer Sondernummer erschienenen Artikel «Die Gemeinde und der,jüdische Kaub männ» irrtümlicherweise Herr Benno Deutsch als Verfasser angegeben Wurde. mmma^rnw'i imi mm - lltferttftir und Kunst Schiller im hebräischen Gewände , Infolge eines tragischen Famlllerifalles häbe Ich erst jetzt das gifelchnamige Feuilleton der »Stimme« Vom 12. Dezember 1929, Kr. 104 zu Gesicht bekdhimdn, Worin Benjamin Segel* dfer hervorragende Kenner der rftöderhert hebräischen Literatur mit wahrhaftem Bienenflejße fast sämtliche Gedichte Scniilfeffe, die elrife hebräische Üebersetziiug erfahren haben, vör den Lesern hät. Revue pääsierferi lassen. Dasselbe iät auch deF Fall bezüglich der Schillersdien Öfärheii, äbfer niir derjenigen, die Itii vorigen Jahrhundert iiiS Hebräische Überträgen würden. Diejenigen Dräineü aber, die Vor nicht länger und besonders in letzter Zeit übersetzt WürdfeH, — wie *W11helm Teil« übersetzt von Sch. Benzion, so wie die zweite meisterhafte Uebersetzung des »Wilhelm Teil« Von Chaim Nach inan Blälik, und die Uebersetziing des »Don Carlos« von Ascher Baräsen, — hat Herr Segfej äußer Acht gelassen. Sollte, ein so fleißiger und gründlicher Kenner der modernen hebräisfcheä Literatur, wie es Beöjarftiü Segel einer ist, sich jüst für die neuen Und neuesten Erscheinungen so wenig interreSsiereii? das ist schwer glaublich, scheint aber doch där Fäll zu sein. Was die prosaischen Schriften Schillers aribfetrifft hat Herr Segel vorsichtshalber selbst bemerkt, daß selbes Wissens nur drei Abhahdlürigen derselben ins Hebräische übertragen wurden, und zwar: »Die philosophischen Briefe«, übersetzt von Dr. Salomon Rubin, die Schulmähsche Uebersetzung des »Spaziergäriges unter den Litiden«, lind »die Sendung Moses« übersetzt von Ellähu LfeWIH. Letztzerer hät aber auch die Abhandlung »UeBer das erste Menschengeschlecht« übersetzt, und ist die Ufeberrietz.dne dieser Abhandlung gerade gleichzeitig, ürid irt demselben Werjcchen »Däbar Emeth« erschienen, in welcher die »Sehddng Möses« äbgedrtickt würde. Hat also Herr Segel dleLewlhSche Uebersetzung der »Sendung Moses« zu Gesicht bekofrimen, so müßte es doch auch betreffs der Abhandlung »Lieber das erste Menschengeschlecht« der Fall gewesen seih. »Der Spaziergang unter den Linden« wurde aüch vdth Schreibet dieser Zeilen übersetzt und Ist ungefähr im Jahre 1878 ln der von Dävid Gordon ln Lyck heraüSgegfebeneb llterarlscheij Wochenschrift ,»Mägld Mlschne« erschienen; febfehsb ifet die Schlliefoc'rie .Skizze eines Romanes unter derit Titel »EiHfe großmütige Handlung aus der neuesten Geschifchtfe« vöth Schreiber dieser Zeilen übersetzt Und Ungefähr Im Iahte 1880 in der ln Wien erschienenen Zeitschrift »Zlr Neriiert* äbgedrückt Worden. Diese beiden ÜfebferäetZurtgfen slfld darin vom Verlagsbuchhändler Jakob Ehrenprelß, der die ln verschiedenen Zeltschrllten verstreut gewesenen Jugendarbeiten dfefe Schteibers dieser Zellen gesammelt ürid in einem Bändchen üritfer dem Titel »JügeridbiütliehÄ im Jährfe 1893 heraüsgfegeben hät, ln dieäe Sammlung einbezogen Wordferi. Ferner erschien auch eine Uebersetzung der AbhäpdlÜngfeh »Die Gesetzgebung des Lykurgus«. ürid »die deä Solch« in den siebziger Jahreh des vorigen fättrhühderts ln der Brodyer hebräischen Wochenschrift »Ibri Anochis ich erinnere mich aber nicht mehr, von wem dieäe Abhandlungen übersetzt wurden. Lerhberg, im März 1930. Israel Brüstlger. «Gliedere» von Mdsche Smllärisky Der Aiitor, der bekannte }(olönistenftihrer und einer det /örnelimsien Schriftsteller Palästinas, zeigt sich in diesfeHi Büchlein wiederum äls packehdfer Erzähler. Et schildert die Geschichte der Kolonie Chedera, die durch Ihre Geschicke uhd die Leiden ihrer Gründer eine exzeptionelle StellUHg iririerhäib dos Jischuw in Erez Israel ciniiimrnt. Hunderte yöfi Menschen sind in dieser Siedlung an der fürchterlichen Mäfaria zugrunde gegarigeh Und doch wich keiner von Ihrieh Vott) heißgeliebten Böden. SmiiäHsky gehörte zü den ersteh Siedlern dieser heute blühenden Siedluhg und Ist daher vielleicht wie kein zweiter berufen, das Lebeh lind Weben in ihr darzustellen. , Es ist ein Buch, das jeder Zionist, und vor allem jeqfet Jürige Jude, lesen soll: et wird elhetl Begriff davon bekdhimeh, was die ersten Pioniere für das jüdische Volk in Palästina gelitten und geschaffen haben. Das Buch ist feint* weitere Folge der vom Keren KälfethfetH (HäUptbUreäu Jerusalem) und dem hebräischen Verlag *OthäHUth* Herätisgegebthen Ötlcheraetle iLäriöat*. Ei Ist vollpunktiert, illustriert, glänzend gedruckt und broschiert und — last not least — sehr billig. Dieses Büchlein ist im Keren Kajenieth, Wien, 1., Kärntnerstraße 28, erhältlich (Preis S 1.50). — Wir können bei dieser Gelegenheit nicht genüg die jüdische Oeffentlichkeit auf diese Buchfolge aufmerksam machen. Sie wird mit der Zeit im Systeme der Erziehung unserer Jugend einen bedeutenden Platz einnehmen und auch den zionistischen Ortsgruppen ein ausgezeichnetes Material für Vorträge liefern. Pröf. Jülius Woifsofin-Körizert lm großen Saal des Musikvefeiries farid äth 24. d. M. der diesjährige Klavierabend Prof. Julixisz Wolfsohn statt, Es wär feih Abend erlesenen *kü Hs tierischen Genusses, Die selterii ÄÜiti Vörtrage gelangende Bfahths Sonate F-m.oll spielte Prof. Wolfsohn mit Virtuosität und hinreißender ßraivöur. Das Ereignis des, Abendes bildete Uraufführung des eigenen Werkes Wolfsohrts u. zw. der «pildf Stimmungen aus der Kinderw^lt». Der Troppstil und die ganz neue Köloristik erheben difese jüngste Komposition Wolfsohans zü deü Perl eh der jüdischen Körizertthusik. Die Eigentümliche Harmonik dfer jüdischen Melodie, wahrhaft uihd künstlerisch empfundene jüdische Themen, aus deren Börn der Komponist schöpft Und tief erlebte Gefühlswelt, bringen eine ütivergleichliche Wirkung hervör. Mit diesem Werke schenkte uns Prof. Wolfsbhn ein Wertvolles Opus. Sein meisterhafter Vortrag bezauberte das Publikum das nach jedem Sätze dem Künstler mit tosendem Beifall dankte. Irrt dritteh Teil des Prögta-mmes, in den Präludien Chopins, zeichnete sich abemialä dieser weltberühmte ChopMmterpret aiis. Aüch hier gab es überreichlichen Beifall. Das därtkbarfe Publikum, konnte der großen Kilnst des Pianisten nicht satt Werden und erzwang sich einige Zugäben. Löt. Vifioriö Weirtbärg, der erste Paritort der Mailänder Scälä, wird, wie wir bereits angekiindjgt haben, am 9. April sein einziges .Wierter Konzert im Groben Korizerthäiissaal geben. Weinberg ist eiH geborener Paiästihenäer, Sohn eines, aus Siedlce eingewanderten enassidisenen Juden, der mit 16 jälirert däs Elternhaus verließ; ÜH1 ölen der Kunst widmen zu können. Er lebte einige, Jahre in Aegypten, kam dann nach; Italien und erzwang sich .liier bald den Rang eines berühmten Sängers. Vor feineht Jälire Hät ihn die Mailänder Scalä alh IhreH ersteh Bärltöri engägiert. Wfeinbferjj, der bei seinem Wifenet Kohzerte u. ä. Hebräische Lieder singen wird, ist ein nationaler Jude im vollsten und schönsten Sinne dieses Wortes und freut sich auf seine ToürHee WieH—WärsfcHäÜ vot ällfem deshalb; Weil sie ihm Gelegenheit bieten wird, .mit größeh jüdischen Zentren in BerüHrung zu kommen. Die wiener Jüdische Bevölkerung wird dein hrößefi KÜHstler zweifellos einen würdigen Empfang bereiten. Deia Liplnskäjä, die hervorrägebde, eiltzückeHdfe Disseuse, bringt jetzt allabendlich im «Tlieatfer dfef Komiker* unter ariderem ein jiddihcheS Lied ziini Vörtfäg, pS ist *Dib jüdische Mamme» (im «Theater der Komiker» heißt es iDlfe Jesoirne»), feiri Liöa eihes jüdisfcHen Wäisenihädcherts. das seine Mütter vferlbrfen Hät, Delä LliliHskajä erntet mit difeserif Liede, eirieh Etrölg, der keirieäglfcicfien Hät. litt fremden; spießbürgeHich-Ver^riügten; rtur das Lächerlich-jüdische bevorzugenden Milieu, bringt es die große Künstlerin ZUStäHde, dlfe ZUschaher bis Zu deh 1’i-ärierl Zii rühreh. Sie hat den Mtit aufgetirächt Und zeigte, daß es nicht Imitier obskure Järgoriwitzfe sfeih müssen, dife ätträktiv wirken. Sie singt Theater 60 . samstäg, 29.; ilhd SbHHtag; 30. März ÜaS Sfensatidhsstück der Saison: Ewige Marren Komödie mit Gesang in drei Akten. Mit den Damen Liebgold, Rosenberg und den Hefren Grimmingcr, Nächbär und Lehrer. — Volkstümliche Preise. jiddisch ein jüdisches Lied und erobert sich im Nu das Publikum. Es gebührt ihr dafür Anerkennung und Dank. Jakob HöfbWltZ. der palästinensische Schriftsteller und Publizist, der lange jähre in Wien lebte, weilt augenblicklich in Polen. Die Lemberger «CInvila» veröffentlicht ein Interview mit ihm, in dem er die Fragen der palästinensischen Literatur und des palästinensischen Theätfers bespricht. Dr. Jakob HöroWitz soll demnächst nach Wien komttifen. Im Verlag «Eschkoi», Berlin erschien soeben der fünfte Baiid der «Encyclopäcdia Jtidäicä», der zahlreiche Illustrationen, darunter auch farbige sowie Noten enthält. Wie in deti früheren Bänden, so kommt auch in diesem Band eine Reihe voii großatigelegten Monographien zum Abdruck, wie: Chassidismus, Christentum, Crcscas, David, Deutschland, Dezisoren, Diaspora, Disputationen und Dogmen. Der Band enthält fast den ganzen Buchstaben C und den Buchstaben D bis «Dragtlignan». Das gesamte Werk, das unter der Chefredaktion von Dr. Jako*b Klafzkin und Prof. Isniar Elbogcn herausgegeben wird, umfaßt 15 Bände, die in halbjährlichen Abständeri erscheinen. Alois Jiräsfek und das JddentüUf. Der in diesen Tagen verstorbene große tschechische Dichter Alois Jiräsek hat wiederholt däs jüdische Problem zu gestalten versucht. Irt seinen Jugendarbeiten schildert er den Juden noch unsympathisch, aber schon in den «Alten tschechischen Sagen» behandelt jirasek jüdische Motive mit Stärker Einfühlung. Er schilderte die Verfolgung der Juden unter Johann voh Luxemburg urtd Wenzel IV. und zeichnete liebevoll dife Gestalten von Mordechai Maisl und Rabbi Jehuda Loew. Zu seiner Meistererzählung «Rabbi Loew und der Tod» schuf M. Aleäcii eine Reihe ausgezeichneter BiltiWefke. ln Seiner Romantrilogie «Zwischen den Strömen»; die eine große Zähl wundervoll gezeichneter Judengestalten enthält, klagt er das mittelalterliche Prag unter Wenzel IV. Wegen der Judenverfolgungen art. Zum Judentum der GegertWdrt hätte er fein positives Verhältnis. BiideraüSsteiiuilg S. LdÜtmaH. Ih der «Gälerie Hölbfein* findet jetztj die Ausstellung der Werke S. Lautmans statt. Es ist eirt begabter junger jüdischer Künstler, der aus Stanislau in Polen stammt, seine Studien in Amerika un'd Italien absolvierte uhd nach Pieleh Reiseh über europäische Länder jetzt irt Wien seihe erste Ausstellung Veranstältete. Lautitlan ist,in erster Reihe ein hervorragender Porträtist, cjer außerordentlich subtil und sensitiv mit seinem PiHsfel das porträtierte Modell Wiedergibt. Aüch seine Landschaften entbehren nicht einer spezifischen ihdiVidUfellfen Kote. Eitle Ausstellung, die zu besuchen, es sich lohnt. Ein Lexikon des Chassidismus. In Jerusalem erscheint demnächst eih Lexikon des Chassidismus von dem bekannten jungen Förscher Urtd Schriftsteller Mähässe Unger. «Das Tellerl vöm Hlinmel» ReViib irt den «Jüdisclien Künsflörspielen» fm Rähmeri des Gastspiels des <*W ä r s c h a u e r Jüdischen Theaters*, findet Freitag, d?n 28. März diie Erstaufführung der , Revue «Das Tellfe.ri vom Himmel», statt. Die Texte dieser Revue stammen von den bekannten Autoren Brodcrsön, Gebürtig, KAbhis Utid Kornteuer. Dife Musik arrangierte nätll alten VöiKshkmv'eii der Warschauer Komponist J. Kohn. Zwanzig reich ausgestattete Bilder; herrliClie 1’äöze und Gesähge versprechen eine Attraktion für das jüdische Wr’'2t> zu werden., bie Inszenierung der Rfevue besorgt Direktor Karl Zihrbalist. Die Bühnenbilder Stämmen vdrt D. Sza franko, die müsikalüsche Leitung hat D. Leibovitz Jnne,. Das Interesse für die Revue, deren Bilder nach Entwürfen von P. Gibson ausgeführt wurden, ist sehr regfe. jüdische Bühne; II., Täbörstfäße 12 praU Pepi Littmällti, die sich der jüdiscHedt Bübne, tl-, Taborstraße 12 niir für 3 Abehde verpflichtete, müßte Infolge der überaus großen Erfolge ihr Gastspiel noch für 3 Abehde prölongieren. Zur Aufführung gelängt Freiläg. deh 28., Säirisiag, dferi 29., Sonntag, den 30. MÜrz 1930: «Schäbe§ Köjüesoh». Söiihtag näohni. Vi4 Uhr: «Der weiße SklaVfe*. Däs Neue Jüdische thfehter hä^ nach einet kürzeti UrttfefbtecHilng Halt der neuen Sfiielsäisön begorthen. Neu verpflichtet wurde die bekannte Künstlerin Berta Liebgold (Krakau) und der Komiker Nachbar. Sänistag gelängt dä$ Schauspiel «Ewige Narren» zur Erstaufführung. Al Jols0n singt .«Kol Nidre». In dem am 5. April, in drei führenden Wiener Kinos, und zwar LüstspieitheätferkiftÖ, II., Prater,, Ausstellungs^traße, Flottenkino, VI., Maridnilffersträße 85/87, und Eiitfe-Klrto, I., Wollzfeilfe 34, ferfechei- Hfehdfen gröbfert Tonfilm «Der Jäzzsänger» wird der ebenso berUhmtl? wie beliebte Toiifllmstar Al jolsop u. a. aucli das «Kpl Nidre» zum Vortrag bringen. Dieser Film, der seinerzeit als stummer Fihii mit großehi Erfolg in vieleit Wiehet Kinds atifgbftlhft Wilrdfe, ist wie kein Anderer Filni ZÜtri Wfelterfolg geworden. Mehr äls, 7(1 Millionen Menschen haben diesen Film gehört und gesehen. Auch Wien und speziell das jüdische Publikum wird diesen jüdischen Film mit Begeisterung aufnelirtifen. S. B. qfciqn 11 m .... ... m i l n.»mi.iirwi— .1 1 mhii— DeiikäteBsett schel PeBsach! Flc'it1 Jährfen erfreuen sich die «Strunt-Maizzo'Lb» einer immer steigenden Beliebtheit und gelten als das beste österreichische Erzeugnis/ Viele Tausende verlängert, ausschließlich «Struni-MäiZzdth*. beh Grurtid dieser Bevorzugung kann fnän leicht begreifen, wenn märt diie bfekärtntö Mäzzoth-BäCkereJ H. Strum in der RöfeUisterngässb aulsucht. In den sechs großen Räumendes Hauses Nr. 11, die der. Mazzöth-Erzeugung dienen, sieht man eine ganze Anzahl großer Maschinen, die den ganzen Erzeugungsprozeß — vom Mehl bis zur öfenwätnibH Mäztfe — IH der etsta/Unlibh kurzen Zeit von nur drei Minuten erledigen. Aufs angenehmste berührt den Beschauer die peinliche Sauberkeit. Die lyiazzoth-Mascliiuen, von Herrn Strum jun. fiach eigenen Patenten konsfru/erL arbeiten abwechselnd. Genau nach 15 Minuten Arbeitszeit bleibt eitle Maschine stehen und wird auf das penibelste gereinigt. Dfer Betrieb stellt unter ritueller Atlfslcht des Rabbinäts dfer Kiültusgp.me.jude Wien und ein sogenannter Maschgiiäcli sowie drei Ma-schgichi'ni sorgen dafür, daß die ritüfelife'H Vörsehriftert strengiftens ejngeliaUen werden. «Striwn-Mazzoth» zeichnep sich aber nicht nur durch die bei der Erzeugung beobachtete Sauberkeit, sondern vornehmlich auch durch den guten Geschmack aus, der sie zu einer beliebten Delikatesse macht. . Erfreulich Ist die Tatsache, daß die Mazzoth-Bäckerci H. Strum hauptsächlich jüdische Arbeiter beschäftigt.