Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 115 (27.2.1930)
- Date
- 1930-02-27
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 115 DIE STIMME Seite 4 Parteisteuer Das Landeskomitee hat sich an alle Organisationen gewendet und sie darauf aufmerksam gemacht, daß die ganze Parteisteuer ehestens abzuführen ist, damit ihre Mitglieder zu dem bevorstehenden Delegiertentag das Wahlrecht ausüben können. Das Landeskomitee fegt Wert darauf, daß nicht nur eine sofortige Ablieferung erfolgt, sondern daß alle Organisationen sich noch bemühen, die Zahl ihrer Mitglieder zu erhöhen und die Parteisteuer bei diesen Mitgliedern cinzuheben. Die Parteisteuer ist nicht nur ein Bekenntnis zur Organisation, sie beschafft auch der Leitung die Mittel, ohne welche sie nicht arbeiten kann. Es genügt nicht, daß die einzelnen Teile der Organisation an die Leitung mit Forderungen herantreten, sie müssen auch ihrerseits ihren Verpflichtungen der Leitung gegenüber nachkonimen. Die Frist zur Bezahlung der Parteisteuer wird bis zum 17. März d. J., 10 Uhr vormittags, verlängert. Gleichzeitig sind die Mitgliederlisten mit genauer Angabe des Berufes und der Adressen der einzelnen Mitglieder dem Landeskomitee vorzulegen, Helfet beim Ausbau der Organisationen! Führet die Parteisteuer in vollem Umfange rechtzeitig ab! Das Zionistische Landeskomitee für Oesterreich. Die Arbeit des Keren Kajemeth Februar-Büchsenleerung Die Landeskommission des Keren Kajemeth teilt mit: Als Auftakt für die außerordentliche Aktion, die im Monat März stattfindet, wird jetzt, in der zweiten Hälfte Februar, die Büchsenleerung durchgeführt. Die Ereignisse in Palästina machten es allen klär, daß ein neues Tempo der Keren Kajemeth- Arbeit einsetzen muß; , der für die jüdische Siedlungsbewegung nötige Boden muß raschestens in den Besitz des jüdischen Volkes übergehen. Die Büchseninhaber werden gebeten, dieser Tatsache eingedenk zu sein und entsprechend zu spenden. , , r Hauptmann-Hain: Auf diesen Hain gingen in der letzten Woche S 955.50 ein. Goldbucheintragung Kremenezky. Der Herzl- KJub hat Gesinnungsgenossen Johann Kremenezky anläßlich seines 80. Geburtstages ins Goldene Buch eintragen lassen und an den Keren Kajemeth 20 Pfund Sterling abgeführt. Jetty-Mamber-Garten. Weitere 160 S sind eingegangen. Leo-Weiß-Hain. Auf diesen Hain liefen in der letzten Woche weitere 245 S ein. Büchsenaufstellung. Der Jugendbund «Zeirenu» hat 72 neue Büchsen aufgestellt, und zwar im Kreise der Verwandten und Bekannten der Mitglieder des Bundes. Garten auf Namen Dr. Ludwig Eckstein. Der Elternbund «Menorah» hat über Antrag des Herrn Dir. Ignaz Guttmann, Obmannes der Sektion VI/VII, beschlossen, auf Namen seines gewesenen Obmannes, des verewigten Dr. Ludwig Eckstein, einen Garten in Palästina zu stiften. An den Keren Kajemeth wurde bisher insgesamt der Betrag von 601.50 Schilling abgeführt. Die Keren- Kajemeth Gemeinde . Vergangenen Donnerstag batte der Keren Kajemeth .seine Mitarbeiter und Freunde zu einer Sitzung eilige» lade«, die ebnen sei fr aktuellen, aber auch dauernden Zweck verfolgte: die Schaffung einer Keren-Kajemeth-Geaneirade. Zionistische Frauengruppe 1L Sonntag, den 23. März, 3 Uhr nachmittags, im Theatersaal des Hotel «Post», I., Fleischmarkt, Große Kinder-Purimfeier Zur Aufführung gelangt das lustige Spiel DER PURIMPRINZ Mehr als 50 mitwirkende Kinder. Zum Schluß Purimbelustigungen. Karten sind zu haben von S l.— bis S 2.50 bei: Bücherstube Rath, H., Taborstraße 20 a, Jqsef Singer, II., Taborstraße 25, Horowitz, 11., Taborstraße 5, Zionistische Bezirkssektion, U., Zirkusgasse 33. Es soll versucht werden, alle Mitarbeiter und Freunde des Keren Kajemeth sowie alle Gesinnungsgenossen, die für das lebendige Erez Israel nicht bloß theoretisches Interesse haben, vorerst einmal monatlich zusammenzubringen, um einen ausschließlichen Erez-Israel- Abend zu verbringen, bei dem die Ereignisse des letzten Monates, wirtschaftliche, politische und kulturelle Fragen, erörtert werden sollen. Palästinenser, die zeitweise in Wien weilen, werden über das Land berichten. Ferner soll versucht werden, von dort aus das Erez-Isracl-Lied zu verbreiten. Kurz, es soll ein Erez-Jsrael-Winke! geschaffen werden für alle diejenigen, d,ie sich darnach sehnen, fern von jedem Parteistreit mit Erez Israel Lm Kontakt zu bleiben. Diese Zusammenkünfte werden jeden Montag nach dem Ersten eines jeden Monates stattfinden und pünktlich um 149 Uhr abends beginnen. Nächste Zusammenkunft Montag, den 3. März, 8 Uhr abends, im Heime des «Misracbj», II., Praterstraße 11. Kartell der zionistisch-sozialistischen Jugend (Linkskartell) Heute, Donnerstag, den 27. Februar, pünktlich V28 Uhr abends: Gordon- Feier im Hotel Post, I., Fleischmarkt. Alle, dem Kartell angeschlossenen Organisationen erscheinen vollzählig! 0000000000000cx30000000ö0000000000cxxx» Union der Zionisten-Revisionisten Oesterreichs. Montag, den 3. März 1930, Cafe «Arkaden», I., Universitätsstraße, V2Q Uhr abends Urinri! liistorciiw OOOQOGGOOOOOOOOCXXXXäOOOOOOOOCXXXXXXaOOO „Erez Israel“ mit dem „Bund jüdischer Jungwanderer“ fusioniert Außerordentliche Generalversammlung des Jugendvereines «Erez Israel» am 22. Februar d. J. Präs. M. Pais eröffnete die Versammlung und begrüßte die Erschienenen, besonders die Mitglieder des «Bundes jüdischer Jungwanderer», ferner den Vertreter des KKL Doktor Tartakower, den Obmann der Sektion 11 Dr. Gelber und den Vertreter des Jugendverbandes Aron. Ins Präsidium der Versammlung wurden Lebensohn und Gottesmann, als Schriftführer Frisch gewählt. Dr. N. M. Gelber begrüßte die Versammlung namens der Sektion II. Er betonte deti Wert des Vereines «Erez Israel» als Mitarbeiter der zionistischen Sache und erhofft sich von dem Zusammenschluß der beiden Vereine fiir den 2. Bezirk, der ja das Zentrum des jüdischen Lebens in Wien bildet, ein Wiederaufleben der zionistischen Arbeit. Der Redner besprach das Problem der jüdischen Jugenderziehung und .hob die Wichtigkeit der Erlernung der hebräischen Sprache und des Studiums der nationalen Kulturwerke für die Jugend hervor. Lebensohn dankte Dr. Gelber für seine Ausführungen und begrüßte den erschienenen Vertreter des Landeskomitees .Dr. Z. A. Finkeistein. Der nächste Redner Gg. Aron dankte dem Verein im Namen des Jugendverbandes, daß es ihm gelungen ist, eine Gruppe, die schon zionistische Arbeit geleistet hat, zu sich zu bringen. Es soll Sache des Vereines sein, die Idee des KKL und der Chaluziuth in weite Kreise hinauszutragen und dem Gedanken an Palästina näherzubringen. Dr. Tartakower begrüßte als Vertreter des KKL die Anwesenden. Redner sieht in dem Zusammenschluß eine Vereinheitlichung der zionistischen Idee und warnte vor dem Nachlassen der Arbeit für den KKL. Das ganze Werk des Zionismus ist gefährdet, wenn das Kontingent nicht aufgebracht werden kann. Dr. Finkeistein begrüßte die Fusion im Namen ees Landeskomitees. Er kennt den Jugendverein «Erez Israel» als gesunde Bewegung und legte dar, wie wichtig der Zusammenschluß aller Juden gerade heute ist, um im Kampf um die Erreichung der Nationalexistenz erfolgreich zu bleiben. Als nächster Redner berichtete Pais über die Fusion der beiden Jugendgruppen und begründete diesen wichtigen Schritt. Er hofft, daß es nicht lange dauern wird, den Verein zum Mittelpunkt der zionistischen Jugend der Leopoldstadt zu gestalten. Er gab gleichzeitig bekannt, daß ein neuer Ausschuß zu wählen ist, der die Leitung des Vereines bis zur nächsten ordentlichen Generalversammlung innehaben soll. An der anschließenden Debatte beteiligten sich die Chawerim Herzberg, Gelband, Müller, Grünwald, die über die bisherige und künftige Tätigkeit der fusionierten Gruppen sprachen. Chawer Müller brachte einen Wahlvorschlag vor, der von der Generalversammlung einstimmig genehmigt wurde» Der neue Ausschuß setzt sich wie folgt zusammen: Präsidium: Präsident: Mair Pais; Vizepräsidenten: Hermann Grünwald und Markus Gelband; Ausschuß: Rosl Bergner, Maryan Frisch, Esau Gottesmann, Norbert Holin, Samuel Horovitz, Edi Mandelbaum, Finny Schächter, Fanny Teichthal, Leo Wieselberg. Vor Schluß der Versammlung sprachen noch einige Chawerim, u. a. betonte Ch. Grünwald die Notwendigkeit der Erhaltung des Pfajdfindersystems in deu Wandergruppen. Ch. Lebensohn dankte den ausscheidenden Ausschußmitgliedern Hermann Engel, Mosche Irom und David Teig BBBBaaBBBBflflBBBBBBBBBBBBBBaBBaBBBBBBBB Uebersiecllungsanzeige. Facharzt für Hals, Nase und Ohren, Dr. J. Rejch, ist ab 1. Februar in die Praterstraße 59 übersiedelt. Tel. R-41-2-51. 1 Veranstaltungskalender Donnerstag, 17. Februar: 8 Uhr: Zioniftifche Sektion XIII, Cafe Hictzingerhof, XIII., Hauptftraße 23. Vortrag Adolf Böhm. Anfchlicßend Generalverfammlung. Samstag, 1. März: J46 Uhr: Verein Zioniftifcher Mittelfchiiler, Sektion Alfergrund, IX., Türkcnftraße 9. Disku/Tion mit aer V. S. M., Sektion 9. 148 Uhr: Zioniftifche Bezirksfektion XX, Jägcrltraßc Nr. 30. 1. Vortrag Dr. Viktor Pordes: vjüdiiehe Seelen, Eigenart und Gewohnheit.“ 2. Vortrag Red. Dr. Sem Wolf: „Jüdifche Prelle in aller Welt." 8 Uhr: Zioniftifche Sektion Zwifchenbrückcn, XX-, Leyftraßc 8r. Vortragsabend. Hiftadruth Iwrith, II., Kleine MonrengaiTe 3. 6 Uhr: Mifchnah: Dr. N. Goldftcin. 7 Uhr: Dikduk: Prof. A. Wiefen. o Uhr: Vortrag des Schriftftcllcrs M. Ungarfcld: „Popper-Lynkeus.“ Sonntag, 2. März: 10 Uhr vorm.: Thcaterfaal der Jüdifchen Künftlcrfpicle, II., Praterftraßc 34. „Dewarenu- Matinee.“ Fcftrede Dr. D. Rothblum. Mitwirkende: Oberkantor Margulies, Daniel Pcrfki, Frl. R. Lcbenfohn, Herr Rofenbach- Segall, Frl. Chana Spector u. a. Uhr: Theaternachmittag im Deutfchen Volkstheatcr für das Chajes-Realgymnalium. Zur Aufführung gelangt „Zaza“. Montag, 3. März: 8 Uhr: Zioniftifchc Sektion VI/VII, Caf£ Mariahiif, VI., Mariahilferftraße S9. Vortragsabend. Dienstag, 4. März: 5 Uhr: Zioniftifche Fraucnorganifation, Cafe Altes Rathaus, I., Wipplingerftraße 24. Vortrag Dr. Amalie Kantor: „Frug die Aeolusharfe des Volksgefchickes.“ 8 Uhr: Zioniftifche Sektion III, III., Löwengafte 39. Vortragsabend. 8 Uhr: Zioniftifche Sektion IV/V, Terraftencafe, V., Margaretenplatz 4. Vortragsabend. 8 Uhr: Zioniftifche Sektion XVI/XVII, Friedenscafe, XVI., Ottakringcrftraße 37. Vortrag Dr. N. M. Gelber: „England und der Zionismus.“ 8 Uhr: Zioniftifche Sektion Leopoldftadt. Erez- Ifrael-Vortrag von Dr. Jakob Ehrlich. Mittwoch, 5. März: 8 Uhr: Sektion Prater, II., Jungftraße 8. Vortrag von Ludwig Bato: „Untergang des Judentums in Sowjetrußland.“ für die geleistete Arbeit im Namen des Vereines und brachte eine Resolution des Ch. Müller, betreffs Einleitung einer vierwöchigen Werbeaktion, zur Abstimmung, die einstimmig angenommen wurde. Untergang des Judentums in Sowjetrußland Eine interellante Vorlefung Ludwig Batos in den Räumen der Zioniftifclien Bezirksfektion Leopoldftadt. Die in letzter Zeit fehr rührige, zu neuem Leben wiedererwachte Bezirksfektion Leopoldftadt hat in diefem Winter eine fehr dankens- und lobenswerte Einrichtung gefchaffen: Die wöchentliche Abhaltung intcreflanter und aktueller Vorträge. Im Rahmen diefer Vorträge las nun Herr Ludwig Bato, der lieh als hiftorifcher und politifdicr Publizift längft einen guten Namen gemacht hat, am 18. d. ein Kapitel aus feinem, in aLlernächfter Zeit erfcheinendcn Werke, das den Untergang des Judentums in Sowjetrußland zum Gcgenftandc hat, vor. Wir werden, fobald das ganze Werk uns vorlicgen wird, Gelegenheit nehmen, es einer genaueren Betrachtung und Würdigung zu unterziehen. Doch fchon dem einen Kapitel, das uns Herr Bato in vornehmer Weife vorlas, konnte man entnehmen, daß fein neueftes Buch eines der erfchütterndften Dokumente über die Lage der Juden im heutigen Rußland, fowie eine der interellanteften Schilderungen über das Rußland von heute zu werden verfpricht. Dr. J. R. Aus der ZioniftifchcD Bezirksfektion Landftraßc. Chamifcha-Affar-Feier. Samstag, den ij. d., fand eine von den Frauen der Sektion Landftraße veranllaltete Chamifcha- AITar-Feier für Kinder rtatt. Mit diefer Veranftaltung wurde gleichzeitig ein „Oneg-Schabbath“ — der jetzt regelmäßig unter Leitung einiger Damen des Mädcbenveijcines „Deborah“ ftattfinden foll — verbunden. HISTADRUTH IWRITH Sonntag, 2. März 1930, um 10 Uhr vormittags im Theatersaal der «Jüdischen Künstlerspiele», II. Praterstraße 34 „Dewarenu - Matinee“ (zum Erscheinen der ersten Nummer der Monatsschrift der , Histadruth) unter Mitwirkung bekannter Künstler und der Kleinkunstbühne «Die Harfe». Festredner: Dr. Dawid Rothblum. Karten bei allen Ausschußmitgliedern und an der Kassa. Zioifeistf&scfiie Frci«iemäir«i|»i»e VIII IX veranstaltet Sonntag, den 16. März I. J., um 4 Uhr nachmittags, in den Prunksälen des Handelsmuseums, IX., Berggasse 16, «anliiOlicla «dtes iPurim «In Rro0es „ Karten sind zu haben bei Frau Blauer, IX., Pfluggasse 0, Frau Leser, IX., Lichtensteinstraße 23, Tel. A-16-5-71, und Frau Passweg, IX., Schlickgasse Tel. A-U-l-34 KMcrkosfltafest